{"id":11638,"date":"2012-12-07T04:21:03","date_gmt":"2012-12-07T02:21:03","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11638"},"modified":"2020-02-06T16:40:09","modified_gmt":"2020-02-06T14:40:09","slug":"xi-r-31-08-kein-vorsteuerabzug-aus-rechnungen-fuer-dienstleistungen-zur-erfuellung-einkommensteuerrechtlicher-pflichten-der-gesellschafter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-31-08-kein-vorsteuerabzug-aus-rechnungen-fuer-dienstleistungen-zur-erfuellung-einkommensteuerrechtlicher-pflichten-der-gesellschafter\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;31\/08 &#8211; Kein Vorsteuerabzug aus Rechnungen f&uuml;r Dienstleistungen zur Erf&uuml;llung einkommensteuerrechtlicher Pflichten der Gesellschafter"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.9.2010, XI R 31\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Kein Vorsteuerabzug aus Rechnungen f\u00fcr Dienstleistungen zur Erf\u00fcllung einkommensteuerrechtlicher Pflichten der Gesellschafter<\/p>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>Eine Personengesellschaft kann die ihr in Rechnung gestellte Umsatzsteuer f\u00fcr von ihr bezogene Dienstleistungen, die der Erf\u00fcllung einkommensteuerrechtlicher Verpflichtungen ihrer Gesellschafter dienen, nicht als Vorsteuer abziehen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist zwischen den Beteiligten, in welchem Umfang die Kl\u00e4gerin und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4gerin) Vorsteuern aus bezogenen Gesch\u00e4ftsbesorgungsleistungen abziehen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin ist ein von der X initiierter geschlossener Immobilien-Leasing-Fonds in Form einer GmbH &amp; Co. KG. Gesellschafter der Kl\u00e4gerin sind zwei GmbHs als pers\u00f6nlich haftende Gesellschafter ohne Beteiligung am Verm\u00f6gen, eine GmbH als Gr\u00fcndungskommanditist sowie sieben nat\u00fcrliche Personen als weitere Kommanditisten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin hat von der ebenfalls seitens der X initiierten S-GmbH &amp; Co. KG ein Erbbaurecht an einem bebauten Grundst\u00fcck erworben. Dieses wurde mit Leasingvertrag, in den die Kl\u00e4gerin eingetreten ist, an die L-GmbH verleast. Zwischen den Beteiligten ist unstreitig, dass das Leasingverh\u00e4ltnis umsatzsteuerrechtlich als (umsatzsteuerpflichtige) Vermietung des Leasinggegenstandes durch den Leasinggeber (Kl\u00e4gerin) an den Leasingnehmer zu werten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Da die Kl\u00e4gerin \u00fcber kein eigenes Personal verf\u00fcgt, schloss sie mit der X einen Gesch\u00e4ftsbesorgungsvertrag. Nach \u00a7 2 des Gesch\u00e4ftsbesorgungsvertrags \u00fcbertr\u00e4gt die Kl\u00e4gerin der X &#8222;zur Unterst\u00fctzung der Komplement\u00e4re die Besorgung der mit ihrem gew\u00f6hnlichen Gesch\u00e4ftsbetrieb laufenden Gesch\u00e4fte. Die Gesch\u00e4ftsbesorgung erstreckt sich auf alle Gesch\u00e4fte und Ma\u00dfnahmen, die dem Zweck der KG und ihrem Gesch\u00e4ftsbetrieb dienen&#8220;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Anl\u00e4sslich einer Betriebspr\u00fcfung vertrat der Pr\u00fcfer die Auffassung, aus den Rechnungen der X \u00fcber die von ihr erbrachten Gesch\u00e4ftsbesorgungsleistungen sei ein Vorsteuerabzug nicht m\u00f6glich, soweit die X Leistungen nicht gegen\u00fcber der Kl\u00e4gerin, sondern gegen\u00fcber deren Gesellschaftern erbracht habe. In der