{"id":13025,"date":"2012-12-19T15:34:28","date_gmt":"2012-12-19T13:34:28","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13025"},"modified":"2012-12-19T15:34:28","modified_gmt":"2012-12-19T13:34:28","slug":"vii-r-9-10-09-vorlage-an-den-eugh-zur-besteuerung-von-flugbenzin-verguetung-von-mineraloelsteuer-umsetzung-einer-richtlinie-in-nationales-recht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-9-10-09-vorlage-an-den-eugh-zur-besteuerung-von-flugbenzin-verguetung-von-mineraloelsteuer-umsetzung-einer-richtlinie-in-nationales-recht\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;9,&nbsp;10\/09 &#8211; Vorlage an den EuGH zur Besteuerung von Flugbenzin &#8211; Verg&uuml;tung von Mineral&ouml;lsteuer &#8211; Umsetzung einer Richtlinie in nationales Recht"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 1.12.2009, VII R 9, 10\/09; VII R 9\/09; VII R 10\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Vorlage an den EuGH zur Besteuerung von Flugbenzin &#8211; Verg&uuml;tung von Mineral&ouml;lsteuer &#8211; Umsetzung einer Richtlinie in nationales Recht<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Dem EuGH werden folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt:<\/p>\n<p>1. Ist Art. 14 Abs. 1 Buchst. b Satz 1 der Richtlinie 2003\/96\/EG dahingehend auszulegen, dass der Ausschluss der privaten nichtgewerblichen Luftfahrt von der Steuerbeg&uuml;nstigung bedeutet, dass eine Steuerbefreiung f&uuml;r Energieerzeugnisse zur Verwendung als Kraftstoff f&uuml;r die Luftfahrt nur Luftfahrtunternehmen zu gew&auml;hren ist, oder ist die Steuerbefreiung auf alle in der Luftfahrt eingesetzten Kraftstoffe zu erstrecken, sofern der Einsatz des Flugzeugs erwerbsbezogenen Zwecken dient?<\/p>\n<p>2. Ist Art. 15 Abs. 1 Buchst. j der Richtlinie 2003\/96\/EG dahingehend auszulegen, dass sich die Bestimmung auch auf Kraftstoffe bezieht, die ein Flugzeug f&uuml;r den Flug zu einer Flugzeugwerft und wieder zur&uuml;ck ben&ouml;tigt, oder gilt die Beg&uuml;nstigungsm&ouml;glichkeit nur f&uuml;r Unternehmen, deren eigentlicher Gesch&auml;ftszweck die Fertigung, Entwicklung, Erprobung oder Wartung von Luftfahrzeugen ist?<\/p>\n<p>3. Ist Art. 11 Abs. 3 der Richtlinie 2003\/96\/EG dahingehend auszulegen, dass beim Einsatz eines sowohl privat als auch gewerblich genutzten Flugzeugs f&uuml;r Wartungsfl&uuml;ge oder Schulungsfl&uuml;ge nach Art. 14 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 2003\/96\/EG eine auf die gewerbliche Verwendung bezogene anteilm&auml;&szlig;ige Steuerbefreiung f&uuml;r den bei diesen Fl&uuml;gen eingesetzten Kraftstoff zu gew&auml;hren ist?<\/p>\n<p>4. Falls die Frage zu Nr. 3 verneint wird: Kann aus der Unanwendbarkeit des Art. 11 Abs. 3 der Richtlinie 2003\/96\/EG im Rahmen des Art. 14 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 2003\/96\/EG geschlossen werden, dass bei gemischter Verwendung eines Flugzeugs zu privaten und gewerblichen Zwecken f&uuml;r Wartungsfl&uuml;ge und Schulungsfl&uuml;ge keine Steuerbefreiung zu gew&auml;hren ist?<\/p>\n<p>5. Falls die Frage zu Nr. 3 bejaht wird oder falls sich aus einer anderen Bestimmung der Richtlinie 2003\/96\/EG eine entsprechende Rechtsfolge ergibt: Welche Kriterien und welcher Bezugszeitraum sind der Bestimmung des jeweiligen verwendeten Anteils i.S. des Art. 11 Abs. 3 der Richtlinie 2003\/96\/EG bei Wartungsfl&uuml;gen und Schulungsfl&uuml;gen zugrunde zu legen?<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin, Revisionsbeklagte und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), die ein Unternehmen zur Entwicklung und zum Vertrieb elektronischer Komponenten und Software betreibt, ist Eigent&uuml;merin eines Flugzeugs, das von ihrem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer sowohl f&uuml;r private Zwecke als auch f&uuml;r Fl&uuml;ge zu anderen Firmen und zu Messen, sowie f&uuml;r Wartungs- und Schulungsfl&uuml;ge eingesetzt wird. &Uuml;ber eine luftverkehrsrechtliche Betriebsgenehmigung verf&uuml;gt die Kl&auml;gerin nicht; sie ist kein Luftfahrtunternehmen. Lediglich in einem Fall vercharterte die Kl&auml;gerin das Flugzeug und stellte daf&uuml;r eine Rechnung aus. &Uuml;ber die Nutzung des Flugzeugs f&uuml;hrte die Kl&auml;gerin monatliche Aufzeichnungen, in denen das Datum, die Flugstrecke, die Flugdauer und der Zweck des Flugs angegeben wurden. F&uuml;r eine Menge von insgesamt 2 358 Liter Flugbenzin (AVGAS 100 LL), das 2004 in Deutschland w&auml;hrend betrieblicher Flugzeiten verbraucht worden ist, beantragte die Kl&auml;gerin die Verg&uuml;tung der Mineral&ouml;lsteuer. Den Antrag lehnte der Beklagte, Revisionskl&auml;ger und Revisionsbeklagte (das Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;) mit der Begr&uuml;ndung ab, dass die Kl&auml;gerin kein Luftfahrtunternehmen betreibe. Den Einspruch wies das HZA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die daraufhin erhobene Klage hatte zum &uuml;berwiegenden Teil Erfolg. Das Finanzgericht urteilte, dass der Kl&auml;gerin hinsichtlich der