{"id":12469,"date":"2012-12-19T15:44:32","date_gmt":"2012-12-19T13:44:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12469"},"modified":"2012-12-19T15:44:32","modified_gmt":"2012-12-19T13:44:32","slug":"i-r-77-08-anwendung-des-subjektiven-fehlerbegriffs-auf-die-beurteilung-von-rechtsfragen-aktive-rechnungsabgrenzung-fuer-betriebsvermoegensminderungen-aus-der-verbilligten-abgabe-von-mobiltelefonen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-77-08-anwendung-des-subjektiven-fehlerbegriffs-auf-die-beurteilung-von-rechtsfragen-aktive-rechnungsabgrenzung-fuer-betriebsvermoegensminderungen-aus-der-verbilligten-abgabe-von-mobiltelefonen\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;77\/08 &#8211; Anwendung des subjektiven Fehlerbegriffs auf die Beurteilung von Rechtsfragen &#8211; aktive Rechnungsabgrenzung f&uuml;r Betriebsverm&ouml;gensminderungen aus der verbilligten Abgabe von Mobiltelefonen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 7.4.2010, I R 77\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Anwendung des subjektiven Fehlerbegriffs auf die Beurteilung von Rechtsfragen &#8211; aktive Rechnungsabgrenzung f&uuml;r Betriebsverm&ouml;gensminderungen aus der verbilligten Abgabe von Mobiltelefonen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Dem Gro&szlig;en Senat wird gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 4 FGO folgende Rechtsfrage zur Entscheidung vorgelegt:<\/p>\n<p>Ist das FA im Rahmen der ertragsteuerlichen Gewinnermittlung in Bezug auf zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung ungekl&auml;rte bilanzrechtliche Rechtsfragen an die Auffassung gebunden, die der vom Steuerpflichtigen aufgestellten Bilanz zu Grunde liegt, wenn diese Rechtsauffassung aus der Sicht eines ordentlichen und gewissenhaften Kaufmanns vertretbar war ?<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob f&uuml;r Betriebsverm&ouml;gensminderungen aus der verbilligten Abgabe von Mobiltelefonen ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten (RAP) anzusetzen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH, deren Gegenstand die Konstruktion, die Herstellung und der Betrieb eines privaten, mobilen Zellularfunknetzes ist. Im Streitjahr (1996) bot sie ihren Kunden den verbilligten Erwerb eines Mobiltelefons f&uuml;r den Fall an, dass diese einen Mobilfunkdienstleistungsvertrag (MFD-Vertrag) mit einer Laufzeit von mindestens 24 Monaten abschlossen oder einen bestehenden Vertrag entsprechend verl&auml;ngerten. Die Preiserm&auml;&szlig;igung f&uuml;r das Mobiltelefon war von dem Hersteller und dem Ger&auml;tetyp sowie von der H&ouml;he der monatlichen Grundgeb&uuml;hren im Rahmen des abgeschlossenen MFD-Vertrags abh&auml;ngig. Sie betrug f&uuml;r die im Streitjahr verbilligt abgegebenen Mobiltelefone durchschnittlich &#8230; DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) war der Auffassung, zwischen den MFD-Vertr&auml;gen und den Kaufvertr&auml;gen &uuml;ber die Mobiltelefone bestehe eine wirtschaftlich enge Verkn&uuml;pfung i.S. von Vertragsb&uuml;ndelungen. Die durch die verbilligte Abgabe entstandene Betriebsverm&ouml;gensminderung sei daher gem&auml;&szlig; &sect; 5 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG, hier und im Folgenden i.V.m. &sect; 8 Abs. 1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 1996 &#8211;KStG 1996&#8211;) im Rahmen eines aktiven RAP periodengerecht &uuml;ber die Laufzeit des MFD-Vertrags abzugrenzen. F&uuml;r das Streitjahr setzte das FA in &Auml;nderungsbescheiden betreffend K&ouml;rperschaftsteuer, Solidarit&auml;tszuschlag und Feststellungen gem&auml;&szlig; &sect; 47 Abs. 2 KStG 1996 einen in der von der Kl&auml;gerin eingereichten Bilanz nicht ausgewiesenen aktiven RAP im Betrag von &#8230; DM an und legte der Steuerfestsetzung einen entsprechend h&ouml;heren Bilanzgewinn zu Grunde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die deswegen erhobene Klage hat das Finanzgericht (FG) D&uuml;sseldorf als unbegr&uuml;ndet abgewiesen. Sein Urteil vom 20. Mai 2008 6 K 3224\/05 K,F ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2008, 1607 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das FG-Urteil richtet sich die Revision, mit der die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts r&uuml;gt. Sie ist der Auffassung, die Voraussetzungen f&uuml;r die Bildung des aktiven RAP l&auml;gen nicht vor. Sie meint &uuml;berdies, das FA sei an die in der eingereichten Bilanz zum Ausdruck kommende Rechtsauffassung, wonach der RAP nicht zu bilden sei, gebunden, weil das Unterlassen der Aktivierung angesichts der ungekl&auml;rten Rechtslage der kaufm&auml;nnischen Sorgfalt nicht widersprochen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und den angefochtenen Bescheid in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 29. Juni 2005 dahingehend zu &auml;ndern, dass das Einkommen nach &sect; 47 Abs. 2 Nr. 3 KStG 1996 von &#8230; DM um &#8230; DM auf &#8230; DM und das zu versteuernde Einkommen von &#8230; DM um &#8230; DM auf &#8230; DM verringert und die k&ouml;rperschaftsteuerliche Tarifbelastung von &#8230; DM um &#8230; DM auf &#8230; DM, die festgesetzte K&ouml;rperschaftsteuer von &#8230; DM um &#8230; DM auf &#8230; DM sowie der Solidarit&auml;tszuschlag von &#8230; DM um &#8230; DM auf &#8230; DM herabgesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Anrufung des Gro&szlig;en Senats erfolgt zur Kl&auml;rung der im Leitsatz bezeichneten Frage, weil diese im Streitfall entscheidungserheblich ist und zugleich grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. von &sect; 11 Abs. 4 der Finanzgerichtsordnung (FGO) hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Entscheidungserheblichkeit der Vorlagefrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat teilt die Auffassung von FA und FG, wonach die Voraussetzungen f&uuml;r die Bildung eines aktiven RAP nach &sect; 5 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG im Streitfall gegeben waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Betriebsverm&ouml;gensminderungen infolge der verbilligten Abgabe von Mobiltelefonen durch die Kl&auml;gerin f&uuml;hren zu einer &quot;Ausgabe&quot; i.S. des &sect; 5 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG. Eine solche setzt nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des vorlegenden Senats nicht notwendig einen Zahlungsvorgang voraus, sondern kann auch in der Buchung einer Verbindlichkeit bestehen (Senatsurteile vom 31. Mai 1967 I 208\/63, BFHE 89, 191, BStBl III 1967, 607; vom 29. November 2006 I R 46\/05, BFHE 216, 159, BStBl II 2009, 955, m.w.N.). Ob auch Verm&ouml;gensminderungen durch geldwerte Sachleistungen zu einer Ausgabe i.S. des &sect; 5 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG f&uuml;hren, ist im Schrifttum umstritten. W&auml;hrend der Begriff der Ausgaben nach einer Auffassung nur die genannten Geldverm&ouml;gensminderungen erfasst (Adler\/D&uuml;ring\/ Schmaltz, Rechnungslegung und Pr&uuml;fung der Unternehmen, 6. Aufl., HGB &sect; 250 Rz 22; Ellrott\/Kr&auml;mer in Beck&#8217;scher Bilanz-Kommentar, 