{"id":12124,"date":"2012-12-19T15:44:31","date_gmt":"2012-12-19T13:44:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12124"},"modified":"2012-12-19T15:44:31","modified_gmt":"2012-12-19T13:44:31","slug":"v-b-20-08-erlass-von-umsatzsteuern-und-steuerlichen-nebenleistungen-grundsaetzliche-bedeutung-rechtsfortbildung-verfahrensfehler-unwirksame-ruecknahme-eines-einspruchs-wirksame-einspruchsruecknahme-be","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-20-08-erlass-von-umsatzsteuern-und-steuerlichen-nebenleistungen-grundsaetzliche-bedeutung-rechtsfortbildung-verfahrensfehler-unwirksame-ruecknahme-eines-einspruchs-wirksame-einspruchsruecknahme-be\/","title":{"rendered":"V&nbsp;B&nbsp;20\/08 &#8211; Erlass von Umsatzsteuern und steuerlichen Nebenleistungen &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Rechtsfortbildung &#8211; Verfahrensfehler &#8211; unwirksame R&uuml;cknahme eines Einspruchs &#8211; wirksame Einspruchsr&uuml;cknahme bei vorausgehender Strafurteilsabsprache"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.4.2010, V B 20\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Erlass von Umsatzsteuern und steuerlichen Nebenleistungen &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Rechtsfortbildung &#8211; Verfahrensfehler &#8211; unwirksame R&uuml;cknahme eines Einspruchs &#8211; wirksame Einspruchsr&uuml;cknahme bei vorausgehender Strafurteilsabsprache<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde hat keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) ist die Revision zuzulassen, wenn die Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung hat (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO), die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) erfordert (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO) oder ein Verfahrensmangel geltend gemacht wird und vorliegt, auf dem die Entscheidung beruhen kann (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO). Die Nichtzulassung kann mit der Beschwerde angefochten werden (&sect; 116 Abs. 1 FGO). In der Beschwerdebegr&uuml;ndung m&uuml;ssen die Voraussetzungen des &sect; 115 Abs. 2 FGO dargelegt werden (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Sache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO. Wird die Beschwerde mit der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache begr&uuml;ndet, so muss in der Beschwerdebegr&uuml;ndung eine bestimmte &#8211;abstrakte&#8211; kl&auml;rungsbed&uuml;rftige und in dem angestrebten Revisionsverfahren auch kl&auml;rbare Rechtsfrage herausgestellt und &#8211;unter Ber&uuml;cksichtigung von Rechtsprechung und Literatur&#8211; deren Bedeutung f&uuml;r die Allgemeinheit substantiiert dargetan werden (BFH-Beschluss vom 13. Juni 2008 XI B 187\/07, nicht ver&ouml;ffentlicht, juris; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 116 Rz 26, 32, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) h&auml;lt im Rahmen der grunds&auml;tzlichen Bedeutung die beiden Rechtsfragen f&uuml;r kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, ob &quot;eine tats&auml;chliche Verst&auml;ndigung und die in der Folge ergangenen Steuerbescheide wegen Aus&uuml;bung unzul&auml;ssigen Drucks oder wegen Unterdr&uuml;ckung von entlastendem Beweismaterial unwirksam sind, wenn von den Ermittlungsbeh&ouml;rden die Aussetzung der Untersuchungshaft nach &sect; 116 StPO an die Unterschrift einer von der Steuerfahndung entworfenen tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung gekoppelt wird, auch wenn die Vereinbarung unter Beteiligung von Rechtsbeist&auml;nden zustande kam&quot;, und weiter, &quot;ob das Finanzamt zum Erlass wegen sachlicher Unbilligkeit verpflichtet ist, wenn die Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Anfechtung der tV (tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung) und die Geltendmachung der Unwirksamkeit der Einspruchsr&uuml;cknahme aus Mangel an Beweisen, die in der Sph&auml;re der Finanzverwaltung