{"id":12475,"date":"2012-12-19T15:36:34","date_gmt":"2012-12-19T13:36:34","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12475"},"modified":"2012-12-19T15:36:34","modified_gmt":"2012-12-19T13:36:34","slug":"vi-r-7-08-aufteilung-in-arbeitslohn-und-zuwendung-im-betrieblichen-eigeninteresse-uebernahme-von-kosten-fuer-eine-regenerierungskur-eines-fluglotsen-durch-den-arbeitgeber-als-arbeitslohn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-7-08-aufteilung-in-arbeitslohn-und-zuwendung-im-betrieblichen-eigeninteresse-uebernahme-von-kosten-fuer-eine-regenerierungskur-eines-fluglotsen-durch-den-arbeitgeber-als-arbeitslohn\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;7\/08 &#8211; Aufteilung in Arbeitslohn und Zuwendung im betrieblichen Eigeninteresse &#8211; &Uuml;bernahme von Kosten f&uuml;r eine Regenerierungskur eines Fluglotsen durch den Arbeitgeber als Arbeitslohn"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.3.2010, VI R 7\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufteilung in Arbeitslohn und Zuwendung im betrieblichen Eigeninteresse &#8211; &Uuml;bernahme von Kosten f&uuml;r eine Regenerierungskur eines Fluglotsen durch den Arbeitgeber als Arbeitslohn<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bei einer einheitlich zu beurteilenden Sachzuwendung an Arbeitnehmer scheidet eine Aufteilung in Arbeitslohn und Zuwendung im betrieblichen Eigeninteresse aus .<\/p>\n<p>2. Die &Uuml;bernahme von Kurkosten durch den Arbeitgeber ist grunds&auml;tzlich als Arbeitslohn zu werten .<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob die vom Arbeitgeber getragenen Kosten f&uuml;r eine Regenerierungskur eines Fluglotsen in vollem Umfang steuerpflichtiger Arbeitslohn sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) wurden im Streitjahr (2001) zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Der Kl&auml;ger erzielte als Fluglotse Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. Im Arbeitsvertrag war u.a. die Geltung des Bundesangestelltentarifvertrags und der Sonderregelungen f&uuml;r die Angestellten im Flugsicherungsdienst (SR 2 h BAT) vereinbart. Danach war der Kl&auml;ger verpflichtet, sich auf Verlangen seines Arbeitgebers in Abst&auml;nden von l&auml;ngstens f&uuml;nf Jahren einer Regenerierungskur zu unterziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem der Arbeitgeber zuvor mehrere Kuren zur Auswahl angeboten hatte, nahm der Kl&auml;ger im Streitjahr nach Anmeldung durch den Arbeitgeber an einer vierw&ouml;chigen Regenerierungskur f&uuml;r Fluglotsen teil. Der Arbeitgeber &uuml;bernahm s&auml;mtliche Kosten der Kur (5.040 DM). Zum Kurprogramm geh&ouml;rten im Wesentlichen Fitnesstraining und Massagen. An drei Tagen wurde der Kl&auml;ger &auml;rztlich untersucht. Bei der letzten Untersuchung wurde die Arbeitsf&auml;higkeit bescheinigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erfasste im Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr die &Uuml;bernahme der Kosten der Regenerierungskur durch den Arbeitgeber als geldwerten Vorteil.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage nach erfolglosem Vorverfahren insoweit statt, als es die Kosten nur zur H&auml;lfte dem Arbeitslohn des Kl&auml;gers hinzurechnete. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte das FG in dem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 943 ver&ouml;ffentlichten Urteil im Wesentlichen aus, dass die Kosten&uuml;bernahme nach einer Gesamtw&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde als gemischt veranlasst zu werten sei. Da keine Kostenbestandteile leicht und eindeutig abgetrennt werden k&ouml;nnten, seien die Kosten im Wege sachgerechter Sch&auml;tzung aufzuteilen. In Ermangelung eines anderweitigen geeigneten Aufteilungsma&szlig;stabs sei f&uuml;r die sch&auml;tzungsweise Aufteilung auf das Verh&auml;ltnis des Interesses des Kl&auml;gers an der Erhaltung seiner Fitness und des Arbeitgebers an gesunden und leistungsf&auml;higen Mitarbeitern abzustellen. Dabei scheine das Interesse beider Vertragsparteien in etwa gleich gro&szlig; zu sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision macht das FA formelle und materielle M&auml;ngel geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Abweisung der Klage (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG ist zu