{"id":12828,"date":"2012-12-19T15:34:36","date_gmt":"2012-12-19T13:34:36","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12828"},"modified":"2012-12-19T15:34:36","modified_gmt":"2012-12-19T13:34:36","slug":"ii-r-70-06-zeitpunkt-der-steuerentstehung-bei-freigebiger-zuwendung-eines-kommanditanteils-aufschiebende-bedingung-bloss-schuldrechtliche-beteiligung-als-vorstufe-der-zuwendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-70-06-zeitpunkt-der-steuerentstehung-bei-freigebiger-zuwendung-eines-kommanditanteils-aufschiebende-bedingung-bloss-schuldrechtliche-beteiligung-als-vorstufe-der-zuwendung\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;70\/06 &#8211; Zeitpunkt der Steuerentstehung bei freigebiger Zuwendung eines Kommanditanteils &#8211; Aufschiebende Bedingung &#8211; Blo&szlig; schuldrechtliche Beteiligung als Vorstufe der Zuwendung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.11.2009, II R 70\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">Zeitpunkt der Steuerentstehung bei freigebiger Zuwendung eines Kommanditanteils &#8211; Aufschiebende Bedingung &#8211; Blo&szlig; schuldrechtliche Beteiligung als Vorstufe der Zuwendung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Vater (V) der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist alleiniger Kommanditist der seit 1999 in das Handelsregister eingetragenen E-GmbH &#038; Co. KG (KG), deren Kommanditkapital 25.000 EUR betr&auml;gt. Komplement&auml;rin ist die F-GmbH, deren s&auml;mtliche Anteile von der KG gehalten werden und deren alleinvertretungsberechtigter Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer V war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch privatschriftlichen Vertrag vom 18. Januar 2002 schenkte V den Kl&auml;gern jeweils einen Teilkommanditanteil von 3.000 EUR. Die Schenkung umfasste ausschlie&szlig;lich das Nominalkapital und erfolgte schuldrechtlich mit Datum des Gesellschaftsvertrags, dinglich unter der aufschiebenden Bedingung der Eintragung als Kommanditist im Wege der Sonderrechtsnachfolge in das Handelsregister. Diese Eintragung in das Handelsregister war bis zum 13. Oktober 2006 nicht erfolgt. In derselben Vertragsurkunde schlossen sodann die F-GmbH, V und die Kl&auml;ger einen Kommanditgesellschaftsvertrag. Als Kommanditisten sollten &quot;unter der aufschiebenden Bedingung der Eintragung der Gesellschafter im Handelsregister&quot; neben V mit einem Kommanditanteil von 16.000 EUR die Kl&auml;ger mit einem Kommanditanteil von jeweils 3.000 EUR beteiligt sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte gegen die Kl&auml;ger durch Bescheide vom 22. Mai 2003 Schenkungsteuer &#8230; fest. Dem Antrag der Kl&auml;ger auf Gew&auml;hrung des Freibetrags sowie des Bewertungsabschlags gem&auml;&szlig; &sect; 13a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und Abs. 2 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes in der seinerzeit geltenden Fassung (ErbStG) folgte das FA nicht. Die hiergegen erhobenen Einspr&uuml;che wies das FA mit der Begr&uuml;ndung zur&uuml;ck, den Kl&auml;gern fehle mangels Beteiligung am Gewinn und Verlust die erforderliche Mitunternehmereigenschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat die Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2007, 273 ver&ouml;ffentlichten Urteil mit der Begr&uuml;ndung abgewiesen, die Vereinbarungen vom 18. Januar 2002 erf&uuml;llten zwar den Schenkungsteuertatbestand des &sect; 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG. Die Schenkungsteuer sei bereits mit Unterzeichnung dieser Vereinbarungen entstanden. Die Verg&uuml;nstigungen des &sect; 13a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und Abs. 2 ErbStG st&uuml;nden den Kl&auml;gern jedoch mangels Mitunternehmerstellung nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung des &sect; 13a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und Abs. 2 ErbStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen, die Vorentscheidung sowie die Schenkungsteuerbescheide vom 22. Mai 2003 in Gestalt der Einspruchsentscheidungen vom 14. April 2004 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und der Schenkungsteuerbescheide vom 22. Mai 2003 in Gestalt der Einspruchsentscheidungen vom 14. April 2004 (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat verkannt, dass aufgrund der zwischen V und den Kl&auml;gern getroffenen Vereinbarungen vom 18. Januar 2002 keine Schenkungsteuer entstanden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect; 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG gilt als Schenkung unter Lebenden jede freigebige Zuwendung unter Lebenden, soweit der Bedachte durch sie auf Kosten des Zuwendenden bereichert wird. Bei der Frage nach dem Gegenstand der Zuwendung ist ma&szlig;gebend, was nach der Schenkungsabrede geschenkt werden sollte und wor&uuml;ber der Beschenkte im Verh&auml;ltnis zum Schenker tats&auml;chlich und rechtlich endg&uuml;ltig verf&uuml;gen kann. Entscheidend ist, was dem Bedachten nach dem Willen des Zuwendenden verschafft werden soll (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 5. April 1989 II R 45\/86, BFH\/NV 1990, 506, m.w.N.). Eine freigebige Zuwendung i.S. des &sect; 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG setzt in objektiver Hinsicht voraus, dass die Leistung zu einer Bereicherung des Bedachten auf Kosten des Zuwendenden f&uuml;hrt und die Zuwendung (objektiv) unentgeltlich ist. Dies erfordert, dass der Empf&auml;nger &uuml;ber das Zugewendete im Verh&auml;ltnis zum Leistenden tats&auml;chlich und rechtlich frei verf&uuml;gen kann. Daf&uuml;r, ob dies der Fall ist, kommt es ausschlie&szlig;lich auf die Zivilrechtslage an (BFH-Urteile vom 22. August 2007 II R 33\/06, BFHE 218, 403, BStBl II 2008, 28; vom 16. Januar 2008 II R 10\/06, BFHE 220, 513, BStBl II 2008, 631). Die Schenkungsteuer entsteht gem&auml;&szlig; &sect; 9 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG mit dem Zeitpunkt der Ausf&uuml;hrung der Zuwendung. Die Zuwendung ist ausgef&uuml;hrt, wenn der Beschenkte erhalten hat, was ihm nach der Schenkungsabrede verschafft wer-den soll (BFH-Urteil vom 6. M&auml;rz 1985 II R 19\/84, BFHE 143, 291, BStBl II 1985, 382).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Streitfall sind Gegenstand der freigebigen Zuwendungen die den Kl&auml;gern gem&auml;&szlig; privatschriftlichem Vertrag vom 18. Januar 2002 geschenkten &quot;Teilkommanditanteile&quot;. Entgegen der Auffassung des FG waren diese freigebigen Zuwendungen jedoch nicht bereits mit Abschluss dieses Vertrags bzw. des Kommanditgesellschaftsvertrags vom selben Tage ausgef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat die Schenkungsabrede in dem privatschriftlichen Schenkungsvertrag vom 18. Januar 2002 zutreffend dahin gew&uuml;rdigt, dass Gegenstand der Zuwendung die Abtretung der entsprechenden Kapitalanteile von V an die Kl&auml;ger war. Insoweit kann Gegenstand der Zuwendung nur die sich aufgrund der &Uuml;bertragung der Kapitalbeteiligung ergebende Verm&ouml;gensverschiebung zwischen Schenker und Beschenktem sein (BFH-Urteil vom 22. August 1962 II 283\/58 U, BFHE 75, 647, BStBl III 1962, 502). Dies setzt notwendig voraus, dass der Beschenkte auch das Mitgliedschaftsrecht erwirbt; andernfalls kann der Beschenkte keinen Anteil am Gesellschaftsverm&ouml;gen erlangen (BFH-Urteil vom 1. Juli 1992 II R 108\/88, BFHE 168, 386, BStBl II 1992, 923). Die Rechtsprechung des BFH (Urteile vom 24. Juli 1963 II 207\/61 U, BFHE 77, 335, BStBl III 1963, 442, und in BFHE 75, 647, BStBl III 1962, 502), wonach f&uuml;r die Ausf&uuml;hrung der Schenkung einer Kapitalbeteiligung an einer KG der Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrags zwischen Schenker und Beschenktem ma&szlig;gebend ist, gilt nur dann, wenn der Beschenkte in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss oder r&uuml;ckwirkend in die Gesellschaft eintritt (Schuck in Viskorf\/Knobel\/Schuck, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Bewertungsgesetz, 3. Aufl., &sect; 9 ErbStG Rz 60).