{"id":1159,"date":"2012-07-11T00:00:00","date_gmt":"2012-07-10T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=1159"},"modified":"2012-11-12T17:05:34","modified_gmt":"2012-11-12T15:05:34","slug":"x-b-41-11-nicht-mit-gruenden-versehenes-urteil-par-119-nr-6-fgo-ruege-eines-verstosses-gegen-par-96-abs-1-satz-1-fgo-qualifizierter-rechtsanwendungsfehler-is-des-par-115-abs-2-nr-2-alternative-2-fgo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-41-11-nicht-mit-gruenden-versehenes-urteil-par-119-nr-6-fgo-ruege-eines-verstosses-gegen-par-96-abs-1-satz-1-fgo-qualifizierter-rechtsanwendungsfehler-is-des-par-115-abs-2-nr-2-alternative-2-fgo\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;41\/11 &#8211; Nicht mit Gr&uuml;nden versehenes Urteil (&sect; 119 Nr. 6 FGO) &#8211; R&uuml;ge eines Versto&szlig;es gegen &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO &#8211; qualifizierter Rechtsanwendungsfehler i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.7.2012, X B 41\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Nicht mit Gr\u00fcnden versehenes Urteil (\u00a7 119 Nr. 6 FGO) &#8211; R\u00fcge eines Versto\u00dfes gegen \u00a7 96 Abs. 1 Satz 1 FGO &#8211; qualifizierter Rechtsanwendungsfehler i.S. des \u00a7 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unzul\u00e4ssig. Die Beschwerdebegr\u00fcndung der Kl\u00e4ger und Beschwerdef\u00fchrer (Kl\u00e4ger) gen\u00fcgt nicht den Anforderungen des \u00a7\u00a0116 Abs.\u00a03 Satz\u00a03 der Finanzgerichtsordnung (FGO) an die Darlegung eines Zulassungsgrunds i.S. des \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Die Kl\u00e4ger haben nicht in ausreichender Weise dargetan, dass das angefochtene Urteil auf einem Verfahrensfehler (\u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a03 FGO) beruht. Die ordnungsgem\u00e4\u00dfe Darlegung eines Verfahrensmangels liegt nur vor, wenn die zu seiner Begr\u00fcndung vorgetragenen Tatsachen &#8211;ihre Richtigkeit unterstellt&#8211; einen Verfahrensmangel ergeben (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 1.\u00a0Februar 2012 VI\u00a0B\u00a071\/11, BFH\/NV 2012, 767).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Ein Urteil ist i.S. des \u00a7\u00a0119 Nr.\u00a06 FGO nicht mit Gr\u00fcnden versehen und deshalb verfahrensfehlerhaft, wenn den Beteiligten die M\u00f6glichkeit entzogen ist, die getroffene Entscheidung auf ihre Rechtm\u00e4\u00dfigkeit hin zu \u00fcberpr\u00fcfen. Dies ist dann der Fall, wenn die Begr\u00fcndung des Urteilsspruchs \u00fcberhaupt oder im Hinblick auf einen selbst\u00e4ndigen prozessualen Anspruch oder ein selbst\u00e4ndiges Angriffs- oder Verteidigungsmittel fehlt oder wenn die Entscheidungsgr\u00fcnde nur aus inhaltsleeren Floskeln bestehen oder missverst\u00e4ndlich und verworren sind (BFH-Beschl\u00fcsse vom 15.\u00a0Dezember 2005 IX\u00a0B\u00a098\/05, BFH\/NV 2006, 768; vom 26.\u00a0Februar 2010 VIII\u00a0B\u00a017\/08, BFH\/NV 2010, 1083, und in BFH\/NV 2012, 767). Nicht ausreichend ist, dass die Urteilsbegr\u00fcndung nicht den Erwartungen eines Beteiligten entspricht oder l\u00fcckenhaft, rechtsfehlerhaft oder nicht \u00fcberzeugend ist (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2010, 1083; Gr\u00e4ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a0119 Rz\u00a024, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4ger haben nicht substantiiert dargetan, das angefochtene Urteil des Finanzgerichts (FG) beruhe nur aus inhaltsleeren Floskeln. Insbesondere ber\u00fccksichtigen sie nicht, dass das FG in seinem Urteil die einzelnen Indizien aufgef\u00fchrt hat, weshalb nach der \u00dcberzeugung des Gerichts die Kl\u00e4gerin in ihrem Betrieb die Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben unvollst\u00e4ndig erfasst hat und weshalb es die allgemein gehaltene Einlassung der Kl\u00e4ger, bestimmte Waren seien nicht im normalen Gesch\u00e4ftsgang an die Kunden ver\u00e4u\u00dfert, sondern anderweitig verbraucht worden, f\u00fcr unzutreffend h\u00e4lt. Es liegt demgem\u00e4\u00df nicht der Fall vor, dass in dem Urteil die gebotene Beweisw\u00fcrdigung zur G\u00e4nze fehlt (vgl. hierzu Senatsbeschluss vom 4.