{"id":12822,"date":"2012-12-08T08:59:57","date_gmt":"2012-12-08T06:59:57","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12822"},"modified":"2020-09-14T10:44:55","modified_gmt":"2020-09-14T08:44:55","slug":"i-r-48-09-keine-verzinsung-eines-zu-unrecht-nicht-ausgezahlten-steuerguthabens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-48-09-keine-verzinsung-eines-zu-unrecht-nicht-ausgezahlten-steuerguthabens\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;48\/09 &#8211; Keine Verzinsung eines zu Unrecht nicht ausgezahlten Steuerguthabens"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.12.2009, I R 48\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine <a title=\"Verzinsung\" href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/Steuerrechner\/Zinsen-auf-Steuern.html\">Verzinsung<\/a> eines zu Unrecht nicht ausgezahlten Steuerguthabens<\/p>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Die Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin) erzielte im Streitjahr 1998 einen Entstrickungsgewinn i.S. des \u00a7 21 Abs. 2 des Umwandlungssteuergesetzes 1995 in H\u00f6he von ca. 14,9 Mio. DM. Die hierauf entfallende tarifbeg\u00fcnstigte Einkommensteuer, die durch Vorauszahlungsbescheid vom 8. Dezember 1998 festgesetzt worden war, wurde antragsgem\u00e4\u00df \u00fcber einen Zeitraum von f\u00fcnf Jahren in gleich hohen Raten zu je 766.041 DM gestundet. Die tats\u00e4chlich gezahlten Stundungsraten betrugen viermal 766.041 DM und einmal 566.390 DM und wurden jeweils im Dezember der Jahre 1998 bis 2002 geleistet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid f\u00fcr 1998 vom 2. M\u00e4rz 2001 wurde die Einkommensteuer auf 4.293.954 DM festgesetzt. Hiervon entfielen 3.938.155 DM auf den Entstrickungsgewinn und 355.799 DM auf ein nach der Grundtabelle zu versteuerndes Einkommen in H\u00f6he von 714.465 DM. Auf die festgesetzte Einkommensteuer wurden Steueranrechnungsbetr\u00e4ge (Steuerabzug vom Lohn, Kapitalertragsteuer, K\u00f6rperschaftsteuer) in H\u00f6he von insgesamt 663.399 DM angerechnet. Soweit die Steueranrechnungsbetr\u00e4ge die nicht auf den Entstrickungsgewinn entfallende Einkommensteuer (355.799 DM) sowie die f\u00e4lligen Raten des Entstrickungsgewinns \u00fcberstiegen, rechnete der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit den gestundeten Raten auf, ohne dies offenzulegen. Dadurch verminderte sich die letzte Rate von 766.041 DM auf 566.390 DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Einkommensteuerfestsetzung f\u00fcr 1998 wurde in der Folgezeit wiederholt ge\u00e4ndert, zuletzt mit Bescheid vom 17. M\u00e4rz 2009. Die \u00c4nderungsbescheide waren jeweils mit Zinsfestsetzungen nach \u00a7 233a der Abgabenordnung (AO) verbunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin beantragte, die Zinsfestsetzungen zu \u00e4ndern. Zur Begr\u00fcndung f\u00fchrte sie aus, bei der Zinsberechnung sei von einer \u00dcberzahlung ab dem 1. April 2000 auszugehen; es d\u00fcrfe nicht auf die Zahlung der letzten Stundungsrate vom 11. Dezember 2002 abgestellt werden. Die Steueranrechnungsbetr\u00e4ge in H\u00f6he von 663.399 DM h\u00e4tten nur auf die gem\u00e4\u00df Bescheid vom 2. M\u00e4rz 2001 festgesetzte Steuer nach dem Grundtarif in H\u00f6he von 355.799 DM zuz\u00fcglich der f\u00e4lligen Steuer auf den Entstrickungsgewinn in H\u00f6he von 107.949 DM angerechnet werden d\u00fcrfen. Die Verrechnung mit der insgesamt festgesetzten Einkommensteuer einschlie\u00dflich der darin enthaltenen Stundungsraten auf den Entstrickungsgewinn sei unzul\u00e4ssig gewesen. Bei zutreffender Verrechnung h\u00e4tte sich ein auszahlungspflichtiger Erstattungsanspruch in H\u00f6he von 199.651 DM ergeben. Dieser Betrag sei ab dem 1. April 2000 zu