{"id":12836,"date":"2012-12-20T02:46:05","date_gmt":"2012-12-20T00:46:05","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12836"},"modified":"2012-12-20T02:46:05","modified_gmt":"2012-12-20T00:46:05","slug":"ix-r-21-08-zur-abgrenzung-von-herstellungskosten-und-erhaltungsaufwendungen-keine-tatsaechliche-vermutung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-21-08-zur-abgrenzung-von-herstellungskosten-und-erhaltungsaufwendungen-keine-tatsaechliche-vermutung\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;21\/08 &#8211; Zur Abgrenzung von Herstellungskosten und Erhaltungsaufwendungen, keine tats&auml;chliche Vermutung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.9.2009, IX R 21\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Abgrenzung von Herstellungskosten und Erhaltungsaufwendungen, keine tats&auml;chliche Vermutung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurden im Jahr 2002 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Die Kl&auml;gerin erwarb mit notariellem Kaufvertrag vom Juli des Jahres 2002 (Streitjahr) zwei Mehrfamilienh&auml;user (Baujahr 1958) sowie sieben Wellblechgaragen zum Kaufpreis von 107.000 EUR. Von dem Kaufpreis entfielen 67,2 % auf den Grund und Boden und 32,8 % auf die Geb&auml;ude (ca. 36.600 EUR). Sie erkl&auml;rte Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung aus diesen Objekten in H&ouml;he von 9.849 EUR sowie Werbungskosten in H&ouml;he von 167.894 EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Geb&auml;ude waren vor und nach &#8211;sowie nach Angaben der Kl&auml;gerin auch w&auml;hrend&#8211; der Instandsetzung durchg&auml;ngig vermietet. &Uuml;ber den Zustand der Geb&auml;ude vor den Instandsetzungsarbeiten liegt ein Gutachten eines privaten Sachverst&auml;ndigen vor. Unmittelbar im Anschluss an den Erwerb lie&szlig; die Kl&auml;gerin im Jahr 2002 folgende Bauma&szlig;nahmen (Aufwendungen insgesamt 259.868 EUR) ausf&uuml;hren: Das Dach wurde instandgesetzt. Im Sanit&auml;rbereich wurden die vorhandenen Sanit&auml;ranlagen demontiert, entsorgt und neue Sanit&auml;reinrichtungen installiert. In K&uuml;chen und B&auml;dern wurden Fliesen und Putz abgehackt, entsorgt, Wand und Boden abgedichtet und neu gefliest. T&uuml;ren und Fenster wurden komplett durch neue ersetzt. Die vorhandene Elektroinstallation wurde dem heutigen Wohnanspruch angepasst. Die Kellerau&szlig;enwand wurde trockengelegt und Sanierputz im Au&szlig;en- und Innenbereich aufgetragen. Die Ofen- und Etagenheizungen wurden durch eine Gaszentralheizung ersetzt. Balkone wurden neu angebaut.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte die Bauaufwendungen zun&auml;chst insgesamt als nachtr&auml;gliche Herstellungskosten. Auf den Einspruch der Kl&auml;ger hin erkannte das FA im ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr &#8211;bei entsprechender Reduzierung der Abschreibungsbemessungsgrundlage&#8211; Erhaltungsaufwendungen in H&ouml;he von 87.045 EUR an und setzte die Einkommensteuer auf 0 EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gleichzeitig erging der gesonderte Feststellungsbescheid nach &sect; 10d Abs. 4 des Einkommensteuergesetzes (EStG), wonach kein verbleibender Verlustabzug zum 31. Dezember 2002 festzustellen sei. Den unter Verweis auf ihre bisherige Ansicht (nur Erhaltungsaufwendungen) eingelegten Einspruch wies das FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) ab (Urteil in Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 1447). Es folge der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH), entwickele sie aber im Wege der Typisierung praxisgerecht fort. So spreche eine tats&auml;chliche, von den Kl&auml;gern nicht widerlegte Vermutung f&uuml;r eine wesentliche Verbesserung, wenn der Steuerpflichtige unmittelbar im Anschluss an den Erwerb das Siebenfache des Geb&auml;udekaufpreises f&uuml;r Instandhaltungs- und Modernisierungsma&szlig;nahmen an allen ma&szlig;geblichen Gewerken aufwendet. Ohne weitere Pr&uuml;fung sei dann von einem