Schlussbesprechung zu der Betriebspr\u00fcfung einigte sich die Kl\u00e4gerin mit dem Beklagten und Revisionskl\u00e4ger (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) dahingehend, dass hiervon 15 % der auf Grundlage des Gesch\u00e4ftsbesorgungsvertrags erbrachten Leistungen betroffen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zu diesen Leistungen, die als unmittelbar gegen\u00fcber den Gesellschaftern erbracht angesehen wurden, geh\u00f6ren u.a. die Erstellung der Erkl\u00e4rungen zur einheitlichen und gesonderten Feststellung der Eink\u00fcnfte sowie Hilfestellung bei Vorauszahlungsanpassungsantr\u00e4gen der einzelnen Gesellschafter durch Information auch \u00fcber die Ergebnisse der Folgejahre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA erlie\u00df entsprechend der Auffassung des Betriebspr\u00fcfers ge\u00e4nderte Umsatzsteuerbescheide f\u00fcr die Jahre 1998 bis 2000. Die dagegen gerichteten Einspr\u00fcche wies es als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) war der Meinung, der Kl\u00e4gerin stehe als Leistungsempf\u00e4ngerin der Vorsteuerabzug aus den hier in Frage stehenden Eingangsleistungen zu, weil die Kosten dieser Leistungen Teil ihrer allgemeinen Kosten seien, die direkt und unmittelbar mit ihrer unternehmerischen Bet\u00e4tigung zusammenhingen. Das Urteil ist ver\u00f6ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 220.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA tr\u00e4gt zur Begr\u00fcndung der Revision im Wesentlichen vor, es gehe um Leistungen, die gerade nicht der Gesellschaft, sondern ihren Gesellschaftern zugute k\u00e4men. Weder der Bundesfinanzhof (BFH) noch der Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) habe bisher entschieden, dass die von einer Gesellschaft bezogene, aber letztlich eindeutig nur den pers\u00f6nlichen Belangen der Gesellschafter dienende Leistung ein Recht auf Vorsteuerabzug er\u00f6ffne, wenn sie kalkulatorisch in die unternehmerischen Ausgangsums\u00e4tze der Gesellschaft &#8222;eingepreist&#8220; worden sei. Eine solche Sichtweise w\u00e4re auch systemwidrig. Das &#8222;Kosten\u00fcberw\u00e4lzungsargument&#8220; des FG w\u00fcrde dazu f\u00fchren, dass Gesellschaften gestalterisch unter Wahrung ihres Vorsteuerabzugs ihren Gesellschaftern origin\u00e4r deren Privatsph\u00e4re betreffende Leistungen zukommen lassen k\u00f6nnten. Es erg\u00e4be sich dann ein unversteuerter Letztverbrauch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin beantragt, die Revision als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin ist der Auffassung, die Kosten f\u00fcr die Erstellung der einheitlichen und gesonderten Feststellung von gewerblichen Eink\u00fcnften und die damit zusammenh\u00e4ngenden T\u00e4tigkeiten seien zwangsl\u00e4ufig Folge ihrer unternehmerischen T\u00e4tigkeit. Sie tr\u00e4gt im Kern vor, bei richtlinienkonformer Auslegung bestehe das Recht auf Vorsteuerabzug, wenn die f\u00fcr den Bezug der Eingangsleistungen notwendigen Aufwendungen zu den Kostenelementen der besteuerten Ausgangsums\u00e4tze geh\u00f6rten. Aufwendungen, die aus gesellschaftsrechtlichen oder steuerrechtlichen Gr\u00fcnden mit dem Beteiligungsverh\u00e4ltnis verbunden seien, m\u00fcssten umsatzsteuerrechtlich ebenso wie Aufwendungen behandelt werden, die eine Gesellschaft im Zusammenhang mit der Aufnahme eines Gesellschafters t\u00e4tige. Falls davon aus Sicht des Senats