{"id":13040,"date":"2012-12-08T09:00:01","date_gmt":"2012-12-08T07:00:01","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13040"},"modified":"2012-12-08T09:00:01","modified_gmt":"2012-12-08T07:00:01","slug":"i-r-43-08-steuerwirksamkeit-der-aufloesung-einer-rueckstellung-fuer-nachforderungszinsen-auf-koerperschaftsteuern-bildung-und-aufloesung-von-rueckstellungen-korrektur-fehlerhafter-bilanzansaetze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-43-08-steuerwirksamkeit-der-aufloesung-einer-rueckstellung-fuer-nachforderungszinsen-auf-koerperschaftsteuern-bildung-und-aufloesung-von-rueckstellungen-korrektur-fehlerhafter-bilanzansaetze\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;43\/08 &#8211; Steuerwirksamkeit der Aufl&ouml;sung einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r Nachforderungszinsen auf K&ouml;rperschaftsteuern &#8211; Bildung und Aufl&ouml;sung von R&uuml;ckstellungen &#8211; Korrektur fehlerhafter Bilanzans&auml;tze"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 16.12.2009, I R 43\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Steuerwirksamkeit der Aufl&ouml;sung einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r Nachforderungszinsen auf K&ouml;rperschaftsteuern &#8211; Bildung und Aufl&ouml;sung von R&uuml;ckstellungen &#8211; Korrektur fehlerhafter Bilanzans&auml;tze<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Wird eine vor Inkrafttreten des &sect; 10 Nr. 2 Halbsatz 2 KStG 1996 i.d.F. des StEntlG 1999\/2000\/2002 am 1. Januar 1999 steuerwirksam gebildete R&uuml;ckstellung f&uuml;r Nachforderungszinsen auf K&ouml;rperschaftsteuern nach diesem Zeitpunkt aufgel&ouml;st, ist die daraus resultierende Gewinnerh&ouml;hung nicht steuerrechtlich zu neutralisieren.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob und in welcher H&ouml;he R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Nachforderungen von Steuern und Nachzahlungszinsen aufzul&ouml;sen sind und ob die Aufl&ouml;sung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Nachforderungszinsen auf K&ouml;rperschaftsteuern erfolgswirksam vorzunehmen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, bildete in ihrer Bilanz zum 31. Dezember 1998 R&uuml;ckstellungen f&uuml;r zu erwartende Steuernachzahlungsverpflichtungen und Nachzahlungszinsen (&sect; 233a der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) betreffend die K&ouml;rperschaftsteuer und die Gewerbesteuer der Jahre 1994 und 1996 sowie den Solidarit&auml;tszuschlag 1996. Grund f&uuml;r die R&uuml;ckstellungen war, dass das seinerzeit f&uuml;r die Kl&auml;gerin zust&auml;ndige Finanzamt nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung zur Auffassung gekommen war, dass Tantiemezahlungen an den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin als verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen (vGA) zu behandeln seien. Die unter Ber&uuml;cksichtigung der von der Kl&auml;gerin gebildeten R&uuml;ckstellungen ergangenen Steuerfestsetzungen hinsichtlich des Jahres 1998 sind bestandskr&auml;ftig geworden. In ihrer Bilanz zum 31. Dezember des Streitjahres (1999) waren die R&uuml;ckstellungen noch mit einem Betrag von insgesamt 133 381,25 DM enthalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte &#8211;das seit dem Streitjahr f&uuml;r die Kl&auml;gerin zust&auml;ndige Finanzamt (FA)&#8211; kam nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung zu der Auffassung, die im Streitjahr noch passivierten R&uuml;ckstellungen seien zum Teil nicht gerechtfertigt. Er bema&szlig; die zu erwartenden Steuer- und Zinsnachforderungen nach den von ihm am 17. Februar 2000 erlassenen &Auml;nderungsbescheiden f&uuml;r die Jahre 1994 bis 1998 