{"id":11922,"date":"2012-12-08T07:10:49","date_gmt":"2012-12-08T05:10:49","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=11922"},"modified":"2012-12-08T07:10:49","modified_gmt":"2012-12-08T05:10:49","slug":"v-r-25-09-geschaeftsveraeusserung-durch-grundstuecksuebertragung-ohne-uebergang-eines-mietvertrages","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-25-09-geschaeftsveraeusserung-durch-grundstuecksuebertragung-ohne-uebergang-eines-mietvertrages\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;25\/09 &#8211; Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung durch Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung ohne &Uuml;bergang eines Mietvertrages"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.5.2010, V R 25\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung durch Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung ohne &Uuml;bergang eines Mietvertrages<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Ehemann der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) hatte ein in seinem Eigentum stehendes Grundst&uuml;ck bebaut und ab 1. Januar 1995 umsatzsteuerpflichtig an die A-GmbH (GmbH) vermietet und aus den Baukosten den Vorsteuerabzug vorgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit (notariellem) Kaufvertrag vom 13. November 1997 erwarb die Kl&auml;gerin das an die GmbH vermietete Grundst&uuml;ck von ihrem Ehemann. Die Besitz&uuml;bergabe erfolgte zum 31. Dezember 1997. Der Mietvertrag mit der GmbH endete ebenfalls zum 31. Dezember 1997.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin war &quot;zuletzt&quot; Alleingesellschafterin und einzige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der GmbH. Die GmbH verkaufte mit Wirkung zum 31. Dezember 1997 ihren Gesch&auml;ftsbetrieb an den Ehemann f&uuml;r 1 DM. Die GmbH wurde zum 1. Januar 1998 liquidiert. Nach &sect; 1 Abs. 4 des Unternehmenskaufvertrages war beabsichtigt, &quot;nach &Uuml;bertragung des Eigentums am Grundst&uuml;ck zwischen dem K&auml;ufer und neuen Vermieter einen neuen Mietvertrag abzuschlie&szlig;en&quot;. Dementsprechend schlossen die Kl&auml;gerin als neue Eigent&uuml;merin des Grundst&uuml;cks und ihr Ehemann als K&auml;ufer des Unternehmens im Januar 1998 einen Mietvertrag &uuml;ber das Grundst&uuml;ck mit Wirkung ab 1. Januar 1998, wobei die Kl&auml;gerin auf die nach &sect; 4 Nr. 12 des Umsatzsteuergesetzes 1993\/1999 (UStG) bestehende Steuerfreiheit der Vermietung gem&auml;&szlig; &sect; 9 UStG verzichtete. Ab dem Streitjahr 2001 vermietete die Kl&auml;gerin das Grundst&uuml;ck umsatzsteuerfrei ohne Verzicht nach &sect; 9 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine beim Ehemann der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrte Au&szlig;enpr&uuml;fung ging der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) davon aus, dass die &Uuml;bertragung des Grundst&uuml;cks zu einer nach &sect; 1 Abs. 1a UStG nicht steuerbaren Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung gef&uuml;hrt habe, so dass aufgrund der steuerfreien Vermietung in den Streitjahren 2001 bis 2004 bei der Kl&auml;gerin eine Vorsteuerberichtigung nach &sect; 15a Abs. 6a UStG vorzunehmen sei und &auml;nderte die Steuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre 2001 bis 2004 entsprechend. Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) st&uuml;tzte die Klageabweisung darauf, dass der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 11. Oktober 2007 V R 57\/06 (BFHE 219, 284, BStBl II 2008, 447) zwar entschieden habe, dass die Ver&auml;u&szlig;erung eines Grundst&uuml;cks ohne &Uuml;bergang des Mietvertrages grunds&auml;tzlich keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung sei. Anders sei es jedoch aufgrund der besonderen Umst&auml;nde des vorliegenden Falls. Der Grundst&uuml;ckskaufvertrag vom 13. November 1997, der Unternehmenskaufvertrag zum 