betrieblich veranlassten Fl&uuml;ge &#8211;mit Ausnahme der Wartungs- und Schulungsfl&uuml;ge&#8211; ein Anspruch auf Verg&uuml;tung der Mineral&ouml;lsteuer unmittelbar aus Art. 14 Abs. 1 Buchst. b Satz 1 der Richtlinie 2003\/96\/EG des Rates vom 27. Oktober 2003 zur Restrukturierung der gemeinschaftlichen Rahmenvorschriften zur Besteuerung von Energieerzeugnissen und elektrischem Strom &#8211;Richtlinie 2003\/96\/EG&#8211; (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;ABlEG&#8211; Nr. L 293\/51) zustehe. Eine Beschr&auml;nkung der Steuerbefreiung auf Luftfahrtunternehmen oder ein Ausschluss des Werkverkehrs sei dieser Vorschrift nicht zu entnehmen. Infolgedessen habe Deutschland das Gemeinschaftsrecht nur unvollst&auml;ndig umgesetzt, da gem&auml;&szlig; &sect; 50 Abs. 1 der Mineral&ouml;lsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (Min&ouml;StV) i.V.m. &sect; 4 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a des Mineral&ouml;lsteuergesetzes (Min&ouml;StG 1993) nur Luftfahrtunternehmen eine Entlastung beantragen k&ouml;nnten, bei denen der Hauptzweck ihrer T&auml;tigkeit die Bef&ouml;rderung von Personen oder Sachen bzw. die Erbringung von Dienstleistungen sei. Die Nutzung eines Flugzeugs im Werkverkehr zur Anbahnung von Gesch&auml;ften verfolge einen kommerziellen Zweck, so dass die gemeinschaftsrechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r eine Steuerbefreiung gegeben seien. Dies treffe jedoch nicht auf Wartungs- und Schulungsfl&uuml;ge zu. Der Ausschluss der Steuerbeg&uuml;nstigung f&uuml;r Fl&uuml;ge zur Werkstatt und wieder zur&uuml;ck sowie f&uuml;r Fl&uuml;ge, die zur Wartung und &Uuml;berpr&uuml;fung der Funktionsf&auml;higkeit erforderlich seien, ergebe sich daraus, dass in Art. 15 Abs. 1 Buchst. j der Richtlinie 2003\/96\/EG nur die M&ouml;glichkeit einer Beg&uuml;nstigung f&uuml;r Kraftstoffe er&ouml;ffnet werde, die bei der Wartung verwendet werden. Ferner handele es sich bei Wartungs- und Schulungsfl&uuml;gen deshalb nicht um Fl&uuml;ge f&uuml;r kommerzielle Zwecke, weil diese sowohl aus privaten als auch betrieblichen Gr&uuml;nden veranlasst seien und keinen unmittelbaren Bezug zur unternehmerischen T&auml;tigkeit aufwiesen. Auch eine anteilige Zurechnung komme nicht in Betracht, da eine solche in Art. 14 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 2003\/96\/EG nicht vorgesehen sei. Das Urteil ist in der Zeitschrift f&uuml;r Z&ouml;lle und Verbrauchsteuern 2009, Beilage, 2, 24 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen dieses Urteil haben sowohl die Kl&auml;gerin als auch das HZA Revision eingelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Der Senat setzt die bei ihm anh&auml;ngigen Revisionsverfahren aus (&sect; 121 Satz 1 i.V.m. &sect; 74 der Finanzgerichtsordnung) und legt dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (EuGH) gem&auml;&szlig; Art. 234 Abs. 1, Abs. 3 des Vertrages zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft die nachfolgenden Fragen zur Vorabentscheidung vor:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>1. Ist Art. 14 Abs. 1 Buchst. b Satz 1 der Richtlinie 2003\/96\/EG dahingehend auszulegen, dass der Ausschluss der privaten nichtgewerblichen Luftfahrt von der Steuerbeg&uuml;nstigung bedeutet, dass eine Steuerbefreiung f&uuml;r Energieerzeugnisse zur Verwendung als Kraftstoff f&uuml;r die Luftfahrt nur Luftfahrtunternehmen zu gew&auml;hren ist, oder ist die Steuerbefreiung auf alle in der Luftfahrt eingesetzten Kraftstoffe zu erstrecken, sofern der Einsatz des Flugzeugs erwerbsbezogenen Zwecken dient?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>2. Ist Art. 15 Abs. 1 Buchst. j der Richtlinie 2003\/96\/EG dahingehend auszulegen, dass sich die Bestimmung auch auf Kraftstoffe bezieht, die ein Flugzeug f&uuml;r den Flug zu einer Flugzeugwerft und wieder zur&uuml;ck ben&ouml;tigt, oder gilt die Beg&uuml;nstigungsm&ouml;glichkeit nur f&uuml;r Unternehmen, deren eigentlicher Gesch&auml;ftszweck die Fertigung, Entwicklung, Erprobung oder Wartung von Luftfahrzeugen ist?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>3. Ist Art. 11 Abs. 3 der Richtlinie 2003\/96\/EG dahingehend auszulegen, dass beim Einsatz eines sowohl privat als auch gewerblich genutzten Flugzeugs f&uuml;r Wartungs- oder Schulungsfl&uuml;ge nach Art. 14 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 2003\/96\/EG eine auf die gewerbliche Verwendung bezogene anteilm&auml;&szlig;ige Steuerbefreiung f&uuml;r den bei diesen Fl&uuml;gen eingesetzten Kraftstoff zu gew&auml;hren ist?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>4. Falls die Frage zu Nr. 3 verneint wird: Kann aus der Unanwendbarkeit des Art. 11 Abs. 3 der Richtlinie 2003\/96\/EG im Rahmen des Art. 14 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 2003\/96\/EG geschlossen werden, dass bei gemischter Verwendung eines Flugzeugs zu privaten und gewerblichen Zwecken f&uuml;r Wartungs- und Schulungsfl&uuml;ge keine Steuerbefreiung zu gew&auml;hren ist?