Zweifel best\u00fcnden, sei er zur Vorlage an den EuGH verpflichtet. Die gesetzliche Verpflichtung zur Abgabe der Erkl\u00e4rungen zur gesonderten Feststellung i.S. des \u00a7 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a der Abgabenordnung (AO) k\u00f6nne in der Rechtswirklichkeit nur eine Personengesellschaft erf\u00fcllen. Deren Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer sei nach \u00a7 181 Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 i.V.m. \u00a7 34 AO hierzu auch verpflichtet. Jedenfalls bei dem hier verwirklichten Fondskonzept h\u00e4tte sich kein Anleger beteiligt, wenn die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung nicht auch die Erledigung der gesetzlichen Erkl\u00e4rungspflichten der Gesellschafter umfassen w\u00fcrde. S\u00e4mtliche Informationen \u00fcber gesellschafterbezogene Bestandteile des festzustellenden Gewinns w\u00fcrden ohnehin f\u00fcr die Erstellung der Gewerbesteuererkl\u00e4rung ben\u00f6tigt. Eine Ungleichbehandlung von Personen- und Kapitalgesellschaften in der Frage der Zuordnung einer Leistung zur unternehmerischen Sph\u00e4re lasse sich nicht mit der Besonderheit der Einkommensteuerermittlung bei Personengesellschaften begr\u00fcnden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr\u00fcndet. Sie f\u00fchrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und Abweisung der Klage (\u00a7 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Unrecht entschieden, dass die Kl\u00e4gerin Vorsteuerbetr\u00e4ge auch insoweit abziehen kann, als die in Rechnung gestellten Dienstleistungen der Erf\u00fcllung der einkommensteuerrechtlichen Pflichten ihrer Gesellschafter gedient haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Nach \u00a7 15 Abs. 1 (Satz 1) Nr. 1 Satz 1 des Umsatzsteuergesetzes 1993\/1999 (UStG) kann ein Unternehmer die gesetzlich geschuldete Steuer f\u00fcr Lieferungen oder sonstige Leistungen, die von anderen Unternehmern f\u00fcr sein Unternehmen ausgef\u00fchrt worden sind, als Vorsteuer abziehen. \u00a7 15 UStG beruht auf Art. 17 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten \u00fcber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) und ist nach den gleichen Grunds\u00e4tzen auszulegen (BFH-Urteil vom 3. Juli 2008 V R 51\/06, BFHE 222, 128, BStBl II 2009, 213, m.w.N.). Der Steuerpflichtige ist nach Art. 17 Abs. 2 der vorgenannten Richtlinie zum Vorsteuerabzug befugt, &#8222;soweit die Gegenst\u00e4nde und Dienstleistungen f\u00fcr Zwecke seiner besteuerten Ums\u00e4tze verwendet werden&#8220;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat zu Recht angenommen, die Kl\u00e4gerin sei Leistungsempf\u00e4ngerin der Gesch\u00e4ftsbesorgungsleistungen. Denn die Person des Leistungsempf\u00e4ngers bestimmt sich nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung des BFH nach dem der Leistung zugrunde liegenden Rechtsverh\u00e4ltnis (vgl. BFH-Urteil vom 18. Februar 2009 V R 82\/07, BFHE 225, 198, BStBl II 2009, 876, m.w.N.). Nach den den Senat bindenden Feststellungen des FG (\u00a7 118 Abs. 2 FGO) hatte den zivilrechtlichen Anspruch auf die Gesch\u00e4ftsbesorgungsleistungen die Kl\u00e4gerin. Das ma\u00dfgebliche Rechtsverh\u00e4ltnis bestand somit zwischen ihr und der X.