{"id":11678,"date":"2012-12-07T04:27:08","date_gmt":"2012-12-07T02:27:08","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11678"},"modified":"2012-12-07T04:27:08","modified_gmt":"2012-12-07T02:27:08","slug":"i-b-92-93-09-darlegung-grundsaetzlicher-bedeutung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-92-93-09-darlegung-grundsaetzlicher-bedeutung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;92,&nbsp;93\/09 &#8211; Darlegung grunds&auml;tzlicher Bedeutung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.7.2010, I B 92, 93\/09; I B 92\/09; I B 93\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Darlegung grunds&auml;tzlicher Bedeutung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten &uuml;ber die Rechtm&auml;&szlig;igkeit eines Abrechnungsbescheids.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist eine KG. Sie war urspr&uuml;nglich eine GmbH und hat durch eine auf den 30. Dezember 2000 wirkende Umwandlung ihre heutige Rechtsform erhalten. Im Streitjahr (2000) war ihre pers&ouml;nlich haftende Gesellschafterin eine GmbH; Kommanditistin war eine GmbH &#038; Co. KG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unternehmensgegenstand der Kl&auml;gerin war der Erwerb und das Halten von Anteilen an Kapitalgesellschaften im Rahmen eines &quot;R&uuml;cklagenmanagements&quot;. Dabei wurde im Anschluss an den Erwerb geringf&uuml;giger Beteiligungen an den betreffenden Kapitalgesellschaften (&quot;Zielgesellschaften&quot;) diesen zun&auml;chst Kapital zugef&uuml;hrt, das die Gesellschaften sodann f&uuml;r Aussch&uuml;ttungen verwenden sollten. Dadurch sollten bei den &quot;Zielgesellschaften&quot; vorhandene K&ouml;rperschaftsteuerguthaben steuermindernd realisiert werden. Wegen der Einzelheiten des von der Kl&auml;gerin verfolgten Konzepts wird auf das Senatsurteil vom 28. Juni 2006 I R 97\/05 (BFHE 214, 276) verwiesen. Die Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin wurde durch eine Bank finanziert, die das Finanzgericht (FG) zum Klageverfahren beigeladen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die &quot;Zielgesellschaften&quot; sch&uuml;tteten im Streitjahr insgesamt (Vorzugs-)Dividenden in H&ouml;he von 738.286.233,09 DM (1.002.765.653,61 DM Brutto-Dividende abz&uuml;glich 250.691.393,40 DM Kapitalertragsteuer und 13.788.027,13 DM Solidarit&auml;tszuschlag) aus und f&uuml;hrten die Kapitalertragsteuer an die zust&auml;ndigen Finanz&auml;mter ab. Die Kl&auml;gerin verwendete die erhaltenen Dividendenzahlungen zur Abl&ouml;sung ihrer Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber der Beigeladenen. Ferner trat sie am 31. Januar 2001 einen Teil der ihr aus der K&ouml;rperschaftsteuer-Veranlagung f&uuml;r das Streitjahr zustehenden Steuererstattungsanspr&uuml;che in H&ouml;he von 557.882.000 DM an die Beigeladene ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer K&ouml;rperschaftsteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr machte die Kl&auml;gerin Anrechnungsbetr&auml;ge in H&ouml;he von 429.756.675 DM (K&ouml;rperschaftsteuer), 250.691.393 DM (Kapitalertragsteuer), 394.237 DM (Zinsabschl&auml;ge) und 13.809.710 DM (Solidarit&auml;tszuschl&auml;ge) geltend. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte diesem Begehren nicht vollst&auml;ndig. In diesem Zusammenhang erlie&szlig; er am 27. Juni 2007 einen Abrechnungsbescheid, der inhaltlich an einen K&ouml;rperschaftsteuerbescheid vom 25. Juni 2007 anschloss. Die Kl&auml;gerin focht den Abrechnungsbescheid zun&auml;chst mit einer Sprungklage und sp&auml;ter mit einer Unt&auml;tigkeitsklage an. Die Sprungklage wurde mangels Zustimmung des FA als Einspruch behandelt, den das FA anschlie&szlig;end zur&uuml;ckwies. &Uuml;ber die Unt&auml;tigkeitsklage hat das FG inzwischen zugunsten der Kl&auml;gerin entschieden; diese Entscheidung (FG M&uuml;nster, Urteil vom 13. Mai 2009&nbsp;&nbsp;6 K 4808\/07 AO) ist Gegenstand eines unter dem Aktenzeichen I R 54\/09 beim beschlie&szlig;enden Senat anh&auml;ngigen Revisionsverfahrens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 