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>5. Falls die Frage zu Nr. 3 bejaht wird oder falls sich aus einer anderen Bestimmung der Richtlinie 2003\/96\/EG eine entsprechende Rechtsfolge ergibt: Welche Kriterien und welcher Bezugszeitraum sind der Bestimmung des jeweiligen verwendeten Anteils i.S. des Art. 11 Abs. 3 der Richtlinie 2003\/96\/EG bei Wartungs- und Schulungsfl&uuml;gen zugrunde zu legen?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:144\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Auffassung des Senats sind f&uuml;r die L&ouml;sung des Streitfalls die folgenden gemeinschaftsrechtlichen und nationalen Bestimmungen von Bedeutung:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gemeinschaftsrecht<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Art. 14 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 2003\/96\/EG bestimmt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) &Uuml;ber die allgemeinen Vorschriften f&uuml;r die steuerbefreite Verwendung steuerpflichtiger Erzeugnisse gem&auml;&szlig; der Richtlinie 92\/12\/EWG hinaus und unbeschadet anderer Gemeinschaftsvorschriften befreien die Mitgliedstaaten unter den Voraussetzungen, die sie zur Sicherstellung der korrekten und einfachen Anwendung solcher Befreiungen und zur Verhinderung von Steuerhinterziehung und -vermeidung oder Missbrauch festlegen, die nachstehenden Erzeugnisse von der Steuer:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Lieferungen von Energieerzeugnissen zur Verwendung als Kraftstoff f&uuml;r die Luftfahrt mit Ausnahme der privaten nichtgewerblichen Luftfahrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Sinne dieser Richtlinie ist unter der &quot;privaten nichtgewerblichen Luftfahrt&quot; zu verstehen, dass das Luftfahrzeug von seinem Eigent&uuml;mer oder der durch Anmietung oder aus sonstigen Gr&uuml;nden nutzungsberechtigten nat&uuml;rlichen oder juristischen Person f&uuml;r andere als kommerzielle Zwecke und insbesondere nicht f&uuml;r die entgeltliche Bef&ouml;rderung von Passagieren oder Waren oder f&uuml;r die entgeltliche Erbringung von Dienstleistungen oder f&uuml;r beh&ouml;rdliche Zwecke genutzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Mitgliedstaaten k&ouml;nnen die Steuerbefreiung auf Lieferungen von Flugturbinenkraftstoff (KN-Code 2710 19 21) beschr&auml;nken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der 23. Erw&auml;gungsgrund der Richtlinie 2003\/96\/EG bemerkt hierzu:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bestehende internationale Verpflichtungen sowie der Erhalt der Wettbewerbsf&auml;higkeit von Unternehmen in der Gemeinschaft machen es ratsam, bestehende Steuerbefreiungen f&uuml;r Energieprodukte zur Verwendung in der Luft- und Schifffahrt &#8211;au&szlig;er in der Luft- und Schifffahrt zu privaten Vergn&uuml;gungszwecken&#8211; beizubehalten; die Mitgliedstaaten sollten die M&ouml;glichkeit haben, diese Steuerbefreiungen einzuschr&auml;nken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Art. 11 der Richtlinie 2003\/96\/EG enth&auml;lt in Abs. 1 eine Definition &quot;betriebliche Verwendung&quot; und bestimmt in Abs. 3:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei einer gemischten Verwendung entspricht die Besteuerung dem jeweiligen Anteil, wobei allerdings ein nur geringf&uuml;giger betrieblicher oder nichtbetrieblicher Anteil au&szlig;er Acht gelassen werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Art. 15 Abs. 1 Buchst. j der Richtlinie 2003\/96\/EG k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten unbeschadet anderer Gemeinschaftsvorschriften unter Steueraufsicht uneingeschr&auml;nkte oder eingeschr&auml;nkte Steuerbefreiungen oder Steuererm&auml;&szlig;igungen gew&auml;hren f&uuml;r Kraftstoffe, die bei der Fertigung, Entwicklung, Erprobung und Wartung von Luftfahrzeugen und Schiffen verwendet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nationales Recht<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Min&ouml;StG 1993 (vom 21. Dezember 1992, BGBl I 1992, 2185) enthielt im Streitjahr 2004 folgende Regelungen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect; 4 Steuerbefreiungen, Begriffsbestimmungen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Mineral&ouml;l darf vorbehaltlich des &sect; 12 steuerfrei verwendet werden<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>1. &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>2. &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>3. als Luftfahrtbetriebsstoff<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>a) von Luftfahrtunternehmen f&uuml;r die gewerbsm&auml;&szlig;ige Bef&ouml;rderung von Personen, Sachen oder f&uuml;r die entgeltliche Erbringung von Dienstleistungen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>b) in Luftfahrzeugen von Beh&ouml;rden und der Bundeswehr f&uuml;r dienstliche Zwecke sowie der Luftrettungsdienste f&uuml;r Zwecke der Luftrettung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>Luftfahrtbetriebsstoffe im Sinne dieses Gesetzes sind Flugbenzin der Unterpos. 