lagen, innerhalb der gesetzlichen Ausschlussfrist (&sect; 110 Abs. 3, &sect; 362 Abs. 2 Satz 2 Abgabenordnung) vom Steuerpflichtigen nicht geltend gemacht wurden&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die erste der aufgeworfenen Rechtsfragen nach der Unwirksamkeit einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung und die in der Folge ergangenen Steuerbescheide wegen Aus&uuml;bung unzul&auml;ssigen Drucks ist in einem Revisionsverfahren nicht kl&auml;rbar. Denn das Finanzgericht (FG) hat in seinem Urteil nicht festgestellt, dass unzul&auml;ssiger Druck auf die Kl&auml;gerin ausge&uuml;bt wurde. Die Kl&auml;gerin hat rechtswidrige Einflussnahmen auf ihre Entschlie&szlig;ungsfreiheit nur pauschal behauptet, aber nicht konkret dargelegt, inwiefern sie zum Abschluss der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung und zur R&uuml;cknahme der Einspr&uuml;che gezwungen worden sei. Das FG hat den Sachverhalt dahingehend gew&uuml;rdigt, dass es eine fortdauernde rechtswidrige Beeinflussung der Kl&auml;gerin &#8211;von den Verhandlungen &uuml;ber die tats&auml;chliche Verst&auml;ndigung, die Bekanntgabe der Steuerbescheide, die Einspruchseinlegung bis zur Einspruchsr&uuml;cknahme&#8211; nicht f&uuml;r nachvollziehbar h&auml;lt und damit ausschlie&szlig;t. Diese Tatsachenw&uuml;rdigung kann das Revisionsgericht nur daraufhin &uuml;berpr&uuml;fen, ob sie gegen Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze verst&ouml;&szlig;t (&sect; 118 Abs. 2 FGO). Die Schlussfolgerungen des FG haben daher schon dann Bestand, wenn sie &#8211;wie im Streitfall&#8211; m&ouml;glich sind (vgl. BFH-Beschluss vom 28. Mai 2009 VIII B 76\/08, juris). Nicht nachvollziehbar ist schon die Behauptung der Kl&auml;gerin in der Beschwerdebegr&uuml;ndung, sie sei &quot;durch unzul&auml;ssigen Druck&quot; zur tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung gen&ouml;tigt worden, wenn sie vortr&auml;gt, sie habe erst aufgrund eines Schreibens des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) vom 16. Januar 2006 an ihren Prozessbevollm&auml;chtigten, also mehr als sechs Jahre nach der Unterzeichnung der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung am 6. August 1999, erfahren, dass die Aussetzung der Untersuchungshaft &quot;im Au&szlig;enverh&auml;ltnis&quot; zwar nur an die Gestellung einer Sicherheitsleistung, tats&auml;chlich aber auch an ihre &quot;Unterschrift zu einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung&quot; gekn&uuml;pft gewesen sei. Dieser Umstand kann daher schon nach ihrem eigenen Vortrag weder f&uuml;r die Unterzeichnung der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung noch f&uuml;r die sechs Monate danach erfolgte R&uuml;cknahme des Einspruchs kausal gewesen sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die zweite Rechtsfrage, ob das FA zum Erlass wegen sachlicher Unbilligkeit verpflichtet ist, wenn die Anfechtung der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung und die Geltendmachung der Unwirksamkeit der Einspruchsr&uuml;cknahme nicht innerhalb der gesetzlichen Ausschlussfristen erfolgten, ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn die Antwort auf diese Rechtsfrage ergibt sich bereits aus der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung zu &sect; 227 der Abgabenordnung (AO). Danach ist gekl&auml;rt, dass das Erlassverfahren grunds&auml;tzlich nicht dazu dient, angebliche oder tats&auml;chliche M&auml;ngel des Festsetzungsverfahrens zu korrigieren. Ein Erlass bestandskr&auml;ftig festgesetzter Steuern wegen sachlicher Unbilligkeit kann daher nur gew&auml;hrt werden, wenn die Steuerfestsetzung offensichtlich und eindeutig falsch ist und es dem Steuerpflichtigen nicht m&ouml;glich und nicht zumutbar war, sich rechtzeitig gegen die angebliche Fehlerhaftigkeit zu wehren (vgl. zuletzt BFH-Beschluss vom 5. Juni 2009 V B 52\/08, BFH\/NV 2009, 1593; BFH-Urteil vom 6. Oktober 2005 V R 15\/04, BFH\/NV 2006, 836; BFH-Beschluss vom 