{"id":12367,"date":"2012-12-08T07:19:38","date_gmt":"2012-12-08T05:19:38","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12367"},"modified":"2012-12-08T07:19:38","modified_gmt":"2012-12-08T05:19:38","slug":"iv-b-38-09-anforderungen-an-die-begruendung-der-nichtzulassungsbeschwerde-grundsaetzliche-bedeutung-divergenz-verletzung-rechtlichen-gehoers-gewerblich-gepraegte-personengesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-38-09-anforderungen-an-die-begruendung-der-nichtzulassungsbeschwerde-grundsaetzliche-bedeutung-divergenz-verletzung-rechtlichen-gehoers-gewerblich-gepraegte-personengesellschaft\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;B&nbsp;38\/09 &#8211; Anforderungen an die Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Divergenz &#8211; Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs &#8211; Gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.4.2010, IV B 38\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Anforderungen an die Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Divergenz &#8211; Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs &#8211; Gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH &#038; Co. KG, wurde im Jahre 2000 zum Bau und Betrieb eines Containerschiffs gegr&uuml;ndet. Am 3. April 2000 schloss sie einen Schiffsbauvertrag mit einer ausl&auml;ndischen Werft ab. Daneben schloss die Kl&auml;gerin u.a. einen Chartervertrag mit der X beginnend ab September 2001 ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit &Uuml;bernahmevereinbarung &uuml;ber den Bauvertrag vom 29. Januar 2001 trat die Kl&auml;gerin ihre Rechte aus dem Schiffsbauvertrag an eine Schwesterpersonengesellschaft ab. Nach dem Kaufvertrag oblag der Kl&auml;gerin weiterhin die Bauaufsicht, wof&uuml;r ein gesondert ausgewiesenes Entgelt zu entrichten war. Die Kaufpreiszahlung, die auf den Tag der Infahrtsetzung des Schiffes f&auml;llig gestellt wurde, sollte durch die &Uuml;bernahme der Zwischenfinanzierungskredite erfolgen. F&uuml;r die Kosten der Zwischenfinanzierung bis zur Ablieferung des Containerschiffs vereinbarten die Vertragsparteien ein gesondertes Entgelt. Zudem wurde auch der Chartervertrag von der Schwestergesellschaft &uuml;bernommen. Daneben stand der C-KG, einer Kommanditistin der Kl&auml;gerin, auf Grund gesonderter Vereinbarung mit der Schwesterpersonengesellschaft f&uuml;r die Haftungs&uuml;bernahme im Rahmen der Zwischenfinanzierung eine pauschale B&uuml;rgschaftsverg&uuml;tung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 9. April 2003 aufgel&ouml;st.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin ging davon aus, dass die von ihr ausge&uuml;bten T&auml;tigkeiten noch dem gewerbesteuerfreien Vorbereitungsstadium zuzuordnen seien und deshalb eine Gewerbesteuerpflicht nicht entstanden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber sah der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) in der Ver&auml;u&szlig;erung des Bauvertrags und der danach erfolgten &Uuml;bernahme verschiedener Dienstleistungen f&uuml;r die Schwesterpersonengesellschaft eine &Auml;nderung des urspr&uuml;nglichen Gesellschaftszwecks und stellte f&uuml;r den Beginn der Gewerbesteuerpflicht nicht mehr auf den Zeitpunkt der Indienststellung des Containerschiffs, sondern auf den Zeitpunkt des Abschlusses des &Uuml;bertragungsvertrags ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage gegen den entsprechend erlassenen Gewerbesteuermessbescheid f&uuml;r das Streitjahr (2001) hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen die Nichtzulassung der Revision wendet sich die Kl&auml;gerin mit der vorliegenden Beschwerde. Zur Begr&uuml;ndung tr&auml;gt sie im Wesentlichen vor, dass die Vorentscheidung von den Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 20. November 2003 IV R 5\/02 (BFHE 204, 471, BStBl II 2004, 464) und vom 7. November 1991 IV R 50\/90 (BFHE 166, 448, BStBl II 1992, 380) sowie dem Urteil des Finanzgerichts (FG) D&uuml;sseldorf vom 17. August 2000 10 K 5594\/96 E (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2000, 1246) abweiche und gegen die Rechtsprechung zum gewerbesteuerlichen Betriebsbeginn versto&szlig;e. Zudem habe die Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung, da in der Rechtsprechung bislang nicht gekl&auml;rt sei, ob f&uuml;r eine Personengesellschaft, die ihren urspr&uuml;nglichen Gesellschaftszweck in der gewerbesteuerfreien Vorbereitungsphase &auml;ndere und sodann eine andere gewerbliche T&auml;tigkeit aufnehme, unterschiedliche Kriterien f&uuml;r die Festlegung des Betriebsbeginns g&auml;lten, je nach dem, ob diese Personengesellschaft die &uuml;brigen Voraussetzungen einer gewerblichen Pr&auml;gung erf&uuml;lle oder nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Nichtzulassungsbeschwerde hat keinen Erfolg. