{"id":12779,"date":"2012-12-19T15:36:39","date_gmt":"2012-12-19T13:36:39","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12779"},"modified":"2012-12-19T15:36:39","modified_gmt":"2012-12-19T13:36:39","slug":"iii-r-110-07-gewerbesteuerpflicht-einer-handelsvertreterausgleichszahlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-110-07-gewerbesteuerpflicht-einer-handelsvertreterausgleichszahlung\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;110\/07 &#8211; Gewerbesteuerpflicht einer Handelsvertreterausgleichszahlung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.11.2009, III R 110\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewerbesteuerpflicht einer Handelsvertreterausgleichszahlung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) war seit 1978 f&uuml;r die X-GmbH (Unternehmer) als Handelsvertreterin t&auml;tig. Ihren Gewinn ermittelte sie durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 15. Mai 1985 errichtete sie die Y-GmbH(GmbH), deren alleinige Gesellschafterin und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin sie wurde, und betraute sie als Untervertreterin mit der Vertretung der von ihr betreuten Firmen. Die GmbH sollte die Provisionen erhalten, die die Kl&auml;gerin von den von ihr vertretenen Unternehmen erhielt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 30. Juni 1985 ver&auml;u&szlig;erte die Kl&auml;gerin ihr gesamtes aktives und passives Betriebsverm&ouml;gen durch einen schriftlichen &quot;Rahmen-Kauf- und &Uuml;bertragungsvertrag&quot; an die GmbH. Der Saldo zwischen dem &uuml;bertragenen Aktiv- und Passivverm&ouml;gen sollte dem bei der GmbH f&uuml;r die Kl&auml;gerin gef&uuml;hrten Kontokorrentkonto gutgeschrieben werden. Das Einzelunternehmen sollte aufgegeben werden und die Kl&auml;gerin verpflichtete sich, ihre Handelsvertretung unverz&uuml;glich abzumelden und sich jeder weiteren T&auml;tigkeit in ihrem Namen zu enthalten. In dem &quot;Rahmen-Kauf- und &Uuml;bertragungsvertrag&quot; wird weiter ausgef&uuml;hrt, der Unternehmer habe sich mit dem Vertrag vom 15. Mai 1985 einverstanden erkl&auml;rt und der &Uuml;bernahme der Vertretung durch die GmbH zugestimmt; die folgenden Provisionsabrechnungen\/Gutschriften w&uuml;rden auf die GmbH ausgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem f&uuml;r die Besteuerung der GmbH zust&auml;ndigen Finanzamt teilte die Kl&auml;gerin im Juli 1985 mit, die GmbH sei Gesamtrechtsnachfolgerin des Einzelunternehmens geworden. In den Folgejahren setzte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) keine Gewerbesteuermessbetr&auml;ge mehr f&uuml;r die Kl&auml;gerin fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Aufl&ouml;sung des Vertragsverh&auml;ltnisses mit dem Unternehmer erhielt die Kl&auml;gerin 759.729,49 DM (= 660.634,34 DM zzgl. Umsatzsteuer) auf Grund einer Einigung vom 1. Februar 1995 &uuml;ber die H&ouml;he des Ausgleichsanspruchs nach &sect; 89b des Handelsgesetzbuchs (HGB). Zugrunde gelegt waren die Ums&auml;tze der Jahre 1989 bis 1994. Der Anspruch, den &quot;ich laut meinen Unterlagen habe&quot;, war mit Schreiben der GmbH vom 2. Januar 1995 geltend gemacht worden. Die Einigung regelte, dass mit der Zahlung &quot;dem Handelsvertreter Frau A&quot; keine weiteren Anspr&uuml;che bez&uuml;glich des Ausgleichsanspruchs zust&uuml;nden. Die Kl&auml;gerin unterzeichnete doppelt, zum einen als &quot;Handelsvertreter&quot; und zum anderen als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der GmbH, f&uuml;r die noch eine Restprovision festgelegt wurde. Die GmbH wurde sp&auml;ter liquidiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA ber&uuml;cksichtigte die Ausgleichszahlung im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung der Kl&auml;gerin erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes (vgl. &sect; 24 Nr. 1c, &sect; 34 Abs. 2 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ausgleichszahlung wurde dar&uuml;ber hinaus auch bei der GmbH erfasst. Nach dem Einspruch