31. M&auml;rz 2008 V B 207\/06, BFH\/NV 2008, 1217). Die Aussch&ouml;pfung der verfahrensrechtlichen M&ouml;glichkeiten ist nicht deswegen unzumutbar, weil der Steuerpflichtige selbst die Rechtsbehelfs- und Prozessaussichten als ung&uuml;nstig beurteilt. Ohne Erfolg tr&auml;gt die Kl&auml;gerin daher vor, &quot;eine zeitnahe Anfechtung der tV (tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung) w&auml;re der Kl&auml;gerin aus Mangel an Beweisen nicht zumutbar gewesen, da die Ermittlungsbeh&ouml;rden die Aus&uuml;bung von rechtswidrigem Zwang aller Wahrscheinlichkeit nach bestritten h&auml;tten&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht wegen Divergenz zu den BFH-Urteilen vom 29. Juni 2005 II R 21\/04 (BFH\/NV 2005, 1964) und vom 28. Oktober 1998 X R 93\/95 (BFH\/NV 1999, 937) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Divergenz liegt nur vor, wenn das FG bei einem gleich oder &auml;hnlich gelagerten Sachverhalt in einer bestimmten entscheidungserheblichen Rechtsfrage von der &#8211;dieselbe Rechtsfrage betreffenden&#8211; Rechtsauffassung eines anderen Gerichts abweicht, also eine Nicht&uuml;bereinstimmung im Grunds&auml;tzlichen besteht (BFH-Beschluss vom 14. Oktober 2009 IX B 105\/09, BFH\/NV 2010, 443, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG ist nicht in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage von der Rechtsauffassung des BFH-Urteils in BFH\/NV 1999, 937 abgewichen. Diesem Urteil l&auml;sst sich zwar der Rechtssatz entnehmen, dass die im Rahmen einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung erfolgte Zusage einer Klager&uuml;cknahme durch einen anwaltlich vertretenen Steuerpflichtigen im Rahmen einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung dann nicht bindet, wenn die mitwirkenden Finanzbeamten im Zusammenwirken mit der Staatsanwaltschaft unzul&auml;ssigen Druck aus&uuml;bten, um unhaltbare Steueranspr&uuml;che durchzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Urteil des FG l&auml;sst sich jedoch &#8211;entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin&#8211; nicht ein dazu in Widerspruch stehender Rechtssatz entnehmen, wonach der Abschluss einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung unter Beteiligung sachkundiger Rechtsbeist&auml;nde keinesfalls unwirksam sein k&ouml;nne. Das FG hat keine Aussage zur Bindung oder Wirksamkeit einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung getroffen, sondern auf Seite 6 seines Urteils lediglich die Auffassung vertreten, gegen der H&ouml;he nach offensichtlich unzutreffende Steuerbescheide spreche, dass sie aufgrund einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung ergangen sind, an denen die steuerlichen Berater der Kl&auml;gerin teilgenommen haben. Demnach sieht das FG in der Mitwirkung von sachkundigen Rechtsbeist&auml;nden bei einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung ein Indiz, das gegen die Ber&uuml;cksichtigung offensichtlich unzutreffender Besteuerungsgrundlagen spricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abgesehen davon betreffen die beiden Urteile unterschiedliche Rechtsfragen: In dem von der Kl&auml;gerin angef&uuml;hrten BFH-Urteil in BFH\/NV 1999, 937 geht es um die Bindung an eine im Rahmen einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung getroffene Zusage einer Klager&uuml;cknahme. Dabei werden nicht haltbare, also &uuml;berh&ouml;hte Steueranspr&uuml;che und die Aus&uuml;bung von Druck als Voraussetzungen f&uuml;r eine fehlende Bindungswirkung angesehen. Im Urteil des FG geht es dagegen um die H&ouml;he der in einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung angesetzten Besteuerungsgrundlagen. In diesem Zusammenhang wertet das FG die Mitwirkung eines Steuerkundigen als Indiz daf&uuml;r, dass die tats&auml;chliche Verst&auml;ndigung keine &uuml;berh&ouml;hten Besteuerungsgrundlagen enth&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Es liegt auch keine Divergenz des Urteils des FG zu