{"id":12918,"date":"2012-12-08T08:59:47","date_gmt":"2012-12-08T06:59:47","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12918"},"modified":"2012-12-08T08:59:47","modified_gmt":"2012-12-08T06:59:47","slug":"viii-b-211-08-zurueckgewiesenes-ablehnungsgesuch-wegen-befangenheit-nur-ausnahmsweise-zulassungsgrund-vertagungsgrund-wohnsitzwechsel-beruehrt-nicht-die-beklagtenstellung-des-finanzamts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-211-08-zurueckgewiesenes-ablehnungsgesuch-wegen-befangenheit-nur-ausnahmsweise-zulassungsgrund-vertagungsgrund-wohnsitzwechsel-beruehrt-nicht-die-beklagtenstellung-des-finanzamts\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;211\/08 &#8211; Zur&uuml;ckgewiesenes Ablehnungsgesuch wegen Befangenheit nur ausnahmsweise Zulassungsgrund &#8211; Vertagungsgrund &#8211; Wohnsitzwechsel ber&uuml;hrt nicht die Beklagtenstellung des Finanzamts"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.12.2009, VIII B 211\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur&uuml;ckgewiesenes Ablehnungsgesuch wegen Befangenheit nur ausnahmsweise Zulassungsgrund &#8211; Vertagungsgrund &#8211; Wohnsitzwechsel ber&uuml;hrt nicht die Beklagtenstellung des Finanzamts<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Zulassung der Revision gegen das angefochtene Urteil wegen Verfahrensm&auml;ngeln nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) oder wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache und zur Fortbildung des Rechts (&sect; 115 Abs. 2 Nrn. 1 und 2 FGO) liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zu Unrecht sehen die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) einen Verfahrensmangel in der Mitwirkung des von ihnen abgelehnten Berichterstatters bei Erlass des angefochtenen Urteils. Eine Zulassung der Revision aus diesem Grund kommt schon deshalb nicht in Betracht, weil das Ablehnungsgesuch wegen Befangenheit durch Beschluss des Finanzgerichts (FG) abgelehnt wurde und diese Ablehnung nach &sect; 128 Abs. 2 FGO unanfechtbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 124 Abs. 2 FGO unterliegen dem Endurteil vorausgegangene Entscheidungen, die nach der FGO unanfechtbar sind, nicht der Beurteilung der Revision. Daher kann eine Nichtzulassungsbeschwerde grunds&auml;tzlich nicht auf die Ablehnung eines Befangenheitsgesuchs gest&uuml;tzt werden (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 13. Januar 2003 III B 51\/02, BFH\/NV 2003, 640; Senatsbeschl&uuml;sse vom 4. August 2008 VIII B 82\/08, und vom 19. Februar 2009 VIII B 52\/08, juris).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings schlie&szlig;t &sect; 124 Abs. 2 FGO die R&uuml;ge solcher Verfahrensm&auml;ngel nicht aus, die als Folge der beanstandeten Vorentscheidung fortwirken und damit dem angefochtenen Urteil anhaften, sofern die Vorentscheidung gegen das Willk&uuml;rverbot verst&ouml;&szlig;t oder ein Verfahrensgrundrecht verletzt wird, wie der Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r oder auf den gesetzlichen Richter (BFH-Urteil vom 21. Februar 1980 V R 71-73\/79, BFHE 130, 157, BStBl II 1980, 457; BFH-Beschluss vom 25. November 1999 VII B 140\/99, BFH\/NV 2000, 589). Ein derartiger Versto&szlig; durch Zur&uuml;ckweisung eines Ablehnungsgesuchs kann indessen nur dann als Verfahrensmangel i.S. der &sect;&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3, 119 Nr. 1 FGO geltend gemacht werden (vgl. Begr&uuml;ndung zum zweiten Gesetz zur &Auml;nderung der Finanzgerichtsordnung und anderer Gesetze vom 19. Dezember 2000 zu Art. 1 Nr. 18 in BTDrucks 14\/4061, S. 11 f.; Spindler, Der Betrieb 2001, 61, 62; ferner BFH-Beschluss vom 19. August 2002 VIII B 112\/02, BFH\/NV 2003, 65, m.w.N.), wenn der Beschluss &uuml;ber die Zur&uuml;ckweisung des Ablehnungsgesuchs greifbar gesetzwidrig und damit willk&uuml;rlich ist (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 21. Oktober 1999 VII R 15\/99, BFHE 190, 47, BStBl II 2000, 88; in BFH\/NV 2003, 640; vom 3. Juni 2005 XI S 7\/04 (PKH), BFH\/NV 2005, 1556; vom 28. Juli 2005 II B 81\/04, BFH\/NV 2005, 2221; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 119 Rz 9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r eine solche willk&uuml;rliche Zur&uuml;ckweisung des Ablehnungsgesuchs bestehen im Streitfall