{"id":12698,"date":"2012-12-08T08:55:34","date_gmt":"2012-12-08T06:55:34","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12698"},"modified":"2012-12-08T08:55:34","modified_gmt":"2012-12-08T06:55:34","slug":"i-r-35-09-abzinsung-von-gesellschafterdarlehen-und-rueckstellungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-35-09-abzinsung-von-gesellschafterdarlehen-und-rueckstellungen\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;35\/09 &#8211; Abzinsung von Gesellschafterdarlehen und R&uuml;ckstellungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.1.2010, I R 35\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Abzinsung von Gesellschafterdarlehen und R&uuml;ckstellungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Unverzinsliche Gesellschafterdarlehen sind nach Ma&szlig;gabe des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG 1997 i.d.F. des StEntlG 1999\/2000\/2002 abzuzinsen, wenn sie zwar keine feste Laufzeit haben, die Darlehensnehmerin aber am Bilanzstichtag mit einer Fortdauer der Kapital&uuml;berlassung f&uuml;r mindestens weitere zw&ouml;lf Monate rechnen kann (Best&auml;tigung des Senatsbeschlusses vom 6. Oktober 2009 I R 4\/08, BFHE 226, 347)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;.<\/p>\n<p>2. Die blo&szlig;e Zweckbindung eines Darlehens begr&uuml;ndet keine &quot;Verzinslichkeit&quot; i.S. des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 2 EStG 1997 i.d.F. des StEntlG 1999\/2000\/2002 (ebenfalls Best&auml;tigung des Senatsbeschlusses vom 6. Oktober 2009 I R 4\/08, BFHE 226, 347)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;.<\/p>\n<p>3. Eine Verbindlichkeitsr&uuml;ckstellung ist nach Ma&szlig;gabe des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e EStG 1997 i.d.F. des StEntlG 1999\/2000\/2002 abzuzinsen, wenn sie aus der Sicht des Bilanzstichtags voraussichtlich mindestens zw&ouml;lf Monate Bestand haben wird&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;. Welche Risiken sich nach den Verh&auml;ltnissen des Bilanzstichtags zeitlich &uuml;ber mindestens zw&ouml;lf Monate erstrecken, ist im gerichtlichen Verfahren in erster Linie vom FG zu beurteilen, das insoweit ggf. eine Sch&auml;tzung vornehmen muss .<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Zwischen den Beteiligten ist streitig, ob unverzinsliche Gesellschafterdarlehen und R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Schallschutzma&szlig;nahmen im Rahmen der Gewinnermittlung f&uuml;r das Streitjahr (1999) abzuzinsen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH. Drei ihrer vier Gesellschafter hatten ihr vor l&auml;ngerer Zeit Darlehen in H&ouml;he von ca. 120 Mio. DM gew&auml;hrt. Diese sollten urspr&uuml;nglich bis zum Eintritt der Kl&auml;gerin in die Gewinnzone zinslos sein; im Jahr 1988 waren die Vertr&auml;ge dahin umgestaltet worden, dass ca. 50 % der Summe verzinslich und die verbleibenden 56.863.049,82 DM zins- und tilgungsfrei gew&auml;hrt wurden. Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) weist der Gesch&auml;ftsbericht der Kl&auml;gerin f&uuml;r das Wirtschaftsjahr 2005 die Darlehensverpflichtungen als Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als f&uuml;nf Jahren aus. Die Abzinsung dieser Darlehen bildet den ersten Streitkomplex des vorliegenden Rechtsstreits.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den zweiten Streitkomplex bildet die Abzinsung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Schallschutzma&szlig;nahmen. Diese Ma&szlig;nahmen musste die Kl&auml;gerin, von deren Unternehmen st&ouml;rende Ger&auml;usche ausgehen, zu Beginn der 90er Jahre durchf&uuml;hren. Dazu hatte sie den Bewohnern eines im Einzugsbereich ihres Unternehmens liegenden Gebietes den kostenlosen Einbau passiver L&auml;rmschutzvorrichtungen (Schallschutzfenster, Dachisolierungen o.