31. Dezember 1997 und der ab 1. Januar 1998 abgeschlossene Mietvertrag bildeten eine Regelungseinheit. Es sei von vornherein klar gewesen, dass der Gesch&auml;ftsbetrieb der GmbH auf dem Grundst&uuml;ck verbleiben sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG ist in &quot;Entscheidungen der Finanzgerichte&quot; 2009, 1978 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin Verletzung materiellen Rechts. Es liege keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung vor. Es sei kein vermietetes Grundst&uuml;ck &uuml;bertragen worden. Es l&auml;gen auch keine besonderen Umst&auml;nde vor, die es rechtfertigten, trotz der Beendigung des Mietvertrages von einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung auszugehen. Ma&szlig;geblich sei, dass der bisherige Eigent&uuml;mer und Vermieter in die Position eines Mieters wechseln sollte. Von einer Fortf&uuml;hrung des bisherigen Mietverh&auml;ltnisses k&ouml;nne daher keine Rede sein. Allein die M&ouml;glichkeit, erworbenen Grundbesitz vermieten zu k&ouml;nnen, reiche nicht aus. Der Ehemann der Kl&auml;gerin sei mit dem von der GmbH &uuml;bernommenen Unternehmensverm&ouml;gen in anderen Gesch&auml;ftsbereichen t&auml;tig gewesen. Alter und neuer Mietvertrag h&auml;tten in Einzelfragen wie z.B. K&uuml;ndigungsfristen unterschiedliche Regelungen enthalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das Urteil des FG und die Umsatzsteuerbescheide 2001 bis 2004 vom 11. M&auml;rz 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 21. Oktober 2005 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es liege eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung vor, da die Vertr&auml;ge vom 13. November 1997 aufeinander abgestimmt gewesen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FA hat zu Recht bei der Kl&auml;gerin eine Vorsteuerkorrektur gem&auml;&szlig; &sect; 15a UStG vorgenommen, denn aufgrund der nach &sect; 4 Nr. 12 Buchst. a UStG steuerfreien Vermietung haben sich die f&uuml;r den Vorsteuerabzug ma&szlig;geblichen Verh&auml;ltnisse i.S. von &sect; 15a UStG ge&auml;ndert. Zwar hat nicht die Kl&auml;gerin, sondern ihr Ehemann, den Vorsteuerabzug, dessen Berichtigung nach &sect; 15a UStG strittig ist, in Anspruch genommen. Das FG ist jedoch zu Recht von einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung nach &sect; 1 Abs. 1a UStG ausgegangen, so dass die Kl&auml;gerin nach &sect; 15a Abs. 6a UStG an die Stelle des Ver&auml;u&szlig;erers tritt und zur Vorsteuerberichtigung verpflichtet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ums&auml;tze im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung an einen anderen Unternehmer f&uuml;r dessen Unternehmen unterliegen nach &sect; 1 Abs. 1a UStG nicht der Umsatzsteuer. Die Vorschrift setzt voraus, dass ein Unternehmen oder ein in der Gliederung eines Unternehmens gesondert gef&uuml;hrter Betrieb im Ganzen entgeltlich oder unentgeltlich &uuml;bereignet oder in eine Gesellschaft eingebracht wird. &sect; 1 Abs. 1a UStG dient der Umsetzung von Art. 5 Abs. 8 und Art. 6 Abs. 5 der Sechsten Richtlinie des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern 77\/388\/EWG (Richtlinie 77\/388\/EWG) in nationales Recht und ist entsprechend dieser Bestimmung richtlinienkonform auszulegen. Nach Art. 5 Abs. 8 der Richtlinie 77\/388\/EWG k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten die &Uuml;bertragung eines Gesamt- oder Teilverm&ouml;gens, die entgeltlich erfolgt, so behandeln, als ob keine Lieferung vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung (BFH-Urteil vom 30. April 2009 V R 4\/07, BFHE 226, 138, BStBl I 2009, 863) im Anschluss an die Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (seit 1. Dezember 2009: Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union; Urteil vom 27. November 2003 C-497\/01, Zita Modes, Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128) gilt