2710 0026, dessen Researchoktanzahl den Wert 100 nicht unterschreitet, leichter Flugturbinenkraftstoff der Unterpos. 2710 0037 und Flugturbinenkraftstoff (mittelschweres &Ouml;l) der Unterpos. 2710 0051 der Kombinierten Nomenklatur, wenn diese in Luftfahrzeugen verwendet werden;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>4. &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect; 12 Erlaubnis<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wer Mineral&ouml;l, das nach &sect; 3 Abs. 1 bis 3, 5 und 7, &sect; 4 oder &sect; 32 Abs. 1 und 2 steuerbeg&uuml;nstigt ist,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>1. verwenden oder an andere zu steuerbeg&uuml;nstigten Zwecken abgeben (verteilen) oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>2. als Verwender oder Verteiler<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>a) in ein Gebiet au&szlig;erhalb des Verbrauchsteuergebiets der Europ&auml;ischen Gemeinschaft (Drittland) oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>b) zu gewerblichen Zwecken oder im Versandhandel in einen anderen Mitgliedstaat der Europ&auml;ischen Gemeinschaft (Mitgliedstaat) verbringen will, bedarf der Erlaubnis. &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Min&ouml;StV (vom 15. September 1993, BGBl I 1993, 1602) enthielt im Streitjahr 2004 folgende Regelung:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect; 50 Erstattung oder Verg&uuml;tung der Steuer f&uuml;r Luftfahrtbetriebsstoffe:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Auf Antrag wird die Steuer f&uuml;r Luftfahrtbetriebsstoffe Luftfahrtunternehmen und Einrichtungen nach &sect; 4 Abs. 1 Nr. 3 des Gesetzes erstattet oder verg&uuml;tet, die sie im Steuergebiet versteuert bezogen und f&uuml;r steuerfreie Fl&uuml;ge verwendet haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:144\"pt>\n<tr>\n<td>IV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die rechtliche W&uuml;rdigung des Streitfalls ist gemeinschaftsrechtlich zweifelhaft. Die Entscheidung &uuml;ber die Revision des HZA h&auml;ngt von der Frage ab, ob sich der Anwendungsbereich der obligatorischen Steuerbefreiung nach Art. 14 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 2003\/96\/EG ausschlie&szlig;lich auf Luftfahrtunternehmen beschr&auml;nkt, also auf Unternehmen, deren eigentlicher Gesch&auml;ftszweck in der Durchf&uuml;hrung von Transporten oder in der Erbringung von Dienstleistungen mit Hilfe eines Flugzeugs besteht. Solche Unternehmen m&uuml;ssen in Deutschland &uuml;ber eine luftverkehrsrechtliche Genehmigung nach dem Luftverkehrsgesetz verf&uuml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Bei enger Auslegung von Art. 14 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 2003\/96\/EG, der die deutsche Zollverwaltung folgt, ist es erforderlich, dass mit dem Flugzeug selbst eine kommerzielle T&auml;tigkeit ausgef&uuml;hrt wird. Danach reicht es nicht aus, dass ein Unternehmen, das nicht dem Luftverkehrsgewerbe angeh&ouml;rt, sein eigenes oder ein gechartertes Flugzeug einsetzt, um wie im Streitfall Mitarbeiter zu Kunden oder Messen zu bef&ouml;rdern. Dagegen vertritt die Kl&auml;gerin die Auffassung, dass die Steuerbefreiung in allen F&auml;llen zu gew&auml;hren sei, in denen ein Flugzeug zu kommerziellen, d.h. zu erwerbsbezogenen Zwecken eingesetzt wird, unabh&auml;ngig davon, ob es ein Luftfahrtunternehmen mit einer Zulassung ist. Entscheidend sei lediglich, dass der Einsatz zumindest mittelbar einem kommerziellen Zweck dient.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Es bestehen Zweifel, ob die Regelung in &sect; 4 Abs. 1 Nr. 3 Min&ouml;StG 1993 i.V.m. &sect; 50 Abs. 1 Min&ouml;StV mit den gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben in Art. 14 Abs. 1 Buchst. b Satz 1 der Richtlinie 2003\/96\/EG &uuml;bereinstimmt. Danach sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, unter den Voraussetzungen, die sie zur Sicherstellung der korrekten und einfachen Anwendung der Steuerbeg&uuml;nstigung und zur Verhinderung von Steuerhinterziehung und -vermeidung oder Missbrauch festlegen, Lieferungen von Energieerzeugnissen zur Verwendung als Kraftstoff f&uuml;r die Luftfahrt mit Ausnahme der privaten nichtgewerblichen Luftfahrt von der Steuer zu befreien. Dem Wortlaut dieser Vorschrift l&auml;sst sich nicht entnehmen, dass die vom Gemeinschaftsgesetzgeber angeordnete obligatorische Steuerbefreiung f&uuml;r Luftfahrtbetriebsstoffe auf Luftfahrtunternehmen beschr&auml;nkt ist. Auch die nachfolgende Definition der &quot;privaten nichtgewerblichen Luftfahrt&quot;, nach der eine solche vorliegt, wenn Luftfahrzeuge vom Eigent&uuml;mer oder von einem anderen Nutzungsberechtigten f&uuml;r andere als kommerzielle Zwecke und insbesondere nicht f&uuml;r die entgeltliche Bef&ouml;rderung von Passagieren oder Waren oder f&uuml;r die entgeltliche Erbringung von Dienstleistungen oder f&uuml;r beh&ouml;rdliche Zwecke genutzt werden, deutet darauf