7. Aufl., &sect; 250 HGB Rz 18; Hayn in Beck&#8217;sches Handbuch der Rechnungslegung, B 218 Rz 17; Federmann in Herrmann\/Heuer\/Raupach, Einkommensteuergesetz, K&ouml;rperschaftsteuergesetz, &sect; 5 EStG Rz 1924; Crezelius in Kirchhof, Einkommensteuergesetz, 9. Aufl., &sect; 5 Rz 93; D&ouml;llerer, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 1968, 637, 639; Heinhold\/ Coenenberg, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2005, 2033, 2036; Marten\/ K&ouml;hler\/Schlereth, DB 2003, 2713, 2714; Pottgie&szlig;er\/Velte, Steuern und Bilanzen &#8211;StuB&#8211; 2006, 131, 133; Coenenberg, Die bilanzielle Behandlung von Handy-Subventionen bei Mobilfunkunternehmen, S. 117 ff., 120; enger Weber-Grellet in Schmidt, Einkommensteuergesetz, 28. Aufl., &sect; 5 Rz 247: nur Bar- und Buchgeldzahlungen), liegt nach der Gegenauffassung eine Ausgabe bereits bei einer betrieblich veranlassten Minderung im Verm&ouml;gensbestand vor (Schreiber in Bl&uuml;mich, Einkommensteuergesetz, K&ouml;rperschaftsteuergesetz, Gewerbesteuergesetz, &sect; 5 EStG Rz 670; Kupsch in Bonner Handbuch der Rechnungslegung, &sect; 250 HGB Rz 22; Frotscher, Einkommensteuergesetz, &sect; 5 Rz 247; Tiedchen, Handbuch des Jahresabschlusses [in Einzeldarstellungen], Abt. II\/11 [2006], Rz 71; Tr&uuml;tzschler in K&uuml;ting\/Weber, Handbuch der Rechnungslegung, Einzelabschluss, 5. Aufl., &sect; 250 HGB Rz 34; Bauer in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, Einkommensteuergesetz, &sect; 5 Rz F 79; vgl. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 20. Juni 2005, BStBl I 2005, 801 Tz. 5). Der Senat folgt der letztgenannten Auffassung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgabe der Rechnungsabgrenzungsposten ist es, im Falle gegenseitiger Vertr&auml;ge, bei denen Leistung und Gegenleistung zeitlich auseinander fallen, die Vorleistung des einen Teils in das Jahr zu verlegen, in dem die nach dem Vertrag geschuldete Gegenleistung des anderen Teils erbracht wird (Senatsurteil in BFHE 89, 191, BStBl III 1967, 607; Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 17. September 1987 IV R 49\/86, BFHE 151, 386, BStBl II 1988, 327). &sect; 5 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG bezweckt damit die periodengerechte Erfolgsermittlung (Crezelius in Kirchhof, a.a.O., &sect; 5 Rz 89; Bauer in Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, a.a.O., &sect; 5 Rz F 3, m.w.N.; Hoffmann in Littmann\/ Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, &sect;&sect; 4, 5 EStG Rz 799). Negative Auswirkungen auf den Gewinn ergeben sich sowohl durch die Verminderung des Geldverm&ouml;gens als auch durch Verm&ouml;gensminderungen infolge geldwerter Sachleistungen (Schreiber in Bl&uuml;mich, a.a.O., &sect; 5 EStG Rz 670). Nach dem Zweck des &sect; 5 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG ist die Bildung eines aktiven RAP daher nicht auf Geldverm&ouml;gensminderungen beschr&auml;nkt; der Begriff der Ausgaben umfasst vielmehr auch wirtschaftlich gleichwertige Verm&ouml;gensminderungen durch geldwerte Sachleistungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Wortlaut des &sect; 5 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG steht dieser Auslegung nicht entgegen. Der in dieser Vorschrift enthaltene Begriff der Ausgaben ist nicht entsprechend der betriebswirtschaftlichen Terminologie auf Geldverm&ouml;gensminderungen durch Geldzahlungen sowie Verbindlichkeitszug&auml;nge und Forderungsabg&auml;nge begrenzt (a.M. Federmann in Herrmann\/Heuer\/Raupach, a.a.O., &sect; 5 EStG Rz 1924; Pottgie&szlig;er\/Velte, StuB 2006, 131, 133). Eine solche Begrenzung folgt auch nicht daraus, dass &sect; 5 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG die handelsrechtliche Regelung der aktiven RAP in &sect; 250 Abs. 1 des Handelsgesetzbuchs (HGB) &uuml;bernommen hat (vgl. hierzu Hayn, a.a.O., B 218 Rz 17; Tiedchen, a.a.O., Rz 33). Aus dem systematischen Zusammenhang des &sect; 5 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG ergibt sich vielmehr, dass als Ausgaben im Sinne dieser Vorschrift auch Betriebsverm&ouml;gensminderungen durch geldwerte Sachleistungen in Betracht kommen. Der Begriff der Ausgaben wird neben &sect; 5 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG auch in der Regelung des &sect; 11 Abs. 2 Satz 1 EStG zum Zeitpunkt des Abflusses verwendet. Nach dieser Vorschrift sind Ausgaben f&uuml;r das Kalenderjahr abzusetzen, in dem sie geleistet worden sind. &sect; 11 Abs. 2 Satz 1 EStG erfasst nicht nur Geldverm&ouml;gensminderungen, sondern auch Sachleistungen (Federmann in Herrmann\/Heuer\/Raupach, a.a.O., &sect; 5 EStG Rz 1924; Seiler in Kirchhof, a.a.O., &sect; 11 Rz 8; Trzaskalik in Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, a.a.O., &sect; 11 Rz C 25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die durch die verbilligte &Uuml;berlassung der Mobiltelefone vor dem Abschlussstichtag erfolgte Ausgabe war Aufwand der Kl&auml;gerin f&uuml;r eine bestimmte Zeit nach diesem Tag. &quot;Aufwand f&uuml;r eine bestimmte Zeit&quot; ist in dem Sinne zu verstehen, dass einer Vorleistung eine noch nicht erbrachte zeitraumbezogene Gegenleistung gegen&uuml;bersteht (Senatsurteil vom 4. Mai 1977 I R 27\/74, BFHE 123, 20, BStBl II 1977, 802; BFH-Urteile vom 6. April 1993 VIII R 86\/91, BFHE 171, 221, BStBl II 1993, 709; vom 19. Juni 1997 IV R 16\/95, BFHE 183, 484, BStBl II 1997, 808, jeweils m.w.N.). Die Zuordnung des Aufwands erfolgt hierbei nicht nach der betriebswirtschaftlichen Kostenrechnung, sondern nach Ma&szlig;gabe der zugrunde liegenden Schuldverh&auml;ltnisse (Senatsurteil vom 26. Mai 1976 I R 80\/74, BFHE 119, 261, BStBl II 1976, 622; BFH-Urteil vom 12. August 1982 IV R 184\/79, BFHE 136, 280, BStBl II 1982, 696; Tr&uuml;tzschler in K&uuml;ting\/Weber, a.a.O., &sect; 250 HGB Rz 38; Hoffmann in Littmann\/Bitz\/Pust, a.a.O., &sect;&sect; 4, 5 EStG Rz 810; D&ouml;llerer, BB 1968, 637, 640). &sect; 5 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG betrifft zwar typischerweise Vorleistungen im Rahmen eines gegenseitigen Vertrags i.S. der &sect;&sect; 320 ff. des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB); die Vorschrift ist aber nicht auf synallagmatische schuldrechtliche Leistungen beschr&auml;nkt (Senatsurteil vom 24. Juli 1996 I R 94\/95, BFHE 181, 64, BStBl II 1997, 122, m.w.N.; Schreiber in Bl&uuml;mich, a.a.O., &sect; 5 EStG Rz 680; Federmann in Herrmann\/Heuer\/Raupach, a.a.O., &sect; 5 EStG Rz 1927; anderer Ansicht Bauer in Kirchhof\/ S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect; 5 Rz F 89).