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Soweit die von der Kl\u00e4gerin bezogenen Gesch\u00e4ftsbesorgungsleistungen mit der Einkommensteuer ihrer Gesellschafter zusammenh\u00e4ngen, hat die Kl\u00e4gerin diese nicht f\u00fcr Zwecke ihrer besteuerten Ums\u00e4tze verwendet. Denn diese haben ihren Entstehungsgrund nicht in den unternehmerischen T\u00e4tigkeiten der Kl\u00e4gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Der Senat hat mit Urteil vom 13. Juli 1994 XI R 55\/93 (BFHE 175, 160, BStBl II 1994, 907) entschieden, dass eine Personengesellschaft, die von einem Steuerberater Erkl\u00e4rungen zur einheitlichen und gesonderten Gewinnfeststellung und die Verm\u00f6gensaufstellungen auf ihre Kosten erstellen l\u00e4sst, nur hinsichtlich der Verm\u00f6gensaufstellungen zum Abzug der in Rechnung gestellten Vorsteuern berechtigt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zu unterscheiden ist danach zwischen den Aufwendungen, die auf die Ermittlung des Gewinns entfallen, und denen, die f\u00fcr die Erstellung der Steuererkl\u00e4rung in Rechnung gestellt werden. Die zum Zweck der zutreffenden Ermittlung des Gewinns aufgewendeten <a title=\"Steuerberaterkosten\" href=\"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/Steuerberatergebuehren.html\">Steuerberaterkosten<\/a> sind betrieblich veranlasst. In vergleichbarer Weise erkennt der BFH die Kosten f\u00fcr die gesetzliche Verpflichtung zur Aufstellung des Jahresabschlusses in st\u00e4ndiger Rechtsprechung als betrieblich veranlasst an. Dagegen sind Kosten im Zusammenhang mit der Erstellung der Einkommensteuererkl\u00e4rung sowie der Erstellung der Erkl\u00e4rung \u00fcber die einheitliche und gesonderte Feststellung von gewerblichen Eink\u00fcnften nicht dem betrieblichen Bereich zuzuordnen. Da die Einkommensteuer keine Betriebssteuer ist, muss auch die Verpflichtung zur Erstellung der Erkl\u00e4rung \u00fcber die einheitliche und gesonderte Feststellung von gewerblichen Eink\u00fcnften als eine den pers\u00f6nlichen Bereich betreffende Verpflichtung angesehen werden (vgl. BFH-Urteil in BFHE 175, 160, BStBl II 1994, 907, m.w.N.). An dieser Rechtsprechung h\u00e4lt der Senat fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach dem Senatsurteil vom 22. April 1998 XI R 61\/97 (BFHE 185, 547, BStBl II 1998, 586) kann eine Personengesellschaft die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer f\u00fcr die entgeltliche \u00dcbernahme von Verwaltungsaufgaben durch einen Treuhand-Kommanditisten insoweit als Vorsteuer abziehen, als die Verwaltungsaufgaben zum Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungsbereich der Gesellschaft geh\u00f6ren. Zum Bereich der unternehmerisch (betrieblich) veranlassten Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung geh\u00f6ren danach auch der innerbetriebliche Verwaltungsbereich und der Bereich der innergesellschaftlichen Kommunikation. Abzugrenzen ist dieser Bereich von dem der einzelnen Gesellschafter; dieser Bereich wird ber\u00fchrt, wenn die Stellung der einzelnen Gesellschafter und damit die Behandlung der einzelnen Anteile im Vordergrund steht und nicht Angelegenheiten der Gesellschaft als solcher betroffen sind. Einzelne T\u00e4tigkeiten (wie z.B. die laufende Information der Kommanditisten) geh\u00f6ren danach zum Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungsbereich. Andere Aufgaben (wie etwa die Mitteilung der einkommen- und verm\u00f6gensteuerrechtlichen Ergebnisanteile, die Pr\u00fcfung der auf die Gesellschafter entfallenden Verg\u00fctungen, die Vertretung der Gesellschafter im Au\u00dfenverh\u00e4ltnis) werden eher dem Gesellschafterbereich zuzuordnen sein (vgl. BFH-Urteil in BFHE 185, 547, BStBl II 1998, 586).