{"id":12112,"date":"2012-12-08T07:10:48","date_gmt":"2012-12-08T05:10:48","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12112"},"modified":"2012-12-08T07:10:48","modified_gmt":"2012-12-08T05:10:48","slug":"vi-r-25-09-aufwendungen-fuer-das-anfrageverfahren-nach-par-7a-sgb-iv-sind-werbungskosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-25-09-aufwendungen-fuer-das-anfrageverfahren-nach-par-7a-sgb-iv-sind-werbungskosten\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;25\/09 &#8211; Aufwendungen f&uuml;r das Anfrageverfahren nach &sect; 7a SGB IV sind Werbungskosten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.5.2010, VI R 25\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufwendungen f&uuml;r das Anfrageverfahren nach &sect; 7a SGB IV sind Werbungskosten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Anfrageverfahren nach &sect; 7a SGB IV (sog. Statusfeststellungsverfahren) sind durch das Arbeitsverh&auml;ltnis veranlasst und deshalb als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit zu ber&uuml;cksichtigen .<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob Aufwendungen des Kl&auml;gers und Revisionskl&auml;gers (Kl&auml;ger) f&uuml;r betriebswirtschaftliche Beratungsleistungen als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger erzielt Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der H-GmbH. Er schloss im Oktober 2004 mit einem Beratungsunternehmen eine Vereinbarung &uuml;ber eine betriebswirtschaftliche Beratung. Gegenstand dieser Beratung war die Er&ouml;rterung, ob f&uuml;r die T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Beitr&auml;ge zu den Sozialversicherungen abgef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen. Zudem schlossen der Kl&auml;ger und die von ihm beauftragte Unternehmerberatung eine Honorarvereinbarung, wonach der Kl&auml;ger ein Basishonorar in H&ouml;he von 2.900 EUR zuz&uuml;glich Umsatzsteuer zahlen musste, wenn die Sozialversicherungspflicht des Kl&auml;gers verneint wird. Zudem wurde f&uuml;r den Fall, dass Beitr&auml;ge aus der Vergangenheit erstattet werden, ein Erstattungshonorar in H&ouml;he von 12 % der bei Arbeitnehmer und Arbeitgeber eingehenden Bruttoerstattungen zuz&uuml;glich Umsatzsteuer vereinbart. Ende des Jahres 2004 teilte die angerufene Krankenkasse mit, dass der Kl&auml;ger nicht sozialversicherungspflichtig sei. Daraufhin stellte die von dem Kl&auml;ger beauftragte Unternehmerberatung dem Kl&auml;ger das Basishonorar in H&ouml;he von 3.364 EUR in Rechnung. Diesen Betrag &uuml;berwies der Kl&auml;ger noch im Dezember 2004. Im Laufe des Jahres 2005 erstattete die Landesversicherungsanstalt Rheinland-Pfalz dem Kl&auml;ger die entrichteten Pflichtbeitr&auml;ge zur Rentenversicherung in H&ouml;he von 31.973,86 EUR und die Agentur f&uuml;r Arbeit die Beitr&auml;ge zur Arbeitslosenversicherung in H&ouml;he von 9.158,82 EUR. Dem nachfolgend stellte die Unternehmerberatung ein Erstattungshonorar in H&ouml;he von 8.901,52 EUR und in H&ouml;he von 2.549,81 EUR in Rechnung. Die Rechnungen beglich der Kl&auml;ger im Veranlagungszeitraum 2005.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seiner Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r den streitigen Veranlagungszeitraum 2005 gab der Kl&auml;ger die erstatteten Sozialversicherungsbeitr&auml;ge an und legte die beiden Rechnungen &uuml;ber die Erstattungshonorare in H&ouml;he von insgesamt 11.451,33 EUR vor. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) &auml;nderte daraufhin gem&auml;&szlig; &sect; 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 der Abgabenordnung (AO) die Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Kalenderjahre 2002 und 2003 dergestalt, dass die erstatteten Versicherungsbeitr&auml;ge nicht mehr zum Sonderausgabenabzug zugelassen wurden. Im Einkommensteuerbescheid 2005 vom 26. Oktober 2006 wurden die Beraterkosten in H&ouml;he von 11.451,33 EUR weder als Werbungskosten noch als Sonderausgaben ber&uuml;cksichtigt. