{"id":12621,"date":"2012-12-08T08:54:45","date_gmt":"2012-12-08T06:54:45","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12621"},"modified":"2012-12-08T08:54:45","modified_gmt":"2012-12-08T06:54:45","slug":"vii-r-41-08-steuererstattung-bei-als-rechtsstaatswidrig-aufgehobenem-ddr-steuerbescheid","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-41-08-steuererstattung-bei-als-rechtsstaatswidrig-aufgehobenem-ddr-steuerbescheid\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;41\/08 &#8211; Steuererstattung bei als rechtsstaatswidrig aufgehobenem DDR-Steuerbescheid"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.2.2010, VII R 41\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Steuererstattung bei als rechtsstaatswidrig aufgehobenem DDR-Steuerbescheid<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Erstattung in der DDR gezahlter Steuern, deren Rechtsgrund durch Aufhebung des als rechtsstaatswidrig erkannten Verwaltungsakts gem&auml;&szlig; Art. 19 Satz 2 EinigVtr entfallen ist, richtet sich nicht nach &sect; 37 Abs. 2 AO, sondern nach den Vorschriften des Gesetzes zur Regelung offener Verm&ouml;gensfragen (VermG). &sect; 1 Abs. 1 Satz 2 des Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes schlie&szlig;t die Anwendung des &sect; 1 Abs. 7 VermG auf die R&uuml;ckgabe von Verm&ouml;genswerten im Zusammenhang mit rechtsstaatswidrigen steuerrechtlichen Entscheidungen nicht aus.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), die ein Unternehmen im Gebiet der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) betrieb, wurde 1964 liquidiert. Auf einen anl&auml;sslich der Liquidation entstandenen Buchgewinn wurden mit Bescheid vom 17. August 1965 Steuern (K&ouml;rperschaft- und Gewerbesteuer) festgesetzt, die zum Teil durch Verwertung von Forderungen beglichen, zum Teil erlassen wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf Antrag der Kl&auml;gerin hob der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) im Januar 1998 den Steuerbescheid vom 17. August 1965 gem&auml;&szlig; Art. 19 Satz 2 des Vertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik &uuml;ber die Herstellung der Einheit Deutschlands (Einigungsvertrag &#8211;EinigVtr&#8211;) vom 31. August 1990 (BGBl II 1990, 889) auf, lehnte jedoch die Erstattung der entrichteten Steuern ab. Die hiergegen erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) mit der Begr&uuml;ndung ab, dass der Erstattungsanspruch durch einen Antrag auf Erlass eines Abrechnungsbescheids geltend zu machen sei. Der daraufhin auf Antrag der Kl&auml;gerin unter dem 18. April 2005 erlassene Abrechnungsbescheid wies aus der Aufhebung des Steuerbescheids vom 17. August 1965 zu erstattende Steuern und Nebenleistungen in H&ouml;he von 0 EUR aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage wies das FG wiederum ab. Das FG urteilte, dass Art. 19 Satz 2 EinigVtr nur eine Rechtsgrundlage f&uuml;r die Aufhebung von Verwaltungsakten sei, jedoch keinen Anspruch auf Erstattung aufgrund des aufgehobenen Verwaltungsakts erbrachter Leistungen begr&uuml;nde. Ein solcher Anspruch sei vielmehr nach den Vorschriften des Gesetzes zur Regelung offener Verm&ouml;gensfragen (VermG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Februar 2005 (BGBl I 2005, 205) geltend zu machen, denn gem&auml;&szlig; &sect; 1 Abs. 7 VermG, der als spezialgesetzliche Regelung die Anwendung des &sect; 37 Abs. 2 der Abgabenordnung (AO) ausschlie&szlig;e, gelte das VermG entsprechend f&uuml;r die R&uuml;ckgabe von Verm&ouml;genswerten, die im Zusammenhang mit der nach anderen Vorschriften erfolgten Aufhebung rechtsstaatswidriger straf-, ordnungsstraf- oder verwaltungsrechtlicher Entscheidungen stehe. &quot;Verwaltungsrechtliche Entscheidungen&quot; seien alle von Verwaltungsstellen der DDR getroffenen Entscheidungen. Sei eine rechtsstaatswidrige verwaltungsrechtliche Entscheidung aufgehoben worden, werde die auf dieser Entscheidung beruhende Verm&ouml;gensverschiebung durch die &Auml;mter zur Regelung offener Verm&ouml;gensfragen nach Ma&szlig;gabe des VermG r&uuml;ckabgewickelt. Daran &auml;ndere auch der Umstand nichts, dass nach &sect; 1 Abs. 1 Satz 2 des sp&auml;ter erlassenen Gesetzes &uuml;ber die Aufhebung rechtsstaatswidriger Verwaltungsentscheidungen im Beitrittsgebiet