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung entspricht jedenfalls teilweise schon nicht den gesetzlichen Darlegungsanforderungen (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;); im &Uuml;brigen ist die Beschwerde unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Zulassung der Revision ist nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative FGO). Eine die Rechtseinheit gef&auml;hrdende Abweichung liegt nur vor, wenn das FG bei gleichem oder vergleichbarem festgestellten Sachverhalt in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Auffassung vertritt als u.a. der BFH oder ein anderes FG. Das abweichende Gericht muss seiner Entscheidung einen abstrakten Rechtssatz zugrunde gelegt haben, der mit den tragenden Rechtsausf&uuml;hrungen in der Divergenzentscheidung nicht &uuml;bereinstimmt (BFH-Beschluss vom 12. Oktober 2006 VI B 154\/05, BFH\/NV 2007, 51). In der Beschwerdebegr&uuml;ndung m&uuml;ssen deshalb rechtserhebliche abstrakte Rechtss&auml;tze in den jeweiligen Entscheidungen so genau bezeichnet werden, dass die Abweichung erkennbar ist (vgl. BFH-Beschluss vom 5. September 2006 IV B 128\/05, BFH\/NV 2007, 243, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesen Anforderungen wird die Beschwerdeschrift der Kl&auml;gerin indes nicht gerecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Es fehlt bereits an der hinreichenden Darlegung des von dem FG aufgestellten abstrakten Rechtssatzes, der von der BFH-Entscheidung in BFHE 204, 471, BStBl II 2004, 464 abweichen soll. Zutreffend weist die Kl&auml;gerin allerdings darauf hin, dass eine GmbH &#038; Co. KG, die eine origin&auml;r gewerbliche T&auml;tigkeit aus&uuml;bt, keine gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft i.S. des &sect; 15 Abs. 3 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ist. Davon ist aber, anders als die Kl&auml;gerin meint, auch das FG ausgegangen. Insoweit hat das FG n&auml;mlich ausgef&uuml;hrt: &quot;Da die Kl&auml;gerin eine gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft i.S. von &sect; 15 Abs. 3 EStG ist, kommt es nicht auf die Aufnahme einer origin&auml;r gewerblichen T&auml;tigkeit an. Denn Kennzeichen einer solchen Gesellschaft ist vielmehr gerade, dass sie keine origin&auml;r gewerbliche T&auml;tigkeit aus&uuml;bt.&quot; Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, dass die Kl&auml;gerin &#8211;anders als das FG&#8211; davon ausgeht, eine origin&auml;r gewerbliche T&auml;tigkeit ausge&uuml;bt zu haben. Denn f&uuml;r die Erheblichkeit einer Abweichung ist ausschlie&szlig;lich auf den Rechtsstandpunkt des FG abzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine Abweichung von dem BFH-Urteil in BFHE 166, 448, BStBl II 1992, 380 scheidet bereits mangels vergleichbaren Sachverhalts aus. Nach dem Sachverhalt in dem Urteil in BFHE 166, 448, BStBl II 1992, 380 hatte eine Partenreederei das Schiff nebst Schiffszubeh&ouml;r verkauft und ihr bisheriges wirtschaftliches Engagement durch die Nichtinbetriebnahme des Schiffs und die Aufl&ouml;sung der Gesellschaft beendet, ohne es in anderer Form fortzuf&uuml;hren. Demgegen&uuml;ber hat die Kl&auml;gerin ihr wirtschaftliches Engagement nach den den Senat bindenden Feststellungen des FG, wenn auch in anderer Form, fortgef&uuml;hrt und damit ihre werbende T&auml;tigkeit nicht eingestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine Abweichung von dem Urteil des FG D&uuml;sseldorf in EFG 2000, 1246 liegt ebenso wenig vor. Auch dieser Entscheidung lag ein nicht vergleichbarer Sachverhalt zugrunde, da die dortige Kl&auml;gerin ihren im Aufbau befindlichen Gewerbebetrieb durch Verkauf s&auml;mtlicher bis dahin erworbener oder geschaffener Wirtschaftsg&uuml;ter endg&uuml;ltig aufgegeben hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Eine Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs liegt nicht vor. Der Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes, &sect; 96 Abs. 2 FGO) gew&auml;hrleistet den Beteiligten eines gerichtlichen Verfahrens das Recht, vor Gericht Antr&auml;ge zu stellen und Ausf&uuml;hrungen zu machen. Dem entspricht die Pflicht des Gerichts, die Ausf&uuml;hrungen der Verfahrensbeteiligten zur Kenntnis zu nehmen und bei seiner Entscheidung in Erw&auml;gung zu ziehen, sofern das Vorbringen nicht nach den Prozessvorschriften ausnahmsweise unber&uuml;cksichtigt bleiben muss oder kann (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 26. M&auml;rz 2007 II S 1\/07, BFH\/NV 2007, 