{"id":13065,"date":"2012-12-08T09:00:00","date_gmt":"2012-12-08T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13065"},"modified":"2012-12-08T09:00:00","modified_gmt":"2012-12-08T07:00:00","slug":"ii-r-45-07-bewertung-von-land-und-forstwirtschaftlichen-betrieben-bei-gemeinschaftlicher-tierhaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-45-07-bewertung-von-land-und-forstwirtschaftlichen-betrieben-bei-gemeinschaftlicher-tierhaltung\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;45\/07 &#8211; Bewertung von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben bei gemeinschaftlicher Tierhaltung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.12.2009, II R 45\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Bewertung von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben bei gemeinschaftlicher Tierhaltung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Der land- und forstwirtschaftliche Betrieb bei gemeinschaftlicher Tierhaltung (&sect; 51a BewG) ist auch dann im vergleichenden Verfahren (&sect; 37 Abs. 1 Satz 1 BewG) zu bewerten, wenn die Eigenfl&auml;che ausschlie&szlig;lich als Hof- und Geb&auml;udefl&auml;che genutzt wird.<\/p>\n<p>2. Ungeachtet eines dabei f&uuml;r die Eigenfl&auml;che anzusetzenden Vergleichswerts von 0 DM sind Viehzuschl&auml;ge wegen &uuml;berh&ouml;hter Tierbest&auml;nde vorzunehmen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die vier Gesellschafter der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), einer GbR, sind hauptberufliche Land- und Forstwirte. Gegenstand der Gesellschaft ist die gemeinsame Bewirtschaftung eines neu erbauten Schweinemaststalls i.S. des &sect; 51a des Bewertungsgesetzes (BewG). Um diesen Zweck zu verwirklichen, &uuml;bertrugen die Gesellschafter je 150 Vieheinheiten (VE) i.S. des &sect; 51a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. d BewG auf die Kl&auml;gerin. Der Stall wurde auf einem von der Kl&auml;gerin erworbenen Grundst&uuml;ck errichtet. Im Wirtschaftsjahr 1999\/2000 wurden insgesamt 2 323 St&uuml;ck Mastschweine aus zugekauften, zwischen 20 und 30 kg schweren Jungschweinen erzeugt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) beurteilte die Kl&auml;gerin als Personengesellschaft, deren gemeinschaftliche Tierhaltung i.S. des &sect; 51a BewG einschlie&szlig;lich der hiermit zusammenh&auml;ngenden Wirtschaftsg&uuml;ter nach &sect; 34 Abs. 6a BewG einen Betrieb der Land- und Forstwirtschaft bildet. Das FA stellte f&uuml;r diesen Betrieb durch Nachfeststellung auf den 1. Januar 1999 einen Einheitswert von 2.500 DM und im Wege der Wertfortschreibung durch den angefochtenen Bescheid vom 30. Dezember 2003 auf den 1. Januar 2001 einen Einheitswert von 134.800 DM = 68.922 EUR fest. Diesen Einheitswert ermittelte es, indem es die Zahl der im Wirtschaftsjahr 1999\/2000 erzeugten Schweine mit dem Faktor 0,12 (0,16 abz&uuml;glich 0,04 f&uuml;r die zugekauften Jungschweine) in VE umrechnete und diese VE jeweils mit 500 DM bewertete. Von dem sich hieraus ergebenden abgerundeten Betrag von 139.000 DM zog es f&uuml;r eine abweichende Grundsteuerbelastung 3 % (4.170 DM) ab und rundete den Unterschiedsbetrag auf 134.800 DM ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA wies den Einspruch mit der Begr&uuml;ndung zur&uuml;ck, nach dem bundeseinheitlich abgestimmten Erlass des Nieders&auml;chsischen Finanzministeriums vom 26. Juni 1975 S 3132a &#8211; 1 &#8211; 34 (Die Information &uuml;ber Steuer