verzinsen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA lehnte die beantragte \u00c4nderung der Zinsfestsetzungen ab. Die dagegen gerichtete Klage wies das Finanzgericht (FG) Hamburg mit in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 1527 ver\u00f6ffentlichtem Urteil vom 24. April 2009\u00a0\u00a06 K 44\/08 ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r\u00fcgt die Kl\u00e4gerin eine Verletzung materiellen Rechts. Sie beantragt, das Urteil des FG sowie den Ablehnungsbescheid des FA vom 29. Juli 2004 und die Einspruchsentscheidung vom 13. Februar 2008 aufzuheben und das FA zu verpflichten, eine berichtigte Zinsfestsetzung zur Einkommensteuer 1998 zu erlassen, die bei der Ermittlung des Unterschiedsbetrags gem\u00e4\u00df \u00a7 233a Abs. 3 und 5 AO auf die festgesetzte Einkommensteuer abz\u00fcglich der zum Zeitpunkt der erstmaligen Steuerfestsetzung f\u00fcr 1998 gestundeten Steuer abstellt und die den sich hieraus ergebenden Betrag ab dem 1. April 2000 verzinst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr\u00fcndet. Das FG hat zutreffend entschieden, dass die Kl\u00e4gerin keinen Anspruch auf \u00c4nderung der Zinsfestsetzungen hat. Es mag zwar zutreffen, dass das FA der Kl\u00e4gerin mit der erstmaligen Steuerfestsetzung 1998 einen Betrag von 199.651 DM h\u00e4tte erstatten m\u00fcssen. Dieser zu Unrecht vorenthaltene Betrag kann jedoch weder nach \u00a7 233a AO noch nach einer anderen Vorschrift verzinst werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Gem\u00e4\u00df \u00a7 233a Abs. 1 AO werden Steuernachforderungen und Steuererstattungen verzinst, wenn die Festsetzung zu einem Unterschiedsbetrag i.S. von Abs. 3 f\u00fchrt. Ma\u00dfgebend f\u00fcr die Zinsberechnung ist gem\u00e4\u00df \u00a7 233a Abs. 3 AO die festgesetzte Steuer, vermindert um die Steuerabzugsbetr\u00e4ge, um die anzurechnende K\u00f6rperschaftsteuer und um die bis zum Beginn des Zinslaufs festgesetzten Vorauszahlungen (Unterschiedsbetrag).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Die Einkommensteuer war auf 4.293.954 DM festgesetzt worden. Abz\u00fcglich der Steuerabzugsbetr\u00e4ge (Steuerabzug vom Lohn und Kapitalertragsteuer) und der anzurechnenden K\u00f6rperschaftsteuer in H\u00f6he von insgesamt 663.399 DM sowie der festgesetzten Einkommensteuervorauszahlungen in H\u00f6he von 3.830.206 DM ergab sich ein Unterschiedsbetrag zugunsten der Kl\u00e4gerin in H\u00f6he von 199.651 DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>\u00a7 233a Abs. 3 Satz 3 AO begrenzt jedoch einen zu verzinsenden Unterschiedsbetrag zugunsten des Steuerpflichtigen auf die H\u00f6he des zu erstattenden Betrages, wobei die Verzinsung fr\u00fchestens mit dem Tag der Zahlung beginnt. Hierdurch soll verhindert werden, dass festgesetzte, tats\u00e4chlich aber nicht bezahlte Steuervorauszahlungen verzinst werden (vgl. Heuermann in H\u00fcbschmann\/Hepp\/Spitaler, \u00a7 233a AO Rz 56). Da zum Zeitpunkt der erstmaligen Steuerfestsetzung zwei Raten zu je 766.041 DM noch nicht entrichtet waren, kommt eine Verzinsung insoweit nicht in Betracht; der Unterschiedsbetrag zugunsten der Kl\u00e4gerin war noch nicht in voller H\u00f6he gezahlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Hieran \u00e4ndert auch nichts, dass diese Raten wegen der zinslosen Stundung noch nicht f\u00e4llig waren und daher weder entrichtet werden mussten noch vom FA gefordert werden durften. Denn \u00a7 233a Abs. 3 Satz 3 AO l\u00e4sst die Verzinsung des zu erstattenden Betrages nach seinem insoweit eindeutigen Wortlaut fr\u00fchestens mit dem Tag der Zahlung zu. Steuerstundungen beeinflussen die H\u00f6he der Zinsen nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Eine andere Beurteilung kann sich nicht aus den