{"id":12864,"date":"2012-12-19T16:09:13","date_gmt":"2012-12-19T14:09:13","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12864"},"modified":"2012-12-19T16:09:13","modified_gmt":"2012-12-19T14:09:13","slug":"i-r-4-09-uebergang-von-verlustabzuegen-bei-abwaertsverschmelzung-feststellung-eines-vortragsfaehigen-gewerbeverlustes-keine-betriebsfortfuehrung-bei-der-verschmelzung-einer-holdinggesellschaft-auf-ihr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-4-09-uebergang-von-verlustabzuegen-bei-abwaertsverschmelzung-feststellung-eines-vortragsfaehigen-gewerbeverlustes-keine-betriebsfortfuehrung-bei-der-verschmelzung-einer-holdinggesellschaft-auf-ihr\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;4\/09 &#8211; &Uuml;bergang von Verlustabz&uuml;gen bei &quot;Abw&auml;rtsverschmelzung&quot;- Feststellung eines vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes &#8211; Keine Betriebsfortf&uuml;hrung bei der Verschmelzung einer Holdinggesellschaft auf ihre einzige Tochtergesellschaft &#8211; &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 n.F. setzt keine missbr&auml;uchliche Gestaltung voraus &#8211; Ma&szlig;geblicher Zeitpunkt f&uuml;r die Einstellung des Gesch&auml;ftsbetriebes &#8211; Bindung des Kl&auml;gers an seine Antr&auml;ge nach Zur&uuml;ckverweisung an das FG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.10.2009, I R 4\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">&Uuml;bergang von Verlustabz&uuml;gen bei &quot;Abw&auml;rtsverschmelzung&quot;- Feststellung eines vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes &#8211; Keine Betriebsfortf&uuml;hrung bei der Verschmelzung einer Holdinggesellschaft auf ihre einzige Tochtergesellschaft &#8211; &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 n.F. setzt keine missbr&auml;uchliche Gestaltung voraus &#8211; Ma&szlig;geblicher Zeitpunkt f&uuml;r die Einstellung des Gesch&auml;ftsbetriebes &#8211; Bindung des Kl&auml;gers an seine Antr&auml;ge nach Zur&uuml;ckverweisung an das FG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Wurde im Jahr 1998 eine Holdinggesellschaft auf ihre bisherige einzige Tochtergesellschaft verschmolzen, so ist ein bei ihr bestehender verbleibender Verlustabzug nicht auf die Tochtergesellschaft &uuml;bergegangen.<\/p>\n<p>2. Die Feststellung eines im Rahmen einer Verschmelzung auf die &Uuml;bernehmerin &uuml;bergegangenen vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes muss inhaltlich an die Verlustfeststellung f&uuml;r die &uuml;bertragende Gesellschaft ankn&uuml;pfen (Best&auml;tigung des BMF-Schreibens vom 25. M&auml;rz 1998, BStBl I 1998, 268).<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob im Rahmen einer Verschmelzung ein verbleibender Verlustabzug und ein vortragsf&auml;higer Gewerbeverlust auf die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) &uuml;bergegangen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin, eine GmbH, stellt Verpackungsmittel her. Ihre Anteile wurden bis 1997 (Streitjahr) von der B-GmbH gehalten. Die B-GmbH war eine Holdinggesellschaft, deren Zweck das Halten der Beteiligung an der Kl&auml;gerin war. Ihr alleiniger Gesellschafter war im Streitjahr zun&auml;chst B. Ende 1997 wurde die B-GmbH mit Wirkung zum 30. September 1997 auf die Kl&auml;gerin verschmolzen; die Verschmelzung wurde am 12. Mai 1998 im Handelsregister eingetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihren Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r das Streitjahr erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin einen verbleibenden Verlustabzug sowie einen vortragsf&auml;higen Gewerbeverlust, die ihrer Ansicht nach auf dem &Uuml;bergang von Verlustabzugsbetr&auml;gen der B-GmbH beruhten. