{"id":12981,"date":"2012-12-19T15:33:30","date_gmt":"2012-12-19T13:33:30","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=12981"},"modified":"2012-12-19T15:33:30","modified_gmt":"2012-12-19T13:33:30","slug":"iii-b-120-08-investitionszulage-ausnahmen-von-der-bindungsfrist-nur-in-eng-begrenzten-faellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-120-08-investitionszulage-ausnahmen-von-der-bindungsfrist-nur-in-eng-begrenzten-faellen\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;120\/08 &#8211; Investitionszulage: Ausnahmen von der Bindungsfrist nur in eng begrenzten F&auml;llen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.12.2009, III B 120\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Investitionszulage: Ausnahmen von der Bindungsfrist nur in eng begrenzten F&auml;llen<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 116 Abs. 5 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Rechtssache hat weder grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) noch ist eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Fortbildung des Rechts erforderlich (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Zulassungsgrund der Rechtsfortbildung stellt einen Unterfall der grunds&auml;tzlichen Bedeutung dar. In beiden F&auml;llen muss es sich um eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige und kl&auml;rbare Rechtsfrage handeln (z.B. Senatsbeschluss vom 18. Februar 2008 III B 69\/07, BFH\/NV 2008, 948). Ein im allgemeinen Interesse liegendes Bed&uuml;rfnis nach Kl&auml;rung einer Rechtsfrage ist gegeben, wenn sich diese Frage nicht ohne Weiteres aus dem Gesetz beantworten l&auml;sst, wenn sie nicht bereits durch die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung hinreichend gekl&auml;rt ist oder wenn neue Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung durch den BFH erforderlich machen, so dass Unsicherheit in der Beantwortung der Rechtsfrage besteht (z.B. BFH-Beschluss vom 21. April 2008 IV B 105\/07, BFH\/NV 2008, 1470). Allein das Fehlen einer Entscheidung des BFH zu einer konkreten Fallgestaltung begr&uuml;ndet keinen Kl&auml;rungsbedarf und erst recht nicht das erforderliche Allgemeininteresse (z.B. BFH-Beschluss vom 29. Februar 2008 X B 131\/07, BFH\/NV 2008, 960).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Danach kommt eine Zulassung der Revision nicht in Betracht, denn die von der Kl&auml;gerin aufgeworfenen Rechtsfragen sind ersichtlich auf den konkreten Einzelfall zugeschnitten und lassen eine Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit im Allgemeininteresse nicht erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abgesehen davon ist in der Rechtsprechung des BFH bereits gekl&auml;rt, dass durch die investitionszulagenrechtliche Zugeh&ouml;rigkeits- und Verbleibensdauer sichergestellt werden soll, dass die Investitionszulage nicht dazu missbraucht wird, Wirtschaftsg&uuml;ter unter Inanspruchnahme der Zulage anzuschaffen, um sie schon kurze Zeit sp&auml;ter wieder in einen au&szlig;erhalb des F&ouml;rdergebiets belegenen Betrieb oder eine Betriebsst&auml;tte zu verbringen. Der BFH hat deshalb in Einzelf&auml;llen, in denen ein derartiger Missbrauch von vorneherein ausgeschlossen war, eng begrenzte Ausnahmen zugelassen und Investitionszulage gew&auml;hrt, obwohl die Zugeh&ouml;rigkeits- und Verbleibensvoraussetzungen nicht erf&uuml;llt waren. Zugleich hat er es aber abgelehnt, weitere Ausnahmen von der gesetzlichen Regelung allein deshalb zuzulassen, weil Anhaltspunkte f&uuml;r eine missbr&auml;uchliche Inanspruchnahme der Investitionszulage nicht vorl&auml;gen. Er hat ausdr&uuml;cklich klargestellt, dass die gesetzgeberische Zielsetzung, Missbr&auml;uche zu vermeiden, nicht in dem weiten Sinne zu verstehen sei, dass bereits jeder wirtschaftlich anerkennenswerte Grund f&uuml;r die Annahme eines Ausnahmefalles ausreiche (z.B. Senatsbeschluss vom 29. M&auml;rz 2006 III B 180\/05, BFH\/NV 2006, 1512, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.12.2009, III B 120\/08 Investitionszulage: Ausnahmen von der Bindungsfrist nur in eng begrenzten F&auml;llen Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 116 Abs. 5 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). 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