{"id":13039,"date":"2012-12-19T15:32:35","date_gmt":"2012-12-19T13:32:35","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13039"},"modified":"2012-12-19T15:32:35","modified_gmt":"2012-12-19T13:32:35","slug":"i-r-102-08-passivierung-angeschaffter-drohverlustrueckstellungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-102-08-passivierung-angeschaffter-drohverlustrueckstellungen\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;102\/08 &#8211; Passivierung &quot;angeschaffter&quot; Drohverlustr&uuml;ckstellungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.12.2009, I R 102\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Passivierung &quot;angeschaffter&quot; Drohverlustr&uuml;ckstellungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Betriebliche Verbindlichkeiten, welche beim Ver&auml;u&szlig;erer aufgrund von R&uuml;ckstellungsverboten (hier: f&uuml;r drohende Verluste aus schwebenden Gesch&auml;ften) in der Steuerbilanz nicht bilanziert worden sind, sind bei demjenigen Erwerber, der die Verbindlichkeit im Zuge eines Betriebserwerbs gegen Schuldfreistellung &uuml;bernommen hat, keinem Passivierungsverbot unterworfen, sondern als ungewisse Verbindlichkeit auszuweisen und von ihm auch an den nachfolgenden Bilanzstichtagen nach &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG 1997 mit ihren Anschaffungskosten oder ihrem h&ouml;heren Teilwert zu bewerten .<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH mit einem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr zum 30. September, die im Streitjahr 1998 ein Unternehmen zur Erbringung von interaktiven multimedialen Diensten betrieb. Sie hatte durch Kauf- und &Uuml;bertragungsvertrag vom 25. September 1998 s&auml;mtliche dem Bereich &quot;&#8230;&quot; zuzuordnenden aktiven und passiven Wirtschaftsg&uuml;ter zu einem Kaufpreis von 3.060.528 DM von einer konzernangeh&ouml;rigen Gesellschaft, der M-GmbH, erworben. Im Rahmen dieses Erwerbes wurden auch die Verpflichtungen aus zwei Vertr&auml;gen zur Anmietung eines Satelliten sowie einer Antennenanlage von der M-GmbH gegen&uuml;ber den Vermietern &uuml;bernommen. Da beide Mietvertr&auml;ge bereits f&uuml;r die M-GmbH keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr versprachen, hatte diese eine entsprechende sog. Drohverlustr&uuml;ckstellung in H&ouml;he von 819.015 DM gebildet. Mit der &Uuml;bernahme des Gesch&auml;ftsbereichs &quot;&#8230;&quot; durch die Kl&auml;gerin hatte diese die Verlustr&uuml;ckstellungen im Erwerbszeitpunkt (30. September 1998&nbsp;&nbsp;0 Uhr) passiviert und zu diesem Bilanzstichtag beibehalten. Dementsprechend wurde die Kl&auml;gerin vom dem Beklagten und Revisionskl&auml;ger (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zun&auml;chst unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung veranlagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Durchf&uuml;hrung einer Au&szlig;enpr&uuml;fung war das FA hingegen der Auffassung, dass die Kl&auml;gerin zwar verpflichtet gewesen sei, die Drohverlustr&uuml;ckstellung im Zeitpunkt des Erwerbes zu bilden, der Ansatz einer solchen Verlustr&uuml;ckstellung in der Schlussbilanz zum 30. September 1998 jedoch nach &sect; 5 Abs. 4a des Einkommensteuergesetzes (EStG 1997) nicht mehr zul&auml;ssig sei. Die R&uuml;ckstellung zum 30. September 1998 sei deswegen aufzul&ouml;sen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage gegen die hiernach ge&auml;nderten Steuerbescheide war erfolgreich; das Finanzgericht (FG) D&uuml;sseldorf gab ihr durch Urteil vom 9. September 2008&nbsp;&nbsp;6 K 1161\/04 K,F, abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2009, 167, statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Seine Revision st&uuml;tzt das FA auf Verletzung materiellen Rechts. Es beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das dem Revisionsverfahren beigetretene Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat sich in der Sache dem FA angeschlossen, jedoch keine Antr&auml;ge gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect; 8 Abs. 1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) i.V.m. &sect; 5 Abs. 1 Satz 1 EStG 1997 hat die Kl&auml;gerin in ihren Bilanzen das Betriebsverm&ouml;gen anzusetzen, das nach den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung (GoB) auszuweisen ist. Die &quot;handelsrechtlichen&quot; GoB ergeben sich u.a. aus den Bestimmungen des Ersten Abschnitts des Dritten Buchs &quot;Vorschriften f&uuml;r alle Kaufleute&quot; der &sect;&sect; 238 ff. des Handelsgesetzbuchs (HGB). Sie werden f&uuml;r Kapitalgesellschaften erg&auml;nzt durch die Bestimmungen der &sect;&sect; 264 ff. HGB.