f&uuml;r die Nichtsteuerbarkeit von Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erungen Folgendes:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Nichtsteuerbarkeit der Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung nach &sect; 1 Abs. 1a UStG soll die &Uuml;bertragung von Unternehmen oder Unternehmensteilen erleichtern und vereinfachen. Die Vorschrift gilt f&uuml;r die &Uuml;bertragung von Gesch&auml;ftsbetrieben und von selbst&auml;ndigen Unternehmensteilen, die als Zusammenfassung materieller und immaterieller Bestandteile ein Unternehmen oder einen Unternehmensteil bilden, mit dem eine selbst&auml;ndige wirtschaftliche T&auml;tigkeit fortgef&uuml;hrt werden kann. Der Erwerber muss die Unternehmensfortf&uuml;hrung beabsichtigen, so dass das &uuml;bertragene Verm&ouml;gen die Fortsetzung einer bisher durch den Ver&auml;u&szlig;erer ausge&uuml;bten T&auml;tigkeit erm&ouml;glichen muss. Im Rahmen einer Gesamtw&uuml;rdigung ist zu entscheiden, ob das &uuml;bertragene Unternehmensverm&ouml;gen als hinreichendes Ganzes die Aus&uuml;bung einer wirtschaftlichen T&auml;tigkeit erm&ouml;glicht, und ob die vor und nach der &Uuml;bertragung ausge&uuml;bten T&auml;tigkeiten &uuml;bereinstimmen oder sich hinreichend &auml;hneln. Die &Uuml;bertragung aller wesentlichen Betriebsgrundlagen und die M&ouml;glichkeit zur Unternehmensfortf&uuml;hrung ohne gro&szlig;en finanziellen Aufwand sind nicht erforderlich. Der Fortsetzung der bisher durch den Ver&auml;u&szlig;erer ausge&uuml;bten T&auml;tigkeit steht es nicht entgegen, dass der Erwerber den von ihm erworbenen Gesch&auml;ftsbetrieb in seinem Zuschnitt &auml;ndert oder modernisiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Grundst&uuml;cksgesch&auml;ften f&uuml;hrt die &Uuml;bertragung eines vermieteten oder verpachteten Grundst&uuml;cks zu einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung nach &sect; 1 Abs. 1a UStG, da durch den mit dem Grundst&uuml;ckserwerb verbundenen Eintritt in den Miet- oder Pachtvertrag ein Vermietungs- oder Verpachtungsunternehmen &uuml;bernommen wird. Dementsprechend ist nach dem BFH-Urteil in BFHE 219, 284, BStBl II 2008, 447, unter II.2. die Ver&auml;u&szlig;erung eines Geb&auml;udes ohne &Uuml;bergang eines Mietvertrages im Regelfall keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung. Denn die &Uuml;bertragung eines unvermieteten Grundst&uuml;cks f&uuml;hrt nicht zur &Uuml;bertragung eines Unternehmensteils, mit dem eine selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit fortgef&uuml;hrt werden kann, sondern zur &Uuml;bertragung eines einzelnen Verm&ouml;gensgegenstandes. Fehlt es an weiteren Faktoren wie z.B. einer bestehenden Vermietung oder Verpachtung des Grundst&uuml;cks, liegt daher keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die W&uuml;rdigung des FG, dass aufgrund der besonderen Umst&auml;nde des Streitfalls von einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung auszugehen ist, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie der Senat in seinem Urteil in BFHE 219, 284, BStBl II 2008, 447, unter II.2. entschieden hat, ist die Ver&auml;u&szlig;erung eines Geb&auml;udes ohne &Uuml;bergang eines Mietvertrages im Regelfall keine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung, da mit der &Uuml;bertragung eines unvermieteten Grundst&uuml;cks eine selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit nicht fortgef&uuml;hrt werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund der im Streitfall bestehenden Besonderheiten hat das FG die f&uuml;r die Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung erforderliche Fortf&uuml;hrung einer Vermietungst&auml;tigkeit auch ohne &Uuml;bergang eines Mietvertrages zu Recht darauf gest&uuml;tzt, dass den Vereinbarungen zwischen der Kl&auml;gerin, ihrem Ehemann und der GmbH ein Gesamtplan zugrunde lag, insbesondere