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Diese Urteile stimmen mit der Rechtsprechung des EuGH \u00fcberein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des EuGH erfordert das Recht auf Vorsteuerabzug gem\u00e4\u00df Art. 17 der Richtlinie 77\/388\/EWG, &#8222;dass grunds\u00e4tzlich ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang zwischen einem bestimmten Eingangsumsatz und einem oder mehreren Ums\u00e4tzen der nachfolgenden Stufe, die zum Vorsteuerabzug berechtigen &#8230;&#8220;, besteht (vgl. EuGH-Urteile vom 8. Juni 2000 Rs. C-98\/98 &#8211;Midland Bank plc&#8211;, Slg. 2000, I-4177, Rz 24; vom 22. Februar 2001 Rs. C-408\/98 &#8211;Abbey National&#8211;, Slg. 2001, I-1361, BFH\/NV Beilage 2001, 48, Rz 26; vom 3. M\u00e4rz 2005 Rs. C-32\/03 &#8211;Fini H&#8211;, Slg. 2005, I-1599, BFH\/NV Beilage 2005, 179, Rz 26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dies setzt voraus, dass die f\u00fcr den Bezug der Leistungen get\u00e4tigten Aufwendungen zu den Kostenelementen der besteuerten Ums\u00e4tze geh\u00f6ren. Die Aufwendungen m\u00fcssen somit Teil der Kosten der Ausgangsums\u00e4tze sein, f\u00fcr die die Gegenst\u00e4nde und Dienstleistungen verwendet werden (vgl. EuGH-Urteil &#8211;Midland Bank plc&#8211; in Slg. 2000, I-4177, Rz 30). Dies hat der EuGH bejaht f\u00fcr die allgemeinen Kosten der wirtschaftlichen T\u00e4tigkeit eines Steuerpflichtigen (vgl. EuGH-Urteil &#8211;Abbey National&#8211; in Slg. 2001, I-1361, BFH\/NV Beilage 2001, 48, Rz 39). Zu diesen Kosten z\u00e4hlen Aufwendungen aber nur, soweit sie ihren ausschlie\u00dflichen Entstehungsgrund in den steuerpflichtigen T\u00e4tigkeiten haben (EuGH-Urteil vom 8. Februar 2007 Rs. C-435\/05 &#8211;Investrand BV&#8211;, Slg. 2007, I-1315, BFH\/NV Beilage 2007, 289, Rz 33). Nichts anderes ergibt sich aus der von der Kl\u00e4gerin angef\u00fchrten neueren Rechtsprechung des EuGH (Urteil vom 29. Oktober 2009 Rs. C-29\/08 &#8211;AB SKF&#8211;, BFH\/NV 2009, 2099). Vielmehr verdeutlicht der EuGH in der vorgenannten Entscheidung unter Rz 60, dass trotz der kalkulatorischen Ber\u00fccksichtigung von Aufwendungen f\u00fcr den Bezug von Leistungen zu untersuchen ist, ob diese zu den allgemeinen Aufwendungen geh\u00f6ren, die mit der wirtschaftlichen Gesamtt\u00e4tigkeit des Steuerpflichtigen zusammenh\u00e4ngen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Ob Aufwendungen ihren Entstehungsgrund in den steuerpflichtigen T\u00e4tigkeiten des Unternehmers haben, kann sich entgegen der Meinung der Kl\u00e4gerin auch aus nationalen Vorschriften, z.B. denen des Einkommensteuergesetzes, ergeben. Dem steht nicht entgegen, dass Begriffe einer Vorschrift des Unionsrechts, die f\u00fcr die Ermittlung ihres Sinnes und ihrer Bedeutung nicht ausdr\u00fccklich auf das Recht der Mitgliedstaaten verweist, in der Regel in der gesamten Union eine autonome und einheitliche Auslegung finden m\u00fcssen (vgl. EuGH-Urteil vom 27. November 2003 Rs. C-497\/01 &#8211;Zita Modes&#8211;, Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz 34). Fraglich ist insoweit nicht die Auslegung des Unionsrechts, sondern ob die vom nationalen Recht gesetzte Ursache bestimmter Aufwendungen in der wirtschaftlichen oder nichtwirtschaftlichen T\u00e4tigkeit des Unternehmers begr\u00fcndet ist. Es