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Bestimmung der zeitraumbezogenen Gegenleistung ist nicht allein auf die zivilrechtliche Beurteilung der Schuldverh&auml;ltnisse abzustellen; entscheidend ist vielmehr der wirtschaftliche Gehalt der damit zusammenh&auml;ngenden Leistungsvorg&auml;nge (BFH-Urteile vom 19. Januar 1978 IV R 153\/72, BFHE 124, 320, BStBl II 1978, 262; in BFHE 151, 386, BStBl II 1988, 327). Das Fehlen eines zivilrechtlichen Gegenseitigkeitsverh&auml;ltnisses ist daher unbeachtlich, wenn bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise eine gegenseitige Abh&auml;ngigkeit zwischen der Vorleistung und der im Rahmen des Dauerschuldverh&auml;ltnisses zu erbringenden Leistung besteht (Senatsurteile in BFHE 181, 64, BStBl II 1997, 122; in BFHE 216, 159, BStBl II 2009, 955; Kupsch in Bonner Handbuch der Rechnungslegung, &sect; 250 HGB Rz 28; anderer Ansicht Bauer in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect; 5 Rz F 89; Hoffmann in Littmann\/Bitz\/Pust, a.a.O., &sect;&sect; 4, 5 EStG Rz 814).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben ist die verbilligte &Uuml;berlassung der Mobiltelefone als Vorleistung f&uuml;r die von den einzelnen Kunden im Rahmen der MFD-Vertr&auml;ge zu erbringenden &#8211;zeitraumbezogenen&#8211; Gegenleistungen anzusehen. Zwar sind der Kaufvertrag &uuml;ber das Mobiltelefon und der MFD-Vertrag zivilrechtlich selbst&auml;ndige Rechtsgesch&auml;fte (vgl. Urteile des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 8. Oktober 1998 I ZR 187\/97, BGHZ 139, 368; I ZR 7\/97, DB 1998, 2464). Die synallagmatischen Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag sind mit der &Uuml;bergabe und &Uuml;bereignung des Mobiltelefons durch die Kl&auml;gerin bzw. mit dessen Abnahme und der Zahlung des Kaufpreises durch den Kunden erf&uuml;llt (&sect; 433 BGB). Im Rahmen der f&uuml;r die Rechnungsabgrenzung ma&szlig;geblichen wirtschaftlichen Betrachtungsweise ist jedoch zu ber&uuml;cksichtigen, dass nach den f&uuml;r den Senat gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO bindenden Feststellungen des FG der verbilligte Erwerb eines Mobiltelefons vom Abschluss eines MFD-Vertrags mit einer Laufzeit von mindestens 24 Monaten oder der entsprechenden Verl&auml;ngerung eines bestehenden MFD-Vertrags abh&auml;ngig war. Aufgrund dieser Verkn&uuml;pfung beider Rechtsgesch&auml;fte steht die durch die verbilligte &Uuml;berlassung der Mobiltelefone eingetretene Verm&ouml;gensminderung in unmittelbarem wirtschaftlichem Zusammenhang mit dem jeweiligen MFD-Vertrag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die verbilligte &Uuml;berlassung der Mobiltelefone ist wirtschaftlich nicht nur eine Vorleistung f&uuml;r den Abschluss bzw. die Verl&auml;ngerung des MFD-Vertrags; sie bezieht sich vielmehr auf den Zeitraum der Durchf&uuml;hrung des auf eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten abgeschlossenen MFD-Vertrags. Denn im Gegensatz zu Abschlussgeb&uuml;hren und Provisionszahlungen, die f&uuml;r den Vertragsabschluss bzw. f&uuml;r dessen Vermittlung geleistet werden (Senatsurteil vom 11. Februar 1998 I R 23\/96, BFHE 185, 388, BStBl II 1998, 381; BFH-Urteil vom 4. M&auml;rz 1976 IV R 78\/72, BFHE 121, 318, BStBl II 1977, 380), wird die verbilligte &Uuml;berlassung der Mobiltelefone durch Gegenleistungen finanziert, die im Rahmen des MFD-Vertrags zu erbringen sind (BGH-Urteile in BGHZ 139, 368, unter II.1.c; in DB 1998, 2464, unter II.2.a; Coenenberg, a.a.O., S. 109). Zu diesen Gegenleistungen geh&ouml;ren die Zahlung der monatlichen Grundgeb&uuml;hren sowie der Gespr&auml;chsgeb&uuml;hren durch die Kunden (BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 801 Tz. 4). Der Bildung eines aktiven RAP steht hierbei nicht entgegen, dass die wirtschaftliche Gegenleistung der verbilligten &Uuml;berlassung der Mobiltelefone nicht in einer Sach- oder Dienstleistung, sondern in einer Zahlungspflicht besteht (vgl. BFH-Urteil vom 24. Juni 2009 IV R 26\/06, BFHE 225, 144, BStBl II 2009, 781, unter II.2.b; a.M. Coenenberg, a.a.O., S. 123 f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bildung des aktiven RAP wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass bei vorzeitiger Beendigung des MFD-Vertrags keine Verpflichtung des Kunden zur R&uuml;ckgabe des Mobiltelefons besteht. Eine Ausgabe ist als Vorleistung im Rahmen eines schwebenden Gesch&auml;fts anzusehen, wenn f&uuml;r den Fall, dass der Vertrag nach dem Stichtag aufgel&ouml;st wird, eine Verpflichtung zur R&uuml;ckzahlung besteht (BFH-Urteile in BFHE 136, 280, BStBl II 1982, 696; in BFHE 171, 221, BStBl II 1993, 709). Fehlt es an einer solchen R&uuml;ckzahlungspflicht, so liegt eine Vorleistung jedenfalls dann vor, wenn das Dauerschuldverh&auml;ltnis auf mehrere Jahre zu festen Bedingungen abgeschlossen ist und nur aus wichtigem Grunde gek&uuml;ndigt werden kann und wenn konkrete Anhaltspunkte daf&uuml;r fehlen, dass die Vertragsparteien dieser M&ouml;glichkeit mehr als rein theoretische Bedeutung beigemessen haben (BFH-Urteil in BFHE 136, 280, BStBl II 1982, 696; vgl. auch Senatsurteil in BFHE 216, 159, BStBl II 2009, 955; weitergehend Kupsch in Bonner Handbuch der Rechnungslegung, &sect; 250 HGB Rz 30; Meyer-Scharenberg, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 1991, 754, 755: R&uuml;ckzahlungspflicht f&uuml;r aktiven RAP unbeachtlich; anderer Ansicht Bauer in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect; 5 Rz F 89; Hoffmann in Littmann\/Bitz\/Pust, a.a.O., &sect;&sect; 4, 5 EStG Rz 811). Im Streitfall hatten die einzelnen MFD-Vertr&auml;ge eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten; das FG hat nicht festgestellt, dass die M&ouml;glichkeit der vorzeitigen Beendigung dieser Vertr&auml;ge aus wichtigem Grund f&uuml;r die Kl&auml;gerin und ihre Kunden von praktischer Bedeutung war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) W&auml;re auf der Grundlage der dargestellten objektiven Rechtslage &uuml;ber die streitbefangene bilanzrechtliche Frage zu entscheiden, h&auml;tte das FG die Klage mithin zu Recht abgewiesen; die Revision w&auml;re als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Jedoch h&auml;ngt die Entscheidung der Rechtssache auch noch von der Beantwortung der Vorlagefrage ab. Ausgangspunkt f&uuml;r die steuerliche Gewinnermittlung ist n&auml;mlich die vom Steuerpflichtigen beim FA eingereichte (Steuer-)Bilanz. Von dieser darf (und muss) das FA nur abweichen, wenn und soweit sie den Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung &#8211;GoB&#8211; (&sect; 5 Abs. 1 Satz 1 EStG) oder den zwingenden bilanzrechtlichen Vorgaben des Einkommensteuergesetzes nicht entspricht und deshalb fehlerhaft ist (vgl. Senatsurteil vom 5. Juni 2007 I R 47\/06, BFHE 218, 221, BStBl II 2007, 818; Senatsbeschluss vom 7. August 2008 I B 161\/07, BFH\/NV 2008, 2053). Diese Erfordernisse f&uuml;r eine Abweichung von der eingereichten Bilanz durch das FA entsprechen nach Auffassung des vorlegenden Senats den Voraussetzungen, an die &sect; 4 Abs. 2 Satz 1 EStG die Zul&auml;ssigkeit einer nachtr&auml;glichen &Auml;nderung der Bilanz durch den Steuerpflichtigen (Bilanzberichtigung) kn&uuml;pft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH ist ein Bilanzansatz nur dann im eben beschriebenen Sinne fehlerhaft, wenn der Steuerpflichtige den objektiv gegebenen Rechtsversto&szlig; nach den Erkenntnism&ouml;glichkeiten eines ordentlichen Kaufmanns im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung &#8211;bezogen auf die am Bilanzstichtag objektiv bestehenden Verh&auml;ltnisse&#8211; erkennen