\u00a0Juli 2006 X\u00a0B\u00a0135\/05, BFH\/NV 2006, 1797). Vielmehr halten die Kl\u00e4ger die Beweisw\u00fcrdigung durch das FG f\u00fcr unzutreffend. Ein solcher Mangel begr\u00fcndet ebenso wie eine fehlerhafte Beweislastentscheidung keinen Verfahrensversto\u00df, sondern stellt eine Verletzung materiellen Rechts dar (Senatsbeschluss vom 22.\u00a0Juni 1999 X\u00a0B\u00a025\/99, BFH\/NV 1999, 1612).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Soweit die Kl\u00e4ger vorbringen, die Ausf\u00fchrungen des FG seien deshalb widerspr\u00fcchlich und verworren, weil das FG zwar davon ausgegangen sei, dass der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Beweislast trage, das FG aber gleichwohl eine Beweislastentscheidung zu Lasten der Kl\u00e4ger getroffen habe, trifft dies nicht zu. Zum einen hat das FG keine Entscheidung nach Beweislastgrunds\u00e4tzen getroffen, sondern sich vom Vorliegen der von ihm festgestellten Tatsachen \u00fcberzeugt. Zum anderen hat das FG mit seinem Hinweis, die Kl\u00e4ger h\u00e4tten zum im Streitfall verwirklichten Sachverhalt keine konkreten und damit einer weiteren Beweisaufnahme zug\u00e4nglichen Angaben gemacht, ersichtlich lediglich darauf hinweisen wollen, dass nach der st\u00e4ndigen BFH-Rechtsprechung zwischen der Mitwirkungspflicht der Beteiligten und der Intensit\u00e4t der richterlichen Sachaufkl\u00e4rungspflicht eine Wechselwirkung besteht (Senatsurteil vom 30.\u00a0Juli 2003 X\u00a0R\u00a028\/99, BFH\/NV 2004, 201, und BFH-Beschluss vom 2.\u00a0Februar 2010 VI\u00a0B\u00a0117\/09, BFH\/NV 2010, 879).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Klarstellend weist der angerufene Senat darauf hin, dass der kl\u00e4gerische Hinweis, sie, die Kl\u00e4ger, seien zu weiteren Sachverhaltsangaben und zur Benennung von Zeugen deshalb nicht in der Lage, weil seit den Streitjahren lange Zeit vergangen und auch der Betrieb der Kl\u00e4gerin l\u00e4ngst aufgegeben worden sei, den Sachverhalt nur unvollst\u00e4ndig wiedergibt. Insbesondere trifft es nicht zu, dass allein das FA es in der Hand gehabt h\u00e4tte, notwendige Beweise zu erheben. Ausweislich der Akten des FG wurde bei der Kl\u00e4gerin im Jahr 2006 eine Steuerfahndungspr\u00fcfung abgeschlossen und in diesem Jahr wurden auch die angefochtenen Steuerbescheide f\u00fcr die Streitjahre 2000 und 2001 erlassen. Da die Kl\u00e4gerin ausweislich dieser Akten ihren Betrieb erst zum Jahresende 2005 aufgegeben hatte, d\u00fcrften die Kl\u00e4ger jedenfalls im Zeitpunkt des Erlasses dieser Bescheide in der Lage gewesen sein, im Hinblick auf ein etwaiges Rechtsbehelfsverfahren die Namen der ggf. zu benennenden Zeugen und auch etwaige andere Beweismittel schriftlich festzuhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Auch die R\u00fcge, das FG habe den Inhalt der Akten nicht zutreffend ber\u00fccksichtigt, ist nicht schl\u00fcssig dargelegt. Es fehlt bereits an dem Erfordernis, dass im Fall der R\u00fcge eines Versto\u00dfes gegen \u00a7\u00a096 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 FGO genaue Angaben der jeweiligen Schriftst\u00fccke und Seitenzahlen aus den Akten zu machen sind und anzugeben ist, welche sich hierbei ergebenden Tatumst\u00e4nde das FG nicht ber\u00fccksichtigt hat (BFH-Beschl\u00fcsse vom 21.\u00a0September 2000 XI\u00a0B\u00a013\/99, BFH\/NV 2001, 200, und vom 25.\u00a0Januar 2011 V\u00a0B\u00a0154\/09, BFH\/NV 2011, 822).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) Die Kl\u00e4ger legen auch nicht schl\u00fcssig dar, das FG habe seine Untersuchungspflicht (\u00a7\u00a076 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 FGO) verletzt. Hierzu h\u00e4tte es u.a. substantiierter Ausf\u00fchrungen bedurft, warum die Kl\u00e4ger, die in der m\u00fcndlichen Verhandlung sachkundig vertreten waren, nicht von sich aus entsprechende Beweisantr\u00e4ge gestellt haben und welche entscheidungserheblichen Tatsachen sich bei einer weiteren Sachaufkl\u00e4rung oder Beweisaufnahme voraussichtlich ergeben h\u00e4tten (vgl. Senatsbeschluss vom 8.