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte diese Verlustbetr&auml;ge in (ge&auml;nderten) Steuerbescheiden nicht. Die deshalb erhobene Klage hat das Finanzgericht (FG) abgewiesen (FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10. Dezember 2008&nbsp;&nbsp;12 K 7465\/01 B); sein Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2009, 619 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer vom FG zugelassenen Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin eine Verletzung materiellen Rechts und Verfahrensm&auml;ngel. Sie beantragt sinngem&auml;&szlig;, das Urteil des FG aufzuheben und die angefochtenen Steuerbescheide dahin zu &auml;ndern, dass der verbleibende Verlustabzug zum 31. Dezember 1997 auf 15.997.601 DM und der vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust auf den 31. Dezember 1997 auf 13.556.354 DM festgestellt werden. In der ersten Instanz hatte die Kl&auml;gerin hinsichtlich des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes (nur) die Feststellung eines Betrags von 13.356.354 DM beantragt; dies ist ihrem Vortrag nach auf einen technischen Fehler ihrer damaligen Prozessbevollm&auml;chtigten zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet, soweit es um die Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes geht. Insoweit wird gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) das Urteil des FG aufgehoben und die Sache an das FG zur&uuml;ckverwiesen. Hinsichtlich der Feststellung des verbleibenden Verlustabzugs ist die Revision unbegr&uuml;ndet und deshalb zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 des Umwandlungssteuergesetzes 1995 i.d.F. des Gesetzes zur Fortsetzung der Unternehmenssteuerreform vom 29. Oktober 1997 (BGBl I 1997, 2590, BStBl I 1997, 928) &#8211;UmwStG 1995 n.F.&#8211; tritt im Fall einer Verschmelzung die &uuml;bernehmende K&ouml;rperschaft bez&uuml;glich verschiedener &#8211;im Gesetz aufgez&auml;hlter&#8211; steuerlicher Merkmale in die Rechtsstellung der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft ein. Dasselbe gilt gem&auml;&szlig; &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 n.F. f&uuml;r einen verbleibenden Verlustabzug i.S. des &sect; 10d Abs. 3 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes unter der Voraussetzung, dass der Betrieb oder Betriebsteil, der den Verlust verursacht hat, in einem nach dem Gesamtbild der wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse vergleichbaren Umfang in den folgenden f&uuml;nf Jahren fortgef&uuml;hrt wird. Diese Regelung ist nicht aus verfassungsrechtlichen Gr&uuml;nden unanwendbar; die Erw&auml;gungen des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zu Art. 3 Nr. 4 Buchst. a des Gesetzes zur Fortsetzung der Unternehmenssteuerreform (BVerfG-Beschluss vom 15. Januar 2008&nbsp;&nbsp;2 BvL 12\/01, BVerfGE 120, 56) gelten f&uuml;r die seinerzeit vorgenommenen weiteren &Auml;nderungen des UmwStG 1995 in gleicher Weise (ebenso schon Senatsurteil vom 29. April 2008 I R 103\/01, BFHE 221, 121, BStBl II 2008, 723 zu &sect; 4 Abs. 5 und 6 UmwStG 1995 n.F.). Daher greift &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 n.F. im Streitfall ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Vor diesem Hintergrund h&auml;ngt der Eintritt der Kl&auml;gerin in den verbleibenden Verlustabzug der B-GmbH davon ab, ob der Betrieb der B-GmbH im Anschluss an deren Verschmelzung auf die Kl&auml;gerin i.S. des &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 