{"id":13032,"date":"2012-12-19T15:34:27","date_gmt":"2012-12-19T13:34:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13032"},"modified":"2012-12-19T15:34:27","modified_gmt":"2012-12-19T13:34:27","slug":"vi-b-146-08-aussergewoehnliche-belastung-fehlende-zwangslaeufigkeit-von-unterstuetzungsleistungen-nach-vorheriger-vermoegensuebertragung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-b-146-08-aussergewoehnliche-belastung-fehlende-zwangslaeufigkeit-von-unterstuetzungsleistungen-nach-vorheriger-vermoegensuebertragung\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;B&nbsp;146\/08 &#8211; Au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung: Fehlende Zwangsl&auml;ufigkeit von Unterst&uuml;tzungsleistungen nach vorheriger Verm&ouml;gens&uuml;bertragung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 1.12.2009, VI B 146\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung: Fehlende Zwangsl&auml;ufigkeit von Unterst&uuml;tzungsleistungen nach vorheriger Verm&ouml;gens&uuml;bertragung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist der Abzug von Aufwendungen des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) f&uuml;r eine vollstation&auml;re Unterbringung seines Bruders in einem Pflegeheim als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen nach &sect; 33 des Einkommensteuergesetzes (EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariellem Vertrag vom 16. Oktober 1992 hatte der Bruder des Kl&auml;gers diesem und einem weiteren Bruder seine Miteigentumsanteile an dem elterlichen Grundst&uuml;ck &uuml;bertragen. Zugleich hatte der Vater der drei Br&uuml;der ebenfalls seinen Miteigentumsanteil an dem Grundst&uuml;ck auf den Kl&auml;ger und den weiteren Bruder &uuml;bertragen. Zugleich wurde das Wohnrecht des &uuml;bertragenden Bruders im Grundbuch gel&ouml;scht. Die Erwerber &#8211;der Kl&auml;ger und der weitere Bruder&#8211; verpflichteten sich, nach dem Ableben ihres Vaters, dem &uuml;bertragenden Bruder den gesamten Reinertrag des Grundst&uuml;cks auszubezahlen bzw. f&uuml;r seinen Lebensunterhalt zur Verf&uuml;gung zu stellen. Im Jahr 2003 zog der &uuml;bertragende Bruder aufgrund seiner geistigen und k&ouml;rperlichen Behinderung in ein Pflegeheim. Die Kosten der vollstation&auml;ren Unterbringung konnte er nur zum Teil &uuml;ber die Pflegeversicherung und seine Rente abdecken. Eigenes Verm&ouml;gen besa&szlig; er nicht mehr. F&uuml;r die verbleibenden Kosten kamen der Kl&auml;ger und sein Bruder auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erkannte die Aufwendungen des Kl&auml;gers zur Deckung der vollstation&auml;ren Unterbringung seines Bruders in dem Pflegeheim nicht als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen nach &sect; 33 EStG an. Nach erfolglosem Vorverfahren erhob der Kl&auml;ger Klage beim Finanzgericht (FG). Er machte geltend, dass er sich aus sittlichen Gr&uuml;nden der Verpflichtung, seinen Bruder finanziell zu unterst&uuml;tzen, nicht entziehen konnte. Das FG wies die Klage ab. Hiergegen wendet sich der Kl&auml;ger mit vorliegender Nichtzulassungsbeschwerde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde des Kl&auml;gers hat in der Sache keinen Erfolg, da der geltend gemachte Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) nicht vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Darlegung des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) verlangt substantiierte Ausf&uuml;hrungen zur Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einer hinreichend bestimmten Rechtsfrage, die im konkreten Streitfall voraussichtlich auch kl&auml;rbar ist und deren Beurteilung von der Kl&auml;rung einer zweifelhaften oder umstrittenen Rechtslage abh&auml;ngig ist (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 25. August 2006 VIII B 13\/06, BFH\/NV 2006, 2122). Hierzu muss sich die Beschwerde insbesondere mit der Rechtsprechung des BFH, den &Auml;u&szlig;erungen im Schrifttum sowie den ggf. ver&ouml;ffentlichten Verwaltungsmeinungen auseinandersetzen. Ist &uuml;ber die Rechtsfrage bereits entschieden worden, so ist zus&auml;tzlich darzulegen, weshalb eine erneute Entscheidung des BFH f&uuml;r erforderlich gehalten wird. Eine weitere bzw. erneute Kl&auml;rung der Rechtsfrage kann z.B. geboten sein, wenn gegen die bisherige Rechtsprechung gewichtige Einwendungen erhoben worden sind, mit denen sich der BFH bislang noch nicht auseinandergesetzt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Daran fehlt es im Streitfall. Der BFH hat bereits mit Urteil vom 12. November 1996 III R 38\/95 (BFHE 182, 64, BStBl II 1997, 387) zu der Frage, unter welchen Voraussetzungen der Zusammenhang zwischen einer Verm&ouml;gens&uuml;bertragung durch die pflegebed&uuml;rftige Person auf den Steuerpflichtigen einerseits und die Erbringung von Aufwendungen f&uuml;r die Unterbringung und die Pflege durch den Steuerpflichtigen andererseits so eng ist, dass eine Ber&uuml;cksichtigung der Aufwendungen des Steuerpflichtigen als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung ausscheidet, Stellung genommen. Er hat jedenfalls dann, wenn die Unterst&uuml;tzungsbed&uuml;rftigkeit eines Angeh&ouml;rigen vom Steuerpflichtigen ad&auml;quat dadurch (mit-)verursacht worden ist, dass er sich von diesem Angeh&ouml;rigen zuvor hat Verm&ouml;gen &uuml;bertragen lassen, eine Ber&uuml;cksichtigung der Unterst&uuml;tzungsleistungen als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen ausgeschlossen. Das FG ist &#8211;auch wenn es das genannte Urteil des BFH nicht ausdr&uuml;cklich zitiert&#8211; in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise von diesen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Es hat neben dem Eintritt der Pflegebed&uuml;rftigkeit des Bruders und dessen Unterbringung im Pflegeheim als weitere wesentliche Ursache f&uuml;r die vom Kl&auml;ger erbrachten Leistungen die im Jahr 1992 erfolgte &Uuml;bertragung seines Miteigentumsanteils angesehen, da aufgrund dieser &Uuml;bertragung dem Bruder des Kl&auml;gers keine ausreichenden Mittel mehr zur Verf&uuml;gung standen, um die Kosten des Pflegeheims zu decken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weiter hat der Kl&auml;ger nicht vorgetragen, warum eine weitere bzw. erneute Kl&auml;rung der Rechtsfrage geboten ist. Er hat auch nicht dargelegt, inwieweit gegen die bisherige Rechtsprechung gewichtige Einwendungen erhoben worden sind, mit denen sich der BFH bislang noch nicht auseinandergesetzt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 1.12.2009, VI B 146\/08 Au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung: Fehlende Zwangsl&auml;ufigkeit von Unterst&uuml;tzungsleistungen nach vorheriger Verm&ouml;gens&uuml;bertragung Tatbestand 1&nbsp; I. Streitig ist der Abzug von Aufwendungen des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) f&uuml;r eine vollstation&auml;re Unterbringung seines Bruders in einem Pflegeheim als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen nach &sect; 33 des Einkommensteuergesetzes (EStG). 2&nbsp; Mit notariellem Vertrag vom 16. 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