&Auml;.) angeboten. Die Inanspruchnahme erfolgte durch einen Antrag des jeweiligen Anwohners; die Antragsm&ouml;glichkeit war zun&auml;chst auf den 31. Dezember 1998 befristet und wurde sp&auml;ter bis zum 30. Juni 1999 verl&auml;ngert. Im Anschluss an die Antragstellung sowie nach Vorlage und Pr&uuml;fung bestimmter Unterlagen schloss die Kl&auml;gerin mit dem Antragsteller eine schriftliche Vereinbarung &uuml;ber die Kosten&uuml;bernahme, an die sie sodann f&uuml;r zw&ouml;lf Monate gebunden war. In den Bilanzen der Wirtschaftsjahre 1997 bis 1999 bildete die Kl&auml;gerin f&uuml;r die Kosten der erwarteten Inanspruchnahme R&uuml;ckstellungen in H&ouml;he von 72.282.010 DM (1997), 76.615.440 DM (1998) und 63.799.600 DM (Streitjahr).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat der Betriebspr&uuml;fer die Ansicht, dass die in der Bilanz zum 31. Dezember 1999 ausgewiesenen Gesellschafterdarlehen nach &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 des Einkommensteuergesetzes 1997 i.d.F. des Steuerentlastungsgesetzes 1999\/2000\/2002 vom 24. M&auml;rz 1999 (BGBl I 1999, 402, BStBl I 1999, 304) &#8211;EStG 1997&#8211; abzuzinsen seien. Da die Laufzeit unbestimmt sei, m&uuml;sse dies in Anlehnung an &sect; 13 Abs. 2 des Bewertungsgesetzes mit dem Faktor 9,3 erfolgen. Daraus errechne sich ein Barwert der Verbindlichkeiten in H&ouml;he von 29.113.881,82 DM. Die Differenz in H&ouml;he von 27.749.168 DM sei ertragswirksam aufzul&ouml;sen. Da die Kl&auml;gerin zur Abmilderung des Abzinsungsgewinns den Ansatz einer 9\/10 R&uuml;cklage gem&auml;&szlig; &sect; 52 Abs. 16 Satz 7 EStG 1997 beantrage, seien Gewinn und Gewerbeertrag des Streitjahres um 2.774.916 DM zu erh&ouml;hen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick auf die Schallschutzma&szlig;nahmen wurde w&auml;hrend der Pr&uuml;fung unstreitig, dass die von der Kl&auml;gerin gebildete R&uuml;ckstellung auf 51.065.432 DM zu vermindern war. Der Pr&uuml;fer ging davon aus, dass diese Position ebenfalls abzuzinsen sei; das f&uuml;hre zu einer Gewinnerh&ouml;hung um 3.944.681 DM, von denen sich nach &sect; 52 Abs. 16 Satz 7 EStG 1997 im Streitjahr ein Betrag von 394.468 DM auswirke.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte der Ansicht des Pr&uuml;fers und erlie&szlig; entsprechende Steuer- und Feststellungsbescheide. Zudem erfasste er auf Antrag der Kl&auml;gerin zus&auml;tzliche R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Erbbauzinsverpflichtungen erfolgswirksam; dies f&uuml;hrte im Streitjahr zu einer Hinzurechnung von Erbbauzinsen zum Gewerbeertrag in H&ouml;he von 1.925.920 DM. Die gegen die &Auml;nderungsbescheide gerichtete Klage hatte nur teilweise Erfolg; das FG entschied, dass das FA die Abzinsungsbetr&auml;ge fehlerhaft berechnet und die Erbbauzinsen zu Unrecht dem Gewerbeertrag zugerechnet habe, die angefochtenen Bescheide aber ansonsten rechtm&auml;&szlig;ig seien (FG K&ouml;ln, Urteil vom 15. Januar 2009&nbsp;&nbsp;13 K 4781\/04). Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2009, 1199 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin eine Verletzung des &sect; 6 EStG 1997. Sie beantragt, das Urteil des FG aufzuheben und die angefochtenen Bescheide dahin zu &auml;ndern, dass die gewinnerh&ouml;hende Abzinsung der Gesellschafterdarlehen und der R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Schallschutzma&szlig;nahmen r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und deshalb gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Das FG hat zu Recht entschieden, dass sowohl die Darlehensverbindlichkeiten der Kl&auml;gerin als