und die daran ankn&uuml;pfenden Folgeanspr&uuml;che (Verwaltungsrechtliches Rehabilitierungsgesetz &#8211;VwRehaG&#8211;) vom 23. Juni 1994 in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Juli 1997 (BGBl I 1997, 1620) Verwaltungsentscheidungen in Steuersachen von diesem Gesetz nicht erfasst w&uuml;rden, denn Art. 19 Satz 2 EinigVtr gelte gleichwohl als &quot;andere Vorschrift&quot; i.S. des &sect; 1 Abs. 7 VermG weiter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision macht die Kl&auml;gerin geltend, dass das VwRehaG auf Verwaltungsentscheidungen in Steuersachen keine Anwendung finde und damit &#8211;auch nach Ansicht des Bundesministeriums der Finanzen (BMF)&#8211; ebenso die Anwendbarkeit des VermG entfalle. Der Erstattungsanspruch ergebe sich aus &sect; 37 Abs. 2 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA ist der Ansicht, dass sich der Erstattungsanspruch nach dem VermG richte, was auch durch den Umstand, dass das VwRehaG auf Verwaltungsentscheidungen in Steuersachen keine Anwendung finde, nicht infrage gestellt werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Entscheidung ergeht gem&auml;&szlig; &sect; 126a der Finanzgerichtsordnung (FGO). Der Senat h&auml;lt einstimmig die Revision f&uuml;r unbegr&uuml;ndet und eine m&uuml;ndliche Verhandlung nicht f&uuml;r erforderlich. Die Beteiligten sind davon unterrichtet worden und hatten Gelegenheit zur Stellungnahme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 FGO). Das FG hat die Klage zu Recht abgewiesen. Der angefochtene Abrechnungsbescheid ist rechtm&auml;&szlig;ig (&sect; 100 Abs. 1 Satz 1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hat keinen durch Abrechnungsbescheid (&sect; 218 Abs. 2 AO) auszuweisenden Erstattungsanspruch gem&auml;&szlig; &sect; 37 Abs. 2 AO. Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Erstattung in der DDR gezahlter Steuern, deren Rechtsgrund durch Aufhebung des als rechtsstaatswidrig erkannten Verwaltungsakts entfallen ist, nicht nach &sect; 37 Abs. 2 AO, sondern nach den Vorschriften des VermG zu erfolgen hat, denn das VermG enth&auml;lt f&uuml;r die Erstattung gezahlter Steuern aufgrund von Verwaltungsakten der DDR, die nach dem Beitritt als rechtsstaatswidrig aufgehoben worden sind, eine spezialgesetzliche Grundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 1 Abs. 7 VermG gilt das Gesetz entsprechend f&uuml;r die R&uuml;ckgabe von Verm&ouml;genswerten, die im Zusammenhang mit der nach anderen Vorschriften erfolgten Aufhebung rechtsstaatswidriger (u.a.) verwaltungsrechtlicher Entscheidungen steht. Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil vom 25. Februar 1999&nbsp;&nbsp;7 C 9.98, BVerwGE 108, 315), der der erkennende Senat folgt, handelt es sich bei dieser Vorschrift um eine Rechtsfolgenverweisung, welche die nach anderen Wiedergutmachungs- oder Rehabilitierungsvorschriften begr&uuml;ndete Pflicht zur R&uuml;ckgabe von Verm&ouml;genswerten den Regelungen des VermG unterwirft. Wird eine rechtsstaatswidrige Verm&ouml;gensentziehung nicht nach dem VermG, sondern aufgrund anderer Vorschriften aufgehoben, soll der entsprechende Herausgabeanspruch des Gesch&auml;digten aus Gr&uuml;nden der Gleichbehandlung gleichwohl denselben Beschr&auml;nkungen wie ein durch das VermG begr&uuml;ndeter R&uuml;ckgew&auml;hranspruch unterliegen. Ist also auf einer ersten Stufe eine (u.a.) verwaltungsrechtliche Entscheidung der DDR, die zu einer Verm&ouml;gensentziehung gef&uuml;hrt hat, als rechtsstaatswidrig aufgehoben worden und steht damit der R&uuml;ckgew&auml;hranspruch des Gesch&auml;digten dem Grunde nach fest, wird auf der zweiten Stufe die nunmehr rechtsgrundlose Verm&ouml;gensentziehung nach Ma&szlig;gabe des VermG von den insoweit zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden r&uuml;ckabgewickelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Voraussetzungen des &sect; 1 Abs. 7 VermG liegen im Streitfall vor. Zu den &quot;anderen Vorschriften&quot; im Sinne dieser Vorschrift geh&ouml;ren nicht nur diejenigen des VwRehaG, welches nach dessen &sect; 1 Abs. 1 Satz 2 auf Verwaltungsentscheidungen in Steuersachen und auf Ma&szlig;nahmen, die vom VermG oder vom Entsch&auml;digungsrentengesetz erfasst werden, keine Anwendung findet, sondern auch Art. 19 Satz 2 EinigVtr. Dies ergibt