{"id":12036,"date":"2012-12-08T07:19:20","date_gmt":"2012-12-08T05:19:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12036"},"modified":"2012-12-08T07:19:20","modified_gmt":"2012-12-08T05:19:20","slug":"iv-r-58-07-kein-fall-von-geringer-bedeutung-bei-streit-ueber-die-zuordnung-der-einkuenfte-zu-einer-einkunftsart-abwahl-der-nutzungswertbesteuerung-betriebsaufgabe-bei-verpachtung-eines-landwirtschaftl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-58-07-kein-fall-von-geringer-bedeutung-bei-streit-ueber-die-zuordnung-der-einkuenfte-zu-einer-einkunftsart-abwahl-der-nutzungswertbesteuerung-betriebsaufgabe-bei-verpachtung-eines-landwirtschaftl\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;58\/07 &#8211; Kein Fall von geringer Bedeutung bei Streit &uuml;ber die Zuordnung der Eink&uuml;nfte zu einer Einkunftsart &#8211; Abwahl der Nutzungswertbesteuerung &#8211; Betriebsaufgabe bei Verpachtung eines landwirtschaftlichen Betriebs &#8211; &Uuml;bergang eines verpachteten Betriebs unter Fortbestand des Pachtvertrags unentgeltlich im Wege der Erbfolge oder der Schenkung auf einen Dritten &#8211; Nutzungs&auml;nderung eines Wirtschaftsguts f&uuml;hrt nicht zur Zwangsentnahme"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.4.2010, IV R 58\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Kein Fall von geringer Bedeutung bei Streit &uuml;ber die Zuordnung der Eink&uuml;nfte zu einer Einkunftsart &#8211; Abwahl der Nutzungswertbesteuerung &#8211; Betriebsaufgabe bei Verpachtung eines landwirtschaftlichen Betriebs &#8211; &Uuml;bergang eines verpachteten Betriebs unter Fortbestand des Pachtvertrags unentgeltlich im Wege der Erbfolge oder der Schenkung auf einen Dritten &#8211; Nutzungs&auml;nderung eines Wirtschaftsguts f&uuml;hrt nicht zur Zwangsentnahme<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Zwischen den Beteiligten ist streitig, ob f&uuml;r das Jahr 2001 (Streitjahr) ein Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Eink&uuml;nften ergehen durfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Mutter bzw. Schwiegermutter (M) der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten zu 1. bis 3. (Kl&auml;ger zu 1. bis 3.) unterhielt auf ihrem Grundbesitz in X einen landwirtschaftlichen Betrieb. Den Betrieb bewirtschaftete M l&auml;ngstens bis 1974. Danach verpachtete sie die landwirtschaftlichen Grundst&uuml;cke, ohne das Hofgrundst&uuml;ck, auf dem sich zwei Wohnh&auml;user (Z 17 und 19) befinden. Eine Betriebsaufgabeerkl&auml;rung gab M nicht ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 9. Oktober 1981 &uuml;bertrug M ihren gesamten Grundbesitz unentgeltlich auf die Kl&auml;ger zu 1. und 2. zu je &frac14; und den Kl&auml;ger zu 3. zu &frac12; Miteigentumsanteilen. Die Kl&auml;ger vereinbarten in dem &Uuml;bertragungsvertrag, dass dem Kl&auml;ger zu 3. die alleinige Nutzung des Wohnhauses Z 19 und den Kl&auml;gern zu 1. und 2. die alleinige Nutzung des Wohnhauses Z 17 zusteht und ihnen f&uuml;r das jeweilige Geb&auml;ude die alleinige Unterhaltung obliegt. F&uuml;r das Wohnhaus Z 19 r&auml;umten die Kl&auml;ger der M und deren Ehemann ein dem Wohnungsrecht entsprechendes lebensl&auml;ngliches Nutzungsrecht ein (im Weiteren Wohnungsrecht). Daneben &uuml;bernahmen sie ein der Schwester der M dinglich bestelltes Wohnungsrecht an einem Teil der R&auml;ume des Wohnhauses Z 19. Besitz, Nutzungen, Gefahr und Lasten gingen mit dem Tag des Vertragsabschlusses auf die Kl&auml;ger &uuml;ber.