Unrecht von einer Aufteilung der Kosten in Arbeitslohn und Zuwendungen im betrieblichen Eigeninteresse ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Senat muss nicht entscheiden, ob dem FG die vom FA ger&uuml;gten Verfahrensfehler unterlaufen sind, da die Revision schon aus anderen Gr&uuml;nden zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Klageabweisung f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zu Unrecht hat das FG die Kosten f&uuml;r die Regenerierungskur als gemischt veranlasst gewertet und sie dann zur H&auml;lfte als Arbeitslohn des Kl&auml;gers erfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Steuerpflichtiger Arbeitslohn ist dadurch gekennzeichnet, dass dem Arbeitnehmer Einnahmen (Bez&uuml;ge oder geldwerte Vorteile) zuflie&szlig;en, die &quot;f&uuml;r&quot; seine Arbeitsleistung gew&auml;hrt werden (&sect; 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;). Diesem Tatbestandsmerkmal ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung zu entnehmen, dass ein dem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber zugewendeter Vorteil Entlohnungscharakter f&uuml;r das Zurverf&uuml;gungstellen der Arbeitskraft haben muss, um als Arbeitslohn angesehen zu werden. Demgegen&uuml;ber sind solche Vorteile kein Arbeitslohn, die sich bei objektiver W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde nicht als Entlohnung, sondern lediglich als notwendige Begleiterscheinung betriebsfunktionaler Zielsetzung erweisen (s. etwa Senatsentscheidungen vom 18. August 2005 VI R 32\/03, BFHE 210, 420, BStBl II 2006, 30; vom 16. November 2005 VI R 118\/01, BFHE 212, 55, BStBl II 2006, 444; vom 11. April 2006 VI R 60\/02, BFHE 212, 574, BStBl II 2006, 691; vom 26. Juli 2007 VI R 64\/06, BFHE 218, 370, BStBl II 2007, 892; vom 17. Januar 2008 VI R 26\/06, BFHE 220, 266, BStBl II 2008, 378).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Ergebnis einer solchen, den Arbeitslohncharakter verneinenden W&uuml;rdigung hat der Senat damit beschrieben, dass der Vorteil im ganz &uuml;berwiegend eigenbetrieblichen Interesse gew&auml;hrt werden muss. Da eine betriebliche Veranlassung jeder Art von Lohnzahlungen zugrunde liegt, muss sich aus den Begleitumst&auml;nden wie Anlass, Art und insbesondere H&ouml;he des Vorteils, Auswahl der Beg&uuml;nstigten, freie oder nur gebundene Verf&uuml;gbarkeit, Freiwilligkeit oder Zwang zur Annahme des Vorteils und seiner besonderen Geeignetheit f&uuml;r den jeweils verfolgten betrieblichen Zweck ergeben, dass diese Zielsetzung ganz im Vordergrund steht und ein damit einhergehendes eigenes Interesse des Arbeitnehmers, den betreffenden Vorteil zu erlangen, deshalb vernachl&auml;ssigt werden kann. Dabei besteht eine Wechselwirkung zwischen der Intensit&auml;t des eigenbetrieblichen Interesses des Arbeitgebers und dem Ausma&szlig; der Bereicherung des Arbeitnehmers. Je h&ouml;her aus der Sicht des Arbeitnehmers die Bereicherung anzusetzen ist, desto geringer z&auml;hlt das aus der Sicht des Arbeitgebers vorhandene eigenbetriebliche Interesse (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; in BFHE 212, 574, BStBl II 2006, 691, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ob sich eine unentgeltlich oder verbilligt &uuml;berlassene Sachzuwendung als geldwerter Vorteil oder als notwendige Begleiterscheinung betriebsfunktionaler Zielsetzung des Arbeitgebers erweist, h&auml;ngt von den Umst&auml;nden des Einzelfalls ab. Ergibt die W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des Einzelfalls, dass die Zuwendung ausschlie&szlig;lich oder ganz &uuml;berwiegend der Entlohnung des Arbeitnehmers dient, ist der geldwerte Vorteil in voller H&ouml;he Arbeitslohn. Ergibt die W&uuml;rdigung demgegen&uuml;ber, dass sich die Zuwendung nahezu ausschlie&szlig;lich als notwendige Begleiterscheinung betriebsfunktionaler Zielsetzung erweist, liegt insgesamt kein steuerpflichtiger Arbeitslohn vor. Dies gilt auch, wenn die Zuwendung f&uuml;r den Arbeitnehmer mit angenehmen Begleitumst&auml;nden verbunden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Liegt der geldwerte Vorteil in der Zuwendung einer f&uuml;r den Arbeitnehmer unentgeltlichen oder verbilligten Reise, kann nach der Rechtsprechung des Senats die Zuwendung gemischt veranlasst sein und eine Aufteilung in Arbeitslohn und Zuwendung im