auch die von ihr gebildeten R&uuml;ckstellungen abzuzinsen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin ermittelt ihren Gewinn durch Verm&ouml;gensvergleich (&sect; 4 Abs. 1 EStG 1997). Sie muss dabei das Betriebsverm&ouml;gen ansetzen, das sich nach den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung ergibt (&sect; 5 Abs. 1 Satz 1 EStG 1997). Dabei sind die steuerrechtlichen Vorschriften &uuml;ber die Bewertung von Wirtschaftsg&uuml;tern zu befolgen (&sect; 5 Abs. 6 EStG 1997); sie gehen insoweit den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG 1997 sind Verbindlichkeiten unter sinngem&auml;&szlig;er Anwendung des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG 1997 anzusetzen und mit einem Zinssatz von 5,5 v.H. abzuzinsen. Diese Regelung greift im Streitfall ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des Senats gilt &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG 1997 auch f&uuml;r Verbindlichkeiten aus Darlehen, die eine Kapitalgesellschaft von ihrem Gesellschafter erhalten hat (Senatsbeschluss vom 6. Oktober 2009 I R 4\/08, BFHE 226, 347). Die Einwendungen der Kl&auml;gerin geben keine Veranlassung, von dieser Rechtsprechung abzur&uuml;cken. Denn zum einen enth&auml;lt der Gesetzeswortlaut keine Einschr&auml;nkung im Hinblick auf Gesellschafterdarlehen. Zum anderen ist eine Sonderbehandlung solcher Darlehen auch nicht durch den Blick auf den Gesetzeszweck veranlasst: Die Abzinsung beruht auf der typisierenden Vorstellung, dass eine erst in der Zukunft zu erf&uuml;llende Verpflichtung den Schuldner weniger belastet als eine sofortige Leistungspflicht, und diese &Uuml;berlegung gilt f&uuml;r Gesellschafterdarlehen nicht anders als f&uuml;r sonstige Darlehensverh&auml;ltnisse. Angesichts dessen kann insbesondere nicht angenommen werden, dass der Gesetzgeber es gleichsam versehentlich unterlassen h&auml;tte, im Hinblick auf Gesellschafterdarlehen eine Ausnahmeregelung zu schaffen. Das schlie&szlig;t die von der Kl&auml;gerin angestrebte teleologische Reduktion des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG 1997 aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Revision weist zu Recht darauf hin, dass die Abzinsung der Darlehensverbindlichkeit zu einem Ertrag und damit zu einer Erh&ouml;hung des steuerlich zu erfassenden Gewinns des Darlehensnehmers f&uuml;hrt. Ihrer Annahme, dass diese Gewinnerh&ouml;hung im Zusammenhang mit Gesellschafterdarlehen durch den Ansatz einer verdeckten Einlage zu neutralisieren sei, ist aber nicht zu folgen. Vielmehr greift insoweit die Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats des Bundesfinanzhofs (BFH) durch, nach der die Gew&auml;hrung eines Nutzungsvorteils nicht Gegenstand einer verdeckten Einlage sein kann (BFH-Beschluss vom 26. Oktober 1987 GrS 2\/86, BFHE 151, 523, BStBl II 1988, 348). Auch insoweit h&auml;lt der Senat an seiner im Beschluss in BFHE 226, 347 vertretenen Ansicht fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats des BFH ist nicht, wie die Kl&auml;gerin meint, durch &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG 1997 &uuml;berholt. Dazu ist zun&auml;chst auf die zutreffenden Ausf&uuml;hrungen des FG dazu zu verweisen, dass die f&uuml;r den Gro&szlig;en Senat tragenden Erw&auml;gungen (z.B. BFH-Beschluss in BFHE 151, 523, BStBl II 1988, 348, unter C.I.3.c) von der gesetzlichen Neuregelung nicht ber&uuml;hrt werden und dass zudem bei Annahme einer verdeckten Nutzungseinlage die in &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG 1997 angelegte nachfolgende Aufzinsung der Darlehensverbindlichkeit ebenfalls neutralisiert werden m&uuml;sste, wof&uuml;r keine gesetzliche Grundlage erkennbar ist. Vor allem aber muss insoweit