{"id":11858,"date":"2012-12-07T04:25:54","date_gmt":"2012-12-07T02:25:54","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11858"},"modified":"2012-12-07T04:25:54","modified_gmt":"2012-12-07T02:25:54","slug":"viii-b-92-10-rechtliches-gehoer-terminverlegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-92-10-rechtliches-gehoer-terminverlegung\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;92\/10 &#8211; Rechtliches Geh&ouml;r &#8211; Terminverlegung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.8.2010, VIII B 92\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Rechtliches Geh&ouml;r &#8211; Terminverlegung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist nicht begr&uuml;ndet. Der geltend gemachte Verfahrensmangel (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) der Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs wegen Nichtverlegung des Termins zur m&uuml;ndlichen Verhandlung liegt nicht vor. Zu Recht hat das Finanzgericht (FG) im Streitfall den Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht verlegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 227 der Zivilprozessordnung kann ein Termin aus erheblichen Gr&uuml;nden aufgehoben oder verlegt werden. Liegen erhebliche Gr&uuml;nde vor, verdichtet sich die in dieser Vorschrift einger&auml;umte Ermessensfreiheit zu einer Rechtspflicht. Der Termin muss dann zur Gew&auml;hrleistung des rechtlichen Geh&ouml;rs aufgehoben oder verlegt werden, selbst wenn das Gericht die Sache f&uuml;r entscheidungsreif h&auml;lt und die Erledigung des Rechtsstreits durch die Aufhebung oder Verlegung des Termins verz&ouml;gert wird (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19. November 2009 IX B 160\/09, BFH\/NV 2010, 454, m.w.N.). Die pl&ouml;tzliche Erkrankung des nicht vertretenen Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) kann einen erheblichen Grund f&uuml;r eine Terminsaufhebung oder -verlegung darstellen. Ob im Einzelfall eine Terminsaufhebung und -verlegung gerechtfertigt oder erforderlich ist, muss das FG anhand der ihm bekannten Umst&auml;nde beurteilen. Dazu muss es in der Lage sein, sich &uuml;ber das Vorliegen eines Verlegungsgrundes ein eigenes Urteil zu bilden. Die Voraussetzungen hierf&uuml;r zu schaffen, ist Aufgabe desjenigen, der die Verlegung beantragt. Wird ein Verlegungsantrag, wie im Streitfall, am Tag vor der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellt und mit einer akuten Erkrankung begr&uuml;ndet, obliegt es nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH dem Beteiligten, die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Verhinderung so darzulegen und zu untermauern, dass das Gericht die Frage, ob die betreffende Person verhandlungs- und reiseunf&auml;hig ist oder nicht, selbst beurteilen kann (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2010, 454, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daran fehlt es im Streitfall. Der Verlegungsantrag, den die Tochter des Kl&auml;gers am Tag vor der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellt hat, enth&auml;lt lediglich die Mitteilung, dass der Kl&auml;ger krank geworden sei und dass ein &auml;rztliches Attest nachgereicht werde. Auf Nachfrage hat die Tochter erg&auml;nzend mitgeteilt, die &quot;fieberhafte Erkrankung&quot; des Vaters lasse eine Anreise und Wahrnehmung des Termins nicht zu. Das &auml;rztliche Attest k&ouml;nne nur nachgereicht werden. Der behandelnde Arzt habe einen Hausbesuch heute nicht mehr erm&ouml;glichen k&ouml;nnen. Bei dieser Sachlage hat das FG den Verlegungsantrag zu Recht abgelehnt. Aufgrund der zu allgemeinen Angaben des Kl&auml;gers konnte das FG nicht beurteilen, ob ein erheblicher Grund f&uuml;r die Verlegung des Termins gegeben war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.8.2010, VIII B 92\/10 Rechtliches Geh&ouml;r &#8211; Terminverlegung Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde ist nicht begr&uuml;ndet. 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