{"id":12032,"date":"2012-12-08T07:10:50","date_gmt":"2012-12-08T05:10:50","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12032"},"modified":"2012-12-08T07:10:50","modified_gmt":"2012-12-08T05:10:50","slug":"ix-r-39-09-ermaessigte-besteuerung-von-aus-anlass-der-aufloesung-eines-arbeitsverhaeltnisses-gewaehrten-entschaedigungen-zusammenballung-von-einkuenften-entschaedigungszusatzleistungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-39-09-ermaessigte-besteuerung-von-aus-anlass-der-aufloesung-eines-arbeitsverhaeltnisses-gewaehrten-entschaedigungen-zusammenballung-von-einkuenften-entschaedigungszusatzleistungen\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;39\/09 &#8211; Erm&auml;&szlig;igte Besteuerung von aus Anlass der Aufl&ouml;sung eines Arbeitsverh&auml;ltnisses gew&auml;hrten Entsch&auml;digungen &#8211; Zusammenballung von Eink&uuml;nften &#8211; Entsch&auml;digungszusatzleistungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.5.2010, IX R 39\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Erm&auml;&szlig;igte Besteuerung von aus Anlass der Aufl&ouml;sung eines Arbeitsverh&auml;ltnisses gew&auml;hrten Entsch&auml;digungen &#8211; Zusammenballung von Eink&uuml;nften &#8211; Entsch&auml;digungszusatzleistungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob eine im Streitjahr 2005 aufgrund eines Sozialplans an den Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) geleistete Zahlung in H&ouml;he von 129.928,77 EUR erm&auml;&szlig;igt zu besteuern ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Anfang Mai 1948 geborene Kl&auml;ger wurde im Streitjahr (2005) zusammen mit seiner Ehefrau, der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin, gemeinsam zur Einkommensteuer veranlagt. Er war als angestellter Orchestermusiker f&uuml;r den &#8230; e.V. (Verein) t&auml;tig. &Uuml;ber das Verm&ouml;gen des Vereins wurde mit Beschluss des zust&auml;ndigen Amtsgerichts vom 1. M&auml;rz 2001 das Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwischen dem Insolvenzverwalter und dem Betriebsrat des Vereins wurde am 27. August 2001 ein &quot;Sozialplan&quot; mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2004 (&sect; 8 Nr. 1) vereinbart. Dieser sollte &#8211;ausweislich seiner Pr&auml;ambel&#8211; der sozialvertr&auml;glichen Abwicklung, insbesondere dem Ausgleich bzw. der Milderung der wirtschaftlichen Nachteile dienen, die den betroffenen Mitarbeitern des Vereins durch die Einstellung des Orchesterbetriebes und die damit verbundenen K&uuml;ndigungen zum 1. September 2001 entstehen. Zwischen den Vertragsparteien bestand Einigkeit, dass es sich hierbei nicht um einen Sozialplan i.S. der &sect;&sect; 123 ff. der Insolvenzordnung handelte. Die daraus resultierenden Anspr&uuml;che best&uuml;nden daher nur au&szlig;erhalb der Insolvenzmasse und nur, wenn die bisherigen (&ouml;ffentlichen und privaten) Zuschussgeber des Vereins hierf&uuml;r Mittel im erforderlichen Umfang zur Verf&uuml;gung stellten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verteilung dieser von dritter Seite zur Verf&uuml;gung gestellten Mittel sollte nach Ma&szlig;gabe des Sozialplans (&sect; 2) erfolgen. Danach sollten Arbeitnehmer, die &#8211;wie der Kl&auml;ger&#8211; am 1. September 2001 das 53. Lebensjahr bereits vollendet hatten und die nicht in andere Arbeitsverh&auml;ltnisse vermittelt werden konnten, f&uuml;r 2001 eine n&auml;her bezifferte Abfindung erhalten. Diesen Arbeitnehmern wurde au&szlig;erdem f&uuml;r die Jahre 2002 bis 2004 unter Anrechnung von Arbeitslosengeld ein monatliches Einkommen in H&ouml;he von 1\/12 von 82 % einer Jahresverg&uuml;tung garantiert. Dar&uuml;ber hinaus sollten diese Arbeitnehmer, die am 31. Dezember 2004 &#8211;wie der Kl&auml;ger&#8211; noch