{"id":12883,"date":"2012-12-19T16:05:55","date_gmt":"2012-12-19T14:05:55","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12883"},"modified":"2012-12-19T16:05:55","modified_gmt":"2012-12-19T14:05:55","slug":"vi-b-43-09-entgangene-mieteinnahmen-keine-aussergewoehnliche-belastung-grundsaetzliche-bedeutung-einer-rechtsfrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-b-43-09-entgangene-mieteinnahmen-keine-aussergewoehnliche-belastung-grundsaetzliche-bedeutung-einer-rechtsfrage\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;B&nbsp;43\/09 &#8211; Entgangene Mieteinnahmen keine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung einer Rechtsfrage"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.11.2009, VI B 43\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Entgangene Mieteinnahmen keine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung einer Rechtsfrage<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kann dahinstehen, ob die Beschwerde den Begr&uuml;ndungs- und Darlegungsanforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) gen&uuml;gt. Denn die Beschwerde ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet. Die von den Kl&auml;gern und Beschwerdef&uuml;hrern (Kl&auml;ger) geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde der grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) und des Verfahrensmangels (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Eine Rechtssache hat grunds&auml;tzliche Bedeutung gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das abstrakte Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Die Rechtsfrage muss im konkreten Fall kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 10. Oktober 2007 VI B 33\/07, BFH\/NV 2008, 44; vom 12. Oktober 2007 VI B 161\/06, BFH\/NV 2008, 45; vom 24. Juli 2008 VI B 7\/08, BFH\/NV 2008, 1838). Es fehlt an der Kl&auml;rungsf&auml;higkeit einer Rechtsfrage u.a. dann, wenn auf Grundlage der nach &sect; 118 Abs. 2 FGO bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen des Finanzgerichts (FG) dessen Entscheidung nicht von der Beantwortung der aufgeworfenen Rechtsfrage abh&auml;ngig ist (z.B. BFH-Beschluss vom 8. April 2004 VII B 110\/03, BFH\/NV 2004, 1310; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 115 Rz 30).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daran gemessen werfen die Kl&auml;ger keine im Streitfall kl&auml;rungsbed&uuml;rftige und kl&auml;rungsf&auml;hige Rechtsfrage von grunds&auml;tzlicher Bedeutung auf. Wenn die Kl&auml;ger die grunds&auml;tzliche Bedeutung darin sehen, dass bisher noch nicht gekl&auml;rt sei, ob Mobilfunkanlagen steuerrechtlich als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen i.S. des &sect; 33 des Einkommensteuergesetzes (EStG) zu ber&uuml;cksichtigen seien, ist diese Frage im Streitfall nicht entscheidungserheblich. Denn eine Ber&uuml;cksichtigung von au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen scheidet schon deshalb aus, weil die Kl&auml;ger als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen entgangene Mieteinnahmen geltend machten und den Kl&auml;gern damit keine Aufwendungen als Grundvoraussetzung au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Belastungen entstanden waren. Das FG entschied zutreffend, dass die Nichtrealisierung von Einnahmen keine Aufwendungen i.S. des &sect; 33 EStG seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Kl&auml;ger die Frage, ob entgangene Einnahmen au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen sein k&ouml;nnten, als grunds&auml;tzlich bedeutsam ansehen, legen sie die grunds&auml;tzliche Bedeutung nicht hinreichend substantiiert i.S. des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO dar. Denn danach muss in der Beschwerdebegr&uuml;ndung schl&uuml;ssig und substantiiert unter Auseinandersetzung mit den zur aufgeworfenen Rechtsfrage in Rechtsprechung und Schrifttum vertretenen Auffassungen dargetan werden, weshalb die f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 2. Oktober 2008 VI B 96\/07, BFH\/NV 2009, 166, m.w.N.). Daran fehlt es hier, wenn zu dieser Frage in Rechtsprechung und Literatur seit jeher &uuml;bereinstimmend die Auffassung vertreten wird, dass Aufwendungen jedenfalls nicht entgangene Einnahmen sind (vgl. nur BFH-Beschluss vom 18. August 1995 III B 26\/95, BFH\/NV 1996, 128, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Wenn die Kl&auml;ger die Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs und die Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht r&uuml;gen, weil das FG beantragte Beweiserhebungen nicht durchgef&uuml;hrt habe, kann auch darauf im Ergebnis die Revisionszulassung nicht gest&uuml;tzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn auf Grundlage der Rechtsauffassung des FG war sowohl die Frage, ob die Mobilfunkanlage eine beeindruckende oder bedrohliche Wirkung vermittle, als auch die Frage, ob das Geb&auml;ude der Kl&auml;ger punktuell einer h&ouml;heren Strahlenbelastung ausgesetzt sei, f&uuml;r die Entscheidung des Rechtsstreits offensichtlich unerheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Kl&auml;ger r&uuml;gen, das FG habe den Sachverhalt hinsichtlich der von ihnen behaupteten Bem&uuml;hungen zur Vermietung des Grundst&uuml;cks nicht hinreichend aufgekl&auml;rt, h&auml;tten die Kl&auml;ger jedenfalls dartun m&uuml;ssen, welche weiteren Sachverhaltserforschungen und Beweiserhebungen sich dem FG h&auml;tten aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 116 Rz 48, &sect; 120 Rz 66 ff., m.w.N.). Wenn die Kl&auml;ger einwenden, dass sich aus den einzelnen Zeitungsanzeigen und Aush&auml;ngen ihre Vermietungsabsicht ergebe, machen sie damit keine Revisionszulassungsgr&uuml;nde geltend, sondern wenden sich im Ergebnis gegen die tatrichterliche W&uuml;rdigung des FG. Die tatrichterliche &Uuml;berzeugungsbildung, die Tatsachen- und Sachverhaltsw&uuml;rdigung sowie darauf bezogene Schlussfolgerungen sind indessen einer Nachpr&uuml;fung durch die Revisionsinstanz weitgehend entzogen. Die tatrichterliche &Uuml;berzeugungsbildung der Vorinstanz ist nur insoweit revisibel, als Verst&ouml;&szlig;e gegen die Verfahrensordnung, gegen Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze vorliegen (vgl. BFH-Beschluss vom 22. April 2009 VI B 95\/08, BFH\/NV 2009, 1278, m.w.N.). Solche sind im Streitfall nicht gegeben, wenn das FG zu der W&uuml;rdigung gelangte, dass die Kl&auml;ger im Streitjahr 2005 keine Vermietungsabsicht gehabt h&auml;tten, weil die nachweisbaren Vermittlungsbem&uuml;hungen der Kl&auml;ger im Jahre 2004 geendet h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.11.2009, VI B 43\/09 Entgangene Mieteinnahmen keine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung einer Rechtsfrage Gr&uuml;nde 1&nbsp; Es kann dahinstehen, ob die Beschwerde den Begr&uuml;ndungs- und Darlegungsanforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) gen&uuml;gt. Denn die Beschwerde ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet. Die von den Kl&auml;gern und Beschwerdef&uuml;hrern (Kl&auml;ger) geltend gemachten &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-b-43-09-entgangene-mieteinnahmen-keine-aussergewoehnliche-belastung-grundsaetzliche-bedeutung-einer-rechtsfrage\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;B&nbsp;43\/09 &#8211; Entgangene Mieteinnahmen keine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung einer Rechtsfrage<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-12883","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12883","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12883"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12883\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12883"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12883"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12883"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}