{"id":12969,"date":"2012-12-19T15:34:25","date_gmt":"2012-12-19T13:34:25","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12969"},"modified":"2012-12-19T15:34:25","modified_gmt":"2012-12-19T13:34:25","slug":"x-b-242-08-gewerblicher-grundstueckshandel-bloss-indizielle-bedeutung-der-drei-objekt-grenze-keine-grundsaetzliche-bedeutung-bei-blossem-fehlen-einer-bfh-entscheidung-vertrauensschutz-in-hoechstrichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-242-08-gewerblicher-grundstueckshandel-bloss-indizielle-bedeutung-der-drei-objekt-grenze-keine-grundsaetzliche-bedeutung-bei-blossem-fehlen-einer-bfh-entscheidung-vertrauensschutz-in-hoechstrichte\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;242\/08 &#8211; Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel: Blo&szlig; indizielle Bedeutung der Drei-Objekt-Grenze &#8211; Keine grunds&auml;tzliche Bedeutung bei blo&szlig;em Fehlen einer BFH-Entscheidung &#8211; Vertrauensschutz in h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung &#8211; Nichtanwendung einer bestimmten Rechtsprechung durch das FA"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 2.12.2009, X B 242\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel: Blo&szlig; indizielle Bedeutung der Drei-Objekt-Grenze &#8211; Keine grunds&auml;tzliche Bedeutung bei blo&szlig;em Fehlen einer BFH-Entscheidung &#8211; Vertrauensschutz in h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung &#8211; Nichtanwendung einer bestimmten Rechtsprechung durch das FA<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) begehren die Zulassung der Revision gegen ein Urteil, mit dem das Finanzgericht (FG) die Anwendung des &sect; 176 der Abgabenordnung (AO) verneint hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und ein Gesch&auml;ftspartner bildeten eine Gesellschaft b&uuml;rgerlichen Rechts, die am 19. April 1993 ein unbebautes Grundst&uuml;ck erwarb und darauf ein Mehrfamilienhaus errichtete. Noch vor Fertigstellung erfolgte am 15. Juli 1993, vorgefasster Absicht entsprechend, eine Teilung des Grundbesitzes in sechs Wohnungen, die Aufl&ouml;sung der Gesellschaft und die Auseinandersetzung dahin, dass jeder der Gesellschafter drei Wohnungen erhielt. Die Gesellschafter verkauften die Wohnungen noch im Jahre 1993 mit Gewinn. Die Kaufpreise waren mit Baufortschritt zu zahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Einkommensteuer- und Verlustfeststellungsbescheiden vom 24. August 1995 f&uuml;r das Jahr 1994 und vom 13. bzw. 22. Mai 1997 f&uuml;r das Jahr 1995 waren keine Eink&uuml;nfte aus diesen Ver&auml;u&szlig;erungen enthalten. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) hatte die Gewinne zun&auml;chst mit Bescheid vom 29. April 1997 f&uuml;r die Jahre 1993 bis 1995 gesondert und einheitlich bei der Gesellschaft festgestellt und mit Bescheiden vom 20. Mai 1997 (f&uuml;r 1994) bzw. 2. Oktober 1997 (f&uuml;r 1995) die entsprechenden Folge&auml;nderungen bei der Einkommensteuer und der Verlustfeststellung f&uuml;r die Kl&auml;ger vorgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hob mit Urteil vom 30. Oktober 2002 (13 K 3495\/98 F) die Feststellungsbescheide auf, da die Gesellschaft keine gemeinsamen Eink&uuml;nfte erzielt habe. Mit Bescheiden vom 13. M&auml;rz 2003 &auml;nderte das FA die Einkommensteuer- und Verlustfeststellungsbescheide in der Art, dass die bisherigen Beteiligungseink&uuml;nfte in unver&auml;nderter H&ouml;he als gewerbliche einzelunternehmerische Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers erfasst wurden. Der Einspruch und die unter anderem auf &sect; 176 AO gest&uuml;tzte Klage waren erfolglos. Die Kl&auml;ger vertraten die Auffassung, bis zum Beschluss des Gro&szlig;en Senats des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 10. Dezember 2001 GrS 1\/98 (BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291) sei der BFH insbesondere in den Urteilen vom 18. Januar 1989 X R 108\/88 (BFHE 156, 115, BStBl II 1990, 1051), vom 1. Dezember 1989 III R 56\/85 (BFHE 159, 167, BStBl II 1990, 1054) und vom 11. M&auml;rz 1992 XI R 17\/90 (BFHE 167, 401, BStBl II 1992, 1007) von einer strikten Drei-Objekt-Grenze zur Abgrenzung der privaten Verm&ouml;gensverwaltung vom gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel ausgegangen, auf die sie h&auml;tten vertrauen d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG verneinte einen Vertrauenstatbestand im Hinblick auf den Vorlagebeschluss des BFH vom 2. September 1992 XI R 21\/91 (BFHE 171, 31, BStBl II 1993, 668).