hin, dass die Steuerbefreiung in allen F&auml;llen zu gew&auml;hren ist, in denen Luftfahrtbetriebsstoffe zu kommerziellen Zwecken Verwendung finden, und zwar unabh&auml;ngig davon, ob Personen oder Sachen bef&ouml;rdert oder Dienstleistungen erbracht werden. Dabei l&auml;sst die Formulierung &quot;insbesondere&quot; (in der englischen bzw. franz&ouml;sischen Fassung &quot;in particular&quot; bzw. &quot;en particulier&quot;) darauf schlie&szlig;en, dass der Gemeinschaftsgesetzgeber die Bef&ouml;rderung von Personen oder Gegenst&auml;nden oder die entgeltliche Erbringung von Dienstleistungen lediglich als Beispiele verstanden wissen wollte und dass dieser Aufz&auml;hlung kein abschlie&szlig;ender Charakter beigemessen werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Aus der Entstehungsgeschichte der Regelung lassen sich f&uuml;r beide Auffassungen Argumente gewinnen. Vorg&auml;ngervorschrift zu Art. 14 Abs. 1 der Richtlinie 2003\/96\/EG war der im Wortlaut identische Art. 8 Abs. 1 Buchst. b Satz 1 der Richtlinie 92\/81\/EWG des Rates vom 19. Oktober 1992 zur Harmonisierung der Struktur der Verbrauchsteuern auf Mineral&ouml;le &#8211;Richtlinie 92\/81\/EWG&#8211; (ABlEG Nr. L 316\/12). Die in der Richtlinie 92\/81\/EWG getroffene Regelung geht auf Vorschl&auml;ge der Europ&auml;ischen Kommission aus den Jahren 1973 und 1991 zur&uuml;ck. Den urspr&uuml;nglichen Ansatz, den Mitgliedstaaten die Besteuerung von Luftfahrtbetriebsstoffen freizustellen, gab die Europ&auml;ische Kommission 1973 auf. In der Gesamtmitteilung zur Vollendung des Binnenmarktes vom 20. Juli 1987 (KOM (87) 320) wies sie darauf hin, dass Kerosin vor allem als Treibstoff f&uuml;r Flugmotoren (Turboprob und Turbojet) verwendet werde und in der Regel im gewerblichen Verwendungsbereich verbrauchsteuerfrei sei. In ihrem Vorschlag zur Harmonisierung der Steuerstruktur (ABlEG Nr. C 92 vom 31. Oktober 1973) schlug sie daher die Einf&uuml;hrung einer gemeinschaftsweiten Freistellung vor. F&uuml;r die nicht steuerfreie Verwendung in Privatflugzeugen sollten gleiche Steuers&auml;tze f&uuml;r Kerosin und Benzin zur Anwendung kommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An dieser Auffassung hielt die Kommission bis zur Verabschiedung der Richtlinie 92\/81\/EWG fest. In der Begr&uuml;ndung des 1991 vorgelegten Vorschlags f&uuml;r eine Richtlinie des Rates zur Harmonisierung der Struktur der Verbrauchsteuern auf Mineral&ouml;le (KOM (90) 434 endg.) bekr&auml;ftigte die Kommission die Absicht, die gegenw&auml;rtige Befreiung f&uuml;r &Ouml;llieferungen f&uuml;r internationale kommerzielle Fl&uuml;ge auf den gesamten kommerziellen Flugverkehr auszudehnen. Dies bedeute eine Gleichbehandlung von Fl&uuml;gen zwischen allen beliebigen Punkten innerhalb der Gemeinschaft, was dem schrankenlosen Binnenmarkt entspreche. Dagegen sollten Treibstofflieferungen f&uuml;r den privaten Flugverkehr aufgrund der bestehenden Praxis steuerpflichtig sein. Die in Art. 8 Abs. 1 Buchst. d des Vorschlags gew&auml;hlte Formulierung, nach der eine Befreiung f&uuml;r &quot;Mineral&ouml;llieferungen zur Verwendung als Treibstoff f&uuml;r die Luftfahrt im Gegensatz zur privaten Vergn&uuml;gungsluftfahrt&quot; angeordnet wurde, fand schlie&szlig;lich weitgehend Eingang in den im Oktober 1993 vom Rat verabschiedeten Richtlinientext. Allerdings wurde bei nachfolgenden &Uuml;bersetzungen der Begriff &quot;Vergn&uuml;gungsluftfahrt&quot; durch den Begriff &quot;nichtgewerbliche Luftfahrt&quot; ersetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Auch dem 23. Erw&auml;gungsgrund der Richtlinie 2003\/96\/EG lassen sich Argumente f&uuml;r und gegen eine enge Auslegung des Art. 14 Abs. 1 Buchst. b dieser Richtlinie entnehmen. Durch den Hinweis auf bestehende internationale Verpflichtungen werden internationale Luftverkehrsabkommen und insbesondere das Abkommen &uuml;ber die internationale Zivilluftfahrt vom 7. Dezember 1944 (Chicagoer Abkommen) in Bezug genommen. Mitgliedstaaten sollte demnach erm&ouml;glicht werden, in Erf&uuml;llung dieser Abkommen und zur Erhaltung der Wettbewerbsf&auml;higkeit Luftfahrtunternehmen weiterhin von der Mineral&ouml;lbesteuerung auszunehmen. In diesem Zusammenhang ist jedoch darauf hinzuweisen, dass das Chicagoer Abkommen nicht auf Luftfahrtunternehmen beschr&auml;nkt ist. Auch stehen Unternehmen, die kein Luftverkehrsgewerbe betreiben, aber dennoch Flugzeuge zur Erreichung des Unternehmenszwecks einsetzen, ebenfalls in einem Wettbewerb zu in anderen Mitgliedstaaten ans&auml;ssigen und international operierenden Unternehmen. Schlie&szlig;lich l&auml;sst sich dem Wortlaut des 23. Erw&auml;gungsgrundes entnehmen, dass nur die Luftfahrt zu privaten Vergn&uuml;gungszwecken von der Befreiung ausgenommen werden soll. Der verwendete Begriff ist damit enger als die in Art. 14 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 2003\/96\/EG gew&auml;hlte Formulierung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Im Gegensatz zur deutschen Fassung des Art. 14 Abs. 1 Buchst. b