ist deshalb anhand des nationalen Gesetzes zu pr\u00fcfen, ob der Unternehmer mit seiner wirtschaftlichen oder seiner nichtwirtschaftlichen T\u00e4tigkeit den Tatbestand dieses Gesetzes verwirklicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>dd) Sofern eine einheitliche Leistung sowohl f\u00fcr unternehmerische als auch f\u00fcr nichtunternehmerische Zwecke verwendet wird, sind die Vorsteuern nach der Rechtsprechung des EuGH entsprechend dem Verh\u00e4ltnis der unternehmerischen bzw. nichtunternehmerischen Verwendung in einen abziehbaren und einen nicht abziehbaren Teil aufzuteilen (vgl. Urteil vom 13. M\u00e4rz 2008 Rs. C-437\/06 &#8211;Securenta&#8211;, Slg. 2008, I-1597, BFH\/NV Beilage, 2008, 207, Rz 31).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Nach diesen Grunds\u00e4tzen sind im Streitfall Vorsteuerbetr\u00e4ge nicht abziehbar, soweit sie auf Aufwendungen f\u00fcr von der Kl\u00e4gerin bezogene Dienstleistungen entfallen, die mit den einkommensteuerrechtlichen Pflichten ihrer Gesellschafter zusammenh\u00e4ngen. Die Inanspruchnahme dieser Dienstleistungen ist nichtunternehmerisch veranlasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Zu Unrecht meint das FG unter Hinweis auf das BFH-Urteil vom 1. Juli 2004 V R 32\/00 (BFHE 205, 555, BStBl II 2004, 1022), es sei nicht einzusehen, warum die Kosten f\u00fcr die laufende &#8222;Betreuung&#8220; der Gesellschafter anders zu beurteilen sein sollten als Kosten, die mit deren Aufnahme zusammenhingen. Denn soweit die laufende &#8222;Betreuung&#8220; darin besteht, die Gesellschafter bei der Erf\u00fcllung ihrer einkommensteuerrechtlichen Pflichten durch Beauftragung Dritter zu unterst\u00fctzen, liegt die Ursache dieser Leistungen nicht in der wirtschaftlichen T\u00e4tigkeit der Kl\u00e4gerin &#8211;der steuerpflichtigen Vermietung&#8211;, sondern in deren Entschluss, diese Leistungen f\u00fcr ihre Gesellschafter zu \u00fcbernehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Dies gilt entgegen der Ansicht der Kl\u00e4gerin auch dann, wenn sich Anleger ohne diese &#8222;Betreuung&#8220; durch die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung nicht an ihr (der Kl\u00e4gerin) als Fondsgesellschaft beteiligt h\u00e4tten. Entscheidend f\u00fcr den Vorsteuerabzug ist nicht die Kausalit\u00e4t, also die Frage, ob die \u00dcbernahme der Gesch\u00e4ftsbesorgung f\u00fcr die Gesellschafter nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass die Kl\u00e4gerin ihr Unternehmen h\u00e4tte gr\u00fcnden und in Gang setzen k\u00f6nnen. Ma\u00dfgeblich ist vielmehr, ob die Kosten der bezogenen Leistungen allgemeine Kosten des Unternehmens sind und deshalb grunds\u00e4tzlich direkt und unmittelbar mit seiner wirtschaftlichen T\u00e4tigkeit zusammenh\u00e4ngen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 205, 555, BStBl II 2004, 1022). Dies ist bei den von der Kl\u00e4gerin bezogenen Gesch\u00e4ftsbesorgungsleistungen, soweit sie f\u00fcr die einkommensteuerrechtlichen Belange ihrer Gesellschafter verwendet wurden, gerade nicht der Fall. Soweit die Kl\u00e4gerin geltend macht, in der Rechtswirklichkeit k\u00f6nnten nur die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Personengesellschaft, nicht aber ihre Gesellschafter die gesetzliche Verpflichtung zur Abgabe der Erkl\u00e4rung zur gesonderten Feststellung i.S. des \u00a7 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO erf\u00fcllen, \u00e4ndert dies nichts daran, dass diese Erkl\u00e4rung nicht der Festsetzung einer Unternehmenssteuer, sondern der privaten Einkommensteuer des Gesellschafters dient.