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Nichtzulassungsbeschwerde machen die Kl&auml;ger die grunds&auml;tzliche Bedeutung folgender Rechtsfrage geltend:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>Bestand bis zum Jahr 1995 eine hinreichend eindeutige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung, nach der bei der Herstellung und nachfolgenden Ver&auml;u&szlig;erung von bis zu drei Grundst&uuml;cksobjekten kein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel anzunehmen war, auch wenn die Ver&auml;u&szlig;erung bereits vor Fertigstellung der Immobilie erfolgte, so dass einer nachfolgenden &Auml;nderung von Steuerbescheiden in Umsetzung der Entscheidung des gro&szlig;en Senats vom 10.12.2001 (BFH GrS 1\/98 vom 10.12.2001, BStBl. 2002 II, 291 ff.) die Regelung des &sect; 176 Abs. 1 Nr. 3 AO entgegensteht?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung erfordert, dass die Allgemeinheit ein abstraktes Interesse an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts hat, ferner, dass die Rechtsfrage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und kl&auml;rungsf&auml;hig ist (BFH-Beschluss vom 24. Juli 2000 VII B 233\/99, BFH\/NV 2001, 175). Hieran fehlt es.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein Allgemeininteresse an der Beantwortung der Rechtsfrage besteht nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unabh&auml;ngig davon, inwieweit es daf&uuml;r ausreicht darzustellen, dass diese Frage f&uuml;r eine Vielzahl von F&auml;llen von Bedeutung sei (verneinend u.a. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2001, 175), ist nicht erkennbar, dass sich die Frage tats&auml;chlich noch in einer nennenswerten Anzahl von F&auml;llen stellen wird. Das gilt insbesondere, weil die Kl&auml;ger &#8211;wohl wegen des Vorlagebeschlusses in BFHE 171, 31, BStBl II 1993, 668&#8211; ihre Frage auf die Fallgruppe der Ver&auml;u&szlig;erung vor Fertigstellung reduziert haben. Angesichts der mittlerweile verflossenen Zeit k&ouml;nnen derartige F&auml;lle regelm&auml;&szlig;ig nur noch unter besonderen Umst&auml;nden, wozu im Streitfalle die vormalige Erfassung der Eink&uuml;nfte in Feststellungsbescheiden z&auml;hlt, zur Entscheidung anstehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vielmehr werfen die Kl&auml;ger trotz der abstrakten Formulierung ihrer Frage durch die Einschr&auml;nkung auf eine spezielle Sachverhaltskonstellation im Grunde lediglich die Frage auf, wie allgemeine Rechtss&auml;tze auf den vorliegenden Einzelfall anzuwenden sind. Diese Frage rechtfertigt die Zulassung der Revision grunds&auml;tzlich nicht. Allein das Fehlen einer Entscheidung des BFH zu der konkreten Fallgestaltung begr&uuml;ndet nicht das erforderliche Allgemeininteresse (u.a. BFH-Beschluss vom 15. Januar 2008 VIII B 222\/06, BFH\/NV 2008, 753).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Rechtsfrage ist au&szlig;erdem nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt, wenn die Rechtsfrage bereits h&ouml;chstrichterlich gekl&auml;rt oder aus anderen Gr&uuml;nden eindeutig ist oder wenn die Rechtsfrage offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG getan hat (vgl. u.a. BFH-Beschluss vom 27. Januar 2006 II B 6\/05, BFH\/NV 2006, 908). So verh&auml;lt es sich hier.