Standardsprung auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts (&sect; 9 Abs. 1 EStG, &sect; 255 Abs. 2 Satz 1 des Handelsgesetzbuches &#8211;HGB&#8211;). Die durchgef&uuml;hrten Bauma&szlig;nahmen stellten f&uuml;r sich betrachtet und auch in ihrer Gesamtheit weder eine Herstellung noch &#8211;mit Ausnahme des Anbaus der Balkone&#8211; eine Erweiterung der Geb&auml;ude dar. Drei der betroffenen Gewerke seien lediglich zeitgem&auml;&szlig; instandgesetzt und modernisiert worden. Daher fehle es am erforderlichen Standardsprung bei drei von vier Kernbereichen und somit an einer wesentlichen Verbesserung. Allein im Wege der Vermutung von der H&ouml;he der Aufwendungen auf Herstellungskosten zu schlie&szlig;en, sei nach der BFH-Rechtsprechung auch aus Gr&uuml;nden der Praktikabilit&auml;t nicht zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Vorentscheidung und die Einspruchsentscheidung vom 19. M&auml;rz 2004 aufzuheben und einen um 172.823 EUR h&ouml;heren verbleibenden Verlustabzug zum 31. Dezember 2002 gesondert festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des FG-Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect; 126 Abs. 3 Nr. 2 FGO). Denn das FG hat die streitigen Instandsetzungs- und Modernisierungsaufwendungen zu Unrecht ohne n&auml;here Pr&uuml;fung aufgrund einer blo&szlig;en tats&auml;chlichen Vermutung zur H&ouml;he der Aufwendungen im Verh&auml;ltnis zum Kaufpreis als Herstellungskosten angesehen und dadurch &sect; 9 Abs. 1 EStG und &sect; 255 Abs. 2 Satz 1 HGB verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Aufwendungen, die &#8211;wie die hier streitigen&#8211; durch die Absicht veranlasst sind, Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen (&sect; 21 Abs. 1 EStG), sind dann nicht als Werbungskosten sofort abziehbar (&sect; 9 Abs. 1 Satz 1 EStG), wenn es sich um Herstellungskosten handelt. In diesem Fall sind sie nur im Rahmen der Absetzungen f&uuml;r Abnutzung (AfA) zu ber&uuml;cksichtigen (&sect; 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 7 i.V.m. &sect; 7 EStG). Welche Aufwendungen zu den Herstellungskosten z&auml;hlen, bestimmt sich auch f&uuml;r die Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung nach &sect; 255 Abs. 2 Satz 1 HGB.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Danach sind Herstellungskosten Aufwendungen, die durch den Verbrauch von G&uuml;tern und die Inanspruchnahme von Diensten f&uuml;r die Herstellung eines Verm&ouml;gensgegenstandes, seine Erweiterung oder f&uuml;r eine &uuml;ber seinen urspr&uuml;nglichen Zustand hinausgehende wesentliche Verbesserung entstehen. Die streitigen Aufwendungen sind aber nicht allein deshalb als Herstellungskosten zu werten, weil sie in zeitlichem Zusammenhang mit dem Erwerb des Grundst&uuml;cks stehen und im Vergleich zum Kaufpreis hoch sind (grundlegend BFH-Urteil vom 12. September 2001 IX R 39\/97, BFHE 198, 74, BStBl II 2003, 569, m.w.N.) oder wie im Streitfall ein Vielfaches des Kaufpreises ausmachen. Daher l&auml;sst sich aus der H&ouml;he der Aufwendungen im Verh&auml;ltnis zum Kaufpreis &#8211;entgegen der Ansicht des FG&#8211; auch keine tats&auml;chliche (widerlegbare) Vermutung f&uuml;r die Qualifikation in der einen oder anderen Richtung ableiten, auch nicht aus Praktikabilit&auml;tserw&auml;gungen (im Einzelnen BFH-Urteil in BFHE 198, 74, BStBl II 2003, 569).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &Uuml;bliche Instandsetzungs- oder Modernisierungsma&szlig;nahmen, also die blo&szlig;e Instandsetzung vorhandener Sanit&auml;r-, Elektro- und Heizungsanlagen, der Fu&szlig;bodenbel&auml;ge, der Fenster und der Dacheindeckung, sind in der Regel sofort abziehbare Erhaltungsaufwendungen (Werbungskosten i.S. von &sect; 9 Abs. 1 EStG). Indes k&ouml;nnen solche Ma&szlig;nahmen in ihrer Gesamtheit zu einer wesentlichen Verbesserung i.S. des &sect; 255 Abs. 2 Satz 1 HGB f&uuml;hren, wenn dadurch der Gebrauchswert (das Nutzungspotential) des Geb&auml;udes gegen&uuml;ber dem urspr&uuml;nglichen Zustand, d.h. hier dem Zustand im Zeitpunkt des Erwerbs, deutlich erh&ouml;ht wird (BFH-Urteile vom 9. Mai 1995 IX R 116\/92, BFHE 177, 454, BStBl II 1996, 632; in BFHE 198, 74, BStBl II 2003, 569). Das ist der Fall, wenn die Ma&szlig;nahmen bei mindestens drei der Kern-Bereiche (Heizung, Sanit&auml;r, Elektro und Fenster) jeweils zu einer Standarderh&ouml;hung gef&uuml;hrt haben (BFH-Urteile vom 20. August 2002 IX R 61\/99, BFH\/NV 2003, 148; IX R 21\/00, BFH\/NV 2003, 33; IX R 43\/00, BFH\/NV 2003, 34, und IX R 69\/00, BFH\/NV 2003, 149).