konnte. Dieser sog. subjektive Fehlerbegriff (der zum Teil auch als &quot;normativ-subjektiver&quot; Fehlerbegriff bezeichnet wird, z.B. Wied in Bl&uuml;mich, a.a.O., &sect; 4 EStG Rz 983) gilt nach bisheriger Rechtsprechung nicht nur f&uuml;r Tatsachenkenntnisse, sondern auch f&uuml;r die Beurteilung der rechtlichen Verh&auml;ltnisse (z.B. BFH-Urteile vom 14. August 1975 IV R 30\/71, BFHE 117, 44, BStBl II 1976, 88; vom 12. November 1992 IV R 59\/91, BFHE 170, 217, BStBl II 1993, 392; vom 5. April 2006 I R 46\/04, BFHE 213, 326, BStBl II 2006, 688; vom 23. Januar 2008 I R 40\/07, BFHE 220, 361, BStBl II 2008, 669). F&uuml;r die F&auml;lle, in denen die Rechtslage zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung ungekl&auml;rt ist, weil noch keine Rechtsprechung zu der in Rede stehenden Bilanzierungsfrage ergangen ist, hat der Senat deshalb entschieden, dass dann jede der kaufm&auml;nnischen Sorgfalt entsprechende Bilanzierung als &quot;richtig&quot; anzusehen ist (Senatsurteile in BFHE 213, 326, BStBl II 2006, 688; in BFHE 218, 221, BStBl II 2008, 818; vom 17. Juli 2008 I R 85\/07, BFHE 222, 418, BStBl II 2008, 924). An den in diesem Sinne zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung subjektiv &quot;richtigen&quot; Bilanzansatz ist das FA gebunden, auch wenn die Rechtsfrage nach diesem Zeitpunkt &#8211;gleichviel ob zugunsten oder zuungunsten des Steuerpflichtigen&#8211; durch eine h&ouml;chstrichterliche Entscheidung im gegenteiligen Sinne entschieden worden ist (Senatsurteil in BFHE 218, 221, BStBl II 2008, 818).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Nach Ma&szlig;gabe dieser Rechtsprechung hat die Kl&auml;gerin durch das Unterlassen der Bildung des aktiven RAP in der Bilanz zum 31. Dezember des Streitjahres eine zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung der kaufm&auml;nnischen Sorgfalt entsprechende Entscheidung getroffen. Aus dem vom FG in Bezug genommenen Pr&uuml;fungsbericht ergibt sich, dass die Bilanz der Kl&auml;gerin f&uuml;r das Streitjahr vor Beginn der Au&szlig;enpr&uuml;fung am 3. April 2000 aufgestellt worden sein muss. Bis dahin existierte weder Rechtsprechung noch Literatur zur spezifischen Frage der Bildung eines aktiven RAP bei verbilligter &Uuml;berlassung von Mobiltelefonen. Die in diesem Zusammenhang relevante Frage, ob auch Verm&ouml;gensminderungen durch geldwerte Sachleistungen zu einer &quot;Ausgabe&quot; i.S. des &sect; 5 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG f&uuml;hren k&ouml;nnen, war auch damals im Schrifttum umstritten, ohne dass sich ein verfestigter Meinungsstand in eine bestimmte Richtung herausgebildet hatte. Demnach kann das Unterlassen der Aktivierung des RAP durch die Kl&auml;gerin nicht als Versto&szlig; gegen die kaufm&auml;nnische Sorgfalt angesehen werden; die Bilanz war im beschriebenen Sinne subjektiv nicht fehlerhaft. Auf der Grundlage der bisherigen BFH-Rechtsprechung, nach der die Vorlagefrage zu bejahen ist, w&auml;ren Revision und Klage mithin begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Grunds&auml;tzliche Bedeutung der Vorlagefrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der sonach entscheidungserheblichen Frage nach der Bindungswirkung der bei ungekl&auml;rter Rechtslage vom Bilanzierenden bei Aufstellung der Bilanz befolgten Rechtsauffassung misst der vorlegende Senat grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect; 11 Abs. 4 FGO bei. Der sog. subjektive Fehlerbegriff, von dessen unver&auml;nderter Beibehaltung nach Auffassung des vorlegenden Senats sowohl die in der Vorlagefrage angesprochene Bindungswirkung f&uuml;r die Finanzverwaltung als auch die &#8211;im Streitfall nicht unmittelbar relevante&#8211; M&ouml;glichkeit des Bilanzierenden zur Bilanzberichtigung nach &sect; 4 Abs. 2 Satz 1 EStG abh&auml;ngen, ist eine der zentralen und umstrittenen Grundfragen des Bilanzsteuerrechts, mit der sich alle Ertragsteuersenate des BFH im Rahmen bilanzrechtlicher Streitf&auml;lle zu befassen haben. Die Vorlagefrage betrifft alle bilanzierenden Unternehmen; ihrer Beantwortung kommt angesichts der zunehmenden gesetzlichen Neuregelungen auch im Bilanzsteuerrecht und der damit verbundenen steigenden Zahl ungekl&auml;rter Rechtsfragen in diesem Bereich eine wesentliche Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund h&auml;lt es der vorlegende Senat f&uuml;r geboten, dass eine Best&auml;tigung, &Auml;nderung oder Fortbildung der bisherigen Rechtsprechung vom Gro&szlig;en Senat als senats&uuml;bergreifendem Spruchk&ouml;rper getragen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:144\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der vorlegende Senat tritt daf&uuml;r ein, den subjektiven Fehlerbegriff abweichend von der bisherigen Rechtsprechung nicht auf die Beurteilung bilanzrechtlicher Rechtsfragen zu erstrecken. Diese sollte die Finanzverwaltung vielmehr allein auf der Grundlage des objektiv geltenden Rechts beurteilen m&uuml;ssen, auch wenn sie zum Zeitpunkt der Aufstellung der Bilanz noch nicht gekl&auml;rt waren. Danach w&auml;re das FA bei der ertragsteuerlichen Gewinnermittlung in Bezug auf zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung ungekl&auml;rte Rechtsfragen nicht an die Auffassung gebunden, die der vom Steuerpflichtigen eingereichten Bilanz zu Grunde liegt; die Vorlagefrage w&auml;re zu verneinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Bisherige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs (RFH) und des Obersten Finanzgerichtshofs (OFH) l&auml;sst sich &#8211;soweit ersichtlich&#8211; bei der Auslegung des Fehlerbegriffs keine subjektive Komponente entnehmen (vgl. RFH-Urteile vom 7. Oktober 1932 I A 53\/31, RStBl 1932, 1075; vom 25. Oktober 1933 I A 44\/32, RStBl 1934, 410; OFH-Urteil vom 13. Juni 1950 IV 37\/50 U, BStBl I 1951, 179). Im RFH-Urteil vom 23. Mai 1935 I A 110\/33 (RStBl 1935, 1467) hei&szlig;t es, die steuerlichen Vorschriften strebten objektiv richtige Bilanzans&auml;tze an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf die subjektiven Erkenntnism&ouml;glichkeiten des Bilanzierenden stellt erstmals das Senatsurteil vom 11. Oktober 1960 I 56\/60 U (BFHE 72, 8, BStBl III 1961, 3) ab. Es kommt zu dem Ergebnis, dass der Steuerpflichtige aufgrund einer erst nach Aufstellung der Bilanz erlangten Tatsachenkenntnis &uuml;ber die fehlende Bonit&auml;t einer aktivierten Forderung die Bilanz nicht nach &sect; 4 Abs. 2 Satz 1 EStG berichtigen d&uuml;rfe. Zur Begr&uuml;ndung hei&szlig;t es in dem Urteil, dass selbst bei objektiv gegebener &Uuml;berschuldung der Forderungsschuldnerin zum Bilanzstichtag eine Bilanzberichtigung nicht in Betracht komme, weil eine unrichtige Bilanzierung und damit eine Pflicht, die Bilanz zu berichtigen, nicht vorliege. Handelsrecht und Steuerrecht k&ouml;nnten von dem Kaufmann nicht mehr verlangen, als dass er seine bis zur Aufstellung der Bilanz erlangte Kenntnis von dem am Bilanzstichtag vorliegenden Sachverhalt pflichtgem&auml;&szlig; und gewissenhaft bei der Aufstellung der Bilanz verwerte. Kenne er bei der Aufstellung der Bilanz Tatsachen nicht, die