1094, m.w.N.). Nach der Rechtsprechung des BFH liegt eine Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs insbesondere dann vor, wenn das Gericht seine Entscheidung auf einen bis dahin nicht er&ouml;rterten rechtlichen oder tats&auml;chlichen Gesichtspunkt st&uuml;tzt und damit dem Rechtsstreit eine Wendung gibt, mit der alle oder einzelne Beteiligte nach dem bisherigen Verlauf des Verfahrens nicht rechnen mussten (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 3. M&auml;rz 1998 VIII R 66\/96, BFHE 185, 422, BStBl II 1998, 383, m.w.N.). Der Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r verlangt jedoch nicht, dass das Gericht die ma&szlig;gebenden rechtlichen Gesichtspunkte mit den Beteiligten umfassend er&ouml;rtert. Das Gericht ist grunds&auml;tzlich weder zu einem Rechtsgespr&auml;ch noch zu einem Hinweis auf seine Rechtsauffassung verpflichtet (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 24. April 1990 VIII R 170\/83, BFHE 160, 256, BStBl II 1990, 539).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Davon ausgehend liegt eine &Uuml;berraschungsentscheidung nicht vor. Das FG hat f&uuml;r die Beurteilung des Beginns der werbenden T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin ma&szlig;geblich auf deren T&auml;tigkeit abgestellt, die sie nach Abschluss des &Uuml;bertragungsvertrages f&uuml;r die &uuml;bernehmende Gesellschaft ausge&uuml;bt hat. Die anwaltlich vertretene Kl&auml;gerin, eine GmbH &#038; Co. KG, konnte daher durchaus damit rechnen, dass das FG die Finanzierungs- und Bauaufsichtsaktivit&auml;ten der Kl&auml;gerin als verm&ouml;gensverwaltend einstufen und deshalb &sect; 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG zum Gegenstand der Beurteilung machen w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen weist der Senat darauf hin, dass die Beurteilung der T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin als verm&ouml;gensverwaltend im Ergebnis keinen Einfluss auf die Beurteilung des Beginns der werbenden T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin gehabt hat. Denn das FG hat ausgef&uuml;hrt, dass bei der gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft auf den Beginn der werbenden T&auml;tigkeit abzustellen sei, die, wie bei anderen Unternehmen auch &#8211;gemeint sind ersichtlich origin&auml;r gewerblich t&auml;tige Unternehmen&#8211; von blo&szlig;en Vorbereitungshandlungen abzugrenzen sei. Das FG h&auml;tte mithin auch bei Annahme einer origin&auml;r gewerblichen T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin ohne R&uuml;ckgriff auf &sect; 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG den Beginn der Gewerbesteuerpflicht gleich beurteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Mit dem weiteren Vorbringen der Kl&auml;gerin, das FG habe gegen die Rechtsprechung zum gewerbesteuerlichen Betriebsbeginn versto&szlig;en, wird ein Zulassungsgrund nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechend dargelegt (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO). Mit ihren diesbez&uuml;glichen Ausf&uuml;hrungen wendet sich die Kl&auml;gerin im Kern nur gegen die Sachverhaltsw&uuml;rdigung des FG. Ein Revisionszulassungsgrund ist diesem Vorbringen nicht zu entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die grunds&auml;tzliche Bedeutung ist nicht ausreichend dargelegt (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO). Allein der Vortrag, der BFH habe &uuml;ber die Rechtsfrage noch nicht entschieden, ob f&uuml;r eine Personengesellschaft, die ihren urspr&uuml;nglichen Gesellschaftszweck in der gewerbesteuerfreien Vorbereitungsphase ge&auml;ndert und sodann eine andere gewerbliche T&auml;tigkeit aufgenommen habe, unterschiedliche Kriterien f&uuml;r die Festlegung des Betriebsbeginns g&auml;lten, je nachdem, ob diese Personengesellschaft die &uuml;brigen Voraussetzungen einer gewerblichen Pr&auml;gung erf&uuml;llt habe oder nicht, gen&uuml;gt den Darlegungserfordernissen nicht. Ebenso fehlt es an der Darlegung, inwieweit an der Kl&auml;rung der von der Kl&auml;gerin aufgeworfenen Rechtsfrage durch eine Entscheidung des BFH ein &uuml;ber das Individualinteresse hinausgehendes Interesse der Allgemeinheit bestehen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.4.2010, IV B 38\/09 Anforderungen an die Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Divergenz &#8211; Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs &#8211; Gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH &#038; Co. KG, wurde im Jahre 2000 zum Bau und Betrieb eines Containerschiffs gegr&uuml;ndet. Am 3. 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