und l&ouml;ste die R&uuml;ckstellungen in H&ouml;he von insgesamt 99 454,50 DM gewinnerh&ouml;hend auf. Soweit die Aufl&ouml;sung K&ouml;rperschaftsteuernachzahlungen (einschlie&szlig;lich Solidarit&auml;tszuschlag) betraf (Betrag von 10 073 DM), zog das FA den Aufl&ouml;sungsbetrag au&szlig;erbilanziell vom zu versteuernden Gewinn ab. Auf dieser Grundlage ergingen die das Streitjahr betreffenden k&ouml;rperschaft- und gewerbesteuerrechtlichen Festsetzungen und Feststellungen des FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen der deswegen erhobenen Klage hat die Kl&auml;gerin u.a. geltend gemacht, dass die Aufl&ouml;sung der f&uuml;r die K&ouml;rperschaftsteuernachzahlungszinsen gebildeten R&uuml;ckstellungen im Betrag von 61 723,50 DM erfolgsneutral zu erfolgen habe, weil solche Zinsen gem&auml;&szlig; &sect; 10 Nr. 2 Halbsatz 2, &sect; 54 Abs. 1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 1996 i.d.F. des Steuerentlastungsgesetzes (StEntlG) 1999\/2000\/2002 vom 24. M&auml;rz 1999 (BGBl I 1999, 402, BStBl I 1999, 304) &#8211;KStG 1996 n.F.&#8211; ab dem Veranlagungszeitraum 1999 zu den nicht abziehbaren Betriebsausgaben geh&ouml;rten. Das Finanzgericht (FG) Hamburg hat die Klage zum ganz &uuml;berwiegenden Teil abgewiesen. Sein Urteil vom 9. Juli 2007&nbsp;&nbsp;2 K 175\/06 ist in Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2009, 20 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das FG-Urteil richtet sich die auf die Verletzung materiellen Rechts gest&uuml;tzte Revision der Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragt, das FG-Urteil und die angefochtenen Bescheide aufzuheben, hilfsweise, die K&ouml;rperschaftsteuer, den Gewerbesteuermessbetrag und den vortragsf&auml;higen Gewerbeverlust f&uuml;r das Streitjahr unter Ber&uuml;cksichtigung eines um 61.723,50 DM niedrigeren Gewinns aus Gewerbebetrieb festzusetzen bzw. festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Entscheidung ergeht gem&auml;&szlig; &sect; 126a der Finanzgerichtsordnung (FGO). Der Senat h&auml;lt einstimmig die Revision f&uuml;r unbegr&uuml;ndet und eine m&uuml;ndliche Verhandlung nicht f&uuml;r erforderlich. Die Beteiligten sind davon unterrichtet worden und hatten Gelegenheit zur Stellungnahme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die vom FA vorgenommene Aufl&ouml;sung der im Vorjahr gebildeten R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Nachforderungen von Steuern und f&uuml;r Nachforderungszinsen in der Bilanz zum 31. Dezember des Streitjahres zu Recht im Betrag von 98 496 DM best&auml;tigt; die Aufl&ouml;sung der f&uuml;r die Nachforderungszinsen auf K&ouml;rperschaftsteuern gebildeten R&uuml;ckstellungen war nicht au&szlig;erbilanziell zu korrigieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect; 8 Abs. 1 KStG 1996 &#8211;f&uuml;r die Gewerbesteuer i.V.m. &sect; 7 Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes 1999&#8211; i.V.m. &sect; 4 Abs. 1, &sect; 5 Abs. 1 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) hat die Kl&auml;gerin in ihren Bilanzen das Betriebsverm&ouml;gen anzusetzen, das nach den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung (GoB) auszuweisen ist. Die handelsrechtlichen GoB ergeben sich insbesondere aus den Bestimmungen des Ersten Abschnitts des Dritten Buchs &quot;Vorschriften f&uuml;r alle Kaufleute&quot; der &sect;&sect; 238 ff. des Handelsgesetzbuchs (HGB).