der GmbH wurde dies r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht. Zur Einspruchsbegr&uuml;ndung hatte die GmbH vorgetragen, ihr seien nur Provisionsanspr&uuml;che, nicht aber der Ausgleichsanspruch &uuml;bertragen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 7. Oktober 2002 erlie&szlig; das FA gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin den streitigen Gewerbesteuermessbescheid 1995, in dem es die Ausgleichszahlung in H&ouml;he von 759.729 DM als Gewinn aus Gewerbebetrieb ansetzte. Der Einspruch der Kl&auml;gerin blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte nur insoweit Erfolg, als die Ausgleichszahlung um die Umsatzsteuer und eine Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung vermindert wurde und sich der Messbetrag dadurch erm&auml;&szlig;igte. Im &Uuml;brigen wies das Finanzgericht (FG) die Klage mit Urteil vom 23. M&auml;rz 2006&nbsp;&nbsp;8 K 3816\/03 G (Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 1219) ab. Es f&uuml;hrte aus, die Kl&auml;gerin habe auch nach 1985 einen Gewerbebetrieb unterhalten und sei nach Abschluss des Untervertretungsvertrags mit der GmbH und der &Uuml;bertragung ihres Aktiv- und Passivverm&ouml;gens als Handelsvertreterin des Unternehmers t&auml;tig gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision erhebt die Kl&auml;gerin sowohl verfahrensrechtliche als auch materiell-rechtliche R&uuml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, das FG-Urteil, den Gewerbesteuermessbescheid 1995 und die dazu ergangene Einspruchsentscheidung aufzuheben, hilfsweise, den Rechtsstreit zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Die Vorentscheidung ist aufzuheben und die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen, weil seine Feststellungen nicht f&uuml;r eine abschlie&szlig;ende Entscheidung ausreichen, ob die Ausgleichszahlung zu Recht dem Gewerbesteuermessbescheid 1995 zugrunde gelegt wurde (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Gewerbesteuer unterliegt jeder stehende Gewerbebetrieb, soweit er im Inland betrieben wird (&sect; 2 Abs. 1 Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes &#8211;GewStG&#8211;). Unter Gewerbebetrieb ist ein gewerbliches Unternehmen im Sinne des EStG zu verstehen (&sect; 2 Abs. 1 Satz 2 GewStG). Die Gewerbesteuer bemisst sich nach dem Gewerbeertrag (&sect; 7 GewStG), das ist grunds&auml;tzlich der nach den Vorschriften des EStG bzw. des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes zu ermittelnde Gewinn aus Gewerbebetrieb, vermehrt und vermindert um die Hinzurechnungen und K&uuml;rzungen nach den &sect;&sect; 8 und 9 GewStG. Ver&auml;u&szlig;erungs- und Aufgabegewinne (&sect; 16 EStG) sind dabei nicht einzubeziehen, weil dies dem Wesen der Gewerbesteuer als einer auf den t&auml;tigen Betrieb bezogenen Sachsteuer widersprechen w&uuml;rde (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 26. Juni 2007 IV R 49\/04, BFHE 217, 150, BStBl II 2009, 289).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG ist zutreffend davon ausgegangen, dass eine Ausgleichszahlung an den Handelsvertreter i.S. von &sect; 89b HGB auch dann den Gewerbeertrag erh&ouml;ht, wenn sie auf Grund der Beendigung eines Handelsvertretervertrags geleistet wird, die mit der Aufgabe der gewerblichen T&auml;tigkeit zusammenf&auml;llt. Die Ausgleichszahlung ist &#8211;als letzter Gesch&auml;ftsvorfall&#8211; Bestandteil des laufenden Gewinns, wenn der Gewerbebetrieb mit der Beendigung des Vertretervertrags ver&auml;u&szlig;ert oder aufgegeben wird; als zus&auml;tzlicher Verg&uuml;tungsanspruch f&uuml;r die vor Vertragsende geleisteten und nach Vertragsende fortwirkenden Dienste folgt er unmittelbar aus dem Handelsvertreterverh&auml;ltnis und setzt keinen besonderen Willensentschluss voraus, wie ihn die Aufgabe einer T&auml;tigkeit oder eines Gewerbebetriebs erfordert (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile vom 19. Februar 1987 IV R 72\/83, BFHE 149, 188, BStBl II 1987, 570; vom 2. April 2008 X R 61\/06, BFH\/NV 2008, 1491; BFH-Beschluss vom 17. M&auml;rz 2009 X B 225\/08, BFH\/NV 2009, 967; kritisch zur Einbeziehung der Ausgleichsanspr&uuml;che Bl&uuml;mich\/ v. Twickel, &sect; 7 GewStG Rz 158).