{"id":12219,"date":"2012-12-08T07:18:14","date_gmt":"2012-12-08T05:18:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12219"},"modified":"2012-12-08T07:18:14","modified_gmt":"2012-12-08T05:18:14","slug":"x-b-180-09-eignung-der-bedingten-veraeusserungsabsicht-als-kriterium-zur-abgrenzung-des-gewerblichen-grundstueckshandels-von-der-privaten-vermoegensverwaltung-ist-geklaert-anforderungen-an-die-darlegu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-180-09-eignung-der-bedingten-veraeusserungsabsicht-als-kriterium-zur-abgrenzung-des-gewerblichen-grundstueckshandels-von-der-privaten-vermoegensverwaltung-ist-geklaert-anforderungen-an-die-darlegu\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;180\/09 &#8211; Eignung der bedingten Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht als Kriterium zur Abgrenzung des gewerblichen Grundst&uuml;ckshandels von der privaten Verm&ouml;gensverwaltung ist gekl&auml;rt &#8211; Anforderungen an die Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung einer Rechtssache bei bereits entschiedener Rechtsfrage"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.4.2010, X B 180\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Eignung der bedingten Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht als Kriterium zur Abgrenzung des gewerblichen Grundst&uuml;ckshandels von der privaten Verm&ouml;gensverwaltung ist gekl&auml;rt &#8211; Anforderungen an die Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung einer Rechtssache bei bereits entschiedener Rechtsfrage<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde, mit der die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) geltend machen, die Revision sei wegen der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) zuzulassen, hat keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache kommt nur in Betracht, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das (abstrakte) Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt (Lange in H&uuml;bschmann\/ Hepp\/Spitaler, &sect; 115 FGO Rz 91). Eine bestimmte abstrakte Rechtsfrage muss in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig und kl&auml;rungsbed&uuml;rftig sein. Ist &uuml;ber die Rechtsfrage bereits entschieden worden, so ist zus&auml;tzlich darzulegen, weshalb eine erneute Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) f&uuml;r erforderlich gehalten wird (BFH-Beschluss vom 19. Januar 2006 VIII B 114\/05, BFH\/NV 2006, 709). Insbesondere muss der Beschwerdef&uuml;hrer deutlich machen, welche neuen gewichtigen, vom BFH bislang nicht gepr&uuml;ften Einwendungen im Schrifttum und in der Rechtsprechung der Instanzgerichte gegen die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung erhoben werden (vgl. BFH-Beschluss vom 9. M&auml;rz 1998 III B 209\/96, BFH\/NV 1998, 1261, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Grunds&auml;tzen kommt der von den Kl&auml;gern aufgeworfenen Rechtsfrage, ob das von der Rechtsprechung herausgearbeitete Merkmal der &quot;bedingten Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht&quot;, aus der eine gewerbliche Bet&auml;tigung widerlegbar zu schlie&szlig;en sei, wenn der Ver&auml;u&szlig;erer in einem engen zeitlichen Zusammenhang durch Ver&auml;u&szlig;erung von Immobilienobjekten die sog. Drei-Objekt-Grenze &uuml;berschreite, ein geeignetes Kriterium zur Abgrenzung des gewerblichen Grundst&uuml;ckshandels von der privaten Verm&ouml;gensverwaltung sei, keine grunds&auml;tzliche Bedeutung zu. Diese Rechtsfrage ist durch die st&auml;ndige Rechtsprechung aller Ertragsteuersenate des BFH bereits gekl&auml;rt; den Kl&auml;gern ist es nicht gelungen, neue gewichtige, vom BFH nicht gepr&uuml;fte Einwendungen im Schrifttum gegen diese Rechtsprechung darzulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der beschlie&szlig;ende Senat hat beispielsweise bereits im Urteil vom 5. September 1990 X R 107-108\/89 (BFHE 159, 161, BStBl II 1990, 1060) erkannt, dass bei der Ver&auml;u&szlig;erung von weniger als vier Objekten innerhalb eines Zeitraums von f&uuml;nf Jahren nach der Geb&auml;udeerrichtung und sp&auml;terem planm&auml;&szlig;igem Verkauf weiterer Objekte in relativ kurzer Zeit bei branchenkundigen Steuerpflichtigen (z.B. Grundst&uuml;cksmakler) eine bereits bei Errichtung bestehende zumindest bedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht anzunehmen sei. An dieser Rechtsprechung haben die Ertragssteuersenate des BFH trotz der einen oder anderen kritischen Stimme in der Literatur (z.B. Heuermann, Deutsche Steuerjuristische Gesellschaft 2007, Bd. 30, 121, 138) festgehalten und &#8211;soweit ersichtlich&#8211; zuletzt im Urteil vom 17. Dezember 2009 III R 101\/06 (Deutsches Steuerrecht 2010, 535) entschieden, die &#8211;durch die Ver&auml;u&szlig;erung von mehr als drei Objekten innerhalb von etwa f&uuml;nf Jahren indizierte&#8211; (zumindest) bedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht beim Erwerb k&ouml;nne nur durch objektive Umst&auml;nde, nicht aber durch Erkl&auml;rungen des Steuerpflichtigen &uuml;ber seine Absichten widerlegt werden. Angesichts dieser jahrzehntelangen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung und der Tatsache, dass die Kl&auml;ger keine neuen, gewichtigen und bislang nicht gepr&uuml;ften Argumente im Schrifttum oder der Instanzgerichte gegen diese Rechtsprechung vortragen konnten, besteht kein Kl&auml;rungsbedarf hinsichtlich der von den Kl&auml;gern aufgeworfenen Rechtsfrage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.4.2010, X B 180\/09 Eignung der bedingten Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht als Kriterium zur Abgrenzung des gewerblichen Grundst&uuml;ckshandels von der privaten Verm&ouml;gensverwaltung ist gekl&auml;rt &#8211; Anforderungen an die Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung einer Rechtssache bei bereits entschiedener Rechtsfrage Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde, mit der die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) geltend machen, die Revision sei wegen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-180-09-eignung-der-bedingten-veraeusserungsabsicht-als-kriterium-zur-abgrenzung-des-gewerblichen-grundstueckshandels-von-der-privaten-vermoegensverwaltung-ist-geklaert-anforderungen-an-die-darlegu\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;180\/09 &#8211; Eignung der bedingten Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht als Kriterium zur Abgrenzung des gewerblichen Grundst&uuml;ckshandels von der privaten Verm&ouml;gensverwaltung ist gekl&auml;rt &#8211; Anforderungen an die Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung einer Rechtssache bei bereits entschiedener Rechtsfrage<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-12219","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12219","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12219"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12219\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12219"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12219"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12219"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}