seine Forderungen als nicht vollwertig erscheinen lie&szlig;en, so k&ouml;nne er nicht verpflichtet werden, die von ihm nach bestem Wissen aufgestellte Bilanz, wenn er sp&auml;ter diese Kenntnis erlange, zu berichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem Urteil in BFHE 117, 44, BStBl II 1976, 88 hat der IV. Senat des BFH die Ma&szlig;geblichkeit der subjektiven Erkenntnism&ouml;glichkeiten des Bilanzierenden bei Aufstellung der Bilanz &uuml;ber die Beurteilung von Tatsachen hinaus auch auf Rechtsfragen ausgedehnt. Eine Bilanz ist danach nicht falsch und berichtigungsbed&uuml;rftig, wenn sich nach ihrer Aufstellung herausstellt, dass bestimmte tats&auml;chliche oder rechtliche Verh&auml;ltnisse am Bilanzstichtag objektiv anders waren als bei der Aufstellung der Bilanz angenommen wurde. Vielmehr ist eine Bilanz bereits dann richtig, wenn sie den im Zeitpunkt ihrer Aufstellung bestehenden Erkenntnism&ouml;glichkeiten &uuml;ber die am Bilanzstichtag objektiv bestehenden Verh&auml;ltnisse entspricht, d.h. wenn sie subjektiv richtig ist. In dem Urteil in BFHE 170, 217, BStBl II 1993, 392 hat der IV. Senat diese Grunds&auml;tze auf den Fall einer Rechtsprechungs&auml;nderung angewendet, in welchem es um die Aktivierbarkeit von Kanalbaubeitr&auml;gen als nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten auf ein Grundst&uuml;ck ging. Danach liegt ein zur Bilanz&auml;nderung berechtigender Fehler nicht vor, wenn der Steuerpflichtige bei der Bilanzaufstellung nach der seinerzeitigen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung verfahren ist, diese Rechtsprechung danach aber durch ein neueres Urteil aufgegeben worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An die Einbeziehung der Beurteilung von Rechtsfragen in den subjektiven Fehlerbegriff hat der vorlegende Senat in j&uuml;ngerer Zeit in einer Reihe von Entscheidungen angekn&uuml;pft, in denen die Steuerpflichtigen im Wege von Bilanzberichtigungen nach &sect; 4 Abs. 2 Satz 1 EStG nachtr&auml;glich gewinnmindernde R&uuml;ckstellungen f&uuml;r drohende Verbindlichkeiten (&sect; 249 Abs. 1 Satz 1 HGB) gebildet hatten, deren Berechtigung zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung umstritten und h&ouml;chstrichterlich noch nicht gekl&auml;rt war, die aber sp&auml;ter vom BFH anerkannt worden waren (Senatsurteile in BFHE 213, 326, BStBl II 2006, 688, und in BFHE 218, 221, BStBl II 2007, 818: R&uuml;ckstellungen f&uuml;r k&uuml;nftige Beihilfeanspr&uuml;che; Senatsurteile in BFHE 220, 361, BStBl II 2008, 669; in BFHE 222, 418, BStBl II 2008, 924; vom 16. Dezember 2008 I R 54\/08, BFH\/NV 2009, 746: R&uuml;ckstellungen f&uuml;r k&uuml;nftige Kosten der Aufbewahrung von Gesch&auml;ftsunterlagen). Der Senat hat in diesen F&auml;llen die urspr&uuml;nglichen Bilanzen nicht als fehlerhaft i.S. von &sect; 4 Abs. 2 Satz 1 EStG angesehen, weil das Unterlassen der R&uuml;ckstellungsbildung aufgrund der ungekl&auml;rten Rechtslage zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung eine vertretbare Entscheidung gewesen sei; wenn eine bestimmte Bilanzierungsfrage nicht durch die Rechtsprechung abschlie&szlig;end gekl&auml;rt sei, sei jede der kaufm&auml;nnischen Sorgfalt entsprechende Bilanzierung als in diesem Sinne &quot;richtig&quot; anzusehen. In einem solchen Fall sei der objektiv gegebene Bilanzierungsfehler bei derjenigen Veranlagung zu korrigieren, der die erste nach dem Offenbarwerden des Fehlers aufgestellte Bilanz zugrunde liegt (Senatsurteil in BFHE 218, 221, BStBl II 2007, 818).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem Urteil in BFHE 218, 221, BStBl II 2007, 818 hat der Senat &uuml;berdies betont, dass in diesen F&auml;llen auch die Finanzverwaltung im Rahmen der Steuerfestsetzung an die vom Steuerpflichtigen zul&auml;ssigerweise gebildeten Bilanzans&auml;tze gebunden sei. Das FA d&uuml;rfe von diesen Bilanzans&auml;tzen zwar abweichen, wenn sie den GoB nicht entspr&auml;chen; das sei aber auch in diesem Zusammenhang nach dem Ma&szlig;stab des Verhaltens eines ordentlichen Kaufmanns zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung zu beurteilen, nach denen im dortigen Streitfall ein Versto&szlig; gegen Buchf&uuml;hrungsgrunds&auml;tze nicht vorgelegen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Auffassung der Finanzverwaltung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Finanzverwaltung praktiziert den subjektiven Fehlerbegriff im Bereich der Bilanzberichtigung gem&auml;&szlig; &sect; 4 Abs. 2 Satz 1 EStG grunds&auml;tzlich so, wie er vom BFH entwickelt wurde (R 4.4 Abs. 1 S&auml;tze 1 bis 5 des Amtlichen Einkommensteuer-Handbuchs &#8211;EStH&#8211; 2009; vgl. auch BMF-Schreiben vom 11. M&auml;rz 2008, BStBl I 2008, 496 &#8211;zur bilanzsteuerrechtlichen Ber&uuml;cksichtigung von Altersteilzeitvereinbarungen nach dem Altersteilzeitgesetz&#8211;; Verf&uuml;gungen der Oberfinanzdirektionen D&uuml;sseldorf [und M&uuml;nster] vom 10. Mai 2005, DB 2005, 1083, und M&uuml;nchen\/ N&uuml;rnberg vom 1. April 2005, Finanz-Rundschau 2005, 560 &#8211;zur Bildung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Beihilfeverpflichtungen&#8211;). In den F&auml;llen, in denen der Steuerpflichtige entsprechend der im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestehenden Verwaltungsauffassung bilanziert hat, l&auml;sst R 4.4 Abs. 1 Satz 6 EStH 2009 eine Bilanzberichtigung zu, wenn der Steuerpflichtige sich zwar bei der Bilanzierung an die damalige Verwaltungsauffassung gehalten hat, jedoch seine gegenteilige Rechtsauffassung durch Zus&auml;tze oder Vermerke bei der Bilanzaufstellung dokumentiert hat. Diese &#8211;wohl als Billigkeitsma&szlig;nahme zu charakterisierende&#8211; M&ouml;glichkeit zur Bilanzberichtigung setzt allerdings nicht nur voraus, dass die gegenteilige Rechtsauffassung des Steuerpflichtigen durch die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung best&auml;tigt wird, sondern auch, dass sich aufgrund dieser Rechtsprechung die Verwaltungsmeinung ge&auml;ndert hat. Eine darauf gest&uuml;tzte Bilanzberichtigung kommt also nur in Betracht, wenn das BFH-Urteil im Bundessteuerblatt ver&ouml;ffentlicht und nicht mit einem &quot;Nichtanwendungserlass&quot; des BMF belegt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Keine dezidierte Stellungnahme der Finanzverwaltung findet sich zu der Frage, inwiefern diese sich selbst an eine der Bilanz zu Grunde liegende Rechtsauffassung zu einer ungekl&auml;rten Rechtsfrage gebunden sieht, die sich zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung im Bereich des subjektiv &quot;Richtigen&quot; befand und deren Fehlerhaftigkeit sich erst nachtr&auml;glich erwiesen hat. Im Streitfall hat das FA in der Revisionserwiderung die &#8211;nach Auffassung des Senats unzutreffende&#8211; Ansicht vertreten, das Unterlassen der Bildung des aktiven RAP durch die Kl&auml;gerin sei zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung nicht vertretbar und damit auch subjektiv falsch gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Sonstige Stellungnahmen zum subjektiven Fehlerbegriff<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) F&uuml;r die Handelsbilanz wird der subjektive Fehlerbegriff als Auspr&auml;gung der GoB im Schrifttum grunds&auml;tzlich anerkannt (vgl. Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftspr&uuml;fer &#8211;IDW&#8211; vom 12. April 2007, Tz. 14, Fachnachrichten IDW 2007, 265, 267; Adler\/D&uuml;ring\/Schmaltz, a.a.O., AktG &sect; 172 Rz 43; Ellrott\/ Schubert in Beck&#8217;scher Bilanz-Kommentar, a.a.O., &sect; 253 HGB Rz 805; Welf M&uuml;ller in Westermann u.a., Festschrift Quack, 1991, S. 359, 367; Sch&ouml;n in Canaris u.a., 50 Jahre Bundesgerichtshof, 2000, Bd. II, S. 153, 155 f.; Schulze-Osterloh, BB 2007, 2335). Unterschiedliche Auffassungen bestehen zu der Frage, ob die Erkenntnism&ouml;glichkeiten des gewissenhaften und pflichtgem&auml;&szlig; handelnden Kaufmanns zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung oder zum Zeitpunkt der Feststellung der Bilanz ma&szlig;geblich sein sollen (zum Diskussionsstand K&uuml;ting\/Kaiser, Die Wirtschaftspr&uuml;fung 2000, 577). Im Hinblick auf die Beurteilung von Rechtsfragen wird diskutiert, ob auch f&uuml;r diejenigen Rechtsfragen, die sich auf die Bilanzierung selbst beziehen, der subjektive Ma&szlig;stab gelten soll oder nur f&uuml;r solche, deren Beantwortung lediglich f&uuml;r die Erfassung des f&uuml;r die Bilanzierung ma&szlig;geblichen Sachverhalts erforderlich ist (in letzterem Sinne Schulze-Osterloh, BB 2007, 2335, 2336).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r die Steuerbilanz ist die Literatur der BFH-Rechtsprechung zum subjektiven Fehlerbegriff teilweise gefolgt (vgl. Frotscher, a.a.O., &sect; 4 Rz 434 ff.; Crezelius in Kirchhof, a.a.O., &sect; 4 Rz 235 f.; Hoffmann in Littmann\/Bitz\/Pust, a.a.O., &sect;&sect; 4, 5 EStG Rz 531 ff.; Wied in Bl&uuml;mich, a.a.O., &sect; 4 EStG Rz 983; Strahl in Korn, Einkommensteuergesetz, &sect; 4 Rz 421; Heinicke in Schmidt, a.a.O., &sect; 4 Rz 681; Ellrott\/Schubert in Beck&#8217;scher Bilanz-Kommentar, a.a.O., &sect; 253 HGB Rz 805).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Andere lehnen die Rechtsprechung grunds&auml;tzlich ab (G&uuml;nther, Die steuerliche Betriebspr&uuml;fung &#8211;StBp&#8211; 1963, 63; Sauer, StBp 1977, 173, 175; Weber-Grellet in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect; 4 Rz C 106 ff.; Stapperfend in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, a.a.O., &sect; 4 Rz 411; K&uuml;hnen in Bordewin\/Brandt, a.a.O., &sect; 4 Rz 1040, 1046; Meurer in Lademann, Einkommensteuergesetz, &sect; 4 EStG Rz 815; Tetzlaff\/Schallock, StBp 2007, 148, 150; Hey in Tipke\/Lang, Steuerrecht, 20. Aufl., &sect; 17 Rz 37; Flume, DB 1981, 2505, 2507; vgl. auch Knobbe-Keuk, Bilanz- und Unternehmenssteuerrecht, 9. Aufl., &sect; 3 V a.E.). Sie entnehmen dem Wortlaut des &sect; 4 Abs. 2 Satz 1 EStG ausschlie&szlig;lich objektive Merkmale und sehen die Funktion der Steuerbilanz als Mittel zur Gewinnermittlung und damit zur gesetzm&auml;&szlig;igen und gleichm&auml;&szlig;igen Besteuerung nur auf der Grundlage von objektiv richtigen Ans&auml;tzen als gew&auml;hrleistet an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Teil des Schrifttums zieht die Anwendung des subjektiven Fehlerbegriffs zumindest auf die Beurteilung ungekl&auml;rter Rechtsfragen in Zweifel (vgl. Herzig\/Nitzschke, DB 2007, 304, 306 ff.; Werra\/Rie&szlig;, DB 2007, 2502, 2504 ff.; Prinz\/Schulz, DStR 2007, 776, 778 f.; Vliegen, Die Steuerberatung 2007, 111, 115 f.; i.E. auch Strahl in Korn, a.a.O., &sect; 4 Rz 421.2; a.A. &#8211;der bisherigen Rechtsprechung zustimmend&#8211; Frotscher, a.a.O., &sect; 4 Rz 437 f.; Hoffmann, Der GmbH-Steuer-Berater 2008, 58, 59). Schulze-Osterloh (BB 2007, 2335, 2336) differenziert noch weiter und nimmt entsprechend der von ihm zur Handelsbilanz vertretenen Auffassung nur die Beurteilung jener Rechtsfragen vom subjektiven Ma&szlig;stab aus, die sich auf die Bilanzierung beziehen &#8211;insbesondere die Grunds&auml;tze ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung&#8211;, nicht aber solche, deren Beantwortung lediglich f&uuml;r die Erfassung des f&uuml;r die Bilanzierung ma&szlig;geblichen Sachverhalts erforderlich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Mit einer aus dem subjektiven Fehlerbegriff ggf. zu entnehmenden Bindung auch der Finanzverwaltung an die der Bilanzierung zugrunde liegende Rechtsauffassung des Steuerpflichtigen befasst sich die Literatur nicht eingehend. Teilweise wird der Rechtsprechung &#8211;n&auml;mlich dem Senatsurteil in BFHE 218, 221, BStBl II 2007, 818&#8211; eine solche Bindung entnommen (R&ouml;dder\/ Hageb&ouml;ke, Die Unternehmensbesteuerung &#8211;Ubg&#8211; 2008, 401, 406; vgl. auch Tetzlaff\/Schallock, StBp 2007, 148, 151); teilweise wird sie als &quot;zu weitgehend&quot; (Werra\/Rie&szlig;, DB 2007, 2502, 2506) bzw. unter Hinweis auf die Gesetzesbindung der Finanzverwaltung nach &sect; 85 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211; (Schulze-Osterloh, BB 2007, 2335, 2336) abgelehnt (vgl. auch Buciek in Bl&uuml;mich, a.a.O., &sect; 5 Rz 219, und in H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2008, 1224 sowie K&uuml;hnen in Bordewin\/Brandt, a.a.O., &sect; 4 Rz 1040, die unterschiedliche Fehlerbegriffe im Rahmen von &sect; 4 Abs. 2 Satz 1 EStG einerseits und im Rahmen von &sect; 5 Abs. 1 EStG andererseits in Erw&auml;gung ziehen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Stellungnahme des vorlegenden Senats<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat h&auml;lt es f&uuml;r vorzugsw&uuml;rdig, den subjektiven Fehlerbegriff nicht auf die Beurteilung bilanzrechtlicher Rechtsfragen zu erstrecken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Vorausgeschickt sei, dass der Senat sich weiterhin daf&uuml;r ausspricht, die Bindungswirkung der vom Steuerpflichtigen erstellten Bilanz f&uuml;r die Finanzverwaltung nach den gleichen Ma&szlig;st&auml;ben zu beurteilen, wie sie f&uuml;r die &quot;Richtigkeit&quot; der Bilanz im Rahmen des &sect; 4 Abs. 2 Satz 1 EStG gelten. Das FA sollte an die vom Steuerpflichtigen im Rahmen der GoB zul&auml;ssigerweise gebildeten Bilanzans&auml;tze gebunden bleiben (Senatsurteil in BFHE 218, 221, BStBl II 2007, 818). W&uuml;rde man es anders sehen und z.B. eine Bindung des FA nur an die objektiv richtigen Bilanzans&auml;tze bejahen, w&auml;hrend f&uuml;r &sect; 4 Abs. 2 Satz 1 EStG weiterhin uneingeschr&auml;nkt der subjektive Fehlerbegriff beibehalten w&uuml;rde, w&auml;re &sect; 4 Abs. 2 Satz 1 EStG weitgehend sinnentleert. Denn das FA m&uuml;sste auch unabh&auml;ngig von der Vornahme einer Bilanzberichtigung durch den Steuerpflichtigen stets die objektiv &quot;richtigen&quot; Ans&auml;tze zugrunde legen und &#8211;zugunsten und zuungunsten des Steuerpflichtigen&#8211; von der Bilanz abweichen, auch soweit diese zum Aufstellungszeitpunkt subjektiv richtig gewesen sein m&ouml;gen und vom Steuerpflichtigen selbst deshalb nicht mehr ge&auml;ndert werden k&ouml;nnten. Ein Gleichlauf zwischen der Bindungswirkung der Bilanz f&uuml;r den Steuerpflichtigen einerseits und f&uuml;r die