die &Uuml;berlegung durchgreifen, dass eine Abkehr von der Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats eine Vielzahl von Rechtsfragen betreffen und die steuerrechtliche Beurteilung von Vorg&auml;ngen im Verh&auml;ltnis zwischen Kapitalgesellschaft und Gesellschafter grundlegend ver&auml;ndern w&uuml;rde. Dass der Gesetzgeber mit &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG 1997 diese Rechtsfolge hat anordnen wollen, ist nicht anzunehmen. Vielmehr ist die genannte Regelung ersichtlich in die von der Rechtsprechung entwickelte Systematik eingebettet, was es ausschlie&szlig;t, die von ihr ausgel&ouml;ste Gewinnerh&ouml;hung durch die Anwendung von Einlagegrunds&auml;tzen zu kompensieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Anwendung des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG 1997 steht im Streitfall nicht Satz 2 der Vorschrift entgegen. Danach sind zwar u.a. Verbindlichkeiten, die entweder verzinslich sind oder deren Laufzeit am Bilanzstichtag weniger als zw&ouml;lf Monate betr&auml;gt, von der Abzinsung ausgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten der Kl&auml;gerin erf&uuml;llen aber keine dieser beiden Voraussetzungen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach den Feststellungen des FG, die nicht mit zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Revisionsr&uuml;gen angegriffen worden und deshalb f&uuml;r den Senat bindend sind (&sect; 118 Abs. 2 FGO), waren die Gesellschafterdarlehen nicht mit einer Zinsvereinbarung verbunden. Einer solchen steht im Zusammenhang mit &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 2 EStG 1997 nicht gleich, dass die Unverzinslichkeit eines Gesellschafterdarlehens wirtschaftlich durch erh&ouml;hte Aussch&uuml;ttungen an den Gesellschafter ausgeglichen werden kann; auch insoweit verweist der Senat auf seinen Beschluss in BFHE 226, 347. Die von der Revision angestellten Erw&auml;gungen k&ouml;nnen ebenfalls nicht dazu f&uuml;hren, dass die in Rede stehenden Darlehen als &quot;verzinslich&quot; anzusehen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Erw&auml;gungen gehen im Kern dahin, dass die Gesellschafterdarlehen nur dazu bestimmt waren, der Kl&auml;gerin den Ausbau des von ihr betriebenen Unternehmens zu erm&ouml;glichen; eine solche Zweckbindung stehe einer Verzinsungspflicht gleich. Daran ist zwar richtig, dass es f&uuml;r die &quot;Verzinslichkeit&quot; eines Darlehens nicht nur auf die Nominalverzinsung ankommt, sondern insoweit auch andere mit der Darlehensgew&auml;hrung verbundene Leistungspflichten des Darlehensnehmers bedeutsam sein k&ouml;nnen. Letztere rechtfertigen aber eine Bewertung der Darlehensverbindlichkeit unter dem Nennwert nur dann, wenn der Darlehensnehmer den Zinsvorteil zumindest zum Teil an einen anderen weitergeben muss (BFH-Urteil vom 9. Juli 1982 III R 15\/79, BFHE 136, 299, BStBl II 1982, 639; &auml;hnlich zum Bewertungsrecht BFH-Urteil vom 26. Oktober 1994 II R 2\/92, BFH\/NV 1995, 638). Daher ist eine blo&szlig;e Zweckbindung nicht geeignet, einen die Verzinsung ersetzenden &quot;Nachteil&quot; des Darlehensnehmers zu begr&uuml;nden; denn sie &auml;ndert nichts daran, dass der Zinsvorteil dem Darlehensnehmer ungeschm&auml;lert zugute kommt. Nur darum geht es jedoch im Streitfall, da weder die Feststellungen des FG noch die Revisionsbegr&uuml;ndung Anhaltspunkte daf&uuml;r enthalten, dass die Kl&auml;gerin mit R&uuml;cksicht auf die Zinslosigkeit der Darlehen irgendwelche Leistungen an die Darlehensgeber oder an Dritte erbringen oder solche Leistungen verbilligt anbieten musste. Auf die &Uuml;berlegungen der Kl&auml;gerin zur Motivation der Darlehensgeber muss in diesem Zusammenhang ebenso wenig eingegangen