{"id":12122,"date":"2012-12-08T07:18:17","date_gmt":"2012-12-08T05:18:17","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12122"},"modified":"2012-12-08T07:18:17","modified_gmt":"2012-12-08T05:18:17","slug":"vi-r-29-08-haftung-des-arbeitgebers-fuer-von-einer-angestellten-hinterzogenen-lohnsteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-29-08-haftung-des-arbeitgebers-fuer-von-einer-angestellten-hinterzogenen-lohnsteuer\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;29\/08 &#8211; Haftung des Arbeitgebers f&uuml;r von einer Angestellten hinterzogenen Lohnsteuer"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.4.2010, VI R 29\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Haftung des Arbeitgebers f&uuml;r von einer Angestellten hinterzogenen Lohnsteuer<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der Haftungsausschluss nach &sect; 42d Abs. 2 i.V.m. &sect; 41c Abs. 4 EStG setzt stets eine Korrekturberechtigung i.S. des &sect; 41c Abs. 1 EStG voraus. Daran fehlt es, wenn eine Lohnsteuer-Anmeldung vors&auml;tzlich fehlerhaft abgegeben worden war und dies dem Arbeitgeber zuzurechnen ist (&sect; 41c Abs. 1 Nr. 2 EStG)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; .<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) f&uuml;r Lohnsteuerbetr&auml;ge haftet, die aufgrund von Steuerhinterziehungen einer Arbeitnehmerin zu niedrig angemeldet und abgef&uuml;hrt worden waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Lohnbuchhaltung der Kl&auml;gerin, einer GmbH, war in den Jahren 2001 bis 2003 die Personalleiterin (P) zust&auml;ndig. In dieser Zeit manipulierte sie ihre eigenen Gehaltsabrechnungen. Dadurch f&uuml;hrte die Kl&auml;gerin f&uuml;r P insgesamt 43.617,17 EUR zu wenig Lohnsteuer, Solidarit&auml;tszuschlag sowie Lohnkirchensteuer an den Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei einer vom FA f&uuml;r die Jahre 1999 bis 2002 durchgef&uuml;hrten Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fung wurden die Manipulationen der P nicht entdeckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend einer weiteren Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Jahre 2003 bis 2005 zeigte die Kl&auml;gerin dem FA unter Hinweis auf &sect; 41c des Einkommensteuergesetzes (EStG) an, dass P nicht mehr Arbeitnehmerin bei ihr sei. Gleichzeitig teilte die Kl&auml;gerin mit, dass in den Jahren 2002 und 2003 sowie vermutlich ebenfalls in den Vorjahren zu wenig Lohnsteuer einbehalten worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Abschluss der Au&szlig;enpr&uuml;fung, die auf die Jahre 1996 bis 2002 erweitert wurde, nahm das FA die Kl&auml;gerin gem&auml;&szlig; &sect; 42d EStG als Haftungsschuldnerin f&uuml;r die Lohnsteuerabzugsbetr&auml;ge in Anspruch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch der Kl&auml;gerin blieb ohne Erfolg. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 1622 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen und formellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das Urteil des FG sowie den Haftungsbescheid in Gestalt der Einspruchsentscheidung aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Das FG hat zu Recht entschieden, dass der von der Kl&auml;gerin angegriffene Haftungsbescheid rechtm&auml;&szlig;ig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 42d Abs. 1 Nr. 3 EStG haftet der Arbeitgeber f&uuml;r die Lohnsteuer, die &#8211;wie im Streitfall unstreitig&#8211; aufgrund fehlender Angaben im