nicht das 63. Lebensjahr vollendet hatten, unter weiteren &#8211;hier vorliegenden&#8211; Voraussetzungen zur &Uuml;berbr&uuml;ckung der Zeit bis zur Altersrente eine sog. erg&auml;nzende Abfindung erhalten. Die H&ouml;he dieser Abfindung sollte nach einem n&auml;her festgelegten Punktesystem ermittelt und aus den &#8211;nach Abzug der nach dem Sozialplan im &Uuml;brigen zu erbringenden Abfindungen und Kosten&#8211; verbleibenden Mitteln gezahlt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund dieses Sozialplanes waren dem Kl&auml;ger in den Jahren 2001 bis 2004 Zahlungen zwischen ca. 32.300 DM (2001; davon 20.000 DM steuerfrei) und ca. 22.590 EUR (2004) zugeflossen. Im Streitjahr (2005) erhielt der Kl&auml;ger als &quot;erg&auml;nzende Abfindung&quot; einen Betrag in H&ouml;he von 129.928,77 EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesen vom Kl&auml;ger in der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr erkl&auml;rten Betrag behandelte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) als (voll zu versteuernde) Einnahme bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Auffassung des Finanzgerichts (FG), dessen Urteil in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 2026 ver&ouml;ffentlicht ist, komme eine erm&auml;&szlig;igte Besteuerung der Abfindung gem&auml;&szlig; &sect; 24 Nr. 1, &sect; 34 Abs. 2 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) mangels zusammengeballten Zuflusses im Streitjahr nicht in Betracht. Die nach Ma&szlig;gabe des Sozialplans einheitlich zu beurteilenden Abfindungszahlungen seien vielmehr &uuml;ber mehrere Jahre verteilt zugeflossen. Auch sei die im Streitjahr erfolgte erg&auml;nzende Abfindung nicht als Hauptleistung und die in den Jahren 2001 bis 2004 gew&auml;hrten Zahlungen nicht als unsch&auml;dliche, sozial motivierte Entsch&auml;digungszusatzleistungen zu beurteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts (&sect; 24 Nr. 1, &sect; 34 EStG). Die im Streitjahr gezahlte erg&auml;nzende Abfindung sei als au&szlig;erordentliche Einkunft gem&auml;&szlig; &sect; 34 EStG erm&auml;&szlig;igt zu besteuern; denn das Arbeitsverh&auml;ltnis des Kl&auml;gers sei letztlich erst zum 31. Dezember 2004 beendet worden. Selbst wenn die in den Jahren 2001 bis 2004 gezahlten Betr&auml;ge ebenfalls als Abfindungszahlungen anzusehen seien, m&uuml;sse die hier streitige Abfindung als Hauptleistung erm&auml;&szlig;igt besteuert werden. Denn die bis zum Streitjahr in geringerer H&ouml;he erfolgten Zahlungen seien lediglich steuerunsch&auml;dliche &quot;Entsch&auml;digungszusatzleistungen&quot;. Dies entspr&auml;che auch der subjektiven Erwartungshaltung des Kl&auml;gers; angesichts dessen trete die H&ouml;he der erg&auml;nzenden Abfindung im Streitjahr &#8211;zumal ungewiss&#8211; in den Hintergrund. Zudem beliefen sich die Zusatzleistungen auf insgesamt 71.036 EUR und damit nur 54,68 % der Hauptleistung. Es d&uuml;rfe keinen Unterschied machen, ob die hohe Einmalzahlung &#8211;wie &uuml;blich&#8211; als Hauptleistung zeitlich vor sich anschlie&szlig;ender Zusatzleistungen oder &#8211;wie hier&#8211; erst im Anschluss daran am Ende der Zeitschiene erfolge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragen sinngem&auml;&szlig;,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>unter Aufhebung des FG-Urteils und &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheids vom 12. November 2007 i.d.F. des Einspruchsbescheids vom 13. November 2007 die Einkommensteuer f&uuml;r 2005 unter Zugrundelegung eines gem&auml;&szlig; &sect; 34 EStG erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes f&uuml;r die Zahlung in H&ouml;he von 129.928,77 EUR niedriger festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zutreffend