16. November 2007 erging gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin ein ge&auml;nderter K&ouml;rperschaftsteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr. Die dort vorgenommenen &Auml;nderungen setzte das FA in einem entsprechend ge&auml;nderten Abrechnungsbescheid vom 8. Februar 2008 um. Diesen Bescheid griff die Kl&auml;gerin mit einer Sprungklage an, die mangels Zustimmung des FA als Einspruch behandelt wurde. Am 24. April 2008 erhob die Kl&auml;gerin zudem eine gegen den Bescheid vom 8. Februar 2008 gerichtete Unt&auml;tigkeitsklage. Nachdem schlie&szlig;lich das FA den Einspruch gegen jenen Bescheid als unzul&auml;ssig verworfen hatte, focht die Kl&auml;gerin die Einspruchsentscheidung ebenfalls mit einer Klage an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies sowohl die Unt&auml;tigkeitsklage (Aktenzeichen 6 K 1539\/08 AO) als auch die gegen die Einspruchsentscheidung gerichtete Klage (Aktenzeichen 6 K 2131\/08 AO) ab. Mit ihren deshalb erhobenen Nichtzulassungsbeschwerden macht die Kl&auml;gerin geltend, dass die Revision gegen beide Urteile nach &sect; 115 Abs. 2 Nrn. 1, 2 und 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zuzulassen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hat ferner angeregt, die Beschwerdeverfahren bis zum Abschluss des Verfahrens I R 54\/09 zum Ruhen zu bringen. Dem hat das FA widersprochen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Verfahren I B 92\/09 und I B 93\/09 werden gem&auml;&szlig; &sect; 73 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. &sect; 121 Satz 1 FGO analog zur gemeinsamen Entscheidung miteinander verbunden. Das von der Kl&auml;gerin begehrte Ruhen der Verfahren kann nicht angeordnet werden, da es an dem daf&uuml;r notwendigen Antrag des FA (&sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 251 der Zivilprozessordnung) fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:144\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Nichtzulassungsbeschwerden sind unzul&auml;ssig. Die Kl&auml;gerin hat die geltend gemachten Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zulassung der Revision nicht in der gebotenen Form dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 115 Abs. 2 FGO ist die Revision zuzulassen, wenn die Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung hat (Nr. 1), die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) erfordert (Nr. 2) oder ein Verfahrensmangel geltend gemacht wird und vorliegt, auf dem die Entscheidung beruhen kann (Nr. 3). Im Rahmen einer Nichtzulassungsbeschwerde m&uuml;ssen die Voraussetzungen des &sect; 115 Abs. 2 FGO dargelegt werden (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO). Wird kein Zulassungsgrund dargelegt, so ist die Nichtzulassungsbeschwerde unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zur Darlegung einer grunds&auml;tzlichen Bedeutung i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO muss der Beschwerdef&uuml;hrer ausf&uuml;hren, inwieweit im konkreten Fall eine Rechtsfrage entscheidungserheblich ist, die im Interesse der Allgemeinheit der Kl&auml;rung bedarf. Dies erfordert insbesondere eine Auseinandersetzung mit der bisherigen Rechtsprechung zu der betreffenden, vom Beschwerdef&uuml;hrer zu bezeichnenden Frage. Eine grunds&auml;tzliche Bedeutung nur zu behaupten gen&uuml;gt ebenso wenig wie der Hinweis, dass eine bestimmte Frage noch nicht h&ouml;chstrichterlich entschieden sei. Den danach zu stellenden Anforderungen wird der Vortrag der Kl&auml;gerin nicht gerecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin sieht eine grunds&auml;tzlich bedeutsame Rechtsfrage darin, ob eine &quot;Klage gegen einen ge&auml;nderten Bescheid zul&auml;ssig&quot; sei, &quot;wenn gegen den vorausgehenden Bescheid eine Unt&auml;tigkeitsklage anh&auml;ngig ist und seit Einlegung des Einspruchs gegen den vorausgehenden Bescheid mehr als sechs Monate vergangen sind&quot;. Ferner h&auml;lt sie f&uuml;r kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, ob &quot;mehrere Abrechnungsbescheide betreffend die Abrechnung