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger erkl&auml;rten in den Jahren 1982 bis 1990, 1995 und 1998 aus der Verpachtung von St&uuml;ckl&auml;ndereien Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft. Eink&uuml;nfte f&uuml;r das von den Kl&auml;gern zu 1. und 2. selbst genutzte Wohnhaus Z 17 wurden nicht erkl&auml;rt; ebenso wenig Eink&uuml;nfte aus dem Wohnhaus Z 19 f&uuml;r die Zeit der Wohnrechtsaus&uuml;bung. Ab dem 1. November 1992 vermietete der Kl&auml;ger zu 3. das Wohnhaus Z 19 an Dritte. Dabei trat er jeweils allein (ohne Hinweis auf ein Gemeinschaftsverh&auml;ltnis) als Vermieter auf. Die hieraus erzielten Eink&uuml;nfte erkl&auml;rte der Kl&auml;ger zu 3. jeweils in seiner Einkommensteuererkl&auml;rung als solche aus Vermietung und Verpachtung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Kl&auml;ger trotz Aufforderung durch den Beklagten und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) f&uuml;r 2001 keine Feststellungserkl&auml;rung abgaben, sch&auml;tzte das FA die Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft mit 12.300 DM (Pacht 300 DM, Vermietung 12.000 DM) und rechnete diese den Kl&auml;gern zu 1. und 2. mit jeweils 25 % und dem Kl&auml;ger zu 3. mit 50 % zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der hiergegen eingelegte Einspruch hatte insoweit Erfolg, als Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft nur in H&ouml;he von 10.207 DM festgestellt wurden (Pacht 540 DM und Vermietung 9.667 DM). Die Eink&uuml;nfte wies das FA den Kl&auml;gern zu 1. und 2. jeweils in H&ouml;he von 135 DM (25 % von 540 DM) und dem Kl&auml;ger zu 3. in H&ouml;he von 9.937 DM (50 % von 540 DM und 100 % von 9.667 DM) zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen erhobene Klage, mit der die Kl&auml;ger die Aufhebung des Bescheids &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung der Eink&uuml;nfte 2001 begehrten, hatte Erfolg. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte das Finanzgericht (FG) im Wesentlichen aus, dass eine gesonderte und einheitliche Feststellung nicht durchzuf&uuml;hren sei. Die Eink&uuml;nfte aus der Vermietung des Wohnhauses Z 19 seien ausschlie&szlig;lich dem Kl&auml;ger zu 3. zuzurechnen, da dieser nur in seiner Person den Tatbestand der Eink&uuml;nfteerzielung verwirklicht habe. Die Eink&uuml;nfte aus der Vermietung seien auch nicht als solche aus Land- und Forstwirtschaft zu erfassen, da das Wohngrundst&uuml;ck sp&auml;testens mit dem Abschluss des notariellen &Uuml;bertragungsvertrags von der M aus dem Betriebsverm&ouml;gen in ihr Privatverm&ouml;gen &uuml;berf&uuml;hrt worden sei. Hinsichtlich der Pachteinnahmen aus der Vermietung der St&uuml;ckl&auml;ndereien liege ein Fall von geringer Bedeutung vor. Auch insoweit sei daher eine gesonderte und einheitliche Feststellung der Eink&uuml;nfte nicht erforderlich. Die vollst&auml;ndigen Urteilsgr&uuml;nde sind in Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 109 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der vom FG zugelassenen Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zu Unrecht ist das FG davon ausgegangen, dass eine gesonderte und einheitliche Feststellung der Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect; 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a der Abgabenordnung (AO) nicht erforderlich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einkommensteuerpflichtige Eink&uuml;nfte sind grunds&auml;tzlich dann nach &sect; 179 Abs. 2 Satz 2, &sect; 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO gesondert und einheitlich festzustellen, wenn an den Eink&uuml;nften mehrere Personen beteiligt und die Eink&uuml;nfte diesen Personen steuerlich zuzurechnen sind. Von einer gesonderten und einheitlichen Feststellung kann abgesehen werden, soweit es sich um einen Fall von geringer Bedeutung handelt (&sect; 180 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 AO). Um einen solchen handelt es sich insbesondere, wenn die H&ouml;he des festgestellten Betrags und die Aufteilung feststehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger haben von der M durch Vertrag vom 9. Oktober 1981 das Miteigentum nach Bruchteilen (&sect; 1008 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs &#8211;BGB&#8211;) an den in Streit stehenden