{"id":12658,"date":"2012-12-08T08:55:35","date_gmt":"2012-12-08T06:55:35","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12658"},"modified":"2012-12-08T08:55:35","modified_gmt":"2012-12-08T06:55:35","slug":"i-r-103-08-keine-rueckstellungen-fuer-sanierungsgelder-der-versorgungsanstalt-des-bundes-und-der-laender-vbl-voraussetzungen-fuer-die-bildung-von-rueckstellungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-103-08-keine-rueckstellungen-fuer-sanierungsgelder-der-versorgungsanstalt-des-bundes-und-der-laender-vbl-voraussetzungen-fuer-die-bildung-von-rueckstellungen\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;103\/08 &#8211; Keine R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Sanierungsgelder der Versorgungsanstalt des Bundes und der L&auml;nder (VBL) &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r die Bildung von R&uuml;ckstellungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.1.2010, I R 103\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Sanierungsgelder der Versorgungsanstalt des Bundes und der L&auml;nder (VBL) &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r die Bildung von R&uuml;ckstellungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>F&uuml;r die ab dem Jahr 2002 an die VBL abzuf&uuml;hrenden sog. Sanierungsgelder waren in den Bilanzen der an der VBL Beteiligten zum 31.12.2001 keine R&uuml;ckstellungen zu bilden&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; .<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitpunkt sind R&uuml;ckstellungen, die die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) und eine ihrer Organgesellschaften in ihren Bilanzen zum 31. Dezember 2001 (Streitjahr) f&uuml;r sog. Sanierungsgelder, die sie k&uuml;nftig an die Versorgungsanstalt des Bundes und der L&auml;nder (VBL) zu erbringen haben, gebildet haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin ist eine im Jahr 1998 gegr&uuml;ndete GmbH, deren Gesellschafter kommunale Gebietsk&ouml;rperschaften sind. Ihr Gegenstand ist die Energieerzeugung und der Energiehandel zur Weiterlieferung an kommunale Stadtwerke. Die Kl&auml;gerin ist Organtr&auml;gerin einer k&ouml;rperschaftsteuerlichen Organschaft mit der O-GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und die O-GmbH sind als Mitglieder des Abrechnungsverbands West an der VBL beteiligt. Diese gew&auml;hrt Arbeitnehmern ihrer Beteiligten Anwartschaften und Anspr&uuml;che auf zus&auml;tzliche Alters-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung. Die VBL erbrachte ihre Leistungen zun&auml;chst im Rahmen einer Gesamtversorgung. Diese war dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung durch die hinzutretende VBL-Rente im Ergebnis ann&auml;hernd auf das Niveau der nach beamtenversorgungsrechtlichen Grunds&auml;tzen zu erwartenden Versorgung angehoben wurde. Die laufenden Rentenleistungen wurden im Umlageverfahren aus den laufenden Beitr&auml;gen erbracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieses System war aus verschiedenen Gr&uuml;nden nicht mehr finanzierbar. Durch den Tarifvertrag &quot;Altersvorsorgeplan 2001&quot; vom 13. November 2001 schlossen die Tarifvertragsparteien deshalb das Gesamtversorgungssystem zum 1. Januar 2001. Nach diesem Stichtag erwarben die Versicherten ihre Anwartschaften in einem Betriebsrentensystem nach einem Punktemodell. Die laufenden Leistungen wurden weiterhin im Umlageverfahren aufgebracht. Auf Seiten der Versicherten wurden die Leistungsanspr&uuml;che k&uuml;nftiger Versorgungsberechtigter &#8211;unter Gew&auml;hrung weitgehenden Vertrauensschutzes f&uuml;r Rentenbezieher und rentennahe Jahrg&auml;nge&#8211; um durchschnittlich 20 % abgesenkt. Die durch die Arbeitgeber an die VBL abzuf&uuml;hrende Umlage wurde ab dem 1. Januar 2002 wie folgt bemessen (jeweils in % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts der Pflichtversicherten):<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; Beitrag des Arbeitgebers: 6,45 % (unver&auml;ndert),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; Beitrag des Arbeitnehmers: 1,41 % (zuvor 1,25 %),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; vom Arbeitgeber zu tragendes Sanierungsgeld:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>durchschnittlich 2,0 %; f&uuml;r die Arbeitgebergruppe, der die Kl&auml;gerin angeh&ouml;rt, jedoch 1,85 % (zuvor nicht erhoben).