{"id":12835,"date":"2012-12-19T16:00:04","date_gmt":"2012-12-19T14:00:04","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12835"},"modified":"2012-12-19T16:00:04","modified_gmt":"2012-12-19T14:00:04","slug":"ix-b-61-09-grundsaetzliche-bedeutung-von-rechtsfragen-im-zusammenhang-mit-eigenheimzulage-revisionszulassung-zur-sicherung-einer-einheitlichen-rechtsprechung-gewaehrung-rechtlichen-gehoers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-61-09-grundsaetzliche-bedeutung-von-rechtsfragen-im-zusammenhang-mit-eigenheimzulage-revisionszulassung-zur-sicherung-einer-einheitlichen-rechtsprechung-gewaehrung-rechtlichen-gehoers\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;61\/09 &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung von Rechtsfragen im Zusammenhang mit Eigenheimzulage &#8211; Revisionszulassung zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung &#8211; Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.11.2009, IX B 61\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Grunds&auml;tzliche Bedeutung von Rechtsfragen im Zusammenhang mit Eigenheimzulage &#8211; Revisionszulassung zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung &#8211; Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde hat keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Rechtssache ist nicht grunds&auml;tzlich bedeutsam (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Da es sich bei der Eigenheimzulage um auslaufendes Recht handelt (&sect; 19 Abs. 9 des Eigenheimzulagengesetzes &#8211;EigZulG&#8211; i.d.F. des Gesetzes zur Abschaffung der Eigenheimzulage vom 22. Dezember 2005, BGBl I, 3680), w&auml;re nur ausnahmsweise davon auszugehen, dass im Streitfall grunds&auml;tzliche, kl&auml;rungsbed&uuml;rftige Rechtsfragen zu entscheiden sind. Hiervon ist hinsichtlich der vom Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) formulierten Rechtss&auml;tze nicht auszugehen. Vielmehr wendet sich der Kl&auml;ger damit in der Sache gegen die aus seiner Sicht fehlerhafte Anwendung von &sect; 11 Abs. 5 Satz 1 EigZulG im streitigen Einzelfall. Angriffe gegen die materiell-rechtliche Richtigkeit der finanzgerichtlichen Entscheidung k&ouml;nnen die Revisionszulassung aber nicht rechtfertigen (z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 31. Oktober 2007 IX B 34\/07, BFH\/NV 2008, 239, m.w.N.). Dies gilt auch f&uuml;r eine aus Sicht des Kl&auml;gers fehlerhafte Anwendung der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung durch das Finanzgericht (FG). Die Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einer Rechtsfrage ergibt sich im &Uuml;brigen nicht allein daraus, dass hierzu eine Entscheidung des BFH bislang nicht vorliegt. Davon, dass das FG eine offensichtlich rechtsfehlerhafte, objektiv willk&uuml;rliche bzw. greifbar gesetzwidrige Entscheidung getroffen h&auml;tte, ist nicht auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus denselben Gr&uuml;nden ist die Revision nicht zur Fortbildung des Rechts zuzulassen (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;1. Alternative FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Auch die Voraussetzungen des Zulassungsgrundes einer Sicherung der Rechtseinheit i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr 2 2. Alternative FGO sind nicht i.S. von &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO schl&uuml;ssig dargelegt. Dies h&auml;tte eine, die Abweichung erkennbar machende Gegen&uuml;berstellung von abstrakten Rechtss&auml;tzen erfordert, durch die eine Nicht&uuml;bereinstimmung im Grunds&auml;tzlichen zwischen der finanzgerichtlichen Entscheidung einerseits und den angeblichen Divergenzentscheidungen andererseits dargetan worden w&auml;re. Der BFH-Beschluss vom 1. M&auml;rz 2006 IX B 81\/05 (BFH\/NV 2006, 1260) betrifft schon nicht die vorliegend streitbefangene Vorschrift des &sect; 17 EigZulG; bei &sect; 17 EigZulG handelt es sich aber um eine eigenst&auml;ndige, im System des Eigenheimzulagengesetzes singul&auml;re Subventionsnorm (BFH-Urteil vom 4. April 2000 IX R 25\/98, BFHE 192, 415, BStBl II 2000, 652). Im &Uuml;brigen stellt der genannte Beschluss gerade klar, dass eine &Auml;nderung ma&szlig;geblicher Verh&auml;ltnisse nach der Festsetzung von Eigenheimzulage die k&uuml;nftige Zulagenberechtigung nicht unber&uuml;hrt l&auml;sst. Die aus der angeblichen Divergenzentscheidung des BFH vom 15. Januar 2002 IX R 55\/00 (BFHE 197, 507, BStBl II 2002, 274) in Bezug genommene Ziffer 5 der Urteilsgr&uuml;nde betrifft nicht die Darstellung abstrakter Ma&szlig;st&auml;be, welche ggf. mit solchen des FG divergieren k&ouml;nnten, sondern die &Uuml;bertragung der gefundenen Ma&szlig;st&auml;be auf den Einzelfall. Im &Uuml;brigen ergibt sich aus dem genannten Urteil, dass der Anspruch auf Eigenheimzulage f&uuml;r Genossenschaftsanteile nach &sect; 17 Satz 8 EigZulG f&uuml;r jedes weitere Jahr (als das der Anschaffung) mit Beginn des Kalenderjahres entsteht. Gegenstand der Entscheidung ist die Thematik der fehlenden Selbstnutzung einer Genossenschaftswohnung durch einen Anspruchsberechtigten, nicht aber, wie im Streitfall, die Frage, ob eine Anspruchsberechtigung &uuml;berhaupt entstehen kann, wenn die Genossenschaft keine einzige Wohnung neu errichtet bzw. &uuml;berhaupt keine Wohnung an einen Genossen &uuml;berlassen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Auch die vom Kl&auml;ger ger&uuml;gte Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes, &sect; 96 Abs. 2 FGO) liegt nicht vor. Zur Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs obliegt es dem Gericht unter anderem, den Beteiligten Gelegenheit zur &Auml;u&szlig;erung zu geben und ihre Ausf&uuml;hrungen sowie Antr&auml;ge zur Kenntnis zu nehmen und bei seiner Entscheidung in Erw&auml;gung zu ziehen (z.B. BFH-Beschluss vom 6. September 2007 III S 27\/07, BFH\/NV 2007, 2327, m.w.N.). Die Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs verlangt vom Gericht aber nicht, der von einem Beteiligten vertretenen Rechtsansicht zu folgen. Das Gericht hat im &Uuml;brigen das Vorbringen, die Genossenschaft sei nach wie vor bestrebt, Wohnungen herzustellen und anzuschaffen, durchaus zur Kenntnis genommen und in den Tatbestand aufgenommen. Nach der Rechtsauffassung des Gerichts war dieser Umstand jedoch insofern nicht entscheidungserheblich, als es nach Ablauf von drei Jahren die von ihm als solche bezeichnete Phase der Vorbereitungshandlungen f&uuml;r abgeschlossen erachtet hat. Insofern wendet sich der Kl&auml;ger der Sache nach gegen die Sachverhaltsw&uuml;rdigung des FG im Einzelfall. Dies kann die Revisionszulassung nicht rechtfertigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.11.2009, IX B 61\/09 Grunds&auml;tzliche Bedeutung von Rechtsfragen im Zusammenhang mit Eigenheimzulage &#8211; Revisionszulassung zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung &#8211; Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 2&nbsp; 1. Die Rechtssache ist nicht grunds&auml;tzlich bedeutsam (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Da es sich bei der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-61-09-grundsaetzliche-bedeutung-von-rechtsfragen-im-zusammenhang-mit-eigenheimzulage-revisionszulassung-zur-sicherung-einer-einheitlichen-rechtsprechung-gewaehrung-rechtlichen-gehoers\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;B&nbsp;61\/09 &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung von Rechtsfragen im Zusammenhang mit Eigenheimzulage &#8211; Revisionszulassung zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung &#8211; Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-12835","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12835","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12835"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12835\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12835"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12835"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12835"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}