Grundst&uuml;cksfl&auml;chen erworben. Zwischen den Kl&auml;gern besteht damit eine Bruchteilsgemeinschaft gem&auml;&szlig; &sect; 741 BGB. Soweit die Beteiligten von einer Erbengemeinschaft sprechen, handelt es sich um eine allgemein sprachliche und nicht um eine rechtliche Umschreibung des Gemeinschaftsverh&auml;ltnisses. Da die Kl&auml;ger die Eink&uuml;nfte aus den Grundst&uuml;cken in ihrer gemeinschaftlichen Verbundenheit beziehen, sind die Eink&uuml;nfte gesondert und einheitlich festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Fall von geringer Bedeutung liegt nicht vor. Zwar stehen die H&ouml;he der erzielten Eink&uuml;nfte und deren Verteilung auf die Kl&auml;ger fest. Gleichwohl liegt ein Fall von geringer Bedeutung nicht vor, weil die Zuordnung der Eink&uuml;nfte zu den Gewinneink&uuml;nften bzw. den &Uuml;berschusseink&uuml;nften in Streit steht. Die zwischen den Beteiligten streitige Frage, ob durch die Verpachtung landwirtschaftlich genutzter Grundst&uuml;cke und die Vermietung des Wohnhauses Z 19 landwirtschaftliche Eink&uuml;nfte oder solche aus Vermietung und Verpachtung erzielt worden sind, ist auf der Ebene der Bruchteilsgemeinschaft und damit im Rahmen der gesonderten und einheitlichen Feststellung zu entscheiden (vgl. zur Abgrenzung von Einkunftsarten Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 1. Februar 1989 VIII R 49\/84, BFH\/NV 1990, 6). Davon zu unterscheiden ist die Frage der Zurechnung der Eink&uuml;nfte, die vorliegend zwischen den Beteiligten nicht in Streit steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG ist von anderen Grunds&auml;tzen ausgegangen. Die Vorentscheidung war daher aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist nicht spruchreif. Die Kl&auml;ger haben, ausgehend von den Feststellungen des FG, einen bestehenden landwirtschaftlichen Verpachtungsbetrieb &uuml;bernommen (dazu nachfolgend unter a). Eine Betriebsaufgabe ist seitens der Kl&auml;ger bis zum Ende des Streitjahres nicht erkl&auml;rt worden. Die Eink&uuml;nfte aus der Verpachtung der St&uuml;ckl&auml;ndereien sind daher als Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft festzustellen (dazu nachfolgend unter b). Mangels weiterer Feststellungen des FG kann der Senat aber nicht entscheiden, ob die Eink&uuml;nfte aus der Vermietung des Hauses Z 19 als landwirtschaftliche Eink&uuml;nfte festzustellen sind (dazu nachfolgend unter c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;ger haben von der M im Wege der vorweggenommenen Erbfolge einen noch bestehenden landwirtschaftlichen Verpachtungsbetrieb &uuml;bernommen. Nach den Feststellungen des FG hat M bis 1974 einen landwirtschaftlichen Betrieb unterhalten. Nach diesem Zeitpunkt hat sie die Eigenbewirtschaftung eingestellt. Ausweislich der Regelung in &sect; 5 Nr. 3 des Vertrags vom 9. Oktober 1981, dessen Inhalt das FG durch ausdr&uuml;ckliche Bezugnahme festgestellt hat, waren die St&uuml;ckl&auml;ndereien bereits im Zeitpunkt vor dem Abschluss des Vertrags mit den Kl&auml;gern an Dritte verpachtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Einstellung der Eigenbewirtschaftung und die Verpachtung der St&uuml;ckl&auml;ndereien stellten keine Betriebsaufgabe durch M dar. Dies gilt unabh&auml;ngig davon, ob die St&uuml;ckl&auml;ndereien, was vom FG allerdings nicht festgestellt worden ist, von M unmittelbar im Anschluss an die Betriebseinstellung oder mit zeitlicher Verz&ouml;gerung verpachtet worden sind, und ob die Verpachtung im Ganzen oder parzellenweise erfolgt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wird ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb im Ganzen oder parzellenweise verpachtet, so kann der Verp&auml;chter w&auml;hlen, ob er den Vorgang als Betriebsaufgabe i.S. des &sect; 14 Satz 2 i.V.m. &sect; 16 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) behandelt und damit die Gegenst&auml;nde seines