werden wie auf die Verwaltungspraxis im Bereich der Darlehen zur Regionalf&ouml;rderung (vgl. dazu Oberfinanzdirektion M&uuml;nchen, Verf&uuml;gung vom 25. August 2000, Deutsches Steuerrecht 2000, 1690), die sich von den hier zu beurteilenden Vorg&auml;ngen wesentlich unterscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ob die Laufzeit eines Darlehens &quot;weniger als zw&ouml;lf Monate&quot; i.S. des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 2 EStG 1997 betr&auml;gt, ist nicht allein nach zivilrechtlichen Gesichtspunkten zu beurteilen. Vielmehr kommt es, wie der Senat ebenfalls bereits entschieden hat, in erster Linie auf die tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse an (Beschluss in BFHE 226, 347, m.w.N. zum Schrifttum; ebenso auch Hoffmann in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, &sect; 6 EStG Rz 683; Werndl in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, Einkommensteuergesetz, &sect; 6 Rz D 30). Deshalb ist eine Verbindlichkeit aus einem Darlehen mit unbestimmter Laufzeit gem&auml;&szlig; &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG 1997 abzuzinsen, wenn der Darlehensvertrag zwar nach den Vorschriften des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) mit einer Frist von drei Monaten gek&uuml;ndigt werden kann (&sect; 609 BGB in der bis zum 31. Dezember 2001 geltenden Fassung; &sect; 488 BGB in der seit dem 1. Januar 2002 geltenden Fassung), mit einer kurzfristigen K&uuml;ndigung aber am Bilanzstichtag nicht ernstlich gerechnet werden muss. Auch daran ist festzuhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit den dazu von der Revision angestellten Erw&auml;gungen hat sich der Senat schon in seiner genannten Entscheidung auseinandergesetzt. So trifft es zwar zu, dass im Gesetzgebungsverfahren die Abzinsung u.a. mit der &Uuml;berlegung begr&uuml;ndet wurde, bei einem Erwerb des gesamten Betriebs werde ein langfristig gew&auml;hrtes Darlehen nur mit seinem abgezinsten Erf&uuml;llungsbetrag in die Bemessung des Kaufpreises eingehen (Gesetzentwurf der Fraktionen SPD und B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN, BTDrucks 14\/23, S. 171; Gesetzentwurf der Bundesregierung, BTDrucks 14\/265, S. 172). Doch kann daraus nicht abgeleitet werden, dass sich die Bestimmung des Anwendungsbereichs des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 2 EStG 1997 nur an dieser Vorstellung ausrichten muss. Denn im weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens ist das zun&auml;chst nur f&uuml;r R&uuml;ckstellungen vorgesehene Abzinsungsgebot nicht nur auf Verbindlichkeiten erweitert, sondern zugleich mit einer Objektivierung der Gewinnermittlung und einer &quot;realit&auml;tsnahen Bewertung&quot; begr&uuml;ndet worden (Bericht des Finanzausschusses &#8211;7. Ausschuss&#8211;, BTDrucks 14\/443, S. 17). Diesen Zielen dient es aber, wenn im Hinblick auf die Frage der Kurzfristigkeit nicht nur auf eine rechtlich bestehende K&uuml;ndigungsm&ouml;glichkeit, sondern auch auf die wahrscheinliche tats&auml;chliche Entwicklung abgestellt wird; das macht gerade der Fall des unbefristet gew&auml;hrten Gesellschafterdarlehens deutlich. Zudem dient es der Einheit der Rechtsordnung, wenn die ertragsteuerrechtliche und die bewertungsrechtliche Behandlung eines Vorgangs denselben Ma&szlig;st&auml;ben folgen. Daher begr&uuml;ndet ein mit gesetzlicher Frist k&uuml;ndbares Darlehen jedenfalls dann, wenn nach den Erfahrungen der Vergangenheit keine alsbaldige K&uuml;ndigung droht, aus ertragsteuerrechtlicher ebenso wie aus bewertungsrechtlicher Sicht (vgl. dazu die Nachweise im Senatsbeschluss in BFHE 226, 347) keine Verbindlichkeit mit einer Laufzeit von weniger als zw&ouml;lf