{"id":13028,"date":"2012-12-19T16:13:38","date_gmt":"2012-12-19T14:13:38","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13028"},"modified":"2012-12-19T16:13:38","modified_gmt":"2012-12-19T14:13:38","slug":"i-r-112-08-abweichende-festsetzung-von-erstattungszinsen-unbilligkeit-aus-sachlichen-gruenden-verzoegerte-bearbeitung-des-steuerfalls-stellt-keinen-billigkeitsgrund-dar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-112-08-abweichende-festsetzung-von-erstattungszinsen-unbilligkeit-aus-sachlichen-gruenden-verzoegerte-bearbeitung-des-steuerfalls-stellt-keinen-billigkeitsgrund-dar\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;112\/08 &#8211; Abweichende Festsetzung von Erstattungszinsen &#8211; Unbilligkeit aus sachlichen Gr&uuml;nden &#8211; Verz&ouml;gerte Bearbeitung des Steuerfalls stellt keinen Billigkeitsgrund dar"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.10.2009, I R 112\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Abweichende Festsetzung von Erstattungszinsen &#8211; Unbilligkeit aus sachlichen Gr&uuml;nden &#8211; Verz&ouml;gerte Bearbeitung des Steuerfalls stellt keinen Billigkeitsgrund dar<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten &uuml;ber die Festsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer 1999 (Streitjahr).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, ver&auml;u&szlig;erte im Jahr 1993 alle Gesch&auml;ftsanteile an einer GmbH (L-GmbH) an die U-GmbH (U-GmbH). An der Kl&auml;gerin einerseits und der U-GmbH andererseits waren dieselben Gesellschafter zu jeweils 50 % beteiligt. Im Anschluss an die Anteilsver&auml;u&szlig;erung kam es zu weiteren Ver&auml;u&szlig;erungsvorg&auml;ngen; zudem wurde die U-GmbH im Jahr 1994 auf die L-GmbH verschmolzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Betriebspr&uuml;fung ging der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) davon aus, dass die Kl&auml;gerin im Rahmen der Verschmelzung Wirtschaftsg&uuml;ter in das Verm&ouml;gen der L-GmbH eingelegt habe. Das habe zur Folge, dass die K&ouml;rperschaftsteuer 1994 der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber niedriger und zugleich gegen&uuml;ber der L-GmbH entsprechend h&ouml;her festzusetzen sei als zuvor. &Uuml;ber diese W&uuml;rdigung herrscht zwischen den Beteiligten kein Streit. Das FA erlie&szlig; entsprechende Steuerbescheide und setzte dar&uuml;ber hinaus der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber Erstattungszinsen und in gleicher H&ouml;he gegen die L-GmbH Nachzahlungszinsen fest. Die Kl&auml;gerin vereinnahmte die Erstattungszinsen im Streitjahr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen ihrer Veranlagung f&uuml;r das Streitjahr beantragte die Kl&auml;gerin, die Erstattungszinsen aus Billigkeitsgr&uuml;nden nicht in die Bemessungsgrundlage der K&ouml;rperschaftsteuer einzubeziehen. Diesen Antrag lehnte das FA ab. Die deshalb erhobene Klage hat das Finanzgericht (FG) abgewiesen (Hessisches FG, Urteil vom 15. Februar 2008&nbsp;&nbsp;4 K 3883\/04).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin eine Verletzung materiellen Rechts. Sie beantragt sinngem&auml;&szlig;, das angefochtene Urteil aufzuheben und das FA zu verpflichten, die K&ouml;rperschaftsteuer ohne Ber&uuml;cksichtigung der vereinnahmten Erstattungszinsen festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und deshalb gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Das FG hat dem Antrag der Kl&auml;gerin, das FA zu einer abweichenden Steuerfestsetzung zu verpflichten, zu Recht nicht entsprochen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 163 Satz 1 der Abgabenordnung (AO) k&ouml;nnen Steuern niedriger festgesetzt werden und einzelne die Steuer erh&ouml;hende Besteuerungsgrundlagen unber&uuml;cksichtigt bleiben, wenn die Erhebung der Steuer nach Lage des einzelnen Falls unbillig w&auml;re. Eine &quot;Unbilligkeit&quot; i.S. dieser Regelung kann nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) auf sachlichen oder auf pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden beruhen (Loose in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, &sect; 163 AO Rz 8, m.w.N.). Eine Unbilligkeit aus pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden ist im Streitfall weder von der Kl&auml;gerin geltend gemacht worden noch nach Aktenlage erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Festsetzung einer Steuer ist aus sachlichen Gr&uuml;nden unbillig, wenn sie zwar dem Wortlaut des Gesetzes entspricht, aber den Wertungen des Gesetzes zuwiderl&auml;uft (BFH-Urteile vom 11. Juli 1996 V R 18\/95, BFHE 180, 524, BStBl II 1997, 259; vom 18. Dezember 2007 VI R 13\/05, BFH\/NV 2008, 794). Das setzt voraus, dass der Gesetzgeber die Grundlagen f&uuml;r die Steuerfestsetzung anders als tats&auml;chlich geschehen geregelt h&auml;tte, wenn er die zu beurteilende Frage als regelungsbed&uuml;rftig erkannt h&auml;tte (BFH-Beschluss vom 12. September 2007 X B 18\/03, BFH\/NV 2008, 102, 105, m.w.N.). Eine f&uuml;r den Steuerpflichtigen ung&uuml;nstige Rechtsfolge, die der Gesetzgeber bewusst angeordnet oder in Kauf genommen hat, rechtfertigt dagegen keine Billigkeitsma&szlig;nahme (BFH-Urteil vom 16. August 2001 V R 72\/00, BFH\/NV 2002, 545, m.w.N.). Diese Grunds&auml;tze gelten auch im Zusammenhang mit der Festsetzung von Zinsen gem&auml;&szlig; &sect; 233a AO (BFH-Urteil vom 16. November 2005 X R 3\/04, BFHE 211, 30, BStBl II 2006, 155, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Im Streitfall ist hiernach f&uuml;r eine Billigkeitsma&szlig;nahme kein Raum.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Unbilligkeit i.S. des &sect; 163 AO ergibt sich nicht daraus, dass die Kl&auml;gerin die Erstattungszinsen versteuern muss, w&auml;hrend bei der L-GmbH die Nachzahlungszinsen nicht als Betriebsausgaben abziehbar sind (&sect; 10 Nr. 2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes). Denn die unterschiedliche ertragsteuerrechtliche Behandlung von Nachzahlungszinsen einerseits und Erstattungszinsen andererseits beruht auf einer bewussten Entscheidung des Gesetzgebers und kann daher nicht im Billigkeitswege korrigiert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach Ansicht des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) kann allerdings die Einbeziehung von Erstattungszinsen in die Bemessungsgrundlage unbillig sein, wenn diesen Zinsen nicht abziehbare Nachforderungszinsen gegen&uuml;berstehen und beide Zinspositionen auf ein und demselben Ereignis beruhen (BMF-Schreiben vom 5. Oktober 2000, BStBl I 2000, 1508). Diese Beurteilung bezieht sich jedoch ausdr&uuml;cklich nur auf F&auml;lle, in denen Erstattungs- und Nachforderungszinsen gegen&uuml;ber ein und demselben Steuerpflichtigen angefallen sind. Ein solcher Sachverhalt liegt, was auch die Kl&auml;gerin nicht verkennt, im Streitfall nicht vor; denn die Kl&auml;gerin einerseits und die L-GmbH andererseits sind aus der Sicht des Steuerrechts zwei eigenst&auml;ndige Rechtssubjekte. Entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin kann die genannte Verwaltungsanweisung auch nicht auf die hier zu beurteilende Situation &uuml;bertragen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn die in &sect; 233a AO angeordnete Verzinsung zielt darauf ab, den &#8211;zumindest m&ouml;glichen&#8211; Liquidit&auml;tsvorteil abzusch&ouml;pfen, der dem einzelnen Steuerpflichtigen durch die versp&auml;tete Festsetzung der Steuer entsteht. Auf die Frage, ob dem Steuergl&auml;ubiger insgesamt ein Schaden entstanden ist, kommt es insoweit nicht an. Deshalb ist bei der Frage danach, ob die Festsetzung von Zinsen unbillig ist, nur auf die Verh&auml;ltnisse des jeweiligen Zinsschuldners abzustellen; die Verh&auml;ltnisse eines anderen Rechtssubjekts m&uuml;ssen insoweit au&szlig;er Betracht bleiben (BFH-Urteile vom 20. Januar 1997 V R 28\/95, BFHE 183, 353, BStBl II 1997, 716; vom 12. April 2000 XI R 21\/97, BFH\/NV 2000, 1178). Diese &Uuml;berlegung muss gleicherma&szlig;en durchgreifen, wenn es &#8211;wie im Streitfall&#8211; um die Ber&uuml;cksichtigung von Zinsen im Rahmen der Steuerfestsetzung