entschieden, dass die an den Kl&auml;ger gezahlte erg&auml;nzende Abfindung nicht gem&auml;&szlig; &sect; 34 Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 2 i.V.m. &sect; 24 Nr. 1 Buchst. a EStG erm&auml;&szlig;igt zu besteuern ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. a) Au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte i.S. des &sect; 34 Abs. 1 und Abs. 2 EStG, zu denen u.a. Entsch&auml;digungen als Ersatz f&uuml;r entgangene oder entgehende Einnahmen i.S. des &sect; 24 Nr. 1 EStG z&auml;hlen, sind entsprechend dem Sinn und Zweck der Vorschrift (Ausgleich von Progressionsnachteilen) grunds&auml;tzlich nur gegeben, wenn die zu beg&uuml;nstigenden Eink&uuml;nfte zusammengeballt in&nbsp;&nbsp;&nbsp;einem Veranlagungszeitraum zu erfassen sind; wird eine Entsch&auml;digung in zwei oder mehr Veranlagungszeitr&auml;umen ausgezahlt, scheidet grunds&auml;tzlich in s&auml;mtlichen Veranlagungszeitr&auml;umen eine Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect; 34 EStG aus, auch wenn sich ein Progressionsnachteil ergibt (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil vom 25. August 2009 IX R 11\/09, BFHE 226, 265, BFH\/NV 2009, 2034, unter II.1.b, m.w.N.). Gleichwohl ist der Zufluss in einem Veranlagungszeitraum kein Tatbestandsmerkmal des &sect; 34 EStG. Dessen Zweck wird trotz Zuflusses in zwei Veranlagungszeitr&auml;umen nicht verfehlt, wenn der Steuerpflichtige nur eine geringf&uuml;gige Teilleistung erhalten hat und die ganz &uuml;berwiegende Hauptentsch&auml;digungsleistung in einem Betrag ausgezahlt wird (BFH-Urteil in BFHE 226, 265, BFH\/NV 2009, 2034).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine Ausnahme ist unter Ber&uuml;cksichtigung des Grundsatzes der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit auch in solchen F&auml;llen geboten, in denen der (fr&uuml;here) Arbeitgeber oder ein Dritter (vgl. BFH-Urteile vom 21. Januar 2004 XI R 40\/02, BFHE 205, 129, BStBl II 2004, 716; vom 8. November 2007 IV R 30\/06, BFH\/NV 2008, 546) neben einer Hauptentsch&auml;digungsleistung aus Gr&uuml;nden der sozialen F&uuml;rsorge f&uuml;r eine gewisse &Uuml;bergangszeit erg&auml;nzende Entsch&auml;digungszusatzleistungen gew&auml;hrt (vgl. BFH-Urteile vom 14. August 2001 XI R 22\/00, BFHE 196, 500, BStBl II 2002, 180; vom 24. Januar 2002 XI R 43\/99, BFHE 197, 522, BStBl II 2004, 442). Allerdings sind Entsch&auml;digungen, die aus Anlass der Aufl&ouml;sung eines Arbeitsverh&auml;ltnisses gew&auml;hrt werden, grunds&auml;tzlich einheitlich zu beurteilen (BFH-Urteile in BFHE 197, 522, BStBl II 2004, 442; vom 28. Juni 2006 XI R 58\/05, BFHE 214, 319, BStBl II 2006, 835; vom 24. Juni 2009 IV R 94\/06, BFHE 225, 398, BFH\/NV 2009, 1877, unter II.3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Diese zus&auml;tzlichen Leistungen d&uuml;rfen auch betragsm&auml;&szlig;ig nur einen erg&auml;nzenden Zusatz zur Hauptleistung bilden, diese also bei weitem nicht erreichen (BFH-Urteile vom 24. Januar 2002 XI R 2\/01, BFHE 197, 526, BStBl II 2004, 444; vom 21. Januar 2004 XI R 33\/02, BFHE 205, 125, BStBl II 2004, 715, und XI R 22\/03, BFH\/NV 2004, 1226) oder nur so geringf&uuml;gig sein, dass eine Versagung der Beg&uuml;nstigung gem&auml;&szlig; &sect; 34 EStG gegen den Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit versto&szlig;en w&uuml;rde (BFH-Urteil vom 6. September 2006 XI R 38\/04, BFH\/NV 2007, 408, unter II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob eine Haupt- oder eine Zusatzleistung vorliegt, richtet sich daher &#8211;entgegen der Ansicht der Kl&auml;ger&#8211; auch mangels hinreichender Verifizierbarkeit nicht nach einer (objektiven oder) &quot;subjektiven Erwartungshaltung&quot; des betreffenden Arbeitnehmers. Die BFH-Rechtsprechung zu den erg&auml;nzenden Zusatzleistungen ist auch nicht dahin misszuverstehen, dass nun jede Hauptleistung beg&uuml;nstigt ist und nur Zweit- und Drittzahlungen dem Regeltarif unterworfen werden (s. Weber-Grellet, Betriebs-Berater 2004, 1877, unter 7.