Monaten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall hat das FG festgestellt, dass die in Rede stehenden Gesellschafterdarlehen zins- und tilgungsfrei gew&auml;hrt worden waren, am Bilanzstichtag des Streitjahres schon mehrere Jahre lang bestanden und auch in den Folgejahren nicht zur&uuml;ckgef&uuml;hrt worden sind. Es hat ferner festgestellt, dass die Darlehensvertr&auml;ge nur nach vorheriger Abstimmung unter den Darlehensgebern gek&uuml;ndigt werden konnten. Diese bindenden (&sect; 118 Abs. 2 FGO) Feststellungen rechtfertigen die vom FG vorgenommene W&uuml;rdigung dahin, dass die Kl&auml;gerin am ma&szlig;geblichen Bilanzstichtag nicht damit rechnen musste, kurzfristig auf eine Tilgung der betreffenden Verbindlichkeiten in Anspruch genommen zu werden. Die Kl&auml;gerin beurteilt diese Frage zwar abweichend und verweist dazu vor allem auf die im Jahr 1988 vorgenommene &Auml;nderung der Darlehensvertr&auml;ge; sie zeigt aber nicht auf, dass das FG gegen Denkgesetze oder gegen allgemeine Erfahrungss&auml;tze versto&szlig;en habe, und kann daher dessen tatrichterliche W&uuml;rdigung nicht ersch&uuml;ttern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die verfassungsrechtlichen Bedenken der Kl&auml;gerin gegen die vom Gesetzgeber getroffene Regelung teilt der Senat nicht; insoweit wird erneut auf den Beschluss in BFHE 226, 347 verwiesen. Die vom FG angestellte Berechnung zur H&ouml;he des Abzinsungsbetrags greift die Revision nicht an; der Senat erkennt insoweit auch keine zum Nachteil der Kl&auml;gerin wirkenden Rechtsfehler, die von Amts wegen korrigiert werden m&uuml;ssten. Im Ergebnis ist das angefochtene Urteil daher, soweit es die Behandlung der Gesellschafterdarlehen betrifft, nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Dasselbe gilt im Hinblick auf die von der Kl&auml;gerin gebildeten R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Schallschutzma&szlig;nahmen. Insbesondere hat das FG zutreffend entschieden, dass diese R&uuml;ckstellungen nach &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e EStG 1997 abzuzinsen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der genannten Vorschrift sind R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Verpflichtungen mit 5,5 v.H. abzuzinsen, wobei &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 2 EStG 1997 entsprechend anzuwenden ist. Das bedeutet, dass eine Abzinsung unterbleibt, wenn die R&uuml;ckstellung aus der Sicht des Bilanzstichtags voraussichtlich f&uuml;r weniger als zw&ouml;lf Monate Bestand haben wird. Das Vorliegen dieser Voraussetzung hat das FG indessen ohne Rechtsfehler verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach den Feststellungen des FG betrafen die streitigen R&uuml;ckstellungen k&uuml;nftigen Aufwand f&uuml;r Schallschutzma&szlig;nahmen, deren Finanzierung die Kl&auml;gerin den Anwohnern eines bestimmten Gebiets angeboten hatte. Der Ablauf der Finanzierungsma&szlig;nahme vollzog sich in der Weise, dass zun&auml;chst ein Antrag des Anwohners vorliegen musste und die Kl&auml;gerin nach Pr&uuml;fung dieses Antrags die notwendigen Ma&szlig;nahmen ermittelte. Sodann durfte der betreffende Anwohner zwei Angebote von Fachfirmen einholen, woraufhin die Kl&auml;gerin mit ihm einen Vertrag &uuml;ber die Durchf&uuml;hrung der Ma&szlig;nahme und die H&ouml;he des Erstattungsbetrags schloss; an diesen Vertrag war sie anschlie&szlig;end f&uuml;r zw&ouml;lf Monate gebunden. Weiter ist dem angefochtenen Urteil zu entnehmen, dass die vom FA vorgenommene Abzinsung sich ausschlie&szlig;lich auf Ma&szlig;nahmen bezieht, f&uuml;r die einerseits am Bilanzstichtag des Streitjahres eine R&uuml;ckstellung gebildet worden war und die andererseits bis zum Ende des Folgejahres nicht