derselben Abzugssteuer &#8230; jedenfalls fakultativ selbst&auml;ndig anfechtbar&quot; sind. Ihre Beschwerdebegr&uuml;ndung verh&auml;lt sich aber nicht dazu, inwieweit die Kl&auml;rung dieser Fragen im Interesse der Allgemeinheit liegen k&ouml;nnte. Ausf&uuml;hrungen zu diesem Punkt w&auml;ren vor allem deshalb notwendig gewesen, weil es im Streitfall um einen in verfahrensrechtlicher Hinsicht atypisch gelagerten Sachverhalt geht, an dessen Beurteilung die Allgemeinheit m&ouml;glicherweise kein Interesse hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abgesehen davon ergibt sich aus der Rechtsprechung des BFH, dass ein ge&auml;nderter Abrechnungsbescheid gem&auml;&szlig; &sect; 68 FGO zum Gegenstand eines anh&auml;ngigen Klageverfahrens (vgl. Senatsurteil vom 31. Juli 1991 I R 4\/89, BFHE 165, 387, BStBl II 1992, 98) und dem entsprechend ebenso eines anh&auml;ngigen Einspruchsverfahrens werden kann (&sect; 365 Abs. 3 Satz 1 der Abgabenordnung). Zudem wurde bereits entschieden, dass ein eine Unt&auml;tigkeitsklage (&sect; 46 Abs. 1 FGO) betreffendes Verfahren fortzusetzen ist, wenn nach Klageerhebung der dort streitige Verwaltungsakt zum Gegenstand einer Einspruchsentscheidung wird; in einem solchen Fall wird die Einspruchsentscheidung zum Gegenstand des Klageverfahrens (BFH-Beschluss vom 28. Oktober 1988 III B 184\/86, BFHE 155, 12, BStBl II 1989, 107; BFH-Urteil vom 19. August 2003 VIII R 44\/01, BFH\/NV 2004, 925). Diese Rechtsprechung k&ouml;nnte f&uuml;r die Beantwortung der von der Kl&auml;gerin aufgeworfenen Fragen von ma&szlig;geblicher Bedeutung sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus ihr d&uuml;rfte n&auml;mlich f&uuml;r den Streitfall zun&auml;chst folgen, dass der Einspruch gegen den Bescheid vom 8. Februar 2008 zum Gegenstand des damals anh&auml;ngigen Einspruchsverfahrens gegen den Abrechnungsbescheid vom 27. Juni 2007 geworden ist, das durch die gegen diesen Bescheid gerichtete Sprungklage eingeleitet worden war. Auf dieser Basis k&ouml;nnten die von der Rechtsprechung entwickelten Grunds&auml;tze sodann dazu f&uuml;hren, dass die das Einspruchsverfahren abschlie&szlig;ende Einspruchsentscheidung zum Gegenstand des seinerzeit beim FG anh&auml;ngigen Verfahrens betreffend die Unt&auml;tigkeitsklage (6 K 4808\/07 AO) wurde und nicht erneut mit einer eigenst&auml;ndigen Klage angefochten werden konnte. Und schlie&szlig;lich liegt zumindest nahe, dass sp&auml;testens mit dem Eingang des ge&auml;nderten Abrechnungsbescheids in das gerichtliche Verfahren die zuvor erhobene Unt&auml;tigkeitsklage gegen den &Auml;nderungsbescheid unzul&auml;ssig geworden ist; eine andere Handhabung w&uuml;rde dem Verbot der doppelten Rechtsh&auml;ngigkeit (&sect; 70 Satz 1 FGO i.V.m. &sect; 17 Abs. 1 Satz 2 des Gerichtsverfassungsgesetzes) zuwiderlaufen. Angesichts dessen h&auml;tte die Kl&auml;gerin dartun m&uuml;ssen, dass aus der genannten Rechtsprechung keine L&ouml;sung der von ihr bezeichneten Problematik abgeleitet werden kann. Das ist nicht geschehen. Stattdessen hat die Kl&auml;gerin die grunds&auml;tzliche Bedeutung der von ihr formulierten Frage lediglich behauptet, was den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO nicht gen&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Aus denselben Gr&uuml;nden scheidet eine Zulassung der Revision zur Fortbildung des Rechts (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO) im Streitfall aus. Ebenso fehlt es an der Darlegung eines Verfahrensmangels i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO. Auf weitere Ausf&uuml;hrungen dazu wird gem&auml;&szlig; &sect; 116 Abs. 5 Satz 2 FGO verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.7.2010, I B 92, 93\/09; I B 92\/09; I B 93\/09 Darlegung grunds&auml;tzlicher Bedeutung Tatbestand 1&nbsp; I. Die Beteiligten streiten &uuml;ber die Rechtm&auml;&szlig;igkeit eines Abrechnungsbescheids. 2&nbsp; Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist eine KG. Sie war urspr&uuml;nglich eine GmbH und hat durch eine auf den 30. 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