{"id":12767,"date":"2012-12-08T08:59:41","date_gmt":"2012-12-08T06:59:41","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12767"},"modified":"2012-12-08T08:59:41","modified_gmt":"2012-12-08T06:59:41","slug":"v-r-1-09-aenderung-der-bemessungsgrundlage-herabsetzung-des-entgelts-aufgrund-spaeterer-vereinbarung-kein-entgeltcharakter-fuer-verzugszinsen-keine-entgeltminderung-bei-zahlung-einer-vertragsstrafe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-1-09-aenderung-der-bemessungsgrundlage-herabsetzung-des-entgelts-aufgrund-spaeterer-vereinbarung-kein-entgeltcharakter-fuer-verzugszinsen-keine-entgeltminderung-bei-zahlung-einer-vertragsstrafe\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;1\/09 &#8211; &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage &#8211; Herabsetzung des Entgelts aufgrund sp&auml;terer Vereinbarung &#8211; Kein Entgeltcharakter f&uuml;r Verzugszinsen &#8211; Keine Entgeltminderung bei Zahlung einer Vertragsstrafe"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.12.2009, V R 1\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">&Auml;nderung der Bemessungsgrundlage &#8211; Herabsetzung des Entgelts aufgrund sp&auml;terer Vereinbarung &#8211; Kein Entgeltcharakter f&uuml;r Verzugszinsen &#8211; Keine Entgeltminderung bei Zahlung einer Vertragsstrafe<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist Gesamtrechtsnachfolgerin der auf sie verschmolzenen W-GmbH. Die W-GmbH hatte am 1. Februar 1993 mit der S-AG einen Bauvertrag &uuml;ber die Errichtung eines Betriebsgeb&auml;udes abgeschlossen. Die Verg&uuml;tung belief sich auf 4.800.000 DM zzgl. Umsatzsteuer. Die Abnahme erfolgte im Oktober 1994. Seit 1997 kam es zun&auml;chst zwischen der W-GmbH und der S-AG und sp&auml;ter zwischen der Kl&auml;gerin und der S-AG zu Streitigkeiten wegen zahlreicher Baum&auml;ngel. Zur Unterbrechung der Gew&auml;hrleistungsfristen beantragte die Kl&auml;gerin 1998 die Durchf&uuml;hrung eines selbst&auml;ndigen Beweisverfahrens beim zust&auml;ndigen Landgericht. Der gerichtlich bestellte Sachverst&auml;ndige stellte in seinen Gutachten fest, dass sich die Kosten zur Beseitigung der festgestellten M&auml;ngel (M&auml;ngelbeseitigungskosten) auf 140.994,10 DM und der Minderwert der Bauleistung (Wertminderungskosten) auf 366.311 DM beliefen (Gesamtkosten netto 507.305,10 DM). Eine M&auml;ngelbeseitigung war zwar technisch m&ouml;glich, w&auml;re jedoch mit einem wirtschaftlich unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Aufwand verbunden gewesen. In einer Vergleichsvereinbarung vom 10. Mai\/13. Juni 2002 vereinbarten die Kl&auml;gerin und die S-AG, dass die S-AG der Kl&auml;gerin als Rechtsnachfolgerin der W-GmbH &quot;einen Betrag in H&ouml;he von 300.000,00 DM \/ 153.387,56 EUR&quot; zahlen sollte, um damit den &quot;Ausgleich aller wechselseitigen Anspr&uuml;che&quot; herbeizuf&uuml;hren. Die Zahlung erfolgte noch im Streitjahr 2002. Die festgestellten M&auml;ngel an dem Bauwerk wurden nicht beseitigt. Die Kl&auml;gerin behandelte die Zahlung der S-AG als nichtsteuerbaren Schadensersatz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung ging der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) davon aus, dass die Zahlung der S-AG an die Kl&auml;gerin zu einer Entgeltminderung f&uuml;hre. Dementsprechend seien die abziehbaren Vorsteuerbetr&auml;ge der Kl&auml;gerin gem&auml;&szlig; &sect; 17 Abs. 1 des Umsatzsteuergesetzes 1999 (UStG) um 21.156,90 EUR zu mindern. Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) st&uuml;tzte die Klageabweisung darauf, dass sich aufgrund der zwischen der Kl&auml;gerin und der S-AG abgeschlossenen Vereinbarung die Bemessungsgrundlage nach &sect; 17 UStG ge&auml;ndert habe. Durch die Zahlung der S-AG an die Kl&auml;gerin in H&ouml;he von 300.000 DM (153.387,56 EUR) sei es zu einem &quot;Ausgleich aller wechselseitigen Anspr&uuml;che aus dem &#8230; Bauvertrag&quot; gekommen. Dies habe sich auf die Gew&auml;hrleistungsanspr&uuml;che der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber der S-AG gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 634 ff. des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches (BGB) a.F. bezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin als Rechtsnachfolgerin der W-GmbH habe f&uuml;r den Erhalt der erbrachten Leistungen &quot;letztendlich&quot; nur noch einen geminderten Geldbetrag aufzuwenden gehabt; die S-AG wiederum habe &quot;letztendlich&quot; nur einen entsprechend geminderten Geldbetrag vereinnahmt. F&uuml;r die Bestimmung des &quot;letztendlich&quot; gezahlten Entgelts i.S. von &sect; 10 Abs. 1 Satz 2 UStG komme es nicht auf zivilrechtliche, sondern auf umsatzsteuerrechtliche Kriterien an. Umsatzsteuerrechtlich mache es keinen Unterschied, ob der Besteller eines Werks, das sich als mangelhaft erweise, den Werklohn mindere oder das Werk behalte und statt der Minderung Schadensersatz wegen Nichterf&uuml;llung gem&auml;&szlig; &sect; 635 BGB a.F. verlange. Demzufolge k&ouml;nne dahinstehen, ob die Vereinbarung zivilrechtlich eine Minderung des Werklohns gem&auml;&szlig; &sect; 634 BGB a.F. oder Schadensersatz wegen Nichterf&uuml;llung gem&auml;&szlig; &sect; 635 BGB a.F. sei. Selbst wenn die Zahlung der S-AG an die Kl&auml;gerin zivilrechtlich als (&quot;kleiner&quot;) Schadensersatz wegen Nichterf&uuml;llung gem&auml;&szlig; &sect; 635 BGB a.F. zu qualifizieren sein sollte, liege umsatzsteuerrechtlich Schadensersatz nur vor, wenn durch die Zahlung der S-AG andere Schadenspositionen kompensiert worden w&auml;ren, die nicht das &Auml;quivalenzinteresse, sondern das Integrit&auml;tsinteresse der Kl&auml;gerin ber&uuml;hrt h&auml;tten wie etwa ein entgangener Gewinn oder Mangelfolgesch&auml;den an anderen Rechtsg&uuml;tern der Kl&auml;gerin. Hierf&uuml;r l&auml;gen jedoch keinerlei Anhaltspunkte vor. Ausweislich des Gutachtens des gerichtlich bestellten Sachverst&auml;ndigen habe der Schaden der Kl&auml;gerin in H&ouml;he von 507.305,10 DM (259.380,98 EUR) &uuml;berwiegend in mangelbedingtem Minderwert des Bauwerks, im &Uuml;brigen in mangelbedingten Aufwendungen bestanden. Auch wenn, wie im Streitfall, der Besteller die geschuldete Verg&uuml;tung zun&auml;chst in voller H&ouml;he gezahlt habe und erst danach aufgrund aufgetretener M&auml;ngel von dem leistenden Unternehmer Schadensersatz verlange, liege eine Entgeltminderung, nicht aber &quot;echter Schadensersatz&quot; vor. Bei der Zahlung der S-AG an die Kl&auml;gerin im Streitjahr habe es sich auch nicht um eine Vertragsstrafe gehandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG ist in &quot;Entscheidungen der Finanzgerichte&quot; 2009, 520 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin Verletzung materiellen Rechts. Das vereinbarte Entgelt und damit die Bemessungsgrundlage habe sich zun&auml;chst auf 4,8 Mio. DM belaufen. Durch die nachtr&auml;gliche Vereinbarung habe sich die Bemessungsgrundlage nicht ge&auml;ndert. Eine Entgeltminderung k&ouml;nne auch vorliegen, wenn die Parteien vor Zahlung des Werklohns eine Minderung aufgrund einer Schlechtleistung vereinbarten. Werde die vom Leistungsempf&auml;nger geschuldete Verg&uuml;tung aber zun&auml;chst in voller H&ouml;he gezahlt und erst danach aufgrund von M&auml;ngeln Schadensersatz verlangt, sei der Leistungsaustausch bereits vollst&auml;ndig abgeschlossen. Eine erst nach vielen Jahren erfolgende Regulierung des Schadensersatzanspruchs habe auf den bereits abgeschlossenen Leistungsaustausch keine Auswirkungen. Dies gelte zumindest dann, wenn die R&uuml;ckgabe des Werks unterbleibe. Hierf&uuml;r spreche auch, dass im Streitfall zun&auml;chst das Werk als mangelfrei abgenommen worden sei und daher ein blo&szlig; mittelbarer Zusammenhang zwischen dem Werk und dem Schadensersatz bestehe. Zwischen dem Entgelt und damit auch zwischen einer Entgeltr&uuml;ckgew&auml;hr und der Leistung m&uuml;sse eine finale Verkn&uuml;pfung bestehen. &sect; 17 UStG erfasse nur ein Auseinanderfallen von Soll- und Istprinzip bei der Besteuerung. Ebenso wie bei Verzugszinsen oder einem Angeld sei die von