Finanzverwaltung andererseits w&auml;re demgegen&uuml;ber systemgerecht und ist deshalb vorzugsw&uuml;rdig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch besteht aus Sicht des Senats keine Notwendigkeit, den subjektiven Fehlerbegriff ganz aufzugeben. F&uuml;r die Beurteilung der f&uuml;r die Bilanzierung ma&szlig;geblichen tats&auml;chlichen Umst&auml;nde kann vielmehr weiterhin auf die subjektiven Erkenntnism&ouml;glichkeiten des ordentlichen und gewissenhaften Kaufmanns zum Aufstellungszeitpunkt abgestellt werden. Dieser Sichtweise kommt in gewisser Hinsicht eine Befriedungsfunktion zu. Sie verhindert einerseits, dass der Steuerpflichtige seine urspr&uuml;nglichen Einsch&auml;tzungen in Bezug auf f&uuml;r die Bilanzierung erforderliche Prognosen, Sch&auml;tzungen oder Beurteilungen von hypothetischen Kausalverl&auml;ufen nachtr&auml;glich &#8211;je nach Opportunit&auml;t&#8211; revidieren kann. Andererseits bewahrt sie den Steuerpflichtigen davor, dass die Finanzverwaltung durch nachtr&auml;gliche Ermittlungen versucht, die Tatsachengrundlage der Bilanz zu ersch&uuml;ttern (z.B. in Bezug darauf, ob der Schuldner einer wegen fehlender Bonit&auml;t ausgebuchten Forderung am Bilanzstichtag nicht doch noch &uuml;ber dem Bilanzierenden verborgen gebliebenes Verm&ouml;gen verf&uuml;gt hat). Durch den mit dem Gesetz zur Durchf&uuml;hrung der Vierten, Siebenten und Achten Richtlinie des Rates der Europ&auml;ischen Gemeinschaften zur Koordinierung des Gesellschaftsrechts (Bilanzrichtliniengesetz) vom 19. Dezember 1985 (BGBl I 1985, 2355) normierten Grundsatz, wonach im Jahresabschluss alle &quot;vorhersehbaren&quot; Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, zu ber&uuml;cksichtigen sind, auch wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung bekannt geworden sind (&sect; 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB), hat der subjektive Fehlerbegriff &uuml;berdies zumindest ansatzweise Eingang in das positive Gesetzesrecht gefunden (Sch&ouml;n in Canaris u.a., a.a.O., S. 153, 155 f.; Schulze-Osterloh, BB 2007, 2335, 2336). Auch kommen die Gegner des subjektiven Fehlerbegriffs durch die Einr&auml;umung gro&szlig;z&uuml;giger Beurteilungsspielr&auml;ume und Entscheidungspr&auml;rogativen (vgl. Weber-Grellet in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect; 4 Rz C 112; Stapperfend in Herrmann\/Heuer\/Raupach, a.a.O., &sect; 4 EStG Rz 411) faktisch ebenfalls zu einer Einschr&auml;nkung der Fehlertatbest&auml;nde, so dass sich in der Praxis vielfach keine wesentlich unterschiedlichen Ergebnisse ergeben d&uuml;rften (vgl. Herzig\/Nitzschke, DB 2007, 304, 306; Werra\/Rie&szlig;, DB 2007, 2502, 2503).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) In Bezug auf die Beurteilung bilanzrechtlicher Fragen h&auml;lt der Senat indes ein Abstellen auf die Erkenntnism&ouml;glichkeiten des Steuerpflichtigen zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung aus mehreren Gr&uuml;nden nicht f&uuml;r sachgerecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ein subjektiver Ma&szlig;stab in Bezug auf Rechtsfragen ist dem Verfahren der steuerlichen Gewinnermittlung prinzipiell fremd. Hinsichtlich aller anderen Rechtsfragen, die sich au&szlig;erhalb der Feststellung des Bilanzgewinns im Rahmen der Gewinnermittlung stellen, ist allein die tats&auml;chlich bestehende objektive Rechtslage ma&szlig;geblich und sind deshalb weder Steuerpflichtiger noch Finanzverwaltung an eine zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung vertretbar erscheinende der Steuererkl&auml;rung zugrunde liegende Rechtsauffassung gebunden. Das gilt auch f&uuml;r Rechtsfragen, die &#8211;auch wenn sie die Bilanzans&auml;tze an sich nicht ber&uuml;hren&#8211; mit Bilanzierungsfragen in Zusammenhang stehen k&ouml;nnen, wie beispielsweise solche in Zusammenhang mit der Nichtabziehbarkeit von Betriebsausgaben, mit der Erfassung von &Uuml;bernahmegewinnen gem&auml;&szlig; &sect; 12 Abs. 2 des Umwandlungssteuergesetzes 1995 (vgl. zu beidem das Senatsurteil in BFHE 220, 361, BStBl II 2008, 669) oder mit verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttungen i.S. von &sect; 8 Abs. 3 Satz 2 KStG 1996. Ein &uuml;berzeugender Grund daf&uuml;r, unterschiedliche Beurteilungsma&szlig;st&auml;be anzusetzen, je nach dem ob sich ein gewinnrelevanter Vorgang innerhalb oder au&szlig;erhalb der Bilanz vollzieht, besteht nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Sache nach besteht bei Anerkennung einer subjektiven Einsch&auml;tzungspr&auml;rogative hinsichtlich der Beantwortung ungekl&auml;rter Bilanzierungsfragen eine wahlrechts&auml;hnliche Situation; der Steuerpflichtige kann sich f&uuml;r eine von mehreren vertretbaren Rechtspositionen entscheiden (vgl. Senatsurteil in BFHE 222, 418, BStBl II 2008, 924). Das f&uuml;hrt zwangsl&auml;ufig dazu, dass der Steuerpflichtige bzw. dessen Berater bem&uuml;ht sein m&uuml;ssen, bei allen streitigen bzw. streitrelevanten Bilanzierungsfragen schon bei Aufstellung der Bilanz jeweils bis an die Grenze des kaufm&auml;nnisch gerade noch Vertretbaren zu gehen (vgl. die Empfehlungen von R&ouml;dder\/Hageb&ouml;ke, Ubg 2008, 401, 405), um sich die M&ouml;glichkeit zu erhalten, von einer k&uuml;nftigen h&ouml;chstrichterlichen Entscheidung zu der Bilanzierungsfrage &#8211;so sie zugunsten des Steuerpflichtigen entschieden wird&#8211; zu profitieren. Diese Situation erh&ouml;ht das Konfliktpotential zwischen Steuerpflichtigem und Finanzverwaltung im Veranlagungs- und Betriebspr&uuml;fungsverfahren und kann auch f&uuml;r den Steuerpflichtigen von Nachteil sein. Denn diese Vorgehensweise steigert das Risiko sp&auml;terer Steuernachforderungen mit &#8211;nicht abzugsf&auml;higen&#8211; Nachforderungszinsen gem&auml;&szlig; &sect; 233a AO (vgl. Werra\/Rie&szlig;, DB 2007, 2502); der bisherigen pragmatischen Praxis, die Steuerbilanz zun&auml;chst auf der Grundlage der Verwaltungsauffassung zu erstellen und eine rechtliche Kl&auml;rung erst im Rahmen der Betriebspr&uuml;fung bzw. des sich anschlie&szlig;enden Rechtsbehelfsverfahrens zu suchen (dazu Werra\/Rie&szlig;, DB 2007, 2502; Herzig\/Nitzschke, DB 2007, 304, 307; R&ouml;dder\/ Hageb&ouml;ke, Ubg 2008, 401, 407), wird auf diese Weise die Grundlage entzogen. Eine solche Entwicklung sollte die Rechtsprechung nicht f&ouml;rdern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) &Uuml;berdies erscheint die wahlrechts&auml;hnliche Situation in Bezug auf die Beurteilung von Rechtsfragen unter dem verfassungsrechtlichen Aspekt der Besteuerung nach der Leistungsf&auml;higkeit nicht unproblematisch. Denn wenn nicht die objektive Rechtslage, sondern der vom Steuerpflichtigen konkret gew&auml;hlte Bilanzansatz f&uuml;r die Gewinnermittlung ma&szlig;geblich ist, kann dies zu einer unterschiedlichen Besteuerung wirtschaftlich vergleichbarer Sachverhalte nur aufgrund von bilanztechnischen Entscheidungen der Steuerpflichtigen f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Ein entscheidender Nachteil der Erstreckung des subjektiven Fehlerbegriffs auf die Beurteilung bilanzrechtlicher Zweifelsfragen liegt