dem BFH-Urteil in BFH\/NV 2005, 1964 vor. Aus diesem ergibt sich zwar der Rechtssatz, dass die R&uuml;cknahme eines Einspruchs unwirksam ist, wenn sie u.a. durch bewusste T&auml;uschung oder Drohung veranlasst wurde. Das FG hat aber nicht einen dazu in Widerspruch stehenden Rechtssatz aufgestellt, wonach die Einspruchsr&uuml;cknahme trotz T&auml;uschung oder Drohung wirksam sei. Ausweislich der Ausf&uuml;hrungen auf Seite 7 des Urteils ist das FG vielmehr aufgrund einer tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung des Sachverhalts zur &Uuml;berzeugung gelangt, dass die Einspr&uuml;che nicht aufgrund unlauterer beh&ouml;rdlicher Ma&szlig;nahmen zur&uuml;ckgenommen wurden. Rechtswidrige Einflussnahmen seien nicht konkret dargelegt worden und auch nicht nachvollziehbar (vgl. Ausf&uuml;hrungen zu 1.). Im &Uuml;brigen seien die von der Kl&auml;gerin kritisierten Amtshandlungen als rechtm&auml;&szlig;ige Ma&szlig;nahmen der Strafverfolgungsbeh&ouml;rden anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob dar&uuml;ber hinaus eine unzul&auml;ssige Beeinflussung der Kl&auml;gerin auch wegen fehlender Kausalit&auml;t f&uuml;r die R&uuml;cknahme der Einspr&uuml;che ausscheidet, weil sie durch Angeh&ouml;rige der beratenen Berufe vertreten war, k&ouml;nnte im Revisionsverfahren nicht gekl&auml;rt werden. Das Urteil des FG ist insoweit unter Berufung auf das BFH-Urteil in BFH\/NV 2005, 1964 kumulativ begr&uuml;ndet. Da bereits die erste Begr&uuml;ndung das Entscheidungsergebnis f&uuml;r sich tr&auml;gt und die Kl&auml;gerin dagegen keine durchgreifenden Einwendungen erhoben hat, kommt es auf eine Divergenz hinsichtlich der Doppelbegr&uuml;ndung nicht mehr an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Revision ist auch nicht zur Fortbildung des Rechts (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 1 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist zur Fortbildung des Rechts zuzulassen, wenn &uuml;ber bisher ungekl&auml;rte Rechtsfragen zu entscheiden ist, die kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, entscheidungserheblich und kl&auml;rbar sind (BFH-Beschl&uuml;sse vom 19. Mai 2009 VI B 159\/08, juris; vom 7. Oktober 2008 VI B 92\/07, BFH\/NV 2009, 148, und vom 13. November 2007 VI B 160\/06, BFH\/NV 2008, 341, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die von der Kl&auml;gerin in diesem Zusammenhang aufgeworfenen Rechtsfragen, ob es zul&auml;ssig ist, im Rahmen einer Strafurteilsabsprache zu vereinbaren, dass auf ein Rechtsmittel im Besteuerungsverfahren verzichtet wird oder dass das Gericht im Rahmen einer Urteilsabsprache darauf hinwirkt, dass ein Rechtsmittelverzicht erkl&auml;rt wird, w&auml;ren im Revisionsverfahren nicht kl&auml;rbar. Abgesehen davon, dass diese Fragen nicht das Steuer-, sondern das Strafprozessrecht betreffen, ist durch die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung bereits gekl&auml;rt, dass die Unwirksamkeit der R&uuml;cknahme eines Einspruchs nur in au&szlig;ergew&ouml;hnlichen F&auml;llen unzul&auml;ssiger Einwirkung auf die Willensbildung des Steuerpflichtigen in Betracht kommt. Das ist der Fall, wenn die R&uuml;cknahme durch bewusste T&auml;uschung, Drohung, bewusst falsche Auskunft oder mittels rechtlich offensichtlich unzutreffender Erw&auml;gungen der Finanzbeh&ouml;rde &#8211;insbesondere gegen&uuml;ber rechtsunkundigen Steuerpflichtigen&#8211; veranlasst wird (vgl. BFH-Urteil vom 1. September 1988 V R 139\/83, BFH\/NV 1989, 206, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ob die Einspruchsr&uuml;cknahme im Besteuerungsverfahren wirksam ist, wenn ihr eine Strafurteilsabsprache vorausgeht, in der die Staatsanwaltschaft unzul&auml;ssigerweise einen Rechtsmittelverzicht verlangt oder bei der das Gericht auf eine Einspruchsr&uuml;cknahme hinwirkt, ist in einem Revisionsverfahren nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Denn nach &sect; 362 Abs. 2 Satz 2 AO kann die Unwirksamkeit einer Einspruchsr&uuml;cknahme &#8211;wenn auch nur innerhalb der Jahresfrist des &sect; 110 Abs. 3 AO&#8211; geltend gemacht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die weiter aufgeworfene Rechtsfrage, ob das FA verpflichtet ist, im Rahmen eines Erlassverfahrens wegen sachlicher Unbilligkeit eine Steuerfestsetzung, der eine Einspruchsr&uuml;cknahme aufgrund einer Urteilsabsprache vorausgeht, auf materiell-rechtliche Fehler zu &uuml;berpr&uuml;fen und bei berechtigten Einwendungen die Steuer zu erlassen, ist ebenfalls nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Nach h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung k&ouml;nnen materiell-rechtliche Fehler nur dann im Rahmen eines Erlassverfahrens ber&uuml;cksichtigt werden, wenn sie eine offensichtlich und eindeutig falsche Steuerfestsetzung betreffen und es dem Steuerpflichtigen dar&uuml;ber hinaus nicht m&ouml;glich und nicht zumutbar ist, sich gegen die Steuerfestsetzung zu wehren (vgl. oben unter 1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Revision kann auch nicht im Hinblick auf die behaupteten Verfahrensfehler (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) zugelassen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In diesem Zusammenhang r&uuml;gt die Kl&auml;gerin, das FG habe folgende Umst&auml;nde nicht ber&uuml;cksichtigt oder gar als nicht vorliegend angesehen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) T&auml;uschung der Rechtsbeist&auml;nde durch Verschweigen der Stellungnahme des T&Uuml;V vom 29. Juli 1998 zum so genannten Rabattsystem im Rahmen der Verhandlungen &uuml;ber die tats&auml;chliche Verst&auml;ndigung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Koppelung der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung an die Aussetzung der U-Haft, der Einstellung des (Steuer-)Strafermittlungsverfahrens gegen den Ehemann der Kl&auml;gerin und die Zusage einer milden Bestrafung der Kl&auml;gerin (Einstellung nach &sect; 154 der Strafprozessordnung &#8211;StPO&#8211;) in den Verhandlungen am 27. Juli 1999 bzw. am 6. August 1999.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die von der Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung verlangte Einspruchsr&uuml;cknahme in der Hauptverhandlung des Strafverfahrens f&uuml;r ihre Zustimmung zu einer Urteilsabsprache und der Einstellung des Steuerstrafverfahrens nach &sect; 154 StPO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Zulassung der Revision wegen eines Verfahrensfehlers setzt voraus, dass der Verfahrensmangel rechtserheblich ist, die Entscheidung also &#8211;nach der Rechtsauffassung des FG&#8211; auf ihm beruhen kann. Es muss die M&ouml;glichkeit bestehen, dass die Entscheidung des Gerichts ohne den Verfahrensmangel anders ausgefallen w&auml;re (BFH-Beschluss vom 7. Februar 1995 V B 62\/94, BFH\/NV 1995, 861).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Soweit die Kl&auml;gerin einen Versto&szlig; gegen den klaren Inhalt der Akten (&sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO) geltend macht, weil das FG eine T&auml;uschung der Rechtsbeist&auml;nde durch Verschweigen der Stellungnahme des T&Uuml;V vom 29. Juli 1998 zum sog. Rabattsystem nicht ber&uuml;cksichtigt habe, hat sie nicht dargelegt, dass die Entscheidung des FG bei Ber&uuml;cksichtigung dieser Umst&auml;nde anders ausgefallen w&auml;re. Die Ber&uuml;cksichtigung der Stellungnahme des T&Uuml;V h&auml;tte allenfalls dazu f&uuml;hren k&ouml;nnen, dass das FG vom Vorliegen offensichtlich unzutreffender Steuerfestsetzungen ausgegangen w&auml;re. Dann aber h&auml;tte einer Stattgabe der Klage gleichwohl entgegen gestanden, dass es der Kl&auml;gerin nach Auffassung des FG m&ouml;glich und zumutbar war, gegen die ihrer Ansicht nach &uuml;berh&ouml;hten Steuerfestsetzungen vorzugehen. Ein Versto&szlig; gegen den Inhalt der Akten liegt auch nicht vor, soweit die Kl&auml;gerin behauptet, das FG habe die Umst&auml;nde der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung und der Einspruchsr&uuml;cknahme nicht ber&uuml;cksichtigt. Dem Tatbestand des FG-Urteils l&auml;sst sich auf Seite 3 und 4 vielmehr das Vorbringen der Kl&auml;gerin entnehmen, dass die tats&auml;chliche Verst&auml;ndigung sowie die Einspruchsr&uuml;cknahme aufgrund rechtswidrigen Drucks (Freiheitsberaubung, N&ouml;tigung und Rechtsbeugung) erzwungen worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Wird mit der Verfahrensr&uuml;ge mangelnde Sachaufkl&auml;rung geltend gemacht (&sect; 76 FGO), weil das FG Beweisantr&auml;ge &uuml;bergangen habe, ist substantiiert darzulegen, welche Tatfragen aufkl&auml;rungsbed&uuml;rftig sind und welche Beweise zu welchem Beweisthema das FG nicht erhoben hat. Weiter sind die Fundstellen des Beweisantrags und das voraussichtliche Ergebnis der Beweisaufnahme anzugeben und ist auszuf&uuml;hren, inwiefern das angefochtene Urteil unter Zugrundelegung der materiell-rechtlichen Rechtsauffassung des Gerichts auf der unterlassenen Beweisaufnahme beruhen kann (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Beschluss vom 25. Juni 2002 X B 199\/01, BFH\/NV 2002, 1332).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;gerin l&auml;sst sich zwar entnehmen, dass sie die Umst&auml;nde des Zustandekommens der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung und der Einspruchsr&uuml;cknahme f&uuml;r aufkl&auml;rungsbed&uuml;rftig h&auml;lt, sie hat aber in keiner Weise dargelegt, in welchen Schrifts&auml;tzen (Fundstellen) sie diesbez&uuml;glich konkrete Beweisantr&auml;ge gestellt haben will. Abgesehen davon hat die Kl&auml;gerin auf die Durchf&uuml;hrung einer m&uuml;ndlichen Verhandlung verzichtet (&sect; 90 Abs. 2 FGO). Da Beweisaufnahmen notwendigerweise in m&uuml;ndlicher Verhandlung durchzuf&uuml;hren sind, um den Beteiligten zu dem Ergebnis der Beweisaufnahme rechtliches Geh&ouml;r zu gew&auml;hren, ist mit dem Verzicht auf m&uuml;ndliche Verhandlung zugleich ein Verzicht auf die Durchf&uuml;hrung einer Beweisaufnahme erkl&auml;rt (BFH-Beschluss vom 26. Oktober 2006 VII B 272\/05, BFH\/NV 2007, 725, unter II. 1.), so dass der Verzicht auf m&uuml;ndliche Verhandlung zu einem ausdr&uuml;cklichen Verzicht auf das R&uuml;gerecht f&uuml;hrt (BFH-Beschluss vom 23. Juni 1997 IV B 88\/96, BFH\/NV 1997, 884).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect; 116 Abs. 5 Satz 2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.4.2010, V B 20\/08 Erlass von Umsatzsteuern und steuerlichen Nebenleistungen &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Rechtsfortbildung &#8211; Verfahrensfehler &#8211; unwirksame R&uuml;cknahme eines Einspruchs &#8211; wirksame Einspruchsr&uuml;cknahme bei vorausgehender Strafurteilsabsprache Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 2&nbsp; Nach &sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) ist die Revision zuzulassen, wenn die Rechtssache grunds&auml;tzliche &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-20-08-erlass-von-umsatzsteuern-und-steuerlichen-nebenleistungen-grundsaetzliche-bedeutung-rechtsfortbildung-verfahrensfehler-unwirksame-ruecknahme-eines-einspruchs-wirksame-einspruchsruecknahme-be\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;B&nbsp;20\/08 &#8211; Erlass von Umsatzsteuern und steuerlichen Nebenleistungen &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Rechtsfortbildung &#8211; Verfahrensfehler &#8211; unwirksame R&uuml;cknahme eines Einspruchs &#8211; wirksame Einspruchsr&uuml;cknahme bei vorausgehender Strafurteilsabsprache<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-12124","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12124","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12124"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12124\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12124"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12124"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12124"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}