{"id":11761,"date":"2012-12-07T04:22:37","date_gmt":"2012-12-07T02:22:37","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11761"},"modified":"2012-12-07T04:22:37","modified_gmt":"2012-12-07T02:22:37","slug":"iii-b-80-10-kindergeld-voraussetzungen-fuer-die-aufnahme-des-kindes-in-den-haushalt-eines-kindergeldberechtigten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-80-10-kindergeld-voraussetzungen-fuer-die-aufnahme-des-kindes-in-den-haushalt-eines-kindergeldberechtigten\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;80\/10 &#8211; Kindergeld: Voraussetzungen f&uuml;r die Aufnahme des Kindes in den Haushalt eines Kindergeldberechtigten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 31.8.2010, III B 80\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Kindergeld: Voraussetzungen f&uuml;r die Aufnahme des Kindes in den Haushalt eines Kindergeldberechtigten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) bezog zun&auml;chst f&uuml;r ihren 1991 geborenen Sohn (S) Kindergeld. Im Dezember 2008 hob die Beklagte und Beschwerdegegnerin (Familienkasse) die Festsetzung von Kindergeld ab Juli 2008 auf und forderte an die Kl&auml;gerin bereits ausgezahltes Kindergeld in H&ouml;he von 616 EUR zur&uuml;ck, da S seit Juli 2008 in den Haushalt seiner Gro&szlig;mutter aufgenommen sei. Einspruch und Klage blieben erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung ihrer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision tr&auml;gt die Kl&auml;gerin vor, die Frage, ob die Familienkasse verpflichtet sei, ihrer Entscheidung die Angaben gegen&uuml;ber dem Einwohnermeldeamt als amtlicher Beh&ouml;rde zugrunde zu legen, habe grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) und erfordere eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Fortbildung des Rechts (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 1 FGO). Zudem liege ein Verfahrensfehler (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) vor, da Akteneinsicht zu Unrecht versagt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet und wird durch Beschluss zur&uuml;ckgewiesen (&sect; 116 Abs. 5 Satz 1 FGO). Ungeachtet der Frage, ob die Zulassungsgr&uuml;nde &uuml;berhaupt in einer den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO entsprechenden Form dargelegt wurden, liegen sie jedenfalls nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Zulassungsgrund der Rechtsfortbildung stellt einen Unterfall der grunds&auml;tzlichen Bedeutung dar. In beiden F&auml;llen muss es sich um eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige und kl&auml;rbare Rechtsfrage handeln. Die Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit ist nicht gegeben, wenn bereits eine gesicherte Rechtsprechung besteht und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute h&ouml;chstrichterliche Pr&uuml;fung und Entscheidung der Frage geboten erscheinen lassen (z.B. Senatsbeschluss vom 29. Juni 2007 III B 95\/06, BFH\/NV 2007, 2125).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Rechtsprechung des BFH ist bereits gekl&auml;rt, dass das Merkmal der Haushaltsaufnahme i.S. des &sect; 64 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes in erster Linie durch den tats&auml;chlichen Umstand bestimmt wird, dass das Kind nicht nur vor&uuml;bergehend in dem betreffenden Haushalt lebt, und dass formale Gesichtspunkte, z.B. die Sorgerechtsregelung oder die Eintragung in ein Melderegister, bei der Beurteilung, in welchen Haushalt das Kind aufgenommen ist, allenfalls unterst&uuml;tzend herangezogen werden k&ouml;nnen (z.B. Senatsurteil vom 25. Juni 2009 III R 2\/07, BFHE 225, 438, BStBl II 2009, 968, m.w.N.). Neue Gesichtspunkte, die eine erneute h&ouml;chstrichterliche Pr&uuml;fung und Entscheidung der Frage geboten erscheinen lassen, hat weder die Kl&auml;gerin aufgezeigt noch sind solche sonst ersichtlich. Das Finanzgericht (FG) hat seiner Entscheidung die dargelegten Rechtsgrunds&auml;tze zugrunde gelegt und ist in nicht zu beanstandender W&uuml;rdigung der Umst&auml;nde des konkreten Einzelfalls zu der &Uuml;berzeugung gelangt, dass S bereits ab Juli 2008 in den Haushalt seiner Gro&szlig;mutter aufgenommen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ohne Erfolg bleibt auch die Verfahrensr&uuml;ge. Eine (vermeintlich) verweigerte Akteneinsicht durch die Familienkasse im Einspruchsverfahren stellt keinen Verfahrensmangel i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO dar. Denn hierunter fallen nur Verst&ouml;&szlig;e gegen das Gerichtsverfahrensrecht, die das FG bei der Handhabung seines Verfahrens begeht (z.B. BFH-Beschluss vom 25. M&auml;rz 2010 X B 165\/09, BFH\/NV 2010, 1461, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 31.8.2010, III B 80\/10 Kindergeld: Voraussetzungen f&uuml;r die Aufnahme des Kindes in den Haushalt eines Kindergeldberechtigten Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) bezog zun&auml;chst f&uuml;r ihren 1991 geborenen Sohn (S) Kindergeld. 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