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entgegen der Auffassung des FG haben die Kl&auml;ger das Mitgliedschaftsrecht nicht bereits mit Abschluss der Vertr&auml;ge vom 18. Januar 2002 erworben, so dass es an der Ausf&uuml;hrung der Zuwendung i.S. des &sect; 9 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Vollzug der nach der Schenkungsabrede vom 18. Januar 2002 zugewendeten Kapitalanteile war dahingehend hinausgeschoben, dass die Schenkungen zwar schuldrechtlich mit Datum des Gesellschaftsvertrags, dinglich jedoch unter der aufschiebenden Bedingung der Eintragung als Kommanditist in das Handelsregister erfolgen sollten. Diese Bedingung ist nach den f&uuml;r den Senat bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG nicht eingetreten. Sie ist daher schenkungsteuerlich gem&auml;&szlig; &sect; 12 Abs. 1 ErbStG i.V.m. &sect; 4 des Bewertungsgesetzes bis zum Bedingungseintritt nicht zu ber&uuml;cksichtigen (vgl. BFH-Urteil vom 16. Januar 2008 II R 30\/06, BFHE 220, 518, BStBl II 2008, 626, unter II. A. 2.d bb; Meincke, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Kommentar, 15. Aufl., &sect; 7 Rz 52).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem ebenfalls am 18. Januar 2002 geschlossenen Kommanditgesellschaftsvertrag. Die Kl&auml;ger haben aufgrund dieses Vertrags keine Mitgliedschaft in der KG erlangt. Eine Kommanditistenstellung sollte den Kl&auml;gern gem&auml;&szlig; &sect; 3 Abs. 2 dieses Vertrags nur unter der aufschiebenden Bedingung der Eintragung im Handelsregister zustehen. Demgem&auml;&szlig; standen den Kl&auml;gern vor dieser Eintragung auch nicht die im Kommanditgesellschaftsvertrag einger&auml;umten und ausschlie&szlig;lich an die Kommanditisteneigenschaft ankn&uuml;pfenden Anspr&uuml;che z.B. auf Verzinsung der Kapitalanteile oder auf Beteiligung an den stillen Reserven (&sect; 8 des Gesellschaftsvertrags) zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit die Schenkungen des V schuldrechtlich bereits mit Abschluss des Gesellschaftsvertrags erfolgten, haben die Kl&auml;ger damit noch nicht die ihnen nach der Schenkungsabrede zu verschaffenden Kommanditbeteiligungen erlangt. Bei der zun&auml;chst nur schuldrechtlichen Beteiligung der Kl&auml;ger handelt es sich lediglich um eine Vorstufe der Zuwendung, die als solche keine Schenkungsteuer ausl&ouml;st. Etwa aufgrund der schuldrechtlichen Beteiligung erlangte Verm&ouml;gensvorteile der Kl&auml;ger sind schenkungsteuerlich als gesonderte freigebige Zuwendungen zu behandeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da das FG diese Grunds&auml;tze nicht beachtet hat, war die Vorentscheidung aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist spruchreif. Aufgrund der Vereinbarungen vom 18. Januar 2002 ist keine Schenkungsteuer entstanden. Die Schenkungsteuerbescheide vom 22. Mai 2003 in Gestalt der Einspruchsentscheidungen vom 14. April 2004 sind daher aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.11.2009, II R 70\/06 Zeitpunkt der Steuerentstehung bei freigebiger Zuwendung eines Kommanditanteils &#8211; Aufschiebende Bedingung &#8211; Blo&szlig; schuldrechtliche Beteiligung als Vorstufe der Zuwendung Tatbestand 1&nbsp; I. Der Vater (V) der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist alleiniger Kommanditist der seit 1999 in das Handelsregister eingetragenen E-GmbH &#038; Co. 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