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ob die streitigen Ma&szlig;nahmen als Herstellungskosten oder Erhaltungsaufwendungen zu beurteilen sind, hat das FG als Tatsacheninstanz anhand der gesamten Umst&auml;nde des Einzelfalls zu pr&uuml;fen. Dabei ist zun&auml;chst zu ermitteln, welchem Standard (sehr einfach, mittel oder sehr anspruchvoll) die Kernbereiche im &quot;urspr&uuml;nglichen Zustand&quot; i.S. von &sect; 255 Abs. 2 Satz 1 HGB entsprachen. F&uuml;r diese Beurteilung sind die Ma&szlig;st&auml;be zugrunde zu legen, die zu dem Zeitpunkt, in dem sich das Geb&auml;ude im urspr&uuml;nglichen Zustand befand, allgemein &uuml;blich waren (BFH-Urteil vom 3. Dezember 2002 IX R 64\/99, BFHE 201, 148, BStBl II 2003, 590). Im Streitfall ist das der Zeitpunkt des Erwerbs, also das Jahr 2002, nicht das Baujahr 1958.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Diesen Grunds&auml;tzen entspricht die Vorentscheidung nicht, sie ist daher aufzuheben. Denn auf der Basis der vorgenannten BFH-Rechtsprechung durfte das FG nicht im Wege einer tats&auml;chlichen Vermutung aus der H&ouml;he der Aufwendungen (&quot;das Siebenfache&quot;) im Verh&auml;ltnis zum Kaufpreis ohne n&auml;here Pr&uuml;fung von einer Standarderh&ouml;hung (Standardsprung) ausgehen und auf das Vorliegen von Herstellungskosten schlie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Sache ist nicht spruchreif; sie wird daher an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckverwiesen. Eine abschlie&szlig;ende Entscheidung ist dem Senat verwehrt. Es fehlen hinreichende eigene Feststellungen des FG zum urspr&uuml;nglichen Zustand (Standard) der einzelnen Kernbereiche der Geb&auml;ude im Zeitpunkt des Erwerbs im Juli 2002 wie zum Zeitpunkt nach Abschluss der Bauma&szlig;nahmen; diese wird das FG nachholen. Es wird dann nach Ma&szlig;gabe der BFH-Grunds&auml;tze pr&uuml;fen, ob eine Standarderh&ouml;hung (hier: von einem sehr einfachen auf einen mittleren Standard) bei den einzelnen Kernbereichen vorliegt oder nicht, die streitigen Aufwendungen &#8211;als einheitliche Bauma&szlig;nahme&#8211; mithin als Herstellungskosten oder (sofort abziehbare) Erhaltungsaufwendungen zu behandeln sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.9.2009, IX R 21\/08 Zur Abgrenzung von Herstellungskosten und Erhaltungsaufwendungen, keine tats&auml;chliche Vermutung Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurden im Jahr 2002 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Die Kl&auml;gerin erwarb mit notariellem Kaufvertrag vom Juli des Jahres 2002 (Streitjahr) zwei Mehrfamilienh&auml;user (Baujahr 1958) sowie sieben Wellblechgaragen zum Kaufpreis von 107.000 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-21-08-zur-abgrenzung-von-herstellungskosten-und-erhaltungsaufwendungen-keine-tatsaechliche-vermutung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;21\/08 &#8211; Zur Abgrenzung von Herstellungskosten und Erhaltungsaufwendungen, keine tats&auml;chliche Vermutung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-12836","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12836","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12836"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12836\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12836"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12836"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12836"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}