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insgesamt hatte die Kl&auml;gerin nunmehr Betr&auml;ge in H&ouml;he von 9,71 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts ihrer Arbeitnehmer an die VBL abzuf&uuml;hren; bis zum 31. Dezember 2001 belief sich dieser Satz hingegen auf lediglich 7,7 %.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Erhebung des Sanierungsgelds beruht auf &sect; 65 der Satzung der VBL vom 22. November 2002 (VBL-Satzung), die mit R&uuml;ckwirkung zum 1. Januar 2001 in Kraft getreten ist (Bundesanzeiger vom 3. Januar 2003). Eine entsprechende Regelung war bereits im Tarifvertrag &quot;Altersversorgungsplan 2001&quot; festgelegt worden. &sect; 65 VBL-Satzung lautet:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;(1) Infolge der Schlie&szlig;ung des Gesamtversorgungssystems und des Wechsels vom Gesamtversorgungssystem zum Punktemodell erhebt die Anstalt entsprechend dem periodischen Bedarf von den Beteiligten im Abrechnungsverband West ab 1. Januar 2002 pauschale Sanierungsgelder zur Deckung eines zus&auml;tzlichen Finanzierungsbedarfs, der &uuml;ber die Einnahmen bei dem Umlagesatz von 7,86 v.H. hinausgeht und der zur Finanzierung der vor dem 1. Januar 2002 begr&uuml;ndeten Anwartschaften und Anspr&uuml;che (Altbestand) dient. Sanierungsgelder werden erhoben, solange das Anstaltsverm&ouml;gen, soweit es dem Abrechnungsverband West zuzurechnen ist, am Ende des Deckungsabschnitts ohne Ber&uuml;cksichtigung von Sanierungsgeldern den versicherungsmathematischen Barwert der zu diesem Zeitpunkt bestehenden und vor dem 1. Januar 2002 begr&uuml;ndeten Anwartschaften und Anspr&uuml;che voraussichtlich unterschreitet. Bei der Ermittlung des Barwerts sind ein Rechnungszins von 3,25 v.H. w&auml;hrend der Anwartschaftsphase und 5,25 % w&auml;hrend des Rentenbezugs sowie eine Dynamisierungsrate der Renten ab Rentenbeginn von 1 v.H. j&auml;hrlich zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Gesamth&ouml;he der Sanierungsgelder wird im Deckungsabschnitt auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens von der Anstalt festgesetzt; die Feststellung nach &sect; 64 Abs. 2 ist zu beachten. Ab 1. Januar 2002 entspricht die Gesamth&ouml;he der Sanierungsgelder 2,0 v.H. der zusatzversorgungspflichtigen Entgelte aller Pflichtversicherten im Jahr 2001. Die Summe dieser Entgelte ist j&auml;hrlich entsprechend der Anpassung der Betriebsrenten (&sect; 39) zu erh&ouml;hen. &Auml;ndert sich der periodische Bedarf, sind die Sanierungsgelder in dem Umfang anzupassen, wie dies zur Deckung des Mehrbedarfs f&uuml;r den Altbestand, der &uuml;ber den Umlagesatz von 7,86 v.H. hinausgeht, erforderlich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Die auf die Beteiligten entfallenden Sanierungsgelder f&uuml;r das jeweilige Kalenderjahr werden j&auml;hrlich bis 30. November des Folgejahres nach dem f&uuml;r das jeweilige Kalenderjahr ermittelten Verh&auml;ltnis der neunfachen Rentensumme aller Renten zuz&uuml;glich der Entgeltsumme aller Pflichtversicherten zu der auf den Beteiligten entfallenden neunfachen Rentensumme zuz&uuml;glich der Entgeltsumme seiner Pflichtversicherten betragsm&auml;&szlig;ig festgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) F&uuml;r die Beteiligten, die einem Arbeitgeberverband angeh&ouml;ren, ist ein Betrag nach