Betriebs in sein Privatverm&ouml;gen &uuml;berf&uuml;hrt mit der Folge, dass die im Betriebsverm&ouml;gen ruhenden stillen Reserven realisiert werden, oder ob er den Betrieb w&auml;hrend der Verpachtung in anderer Form fortf&uuml;hren will (sog. Verp&auml;chterwahlrecht; BFH-Urteil vom 8. M&auml;rz 2007 IV R 57\/04, BFH\/NV 2007, 1640, m.w.N. zur Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus Beweisgr&uuml;nden kann die Absicht, der Betrieb werde bei einer Verpachtung der wesentlichen Betriebsgrundlagen endg&uuml;ltig aufgegeben, nur bei einer unmissverst&auml;ndlichen und eindeutigen Aufgabeerkl&auml;rung des Steuerpflichtigen angenommen werden (BFH-Urteil in BFH\/NV 2007, 1640).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da M nach den Feststellungen des FG weder ausdr&uuml;cklich noch konkludent eine Betriebsaufgabe erkl&auml;rt hat, ist der landwirtschaftliche Betrieb nach Einstellung der Eigenbewirtschaftung von der M als Verpachtungsbetrieb fortgef&uuml;hrt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Verpachtungsbetrieb der M ist ebenfalls nicht durch die unentgeltliche &Uuml;bertragung der verpachteten St&uuml;ckl&auml;ndereien und der zu Wohnzwecken selbstgenutzten Grundst&uuml;cke an die Kl&auml;ger aufgegeben worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Geht ein verpachteter Betrieb unter Fortbestand des Pachtvertrags unentgeltlich im Wege der Erbfolge oder der Schenkung auf einen Dritten &uuml;ber, so f&uuml;hrt dieser gem&auml;&szlig; &sect; 7 Abs. 1 der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung, nunmehr &sect; 6 Abs. 3 EStG, die Buchwerte des verpachteten Betriebs fort und tritt auch hinsichtlich des Wahlrechts, die Betriebsaufgabe zu erkl&auml;ren, in die Rechtsstellung des bisherigen Verp&auml;chters ein (BFH-Urteil vom 17. Oktober 1991 IV R 97\/89, BFHE 166, 149, BStBl II 1992, 392, m.w.N.). Die der unentgeltlichen &Uuml;bertragung zu Grunde liegende Motivation ist, anders als das FG meint, in diesem Zusammenhang unerheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den Streitfall folgt daraus, dass der Verpachtungsbetrieb und das Verp&auml;chterwahlrecht der M mit der &Uuml;bertragung s&auml;mtlicher bisher zum landwirtschaftlichen Betrieb geh&ouml;render Grundst&uuml;cke auf die Kl&auml;ger &uuml;bergegangen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Verpachtungsbetrieb ist von den Kl&auml;gern nicht aufgegeben worden. Sie haben bis zum Ende des Streitjahres keine eindeutige Betriebsaufgabeerkl&auml;rung abgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend der Betriebsverpachtung kann der Verp&auml;chter jederzeit formlos die Betriebsaufgabe erkl&auml;ren (BFH-Urteil vom 15. Oktober 1987 IV R 66\/86, BFHE 152, 62, BStBl II 1988, 260). Eine Betriebsaufgabe setzt aber voraus, dass sie den &auml;u&szlig;eren Umst&auml;nden nach klar zu erkennen und der Zeitpunkt eindeutig bestimmbar ist (BFH-Urteil vom 19. M&auml;rz 2009 IV R 45\/06, BFHE 225, 334, BStBl II 2009, 902).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Davon ausgehend hat das FA zu Recht angenommen, dass die Kl&auml;ger den Verpachtungsbetrieb bis zum Ende des Streitjahres nicht aufgegeben haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ausf&uuml;hrungen des Prozessbevollm&auml;chtigten der Kl&auml;ger in dem Schreiben vom 1. September 2000 sind nicht als eindeutige Aufgabe des Verpachtungsbetriebs zu verstehen. In dem Schreiben wird lediglich die Rechtsmeinung der Kl&auml;ger dargelegt, dass die Pachteinnahmen aus den St&uuml;ckl&auml;ndereien als Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung zu erfassen seien, da ein landwirtschaftlicher Betrieb nicht bestanden habe und auch nicht bestehe. Auch die weiteren Ausf&uuml;hrungen, die bisherige Erfassung der Pachteinnahmen bei den Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft beruhe nur auf der Unkenntnis der