ihr erhaltene Zahlung als nichtsteuerbarer Schadensersatz anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, das Urteil des FG aufzuheben und den Umsatzsteuerbescheid 2002 vom 14. M&auml;rz 2007 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 20. November 2007 in der Weise abzu&auml;ndern, dass die abziehbaren Vorsteuerbetr&auml;ge um 21.156,90 EUR erh&ouml;ht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es mache keinen Unterschied, ob der Besteller des Werks das Werk behalte und den Werklohn mindere oder die geschuldete Verg&uuml;tung zun&auml;chst in voller H&ouml;he zahle und danach Schadensersatz verlange.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet und war daher gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Das FG hat zu Recht eine &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage gem&auml;&szlig; &sect; 17 UStG im Streitjahr 2002 bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Bei der Bemessungsgrundlage, deren &Auml;nderung nach &sect; 17 Abs. 1 Satz 1 UStG zur Berichtigung f&uuml;hrt, handelt es sich um das Entgelt i.S. von &sect; 10 Abs. 1 UStG und damit um den im unmittelbaren Zusammenhang mit der Leistung erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenwert (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 28. Mai 2009 V R 2\/08, BFHE 226, 166, BStBl II 2009, 870, unter II.3.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &Auml;ndert sich die Bemessungsgrundlage f&uuml;r einen steuerpflichtigen Umsatz, hat der Unternehmer, der diesen Umsatz ausgef&uuml;hrt hat, den daf&uuml;r geschuldeten Steuerbetrag und der Unternehmer, an den dieser Umsatz ausgef&uuml;hrt worden ist, den daf&uuml;r in Anspruch genommenen Vorsteuerabzug zu berichtigen (&sect; 17 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Umsatz wird nach &sect; 10 Abs. 1 Satz 1 UStG bei Lieferungen und sonstigen Leistungen nach dem Entgelt &quot;bemessen&quot;. Zum Entgelt geh&ouml;rt gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Satz 2 UStG alles, was der Leistungsempf&auml;nger aufwendet, um die Leistung zu erhalten, jedoch abz&uuml;glich der Umsatzsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect; 10 Abs. 1 Satz 1 und 2 UStG beruht gemeinschaftsrechtlich auf Art. 11 Teil A Abs. 1 Buchst. a der Sechsten Richtlinie des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern 77\/388\/EWG. Danach ist Besteuerungsgrundlage bei Lieferungen von Gegenst&auml;nden und Dienstleistungen &#8230; &quot;alles, was den Wert der Gegenleistung bildet, die der Lieferer oder Dienstleistende f&uuml;r diese Ums&auml;tze vom Abnehmer oder Dienstleistungsempf&auml;nger oder von einem Dritten erh&auml;lt oder erhalten soll, einschlie&szlig;lich der unmittelbar mit dem Preis dieser Ums&auml;tze zusammenh&auml;ngenden Subventionen&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die H&ouml;he des Entgelts bestimmt sich nach dem zwischen Leistendem und Leistungsempf&auml;nger bestehenden Rechtsverh&auml;ltnis, aus dem sich der f&uuml;r die Steuerbarkeit der Leistung ma&szlig;gebliche unmittelbare Zusammenhang zwischen der Leistung und dem erhaltenen Gegenwert ergibt (vgl. BFH-Urteil vom 16. Januar 2003 V R 36\/01, BFH\/NV 2003, 667, unter II.2.a). Auf eine finale Verkn&uuml;pfung von Entgelt und Leistung kommt es somit nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Handelt es sich bei der Bemessungsgrundlage nach &sect; 17 UStG um das Entgelt i.S. von &sect; 10 Abs. 1 Satz 1 UStG, ist die Leistung des Unternehmers letztlich nur mit der Bemessungsgrundlage zu besteuern, die sich aus den vom Leistenden empfangenen Aufwendungen des Leistungsempf&auml;ngers abz&uuml;glich der Umsatzsteuer und damit korrespondierend aufgrund der vom leistenden Unternehmer vereinnahmten Gegenleistung abz&uuml;glich der Umsatzsteuer ergibt (BFH-Urteil in BFHE 226, 166, BStBl II 2009, 870, unter II.3.a; vgl. auch BFH-Urteile vom 16. Januar 2003 V R 72\/01, BFHE 201, 335, BStBl II 2003, 620, unter II.1.a; vom 18. September 2008 V R 56\/06, BFHE 222, 162, BStBl II 2009, 250, unter II.1.a). Dementsprechend spielt es keine Rolle, ob der Unternehmer auf den zun&auml;chst vereinbarten Preis einen Abschlag gew&auml;hrt oder nur einen von vornherein geminderten Preis fordert (BFH-Urteil in BFHE 226, 166, BStBl II 2009, 870, unter II.3.