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zu den wesentlichen GoB z&auml;hlt das Gebot, Gewinne nur zu ber&uuml;cksichtigen, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind (&sect; 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB). Daraus folgt u.a., dass Anschaffungsvorg&auml;nge erfolgsneutral zu behandeln sind. Der Zugang von Wirtschaftsg&uuml;tern zum Betriebsverm&ouml;gen f&uuml;hrt zu einer blo&szlig;en Umschichtung in der Bilanz in H&ouml;he der Anschaffungskosten; ein unterschiedlicher Ansatz von Zu- und Abfluss ist ausgeschlossen. Eine Gewinnrealisierung kann nur aufgrund nachfolgender betrieblicher Umsatzakte erfolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anschaffungskosten sind gem&auml;&szlig; &sect; 255 Abs. 1 Satz 1 HGB die Aufwendungen, die geleistet werden, um einen Verm&ouml;gensgegenstand zu erwerben und in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, soweit sie dem Verm&ouml;gensgegenstand einzeln zugeordnet werden k&ouml;nnen. Dieser handelsrechtliche Begriff der Anschaffungskosten ist in Ermangelung einer abweichenden Definition im Einkommensteuergesetz auch der steuerbilanziellen Beurteilung (gem&auml;&szlig; &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG 1997) zugrunde zu legen (Senatsurteil vom 26. April 2006 I R 49, 50\/04, BFHE 213, 374, BStBl II 2006, 656, m.w.N.). Die bei der &Uuml;bernahme von Verbindlichkeiten zutreffend erh&ouml;hten Anschaffungskosten bilden die Ausgangsgr&ouml;&szlig;e f&uuml;r die weitere bilanzielle Entwicklung eines zugegangenen Wirtschaftsgutes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Grundsatz der erfolgsneutralen Behandlung von Anschaffungsvorg&auml;ngen findet auch auf &uuml;bernommene Passivpositionen und hierbei unabh&auml;ngig davon Anwendung, ob der Ausweis dieser Passivpositionen in der Steuerbilanz einem &#8211;von der Handelsbilanz abweichenden&#8211; Ausweisverbot ausgesetzt ist. Denn auch die &Uuml;bernahme steuerrechtlich zu Recht nicht bilanzierter Verbindlichkeiten ist Teil des vom Erwerber zu entrichtenden Entgelts (vgl. Senatsurteil vom 17. Oktober 2007 I R 61\/06, BFHE 219, 529, BStBl II 2008, 555, m.w.N.) und erh&ouml;ht mithin dessen Anschaffungskosten. Das gilt auch f&uuml;r das entsprechende Verbot in &sect; 5 Abs. 4a EStG 1997. Denn dieses Verbot will &#8211;lediglich&#8211; am Stichtag bereits vorhandene Verluste entgegen den Vorgaben des (handels-)bilanzrechtlichen Imparit&auml;tsprinzips (&sect; 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 1 HGB) auf k&uuml;nftige Veranlagungszeitr&auml;ume verlagern: Steuerbilanziell wird der Verlust aus schwebenden Gesch&auml;ften erst bei seiner Realisation effektuiert, nicht bereits bei seiner Entstehung. Wird der verlustbedrohte Vertrag aber entgeltlich gegen Schuld&uuml;bernahme erworben, dann ist der Erwerber im Verh&auml;ltnis zum Ver&auml;u&szlig;erer verpflichtet, ihn von der gegen&uuml;ber dem Gl&auml;ubiger der Schuld weiter bestehenden Zahlungspflicht &#8211;im Streitfall die Verpflichtung zur Mietzahlung&#8211; freizustellen. Bei dieser Freistellungsverpflichtung handelt es sich nicht um den Teil eines schwebenden Gesch&auml;fts; denn das Gesch&auml;ft wurde infolge des Erwerbsvorgangs bereits erf&uuml;llt. Die Freistellungsverpflichtung ist mithin vom Erwerber sowohl in der Handels- als auch in der Steuerbilanz nach den f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten geltenden Grunds&auml;tzen und nicht als Drohverlustr&uuml;ckstellung zu passivieren (zutreffend Bogensch&uuml;tz, Die Unternehmensbesteuerung &#8211;Ubg&#8211; 2008, 135, 139; im Ergebnis ebenso Ley, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2007, 589, 591 f.; Hoffmann, GmbH-Steuerberater 2009, 144, 145; Koch, Betriebs-Berater 2008, 2736). Der Bildung eines besonderen Ausgleichspostens, um die Bewertungsdifferenz anderweitig &quot;abzufangen&quot; (vgl. dazu