betrieblichen Eigeninteresse in Betracht kommen (Senatsentscheidungen in BFHE 210, 420, BStBl II 2006, 30; vom 30. April 2009 VI R 55\/07, BFHE 225, 58, BStBl II 2009, 726). Voraussetzung ist, dass die Reise sowohl Elemente beinhaltet, bei denen die betriebliche Zielsetzung des Arbeitgebers ganz im Vordergrund steht, als auch Bestandteile umfasst, deren Zuwendung sich als geldwerter Vorteil darstellt. L&auml;sst sich der Charakter einer Sachzuwendung dagegen nur einheitlich beurteilen, ist die Zuwendung im Rahmen einer Gesamtw&uuml;rdigung einheitlich dem einen oder dem anderen Bereich zuzuordnen (s. etwa BFH-Urteile in BFHE 212, 574, BStBl II 2006, 691; vom 5. April 2006 IX R 109\/00, BFHE 213, 337, BStBl II 2006, 541; vom 22. Juni 2006 VI R 21\/05, BFHE 214, 252, BStBl II 2006, 915).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach diesen Grunds&auml;tzen ist auch zu entscheiden, ob Leistungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und der betrieblichen Gesundheitsf&ouml;rderung (s. dazu &sect; 3 Nr. 34 EStG i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2009) zu Arbeitslohn f&uuml;hren. Nach der dazu ergangenen Rechtsprechung des Senats ist in der &Uuml;bernahme von Kurkosten durch den Arbeitgeber grunds&auml;tzlich Arbeitslohn zu sehen (Urteile vom 5. November 1993 VI R 56\/93, BFH\/NV 1994, 313; vom 31. Oktober 1986 VI R 73\/83, BFHE 148, 61, BStBl II 1987, 142; s. aber BFH-Urteil vom 24. Januar 1975 VI R 242\/71, BFHE 114, 496, BStBl II 1975, 340). Dagegen k&ouml;nnen vom Arbeitgeber veranlasste unentgeltliche Vorsorgeuntersuchungen seiner leitenden Angestellten ebenso im ganz &uuml;berwiegend eigenbetrieblichen Interesse liegen (BFH-Urteil vom 17. September 1982 VI R 75\/79, BFHE 137, 13, BStBl II 1983, 39) wie Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung berufsbedingter Krankheiten (BFH-Urteil vom 30. Mai 2001 VI R 177\/99, BFHE 195, 373, BStBl II 2001, 671; s. dazu Pust in H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2001, 1060).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG ist teilweise von anderen Grunds&auml;tzen ausgegangen. Das vorinstanzliche Urteil ist daher aufzuheben. Die Sache ist spruchreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat zu Unrecht die Aufwendungen der Arbeitgeberin f&uuml;r die Regenerierungskur in Ankn&uuml;pfung an das BFH-Urteil in BFHE 210, 420, BStBl II 2006, 30 als gemischt veranlasst angesehen. Eine Aufteilung von Sachzuwendungen an Arbeitnehmer in Arbeitslohn und Zuwendungen im betrieblichen Eigeninteresse scheidet aus, wenn die jeweiligen Veranlassungsbeitr&auml;ge so ineinandergreifen, dass eine Trennung nicht m&ouml;glich und daher von einer einheitlich zu beurteilenden Zuwendung auszugehen ist (s. zur Aufteilung von Aufwendungen f&uuml;r eine gemischt veranlasste Reise BFH-Beschluss vom 21. September 2009 GrS 1\/06, BFHE 227, 1, BFH\/NV 2010, 285). Davon ist im Streitfall auszugehen. Die vom Kl&auml;ger durchgef&uuml;hrte Regenerierungskur kann wie jede andere Kur nur einheitlich beurteilt werden. Sie kann nicht in betriebsfunktionale Bestandteile und Elemente mit Vorteilscharakter unterschieden werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Daraus folgt, dass die in der &Uuml;bernahme der Kosten liegende Zuwendung der Arbeitgeberin vollumf&auml;nglich als Arbeitslohn zu ber&uuml;cksichtigen ist. Denn das FG ist im Rahmen seiner Tatsachenw&uuml;rdigung zu dem Ergebnis gekommen, dass die Kosten&uuml;bernahme in gleicher Weise &quot;sowohl durch das Arbeitsverh&auml;ltnis als auch durch ein eigenbetriebliches Interesse&quot; der Arbeitgeberin veranlasst gewesen sei. Steuerpflichtiger Arbeitslohn ist, wie dargestellt, nur dann nicht anzunehmen, wenn sich die Zuwendung nahezu ausschlie&szlig;lich als notwendige Begleiterscheinung betriebsfunktionaler Zielsetzung erweist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.3.2010, VI R 7\/08 Aufteilung in Arbeitslohn und Zuwendung im betrieblichen Eigeninteresse &#8211; &Uuml;bernahme von Kosten f&uuml;r eine Regenerierungskur eines Fluglotsen durch den Arbeitgeber als Arbeitslohn Leits&auml;tze 1. Bei einer einheitlich zu beurteilenden Sachzuwendung an Arbeitnehmer scheidet eine Aufteilung in Arbeitslohn und Zuwendung im betrieblichen Eigeninteresse aus . 2. 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