abgewickelt worden waren. Diese Feststellungen greift die Revision nicht an; sie sind deshalb revisionsrechtlich bindend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG hat allerdings nicht ausdr&uuml;cklich festgestellt, ob die in Rede stehenden R&uuml;ckstellungen erst im Gefolge der Antragstellung durch einen Anwohner oder &#8211;im Vorgriff darauf&#8211; allein auf der Grundlage der Erwartung derartiger Antr&auml;ge gebildet worden sind. Es ist deshalb denkbar, dass am Bilanzstichtag Unklarheit dar&uuml;ber bestand, ob die in den R&uuml;ckstellungen ber&uuml;cksichtigten Ma&szlig;nahmen tats&auml;chlich von den Anwohnern in Anspruch genommen werden w&uuml;rden. Ebenso war m&ouml;glicherweise am Bilanzstichtag nicht absehbar, inwieweit bereits beantragte oder noch zu beantragende Ma&szlig;nahmen im Folgejahr abgeschlossen werden konnten oder nicht. Beides schlie&szlig;t jedoch entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin die Abzinsung der R&uuml;ckstellungen nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn bei R&uuml;ckstellungen gilt ebenso wie im Bereich der Verbindlichkeiten, dass es f&uuml;r die Notwendigkeit einer Abzinsung auf denjenigen Erf&uuml;llungszeitpunkt ankommt, mit dem aus der Sicht des Bilanzstichtags nach den tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnissen und den in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen gerechnet werden muss. Dazu hat das FG indessen festgestellt, dass die Kl&auml;gerin die R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Schallschutzma&szlig;nahmen jeweils lange vor dem Abschluss einer schriftlichen Vereinbarung mit dem berechtigten Anwohner gebildet hat. Das rechtfertigt seine Annahme, dass die R&uuml;ckstellungen jedenfalls nicht in vollem Umfang Risiken abbildeten, die aus der Sicht des Bilanzstichtags innerhalb der n&auml;chsten zw&ouml;lf Monate beseitigt werden konnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Ausma&szlig; derjenigen Risiken, die sich in zeitlicher Hinsicht auf mindestens zw&ouml;lf Monate erstreckten, konnte naturgem&auml;&szlig; weder am Bilanzstichtag noch zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung konkret beziffert werden. Das FA hat den insoweit anzusetzenden Wert deshalb aus der tats&auml;chlichen sp&auml;teren Entwicklung abgeleitet; dem ist das FG &#8211;jedenfalls vom systematischen Ansatz her&#8211; gefolgt. Diese Handhabung mag zwar insoweit methodisch angreifbar sein, als sie die Beurteilung aus der Sicht des Bilanzstichtags durch eine r&uuml;ckblickende Betrachtung ersetzt (vgl. dazu Korn\/Strahl in Korn, Einkommensteuergesetz, &sect; 6 EStG Rz 388). Doch handelt es sich zum einen letztlich um eine Sch&auml;tzung seitens des FG, die im Revisionsverfahren nur eingeschr&auml;nkt &uuml;berpr&uuml;ft werden kann. Zum anderen &#8211;und vor allem&#8211; macht die Kl&auml;gerin nicht geltend, dass eine Betrachtung unter dem zeitlichen Blickwinkel des Bilanzstichtags andere, ihr g&uuml;nstigere Werte zu Tage f&ouml;rdern k&ouml;nnte. Angesichts dessen ist die Annahme des FG, dass den gesamten vom FA abgezinsten R&uuml;ckstellungsbetr&auml;gen am Bilanzstichtag nicht eine Restlaufzeit von weniger als zw&ouml;lf Monaten beizumessen war, im Ergebnis nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Streitfall gibt keinen Anlass zu einer Auseinandersetzung mit der von der Revision angesprochenen Frage, welche Rechtsfolge &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e EStG 1997 im Zusammenhang mit Pauschalr&uuml;ckstellungen ausl&ouml;st (vgl. dazu Bundesministerium der Finanzen, Schreiben vom 26. Mai 2005, BStBl I 2005, 699, Tz. 27; FG M&uuml;nchen, Beschluss vom 21. Januar 2004&nbsp;&nbsp;7 V 4930\/03, EFG 