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage nach erfolglosem Einspruchsverfahren mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 994 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das Urteil des FG Rheinland-Pfalz vom 25. M&auml;rz 2009&nbsp;&nbsp;2 K 1478\/07 aufzuheben und die Einkommensteuer unter Ab&auml;nderung des Bescheids vom 26. Oktober 2006 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 27. Februar 2007 unter Ber&uuml;cksichtigung von Werbungskosten in H&ouml;he von insgesamt 11.451,33 EUR herabzusetzen, hilfsweise die Aufwendungen von den als negative Sonderausgaben ber&uuml;cksichtigten erstatteten Versicherungsbeitr&auml;gen abzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Das angefochtene Urteil ist aufzuheben und der Klage stattzugeben (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Entgegen der Ansicht der Vorinstanz sind die streitbefangenen Beratungshonorare als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen (&sect; 9 Abs. 1 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Sie liegen nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) vor, wenn zwischen den Aufwendungen und den Einnahmen ein objektiver Zusammenhang besteht. Dabei muss die Frage, ob der Steuerpflichtige Aufwendungen aus beruflichem Anlass erbringt oder ob es sich um Aufwendungen f&uuml;r die Lebensf&uuml;hrung i.S. von &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG handelt, anhand einer W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des Einzelfalls entschieden werden (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. beispielsweise BFH-Urteile vom 1. Februar 2007 VI R 25\/03, BFHE 216, 522, BStBl II 2007, 459; vom 11. Januar 2007 VI R 52\/03, BFHE 216, 320, BStBl II 2007, 317; vom 24. Mai 2007 VI R 78\/04, BFHE 218, 177, BStBl II 2007, 721; vom 6. M&auml;rz 2008 VI R 68\/06, BFH\/NV 2008, 1316, und vom 22. Juli 2008 VI R 2\/07, BFH\/NV 2008, 1837). Die sogenannte Bedingungslehre begr&uuml;ndet als logisch naturwissenschaftliches Prinzip allerdings noch keinen Zurechnungszusammenhang. Sie allein ist deshalb zur Abgrenzung von beruflicher und privater Sph&auml;re ungeeignet (vgl. BFH-Beschluss vom 10. Januar 2008 VI R 17\/07, BFHE 219, 358, BStBl II 2008, 234). Ein lediglich abstrakter Kausalzusammenhang (Ursache-Folgeverh&auml;ltnis im Sinne einer conditio sine qua non) rechtfertigt allein die einkommensteuerliche Zuordnung von Aufwendungen zur Erwerbssph&auml;re noch nicht. Denn nach dem Einkommensteuergesetz sind Aufwendungen vielmehr nur dann als durch eine Einkunftsart veranlasst anzusehen, wenn sie hierzu in einem steuerrechtlich anzuerkennenden wirtschaftlichen Zusammenhang stehen. Ma&szlig;gebend daf&uuml;r, ob ein solcher Zusammenhang besteht, ist zum einen die wertende Beurteilung des die betreffenden Aufwendungen ausl&ouml;senden Moments und zum anderen die Zuweisung dieses ma&szlig;gebenden Besteuerungsgrundes zur einkommensteuerrechtlich relevanten Erwerbssph&auml;re (BFH-Urteil vom 17. September 2009 VI R 24\/08, BFHE 226, 321, BStBl II 2010, 198). Ob sich der streitige Aufwand konkret auf die H&ouml;he des Arbeitslohns auswirkt, ist dabei ohne Belang (BFH-Urteil in BFHE 216, 320, BStBl II 2007, 317).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch Kosten der Rechtsverfolgung (Beratungs-, Vertretungs- und Prozesskosten) k&ouml;nnen danach Werbungskosten sein, wenn der Gegenstand des Prozesses mit der Einkunftsart zusammenh&auml;ngt, in deren Rahmen die Aufwendungen geltend gemacht werden. Der Zusammenhang mit der Einkunftsart ist nach objektiven Gesichtspunkten, nicht nach den Vorstellungen des Steuerpflichtigen, zu entscheiden. Mit der Einkunftsart der nichtselbst&auml;ndigen Arbeit h&auml;ngen die das Arbeitsverh&auml;ltnis betreffenden b&uuml;rgerlich-rechtlichen oder arbeitsrechtlichen Streitigkeiten zusammen (BFH-Urteil vom 6. Dezember 1983 VIII R 102\/79, BFHE 140, 219, BStBl II 1984, 314).