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect; 249 Abs. 1 Satz 1 Alternative 1 HGB sind R&uuml;ckstellungen f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten zu bilden. Voraussetzung f&uuml;r die Bildung einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) entweder &#8211;erstens&#8211; das Bestehen einer dem Betrage nach ungewissen, dem Grunde nach aber bestehenden Verbindlichkeit oder &#8211;zweitens&#8211; die hinreichende Wahrscheinlichkeit des k&uuml;nftigen Entstehens einer &#8211;ggf. zugleich auch ihrer H&ouml;he nach noch ungewissen&#8211; Verbindlichkeit und ihre wirtschaftliche Verursachung in der Zeit vor dem Bilanzstichtag (vgl. Senatsurteil vom 20. August 2008 I R 19\/07, BFHE 222, 494, m.w.N.). Diese Voraussetzungen sind im Einzelfall auf der Grundlage objektiver, am Bilanzstichtag vorliegender Tatsachen aus der Sicht eines sorgf&auml;ltigen und gewissenhaften Kaufmanns zu beurteilen (Senatsurteil vom 30. Januar 2002 I R 68\/00, BFHE 197, 530, BStBl II 2002, 688). Dieser muss dar&uuml;ber hinaus ernsthaft mit seiner Inanspruchnahme rechnen m&uuml;ssen (vgl. BFH-Urteil vom 19. Oktober 1993 VIII R 14\/92, BFHE 172, 456, BStBl II 1993, 891, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r Ertragsteuern sind R&uuml;ckstellungen zu bilden, wenn die Steuern nach steuerrechtlichen Vorschriften bis zum Ende des Gesch&auml;ftsjahrs wirtschaftlich oder rechtlich entstanden sind; soweit die Steuerschuld aufgrund einer Veranlagung rechtsverbindlich feststeht, ist sie als Verbindlichkeit auszuweisen (vgl. Winnefeld, Bilanz-Handbuch, 4. Aufl., Rz D 1311). Nach diesen Ma&szlig;gaben handelsrechtlich zu passivierende R&uuml;ckstellungen oder Verbindlichkeiten, die solche Steuern betreffen, die gem&auml;&szlig; &sect; 10 Nr. 2 KStG 1996 steuerrechtlich nichtabziehbare Aufwendungen sind, sind der steuerrechtlichen Bemessungsgrundlage au&szlig;erbilanziell wieder hinzuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Aufzul&ouml;sen sind R&uuml;ckstellungen, sobald und soweit die Voraussetzungen ihrer Bildung an sp&auml;teren Bilanzstichtagen entfallen (&sect; 249 Abs. 3 Satz 2 HGB, vgl. Senatsurteil in BFHE 197, 530, BStBl II 2002, 688). Gleiches gilt nach dem Grundsatz des sog. formellen Bilanzenzusammenhangs (dazu z.B. Senatsurteil vom 13. Februar 2008 I R 44\/07, BFHE 220, 429, BStBl II 2008, 673), wenn und soweit die R&uuml;ckstellung von Anfang an nicht h&auml;tte gebildet werden d&uuml;rfen und dieser Fehler nicht zu einem fr&uuml;heren Zeitpunkt korrigiert werden kann, weil er in einem bestandskr&auml;ftig gewordenen Steuerbescheid ber&uuml;cksichtigt worden ist und jener Bescheid aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden nicht ge&auml;ndert werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Grunds&auml;tzen h&auml;lt die Aufl&ouml;sung der R&uuml;ckstellungen um 98 496 DM revisionsrechtlicher Pr&uuml;fung stand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) F&uuml;r die H&ouml;he der Steuer- und Zinsnachforderungen ist die Vorinstanz zu Recht von den sich aus den die Jahre 1994 bis 1996 betreffenden &Auml;nderungsbescheiden des FA vom 17. Februar 2000 ausgegangen. Zwar waren diese Bescheide zum Bilanzstichtag 31. Dezember 1999 noch nicht erlassen. Jedoch durften die sich daraus ergebenden Erkenntnisse nach dem Wertaufhellungsprinzip (vgl. z.B. Senatsurteil vom 15. September 2004 I R 5\/04, BFHE 208, 116, BStBl II 2009, 100; Bl&uuml;mich\/ Schreiber, Einkommensteuergesetz, K&ouml;rperschaftsteuergesetz, Gewerbesteuergesetz, &sect; 5 EStG Rz 279, jeweils m.w.N.) im Rahmen der Bilanzaufstellung bei der Bemessung der H&ouml;he der Nachforderungen ber&uuml;cksichtigt werden. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass die Kl&auml;gerin am Bilanzstichtag konkret mit h&ouml;heren als den sp&auml;ter festgesetzten Steuerforderungen rechnen musste, ergeben sich weder aus den Feststellungen des FG noch aus dem Vortrag der Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Revision r&uuml;gt, das FG habe nicht dargetan, inwieweit die von der Kl&auml;gerin angesetzten R&uuml;ckstellungen nach dem Erkenntnisstand zum Bilanzstichtag &uuml;berh&ouml;ht gewesen seien, trifft das nicht zu. Aus der Bezugnahme auf die wertaufhellend zu ber&uuml;cksichtigenden &Auml;nderungsbescheide vom 17. Februar 2000 ergibt sich ohne weiteres, dass die von der Kl&auml;gerin urspr&uuml;nglich angesetzten R&uuml;ckstellungsbetr&auml;ge &uuml;berh&ouml;ht und im Umfang der &Uuml;berh&ouml;hung aufzul&ouml;sen waren. Es kommt insoweit nicht entscheidend darauf an, ob &#8211;wozu das FG keine Feststellungen getroffen hat&#8211; die R&uuml;ckstellungsbetr&auml;ge schon in der Bilanz zum 31. Dezember 1998 nicht in der urspr&uuml;nglichen H&ouml;he h&auml;tten passiviert werden d&uuml;rfen. Denn infolge des Umstands, dass die das Jahr 1998 betreffenden Veranlagungen bestandskr&auml;ftig abgeschlossen sind, w&auml;ren die R&uuml;ckstellungen nach den oben dargestellten Grunds&auml;tzen des formellen Bilanzenzusammenhangs auch dann zum 31. Dezember 1999 erfolgswirksam aufzul&ouml;sen, wenn sie von vornherein nicht in der bilanzierten H&ouml;he h&auml;tten gebildet werden d&uuml;rfen. Ein Versto&szlig; gegen das Prinzip der Abschnittsbesteuerung liegt demnach nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass die &Auml;nderungsbescheide vom 17. Februar 2000 bei Aufstellung der Bilanz noch nicht bestandskr&auml;ftig waren, steht ihrer Ber&uuml;cksichtigung nicht entgegen. Entscheidend ist vielmehr, dass die Kl&auml;gerin nach Erlass der &Auml;nderungsbescheide grunds&auml;tzlich keinen Anlass hatte, mit h&ouml;heren Steuernachforderungen zu rechnen als sie sich aus den &Auml;nderungsbescheiden ergaben. Etwas anderes gilt lediglich in Bezug auf die m&ouml;glichen steuererh&ouml;henden Folgen des eigenen Hilfsantrags in den Einspruchsverfahren gegen die &Auml;nderungsbescheide (dazu sogleich unter II.2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nicht zu beanstanden sind die Folgerungen, die das FG daraus abgeleitet hat, dass die Kl&auml;gerin in den Einspruchsverfahren gegen die &Auml;nderungsbescheide vom 17. Februar 2000 betreffend die Jahre 1994 bis 1998 hilfsweise beantragt hat, die vom FA bereits f&uuml;r 1994 bis 1996 passivierten R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die Nachforderung von Gewerbesteuern und Nachforderungszinsen aufzul&ouml;sen und sie erstmals f&uuml;r das Jahr 1998 zu ber&uuml;cksichtigen, in welchem die Kl&auml;gerin durch die Au&szlig;enpr&uuml;fung Kenntnis von der Beurteilung der Tantiemezahlungen als vGA erhalten hat. Die Vorinstanz hat insoweit ohne Rechtsfehler &#8211;und inzwischen auch vom FA anerkannt&#8211; entschieden, dass die R&uuml;ckstellungen nach dem Kenntnisstand der Kl&auml;gerin zu den jeweiligen Bilanzstichtagen f&uuml;r die Jahre 1994 bis 1996 noch nicht zu bilden waren, so dass erstmals f&uuml;r 1998 entsprechend h&ouml;here Steuernachforderungen und Nachforderungszinsen passiviert werden mussten. Folgerichtig ist dann aber auch, dass das FG der ergebniswirksamen Erh&ouml;hung der R&uuml;ckstellungsbetr&auml;ge den Vorteil gegengerechnet hat, der sich bei einem Erfolg des Hilfsantrags f&uuml;r das Jahr 1998 ergeben w&uuml;rde: Die steuerliche Bemessungsgrundlage f&uuml;r 1998 w&uuml;rde sich dann infolge der Ber&uuml;cksichtigung des erh&ouml;hten R&uuml;ckstellungsaufwands verringern, so dass f&uuml;r dieses Jahr eine entsprechend niedrigere Steuerschuld entst&uuml;nde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Auffassung der Kl&auml;gerin, die geringere Steuerlast des Vorjahres d&uuml;rfe nach den Grunds&auml;tzen des BFH-Urteils vom 4. November 1999 IV R 70\/98 (BFHE 190, 404, BStBl