Lohnkonto oder in der Lohnsteuerbescheinigung verk&uuml;rzt wird. Damit liegen die Voraussetzungen f&uuml;r den Erlass eines Haftungsbescheides dem Grunde nach vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Streitfall ist die Haftung der Kl&auml;gerin auch nicht gem&auml;&szlig; &sect; 42d Abs. 2 i.V.m. &sect; 41c Abs. 4 EStG ausgeschlossen. Danach haftet der Arbeitgeber nicht, wenn er dem FA gegen&uuml;ber von seinem Recht zur &Auml;nderung des Lohnsteuereinbehalts (&sect; 41c Abs. 1 EStG) keinen Gebrauch macht (&sect; 41c Abs. 4 Satz 1&nbsp;&nbsp;1. Alternative EStG) oder hiervon keinen Gebrauch machen kann (&sect; 41c Abs. 4 Satz 1 2. Alternative EStG) und dies dem Betriebsst&auml;ttenfinanzamt unverz&uuml;glich anzeigt. Eine haftungsbefreiende Anzeige nach &sect; 41c Abs. 4 EStG setzt damit stets eine Korrekturberechtigung nach &sect; 41c Abs. 1 EStG voraus. Die Gesetzesbegr&uuml;ndung zeigt, dass der Steuergesetzgeber mit &sect; 41c Abs. 4 EStG kein allgemeines Haftungsprivileg f&uuml;r alle die F&auml;lle schaffen wollte, in denen der Arbeitgeber aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden (&sect; 41c Abs. 4 Satz 1 Nrn. 1 bis 3 EStG) keine Lohnsteuerkorrektur mehr vornehmen kann (BTDrucks 7\/1470, S. 306; 7\/2180, S. 23). Zudem ist kein vern&uuml;nftiger Grund ersichtlich, warum die Haftung des Arbeitgebers allein deshalb entfallen soll, weil er die Finanzbeh&ouml;rde &uuml;ber den Haftungstatbestand informiert (Trzaskalik in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, EStG, &sect; 41c Rz E 2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Deshalb hat das FG im Ergebnis zutreffend der w&auml;hrend der Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fung abgegebenen Anzeige der Kl&auml;gerin keine haftungsbefreiende Wirkung beigemessen. Der Kl&auml;gerin fehlte vorliegend die Korrekturberechtigung nach &sect; 41c Abs. 1 EStG. Nach &sect; 41c Abs. 1 Nr. 2 EStG ist der Arbeitgeber berechtigt, Lohnsteuer nachtr&auml;glich einzubehalten, wenn er sp&auml;ter erkennt, dass der bisherige Lohnsteuereinbehalt nicht ordnungsgem&auml;&szlig; war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Erkennen i.S. des &sect; 41c Abs. 1 Nr. 2 EStG ist nach der bisherigen Senatsrechtsprechung das Erlangen von Kenntnissen nach Abgabe der fehlerhaften Lohnsteuer-Anmeldungen (Urteil vom 4. Juni 1993 VI R 95\/92, BFHE 171, 74, BStBl II 1993, 687). Diese am Wortsinn orientierte Auslegung schlie&szlig;t ein Erkennen bei vors&auml;tzlichem fehlerhaften Lohnsteuereinbehalt aus (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; in BFHE 171, 74, BStBl II 1993, 687; Gersch in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect; 42d EStG Rz 56; Stache in Horowski\/Altehoefer, Kommentar zum Lohnsteuer-Recht, &sect; 41c Rz 34, 37, 41; Hartz\/Mee&szlig;en\/Wolf, ABC-F&uuml;hrer Lohnsteuer, &quot;Haftung f&uuml;r Lohnsteuer&quot;, Rz 62; Barein in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect; 41c Rz 8). Eine Auslegung dahingehend, dass eine &quot;bessere&quot; Erkenntnis bei bewusst falschem Lohnsteuereinbehalt sp&auml;ter eintreten kann, &uuml;berschreitet die Grenzen des Wortlauts (Bl&uuml;mich\/Heuermann, &sect; 41c EStG Rz 12 f.; Barein in Littmann\/Bitz\/Pust, a.a.O.