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Diesen Grunds&auml;tzen entspricht die Vorentscheidung, die Revision ist daher zur&uuml;ckzuweisen. Zu Recht hat das FG eine erm&auml;&szlig;igte Besteuerung der &quot;erg&auml;nzenden Abfindung&quot; abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zutreffend ist das FG von der Beendigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses des Kl&auml;gers aufgrund der Betriebseinstellung und der damit verbundenen K&uuml;ndigung zum 31. August 2001 ausgegangen. Zur &quot;sozialvertr&auml;glichen Abwicklung&quot; wurde ein Sozialplan vereinbart, der als einheitliche Rechtsgrundlage f&uuml;r die danach geleisteten Abfindungen anzusehen ist. Diese Zahlungen wurden auch nicht zusammengeballt in einem Veranlagungszeitraum, sondern verteilt &uuml;ber einen Zeitraum von 2001 bis 2005 an den Kl&auml;ger ausgezahlt. Auch hat das FG nicht feststellen k&ouml;nnen, dass die im Streitjahr erfolgte erg&auml;nzende Abfindung (in H&ouml;he von 129.928,77 EUR) und die in den Jahren 2001 bis 2004 an den Kl&auml;ger geleisteten Abfindungszahlungen zueinander im Verh&auml;ltnis von Haupt- und (aus Gr&uuml;nden sozialer F&uuml;rsorge erbrachter) Nebenleistung stehen; daher konnte die streitige Zahlung auch nicht als Hauptleistung beurteilt werden. Im &Uuml;brigen waren die Zahlungen der Jahre 2001 bis 2004 mit ihren 71.036 EUR bzw. 54,68 % der erg&auml;nzenden Abfindung auch betragsm&auml;&szlig;ig weder als geringf&uuml;gig noch als erg&auml;nzender Zusatz zu beurteilen. Bei der Berechnung der Zusammenballung von Eink&uuml;nften sind steuerfreie Einnahmen i.S. von &sect; 3 Nr. 9 EStG &#8211;entgegen der Ansicht des FA&#8211; nicht zu ber&uuml;cksichtigen (BFH-Urteile vom 2. September 1992 XI R 44\/91, BFHE 169, 98, BStBl II 1993, 52; vom 14. April 2005 XI R 11\/04, BFH\/NV 2005, 1772; Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 24. Mai 2004, BStBl I 2004, 505 Tz 9 a.E.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.5.2010, IX R 39\/09 Erm&auml;&szlig;igte Besteuerung von aus Anlass der Aufl&ouml;sung eines Arbeitsverh&auml;ltnisses gew&auml;hrten Entsch&auml;digungen &#8211; Zusammenballung von Eink&uuml;nften &#8211; Entsch&auml;digungszusatzleistungen Tatbestand 1&nbsp; I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob eine im Streitjahr 2005 aufgrund eines Sozialplans an den Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) geleistete Zahlung in H&ouml;he von 129.928,77 EUR erm&auml;&szlig;igt zu besteuern &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-39-09-ermaessigte-besteuerung-von-aus-anlass-der-aufloesung-eines-arbeitsverhaeltnisses-gewaehrten-entschaedigungen-zusammenballung-von-einkuenften-entschaedigungszusatzleistungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;39\/09 &#8211; Erm&auml;&szlig;igte Besteuerung von aus Anlass der Aufl&ouml;sung eines Arbeitsverh&auml;ltnisses gew&auml;hrten Entsch&auml;digungen &#8211; Zusammenballung von Eink&uuml;nften &#8211; Entsch&auml;digungszusatzleistungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-12032","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12032","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12032"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12032\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12032"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12032"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12032"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}