Ma&szlig;gabe des Absatzes 3 festzulegen, indem die auf sie entfallenden Rentensummen und die Entgeltsummen ihrer Pflichtversicherten zusammengerechnet werden. (&#8230;) Folgende Aufgliederung der Beteiligten ist damit im Rahmen der Festlegung des Sanierungsgeld-Betrags zugrunde zu legen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Bund (&#8230;),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mitgliedsl&auml;nder der Tarifgemeinschaft deutscher L&auml;nder (&#8230;),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Mitglieder kommunaler Arbeitgeberverb&auml;nde (&#8230;),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>d) sonstige Arbeitgeber (&#8230;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(6) Die Beteiligten entrichten in entsprechender Anwendung des &sect; 64 Abs. 6 monatliche Abschlagszahlungen f&uuml;r die auf sie entfallenden Sanierungsgelder in Form eines vorl&auml;ufigen Vomhundertsatzes der zusatzversorgungspflichtigen Entgelte aller Pflichtversicherten des Beteiligten. (&#8230;)&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Jahr 2001 wurden gem&auml;&szlig; &sect; 65 Abs. 1 der VBL-Satzung noch keine Sanierungsgelder erhoben. In ihren Steuerbilanzen zum 31. Dezember des Streitjahrs bildeten die Kl&auml;gerin und die O-GmbH im Hinblick auf das Sanierungsgeld R&uuml;ckstellungen f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten (Kl&auml;gerin: 354.000 DM; O-GmbH: 20.904.000 DM). Diese Betr&auml;ge ermittelten die Kl&auml;gerin und die O-GmbH, indem sie das Sanierungsgeld, das sich f&uuml;r 2001 ergeben h&auml;tte, wenn die ab 2002 geltende Regelung bereits zuvor anwendbar gewesen w&auml;re, kapitalisierten und dabei eine unbegrenzte Laufzeit annahmen. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte die R&uuml;ckstellungen in &Auml;nderungsbescheiden zum K&ouml;rperschaftsteuerbescheid der Kl&auml;gerin f&uuml;r das Streitjahr nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die deswegen erhobene Klage blieb ohne Erfolg. Das Finanzgericht (FG) M&uuml;nster hat sie mit Urteil vom 26. August 2008 9 K 1660\/05 K, das in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2008, 1942 abgedruckt ist, als unbegr&uuml;ndet abgewiesen. Seiner Auffassung nach fehlt es an dem f&uuml;r die R&uuml;ckstellungsbildung erforderlichen wirtschaftlichen Bezug der Verpflichtungen zum Zeitraum vor dem Bilanzstichtag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das FG-Urteil richtet sich die auf die Verletzung materiellen Rechts gest&uuml;tzte Revision der Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 25. Juni 2009 hat das FA w&auml;hrend des Revisionsverfahrens den K&ouml;rperschaftsteuerbescheid 2001 erneut ge&auml;ndert. Die Beteiligten haben &uuml;bereinstimmend erkl&auml;rt, dass der Streitstoff von der &Auml;nderung nicht betroffen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, das FG-Urteil und den K&ouml;rperschaftsteuerbescheid 2001 in Gestalt des &Auml;nderungsbescheids vom 25. Juni 2009 insoweit abzu&auml;ndern, als darin eine R&uuml;ckstellung f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten f&uuml;r die an die VBL zu entrichtenden Sanierungsgelder der Kl&auml;gerin sowie der O-GmbH, in H&ouml;he von insgesamt 21.258.000 DM unter gegenl&auml;ufiger Anpassung der Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung zu ber&uuml;cksichtigen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision bleibt in der Sache ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das angefochtene Urteil ist aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben. An die Stelle des vor dem FG angefochtenen &Auml;nderungsbescheids vom 3. November 2004 ist w&auml;hrend des Revisionsverfahrens der ge&auml;nderte Bescheid des FA vom 25. Juni 2009 getreten. Da dem FG-Urteil ein nicht mehr existierender Bescheid zugrunde liegt, kann