Ley, DStR 2007, 589, 591; s. auch &#8211;aber aus Sicht des Erwerbers f&uuml;r den umgekehrten Fall einer Entgeltzuzahlung&#8211; Senatsurteil in BFHE 213, 374, BStBl II 2006, 656), bedarf es dazu nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Den dagegen gerichteten Einwendungen des BMF und des FA ist nicht beizupflichten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Insbesondere geht es fehl, den eigentlichen Anschaffungsvorgang von der (nachfolgenden) Bilanzierung auf den Bilanzstichtag und auf diese Weise den erfolgsneutralen Anschaffungsvorgang und den r&uuml;ckstellungsgesperrten Bilanzansatz voneinander zu trennen. Umfang und H&ouml;he der Anschaffungskosten werden durch tats&auml;chliche Gegebenheiten bestimmt. In diesem Umfang und in jener H&ouml;he, in denen sie tats&auml;chlich entstanden sind, gehen sie erfolgsneutral in die (nachfolgende) Bilanzierung ein und darf ihr Bewertungsansatz dabei (nach &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG 1997) weder &uuml;ber- noch unterschritten werden. Das betrifft auch &quot;miterworbene&quot; Schulden in Gestalt &#8211;urspr&uuml;nglich&#8211; drohender Verluste aus schwebenden Gesch&auml;ften, die als solche einem steuerlichen Ausweisverbot unterworfen sind. Andernfalls w&uuml;rde genau jener &quot;Erwerbsgewinn&quot; ausgewiesen, der dem Anschaffungskostenbegriff und -verst&auml;ndnis fremd ist (zutreffend Bogensch&uuml;tz, Ubg 2008, 135, 140).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ob sich ein abweichendes Ergebnis f&uuml;r die hier in Rede stehende Problematik ergeben k&ouml;nnte, wenn die Kl&auml;gerin durch eine wechselseitige Vereinbarung mit der M-GmbH als Ver&auml;u&szlig;erin und den Vermietern eine Vertrags&uuml;bernahme in der Weise vereinbart h&auml;tte, dass die Kl&auml;gerin an Stelle der Ver&auml;u&szlig;erin in die Mietvertr&auml;ge eingetreten w&auml;re, kann dahinstehen (vgl. dazu Ley, DStR 2007, 589, 591). F&uuml;r eine solche &#8211;vom BMF erwogene&#8211; Annahme gibt der vom FG festgestellte und den Senat bindende (vgl. &sect; 118 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) Sachverhalt nichts her.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Angesichts der vorstehenden Ergebnisse er&uuml;brigen sich schlie&szlig;lich &Uuml;berlegungen dazu, ob nach den Ma&szlig;st&auml;ben des sog. subjektiven Fehlerbegriffs einerseits die Kl&auml;gerin sich an der gew&auml;hlten und im Bilanzierungszeitpunkt &quot;richtigen&quot; Bilanzierung festhalten lassen muss, andererseits aber auch das FA nicht (mehr) berechtigt ist, diese Bilanzierung zu korrigieren, wenn es sie zun&auml;chst im Rahmen der Steuerveranlagung erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; hingenommen hat (Senatsurteil vom 5. Juni 2007 I R 47\/06, BFHE 218, 221, BStBl II 2007, 818; vgl. dazu Werra\/Rie&szlig;, Der Betrieb 2007, 2502; R&ouml;dder\/Hageb&ouml;ke, Ubg 2008, 401; Gosch, BFH\/PR 2008, 336; Pohl, Finanz-Rundschau 2009, 279).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.12.2009, I R 102\/08 Passivierung &quot;angeschaffter&quot; Drohverlustr&uuml;ckstellungen Leits&auml;tze Betriebliche Verbindlichkeiten, welche beim Ver&auml;u&szlig;erer aufgrund von R&uuml;ckstellungsverboten (hier: f&uuml;r drohende Verluste aus schwebenden Gesch&auml;ften) in der Steuerbilanz nicht bilanziert worden sind, sind bei demjenigen Erwerber, der die Verbindlichkeit im Zuge eines Betriebserwerbs gegen Schuldfreistellung &uuml;bernommen hat, keinem Passivierungsverbot unterworfen, sondern als ungewisse Verbindlichkeit &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-102-08-passivierung-angeschaffter-drohverlustrueckstellungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;102\/08 &#8211; Passivierung &quot;angeschaffter&quot; Drohverlustr&uuml;ckstellungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-13039","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13039","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13039"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13039\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13039"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13039"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13039"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}