die Vermietung an den Ehemann von vornherein feststand (&sect; 1 Abs. 4 des Unternehmenskaufvertrages) und die Kl&auml;gerin im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit dem Erwerb des Grundst&uuml;cks &#8211;wie in &sect; 1 Abs. 4 des Unternehmenskaufvertrages vorgesehen&#8211; einen auf den Zeitpunkt der Besitz&uuml;bertragung des Grundst&uuml;cks bezogenen Mietvertrag mit ihrem Ehemann und damit mit der Person abschloss, auf die der Gesch&auml;ftsbetrieb des bisherigen Mieters &#8211;einer GmbH, deren alleinige Gesellschafterin und einzige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin die Kl&auml;gerin war&#8211; &uuml;bergegangen ist. Weiter war die Kl&auml;gerin neben dem der Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung zugrunde liegenden Vertrag nicht nur am Abschluss des neuen Mietvertrages, sondern als Alleingesellschafterin und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der GmbH auch am Abschluss des Unternehmenskaufvertrages beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass auf die Kl&auml;gerin kein bestehender Mietvertrag &uuml;bergegangen ist, sondern sie einen neuen Mietvertrag mit ihrem Ehemann als Erwerber des Gesch&auml;ftsbetriebs des bisherigen Mieters abgeschlossen hat, ist f&uuml;r das Vorliegen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung unerheblich, da die Beendigung des alten und der Abschluss eines neuen Mietvertrages unter den besonderen Umst&auml;nden des Streitfalls zur Fortsetzung der bisherigen Vermietungst&auml;tigkeit f&uuml;hrten und die hierf&uuml;r ma&szlig;geblichen Umst&auml;nde &#8211;anders als im Fall des Senatsurteils in BFHE 219, 284, BStBl II 2008, 447&#8211; im Streitfall den beiden an der Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung beteiligten Personen bekannt waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin kommt es nicht auf eine &quot;Identit&auml;t bzw. Teilidentit&auml;t der beiden Mietverh&auml;ltnisse&quot; an, denn die Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung setzt nicht die Fortsetzung der n&auml;mlichen T&auml;tigkeit, sondern nur voraus, dass sich die vor und nach der &Uuml;bertragung ausge&uuml;bten T&auml;tigkeiten hinreichend &auml;hneln. Unerheblich ist daher, ob alter und neuer Mietvertrag zu Einzelfragen wie z.B. K&uuml;ndigungsfristen unterschiedliche Regelungen enthielten und in welcher Branche der oder die Mieter vor und nach der Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung t&auml;tig waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.5.2010, V R 25\/09 Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung durch Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung ohne &Uuml;bergang eines Mietvertrages Tatbestand 1&nbsp; I. Der Ehemann der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) hatte ein in seinem Eigentum stehendes Grundst&uuml;ck bebaut und ab 1. Januar 1995 umsatzsteuerpflichtig an die A-GmbH (GmbH) vermietet und aus den Baukosten den Vorsteuerabzug vorgenommen. 2&nbsp; Mit (notariellem) Kaufvertrag vom &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-25-09-geschaeftsveraeusserung-durch-grundstuecksuebertragung-ohne-uebergang-eines-mietvertrages\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;25\/09 &#8211; Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung durch Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung ohne &Uuml;bergang eines Mietvertrages<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-11922","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11922","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11922"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11922\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11922"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11922"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11922"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}