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Darin liegt auch kein Versto\u00df gegen den Neutralit\u00e4tsgrundsatz. Denn Vorsteuer aus Leistungen, die die privaten einkommensteuerrechtlichen Belange der Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft oder die eines Einzelunternehmers betreffen, kann weder eine Kapitalgesellschaft noch ein Einzelunternehmer abziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Da das FG von anderen Rechtsgrunds\u00e4tzen ausgegangen ist, ist seine Entscheidung aufzuheben. Die Sache ist spruchreif im Sinne einer Klageabweisung. Die Beteiligten sind nach den tats\u00e4chlichen Feststellungen des FG in der Schlussbesprechung \u00fcbereinstimmend davon ausgegangen, dass der mit der Einkommensteuer der Gesellschafter zusammenh\u00e4ngende Anteil an den Gesamtaufwendungen 15 % betr\u00e4gt. Deshalb hat das FA die geltend gemachten Vorsteuerbetr\u00e4ge zu Recht um diesen Anteil gek\u00fcrzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Eine Vorlage an den EuGH nach Art. 267 des Vertrags \u00fcber die Arbeitsweise der Europ\u00e4ischen Union ist nicht geboten. Zweifel an der Auslegung des f\u00fcr die Entscheidung im Streitfall einschl\u00e4gigen Unionsrechts bestehen nicht. Vielmehr geht die Entscheidung von den durch den EuGH gekl\u00e4rten Auslegungsgrunds\u00e4tzen aus. F\u00fcr die Beurteilung der tats\u00e4chlichen Umst\u00e4nde ist der EuGH nicht zust\u00e4ndig. Denn es obliegt dem nationalen Gericht, das Kriterium des direkten und unmittelbaren Zusammenhangs auf den Sachverhalt unter Ber\u00fccksichtigung aller Umst\u00e4nde anzuwenden, unter denen die fraglichen Ums\u00e4tze get\u00e4tigt wurden (vgl. EuGH-Urteil &#8211;AB SKF&#8211; in BFH\/NV 2009, 2099, Rz 63).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.9.2010, XI R 31\/08 Kein Vorsteuerabzug aus Rechnungen f\u00fcr Dienstleistungen zur Erf\u00fcllung einkommensteuerrechtlicher Pflichten der Gesellschafter Leits\u00e4tze Eine Personengesellschaft kann die ihr in Rechnung gestellte Umsatzsteuer f\u00fcr von ihr bezogene Dienstleistungen, die der Erf\u00fcllung einkommensteuerrechtlicher Verpflichtungen ihrer Gesellschafter dienen, nicht als Vorsteuer abziehen. Tatbestand 1 I. Streitig ist zwischen den Beteiligten, in &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-31-08-kein-vorsteuerabzug-aus-rechnungen-fuer-dienstleistungen-zur-erfuellung-einkommensteuerrechtlicher-pflichten-der-gesellschafter\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;31\/08 &#8211; Kein Vorsteuerabzug aus Rechnungen f&uuml;r Dienstleistungen zur Erf&uuml;llung einkommensteuerrechtlicher Pflichten der Gesellschafter<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[1675],"class_list":["post-11638","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online","tag-kein-vorsteuerabzug"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11638","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11638"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11638\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11638"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11638"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11638"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}