sich &#8211;wie das FG zutreffend ausgef&uuml;hrt hat&#8211; aus der Entstehungsgeschichte des VwRehaG. Nach der Begr&uuml;ndung zum Entwurf der Bundesregierung eines Zweiten Gesetzes zur Bereinigung von SED-Unrecht hatte sich Art. 19 Satz 2 EinigVtr als Rechtsgrundlage f&uuml;r die Aufhebung rechtsstaatswidriger Verwaltungsentscheidungen in Steuersachen bew&auml;hrt und sollte hierf&uuml;r auch nach dem Inkrafttreten des VwRehaG bestehen bleiben, weshalb die Anwendbarkeit dieses Gesetzes auf steuerrechtliche Entscheidungen der DDR f&uuml;r nicht erforderlich gehalten wurde (BTDrucks 12\/4994, S. 22). Anders als die Revision meint, l&auml;sst sich somit aus der Regelung in &sect; 1 Abs. 1 Satz 2 VwRehaG nicht schlie&szlig;en, dass die verm&ouml;gensrechtliche R&uuml;ckabwicklung rechtsstaatswidriger Steuerbescheide der DDR, die nach Art. 19 Satz 2 EinigVtr aufgehoben wurden, nicht in den Anwendungsbereich des VermG f&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der R&uuml;ckzahlung der aufgrund des Bescheids vom 17. August 1965 gezahlten Steuern begehrt die Kl&auml;gerin somit die R&uuml;ckgabe von Verm&ouml;genswerten, die im Zusammenhang mit der Aufhebung einer rechtsstaatswidrigen verwaltungsrechtlichen Entscheidung nach &quot;anderen Vorschriften&quot; (andere als solche des VermG), n&auml;mlich nach Art. 19 Satz 2 EinigVtr, steht. Dass der Bescheid vom 17. August 1965 &#8211;wie das FG geurteilt hat&#8211; eine &quot;verwaltungsrechtliche Entscheidung&quot; ist, h&auml;lt der erkennende Senat f&uuml;r zweifelsfrei. Der in &sect; 1 Abs. 1 Satz 2 VwRehaG geregelte Ausschluss steuerrechtlicher Verwaltungsentscheidungen l&auml;sst sich &#8211;insbesondere in Anbetracht der vorstehend erw&auml;hnten Motive des Gesetzgebers&#8211; auf &sect; 1 Abs. 7 VermG nicht &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der mit Schreiben des BMF vom 27. April 2006, auf das sich die Revision beruft, vertretenen Ansicht, wonach das VermG auf Ma&szlig;nahmen der Steuerverwaltung der DDR grunds&auml;tzlich keine Anwendung findet, vermag sich der Senat aus den dargelegten Gr&uuml;nden nicht anzuschlie&szlig;en. Zweifelhaft ist &uuml;berdies, ob das BMF mit dieser Aussage &uuml;berhaupt F&auml;lle der vorliegenden Art, in denen der Steuerbescheid nach Art. 19 Satz 2 EinigVtr aufgehoben worden ist, gemeint hat, denn das BMF f&uuml;hrt lediglich aus, dass das VwRehaG auf Verwaltungsentscheidungen in Steuersachen keine Anwendung findet und dass deshalb auch keine R&uuml;ckgew&auml;hr der Steuern nach dem VermG m&ouml;glich ist. Dem ersten Satz in Abs. 5 dieses Schreibens kann aber entnommen werden, dass das BMF eine Anwendung des VermG f&uuml;r m&ouml;glich h&auml;lt, wenn der DDR-Steuerbescheid nach Art. 19 Satz 2 EinigVtr aufgehoben worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob die Kl&auml;gerin nach dem VermG einen Anspruch auf R&uuml;ckgew&auml;hr des aufgrund des inzwischen aufgehobenen Bescheids vom 17. August 1965 gezahlten Steuerbetrags hat, ist mangels Rechtswegzust&auml;ndigkeit (&sect; 33 FGO) vom erkennenden Senat nicht zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.2.2010, VII R 41\/08 Steuererstattung bei als rechtsstaatswidrig aufgehobenem DDR-Steuerbescheid Leits&auml;tze Die Erstattung in der DDR gezahlter Steuern, deren Rechtsgrund durch Aufhebung des als rechtsstaatswidrig erkannten Verwaltungsakts gem&auml;&szlig; Art. 19 Satz 2 EinigVtr entfallen ist, richtet sich nicht nach &sect; 37 Abs. 2 AO, sondern nach den Vorschriften des Gesetzes zur Regelung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-41-08-steuererstattung-bei-als-rechtsstaatswidrig-aufgehobenem-ddr-steuerbescheid\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;R&nbsp;41\/08 &#8211; Steuererstattung bei als rechtsstaatswidrig aufgehobenem DDR-Steuerbescheid<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-12621","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12621","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12621"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12621\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12621"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12621"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12621"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}