Kl&auml;ger, bringt nicht zweifelsfrei zum Ausdruck, dass sie die Absicht endg&uuml;ltig aufgegeben haben, die unterbrochene betriebliche T&auml;tigkeit (Eigenbewirtschaftung) wiederaufzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist der Verpachtungsbetrieb im Streitjahr nicht aufgegeben worden, sind die Einnahmen aus der Verpachtung der St&uuml;ckl&auml;ndereien bei den Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft zu erfassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach den Feststellungen des FG kann aber nicht beurteilt werden, ob die Wohnung Z 19 im Streitjahr noch zum Betriebsverm&ouml;gen des Verpachtungsbetriebs der Kl&auml;ger geh&ouml;rt hat und die Eink&uuml;nfte aus der Vermietung deshalb als landwirtschaftliche Eink&uuml;nfte festzustellen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ausweislich des &Uuml;bertragungsvertrags vom 9. Oktober 1981 wurde der M, ihrem Ehemann sowie der Schwester der M das Wohnungsrecht an dem Haus Z 19 einger&auml;umt. Da sich die gemeinsame Wohnung auf dem ehemaligen Hofgrundst&uuml;ck befindet, handelt es sich, auch soweit sich das Wohnungsrecht an einzelnen R&auml;umen auf die Schwester erstreckt, um eine Altenteilerwohnung. Diese unterlag gem&auml;&szlig; &sect; 13 Abs. 2 Nr. 2 EStG a.F. der Nutzungswertbesteuerung und geh&ouml;rte deshalb unabh&auml;ngig davon, dass das Wohnungsrecht teilweise schuldrechtlich und teilweise dinglich einger&auml;umt wurde, zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen des land- und forstwirtschaftlichen Betriebs (vgl. BFH-Urteil vom 28. Juli 1983 IV R 174\/80, BFHE 139, 367, BStBl II 1984, 97). Die Betriebsverm&ouml;genseigenschaft der Altenteilerwohnung ist ebenso zu bejahen, wenn der landwirtschaftliche Betrieb, wie im Streitfall, als ruhender Verpachtungsbetrieb fortbesteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zwar war die Wohnung Z 19 damit im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses dem Betriebsverm&ouml;gen zuzurechnen. Es fehlen aber Feststellungen des FG dazu, ob die Wohnung nicht zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt im Zusammenhang mit dem Wegfall der Nutzungswertbesteuerung oder durch sp&auml;tere eindeutige Erkl&auml;rung aus dem Betriebsverm&ouml;gen entnommen worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Nutzungswertbesteuerung gem&auml;&szlig; &sect; 13 Abs. 2 Nr. 2 EStG a.F. ist gem&auml;&szlig; &sect; 52 Abs. 15 Satz 1 EStG i.d.F. des Gesetzes zur Neuregelung der steuerrechtlichen F&ouml;rderung des selbstgenutzten Wohneigentums vom 15. Mai 1986 (BGBl I 1986, 730; &sect; 52 Abs. 15 EStG a.F.) mit Ablauf des Veranlagungszeitraums 1986 entfallen. Gem&auml;&szlig; &sect; 52 Abs. 15 Satz 2 EStG a.F. war die Nutzungswertbesteuerung jedoch l&auml;ngstens bis zum Ablauf des Veranlagungszeitraums 1998 anzuwenden, wenn die Voraussetzungen des &sect; 13 Abs. 2 Nr. 2 EStG a.F. im Veranlagungszeitraum 1986 u.a. f&uuml;r die zu eigenen Wohnzwecken oder zu Wohnzwecken des Altenteilers genutzte Wohnung vorlagen. Gem&auml;&szlig; &sect; 52 Abs. 15 Satz 4 EStG a.F. konnte der Steuerpflichtige unwiderruflich die Abwahl der Nutzungswertbesteuerung in der &Uuml;bergangszeit w&auml;hlen. Die Wohnung zu eigenen Wohnzwecken oder die Altenteilerwohnung und das dazugeh&ouml;rende Grundst&uuml;ck galten dann mit dem Ablauf des Veranlagungszeitraums als entnommen. Der Entnahmegewinn blieb au&szlig;er Ansatz (&sect; 52 Abs. 15 S&auml;tze 6 und 7 EStG a.F.). Die Abwahl der Nutzungswertbesteuerung und die daran ankn&uuml;pfende Steuerfreiheit des Entnahmegewinns sind jedoch nur dann m&ouml;glich, wenn im Zeitpunkt der Abwahl die Voraussetzungen f&uuml;r die Nutzungswertbesteuerung vorgelegen haben (BFH-Urteil vom 9. Mai 2000 VIII R 2\/99, BFHE 192, 457, BStBl II 2001, 275). Die Voraussetzungen liegen auch dann vor, wenn die Wohnung entsprechend der Regelung in &sect; 13 Abs. 2 Nr. 