{"id":11777,"date":"2012-12-07T04:25:51","date_gmt":"2012-12-07T02:25:51","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11777"},"modified":"2012-12-19T20:44:03","modified_gmt":"2012-12-19T18:44:03","slug":"i-b-119-09-anwendungsbereich-des-par-50d-abs-9-estg-idf-des-jstg-2007-in-malaysia-unbesteuert-gebliebene-einkuenfte-aus-nichtselbstaendiger-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-119-09-anwendungsbereich-des-par-50d-abs-9-estg-idf-des-jstg-2007-in-malaysia-unbesteuert-gebliebene-einkuenfte-aus-nichtselbstaendiger-arbeit\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;119\/09 &#8211; Anwendungsbereich des &sect; 50d Abs. 9 EStG i.d.F. des JStG 2007 &#8211; In Malaysia unbesteuert gebliebene Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 16.8.2010, I B 119\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Anwendungsbereich des \u00a7 50d Abs. 9 EStG i.d.F. des JStG 2007 &#8211; In Malaysia unbesteuert gebliebene Eink\u00fcnfte aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr\u00fcndet. Der Rechtssache kommt keine grunds\u00e4tzliche Bedeutung zu (\u00a7 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Der Beklagte und Beschwerdef\u00fchrer (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) h\u00e4lt f\u00fcr grunds\u00e4tzlich kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig die Frage, ob \u00a7 50d Abs. 9 des Einkommensteuergesetzes i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2007 (BGBl I 2006, 2878, BStBl I 2007, 28) &#8211;EStG 2002 n.F.&#8211; auch dann anwendbar ist, wenn sog. wei\u00dfe Eink\u00fcnfte dadurch entstehen, dass die Vertragsstaaten die Bestimmungen eines Doppelbesteuerungsabkommens anhand unterschiedlicher Sachverhalte pr\u00fcfen und die Ursache daf\u00fcr in dem Umstand zu sehen ist, dass der Steuerpflichtige in den Vertragsstaaten unterschiedliche Sachverhalte dargestellt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Sind Eink\u00fcnfte eines unbeschr\u00e4nkt Steuerpflichtigen nach einem <a title=\"Doppelbesteuerungsabkommen L\u00e4nder\" href=\"http:\/\/www.doppelbesteuerungsabkommen.de\/DBA-Laender.html\">Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung<\/a> von der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer auszunehmen, so wird nach \u00a7 50d Abs. 9 EStG 2002 n.F. die Freistellung der Eink\u00fcnfte ungeachtet des Abkommens nicht gew\u00e4hrt, wenn der andere Staat die Bestimmungen des Abkommens so anwendet, dass die Eink\u00fcnfte in diesem Staat von der Besteuerung auszunehmen sind oder nur zu einem durch das Abkommen begrenzten Steuersatz besteuert werden k\u00f6nnen. Durch die Senatsrechtsprechung ist gekl\u00e4rt, dass die Vorschrift F\u00e4lle erfasst, in denen Eink\u00fcnfte nicht oder zu gering besteuert werden, weil die Vertragsstaaten entweder von unterschiedlichen Sachverhalten ausgehen oder das Abkommen unterschiedlich auslegen, z.B. weil sie ein unterschiedliches Verst\u00e4ndnis von Abkommensbegriffen haben (Senatsurteil vom 5. M\u00e4rz 2008 I R 54, 55\/07, BFH\/NV 2008, 1487).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Es unterliegt keinem Zweifel und bedarf daher keiner weiteren Kl\u00e4rung durch ein Revisionsverfahren, dass in F\u00e4llen, in denen die Steuerpflichtigen im anderen Vertragsstaat ihre Eink\u00fcnfte nicht vollst\u00e4ndig erkl\u00e4ren und daher ein Teil dieser Eink\u00fcnfte in diesem Staat unbesteuert bleibt, \u00a7 50d Abs. 9 EStG 2002 n.F. nicht einschl\u00e4gig ist. Nach den Feststellungen des Finanzgerichts sind die malaysischen Finanzbeh\u00f6rden im Einklang mit dem FA davon ausgegangen, dass das Besteuerungsrecht hinsichtlich des Arbeitslohns, den der Kl\u00e4ger und Beschwerdegegner (Kl\u00e4ger) f\u00fcr seine T\u00e4tigkeit in Malaysia bezogen hat, gem\u00e4\u00df Art. 14 Abs. 1 Satz 2 DBA-Malaysia Malaysia zusteht. Die streitbefangenen Eink\u00fcnfte des Kl\u00e4gers blieben demnach nicht deshalb in Malaysia unbesteuert, weil die dortigen Finanzbeh\u00f6rden Bestimmungen des Abkommens abweichend von den deutschen Finanzbeh\u00f6rden dahingehend ausgelegt haben, dass diese Eink\u00fcnfte nicht der malaysischen Besteuerung unterliegen. Ursache hierf\u00fcr war vielmehr allein die Unkenntnis der malaysischen Finanzbeh\u00f6rden \u00fcber die H\u00f6he der im Streitjahr bezogenen Eink\u00fcnfte. Ein derartiger Sachverhalt f\u00e4llt, wie sich aus dem Wortlaut der Vorschrift erschlie\u00dft, nicht unter \u00a7 50d Abs. 9 EStG 2002 n.F., sondern ist, sofern es sich &#8211;wie hier&#8211; um Eink\u00fcnfte aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit handelt, von \u00a7 50d Abs. 8 EStG 2002 n.F. i.d.F. des Steuer\u00e4nderungsgesetzes 2003 vom 15. Dezember 2003 (BGBl I 2003, 2645, BStBl I 2003, 710) erfasst, der im Streitjahr 1998 noch nicht gilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Auf die verfassungsrechtlichen Bedenken, die gegen\u00fcber der in \u00a7 52 Abs. 59a Satz 6 EStG 2002 n.F. angeordneten r\u00fcckwirkende Anwendung des \u00a7 50d Abs. 9 Satz 1 Nr. 1 EStG 2002 n.F. bestehen (s. Senatsbeschluss vom 19. Mai 2010 I B 191\/09 BFH\/NV 2010, 1554, BFHE 229, 322), braucht angesichts dessen nicht mehr eingegangen zu werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 16.8.2010, I B 119\/09 Anwendungsbereich des \u00a7 50d Abs. 9 EStG i.d.F. des JStG 2007 &#8211; In Malaysia unbesteuert gebliebene Eink\u00fcnfte aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit Gr\u00fcnde 1 Die Beschwerde ist unbegr\u00fcndet. Der Rechtssache kommt keine grunds\u00e4tzliche Bedeutung zu (\u00a7 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). 2 1. Der Beklagte und Beschwerdef\u00fchrer &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-119-09-anwendungsbereich-des-par-50d-abs-9-estg-idf-des-jstg-2007-in-malaysia-unbesteuert-gebliebene-einkuenfte-aus-nichtselbstaendiger-arbeit\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;B&nbsp;119\/09 &#8211; Anwendungsbereich des &sect; 50d Abs. 9 EStG i.d.F. des JStG 2007 &#8211; In Malaysia unbesteuert gebliebene Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-11777","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11777","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11777"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11777\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11777"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11777"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11777"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}