geht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nicht entscheidungserheblich ist insoweit, dass an der Kl&auml;gerin einerseits und an der L-GmbH andererseits dieselben Gesellschafter in jeweils demselben Verh&auml;ltnis beteiligt sind. Denn das Steuerrecht sieht, was die Person des Steuerschuldners angeht, bei juristischen Personen keinen Durchgriff auf die dahinter stehenden Rechtssubjekte vor. Die von der Kl&auml;gerin angesprochene &quot;wirtschaftliche Betrachtungsweise&quot; ist in diesem Zusammenhang ohne Belang; sie betrifft nur die Ermittlung und Zuordnung von Besteuerungsgrundlagen, besagt aber nicht, dass z.B. die Gesellschafter einer GmbH Schuldner der gegen&uuml;ber der GmbH entstandenen Steuer sein k&ouml;nnen. Deshalb sind in dem hier interessierenden Zusammenhang die beiden an dem Vorgang beteiligten Kapitalgesellschaften als von ihren Gesellschaftern getrennte Rechtstr&auml;ger und mithin unabh&auml;ngig von den Beteiligungsverh&auml;ltnissen zu betrachten. Auf dieser Basis scheidet die von der Kl&auml;gerin begehrte Ber&uuml;cksichtigung der Verh&auml;ltnisse der L-GmbH im Streitfall aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ohne Erfolg bleibt schlie&szlig;lich der Vortrag der Revision, dass die streitigen Steuerbescheide erst im Jahr 1999 ergangen seien und dass die L-GmbH die ihr gegen&uuml;ber festgesetzten Nachzahlungszinsen gewinnmindernd h&auml;tte geltend machen k&ouml;nnen, wenn die Bescheide noch im Jahr 1998 erlassen worden w&auml;ren. Denn zum einen ist der Hinweis auf eine verz&ouml;gerte Bearbeitung des Steuerfalls nicht geeignet, eine abweichende Zinsfestsetzung aus Billigkeitsgr&uuml;nden zu begr&uuml;nden (BFH-Urteil vom 20. September 1995 X R 86\/94, BFHE 178, 555, BStBl II 1996, 53; R&uuml;sken in Klein, Abgabenordnung, 9. Aufl., &sect; 233a Rz 52, m.w.N.). Zum anderen macht die Kl&auml;gerin nicht geltend, dass das FA den Erlass der zur Zinsfestsetzung f&uuml;hrenden Steuerbescheide schuldhaft verz&ouml;gert habe; nach dem unwidersprochenen Vorbringen des FA hat sich die Betriebspr&uuml;fung aus inhaltlichen Gr&uuml;nden &uuml;ber l&auml;ngere Zeit hingezogen und sind die Bescheide alsbald nach &Uuml;bersendung des Pr&uuml;fungsberichts erlassen worden. Abgesehen davon betrifft der genannte Einwand ohnehin nur die Verh&auml;ltnisse der L-GmbH; wenn diese durch ein pflichtwidriges Verhalten des FA Rechtsnachteile erlitten h&auml;tte, k&ouml;nnte sich die Kl&auml;gerin darauf nicht berufen. Im Ergebnis hat das FG den Rechtsstreit daher zutreffend entschieden, weshalb die Revision gegen sein Urteil unbegr&uuml;ndet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.10.2009, I R 112\/08 Abweichende Festsetzung von Erstattungszinsen &#8211; Unbilligkeit aus sachlichen Gr&uuml;nden &#8211; Verz&ouml;gerte Bearbeitung des Steuerfalls stellt keinen Billigkeitsgrund dar Tatbestand 1&nbsp; I. Die Beteiligten streiten &uuml;ber die Festsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer 1999 (Streitjahr). 2&nbsp; Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, ver&auml;u&szlig;erte im Jahr 1993 alle Gesch&auml;ftsanteile an einer GmbH &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-112-08-abweichende-festsetzung-von-erstattungszinsen-unbilligkeit-aus-sachlichen-gruenden-verzoegerte-bearbeitung-des-steuerfalls-stellt-keinen-billigkeitsgrund-dar\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;112\/08 &#8211; Abweichende Festsetzung von Erstattungszinsen &#8211; Unbilligkeit aus sachlichen Gr&uuml;nden &#8211; Verz&ouml;gerte Bearbeitung des Steuerfalls stellt keinen Billigkeitsgrund dar<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-13028","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13028","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13028"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13028\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13028"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13028"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13028"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}