n.F. &quot;fortgef&uuml;hrt&quot; worden ist. Diese Frage hat das FG zu Recht verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat zutreffend angenommen, dass der Betrieb der B-GmbH nicht von der Kl&auml;gerin selbst fortgef&uuml;hrt worden ist. Nach seinen Feststellungen bestand die betriebliche T&auml;tigkeit der B-GmbH darin, im Interesse ihrer Gesellschafter die Beteiligung an der Kl&auml;gerin zu halten und zu verwalten. Gegenstand ihres Betriebs war mithin eine Verm&ouml;gensverwaltung, wobei sie im Verh&auml;ltnis zur Kl&auml;gerin auf der Gesellschafterebene t&auml;tig wurde. Diese mit einer Kontrollfunktion verbundene verm&ouml;gensverwaltende T&auml;tigkeit ist im Anschluss an die Verschmelzung nicht durch die Kl&auml;gerin fortgef&uuml;hrt worden; die Kl&auml;gerin hat vielmehr weiterhin nur das von ihr gef&uuml;hrte Produktionsunternehmen betrieben. Sie hat insbesondere nicht &#8211;wie zuvor die B-GmbH&#8211; eine Beteiligung gehalten und als externes Unternehmen auf die Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit der Beteiligungsgesellschaft eingewirkt. Der demnach bestehende strukturelle Unterschied der verschiedenen betrieblichen T&auml;tigkeiten schlie&szlig;t es aus, die der Verschmelzung nachfolgende T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin als &quot;Fortf&uuml;hrung&quot; des ehemaligen Betriebs der B-GmbH anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus &auml;hnlichen Erw&auml;gungen heraus wird im Schrifttum die Ansicht vertreten, dass im Anschluss an die Verschmelzung einer Holdinggesellschaft auf ihre einzige Tochtergesellschaft der Betrieb &quot;Halten der Beteiligung&quot; von der &Uuml;bernehmerin nicht i.S. des &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 n.F. fortgef&uuml;hrt werden k&ouml;nne (z.B. D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Jost\/Pung\/Witt, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect; 12 UmwStG vor SEStEG Rz 92; Schie&szlig;l in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect; 12 UmwStG Rz 635.1; a.A. wohl R&ouml;dder, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 1999, 1, 13). Dem schlie&szlig;t sich der Senat im Grundsatz an. Ob in bestimmten F&auml;llen eine abweichende Beurteilung veranlasst ist (vgl. dazu z.B. Wochinger, FR 1999, 1, 13), muss im Streitfall nicht er&ouml;rtert werden. Im Ergebnis ist jedenfalls unter den vom FG festgestellten Umst&auml;nden nicht anzunehmen, dass die Kl&auml;gerin den Betrieb der B-GmbH fortgef&uuml;hrt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ebenso l&auml;sst sich eine Betriebsfortf&uuml;hrung i.S. des &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 n.F. nicht daraus ableiten, dass im Zuge der Verschmelzung die B-GmbH in ihrer Eigenschaft als Gesellschafterin der Kl&auml;gerin von B abgel&ouml;st worden ist. Die Revision weist zwar zu Recht darauf hin, dass nach der Rechtsprechung des Senats ein &Uuml;bergang des Verlustabzugs nach &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 n.F. auch dann in Betracht kommt, wenn der Betrieb des verschmolzenen Rechtstr&auml;gers von einem nicht an der Verschmelzung beteiligten Unternehmen fortgef&uuml;hrt wird (Senatsurteil vom 27. Mai 2009 I R 94\/08, BFHE 225, 131). Dieser Grundsatz greift aber im Streitfall nicht ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In diesem Zusammenhang kann offenbleiben, ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen die &Uuml;bernahme der unmittelbaren Gesellschafterstellung durch B als &quot;Fortf&uuml;hrung des Betriebs&quot; der B-GmbH angesehen werden k&ouml;nnte. Denn der &Uuml;bergang des