II 2000, 129) im Streitjahr nicht ber&uuml;cksichtigt werden, trifft nicht zu. Nach dem genannten BFH-Urteil darf das FA, wenn es in einem Veranlagungszeitraum fehlerhaft von der Bilanz des Steuerpflichtigen abweicht, diesen Fehler nicht in einem sp&auml;teren Veranlagungszeitraum korrigieren. Im Streitfall geht es aber nicht darum, dass das FA f&uuml;r 1998 fehlerhaft von der Bilanz der Kl&auml;gerin abgewichen w&auml;re und nun versuchen w&uuml;rde, diesen Fehler bei der Besteuerung f&uuml;r das Streitjahr auszugleichen. Vielmehr ist zu beurteilen, welche Folgen sich nach dem Erkenntnisstand zum 31. Dezember des Streitjahres bzw. des Zeitpunkts der Bilanzerstellung hypothetisch ergeben w&uuml;rden, wenn die Kl&auml;gerin im Rechtsbehelfsverfahren betreffend die &Auml;nderungsbescheide f&uuml;r die Jahre 1994 bis 1998 mit ihrem Hilfsantrag durchdringen w&uuml;rde. Zu diesen Folgen w&uuml;rden indes nicht nur die die steuerliche Bemessungsgrundlage f&uuml;r 1998 verringernde Erh&ouml;hung der R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die Nachforderung von Gewerbesteuer und Nachforderungszinsen, sondern auch die entsprechende Verringerung der Steuerschuld f&uuml;r 1998 geh&ouml;ren. Letztere w&uuml;rde sich bilanziell auswirken &#8211;entweder in Form h&ouml;heren Aktivverm&ouml;gens oder in Form niedrigerer Verbindlichkeiten&#8211; und ist deshalb zu ber&uuml;cksichtigen. Einen Versto&szlig; gegen das Imparit&auml;tsprinzip vermag der Senat darin ebenso wenig zu erkennen wie eine Verletzung des Prinzips der Abschnittsbesteuerung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der weitere Einwand der Revision, die Steuerschuld f&uuml;r 1998 habe sich nicht verringern k&ouml;nnen, weil die Kl&auml;gerin nach ihrem Jahresabschluss 1998 einen Verlust von 135.904,28 DM erwirtschaftet habe und mithin f&uuml;r diesen Veranlagungszeitraum eine Steuerschuld nicht entstanden sei, widerspricht den &#8211;den Senat gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO bindenden&#8211; tatrichterlichen Feststellungen des FG, welches die f&uuml;r 1998 eintretenden Steuerminderungen in Bezug auf die K&ouml;rperschaft- und die Gewerbesteuer detailliert berechnet hat und somit offenkundig von Steuerschulden der Kl&auml;gerin ausgegangen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen ergibt sich aus der vom FG in Bezug genommenen K&ouml;rperschaftsteuerakte, dass das FA mit Bescheid vom 17. Februar 2000 die K&ouml;rperschaftsteuer der Kl&auml;gerin f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 1998 auf der Grundlage eines zu versteuernden Einkommens von 91.247 DM auf 36.267 DM festgesetzt hat. In der Anlage zu den Bescheiden des FA vom 17. Februar 2000 hei&szlig;t es u.a., dass die von der Kl&auml;gerin ihrem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer in 1998 gew&auml;hrte Tantieme dem Einkommen der Kl&auml;gerin als vGA hinzuzurechnen sei. Ausweislich der Gewerbesteuerakten hatte das FA ebenfalls mit Bescheid vom 17. Februar 2000 den Gewerbesteuermessbetrag auf der Grundlage eines Gewinns aus Gewerbebetrieb von 91.247 DM und eines Gewerbeertrags von 42.300 DM auf 2.115 DM festgesetzt. Auf der Grundlage der bei Bilanzaufstellung f&uuml;r das Streitjahr gegebenen Bescheidlage war sonach von Steuerschulden der Kl&auml;gerin f&uuml;r 1998 auszugehen. Bei der Bemessung der Folgen eines erfolgreichen Hilfsantrags betreffend den Einspruch der Kl&auml;gerin gegen die &Auml;nderungsbescheide f&uuml;r 1994 bis 1996 war deshalb neben einem erh&ouml;hten R&uuml;ckstellungsaufwand auch eine entsprechende Minderung der Steuerschulden f&uuml;r 1998 zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Aufl&ouml;sung der R&uuml;ckstellungen