2004, 641; Kiesel\/G&ouml;rner in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, EStG\/KStG, &sect; 6 EStG Rz 1165, m.w.N.). Denn das FG hat nicht festgestellt, dass die Kl&auml;gerin eine Pauschalr&uuml;ckstellung gebildet hat. Ebenso geht der Einwand der Kl&auml;gerin fehl, dass eine Abzinsung ein verdecktes Kreditgesch&auml;ft voraussetze und dass ein solches nur dann vorliege, wenn entweder der Schuldner vorzeitig zum Barwert erf&uuml;llen oder eine entsprechende Vereinbarung getroffen werden k&ouml;nne (vgl. dazu Senatsurteil vom 15. Juli 1998 I R 24\/96, BFHE 186, 388, 392, BStBl II 1998, 728, 730; Nieders&auml;chsisches FG, Urteil vom 15. Mai 2002&nbsp;&nbsp;6 K 727\/98, EFG 2002, 1370, m.w.N.): Das FG hat zu Recht ausgef&uuml;hrt, dass diese Sicht zwar nach der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Rechtslage den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung entspricht (&sect; 253 Abs. 1 Satz 2 des Handelsgesetzbuchs i.d.F. vor der Geltung des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts vom 25. Mai 2009, BGBl I 2009, 1102), denen aber f&uuml;r den Bereich des Steuerrechts &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e EStG 1997 vorgeht (&sect; 5 Abs. 6 EStG 1997).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Schlie&szlig;lich sind die verfassungsrechtlichen Bedenken der Kl&auml;gerin gegen die in &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e EStG 1997 getroffene Regelung unbegr&uuml;ndet. Denn wie im Zusammenhang mit &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG 1997 (dazu Senatsbeschluss in BFHE 226, 347) greift auch hier insoweit der Gedanke durch, dass die gesetzliche Regelung auf wirtschaftlich nachvollziehbaren Erw&auml;gungen beruht, weder unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig ist noch gegen den Gleichheitssatz verst&ouml;&szlig;t und deshalb vom Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers abgedeckt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Berechnung des Abzinsungsbetrags durch das FG greift die Kl&auml;gerin auch insoweit, als es um die R&uuml;ckstellungen geht, nicht an. Der Senat erkennt in diesem Punkt ebenfalls keinen revisionsrechtlich erheblichen Fehler, weshalb das angefochtene Urteil im Ergebnis nicht zu beanstanden ist. Die von der Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung angesprochene Frage, wie die in Rede stehenden Bilanzposten in den Abschl&uuml;ssen f&uuml;r die Folgejahre zu bewerten sind, muss im Streitfall nicht er&ouml;rtert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.1.2010, I R 35\/09 Abzinsung von Gesellschafterdarlehen und R&uuml;ckstellungen Leits&auml;tze 1. Unverzinsliche Gesellschafterdarlehen sind nach Ma&szlig;gabe des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG 1997 i.d.F. des StEntlG 1999\/2000\/2002 abzuzinsen, wenn sie zwar keine feste Laufzeit haben, die Darlehensnehmerin aber am Bilanzstichtag mit einer Fortdauer der Kapital&uuml;berlassung f&uuml;r mindestens weitere &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-35-09-abzinsung-von-gesellschafterdarlehen-und-rueckstellungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;35\/09 &#8211; Abzinsung von Gesellschafterdarlehen und R&uuml;ckstellungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-12698","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12698","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12698"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12698\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12698"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12698"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12698"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}