Verlustabzugs nach &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 n.F. h&auml;ngt jedenfalls davon ab, dass der Verlustbetrieb zu irgendeinem Zeitpunkt auf das aufnehmende Unternehmen &uuml;bergegangen ist. Deshalb ist es zwar unsch&auml;dlich, wenn jenes Unternehmen den Betrieb in der Folge ver&auml;u&szlig;ert und der Erwerber ihn sodann bis zum Ende des ma&szlig;geblichen Zeitraums fortf&uuml;hrt. Ein Verlustabzug geht aber nicht auf das aufnehmende Unternehmen &uuml;ber, wenn dieses zu keiner Zeit den Verlustbetrieb erwirbt, sondern der Verlustbetrieb unmittelbar von einem anderen Rechtstr&auml;ger &uuml;bernommen wird. Anderenfalls k&ouml;nnte der Verlustabzug ohne den Verlustbetrieb erworben werden, was nicht mit dem Zweck des &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 n.F. vereinbar w&auml;re, einen &quot;Handel&quot; mit Verlustabz&uuml;gen zu verhindern (vgl. dazu Senatsurteil in BFHE 225, 131). Bei einer &quot;Abw&auml;rtsverschmelzung&quot; erwirbt indessen der bisherige Gesellschafter der Muttergesellschaft die Anteile an der Tochtergesellschaft unmittelbar und ohne Durchgangserwerb seitens der Tochtergesellschaft (Mayer in Widmann\/Mayer, a.a.O., &sect; 5 UmwG Rz 38; Wassermeyer, Jahrbuch der Fachanw&auml;lte f&uuml;r Steuerrecht &#8211;JbFfSt&#8211; 1996\/1997, S. 381; Widmann, JbFfSt 1996\/1997, S. 384; Lutter, Umwandlungsgesetz, 4. Aufl., &sect; 20 Rz 57, m.w.N.). Daher l&auml;ge, selbst wenn B den Betrieb der B-GmbH nach der Verschmelzung fortgesetzt h&auml;tte, jedenfalls kein zwischenzeitlicher &Uuml;bergang dieses Betriebs auf die Kl&auml;gerin vor. Mithin ist ein &Uuml;bergang des Verlustabzugs auf die Kl&auml;gerin auch unter diesem Gesichtspunkt ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dieser Beurteilung steht nicht entgegen, dass in der hier vorliegenden Situation der &quot;Abw&auml;rtsverschmelzung&quot; die stillen Reserven im Verm&ouml;gen der bisherigen Muttergesellschaft im Anschluss an die Verschmelzung bei der aufnehmenden Tochtergesellschaft steuerverhaftet sind und dass deshalb eine steuerneutrale Ausgestaltung des Vorgangs nicht zu einem endg&uuml;ltigen Verlust von Steuersubstrat f&uuml;hrt (so aber R&ouml;dder\/Sedemund, Die Unternehmensbesteuerung 2009, 435, 436). Denn das Gesetz stellt nicht auf die Gef&auml;hrdung des steuerlichen Zugriffs auf stille Reserven, sondern einerseits auf den &Uuml;bergang des Verlustbetriebs auf den &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger und andererseits auf die konkrete Fortf&uuml;hrung des Verlustbetriebs ab. Diese Vorgabe kann durch die allgemeine &Uuml;berlegung, dass dem Steuergl&auml;ubiger durch eine &quot;Abw&auml;rtsverschmelzung&quot; kein endg&uuml;ltiger Schaden entstehe, nicht in den Hintergrund gedr&auml;ngt werden. Auf die weitere Frage, ob tats&auml;chlich in allen F&auml;llen der &quot;Abw&auml;rtsverschmelzung&quot; ein systemwidriger Verlust von Besteuerungssubstrat zuverl&auml;ssig ausgeschlossen werden kann, muss angesichts dessen im Streitfall nicht eingegangen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Schlie&szlig;lich kann der verbleibende Verlustabzug der B-GmbH nicht allein deshalb bei der Besteuerung der Kl&auml;gerin ber&uuml;cksichtigt werden, weil die in Rede stehende Verschmelzung nach dem unwidersprochenen Vortrag der Kl&auml;gerin von wirtschaftlich vern&uuml;nftigen Erw&auml;gungen getragen war. Denn auch wenn die in &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 n.F. getroffene Regelung auf die Verhinderung eines vom Gesetzgeber als missbr&auml;uchlich angesehenen &quot;Verlusthandels&quot; abzielt, folgt