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aber auch die mit einer Besch&auml;ftigung (&sect; 7 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch &#8211;SGB IV&#8211;) einhergehenden &ouml;ffentlich-rechtlichen Streitigkeiten weisen den erforderlichen Veranlassungszusammenhang mit den Eink&uuml;nften aus &sect; 19 EStG auf. Denn die Besch&auml;ftigung ist gem&auml;&szlig; &sect; 7 Abs. 1 Satz 1 SGB IV regelm&auml;&szlig;ig Ausfluss eines Arbeitsverh&auml;ltnisses (Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 19. August 2008&nbsp;&nbsp;5 AZB 75\/08, Urteilssammlung f&uuml;r die gesetzliche Krankenversicherung &#8211;USK&#8211; 2008, 50). Deshalb z&auml;hlen insbesondere Aufwendungen des Steuerpflichtigen im Zusammenhang mit dem Anfrageverfahren nach &sect; 7a SGB IV (sog. Statusfeststellungsverfahren), das die Feststellung der Sozialversicherungspflicht einer Besch&auml;ftigung zum Gegenstand hat (Urteile des Bundessozialgerichts vom 11. M&auml;rz 2009 B 12 R 11\/07 R, BSGE 103, 17, und vom 4. Juni 2009 B 12 R 6\/08 R, USK 2009, 72), zu den Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Entscheidung des FG, den streitbefangenen Honoraraufwand wegen des nur losen (mittelbaren) Zusammenhangs mit dem Eink&uuml;nfteerzielungstatbestand nach &sect; 19 EStG als steuerunerhebliche Aufwendungen der Lebensf&uuml;hrung nicht zum Werbungskostenabzug zuzulassen, entspricht diesen Grunds&auml;tzen nicht. Sie verkennt den Veranlassungszusammenhang von honorierter Beratungsleistung und Arbeitsverh&auml;ltnis. Die Vorinstanz hat insoweit bindend festgestellt, dass die Beratung auf die Kl&auml;rung des sozialversicherungsrechtlichen Status des Kl&auml;gers (vgl. &sect; 7a SGB IV) zielte. Diese Frage beantwortet sich nach der Art der Besch&auml;ftigung (&sect; 7 SGB IV) und steht damit in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Arbeitsverh&auml;ltnis. Der Umstand, dass das Steuerrecht den gesetzlich verwendungsgebundenen Teil des Arbeitseinkommens, den Arbeitnehmeranteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag, als Vorsorgeaufwendungen durch einen beschr&auml;nkten Sonderausgabenabzug nach &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 und 3 EStG entlastet, l&auml;sst diesen Veranlassungszusammenhang entgegen der Auffassung des FG nicht entfallen. Insbesondere wird der Beratungsaufwand dadurch nicht zu einer Angelegenheit des Sonderausgabenabzugs. Ob der Steuerpflichtige sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt ist, betrifft das Arbeitsverh&auml;ltnis als solches und damit die Ebene der Einkommenserzielung, insbesondere die H&ouml;he des vom Arbeitgeber an den Arbeitnehmer auszuzahlenden Gehalts. Fragen der privaten Zukunftssicherung des Steuerpflichtigen waren hingegen nicht Gegenstand der Beratungsleistung. Auch dieser Umstand zeigt, dass die streitigen Aufwendungen nicht als Kosten der Lebensf&uuml;hrung einzuordnen sind, sondern in einem einkommensteuerlich erheblichen Bezug zum Arbeitsverh&auml;ltnis stehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demnach hat die Vorinstanz den Werbungskostenabzug der geltend gemachten Beratungshonoraraufwendungen zu Unrecht versagt, so dass das angefochtene Urteil aufzuheben und der Klage stattzugeben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.5.2010, VI R 25\/09 Aufwendungen f&uuml;r das Anfrageverfahren nach &sect; 7a SGB IV sind Werbungskosten Leits&auml;tze Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Anfrageverfahren nach &sect; 7a SGB IV (sog. 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