{"id":12709,"date":"2012-12-19T15:35:46","date_gmt":"2012-12-19T13:35:46","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12709"},"modified":"2012-12-19T15:35:46","modified_gmt":"2012-12-19T13:35:46","slug":"xi-b-31-09-umsatzsteuerrechtliche-anforderungen-zur-leistungsbeschreibung-an-eine-zum-vorsteuerabzug-berechtigende-rechnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-31-09-umsatzsteuerrechtliche-anforderungen-zur-leistungsbeschreibung-an-eine-zum-vorsteuerabzug-berechtigende-rechnung\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;31\/09 &#8211; Umsatzsteuerrechtliche Anforderungen zur Leistungsbeschreibung an eine zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 5.2.2010, XI B 31\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Umsatzsteuerrechtliche Anforderungen zur Leistungsbeschreibung an eine zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die auf grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache sowie Fortbildung des Rechts gest&uuml;tzte Beschwerde des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) ist unzul&auml;ssig, denn ihre Begr&uuml;ndung entspricht nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Um gem&auml;&szlig; &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) oder die Erforderlichkeit einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Fortbildung des Rechts (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 1 FGO) darzulegen, muss in der Beschwerdebegr&uuml;ndung schl&uuml;ssig und substantiiert unter Auseinandersetzung mit den zur aufgeworfenen Rechtsfrage in Rechtsprechung und Schrifttum vertretenen Auffassungen dargetan werden, weshalb die f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist. Dazu muss auch dargelegt werden, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Frage zweifelhaft und streitig ist (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 20. M&auml;rz 2006 II B 147\/05, BFH\/NV 2006, 1320).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Diesen Anforderungen wird der Vortrag des Kl&auml;gers nicht gerecht, die Entscheidung in seinem Fall habe grunds&auml;tzliche Bedeutung, &quot;weil er all die Kleinunternehmer trifft, die wie (er) &uuml;berwiegend allein als Subunternehmer im Trockenbau auf dem Bau arbeiten und sich keine gro&szlig;e Buchhaltung leisten k&ouml;nnen &#8230;&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn es geht im Streitfall nicht um das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer Buchf&uuml;hrung, sondern um die Frage, welche Anforderungen zur Leistungsbeschreibung an eine nach &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 1 des Umsatzsteuergesetzes 1999 (UStG) zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung (&sect; 14 UStG) zu stellen sind. Diese Frage hat aber keine grunds&auml;tzliche Bedeutung (vgl. BFH-Beschluss vom 18. Mai 2000 V B 178\/99, BFH\/NV 2000, 1504). Es ist n&auml;mlich in st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH gekl&auml;rt, dass das Abrechnungspapier (Rechnung oder Gutschrift) Angaben tats&auml;chlicher Art enthalten muss, welche die Identifizierung der abgerechneten Leistung erm&ouml;glichen. Der Aufwand zur Identifizierung der Leistung muss dahingehend begrenzt sein, dass die Rechnungsangaben eine eindeutige und leicht nachpr&uuml;fbare Feststellung der Leistung erm&ouml;glichen, &uuml;ber die abgerechnet worden ist. Was zur Erf&uuml;llung dieser Voraussetzungen erforderlich ist, richtet sich nach den Umst&auml;nden des Einzelfalls (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 10. November 1994 V R 45\/93, BFHE 176, 472, BStBl II 1995, 395, unter II. 2.; BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2000, 1504; vom 29. November 2002 V B 119\/02, BFH\/NV 2003, 518; vom 16. Dezember 2008 V B 228\/07, BFH\/NV 2009, 620, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die ferner vom Kl&auml;ger sinngem&auml;&szlig; aufgeworfene &#8211;aber ebenfalls nicht hinreichend dargelegte&#8211; Frage, ob f&uuml;r &quot;Kleinstunternehmer&quot; geringere Anforderungen an die Leistungsbeschreibung zu stellen sind, ist gekl&auml;rt; sie ist zu verneinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch &quot;Kleinstunternehmer&quot; m&uuml;ssen &#8211;und k&ouml;nnen&#8211; in den von ihnen ausgestellten Rechnungen Angaben machen, die eine eindeutige und leicht nachpr&uuml;fbare Feststellung der von ihnen erbrachten Leistungen erm&ouml;glichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers ist es auch nicht f&uuml;r die Rechtsfortbildung wichtig, ob Bezeichnungen wie &quot;Trockenbauarbeiten&quot;, &quot;Fliesenarbeiten&quot; und &quot;Au&szlig;enputzarbeiten&quot; zur Leistungsbeschreibung ausreichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn der BFH hat bereits entschieden, dass derartige allgemeine Beschreibungen allein nicht den Anforderungen an die Leistungsbeschreibung in einer zum Vorsteuerabzug geeigneten Rechnung gen&uuml;gen (vgl. f&uuml;r &quot;Bauarbeiten&quot;: BFH-Urteil in BFHE 176, 472, BStBl II 1995, 395, unter II. 2. c aa; f&uuml;r &quot;Bauleistungen&quot;: BFH-Beschluss vom 14. Oktober 2002 V B 9\/02, BFH\/NV 2003, 213; f&uuml;r &quot;Beratungsleistungen&quot;: BFH-Beschluss in BFH\/NV 2009, 620). Durch derartige Bezeichnungen wird eine mehrfache Abrechnung der damit verbundenen Leistungen (in einer anderen Rechnung) nicht ausgeschlossen (vgl. dazu BFH-Beschluss in BFH\/NV 2003, 213, unter II. 1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 5.2.2010, XI B 31\/09 Umsatzsteuerrechtliche Anforderungen zur Leistungsbeschreibung an eine zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die auf grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache sowie Fortbildung des Rechts gest&uuml;tzte Beschwerde des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) ist unzul&auml;ssig, denn ihre Begr&uuml;ndung entspricht nicht den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO). &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-31-09-umsatzsteuerrechtliche-anforderungen-zur-leistungsbeschreibung-an-eine-zum-vorsteuerabzug-berechtigende-rechnung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;B&nbsp;31\/09 &#8211; Umsatzsteuerrechtliche Anforderungen zur Leistungsbeschreibung an eine zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-12709","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12709","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12709"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12709\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12709"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12709"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12709"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}