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Inanspruchnahme von Vertrauensschutz nach &sect; 176 AO setzt eine zum Zeitpunkt des Erlasses des urspr&uuml;nglichen Bescheides gefestigte Rechtsprechung voraus (BFH-Urteil vom 8. Dezember 1998 IX R 49\/95 (BFHE 187, 512, BStBl II 1999, 468), die eindeutig nicht oder jedenfalls nicht mehr vorhanden war, als im Jahre 1997 die ersten Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre ergingen. Es existieren wenigstens vier h&ouml;chstrichterliche Entscheidungen, die die Drei-Objekt-Grenze nicht als strikte Grenze, sondern lediglich als Indiz bezeichnet haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Der Vorlagebeschluss in BFHE 171, 31, BStBl II 1993, 668 wurde im Jahre 1993 und damit weit vor dem erstmaligen Erlass der Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre ver&ouml;ffentlicht. Er erl&auml;utert ausdr&uuml;cklich, die Drei-Objekt-Grenze sei nach dem Verst&auml;ndnis des Senats lediglich ein Indiz, und zwar gerade nicht nur f&uuml;r bestimmte Fallgestaltungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Selbst wenn einzelne BFH-Urteile vor dem Vorlagebeschluss anders verstanden werden konnten, musste seit dieser Vorlage damit gerechnet werden, dass die Drei-Objekt-Grenze nur noch als Indiz f&uuml;r die Gewerblichkeit herangezogen werden w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Der Gro&szlig;e Senat des BFH hat sich mit Beschluss vom 3. Juli 1995 GrS 1\/93 (BFHE 178, 86, 90, BStBl II 1995, 617) dieser Auffassung ausdr&uuml;cklich angeschlossen und ausgef&uuml;hrt, dass die Zahl der Objekte und der zeitliche Abstand der ma&szlig;gebenden T&auml;tigkeiten indizielle Bedeutung habe und eine nichtsteuerbare Verm&ouml;gensverwaltung &quot;im Regelfall&quot; dann anzunehmen sei, wenn nicht mehr als drei Wohneinheiten angeschafft und ver&auml;u&szlig;ert w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Entsprechend hat der BFH mit Urteil vom 8. November 1995 XI R 21\/91 (BFH\/NV 1996, 477) in dem Streit, dem auch der Vorlagebeschluss entsprang, nochmals ausdr&uuml;cklich von der lediglich indiziellen Bedeutung der Drei-Objekt-Grenze gesprochen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ddd) Immer noch vor Erlass der erstmaligen Einkommensteuerbescheide im Streitfall hat der BFH wiederum unmissverst&auml;ndlich ausgef&uuml;hrt (Urteil vom 24. Januar 1996 X R 255\/93, BFHE 180, 51, BStBl II 1996, 303), dass sich die Zuordnung einer T&auml;tigkeit zum gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel nach dem Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse richtet. Wenn sich danach eine Zuordnung zum Bild des Gewerbebetriebes ergibt, kann dieses Ergebnis nicht mehr auf Grund der Indizwirkung einer geringen Zahl von Objekten korrigiert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im &Uuml;brigen stand &sect; 176 AO der &Auml;nderung der Bescheide auch deshalb nicht entgegen, weil das FA die Drei-Objekt-Grenze bei Erlass der urspr&uuml;nglichen Bescheide nicht angewandt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar kann grunds&auml;tzlich vermutet werden, dass das FA eine bestimmte Rechtsprechung angewandt hat, wenn der Bescheid im Ergebnis der Rechtsprechung entspricht. Vorliegend kann jedoch umgekehrt festgestellt werden, dass das FA diese Rechtsprechung nicht angewandt hat. Es hat &uuml;ber die Feststellungsbescheide zum Ausdruck gebracht, dass es den gesamten Vorgang f&uuml;r einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel halte. Das FA hat die Gewinne nicht etwa deshalb in den Einkommensteuerbescheiden der Gesellschafter nicht erfasst, weil es davon ausgegangen w&auml;re, diese seien nicht steuerbar, sondern weil es davon ausging, diese seien anderweit zu erfassen. An der Gewerblichkeit als solcher hatte es keine Zweifel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 2.12.2009, X B 242\/08 Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel: Blo&szlig; indizielle Bedeutung der Drei-Objekt-Grenze &#8211; Keine grunds&auml;tzliche Bedeutung bei blo&szlig;em Fehlen einer BFH-Entscheidung &#8211; Vertrauensschutz in h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung &#8211; Nichtanwendung einer bestimmten Rechtsprechung durch das FA Tatbestand 1&nbsp; I. 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