f&uuml;r &quot;Zinsen Solidarit&auml;tszuschlag&quot; hat das FG zutreffend damit begr&uuml;ndet, dass es keine gesetzliche Grundlage f&uuml;r die Festsetzung von Nachforderungszinsen auf den Solidarit&auml;tszuschlag gibt. Soweit sich die Kl&auml;gerin auf die Verzinsung bei Aussetzung der Vollziehung gem&auml;&szlig; &sect; 237 AO st&uuml;tzt, ist weder den Feststellungen des FG noch dem Vorbringen der Kl&auml;gerin zu entnehmen, inwiefern die Voraussetzungen f&uuml;r die Bildung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r solche Zinsen zum Bilanzstichtag vorgelegen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Betrag, um den die R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die auf &sect; 233a AO beruhenden K&ouml;rperschaftsteuernachzahlungszinsen zum 31. Dezember 1999 aufzul&ouml;sen waren, war nicht au&szlig;erbilanziell vom zu versteuernden Einkommen der Kl&auml;gerin in Abzug zu bringen. FA und FG haben die R&uuml;ckstellungsaufl&ouml;sung insoweit richtigerweise als steuerwirksam behandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) F&uuml;r die Korrektur fehlerhafter Bilanzans&auml;tze nach den Grunds&auml;tzen des formellen Bilanzenzusammenhangs ist anerkannt, dass die Korrektur grunds&auml;tzlich erfolgswirksam zu erfolgen hat, wenn auch der Bilanzierungsfehler sich an der Fehlerquelle erfolgswirksam ausgewirkt hat (sog. Stornierungsgedanke, vgl. BFH-Urteile vom 22. Januar 1985 VIII R 29\/82, BFHE 143, 71, BStBl II 1985, 308; vom 6. August 1998 IV R 67\/97, BFHE 186, 402, BStBl II 1999, 14; Woerner, Deutsches Steuerrecht 1976, 623; Bl&uuml;mich\/Wied, a.a.O., &sect; 4 EStG Rz 1004; Schmidt\/Heinicke, EStG, 27. Aufl., &sect; 4 Rz 709). Entsprechendes muss f&uuml;r den Fall der Aufl&ouml;sung einer R&uuml;ckstellung gelten, die zwar zun&auml;chst in einer nach den Erkenntnism&ouml;glichkeiten zum Bilanzstichtag des Jahres ihrer Bildung vertretbaren H&ouml;he passiviert worden ist, die aber nach dem Erkenntnisstand des Folgejahres als &uuml;berh&ouml;ht anzusehen und deshalb teilweise aufzul&ouml;sen ist. Auch in diesem Fall geschieht die Aufl&ouml;sung erfolgswirksam, wenn sich die Bildung der (objektiv &uuml;berh&ouml;hten) R&uuml;ckstellung erfolgswirksam vollzogen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall war die Bildung der R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die Nachforderungszinsen betreffend die K&ouml;rperschaftsteuer in der Bilanz zum 31. Dezember 1998 erfolgswirksam. Gem&auml;&szlig; &sect; 10 Nr. 2 Halbsatz 2 KStG 1996 i.d.F. vor dem StEntlG 1999\/2000\/2002 (KStG 1996 a.F.), die im Veranlagungszeitraum 1998 galt, geh&ouml;rten die Nachzahlungszinsen auf Personensteuern nicht zu den nicht abziehbaren Aufwendungen, so dass &#8211;anders als hinsichtlich der Personensteuern selbst&#8211; eine Korrektur der R&uuml;ckstellungen durch au&szlig;erbilanzielle Hinzurechnungen nicht zu erfolgen hatte. Somit war auch die Aufl&ouml;sung der R&uuml;ckstellungen im Streitjahr nicht au&szlig;erbilanziell zu korrigieren. Auf die Frage, ob nach den Erkenntnism&ouml;glichkeiten der Kl&auml;gerin zum 31. Dezember 1998 die R&uuml;ckstellungsbildung von Anfang an &uuml;berh&ouml;ht war oder nicht, kommt es auch in diesem Punkt nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dem steht nicht entgegen, dass gem&auml;&szlig; &sect; 10 Nr. 2 Halbsatz 2 i.V.m. &sect; 54 Abs. 1 KStG 1996 n.F. Nachzahlungszinsen auf Personensteuern ab dem Streitjahr keine steuerlich abzugsf&auml;higen Betriebsausgaben mehr waren. Daraus kann nicht abgeleitet werden, dass die Aufl&ouml;sung von in den Vorjahren gewinnwirksam gebildeten R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Nachforderungszinsen