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Arbeitgeber kann sich zudem nicht auf mangelnde eigene Kenntnis berufen, wenn ein von ihm eingesetzter Mitarbeiter positive Kenntnis &uuml;ber den fehlerhaften Lohnsteuereinbehalt hat (BFH-Urteil in BFHE 171, 74, BStBl II 1993, 687). Dadurch, dass ein Arbeitgeber seine Pflichten nicht in eigener Person, sondern durch Dritte erf&uuml;llt, kann er sich nicht seiner Verantwortung entziehen. Denn nach &sect; 166 Abs. 1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs ist dem Vertretenen das Wissen des Vertreters zuzurechnen. K&ouml;rperschaften m&uuml;ssen sich daher nicht nur das Wissen des gesetzlichen Vertreters, zum Beispiel des Vorstands, zurechnen lassen, sondern dar&uuml;ber hinaus auch das Wissen s&auml;mtlicher Bevollm&auml;chtigter in der Organisationseinheit nach Ma&szlig;gabe ihrer Befugnisse (Urteil des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 1. M&auml;rz 1984 IX ZR 34\/83, Neue juristische Wochenschrift 1984, 1953). &quot;Wissensvertreter&quot; ist somit jeder, der nach der Arbeitsorganisation des Gesch&auml;ftsherrn dazu berufen ist, im Rechtsverkehr als dessen Repr&auml;sentant bestimmte Aufgaben in eigener Verantwortung zu erledigen (BGH-Urteil vom 24. Januar 1992 V ZR 262\/90, BGHZ 117, 104). Dies gilt nicht nur f&uuml;r rechtsgesch&auml;ftliche Handlungen, sondern unter anderem auch f&uuml;r die Verpflichtung zur Abgabe von Erkl&auml;rungen (&sect; 149 der Abgabenordnung) gegen&uuml;ber der Finanzbeh&ouml;rde (vgl. BFH-Beschluss vom 7. M&auml;rz 2007 I B 99\/06, BFH\/NV 2007, 1801).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Folglich hat die Kl&auml;gerin den fehlerhaften Lohnsteuereinbehalt nicht i.S. von &sect; 41c Abs. 1 Nr. 2 EStG erkannt. Vielmehr hat P, die als Buchhalterin von der Kl&auml;gerin beauftragt war, die Lohnabrechnungen durchzuf&uuml;hren und die Lohnsteuer-Anmeldungen an das FA zu &uuml;bermitteln, unstreitig den Tatbestand der Steuerhinterziehung verwirklicht. Die Kenntnis ihrer Wissensvertreterin um die bewusst falschen Lohnsteuer-Anmeldungen muss sich die Kl&auml;gerin zurechnen lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Erkennen der Kl&auml;gerin i.S. des &sect; 41c Abs. 1 Nr. 2 EStG im Rahmen der Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fung war daher ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Auf die vom FG er&ouml;rterte Frage, ob der Haftungsausschluss zumindest dann, wenn die Anzeige des Arbeitgebers nicht aus eigenem Antrieb, sondern erst aufgrund von Hinweisen oder Feststellungen eines Lohnsteuerpr&uuml;fers erfolgt, versagt werden m&uuml;sste, kam es hiernach nicht mehr an. Aus dem gleichen Grund brauchte der erkennende Senat auch nicht der Geh&ouml;rsr&uuml;ge der Kl&auml;gerin &#8211;in Form des &uuml;bergangenen Beweisantrages&#8211; nachzugehen. Denn nach der vorstehend vom Senat zugrunde gelegten Rechtsauffassung kam es auch nicht mehr darauf an, wann und in welcher Tiefe der Lohnsteuerpr&uuml;fer Kenntnisse &uuml;ber die Steuerhinterziehung der P erlangt hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Dass das FA die streitbefangene Lohnsteuer nebst Annexsteuern &#8211;abgesehen von der Frage des Haftungsausschlusses&#8211; durch einen Haftungsbescheid festsetzen durfte, ist zwischen den Beteiligten zu Recht nicht mehr streitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.4.2010, VI R 29\/08 Haftung des Arbeitgebers f&uuml;r von einer Angestellten hinterzogenen Lohnsteuer Leits&auml;tze Der Haftungsausschluss nach &sect; 42d Abs. 2 i.V.m. &sect; 41c Abs. 4 EStG setzt stets eine Korrekturberechtigung i.S. des &sect; 41c Abs. 1 EStG voraus. 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