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weiter ist es unerheblich, ob der Besteller statt der Minderung der Verg&uuml;tung Schadensersatz wegen Nichterf&uuml;llung gem&auml;&szlig; &sect; 635 BGB a.F. verlangt und ob die Minderung der Bemessungsgrundlage auf einem Vergleich beruht (BFH-Urteil in BFHE 201, 335, BStBl II 2003, 620). Dar&uuml;ber hinaus kommt es nicht darauf an, ob die Zahlung zivilrechtlich als Schadensersatz bezeichnet wird (z.B. Urteil des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 14. M&auml;rz 2007 VIII ZR 68\/06, BFH\/NV 2007, Beilage 3, 316).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat im Streitfall zu Recht entschieden, dass sich die Bemessungsgrundlage gemindert hat, so dass die Kl&auml;gerin den von ihr geltend gemachten Vorsteuerabzug f&uuml;r die von ihr bezogene Bauleistung nach &sect; 17 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 UStG zu berichtigen hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der f&uuml;r eine &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage erforderliche unmittelbare Zusammenhang zwischen der von der S-AG erbrachten Bauleistung und der aufgrund des Vergleichs erfolgten Zahlung durch die S-AG ergibt sich nach den f&uuml;r den Senat bindenden Feststellungen des FG (&sect; 118 Abs. 2 FGO) im Streitfall daraus, dass die Kl&auml;gerin vor Abschluss der Vergleichsvereinbarung M&auml;ngelbeseitigungs- und Wertminderungskosten, nicht aber &#8211;ohne dass es dabei zwingend auf die Beurteilung nach nationalem Zivilrecht ank&auml;me&#8211; Mangelfolgesch&auml;den hinsichtlich anderer Rechtsg&uuml;ter gegen den Leistenden geltend gemacht hatte. Die Zahlung diente daher zum Ausgleich eines m&auml;ngelbedingten Minderwerts der Bauleistung. Die Zahlung erfolgte dar&uuml;ber hinaus auch entsprechend dem Senatsurteil in BFHE 222, 162, BStBl II 2009, 250 im Streitjahr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die hiergegen gerichteten Einwendungen der Kl&auml;gerin greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin kommt der Zahlung kein Schadensersatzcharakter zu. Zahlungen des Leistenden sind nur dann als Schadensersatz f&uuml;r die H&ouml;he des Entgelts ohne Bedeutung, wenn zwischen der Zahlung des leistenden Unternehmers und seiner Leistung kein unmittelbarer Zusammenhang besteht (BFH-Urteil in BFH\/NV 2003, 667, unter II.2.a und b; BGH-Urteil in BFH\/NV 2007, Beilage 3, 316, unter II.1.), der nach den Feststellungen des FG im Streitfall aber zu bejahen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dass Verzugszinsen nicht als Leistungsentgelt anzusehen sind (Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;EuGH&#8211; vom 1. Juli 1982 Rs. 222\/81, Slg. 1982, 2527, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 1982, 159), spricht nicht f&uuml;r die Rechtsauffassung der Kl&auml;gerin, da Verzugszinsen den sich aus der versp&auml;teten Zahlung des Leistungsempf&auml;ngers ergebenden Schaden f&uuml;r das Verm&ouml;gen des leistenden Unternehmers, nicht aber einen Schaden des Leistungsempf&auml;ngers hinsichtlich der erbrachten Leistung ausgleichen sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auch das EuGH-Urteil vom 18. Juli 2007 Rs. C-277\/05, Soci&eacute;t&eacute; thermale d&#8217;Eug&eacute;nie-les-Bains (Slg. 2007, I-6415, BFH\/NV 2007, Beilage 4, 424, UR 2007, 643) zum sog. Angeld, das eine Vermutung f&uuml;r das Bestehen des der versprochenen Leistung zugrunde liegenden Vertrages begr&uuml;ndet (EuGH-Urteil in Slg. 2007, I-6415, BFH\/NV 2007, Beilage 4, 424, UR 2007, 643 Rdnr. 30), rechtfertigt keine abweichende Beurteilung. Denn bei erbrachter Leistung ist das Angeld auf die geschuldete Gegenleistung anzurechnen, w&auml;hrend es f&uuml;r den Fall einer