daraus nicht, dass die Anwendung der Vorschrift vom Vorliegen einer konkret missbr&auml;uchlichen Gestaltung abh&auml;ngt. Vielmehr geht, wenn die Tatbestandsmerkmale des &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 n.F. nicht erf&uuml;llt sind, ein bei der &uuml;bertragenden Gesellschaft entstandener Verlustabzug unabh&auml;ngig vom wirtschaftlichen Hintergrund der Verschmelzung nicht auf die &Uuml;bernehmerin &uuml;ber. Ob dieses Ergebnis unter bestimmten Voraussetzungen im Billigkeitswege korrigiert werden darf oder muss, kann im Streitfall dahinstehen, da &uuml;ber Billigkeitsma&szlig;nahmen im Steuerfestsetzungsverfahren nicht zu entscheiden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Im Ergebnis ist mithin der verbleibende Verlustabzug der B-GmbH in dem angefochtenen Bescheid zu Recht nicht ber&uuml;cksichtigt worden. Anderweitige Rechtsfehler des Bescheids sind weder von der Revision geltend gemacht worden noch sonst erkennbar. Das FG hat den Bescheid daher zutreffend best&auml;tigt, weshalb die Revision gegen sein Urteil insoweit unbegr&uuml;ndet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Im Hinblick auf den Bescheid zur Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes hat die Revision hingegen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect; 19 Abs. 2 UmwStG 1995 in seiner urspr&uuml;nglichen Fassung (a.F.) wird im Fall der Verschmelzung in H&ouml;he der vortragsf&auml;higen Fehlbetr&auml;ge der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft i.S. des &sect; 10a des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) der ma&szlig;gebende Gewerbeertrag der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft gek&uuml;rzt (Satz 1); vorausgesetzt ist, dass die &uuml;bertragende K&ouml;rperschaft ihren Gesch&auml;ftsbetrieb noch nicht eingestellt hatte (Satz 2). Diese Vorschrift ist, was den &Uuml;bergang des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes angeht, im Streitfall ma&szlig;geblich. Sie ist zwar durch das Steuerentlastungsgesetz (StEntlG) 1999\/2000\/2002 vom 24. M&auml;rz 1999 (BGBl I 1999, 402, BStBl I 1999, 304) dahin ge&auml;ndert worden, dass sie nunmehr u.a. auf die in &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 n.F. genannten Voraussetzungen verweist. Die Neufassung ist aber erstmals f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 1999 anzuwenden (&sect; 27 Abs. 4a UmwStG 1995 i.d.F. des StEntlG 1999\/2000\/2002) und greift daher im Streitfall nicht ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect; 19 Abs. 2 UmwStG 1995 a.F. entspricht, soweit er den &Uuml;bergang des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes vom Fehlen einer &quot;Einstellung des Gesch&auml;ftsbetriebs&quot; abh&auml;ngig macht, der Regelung in &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG in dessen urspr&uuml;nglicher Fassung. Diese Regelung stellte zwar ausdr&uuml;cklich darauf ab, dass der Gesch&auml;ftsbetrieb der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft &quot;im Zeitpunkt der Eintragung des Verm&ouml;gens&uuml;bergangs im Handelsregister&quot; noch nicht eingestellt war (vgl. dazu Senatsurteil vom 5. Juni 2003 I R 38\/01, BFHE 202, 507, BStBl II 2003, 822); eine dahin gehende zeitliche Klarstellung enth&auml;lt &sect; 19 Abs. 2 UmwStG 1995 a.F. nicht. Es besteht aber kein Anhaltspunkt daf&uuml;r, dass in beiden Zusammenh&auml;ngen unterschiedliche zeitliche Bezugspunkte gelten sollen; erst recht ist nicht erkennbar, welcher andere Zeitpunkt als derjenige der Registereintragung im Anwendungsbereich des &sect; 19 Abs. 2 UmwStG 1995 