es keinen Bestand haben (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 3. August 2005 I R 94\/03, BFHE 210, 398, BStBl II 2006, 20; vom 28. August 2003 IV R 20\/02, BFHE 203, 143, BStBl II 2004, 10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der &Auml;nderungsbescheid vom 25. Juni 2009 wurde gem&auml;&szlig; &sect; 68 Satz 1 i.V.m. &sect; 121 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zum Gegenstand des Verfahrens. Einer Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur erneuten Verhandlung und Entscheidung gem&auml;&szlig; &sect; 127 FGO bedarf es nicht, weil die Sache spruchreif ist. Die vom FG getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen werden von dem &Auml;nderungsbescheid nicht ber&uuml;hrt und bilden unver&auml;ndert die Grundlage f&uuml;r die Entscheidung des erkennenden Senats. Diese kann in der Sache selbst ergehen (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Klage ist unbegr&uuml;ndet und deshalb abzuweisen. FA und FG haben die von der Kl&auml;gerin und der O-GmbH gebildeten R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die an die VBL k&uuml;nftig zu leistenden Sanierungsgelder zu Recht nicht ergebnismindernd ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect; 8 Abs. 1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes i.V.m. &sect; 4 Abs. 1, &sect; 5 Abs. 1 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) hat die Kl&auml;gerin in ihren Bilanzen das Betriebsverm&ouml;gen anzusetzen, das nach den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung (GoB) auszuweisen ist. Die handelsrechtlichen GoB ergeben sich insbesondere aus den Bestimmungen des Ersten Abschnitts des Dritten Buchs &quot;Vorschriften f&uuml;r alle Kaufleute&quot; der &sect;&sect; 238 ff. des Handelsgesetzbuchs (HGB).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Gem&auml;&szlig; &sect; 249 Abs. 1 Satz 1 HGB sind R&uuml;ckstellungen f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten zu bilden. Voraussetzung f&uuml;r die Bildung einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH entweder &#8211;erstens&#8211; das Bestehen einer dem Betrage nach ungewissen, dem Grunde nach aber bestehenden Verbindlichkeit oder &#8211;zweitens&#8211; die hinreichende Wahrscheinlichkeit des k&uuml;nftigen Entstehens einer &#8211;ggf. zugleich auch ihrer H&ouml;he nach noch ungewissen&#8211; Verbindlichkeit (vgl. Senatsurteil vom 20. August 2008 I R 19\/07, BFHE 222, 494, m.w.N.). Diese Voraussetzungen sind im Einzelfall auf der Grundlage objektiver, am Bilanzstichtag vorliegender Tatsachen aus der Sicht eines sorgf&auml;ltigen und gewissenhaften Kaufmanns zu beurteilen (Senatsurteil vom 30. Januar 2002 I R 68\/00, BFHE 197, 530, BStBl II 2002, 688). Dieser muss dar&uuml;ber hinaus ernsthaft mit seiner Inanspruchnahme rechnen m&uuml;ssen (vgl. BFH-Urteil vom 19. Oktober 1993 VIII R 14\/92, BFHE 172, 456, BStBl II 1993, 891, m.w.N.). F&uuml;r die Passivierung rechtlich noch nicht bestehender Verbindlichkeiten ist des Weiteren ein wirtschaftlicher Bezug der m&ouml;glicherweise entstehenden Verbindlichkeit zum Zeitraum vor dem jeweiligen Bilanzstichtag erforderlich (vgl. BFH-Urteile vom 27. Juni 2001 I R 45\/97, BFHE 196, 216, BStBl II 2003, 121; vom 30. Januar 2002 I R 71\/00, BFHE 198, 420, BStBl II 2003, 279; vom 30. November 2005 I R 110\/04, BFHE 212, 83, BStBl II 2007, 251; vom 13. Dezember 2007 IV R 85\/05, BFHE 220, 117, BStBl II 2008, 516).