{"id":12223,"date":"2012-12-19T15:44:15","date_gmt":"2012-12-19T13:44:15","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12223"},"modified":"2012-12-19T15:44:15","modified_gmt":"2012-12-19T13:44:15","slug":"vii-b-150-09-ausfuhrerstattung-verletzung-der-sachaufklaerungspflicht-und-des-anspruchs-auf-rechtliches-gehoer-durch-nichtberuecksichtigung-vorgelegter-aufzeichnungen-ueber-fehlmengen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-150-09-ausfuhrerstattung-verletzung-der-sachaufklaerungspflicht-und-des-anspruchs-auf-rechtliches-gehoer-durch-nichtberuecksichtigung-vorgelegter-aufzeichnungen-ueber-fehlmengen\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;B&nbsp;150\/09 &#8211; Ausfuhrerstattung: Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht und des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r durch Nichtber&uuml;cksichtigung vorgelegter Aufzeichnungen &uuml;ber Fehlmengen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.4.2010, VII B 150\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Ausfuhrerstattung: Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht und des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r durch Nichtber&uuml;cksichtigung vorgelegter Aufzeichnungen &uuml;ber Fehlmengen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Im Zeitraum M&auml;rz bis Mai 1995 wurde mit mehreren Ausfuhranmeldungen gefrorenes Rindfleisch unter Inanspruchnahme differenzierter Ausfuhrerstattung zur Ausfuhr nach Turkmenistan angemeldet, das von Mukran\/R&uuml;gen aus in K&uuml;hlmaschinenz&uuml;gen per F&auml;hre nach Litauen und von dort per Bahn transportiert wurde. Der Kl&auml;gerin und Beschwerdegegnerin (Kl&auml;gerin), der der Erstattungsanspruch abgetreten war, wurde die Ausfuhrerstattung zun&auml;chst im Wege der Vorfinanzierung gezahlt. Nach Vorlage der von der als Kontroll- und &Uuml;berwachungsgesellschaft (K&Uuml;G) beauftragten GCI Hamburg ausgestellten Entladebescheinigungen wurden die Sicherheiten freigegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sp&auml;teren Ermittlungen des Zollfahndungsamts (ZFA) zufolge waren bei der Ankunft im Bestimmungsland Fehlmengen festgestellt worden, die in den K&Uuml;G-Entladebescheinigungen unber&uuml;cksichtigt geblieben waren. Bei der Entladekontrolle im K&uuml;hlhaus des Empf&auml;ngers im Bestimmungsland seien von der turkmenischen Handelskammer und vom dortigen Veterin&auml;rdienst Fehlmengen protokolliert worden. Der Beklagte und Beschwerdef&uuml;hrer (das Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;) forderte daraufhin die auf den der Kl&auml;gerin prozentual zuzurechnenden Anteil der Fehlmengen entfallende Erstattung zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch der Kl&auml;gerin war &uuml;berwiegend erfolgreich. Auch die hinsichtlich des verbliebenen R&uuml;ckforderungsbetrags erhobene Klage hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) hob den R&uuml;ckforderungsbescheid auf und urteilte, das HZA habe den ihm obliegenden Beweis, dass die Erstattung zu Unrecht gezahlt worden sei, nicht erbracht. Es sei nicht auszuschlie&szlig;en, dass die Fehlmengen erst nach der Zollabfertigung verursacht worden seien.(&#8230;)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;Aus den von der GCI Hamburg ausgestellten Prim&auml;rnachweisen ergebe sich zwar, dass zwischen der Ankunft der Waren und dem Datum des Zolldokuments ein Zeitraum von bis zu ca. zwei Wochen gelegen habe, so dass die Fehlmengen m&ouml;glicherweise vor dem jeweiligen Datum des Zolldokuments entstanden seien; sicher sei dies jedoch nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;Das HZA k&ouml;nne sich nicht auf die in der m&uuml;ndlichen Verhandlung erg&auml;nzend angef&uuml;hrten Beweismittel, die Berichte der GCI East Europe vom 17. Juli und vom 7. August 1995, st&uuml;tzen, da es sich hierbei um privatschriftliche Bescheinigungen, also um Beteiligtenvortrag, handele. Das HZA habe nicht dargetan, dass eine Vernehmung des Berichtsverfassers als Zeuge unm&ouml;glich sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Nichtzulassungsbeschwerde des HZA, welche es auf den Zulassungsgrund des Verfahrensmangels (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) in Gestalt eines Versto&szlig;es gegen den klaren Inhalt der Akten, einer Verletzung der dem FG obliegenden Sachaufkl&auml;rungspflicht sowie einer Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r st&uuml;tzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde f&uuml;hrt