a.F. ma&szlig;geblich sein k&ouml;nnte. Daher ist zu Recht unstreitig, dass diese Vorschrift ebenfalls darauf abhebt, ob die &uuml;bertragende K&ouml;rperschaft ihren Gesch&auml;ftsbetrieb im Zeitpunkt jener Eintragung eingestellt hatte (so z.B. Widmann in Widmann\/Mayer, a.a.O., &sect; 19 UmwStG Rz 53, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im Streitfall r&uuml;gt die Revision zu Recht, dass das FG die hiernach bestehenden Voraussetzungen f&uuml;r die Ber&uuml;cksichtigung eines von der B-GmbH stammenden vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes nicht ausreichend gepr&uuml;ft hat. In seinem Urteil hei&szlig;t es zwar u.a., der Betrieb der B-GmbH sei eingestellt worden. Diese Formulierung stellt aber nach ihrem textlichen Zusammenhang auf den Zustand &quot;nach der Verschmelzung&quot; ab, was darauf hinweist, dass das FG nicht von einer Einstellung des Gesch&auml;ftsbetriebs vor dem f&ouml;rmlichen Abschluss der Verschmelzung ausgegangen ist. Zudem ist nicht erkennbar, aus welchen &Uuml;berlegungen heraus der Gesch&auml;ftsbetrieb der B-GmbH schon vor der Eintragung der Verschmelzung eingestellt worden sein k&ouml;nnte. Schlie&szlig;lich nimmt auch das FA inzwischen erkl&auml;rterma&szlig;en an, dass &sect; 19 Abs. 2 UmwStG 1995 a.F. einem &Uuml;bergang des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes der B-GmbH nicht entgegensteht. Daher geht der Senat davon aus, dass die B-GmbH ihre T&auml;tigkeit bis zur Registereintragung fortgesetzt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der hiernach erfolgte &Uuml;bergang des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes f&uuml;hrt dazu, dass sich der vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust der Kl&auml;gerin um den &uuml;bergegangenen Betrag erh&ouml;ht. Welcher vortragsf&auml;hige Gewerbeverlust sich daraus insgesamt ergibt, kann jedoch anhand der vom FG getroffenen Feststellungen nicht abschlie&szlig;end beurteilt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So hat das FG insbesondere nicht ermittelt, ob und ggf. in welcher H&ouml;he der B-GmbH gegen&uuml;ber ein vortragsf&auml;higer Gewerbeverlust gesondert festgestellt worden ist (&sect; 10a Satz 2 GewStG). Das ist im Streitfall deshalb von Bedeutung, weil die Feststellung eines auf die &Uuml;bernehmerin &uuml;bergegangenen Verlustes an die Verlustfeststellung gegen&uuml;ber der &uuml;bertragenden Gesellschaft ankn&uuml;pfen muss (ebenso zu &sect; 12 UmwStG 1995 Bundesministerium der Finanzen &#8211;BMF&#8211;, Schreiben vom 25. M&auml;rz 1998, BStBl I 1998, 268, Tz. 12.14; D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Jost\/Pung\/Witt, a.a.O., &sect; 12 UmwStG vor SEStEG Rz 118; Schie&szlig;l in Widmann\/ Mayer, a.a.O., &sect; 12 UmwStG Rz 557; Buyer, &Auml;nderung der Unternehmensform, 7. Aufl., Rz 3\/93; Orth, FR 2005, 963, 967; a.A. Hofmeister, Festschrift Widmann, S. 413, 414). Vor diesem Hintergrund muss auch die Frage, ob in der hier vorliegenden Situation der &quot;Abw&auml;rtsverschmelzung&quot; eine Buchwertfortf&uuml;hrung nach Ma&szlig;gabe von &sect; 11 Abs. 1 Satz 1, &sect; 12 Abs. 1 Satz 1 und &sect; 4 Abs. 1 UmwStG 1995 erfolgen kann (dazu einerseits BMF-Schreiben vom 16. Dezember 2003, BStBl I 2003, 786, Tz. 15: Buchwertfortf&uuml;hrung nur im Rahmen einer Billigkeitsma&szlig;nahme; andererseits Mentel, Deutsches Steuerrecht 1998, Beilage zu Heft 17, S. 23, 25; R&ouml;dder, FR 1999, 1, 9; Dehmer, Umwandlungssteuererlass 1998, Rz 11.24, m.w.N.: &sect; 11 Abs. 1 UmwStG 1995 gestattet Buchwertfortf&uuml;hrung unmittelbar), zun&auml;chst im Rahmen der Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes der B-GmbH beantwortet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die hiernach notwendigen Feststellungen k&ouml;nnen im Revisionsverfahren nicht getroffen werden. Deshalb ist der Rechtsstreit zu diesem Zweck an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Im zweiten Rechtsgang wird die Kl&auml;gerin Gelegenheit haben, ihr Klageziel neu zu bestimmen. Sie hatte im ersten Rechtsgang vor dem FG beantragt, den vortragsf&auml;higen Gewerbeverlust auf 13.356.354 DM festzustellen, w&auml;hrend sie im Revisionsverfahren den festzustellenden Betrag mit 13.556.354 DM angegeben hat. Im Anschluss an eine Zur&uuml;ckverweisung ist der Revisionskl&auml;ger indessen nur insoweit an seinen urspr&uuml;nglichen Antrag gebunden, als dieser nach den vom Gro&szlig;en Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) entwickelten Grunds&auml;tzen (dazu Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 23. Oktober 1989 GrS 2\/87, BFHE 159, 4, BStBl II 1990, 327) zur Teilbestandskraft des angefochtenen Bescheids gef&uuml;hrt hat (Ruban in Gr&auml;ber, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 126 Rz 20). Eine solche Bindung tritt nicht allein dadurch ein, dass der Kl&auml;ger das Ziel der Klage durch die Benennung bestimmter Betr&auml;ge verdeutlicht (BFH-Urteil vom 12. September 1995 IX R 78\/94, BFHE 178, 549, BStBl II 1996, 16). So liegen die Dinge im Streitfall, weshalb die Kl&auml;gerin verfahrensrechtlich nicht gehindert ist, im zweiten Rechtsgang die Feststellung eines h&ouml;heren als des zun&auml;chst angegebenen vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes zu beantragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.10.2009, I R 4\/09 &Uuml;bergang von Verlustabz&uuml;gen bei &quot;Abw&auml;rtsverschmelzung&quot;- Feststellung eines vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes &#8211; Keine Betriebsfortf&uuml;hrung bei der Verschmelzung einer Holdinggesellschaft auf ihre einzige Tochtergesellschaft &#8211; &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 n.F. setzt keine missbr&auml;uchliche Gestaltung voraus &#8211; Ma&szlig;geblicher Zeitpunkt f&uuml;r die Einstellung des Gesch&auml;ftsbetriebes &#8211; Bindung des Kl&auml;gers &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-4-09-uebergang-von-verlustabzuegen-bei-abwaertsverschmelzung-feststellung-eines-vortragsfaehigen-gewerbeverlustes-keine-betriebsfortfuehrung-bei-der-verschmelzung-einer-holdinggesellschaft-auf-ihr\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;4\/09 &#8211; &Uuml;bergang von Verlustabz&uuml;gen bei &quot;Abw&auml;rtsverschmelzung&quot;- Feststellung eines vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes &#8211; Keine Betriebsfortf&uuml;hrung bei der Verschmelzung einer Holdinggesellschaft auf ihre einzige Tochtergesellschaft &#8211; &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 n.F. setzt keine missbr&auml;uchliche Gestaltung voraus &#8211; Ma&szlig;geblicher Zeitpunkt f&uuml;r die Einstellung des Gesch&auml;ftsbetriebes &#8211; Bindung des Kl&auml;gers an seine Antr&auml;ge nach Zur&uuml;ckverweisung an das FG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-12864","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12864","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12864"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12864\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12864"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12864"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12864"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}