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach diesen Ma&szlig;gaben lagen am Bilanzstichtag 31. Dezember 2001 die Voraussetzungen f&uuml;r die Bildung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die Sanierungsgelder nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Anspr&uuml;che der VBL gegen die Kl&auml;gerin und die O-GmbH auf Leistung der Sanierungsgelder waren zum Bilanzstichtag zwar f&uuml;r die R&uuml;ckstellungsbildung hinreichend wahrscheinlich, jedoch rechtlich noch nicht entstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Satzungs&auml;nderung, mit der die Bestimmung des &sect; 65 VBL-Satzung &uuml;ber die Erhebung der Sanierungsgelder geschaffen worden ist, ist am 22. November 2002 wirksam geworden, mithin nach dem Bilanzstichtag. Dass die Satzungs&auml;nderung mit R&uuml;ckwirkung zum 1. Januar 2001 beschlossen worden ist, &auml;ndert nichts daran, dass es sich bei der &Auml;nderung um ein zeitlich nach dem Bilanzstichtag eingetretenes Ereignis handelt. Erst durch dieses Ereignis sind Rechtspflichten der Kl&auml;gerin und der O-GmbH begr&uuml;ndet worden, die in Rede stehenden Zahlungen zu leisten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob &#8211;wie die Revision meint&#8211; bereits durch den Abschluss des Tarifvertrages &quot;Altersvorsorgeplan 2001&quot; am 13. November 2001, in dem sich auch Bestimmungen &uuml;ber die Erhebung der Sanierungsgelder zur Deckung der zu erwartenden Finanzierungsl&uuml;cke bei den Zusatzversorgungskassen finden, diese betreffende Rechtspflichten im Verh&auml;ltnis zwischen den Tarifvertragsparteien oder im Verh&auml;ltnis der an der VBL beteiligten Arbeitgeber begr&uuml;ndet worden sind, kann offenbleiben. Denn eine Verpflichtung ist erst dann in dem f&uuml;r die Bilanzierung ma&szlig;geblichen Sinne rechtlich entstanden, wenn der Tatbestand verwirklicht ist, an den die Leistungspflicht gekn&uuml;pft ist (BFH-Urteile vom 12. Dezember 1991 IV R 28\/91, BFHE 167, 334, BStBl II 1992, 600; vom 19. Mai 1987 VIII R 327\/83, BFHE 150, 140, BStBl II 1987, 848; vgl. auch BFH-Urteil in BFHE 220, 117, BStBl II 2008, 516). Im Streitfall erforderte die Begr&uuml;ndung einer auf die Sanierungsgelder bezogenen Leistungspflicht aber jedenfalls noch der Verankerung der entsprechenden Beitragspflichten in der Satzung der VBL, die zum Bilanzstichtag noch nicht erfolgt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der sonach f&uuml;r die Passivierung erforderliche wirtschaftliche Bezug der dem Grunde und der H&ouml;he nach ungewissen Verpflichtungen zur Zahlung der Sanierungsgelder zum Zeitraum vor dem 31. Dezember 2001 ist nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Der Vergangenheitsbezug setzt voraus, dass die wirtschaftlich wesentlichen Tatbestandsmerkmale f&uuml;r das Entstehen der Verbindlichkeit bereits am Bilanzstichtag erf&uuml;llt sind und das rechtliche Entstehen der Verbindlichkeit nur noch von wirtschaftlich unwesentlichen Tatbestandsmerkmalen abh&auml;ngt (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile in BFHE 167, 334, BStBl II 1992, 600; in BFHE 198, 420, BStBl II 2003, 279; in BFHE 212, 83, BStBl II 2007, 251). Ma&szlig;geblich ist dabei die wirtschaftliche Wertung des Einzelfalles vor dem Hintergrund der rechtlichen Struktur des Tatbestands, mit dessen Erf&uuml;llung die Verbindlichkeit entsteht (Senatsurteil in BFHE 212, 83, BStBl II 2007, 251).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Die Sanierungsgelder weisen ein wirtschaftlich wesentliches Merkmal auf, welches an die Zeit nach dem Bilanzstichtag ankn&uuml;pft. Ihr wirtschaftlicher Zweck besteht darin, Finanzierungsl&uuml;cken bei der VBL zu schlie&szlig;en. Diese Finanzierungsl&uuml;cken sind darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass die von den Kassenmitgliedern in Form von Umlagen aufzubringenden Beitr&auml;ge ab dem 1. Januar 2002 auf der Basis des nach dem Systemwechsel ma&szlig;geblichen Punktesystems bemessen werden, die vor diesem Zeitpunkt entstandenen Versorgungsanspr&uuml;che der Bestandsrentner und Versorgungsanwartschaften der rentennahen Jahrg&auml;nge von der VBL jedoch weiterhin auf der Grundlage des vor dem Systemwechsel geltenden Gesamtversorgungsprinzips bedient werden m&uuml;ssen. Es