aus Sicht des Senats darin, dass sie bei konsequenter Befolgung im Verh&auml;ltnis zwischen Steuerpflichtigem und Finanzverwaltung zu einer Waffenungleichheit zu Lasten der Finanzverwaltung f&uuml;hrt und einer ausgewogenen Rechtsfortbildung im Bilanzsteuerrecht hinderlich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn der Steuerpflichtige k&ouml;nnte auf dieser Grundlage bei ungekl&auml;rter Rechtslage durch die Entscheidung f&uuml;r einen (ggf. gerade noch) vertretbaren Bilanzansatz ein Faktum schaffen, an das die Finanzverwaltung und die Gerichte in dem betreffenden Steuerverfahren in einer Weise gebunden w&auml;ren, dass die materiell-rechtliche Richtigkeit des Bilanzansatzes nicht mehr entscheidungserheblich w&auml;re. Das FA h&auml;tte dann n&auml;mlich in Bezug auf den Bilanzansatz zun&auml;chst nur zu pr&uuml;fen, ob dieser sich noch im Rahmen des vertretbaren Meinungsspektrums befindet; ist das der Fall, besteht in dem betreffenden Verfahren kein Anlass mehr, sich &uuml;berhaupt noch mit der objektiven materiellen Rechtslage zu befassen. In gleicher Weise m&uuml;sste das FG verfahren. K&auml;me dieses zu dem Ergebnis, dass die der Bilanzierung zugrunde liegende Rechtsauffassung aus der Sicht des Bilanzstichtags oder des Zeitpunkts der Bilanzaufstellung noch vertretbar ist, w&auml;re die objektive Rechtslage aus seiner Sicht nicht entscheidungserheblich. Eine Kl&auml;rung der materiell-rechtlichen Streitfrage k&ouml;nnte das FA somit nur dadurch herbeizuf&uuml;hren versuchen, dass es einen auf seiner eigenen materiellen Rechtsauffassung beruhenden &#8211;und damit fehlerhaften&#8211; Steuerbescheid erl&auml;sst und darauf hofft, dass das FG oder ggf. der BFH die Revision trotz Fehlens der daf&uuml;r erforderlichen Voraussetzungen zulassen und der BFH sodann per obiter dictum die bilanzrechtliche Streitfrage kl&auml;rt. Der Erfolg der Finanzverwaltung best&uuml;nde in diesem Fall aber auch nur darin, dass sie ihre Rechtsauffassung &#8211;falls sie vom BFH best&auml;tigt wird&#8211; hinsichtlich der zeitlich nach Ergehen der abschlie&szlig;enden BFH-Entscheidung aufgestellten Bilanzen zur Geltung bringen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch h&auml;tte die Finanzverwaltung keine Handhabe daf&uuml;r, eine bisher allseits akzeptierte Bilanzierungspraxis infrage zu stellen oder eine neue bilanzrechtliche Rechtsfrage aufzuwerfen und gerichtlich kl&auml;ren zu lassen. Denn in jedem Fall k&ouml;nnte sich der Steuerpflichtige auf die bisher anerkannte Praxis und die damit gegebene subjektive Richtigkeit des betreffenden Bilanzansatzes berufen. Der Finanzverwaltung w&auml;re es mithin verwehrt, neue bilanzrechtliche Vorstellungen zur gerichtlichen Pr&uuml;fung zu stellen. Initiativen zur Fortentwicklung des Bilanzrechts k&ouml;nnten nur von den Steuerpflichtigen ausgehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Schlie&szlig;lich ist zu bedenken, dass Steuerbescheide und Gerichtsurteile, die bilanzrechtliche Fragen anhand der objektiven Rechtslage beurteilen, regelm&auml;&szlig;ig auf eine gr&ouml;&szlig;ere Akzeptanz sto&szlig;en w&uuml;rden. Es ist einerseits dem Bilanzierenden, der sich bei der Bilanzaufstellung z.B. an eine damalige Bilanzierungspraxis oder Verwaltungsauffassung gehalten hat, nur schwer vermittelbar, dass er &#8211;obwohl die Veranlagung noch &quot;offen&quot; ist&#8211; von einer zwischenzeitlich ergangenen h&ouml;chstrichterlichen Entscheidung zugunsten der Steuerpflichtigen nicht soll profitieren k&ouml;nnen. Im umgekehrten Fall ist es der Allgemeinheit gegen&uuml;ber schwer zu rechtfertigen, trotz grunds&auml;tzlicher &Auml;nderbarkeit der Steuerfestsetzung einen Bilanzansatz anzuerkennen, der sich zwischenzeitlich als rechtlich unzutreffend herausgestellt hat. Ein Gleichlauf zwischen der &Auml;nderbarkeit der Steuerfestsetzung einerseits und der Bilanzans&auml;tze andererseits w&uuml;rde demgegen&uuml;ber zu in sich konsistenteren und deshalb &uuml;berzeugungskr&auml;ftigeren Ergebnissen f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Bei der Entscheidung &uuml;ber die Vorlagefrage zu bedenken ist allerdings, dass &#8211;jedenfalls nach Auffassung des vorlegenden Senats&#8211; auf der Grundlage der vorstehenden Argumentation der subjektive Ma&szlig;stab in Bezug auf die Beurteilung von Rechtsfragen nicht nur dann nicht zur Anwendung kommen d&uuml;rfte, wenn es &#8211;wie in dem der Vorlage zugrunde liegenden Sachverhalt&#8211; um die Beurteilung von noch ungekl&auml;rten Rechtsfragen geht. Vielmehr k&ouml;nnte nach diesen Erw&auml;gungen auch in den F&auml;llen nicht mehr auf den subjektiven Erkenntnisstand zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung abgestellt werden, in denen die Bilanz auf der Basis einer bislang von der BFH-Rechtsprechung gebilligten Bilanzierungspraxis bzw. Verwaltungsauffassung aufgestellt worden ist und der BFH diese Rechtsprechung nach dem Zeitpunkt der Bilanzaufstellung &auml;ndert (so der Sachverhalt des BFH-Urteils in BFHE 170, 217, BStBl II 1993, 392). Der vorlegende Senat ist indes der Auffassung, dass diese Konsequenz kein triftiger Grund ist, von der vorgeschlagenen Aufgabe des subjektiven Fehlerbegriffs f&uuml;r die Beurteilung bilanzrechtlicher Fragen abzusehen, zumal die &Auml;nderung einer bisher von der Verwaltung angewendeten h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung nach der Vertrauensschutzregel des &sect; 176 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 AO bei der Aufhebung oder &Auml;nderung eines Steuerbescheids nicht zuungunsten des Steuerpflichtigen ber&uuml;cksichtigt werden darf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 7.4.2010, I R 77\/08 Anwendung des subjektiven Fehlerbegriffs auf die Beurteilung von Rechtsfragen &#8211; aktive Rechnungsabgrenzung f&uuml;r Betriebsverm&ouml;gensminderungen aus der verbilligten Abgabe von Mobiltelefonen Leits&auml;tze Dem Gro&szlig;en Senat wird gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 4 FGO folgende Rechtsfrage zur Entscheidung vorgelegt: Ist das FA im Rahmen der ertragsteuerlichen Gewinnermittlung in Bezug auf zum &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-77-08-anwendung-des-subjektiven-fehlerbegriffs-auf-die-beurteilung-von-rechtsfragen-aktive-rechnungsabgrenzung-fuer-betriebsvermoegensminderungen-aus-der-verbilligten-abgabe-von-mobiltelefonen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;77\/08 &#8211; Anwendung des subjektiven Fehlerbegriffs auf die Beurteilung von Rechtsfragen &#8211; aktive Rechnungsabgrenzung f&uuml;r Betriebsverm&ouml;gensminderungen aus der verbilligten Abgabe von Mobiltelefonen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-12469","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12469","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12469"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12469\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12469"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12469"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12469"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}