ab 1999 steuerneutral zu erfolgen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zu Recht weist die Kl&auml;gerin zwar darauf hin, dass die Erstattung zuviel entrichteter Steuern und sonstiger Leistungen, die nach &sect; 10 Nr. 2 KStG 1996 zu den nicht abziehbaren Aufwendungen geh&ouml;ren, die steuerliche Bemessungsgrundlage nicht erh&ouml;hen darf, und folglich der Erstattungsbetrag au&szlig;erbilanziell vom zu versteuernden Einkommen abzuziehen ist (vgl. zur Erstattung von K&ouml;rperschaftsteuer Senatsurteil vom 4. Dezember 1991 I R 26\/91, BFHE 167, 32, BStBl II 1992, 686; Senatsbeschl&uuml;sse vom 20. November 2007 I R 54\/05, BFH\/NV 2008, 617; vom 15. Juli 2008 I B 16\/08, BFHE 222, 396, BStBl II 2008, 886). Der Grund f&uuml;r diese sich nicht unmittelbar aus &sect; 10 Nr. 2 KStG 1996 ergebende Folge liegt im Sinn und Zweck der Vorschrift: Grundlage der Erstattung ist dasselbe &ouml;ffentlich-rechtliche Verh&auml;ltnis, das der Zahlung zugrunde lag; die Erstattung ist der actus contrarius der Zahlung. Ein Ergebnis, nach dem der zuviel entrichtete Betrag nochmals der K&ouml;rperschaftsteuer unterliegt, obwohl die Zahlung nicht abziehbar war, kann vom Gesetz nicht gewollt sein (vgl. Senatsurteil in BFHE 167, 32, BStBl II 1992, 686; Senatsbeschluss in BFH\/NV 2008, 617). Diese &Uuml;berlegungen tragen auch die von der Kl&auml;gerin in Bezug genommene Regelung in R 48 Abs. 2 Satz 3 der K&ouml;rperschaftsteuer-Richtlinien 2006, nach der an den Steuerpflichtigen zur&uuml;ckgezahlte Nachzahlungszinsen erfolgsneutral zu behandeln sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Vergleichbare Erw&auml;gungen k&ouml;nnen &#8211;auch insoweit ist der Kl&auml;gerin im Ansatz Recht zu geben&#8211; im Bereich der Aufl&ouml;sung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r nicht abziehbare Aufwendungen dazu f&uuml;hren, dass die Aufl&ouml;sung ergebnisneutral erfolgen muss (vgl. Frotscher in Frotscher\/Maas, K&ouml;rperschaftsteuergesetz und Umwandlungssteuergesetz, &sect; 10 KStG Rz 31; Graffe in D&ouml;tsch\/Jost\/ Pung\/Witt, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect; 10 KStG nF Rz 41). Ein Anlass hierf&uuml;r besteht indes nur dann, wenn sich schon die Bildung der R&uuml;ckstellung steuerlich nicht ausgewirkt hat. Denn nur in diesem Fall w&auml;re die ergebnisneutrale Aufl&ouml;sung der actus contrarius zur ergebnisneutralen R&uuml;ckstellungsbildung. Hat sich aber die Bildung der R&uuml;ckstellung &#8211;wie im Streitfall&#8211; im Veranlagungszeitraum ihrer erstmaligen Passivierung ergebnis- und steuermindernd ausgewirkt, erfordern Sinn und Zweck des &sect; 10 Nr. 2 Halbsatz 2 KStG 1996 n.F. keine steuerneutrale Aufl&ouml;sung der R&uuml;ckstellung. Vielmehr w&uuml;rde die von der Kl&auml;gerin geforderte Steuerneutralit&auml;t der R&uuml;ckstellungsaufl&ouml;sung zu dem vom Gesetz sicher nicht bezweckten Ergebnis f&uuml;hren, dass die sich aus der &#8211;jedenfalls objektiv&#8211; &uuml;berh&ouml;hten R&uuml;ckstellung im Veranlagungszeitraum des Erstansatzes ergebende objektiv unberechtigte Steuerminderung definitiv w&uuml;rde. Es besteht somit kein sachlicher Grund daf&uuml;r, aus &sect; 10 Nr. 2 Halbsatz 2 KStG 1996 n.F. &uuml;ber die ausdr&uuml;cklich geregelte Nichtabziehbarkeit von Nachforderungszinsen f&uuml;r Personensteuern hinaus die Steuerneutralit&auml;t der Aufl&ouml;sung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r derartige Zinsen zu folgern, wenn die R&uuml;ckstellungen im Zeitraum vor der Geltung der Vorschrift steuermindernd gebildet worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das von der Revision in Bezug genommene ertragsteuerliche Prinzip der Abschnittsbesteuerung (vgl. &sect; 2 