Satz 1 der Richtlinie 2003\/96\/EG gibt die englische und franz&ouml;sische Fassung der Befreiungsvorschrift den Wortlaut des 1991 beratenen Entwurfs unver&auml;ndert wieder. Danach erstreckt sich die Steuerbeg&uuml;nstigung auf &quot;energy products supplied for use as fuel for the purpose of air navigation other than in private pleasure-flying&quot;. Nach der franz&ouml;sischen Fassung sind von der Energiesteuer befreit &quot;les produits &eacute;nerg&eacute;tiques fournis en vue d&#8217;une utilisation comme carburant ou combustible pour la navigation a&eacute;rienne autre que l&#8217;aviation de tourisme priv&eacute;e&quot;. Diese Sprachfassungen k&ouml;nnten darauf hindeuten, dass insbesondere die Sportfliegerei in den Blick des Gemeinschaftsgesetzgebers genommen wurde. Eine Steuerbefreiung k&auml;me danach nicht in Betracht f&uuml;r Fl&uuml;ge, die zur Erholung und zum Vergn&uuml;gen durchgef&uuml;hrt werden und die keinen Bezug zu einer Erwerbst&auml;tigkeit aufweisen. Andere &#8211;erwerbsbezogene&#8211; Fl&uuml;ge w&auml;ren als zu kommerziellen Zwecken durchgef&uuml;hrte Fl&uuml;ge von der Steuer zu befreien. Bei dieser weiten Auslegung von Art. 14 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 2003\/96\/EG, die auch freiberuflich T&auml;tige (z.B. Rechtsanw&auml;lte oder &Auml;rzte) erfasst, st&uuml;nde die vom deutschen Gesetzgeber vorgenommene Beschr&auml;nkung der zu gew&auml;hrenden Mineral&ouml;lsteuerbefreiung auf Luftfahrtunternehmen nicht im Einklang mit dem Gemeinschaftsrecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Auf ein Verst&auml;ndnis des Art. 14 Abs. 1 Buchst. b Satz 1 der Richtlinie 2003\/96\/EG, nach dem die Befreiung unabh&auml;ngig davon zu gew&auml;hren ist, ob die Energieerzeugnisse von luftverkehrsrechtlich zugelassenen Luftfahrtunternehmen verwendet werden, k&ouml;nnte schlie&szlig;lich die Rechtsprechung des EuGH zur vergleichbaren Vorschrift des Art. 8 Abs. 1 Buchst. c Satz 1 der Richtlinie 92\/81\/EWG (jetzt Art. 14 Abs. 1 Buchst. c Satz 1 der Richtlinie 2003\/96\/EG) hinweisen. In Bezug auf die Steuerbefreiung f&uuml;r Schiffsbetriebsstoffe hat der EuGH entschieden, dass unter &quot;Schifffahrt in Meeresgew&auml;ssern der Gemeinschaft (einschlie&szlig;lich Fischerei); &#8230; ausgenommen &#8230; die private nichtgewerbliche Schifffahrt&quot; jede Form der Schifffahrt unabh&auml;ngig vom Zweck der jeweiligen Fahrt zu verstehen sei, wenn sie zu kommerziellen Zwecken erfolge. H&auml;tte der Gemeinschaftsgesetzgeber bestimmte Arten kommerzieller Schifffahrt von der Befreiung ausnehmen wollen, h&auml;tte er dies ausdr&uuml;cklich festlegen m&uuml;ssen (EuGH-Urteil vom 1. April 2004 C-389\/02 &#8211;Deutsche See-Bestattungs-Genossenschaft&#8211;, Slg. 2004, I-3537). Allerdings wurde in dem entschiedenen Fall das Bestattungsschiff selbst zur Erreichung des mit ihm verfolgten kommerziellen Zwecks eingesetzt. Der EuGH hatte keinen Anlass dar&uuml;ber zu entscheiden, ob ein nur mittelbarer Zusammenhang des Einsatzes eines Schiffes mit der kommerziellen T&auml;tigkeit eines Unternehmens zur Erlangung der Steuerbefreiung als ausreichend erachtet werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Entscheidung der von der Kl&auml;gerin eingelegten Revision h&auml;ngt von der Frage ab, ob die Steuerbefreiung f&uuml;r Wartungs- oder Schulungsfl&uuml;ge mit dem Argument verweigert werden kann, dass Art. 14 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 2003\/96\/EG eine anteilm&auml;&szlig;ige Beg&uuml;nstigung bei Fl&uuml;gen, die sich nicht eindeutig einer privaten oder gewerblichen Verwendung zuordnen lassen, nicht vorsieht. An anderer Stelle (Art. 11 Abs. 3 und Art. 15 Abs. 1 Buchst. h der Richtlinie 2003\/96\/EG) hat der Gemeinschaftsgesetzgeber f&uuml;r den Fall einer gemischten Verwendung ausdr&uuml;ckliche Regelungen getroffen. Gr&uuml;nde der zutreffenden Steuererhebung und der Missbrauchspr&auml;vention k&ouml;nnten einer teilweisen Steuerbefreiung von Wartungs- und Schulungsfl&uuml;gen entgegenstehen. Deshalb stellt sich die Frage, ob Art. 11 Abs. 3 der Richtlinie 2003\/96\/EG eine allgemeine Regelung darstellt, die eine anteilm&auml;&szlig;ige Steuerentlastung bei gemischter Verwendung gebietet, oder ob es sich um eine spezielle Regelung handelt, die nur bestimmte Energieerzeugnisse betrifft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Art. 5 letzter Anstrich der Richtlinie 2003\/96\/EG k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten bei den in den Art. 9 und 10 der Richtlinie 2003\/96\/EG genannten Energieerzeugnissen bzw. dem elektrischen Strom unter Beachtung der vorgeschriebenen Mindeststeuerbetr&auml;ge gestaffelte Steuers&auml;tze anwenden. Die Art. 9 und 10 der Richtlinie 2003\/96\/EG verweisen auf Anhang I Tabelle C der Richtlinie. Dort wird bei den Mindeststeuerbetr&auml;gen zwischen betrieblicher und nicht betrieblicher Verwendung unterschieden. Diese Bestimmungen sowie die Stellung des Art. 11 der Richtlinie 2003\/96\/EG in unmittelbarer N&auml;he zu