{"id":11639,"date":"2012-12-07T04:22:32","date_gmt":"2012-12-07T02:22:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11639"},"modified":"2012-12-07T04:22:32","modified_gmt":"2012-12-07T02:22:32","slug":"x-b-219-09-aussetzung-des-verfahrens-feststellung-des-verbleibenden-verlustvortrags-gemaess-par-10d-estg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-219-09-aussetzung-des-verfahrens-feststellung-des-verbleibenden-verlustvortrags-gemaess-par-10d-estg\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;219\/09 &#8211; Aussetzung des Verfahrens &#8211; Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags gem&auml;&szlig; &sect; 10d EStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.8.2010, X B 219\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Aussetzung des Verfahrens &#8211; Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags gem&auml;&szlig; &sect; 10d EStG<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die in der Beschwerdebegr&uuml;ndung des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) geltend gemachten Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zulassung der Revision (&sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) sind zum Teil nicht in der erforderlichen Weise dargelegt worden. Im &Uuml;brigen liegen sie nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Ausf&uuml;hrungen des Kl&auml;gers, die Rechtssache habe grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO), entsprechen nicht den Darlegungsanforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO. In seinem zur Begr&uuml;ndung der Beschwerde eingereichten Schriftsatz vom 18. Februar 2010 wird dieser Zulassungsgrund zwar geltend gemacht. Es fehlt jedoch bereits an der Darlegung, welche Rechtsfrage nach Ansicht des Kl&auml;gers im allgemeinen Interesse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig sein soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der Kl&auml;ger in seinem weiteren Schriftsatz vom 7. Mai 2010 ausf&uuml;hrt, es bed&uuml;rfe der grunds&auml;tzlichen Kl&auml;rung, unter welchen Voraussetzungen eine Beschwer bei einer Steuerfestsetzung von 0 DM gegeben sei und in welchem Verh&auml;ltnis eine Einkommensteuerfestsetzung zu einem Verfahren wegen der gesonderten Feststellung des verbleibenden Verlustabzugs (&sect; 10d Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211; in der im Streitjahr 1998 geltenden Fassung) stehe, ist dieser Vortrag erst nach Ablauf der Beschwerdebegr&uuml;ndungsfrist (&sect; 116 Abs. 3 S&auml;tze 1 und 4 FGO) erfolgt. Er darf deshalb nicht ber&uuml;cksichtigt werden; nach Ablauf der Begr&uuml;ndungsfrist ist nur noch eine Erl&auml;uterung und Vervollst&auml;ndigung der fristgerecht &quot;mit einem Mindestma&szlig; an Klarheit und Verst&auml;ndlichkeit&quot; geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde m&ouml;glich (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 116 Rz 22, m.w.N. aus der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Kl&auml;ger hat auch nicht schl&uuml;ssig dargelegt, dass die Revision wegen eines schwerwiegenden Mangels des angefochtenen Urteils gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO zuzulassen ist. Dieser Zulassungsgrund besteht dann, wenn das Urteil des Finanzgerichts (FG) objektiv willk&uuml;rlich und unter keinem Gesichtspunkt rechtlich vertretbar ist (BFH-Beschluss vom 1. September 2008 IV B 4\/08, BFH\/NV 2009, 35). Dass dies der Fall ist, muss &#8211;abgesehen vom Sonderfall der Offenkundigkeit des Vorliegens dieses Zulassungsgrunds&#8211; in der Beschwerdebegr&uuml;ndung unter Auseinandersetzung mit der Begr&uuml;ndung des angefochtenen Urteils dargelegt werden. Es ist daher nicht ausreichend, pauschal die Behauptung aufzustellen, die Fortsetzung des Verfahrens und die Entscheidung &uuml;ber die Klage wegen des Einkommensteuerbescheids habe das FG mit der Absicht vorgenommen, &quot;der Finanzverwaltung zu einem bestandskr&auml;ftigen Bescheid und damit zum Abschluss eines an Peinlichkeiten und Fehlleistungen reichen Finanzverfahrens&quot; zu verhelfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Revision ist auch nicht nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO zuzulassen. Das angefochtene Urteil beruht nicht auf einem Verfahrensfehler. Es ist nicht zu beanstanden, dass das FG es abgelehnt hat, den Ausgang des Rechtsstreits wegen des Bescheids &uuml;ber den verbleibenden Verlustabzug abzuwarten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 74 FGO kann das FG das Verfahren unter den in dieser Vorschrift genannten Voraussetzungen aussetzen. Auch kann es auf den &uuml;bereinstimmenden Antrag der Beteiligten gem&auml;&szlig; &sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 251 der Zivilprozessordnung das Ruhen des Verfahrens anordnen. Ein solcher vor&uuml;bergehender Verfahrensstillstand ist regelm&auml;&szlig;ig nicht zwingend geboten (zu den einzelnen Fallgruppen vgl. Gr&auml;ber\/Koch, a.a.O., &sect; 74 Rz 12 ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch im Streitfall bestand kein zwingender Grund, die Entscheidung &uuml;ber den weiteren Rechtsstreit des Kl&auml;gers abzuwarten. Zwischen dem Einkommensteuerbescheid und dem Bescheid &uuml;ber den verbleibenden Verlustabzug besteht kein gegenseitiges Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar hat die fr&uuml;here BFH-Rechtsprechung angenommen, Voraussetzung f&uuml;r den erstmaligen Erlass eines Feststellungsbescheids &uuml;ber den verbleibenden Verlustabzug nach &sect; 10d Abs. 3 Satz 4 EStG 1990 sei, dass der zugrunde liegende &#8211;bisher keinen Verlust ausweisende&#8211; Steuerbescheid noch entsprechend ge&auml;ndert werden k&ouml;nne (BFH-Urteile vom 9. Dezember 1998 XI R 62\/97, BFHE 187, 523, BStBl II 2000, 3, und vom 9. Mai 2001 XI R 25\/99, BFHE 195, 545, BStBl II 2002, 817).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Rechtsprechung hat der BFH inzwischen aufgegeben. Nach der gel&auml;uterten Rechtserkenntnis des BFH ist Bezugspunkt f&uuml;r eine &Auml;nderung der bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte nicht ausgeglichenen Verluste nicht der Einkommensteuerbescheid, sondern grunds&auml;tzlich der Verlustfeststellungsbescheid des Verlustentstehungsjahrs (BFH-Urteil vom 17. September 2008 IX R 70\/06, BFHE 223, 50, BStBl II 2009, 897). Ist der verbleibende Verlustabzug erstmals gesondert festzustellen, ist der bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte nicht ausgeglichene Verlust nach den einschl&auml;gigen materiell-rechtlichen Regelungen in &sect; 10d EStG zu bestimmen (BFH-Urteil vom 14. Juli 2009 IX R 52\/08, BFHE 225, 453, BFH\/NV 2009, 1885); das Verfahren der gesonderten Feststellung nach &sect; 10d Abs. 3 EStG ist gegen&uuml;ber dem Festsetzungsverfahren selbst&auml;ndig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.8.2010, X B 219\/09 Aussetzung des Verfahrens &#8211; Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags gem&auml;&szlig; &sect; 10d EStG Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die in der Beschwerdebegr&uuml;ndung des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) geltend gemachten Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zulassung der Revision (&sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) sind zum Teil nicht in &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-219-09-aussetzung-des-verfahrens-feststellung-des-verbleibenden-verlustvortrags-gemaess-par-10d-estg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;219\/09 &#8211; Aussetzung des Verfahrens &#8211; Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags gem&auml;&szlig; &sect; 10d EStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-11639","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11639","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11639"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11639\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11639"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11639"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11639"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}