gem&auml;&szlig; &sect; 116 Abs. 6 FGO zur Aufhebung des Urteils des FG und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung. Die von der Beschwerde in zul&auml;ssiger Weise geltend gemachten Verfahrensm&auml;ngel der Verletzung der dem FG obliegenden Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO) sowie des Anspruchs des HZA auf rechtliches Geh&ouml;r (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes, &sect; 96 Abs. 2 FGO) liegen vor und das Urteil des FG beruht auch auf diesen Verfahrensm&auml;ngeln (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das HZA hat &#8211;wie bereits in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG&#8211; mit seiner Beschwerdebegr&uuml;ndung anhand des Beispiels des K&uuml;hlmaschinenzugs 15 unter Hinweis auf die entsprechenden in den Beweismittelordnern vorhandenen Unterlagen schl&uuml;ssig dargelegt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;dass GCI East Europe bereits unter dem 17. Juli 1995 vermerkt hat, dass dieser K&uuml;hlmaschinenzug am 10. Juli 1995 in Turkmenistan angekommen und entladen worden war, wobei eine Warenmenge von 188.647,9 kg (= 8.772 Kartons) festgestellt wurde,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;dass diese (fast identische) Menge auch in dem Inspektionsergebnis von GCI East Europe vom 7. August 1995 erscheint,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;dass nach diesem Dokument die Zollabfertigung erst am 25. Juli 1995 stattfand,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;dass das turkmenische Zolldokument demgegen&uuml;ber eine Warenmenge von 195.046,5 kg (= 9.053 Kartons) aufweist und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;dass diese Einfuhrmenge schlie&szlig;lich von GCI Hamburg f&uuml;r den K&uuml;hlmaschinenzug 15 mit verschiedenen Prim&auml;rnachweisen best&auml;tigt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesen Unterlagen ist zum einen zu entnehmen, dass GCI Hamburg mit den erteilten Prim&auml;rnachweisen nicht die von GCI East Europe beim Entladen festgestellten und GCI Hamburg per Telefax &uuml;bermittelten Warenmengen, sondern die sich aus dem turkmenischen Zolldokument ergebenden Warenmengen best&auml;tigt hat, zum anderen, dass die bei der Ankunft von GCI East Europe ermittelten &#8211;gegen&uuml;ber den Angaben im Zolldokument geringeren&#8211; Warenmengen bereits vor dem Tag der Zollabfertigung festgestellt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Anbetracht dieser Dokumente l&auml;sst sich die vom FG vertretene Ansicht, es sei nicht auszuschlie&szlig;en, dass festgestellte Fehlmengen erst nach der Zollabfertigung verursacht worden seien (die im &Uuml;brigen die Aufhebung des R&uuml;ckforderungsbescheids nur auf der Grundlage der vom FG vertretenen Rechtsauffassung rechtfertigt, dass das HZA insoweit die Feststellungslast trage), nur mit der vom FG vertretenen Auffassung aufrechterhalten, die Aufzeichnungen der GCI East Europe k&ouml;nnten nicht als Beweismittel verwendet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar hat das FG unter Berufung auf die Rechtsprechung des beschlie&szlig;enden Senats zu Recht ausgef&uuml;hrt, dass die Vorlage einer privatschriftlichen Bekundung &uuml;ber eine beweiserhebliche Tatsache jedenfalls dann keinen zul&auml;ssigen Urkunds- oder gar Zeugenbeweis darstellt, wenn sie an die Stelle einer ohne weiteres m&ouml;glichen Vernehmung des Ausstellers der betreffenden Urkunde als Zeuge gesetzt wird (Senatsurteil vom 17. Mai 2005 VII R 76\/04, BFHE 210, 70), wobei allerdings zum einen in jenem Fall des vorgenannten Senatsurteils hinzukam, dass erhebliche Vorbehalte hinsichtlich des Wahrheitsgehalts der schriftlichen Erkl&auml;rung bestanden, und zum anderen f&uuml;r den Streitfall zu vermerken ist, dass das FG offenbar keine Bedenken hatte, schriftliche Bekundungen &uuml;ber angebliche Aussagen von GCI-Mitarbeitern zur St&uuml;tzung seiner Zweifel hinsichtlich des Zeitpunkts der Fehlmengenentstehung zu verwerten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jedenfalls ist aber &#8211;ausgehend von der vom FG vertretenen Ansicht, die vom HZA in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vorgelegten und erl&auml;uterten Unterlagen seien (auch im Original) keine verwertbaren Beweismittel&#8211; sein weiteres Vorgehen als verfahrensfehlerhaft zu werten. Unter diesen Umst&auml;nden h&auml;tte sich n&auml;mlich dem FG im Sinne der Rechtsprechung zu der dem FG gem&auml;&szlig; &sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO von Amts wegen obliegenden Sachaufkl&auml;rungspflicht die Vernehmung der Aussteller der betreffenden GCI-Protokolle als Zeugen aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen (vgl. Gr&auml;ber\/ Stapperfend, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 76 Rz 20) und es h&auml;tte deshalb &#8211;sollte die Identit&auml;t der Aussteller und ihre ladungsf&auml;hige Anschrift unbekannt gewesen sein&#8211; das HZA auf seine Auffassung zur Verwertbarkeit der GCI-Protokolle hinweisen (&sect; 76 Abs. 2 FGO) und ihm Gelegenheit geben m&uuml;ssen, die Zeugen zu benennen. Indem es diese Gelegenheit nicht einr&auml;umte und erst in seinem Urteil zu erkennen gab, dass es hinsichtlich der vom HZA behaupteten Fehlmengen die angegebenen schriftlichen Unterlagen f&uuml;r nicht ausreichend, sondern eine Zeugenvernehmung als Beweis f&uuml;r erforderlich hielt, hat das FG den Anspruch des HZA auf rechtliches Geh&ouml;r verletzt (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 28. August 1997 III R 10\/96, BFH\/NV 1998, 198).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG-Urteil beruht auch auf diesem Verfahrensmangel, da es nicht auszuschlie&szlig;en ist, dass sich durch die Vernehmung der entsprechenden GCI East Europe-Mitarbeiter als Zeugen die vermerkten Warenmengen am Ankunftstag als zutreffend best&auml;tigt h&auml;tten, was &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; weitere Zweifel, ob Fehlmengen evtl. erst nach der Zollabfertigung verursacht worden sind, ausgeschlossen h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. a) Der seitens des HZA behauptete Versto&szlig; gegen den klaren Inhalt der Akten l&auml;sst sich allerdings nicht feststellen. Ob &#8211;wie das HZA im Gegensatz zum FG meint&#8211; aus der Gestaltung des Vertrags mit der Fa. S zu schlie&szlig;en ist, dass im Fall erteilter Gutschriften wegen Fehlmengen diese auch tats&auml;chlich vorlagen, ist eine Frage der Tatsachenw&uuml;rdigung, die insoweit unterschiedlich ausfallen mag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dass das FG trotz des in den Prim&auml;rnachweisen jeweils vermerkten erst nach dem Ankunftsdatum liegenden Datums des Zolldokuments gemeint hat, die Fehlmengen h&auml;tten auch erst nach der Zollabfertigung verursacht worden sein k&ouml;nnen, mag darauf beruhen, dass das FG &#8211;wie bereits ausgef&uuml;hrt&#8211; das Vorhandensein von Fehlmengen bereits am Ankunfts- und Entladetag als durch die Unterlagen nicht erwiesen angesehen hat. Ob die f&uuml;r diesen Tag von GCI East Europe protokollierten Warenmengen zutreffen oder nicht, wird daher im zweiten Rechtsgang zu kl&auml;ren sein. Sollten sie sich best&auml;tigen, d&uuml;rfte sich in Anbetracht der in den Prim&auml;rnachweisen angegebenen Daten der Zollabfertigung die Ansicht des FG &uuml;ber m&ouml;glicherweise erst nach der Zollabfertigung verursachte Fehlmengen allerdings nicht halten lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.4.2010, VII B 150\/09 Ausfuhrerstattung: Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht und des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r durch Nichtber&uuml;cksichtigung vorgelegter Aufzeichnungen &uuml;ber Fehlmengen Tatbestand 1&nbsp; I. Im Zeitraum M&auml;rz bis Mai 1995 wurde mit mehreren Ausfuhranmeldungen gefrorenes Rindfleisch unter Inanspruchnahme differenzierter Ausfuhrerstattung zur Ausfuhr nach Turkmenistan angemeldet, das von Mukran\/R&uuml;gen aus in K&uuml;hlmaschinenz&uuml;gen per F&auml;hre &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-150-09-ausfuhrerstattung-verletzung-der-sachaufklaerungspflicht-und-des-anspruchs-auf-rechtliches-gehoer-durch-nichtberuecksichtigung-vorgelegter-aufzeichnungen-ueber-fehlmengen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;B&nbsp;150\/09 &#8211; Ausfuhrerstattung: Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht und des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r durch Nichtber&uuml;cksichtigung vorgelegter Aufzeichnungen &uuml;ber Fehlmengen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-12223","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12223","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12223"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12223\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12223"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12223"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12223"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}