den vorgenannten Vorschriften legen nahe, dass sich diese Regelung nur auf Heizstoffe und elektrischen Strom bezieht. Nach Auffassung des vorlegenden Senats handelt es sich um eine spezielle Regelung, die auf Flugbenzin und Flugturbinenkraftstoff und somit auf Art. 14 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 2003\/96\/EG keine Anwendung findet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sofern Art. 11 der Richtlinie 2003\/96\/EG eine allgemeine Regelung darstellen sollte, stellt sich die Frage nach dem Ma&szlig;stab einer Aufteilung. Die Bestimmung der beg&uuml;nstigten und nicht beg&uuml;nstigten Anteile setzt Zuordnungskriterien und die Festlegung eines Zeitraums f&uuml;r die Bestimmung des Verh&auml;ltnisses von betrieblicher und nicht betrieblicher Verwendung voraus. Am Beispiel von Schulungsfl&uuml;gen soll dies verdeutlicht werden. Piloten k&ouml;nnen verschiedene Zusatzqualifikationen erwerben (z.B. neben der Sichtflug-Lizenz auch eine Instrumentenflug-Lizenz). Besondere Schulungen k&ouml;nnen sie auf Eins&auml;tze unter schwierigen Wetterbedingungen, auf Nachtfl&uuml;ge oder auf evtl. auftretende technische Probleme und deren Bew&auml;ltigung vorbereiten. Bei diesen Schulungsfl&uuml;gen l&auml;sst sich nur schwer beurteilen, zu welchen Teilen die konkrete Zusatzqualifikation oder das Training f&uuml;r rein privat veranlasste oder f&uuml;r gesch&auml;ftliche Fl&uuml;ge nutzbar gemacht wird. Diese Schwierigkeiten und Zuordnungsprobleme k&ouml;nnten daf&uuml;r sprechen, gemischte Verwendungen bzw. gemischte Fl&uuml;ge von einer Befreiung auszunehmen bzw. es den Mitgliedstaaten zu &uuml;berlassen, die Befreiung aus Gr&uuml;nden der korrekten und einfachen Anwendung der Befreiungsvorschrift und zur Verhinderung von Steuerhinterziehung zu beschr&auml;nken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Bezug auf Wartungsfl&uuml;ge k&ouml;nnte einer unmittelbaren Anwendung des Art. 14 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 2003\/96\/EG entgegengehalten werden, dass diese Bestimmung aufgrund der den Mitgliedstaaten durch Art. 15 Abs. 1 Buchst. j der Richtlinie 2003\/96\/EG er&ouml;ffneten Besteuerungsm&ouml;glichkeit nicht inhaltlich unbedingt und hinreichend genau ist, so dass sich der Einzelne vor den nationalen Gerichten gegen&uuml;ber dem Staat auf diese Bestimmung berufen k&ouml;nnte. Nach Art. 15 Abs. 1 Buchst. j der Richtlinie 2003\/96\/EG k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten die bei der Fertigung, Entwicklung, Erprobung und Wartung von Flugzeugen verwendeten Kraftstoffe von der Steuer befreien. Der Wortlaut der Vorschrift (&quot;bei der &#8230;&quot;) deutet nach Auffassung des vorlegenden Senats darauf hin, dass der Beg&uuml;nstigtenkreis auf Unternehmen beschr&auml;nkt ist, die sich mit den aufgef&uuml;hrten T&auml;tigkeiten gewerbsm&auml;&szlig;ig befassen. Die Regelung zielt auf die steuerliche F&ouml;rderung von Flugzeugkonstrukteuren, Flugwerften und Flugzeugbauer ab. Nicht erfasst werden Fl&uuml;ge der Kunden solcher Unternehmen, die ihr Flugzeug zur Wartung &uuml;berlassen. Solche Fl&uuml;ge k&ouml;nnten von Art. 14 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 2003\/96\/EG erfasst sein, wenn das Flugzeug kommerziellen Zwecken dient.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Zur Entscheidungserheblichkeit der ersten Vorlagefrage bemerkt der Senat noch Folgendes: Sollte Art. 14 Abs. 1 Buchst. b Satz 1 der Richtlinie 2003\/96\/EG weit auszulegen sein, so st&uuml;nde im Streitfall dem Verg&uuml;tungsanspruch der Kl&auml;gerin nicht entgegen, dass die Mitgliedstaaten nach Art. 14 Abs. 1 Buchst. b Satz 2 der Richtlinie 2003\/96\/EG die M&ouml;glichkeit haben, die Steuerbefreiung f&uuml;r Luftfahrtbetriebsstoffe auf Flugturbinenkraftstoff der Unterpos. 2710 19 21 der Kombinierten Nomenklatur zu beschr&auml;nken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des EuGH schlie&szlig;t der Umstand, dass eine Richtlinienbestimmung den Mitgliedstaaten eine Wahlm&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet, nicht zwangsl&auml;ufig aus, dass sich der Inhalt der Rechte des Einzelnen bereits aufgrund der Richtlinie mit hinreichender Genauigkeit bestimmen l&auml;sst (EuGH-Urteil vom 4. Dezember 1997 C-253\/96 bis C-258\/96, Slg. 1997, I-6907, Rz 39). In Bezug auf die in Art. 14 Abs. 1 Buchst. a Satz 2 der Richtlinie 2003\/96\/EG vorgesehene M&ouml;glichkeit, die obligatorische Steuerbefreiung f&uuml;r die zur Stromerzeugung verwendeten Energieerzeugnisse aus umweltpolitischen Gr&uuml;nden zu beschr&auml;nken und eine Input-Besteuerung einzuf&uuml;hren, hat der EuGH darauf hingewiesen, dass diese Beschr&auml;nkung der Steuerbefreiung Eventualcharakter habe und dass sich ein Mitgliedstaat, der von dieser Befugnis keinen Gebrauch gemacht habe, nicht auf sein eigenes Unterlassen berufen k&ouml;nne, um einem Steuerpflichtigen eine Steuerbefreiung zu verwehren, die dieser nach der Richtlinie 2003\/96\/EG in Anspruch nehmen k&ouml;nne (EuGH-Urteil vom 