keine Anhaltspunkte. Nach &sect; 51 Abs. 1 Satz 1 FGO i.V.m. &sect; 42 der Zivilprozessordnung (ZPO) kann ein Richter wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt werden, wenn ein Grund vorliegt, der geeignet ist, Misstrauen gegen seine Unparteilichkeit zu rechtfertigen. Ein derartiger Grund besteht, wenn ein Beteiligter von seinem Standpunkt aus &#8211;jedoch nach Ma&szlig;gabe einer vern&uuml;nftigen, objektiven Betrachtung&#8211; davon ausgehen kann, der Richter werde nicht unvoreingenommen, sondern unsachlich oder willk&uuml;rlich entscheiden. Im Allgemeinen lassen die von dem Richter vorgenommenen Verfahrenshandlungen keinen Schluss auf dessen Befangenheit zu. Dabei rechtfertigen auch fehlerhafte Entscheidungen grunds&auml;tzlich keine Richterablehnung; vielmehr hat die &Uuml;berpr&uuml;fung richterlicher Entscheidungen im Rechtsmittelweg zu erfolgen (st&auml;ndige Rechtsprechung, s. z.B. BFH-Beschluss vom 14. Juni 1994 VII B 34\/94, BFH\/NV 1995, 131; Gr&auml;ber\/Stapperfend, a.a.O., &sect; 51 Rz 47, jeweils m.w.N.). Dies gilt auch f&uuml;r behauptete Rechtsverst&ouml;&szlig;e eines Richters in einem Parallelverfahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Erw&auml;gungen des FG im Beschluss vom 27. August 2008, in dem es das Ablehnungsgesuch der Kl&auml;ger zur&uuml;ckgewiesen hat, orientieren sich erkennbar an dieser Rechtsprechung. Die Ausf&uuml;hrungen setzen sich im Einzelnen mit den vorgebrachten Ablehnungsgr&uuml;nden auseinander und kommen zu dem jeweils nachvollziehbaren Schluss, dass aus objektiver Sicht f&uuml;r eine Voreingenommenheit des abgelehnten Richters den Kl&auml;gern gegen&uuml;ber keine Anhaltspunkte bestehen. Die Beschlussgr&uuml;nde sind keineswegs greifbar gesetzwidrig und damit willk&uuml;rlich, oder mit anderen Worten: v&ouml;llig unvertretbar. Bei objektiver Betrachtung ist die Auffassung der Kl&auml;ger, Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zur&uuml;ckweisung des Ablehnungsgesuchs seien &quot;nicht erkennbar&quot;, nicht nachzuvollziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine greifbare Gesetzwidrigkeit folgt insbesondere auch nicht daraus, dass die Sachverhaltsdarstellung im Beschluss dem 17seitigen Sachvortrag der Kl&auml;ger zur Begr&uuml;ndung ihres Ablehnungsgesuchs nach ihrer Auffassung &quot;ganz offensichtlich&quot; nicht entspricht. Die hier bereits zitierte Rechtsprechung stellt auf die greifbare Gesetzwidrigkeit der Entscheidung ab, also auf Tenor und Begr&uuml;ndung. Soweit bei nicht mit Rechtsmitteln anfechtbaren Beschl&uuml;ssen trotz fehlender gesetzlicher Anordnung (vgl. &sect; 113 Abs. 1 und 2 Satz 1 FGO) &uuml;berhaupt eine entsprechende Anwendung des &sect; 105 Abs. 2 Nr. 4 FGO geboten sein kann, gen&uuml;gt jedenfalls eine dem wesentlichen Inhalt nach gedr&auml;ngte Darstellung des Sach- und Streitstands (vgl. &sect; 105 Abs. 3 FGO). Der Beschluss des FG gen&uuml;gte diesem Anspruch. Aus ihm ergibt sich nicht, dass das FG den Begr&uuml;ndungsvortrag der Kl&auml;ger im Wesentlichen verkannt h&auml;tte und deshalb zu zwangsl&auml;ufig fehlerhaften rechtlichen Erw&auml;gungen gelangt w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das angefochtene Urteil leidet auch nicht an dem Verfahrensmangel der Versagung rechtlichen Geh&ouml;rs. Das FG musste dem in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellten Hilfsantrag auf Vertagung nicht entsprechen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger haben den Vertagungsantrag damit begr&uuml;ndet, dass das Ergebnis der in der m&uuml;ndlichen Verhandlung durchgef&uuml;hrten Zeugenvernehmung zu einem materiellen Streitpunkt &uuml;berraschend gewesen sei und eine R&uuml;cksprache des Kl&auml;gers und Prozessbevollm&auml;chtigten mit der nicht zur Verhandlung erschienenen und vom Erscheinen entbundenen Kl&auml;gerin erfordere, um abschlie&szlig;end Stellung nehmen zu k&ouml;nnen. Zu Recht hat das FG einen erheblichen Grund f&uuml;r eine Vertagung nach &sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 227 ZPO verneint, weil die der Beweisaufnahme zu Grunde liegende Frage bereits in einem vorausgegangenen Er&ouml;rterungstermin ausf&uuml;hrlich er&ouml;rtert worden war. An diese Sachverhaltsfeststellung ist der BFH gebunden (&sect; 118 Abs. 2 FGO). Unter diesen Umst&auml;nden