soll demnach mit den Sanierungsgeldern eine f&uuml;r die nach dem 31. Dezember 2001 beginnenden Deckungsabschnitte erwartete Unterdeckung des versicherungsm&auml;&szlig;igen Deckungskapitals der VBL ausgeglichen werden. Sobald diese Deckungsl&uuml;cke geschlossen ist, werden gem&auml;&szlig; &sect; 65 Abs. 1 Satz 2 VBL-Satzung keine Sanierungsgelder mehr erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus Sicht des Bilanzstichtages 31. Dezember 2001 sollen mit den Sanierungsgeldern folglich zwar versicherungsmathematisch bereits absehbare, jedoch tats&auml;chlich erst in sp&auml;teren Bilanzierungszeitr&auml;umen entstehende Finanzierungsl&uuml;cken bei der VBL abgedeckt werden. Insoweit bezieht sich deshalb die wirtschaftliche Ursache f&uuml;r die Erhebung der Sanierungsgelder auf Zeitr&auml;ume nach dem Bilanzstichtag. Zwar sind die Versorgungsanwartschaften der betreffenden Pension&auml;re und Arbeitnehmer &#8211;soweit sie zum Bilanzstichtag bereits entstanden waren&#8211; durch die bis dahin bestehenden Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse begr&uuml;ndet worden. Der f&uuml;r die Erhebung der Sanierungsgelder wirtschaftlich ma&szlig;gebliche Umstand besteht indes in der Gew&auml;hrung des Bestandsschutzes f&uuml;r die Altf&auml;lle, ohne dass die daf&uuml;r voraussichtlich erforderlichen Mittel k&uuml;nftig noch aus dem &quot;regul&auml;ren&quot; Umlageaufkommen der VBL bestritten werden k&ouml;nnten. Die entsprechenden Leistungspflichten deckten mithin nicht Vergangenes (z.B. zu niedrige Zahlungen) ab, sondern hingen vorrangig mit dem k&uuml;nftigen betrieblichen Geschehen der Kl&auml;gerin bzw. der O-GmbH zusammen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Etwas anderes folgt nicht aus dem Umstand, dass der Systemwechsel auf dem im Streitjahr abgeschlossenen Tarifvertrag &quot;Altersvorsorgeplan 2001&quot; beruht. Denn nicht der Systemwechsel als solcher, sondern die durch die Gew&auml;hrung des Bestandsschutzes f&uuml;r die &quot;Altf&auml;lle&quot; hervorgerufenen k&uuml;nftigen Finanzierungsl&uuml;cken bei der VBL sind die wirtschaftliche Ursache f&uuml;r die Verpflichtung zur Zahlung der Sanierungsgelder.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Zukunftsbezug steht auch nicht entgegen, dass die Gesamth&ouml;he der Sanierungsgelder gem&auml;&szlig; &sect; 65 Abs. 2 Satz 2 VBL-Satzung ab dem 1. Januar 2002 auf 2 % der zusatzversorgungspflichtigen Entgelte aller Pflichtversicherten im Jahr 2001 festgelegt worden ist. Die Heranziehung der im Streitjahr bezogenen zusatzversorgungspflichtigen Entgelte als Ausgangsgr&ouml;&szlig;e f&uuml;r die Bemessung der Gesamth&ouml;he der Sanierungsgelder f&uuml;hrt nicht zu einer inhaltlichen, wirtschaftlich wesentlichen Verkn&uuml;pfung mit Vorkommnissen des Streitjahrs. Es handelt sich insoweit lediglich um eine Berechnungsmodalit&auml;t, die nichts daran &auml;ndert, dass mit den Sanierungsgeldern k&uuml;nftige Deckungsl&uuml;cken geschlossen werden sollten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Da somit die handelsrechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r die Bildung von R&uuml;ckstellungen zum 31. Dezember des Streitjahres nicht gegeben waren, bedarf die zwischen den Beteiligten streitige Frage, ob &sect; 4c EStG der steuerlichen Anerkennung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die Sanierungsgelder entgegenstehen w&uuml;rde, keiner Entscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.1.2010, I R 103\/08 Keine R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Sanierungsgelder der Versorgungsanstalt des Bundes und der L&auml;nder (VBL) &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r die Bildung von R&uuml;ckstellungen Leits&auml;tze F&uuml;r die ab dem Jahr 2002 an die VBL abzuf&uuml;hrenden sog. 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