Abs. 7 EStG) gebietet ebenfalls keine steuerneutrale R&uuml;ckstellungsaufl&ouml;sung. Es l&auml;sst sich daraus kein Rechtssatz ableiten, nach dem es f&uuml;r die Ergebniswirksamkeit der Aufl&ouml;sung einer R&uuml;ckstellung keine Rolle spielen darf, ob die R&uuml;ckstellung in einem fr&uuml;heren Veranlagungszeitraum ergebniswirksam gebildet worden ist oder nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mangels vergleichbarer Sachverhalte vermag der Senat den von der Revision betonten Widerspruch einer erfolgswirksamen Aufl&ouml;sung der R&uuml;ckstellungen zu dem Umstand, dass bei der sp&auml;teren Korrektur von Bilanzierungsfehlern der im Jahr der Korrektur geltende Steuersatz auch f&uuml;r den auf die Korrektur entfallenden Unterschiedsbetrag ma&szlig;geblich ist, nicht zu erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Umstand, dass das FA im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Jahre 1999 bis 2002 unter Versto&szlig; gegen &sect; 201 AO keine Schlussbesprechung durchgef&uuml;hrt hat, zwingt nicht aus formalen Gr&uuml;nden zur Aufhebung der angefochtenen Bescheide. Der Verfahrensfehler der unterlassenen Schlussbesprechung kann nach Ma&szlig;gabe des &sect; 126 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 2 AO durch Nachholung bis zum Abschluss eines finanzgerichtlichen Verfahrens geheilt werden (BFH-Beschl&uuml;sse vom 15. Dezember 1997 X B 182\/96, BFH\/NV 1998, 811; vom 13. August 2008 VIII B 183\/07, Zeitschrift f&uuml;r Steuern und Recht 2008, R 1140; Tipke in Tipke\/ Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 201 AO Rz 2; a.A. Schick in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 201 AO Rz 41). Eine Nachholung ist im Streitfall mit der Durchf&uuml;hrung der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG erfolgt; denn eine solche ist einer Schlussbesprechung verfahrensrechtlich mindestens gleichwertig, weil auch die Er&ouml;rterung der Sach- und Rechtslage durch ein unabh&auml;ngiges Gericht den Beteiligten hinreichende Gelegenheit bietet, ihre Standpunkte vorzutragen (BFH-Beschluss in BFH\/NV 1998, 811).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 16.12.2009, I R 43\/08 Steuerwirksamkeit der Aufl&ouml;sung einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r Nachforderungszinsen auf K&ouml;rperschaftsteuern &#8211; Bildung und Aufl&ouml;sung von R&uuml;ckstellungen &#8211; Korrektur fehlerhafter Bilanzans&auml;tze Leits&auml;tze Wird eine vor Inkrafttreten des &sect; 10 Nr. 2 Halbsatz 2 KStG 1996 i.d.F. des StEntlG 1999\/2000\/2002 am 1. Januar 1999 steuerwirksam gebildete R&uuml;ckstellung f&uuml;r Nachforderungszinsen auf K&ouml;rperschaftsteuern &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-43-08-steuerwirksamkeit-der-aufloesung-einer-rueckstellung-fuer-nachforderungszinsen-auf-koerperschaftsteuern-bildung-und-aufloesung-von-rueckstellungen-korrektur-fehlerhafter-bilanzansaetze\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;43\/08 &#8211; Steuerwirksamkeit der Aufl&ouml;sung einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r Nachforderungszinsen auf K&ouml;rperschaftsteuern &#8211; Bildung und Aufl&ouml;sung von R&uuml;ckstellungen &#8211; Korrektur fehlerhafter Bilanzans&auml;tze<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-13040","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13040","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13040"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13040\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13040"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13040"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13040"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}