sp\u00e4teren \u00c4nderungen des Einkommensteuerbescheides 1998 ergeben. Denn auch in diesem Fall bestimmt \u00a7 233a Abs. 5 Satz 4 AO i.V.m. Abs. 3 Satz 3 AO, dass ein Unterschiedsbetrag zu Gunsten des Steuerpflichtigen nur bis zur H\u00f6he des zu erstattenden Betrages zu verzinsen ist und die Verzinsung fr\u00fchestens mit dem Tag der Zahlung beginnt. Ob und inwieweit Steuerbetr\u00e4ge gestundet sind, spielt f\u00fcr die Zinsberechnung keine Rolle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. \u00a7 233a AO kann nicht erweiternd im Sinne der Kl\u00e4gerin ausgelegt werden. Unterstellt man zugunsten der Kl\u00e4gerin, dass das FA die Steuerabzugsbetr\u00e4ge nur mit dem Teil der Einkommensteuer h\u00e4tte verrechnen d\u00fcrfen, der auf die nach dem Grundtarif in H\u00f6he von 355.799 DM zu versteuernden Eink\u00fcnfte zuz\u00fcglich der f\u00e4lligen Steuer auf den Entstrickungsgewinn in H\u00f6he von 107.949 DM entfiel, h\u00e4tte es den verbleibenden Betrag von 199.651 DM an die Kl\u00e4gerin erstatten m\u00fcssen. Eine Aufrechnung mit den noch nicht f\u00e4lligen Stundungsraten des Entstrickungsgewinns w\u00e4re unzul\u00e4ssig gewesen, da insoweit eine Aufrechnungslage nicht gegeben war. Gleichwohl k\u00f6nnte der der Kl\u00e4gerin (zun\u00e4chst) zu Unrecht vorenthaltene Betrag nicht verzinst werden, weil weder \u00a7 233a AO noch eine andere Vorschrift f\u00fcr diesen Fall eine Verzinsung vorsieht und auch keine Anhaltspunkte daf\u00fcr vorliegen, dass das Gesetz insoweit l\u00fcckenhaft ist. Der Abgabenordnung l\u00e4sst sich kein allgemeiner Grundsatz des Inhalts entnehmen, dass Anspr\u00fcche des Steuerpflichtigen aus dem Steuerschuldverh\u00e4ltnis stets zu verzinsen sind. \u00a7 233 Satz 1 AO bestimmt im Gegenteil, dass Anspr\u00fcche aus dem Steuerschuldverh\u00e4ltnis nur verzinst werden, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin war dadurch nicht rechtlos gestellt. Sie h\u00e4tte vielmehr auf Auszahlung der 199.651 DM dringen und im Falle der Weigerung des FA einen Abrechnungsbescheid i.S. des \u00a7 218 Abs. 2 AO erwirken k\u00f6nnen, gegen den sie ggf. mit Rechtsmitteln h\u00e4tte vorgehen k\u00f6nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>5. Ob der Liquidit\u00e4tsvorteil, den das FA dadurch erlangt hat, dass es den \u00fcberzahlten Betrag von 199.651 DM nicht mit der erstmaligen Steuerfestsetzung vom 2. M\u00e4rz 2001 an die Kl\u00e4gerin ausgezahlt hat, bei sp\u00e4teren Zinsfestsetzungen im Billigkeitswege mindernd zu ber\u00fccksichtigen ist, falls &#8211;was das FG nicht festgestellt hat&#8211; die sp\u00e4teren Steuerfestsetzungen zu Nachforderungszinsen des FA gef\u00fchrt haben sollten, ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.12.2009, I R 48\/09 Keine Verzinsung eines zu Unrecht nicht ausgezahlten Steuerguthabens Tatbestand 1 I. Die Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin) erzielte im Streitjahr 1998 einen Entstrickungsgewinn i.S. des \u00a7 21 Abs. 2 des Umwandlungssteuergesetzes 1995 in H\u00f6he von ca. 14,9 Mio. DM. Die hierauf entfallende tarifbeg\u00fcnstigte Einkommensteuer, die durch Vorauszahlungsbescheid vom 8. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-48-09-keine-verzinsung-eines-zu-unrecht-nicht-ausgezahlten-steuerguthabens\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;48\/09 &#8211; Keine Verzinsung eines zu Unrecht nicht ausgezahlten Steuerguthabens<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[1684],"class_list":["post-12822","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online","tag-keine-verzinsung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12822"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12822\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}