musste dem Kl&auml;ger auch in seiner Funktion als Prozessbevollm&auml;chtigter der Kl&auml;gerin das Sachproblem bekannt sein. Es mag sein, dass der Kl&auml;ger mit einem anderen Ergebnis der Beweisaufnahme gerechnet hatte. Das bedeutet nicht, dass er sich auf einen dem Kl&auml;gervortrag entgegengesetzten Ausgang der Beweisaufnahme im Rahmen der m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht h&auml;tte vorbereiten k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Deshalb kann dahingestellt bleiben, ob die behauptete Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs in einem materiellen Einzelpunkt &uuml;berhaupt kausal f&uuml;r die Entscheidung h&auml;tte werden k&ouml;nnen angesichts des nach der Beweiserhebung mit einer anderen &#8211;verfahrensrechtlichen&#8211; Begr&uuml;ndung gestellten Antrags der Kl&auml;ger auf Vollaufhebung der angefochtenen Steuerbescheide. Die diesbez&uuml;gliche Antragsauslegung durch das FG haben die Kl&auml;ger in ihrer Beschwerdebegr&uuml;ndung best&auml;tigt (Schriftsatz vom 5. Februar 2009, unter X.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen haben die Kl&auml;ger auch im Rahmen der Begr&uuml;ndung ihrer Nichtzulassungsbeschwerde nicht dargelegt, dass und was sie ggf. in tats&auml;chlicher oder rechtlicher Hinsicht noch zum Ergebnis der Beweisaufnahme h&auml;tten vortragen wollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die von den Kl&auml;gern aufgeworfene Frage, welche Auswirkungen ein Wohnsitzwechsel w&auml;hrend des anh&auml;ngigen finanzgerichtlichen Verfahrens auf die prozessuale Stellung des beklagten Finanzamts hat, schafft keinen Grund f&uuml;r die Zulassung der Revision nach &sect; 115 Abs. 2 Nrn. 1 oder 2 FGO, weil sie weder von grunds&auml;tzlicher Bedeutung ist noch geeignet, der Rechtsfortbildung zu dienen. Die Frage ist durch die Rechtsprechung des BFH in dem Sinne gekl&auml;rt, dass die Beklagtenstellung des Finanzamts, das die angefochtenen Bescheide erlassen hat (&sect; 63 Abs. 1 Nr. 1 FGO), hiervon grunds&auml;tzlich nicht ber&uuml;hrt wird (st&auml;ndige Rechtsprechung, s. BFH-Urteile 23. November 1973 VIII R 42\/67, BFHE 108, 10, BStBl II 1973, 198; vom 16. Oktober 2002 I R 17\/01, BFHE 200, 521, BStBl II 2003, 631; BFH-Beschluss vom 19. Mai 2008 V B 29\/07, BFH\/NV 2008, 1501, unter III.A.4.b, jeweils m.w.N.; Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 63 FGO Rz 9, m.w.N.). Eine der anerkannten Ausnahmen vom Grundsatz wie der &Uuml;bergang der Zust&auml;ndigkeit von einer Beh&ouml;rde auf eine andere aufgrund staatlichen Organisationsakts oder der Erlass eines &Auml;nderungsbescheids w&auml;hrend des finanzgerichtlichen Verfahrens durch eine andere Beh&ouml;rde (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2008, 1501) liegt im Streitfall nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 15.12.2009, VIII B 211\/08 Zur&uuml;ckgewiesenes Ablehnungsgesuch wegen Befangenheit nur ausnahmsweise Zulassungsgrund &#8211; Vertagungsgrund &#8211; Wohnsitzwechsel ber&uuml;hrt nicht die Beklagtenstellung des Finanzamts Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 2&nbsp; Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Zulassung der Revision gegen das angefochtene Urteil wegen Verfahrensm&auml;ngeln nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) oder &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-211-08-zurueckgewiesenes-ablehnungsgesuch-wegen-befangenheit-nur-ausnahmsweise-zulassungsgrund-vertagungsgrund-wohnsitzwechsel-beruehrt-nicht-die-beklagtenstellung-des-finanzamts\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;B&nbsp;211\/08 &#8211; Zur&uuml;ckgewiesenes Ablehnungsgesuch wegen Befangenheit nur ausnahmsweise Zulassungsgrund &#8211; Vertagungsgrund &#8211; Wohnsitzwechsel ber&uuml;hrt nicht die Beklagtenstellung des Finanzamts<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-12918","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12918","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12918"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12918\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12918"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12918"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12918"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}