2 EStG a.F. genutzt worden ist, ein Nutzungswert aber tats&auml;chlich nicht angesetzt worden ist (vgl. Felsmann, Einkommensbesteuerung der Land- und Forstwirte, A Rz 169k). Soweit der Steuerpflichtige eine bisher zu eigenen Wohnzwecken oder zu Wohnzwecken des Altenteilers genutzte Wohnung w&auml;hrend des &Uuml;bergangszeitraums fremd vermietete, konnte ein Abwahlantrag nur noch f&uuml;r den letzten Veranlagungszeitraum gestellt werden, in dem ein Nutzungswert zu besteuern war (BFH-Urteil vom 27. November 2008 IV R 16\/06, BFH\/NV 2009, 783; Leing&auml;rtner\/ Kanzler, Besteuerung der Landwirte, Kap. 17, Rz 135). Wurde die Antragstellung f&uuml;r diesen Zeitraum vers&auml;umt, verblieb die Wohnung im Betriebsverm&ouml;gen, solange nicht zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt deren, nunmehr allerdings steuerpflichtige, Entnahme erkl&auml;rt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob die Kl&auml;ger die Nutzungswertbesteuerung der zu Wohnzwecken der Altenteiler genutzten Wohnung Z 19 vor oder in dem Veranlagungszeitraum der erstmaligen Fremdvermietung abgew&auml;hlt haben, oder ob sie die Wohnung und den dazugeh&ouml;renden Grund und Boden in einem sp&auml;teren Veranlagungszeitraum aus dem Betriebsverm&ouml;gen entnommen haben, hat das FG nicht festgestellt. Diese Feststellungen wird es daher im zweiten Rechtsgang nachzuholen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nur erg&auml;nzend und ohne Bindungswirkung weist der Senat darauf hin, dass das Wohngrundst&uuml;ck Z 19 nicht allein infolge der Vermietung an Dritte ab dem 1. November 1992 aus dem Betriebsverm&ouml;gen ausgeschieden ist. Allein die Nutzungs&auml;nderung eines Wirtschaftsguts f&uuml;hrt, soweit dadurch nicht notwendiges Privatverm&ouml;gen begr&uuml;ndet wird, auch bei einer Gewinnermittlung nach &sect; 4 Abs. 3 EStG, wie im Streitfall, nicht zu einer (Zwangs-)Entnahme des Wirtschaftguts (&sect; 4 Abs. 1 Satz 4 EStG a.F., BFH-Urteil vom 13. Oktober 2005 IV R 33\/04, BFHE 211, 258, BStBl II 2006, 68). Durch die Vermietung an Dritte ist das Wohngrundst&uuml;ck Z 19 nicht zum notwendigen Privatverm&ouml;gen geworden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.4.2010, IV R 58\/07 Kein Fall von geringer Bedeutung bei Streit &uuml;ber die Zuordnung der Eink&uuml;nfte zu einer Einkunftsart &#8211; Abwahl der Nutzungswertbesteuerung &#8211; Betriebsaufgabe bei Verpachtung eines landwirtschaftlichen Betriebs &#8211; &Uuml;bergang eines verpachteten Betriebs unter Fortbestand des Pachtvertrags unentgeltlich im Wege der Erbfolge oder der Schenkung auf einen Dritten &#8211; Nutzungs&auml;nderung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-58-07-kein-fall-von-geringer-bedeutung-bei-streit-ueber-die-zuordnung-der-einkuenfte-zu-einer-einkunftsart-abwahl-der-nutzungswertbesteuerung-betriebsaufgabe-bei-verpachtung-eines-landwirtschaftl\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;58\/07 &#8211; Kein Fall von geringer Bedeutung bei Streit &uuml;ber die Zuordnung der Eink&uuml;nfte zu einer Einkunftsart &#8211; Abwahl der Nutzungswertbesteuerung &#8211; Betriebsaufgabe bei Verpachtung eines landwirtschaftlichen Betriebs &#8211; &Uuml;bergang eines verpachteten Betriebs unter Fortbestand des Pachtvertrags unentgeltlich im Wege der Erbfolge oder der Schenkung auf einen Dritten &#8211; Nutzungs&auml;nderung eines Wirtschaftsguts f&uuml;hrt nicht zur Zwangsentnahme<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-12036","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12036","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12036"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12036\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12036"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12036"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12036"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}