unterbliebenen Leistungserbringung als Entsch&auml;digung, nicht aber als Entgelt f&uuml;r eine Leistung anzusehen ist (EuGH-Urteil in Slg. 2007, I-6415, BFH\/NV 2007, Beilage 4, 424, UR 2007, 643 Rdnr. 32). Im Gegensatz zu einer Entsch&auml;digung f&uuml;r den Fall einer unterbliebenen Leistung geht es im Streitfall um eine Entgeltminderung f&uuml;r eine von der Kl&auml;gerin bezogene Leistung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Unerheblich ist schlie&szlig;lich auch, dass der BFH das Vorliegen eines unmittelbaren Zusammenhangs zwischen Leistung und einer vom leistenden Unternehmer zu entrichtenden Vertragsstrafe und damit eine Entgeltminderung aufgrund einer Vertragsstrafe verneint hat (BFH-Urteil vom 4. Mai 1994 XI R 58\/93, BFHE 174, 480, BStBl II 1994, 589). Denn der BFH hat die Vertragsstrafe nicht als &quot;modifizierte Erf&uuml;llung der Hauptverbindlichkeit&quot; angesehen, von der im Streitfall aber nach den Feststellungen des FG auszugehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Minderung der Bemessungsgrundlage steht es entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin (vgl. auch Widmann, UR 2003, 254, 255) nicht entgegen, dass die Vereinbarung, die zur Herabsetzung des Entgelts f&uuml;hrt, im Streitfall erst nach vollst&auml;ndiger Vereinnahmung des Entgelts durch den leistenden Unternehmer, der S-AG, abgeschlossen wurde (vgl. EuGH-Urteile vom 24. Oktober 1996 Rs. C-317\/94, Elida Gibbs Ltd., Slg. 1996, I-5339, UR 1997, 265 zu Preiserstattungsgutscheinen, und vom 29. Mai 2001 Rs. C-86\/99, Freemans, Slg. 2001, I-4167, BFH\/NV 2001, Beilage 3, 185 zu Gutschriften auf den Katalogpreis gelieferter Waren, sowie allgemein BFH-Urteil in BFHE 222, 162, BStBl II 2009, 250 zur R&uuml;ckzahlung des Entgelts nach Leistungsausf&uuml;hrung und vollst&auml;ndiger Entgeltentrichtung; offen gelassen im BFH-Urteil in BFHE 201, 335, BStBl II 2003, 620). Aus dieser Rechtsprechung folgt nicht nur, zu welchem Zeitpunkt die Berichtigung nach &sect; 17 UStG vorzunehmen ist, sondern weitergehend, dass es zu einer &Auml;nderung des Entgelts auch noch nach vollst&auml;ndiger Vereinnahmung des Entgelts kommen kann (BFH-Urteil in BFHE 222, 162, BStBl II 2009, 250). Die Bedeutung von &sect; 17 UStG beschr&auml;nkt sich daher nicht darauf, der sich aus dem &quot;Sollprinzip des &sect; 15 UStG&quot; ergebenden &quot;Gef&auml;hrdungslage&quot;, die sich aus einem Vorsteuerabzug aufgrund eines blo&szlig;en Leistungsbezugs vor Entgeltentrichtung ergeben kann, entgegenzutreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.12.2009, V R 1\/09 &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage &#8211; Herabsetzung des Entgelts aufgrund sp&auml;terer Vereinbarung &#8211; Kein Entgeltcharakter f&uuml;r Verzugszinsen &#8211; Keine Entgeltminderung bei Zahlung einer Vertragsstrafe Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist Gesamtrechtsnachfolgerin der auf sie verschmolzenen W-GmbH. Die W-GmbH hatte am 1. Februar 1993 mit der S-AG einen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-1-09-aenderung-der-bemessungsgrundlage-herabsetzung-des-entgelts-aufgrund-spaeterer-vereinbarung-kein-entgeltcharakter-fuer-verzugszinsen-keine-entgeltminderung-bei-zahlung-einer-vertragsstrafe\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;1\/09 &#8211; &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage &#8211; Herabsetzung des Entgelts aufgrund sp&auml;terer Vereinbarung &#8211; Kein Entgeltcharakter f&uuml;r Verzugszinsen &#8211; Keine Entgeltminderung bei Zahlung einer Vertragsstrafe<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-12767","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12767","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12767"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12767\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12767"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12767"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12767"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}