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Feststellungen des FG tragen dessen Schlussfolgerung nicht, die Kl&auml;gerin habe auch nach 1985 einen eigenen Gewerbebetrieb unterhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die steuerliche Handhabung von 1985 bis 1994, die Geltendmachung des Ausgleichsanspruchs auf Firmenbogen der GmbH wie auch die Verpflichtung der Kl&auml;gerin aus dem Vertrag vom 30. Juni 1985, ihre Handelsvertretung abzumelden und sich jeder weiteren T&auml;tigkeit in ihrem Namen zu enthalten, sprechen daf&uuml;r, dass Leistungsbeziehungen seit dem Sommer 1985 nur noch zwischen der GmbH und dem Unternehmer bestanden und die Kl&auml;gerin selbst nicht mehr als Gewerbetreibende, sondern nur als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der GmbH t&auml;tig geworden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat sich zur Begr&uuml;ndung seiner gegenteiligen Ansicht lediglich auf den Untervertretungsvertrag vom 15. Mai 1985 zwischen der Kl&auml;gerin und der GmbH bezogen und nicht gepr&uuml;ft, ob die GmbH nach dem 30. Juni 1985 alleinige Vertreterin geworden ist. Auch seine Auffassung, dass die Abrechnung von Provisionen zwischen Unternehmer und GmbH sowohl als Provisionsabrechnung des Unternehmers mit der Kl&auml;gerin als Hauptvertreterin als auch der Kl&auml;gerin mit der GmbH als Untervertreterin anzusehen sei, beruht auf der nicht durch ausreichende Feststellungen gedeckten Annahme, dass die Kl&auml;gerin Hauptvertreterin geblieben sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Falls die Ausgleichsforderung der Kl&auml;gerin zustand, obwohl sie ihren Betrieb 1985, d.h. zehn Jahre zuvor ver&auml;u&szlig;ert hatte, kam der Erlass eines Gewerbesteuermessbescheides nicht in Betracht, wenn sie seitdem nicht mehr als Handelsvertreterin t&auml;tig gewesen war. Denn der Gewerbesteuer unterliegen nur t&auml;tige Betriebe (BFH-Urteil in BFHE 217, 150, BStBl II 2009, 289). Wurde die werbende T&auml;tigkeit beendet, so sind nachtr&auml;gliche Betriebseinnahmen oder -ausgaben gewerbesteuerlich nicht mehr zu ber&uuml;cksichtigen (BFH-Urteil vom 31. M&auml;rz 1977 IV R 111\/76, BFHE 122, 139, BStBl II 1977, 618; Bl&uuml;mich\/v. Twickel, &sect; 7 GewStG Rz 154). Durch die blo&szlig;e Vereinnahmung einer Ausgleichszahlung wird auch kein neuer, der Gewerbesteuer unterliegender, Betrieb er&ouml;ffnet. Im Streitfall k&ouml;nnte dann die nach den Ums&auml;tzen 1989 bis 1994 bemessene und 1995 vereinnahmte Zahlung nicht mehr dem 1985 ver&auml;u&szlig;erten Einzelunternehmen zugerechnet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Falls der Ausgleichsanspruch nicht der Kl&auml;gerin, sondern der GmbH zustand, die das gesamte Aktivverm&ouml;gen des Einzelunternehmens &uuml;bernommen hatte, l&auml;ge in der Auszahlung an die Kl&auml;gerin eine verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung, deren Zufluss bei der Kl&auml;gerin zu den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen geh&ouml;rt und keine Gewerbesteuer ausl&ouml;st.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Da die Sache zur&uuml;ckverwiesen wird, er&uuml;brigt sich eine Entscheidung zu den geltend gemachten Verfahrensfehlern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Das FG wird im zweiten Rechtsgang die Tatsachen festzustellen und zu w&uuml;rdigen haben, anhand derer beurteilt werden kann, ob die Ausgleichsforderung tats&auml;chlich der Kl&auml;gerin zustand und ob diese nach 1985 weiterhin ein Einzelunternehmen als &quot;inaktive&quot; Hauptvertreterin betrieben hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.11.2009, III R 110\/07 Gewerbesteuerpflicht einer Handelsvertreterausgleichszahlung Tatbestand 1&nbsp; I. 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