{"id":11702,"date":"2012-12-07T04:22:35","date_gmt":"2012-12-07T02:22:35","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11702"},"modified":"2012-12-07T04:22:35","modified_gmt":"2012-12-07T02:22:35","slug":"iii-b-30-09-kindergeldschaedlicher-auslandswohnsitz-von-minderjaehrigen-kindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-30-09-kindergeldschaedlicher-auslandswohnsitz-von-minderjaehrigen-kindern\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;30\/09 &#8211; Kindergeldsch&auml;dlicher Auslandswohnsitz von minderj&auml;hrigen Kindern"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.8.2010, III B 30\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Kindergeldsch&auml;dlicher Auslandswohnsitz von minderj&auml;hrigen Kindern<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und wird durch Beschluss zur&uuml;ckgewiesen (&sect; 116 Abs. 5 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht wegen Divergenz zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es fehlt bereits an der ausreichenden Darlegung (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO) dieses Zulassungsgrundes. Zur schl&uuml;ssigen Darlegung einer Divergenz geh&ouml;rt u.a. die Gegen&uuml;berstellung tragender, abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil des Finanzgerichts (FG) einerseits und aus den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits, um eine Abweichung erkennbar zu machen. Des Weiteren ist auszuf&uuml;hren, dass es sich im Streitfall um einen vergleichbaren Sachverhalt und eine identische Rechtsfrage handelt (z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 27. Juni 2008 II B 19\/07, BFH\/NV 2008, 1519).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesen Anforderungen gen&uuml;gt der Vortrag der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) nicht. Der von ihr angef&uuml;hrte Beschluss des BFH vom 11. Oktober 2007 II B 13\/07 (juris) setzt sich in der Sache gar nicht mit dem Wohnsitzbegriff auseinander, sondern verweist darauf, dass insoweit die dortige Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO entspricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die von der Kl&auml;gerin zitierte Entscheidung des FG Baden-W&uuml;rttemberg vom 29. Januar 2008&nbsp;&nbsp;4 K 83\/07 (Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 693) betrifft die Frage, ob ein im Ausland adoptiertes Kind bereits vor seiner Einreise nach Deutschland einen Wohnsitz bei seinen Adoptiveltern im Inland begr&uuml;ndet hat, was das FG bejaht hat u.a. mit der Begr&uuml;ndung, dass Kinder grunds&auml;tzlich den Wohnsitz der Eltern teilen. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung teilen minderj&auml;hrige Kinder aber nicht ausnahmslos alle Wohnsitze ihrer Eltern, wie das Beispiel der doppelten Haushaltsf&uuml;hrung zeigt (Senatsbeschluss vom 15. Mai 2009 III B 209\/08, BFH\/NV 2009, 1630).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Minderj&auml;hrige Kinder k&ouml;nnen beispielsweise bei einem l&auml;ngerfristigen Schulbesuch im Ausland abweichend von ihren Eltern ihren inl&auml;ndischen Wohnsitz aufgeben und einen eigenst&auml;ndigen Wohnsitz im Ausland begr&uuml;nden (z.B. Senatsbeschluss vom 19. August 2008 III B 67-68\/07, Zeitschrift f&uuml;r das gesamte Familienrecht 2008, 2114), wobei es f&uuml;r die Entscheidung, ob das Kind den inl&auml;ndischen Wohnsitz beibehalten hat, aber darauf ankommt, wie oft und wie lange sich das Kind zwischenzeitlich im Inland aufgehalten hat (vgl. Senatsurteil vom 28. April 2010 III R 52\/09, BFH\/NV 2010, 1542). Von diesen Rechtsgrunds&auml;tzen ist das FG auch ausgegangen, so dass eine Divergenz ausscheidet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen ersch&ouml;pft sich die Divergenzr&uuml;ge im Stile einer Revisionsbegr&uuml;ndung in Einwendungen gegen die sachliche Richtigkeit des Urteils des FG. Damit wird jedoch kein Zulassungsgrund i.S. von &sect; 115 Abs. 2 FGO dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Rechtsfrage, ob ein ganzj&auml;hriger Anspruch auf Kindergeld in den F&auml;llen besteht, in denen die Eltern im Laufe des Jahres ihren Wohnsitz in das Ausland wechseln bzw. im Laufe des Jahres wieder ihren Wohnsitz nach Deutschland verlegen, ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Der Senat hat mit Urteil in BFH\/NV 2010, 1542 klargestellt, dass &#8211;soweit die Beibehaltung des inl&auml;ndischen Wohnsitzes durch das im Ausland studierende Kind von der Dauer der Inlandsaufenthalte abh&auml;ngt&#8211; Zeitr&auml;ume au&szlig;er Betracht zu lassen sind, in denen sich das Kind vor dem Beginn oder nach dem Ende des Studiums ausschlie&szlig;lich im Inland aufh&auml;lt. Gleiches gilt naturgem&auml;&szlig; f&uuml;r die Frage, ab wann das Kind seinen Wohnsitz im Inland aufgibt bzw. neu begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Soweit die Kl&auml;gerin vortr&auml;gt, dass die Revision wegen eines Verfahrensfehlers (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) zuzulassen ist, weil das FG gegen den Grundsatz des rechtlichen Geh&ouml;rs (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes, &sect; 96 Abs. 2 FGO) versto&szlig;en habe, indem es sich bei seiner Entscheidung allenfalls am &auml;u&szlig;eren Wortlaut nicht aber am Sinn des Vortrags der Kl&auml;gerin orientiert habe, ist der Verfahrensversto&szlig; nicht substantiiert dargelegt und damit bereits unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von der Darstellung des Sachverhalts und einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat nach &sect; 116 Abs. 5 Satz 2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.8.2010, III B 30\/09 Kindergeldsch&auml;dlicher Auslandswohnsitz von minderj&auml;hrigen Kindern Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und wird durch Beschluss zur&uuml;ckgewiesen (&sect; 116 Abs. 5 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). 2&nbsp; 1. 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