\u00a0April 2008 X\u00a0B\u00a040\/07, Zeitschrift f\u00fcr Steuern und Recht &#8211;ZSteu&#8211; 2008, R494-R496). Solche Darlegungen fehlen. Vielmehr beschr\u00e4nkt sich die Beschwerdebegr\u00fcndung auf den Hinweis, das FA habe es verabs\u00e4umt, im Rahmen der Fahndungspr\u00fcfung entsprechende Beweise zu erheben; das FG st\u00fctze sich im Wesentlichen lediglich auf die Zeugenaussage des Fahndungspr\u00fcfers, die Annahmen des FG seien spekulativ, auch betreibe das FG &#8222;eine pauschale Verdachtsabstrafung&#8220;. Mit diesem Vorbringen r\u00fcgen die Kl\u00e4ger keinen Verfahrensfehler, sondern eine unzutreffende Beweisw\u00fcrdigung und damit einen materiell-rechtlichen Mangel, der nicht zur Zulassung der Revision f\u00fchren kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Die Kl\u00e4ger haben auch nicht aufgezeigt, dass das angefochtene Urteil i.S. des \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02 Alternative\u00a02 FGO unter einem qualifizierten Rechtsanwendungsfehler leidet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Ein solcher ist nach der gefestigten BFH-Rechtsprechung nur gegeben, wenn die angefochtene Entscheidung objektiv willk\u00fcrlich und unter keinem Gesichtspunkt rechtlich vertretbar ist (z.B. BFH-Beschluss vom 1.\u00a0September 2008 IV\u00a0B\u00a04\/08, BFH\/NV 2009, 35, und Senatsbeschluss vom 25.\u00a0M\u00e4rz 2010 X\u00a0B\u00a0176\/08, BFH\/NV 2010, 1455). Diese Grunds\u00e4tze gelten auch in Sch\u00e4tzungsf\u00e4llen. Danach liegt ein solch schwerwiegender Mangel nur vor, wenn die Sch\u00e4tzung gegen das Willk\u00fcrverbot verst\u00f6\u00dft, wenn das Sch\u00e4tzungsergebnis schlechthin unvertretbar ist oder wenn \u00fcberhaupt nicht erkennbar ist, dass und ggf. welche Sch\u00e4tzungserw\u00e4gungen das FG vorgenommen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen sind im Streitfall ersichtlich nicht gegeben. Insbesondere hat das FG nachvollziehbar dargelegt, aus welchen Gr\u00fcnden es davon ausgehe, dass die Kl\u00e4gerin sich der Methode des Rechnungssplittings bedient habe, welche dazu dienen sollte, einen geringeren betrieblichen Wareneinkauf auszuweisen und damit zugleich unversteuerte Betriebseinnahmen zu verdecken. Auch hat das FG sich mit den kl\u00e4gerischen Einlassungen auseinandergesetzt und die Umst\u00e4nde aufgezeigt, die nach seiner Ansicht gegen die Richtigkeit dieses Vorbringens sprechen. Dementsprechend beruht das Urteil nicht auf unsachlichen Erw\u00e4gungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Einwand der Kl\u00e4ger, das FG h\u00e4tte anstelle einer Sch\u00e4tzung anhand der amtlichen Richtsatzsammlung einen inneren Betriebsvergleich unter Heranziehung der steuerlichen Daten des fr\u00fcheren Restaurantbetreibers durchf\u00fchren m\u00fcssen, begr\u00fcndet ebenfalls keinen qualifizierten Rechtsanwendungsfehler. Denn es entspricht der st\u00e4ndigen BFH-Rechtsprechung, dass es Sache der Tatsacheninstanz ist, welcher Sch\u00e4tzungsmethode sie sich bedienen will, wenn diese geeignet ist, ein vern\u00fcnftiges und der Wirklichkeit entsprechendes Ergebnis zu erzielen (vgl. z.B. Senatsbeschl\u00fcsse vom 1.\u00a0September 2004 X\u00a0B\u00a0162\/03, BFH\/NV 2005, 224, und vom 18.\u00a0August 2009 X\u00a0B\u00a014\/09, ZSteu 2009, R1144, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.7.2012, X B 41\/11 Nicht mit Gr\u00fcnden versehenes Urteil (\u00a7 119 Nr. 6 FGO) &#8211; R\u00fcge eines Versto\u00dfes gegen \u00a7 96 Abs. 1 Satz 1 FGO &#8211; qualifizierter Rechtsanwendungsfehler i.S. des \u00a7 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO Gr\u00fcnde 1 Die Beschwerde ist unzul\u00e4ssig. 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