17. Juli 2008 C-226\/07, Slg. 2008, I-5999, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Rechtsansicht des HZA, dass Deutschland von der M&ouml;glichkeit der Beschr&auml;nkung der Steuerbefreiung auf Flugturbinenkraftstoff Gebrauch gemacht und damit Art. 14 Abs. 1 Buchst. b Satz 3 der Richtlinie 2003\/96\/EG auch ohne einen f&ouml;rmlichen Umsetzungsakt bereits im Streitjahr in nationales Recht umgesetzt habe, kann nicht gefolgt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) In seinem Urteil in Slg. 2008, I-5999 hat der EuGH darauf hingewiesen, dass Deutschland nach Ablauf der in Art. 28 Abs. 1 der Richtlinie 2003\/96\/EG festgelegten Frist keine spezifischen innerstaatlichen Ma&szlig;nahmen zur Umsetzung der Richtlinie in deutsches Recht getroffen hatte. Tats&auml;chlich wurde ein Verbrauchsteuergesetz zur Umsetzung der gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben erst am 15. Juli 2006 erlassen. Das Gesetz zur Neuregelung der Besteuerung von Energieerzeugnissen und zur &Auml;nderung des Stromsteuergesetzes (BGBl I, 1534) ist am 1. August 2006 in Kraft getreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des EuGH erfordert die Umsetzung einer Richtlinie zwar nicht, dass die Richtlinienbestimmungen f&ouml;rmlich und wortgetreu in einer ausdr&uuml;cklichen besonderen Gesetzesvorschrift wiedergegeben werden; doch muss durch den allgemeinen rechtlichen Rahmen die vollst&auml;ndige Anwendung der Richtlinie in hinreichend bestimmter und klarer Weise gew&auml;hrleistet sein, damit die Beteiligten in der Lage sind, von all ihren Rechten Kenntnis zu erlangen (EuGH-Urteil vom 17. Oktober 1991 C-58\/89, Slg. 1991, I-4983, m.w.N.). In seiner Entscheidung vom 28. Februar 1991 C-131\/88 (Slg. 1991, I-825) ist der EuGH der von der Bundesregierung vertretenen Ansicht ausdr&uuml;cklich entgegengetreten, dass eine Richtlinie &#8211;auch ohne f&ouml;rmlichen Umsetzungsakt&#8211; als umgesetzt angesehen werden m&uuml;sse, wenn das innerstaatliche Recht ihre Durchf&uuml;hrung in bestimmter und klarer Weise tats&auml;chlich gew&auml;hrleiste. Erforderlich ist nach Auffassung des EuGH, dass sich die Richtlinienvorschriften in den nationalen Bestimmungen so genau und eindeutig wiederfinden, dass dem Erfordernis der Rechtssicherheit in vollem Umfang gen&uuml;ge getan wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dem Mineral&ouml;lsteuerrecht war im Streitjahr nicht mit hinreichender Rechtssicherheit zu entnehmen, dass mit der Regelung in &sect; 50 Abs. 1 Min&ouml;StV i.V.m. &sect; 4 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a Min&ouml;StG 1993 von der durch Art. 14 Abs. 1 Buchst. b Satz 3 der Richtlinie 2003\/96\/EG er&ouml;ffneten M&ouml;glichkeit Gebrauch gemacht werden sollte, das nicht von Luftfahrtunternehmen verwendete Flugbenzin zumindest in bestimmten F&auml;llen der Besteuerung zu unterwerfen. Davon abgesehen k&ouml;nnte die nationale Regelung auch nicht als Aus&uuml;bung der durch Art. 14 Abs. 1 Buchst. b Satz 3 der Richtlinie 2003\/96\/EG zugestandenen Option gedeutet werden. Mit den im Streitjahr geltenden Vorschriften ist vielmehr eine Umsetzung des Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 92\/81\/EWG erfolgt. Zwar sieht diese Vorschrift ebenfalls eine M&ouml;glichkeit zur Beschr&auml;nkung der Steuerbefreiung auf Flugturbinenkraftstoff vor, doch hat Deutschland von dieser M&ouml;glichkeit im Rahmen der Umsetzung keinen Gebrauch gemacht. Darauf deutet der eindeutige Wortlaut von &sect; 4 Abs. 1 Nr. 3 Satz 2 Min&ouml;StG 1993 hin, nach dem sich die Steuerbefreiung f&uuml;r Luftfahrtbetriebsstoffe ausdr&uuml;cklich auf Flugbenzin und Flugturbinenkraftstoff erstreckt. Der teilweise Ausschluss der Befreiung f&uuml;r Flugbenzin ergibt sich lediglich aus der in &sect; 50 Abs. 1 Min&ouml;StV vorgenommenen Einschr&auml;nkung des Beg&uuml;nstigtenkreises. Es kann somit keine Rede davon sein, dass Deutschland die Steuerbefreiung gezielt auf nur eine Art von Luftfahrtbetriebsstoffen beschr&auml;nken wollte. Hauptzweck der getroffenen Regelung war die Nichtbeg&uuml;nstigung der Gesch&auml;fts-, Privat- und Sportluftfahrt (vgl. Teichner in Teichner\/Alexander\/Reiche, Mineral&ouml;l- und Erdgassteuer, Stromsteuer, Mineral&ouml;lzoll, &sect; 4 Min&ouml;StG 1993 Rz 21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wegen der bestehenden Zweifel an der zutreffenden Auslegung der Art. 14 Abs. 1 Buchst. b, Art. 11 Abs. 3 und Art. 15 Abs. 1 Buchst. j der Richtlinie 2003\/96\/EG h&auml;lt es der Senat f&uuml;r erforderlich, den EuGH um eine Vorabentscheidung zu den unter II. gestellten Fragen zu ersuchen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 1.12.2009, VII R 9, 10\/09; VII R 9\/09; VII R 10\/09 Vorlage an den EuGH zur Besteuerung von Flugbenzin &#8211; Verg&uuml;tung von Mineral&ouml;lsteuer &#8211; Umsetzung einer Richtlinie in nationales Recht Leits&auml;tze Dem EuGH werden folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt: 1. 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