und Wirtschaft &#8211;Inf&#8211; 1975, 487) sei f&uuml;r die Tierbest&auml;nde der Kl&auml;gerin ein Ausgangswert von 500 DM je VE anzusetzen. Dieser Ausgangswert f&uuml;hre zu einem Ertragswert, der ungef&auml;hr der Summe der Zuschl&auml;ge nach &sect; 41 BewG entspreche. Mit dem Ausgangswert seien neben den Tierbest&auml;nden auch die damit zusammenh&auml;ngenden sonstigen Wirtschaftsg&uuml;ter wie z.B. Geb&auml;ude mit den dazugeh&ouml;rigen Hof- und Geb&auml;udefl&auml;chen sowie Betriebsmitteln abgegolten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Klage vertrat die Kl&auml;gerin die Ansicht, bei der Berechnung des Einheitswerts f&uuml;r ihren Betrieb seien die in den Betrieben ihrer Gesellschafter insgesamt bewirtschafteten Fl&auml;chen zu ber&uuml;cksichtigen, und zwar so, als ob es sich bei ihrem eigenen Betrieb und den Betrieben ihrer Gesellschafter mit allen Fl&auml;chen und VE um einen einheitlichen Betrieb handeln w&uuml;rde. Der bei ihr nach ihrer Berechnung vorliegende &Uuml;berbestand an Vieh von 35 VE sei gem&auml;&szlig; &sect; 41 Abs. 2a BewG mit der H&auml;lfte von 500 DM = 250 DM je VE anzusetzen, also mit 8.750 DM. Der Einheitswert sei mithin auf 8.700 DM festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage durch das in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2008, 589 ver&ouml;ffentlichte Urteil mit der Begr&uuml;ndung ab, die Kl&auml;gerin erf&uuml;lle alle Anforderungen an eine gemeinschaftliche Tierhaltung nach &sect; 51a BewG. Der vom FA festgestellte Einheitswert auf den 1. Januar 2001 sei ohne R&uuml;cksicht auf die Verh&auml;ltnisse bei den Gesellschaftern der Kl&auml;gerin nach dem Ertragswert zu bestimmen. Der Ertragswert k&ouml;nne abweichend vom Regelfall nicht im vergleichenden Verfahren gem&auml;&szlig; &sect; 37 Abs. 1 Satz 1, &sect;&sect; 38 bis 41 BewG ermittelt werden, das ein fl&auml;chenbezogenes, an die planm&auml;&szlig;ige Nutzung der nat&uuml;rlichen Kr&auml;fte des Bodens zur Erzeugung und Gewinnung von lebenden Pflanzen und Tieren ankn&uuml;pfendes Wertermittlungsverfahren sei. Da die Kl&auml;gerin die nat&uuml;rlichen Kr&auml;fte des ihr geh&ouml;renden Grund und Bodens nicht zu diesen Zwecken nutze, fehle es an der erforderlichen Grundlage f&uuml;r die Anwendung des vergleichenden Verfahrens. Die Tierhaltung der Kl&auml;gerin sei deshalb der sonstigen landwirtschaftlichen Nutzung gem&auml;&szlig; &sect; 62 BewG zuzuordnen. Der Ertrag m&uuml;sse daher durch unmittelbare, dem Erlass in Inf 1975, 487 zu entnehmende Vergleichswerte festgestellt werden. Der danach anzusetzende Ausgangswert von 500 DM je VE sei nicht nach &sect; 41 Abs. 2a BewG zu halbieren. Bei dieser Vorschrift handle es sich um eine systemfremde Ausnahmeregelung, die auf die Bewertung des sonstigen land- und forstwirtschaftlichen Verm&ouml;gens i.S. des &sect; 62 BewG nicht angewendet werden k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin Verletzung der &sect;&sect; 36, 37, 41 und 62 BewG. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte sie zun&auml;chst aus, die Bewertung ihres Betriebs habe nicht im Einzelertragswertverfahren nach &sect; 37 Abs. 2 BewG, sondern im Vergleichswertverfahren nach &sect; 37 Abs. 1 BewG zu erfolgen. Dabei sei nicht lediglich auf die in ihrem Betrieb erzeugten VE abzustellen. Vielmehr m&uuml;ssten auch die von ihren Gesellschaftern bewirtschafteten Fl&auml;chen und gehaltenen VE ber&uuml;cksichtigt werden. Dies ergebe sich aus der auf &sect; 51a BewG beruhenden engen rechtlichen Verzahnung zwischen ihrem Betrieb und den Betrieben ihrer Gesellschafter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragte zun&auml;chst, die Vorentscheidung aufzuheben und die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen mit der Ma&szlig;gabe, den Einheitswert des Betriebs gem&auml;&szlig; &sect; 37 Abs. 1 BewG im vergleichenden Verfahren und nicht im Einzelertragswertverfahren gem&auml;&szlig; &sect; 37 Abs. 2 BewG festzustellen, hilfsweise, den Einheitswert auf 67.400 DM herabzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem in der Streitsache ergangenen, jedoch wegen des vom FA gestellten Antrags auf m&uuml;ndliche Verhandlung nicht als Urteil wirkenden Gerichtsbescheid vertrat der Bundesfinanzhof (BFH) die Auffassung, die Tierhaltung durch die Kl&auml;gerin geh&ouml;re nicht zur sonstigen land- und forstwirtschaftlichen Nutzung i.S. des &sect; 62 Abs. 1 BewG. Der Einheitswert ihres Betriebs sei im vergleichenden Verfahren nach &sect; 37 Abs. 1 Satz 1, &sect;&sect; 38 bis 41 BewG zu ermitteln. Der Vergleichswert f&uuml;r den Grund und Boden betrage 0 DM. Der dennoch m&ouml;gliche Zuschlag wegen verst&auml;rkter Tierhaltung (&sect; 41 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 BewG) sei nach &sect; 41 Abs. 2a BewG um 50 % zu vermindern. Die Zahl der erzeugten Schweine sei dar&uuml;ber hinaus mit dem Umrechnungsschl&uuml;ssel 0,1 und nicht 0,12 in VE umzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt nunmehr, die Vorentscheidung aufzuheben und unter &Auml;nderung des angefochtenen Feststellungsbescheids in Gestalt der Einspruchsentscheidung den Einheitswert ihres Betriebs entsprechend der vom BFH im Gerichtsbescheid vertretenen Auffassung festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Land- und forstwirtschaftliche Betriebe w&uuml;rden mit dem Ertragswert bewertet, der sich nach der Ertragsf&auml;higkeit des Betriebs nach den Wertverh&auml;ltnissen des Hauptfeststellungszeitpunkts 1. Januar 1964 bemesse. Der Ertragswert werde im vergleichenden Verfahren ermittelt. Dabei w&uuml;rden die Unterschiede der Ertragsf&auml;higkeit in Vergleichszahlen ausgedr&uuml;ckt oder im Falle der sonstigen landwirtschaftlichen Nutzung direkt als Vergleichswerte bestimmt (&sect; 38 Abs. 1 und &sect; 62 Abs. 2 BewG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gemeinschaftliche Tierhaltungen seien landwirtschaftliche Betriebe, deren Ertragswert ebenfalls grunds&auml;tzlich im vergleichenden Verfahren und nicht im Einzelertragswertverfahren ermittelt werde. Der Ertragswert werde dabei unmittelbar als Vergleichswert bestimmt. Der im Erlass in Inf 1975, 487 vorgeschriebene Ausgangswert von 500 DM je VE k&ouml;nne nicht nach &sect; 41 Abs. 2a BewG halbiert werden, da diese Vorschrift nur f&uuml;r den Zuschlag wegen Abweichung des tats&auml;chlichen Tierbestands von den regelm&auml;&szlig;igen Verh&auml;ltnissen der Gegend gelte, nicht aber f&uuml;r Ertragswerte. Eine sonstige landwirtschaftliche Nutzung i.S. des &sect; 62 BewG liege nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Entgegen der Ansicht des FG geh&ouml;rt die Tierhaltung durch die Kl&auml;gerin nicht zur sonstigen land- und forstwirtschaftlichen Nutzung i.S. des &sect; 62 Abs. 1 BewG. Der Einheitswert ihres Betriebs ist im vergleichenden Verfahren nach &sect; 37 Abs. 1 Satz 1, &sect;&sect; 38 bis 41 BewG zu ermitteln. Der Vergleichswert f&uuml;r den Grund und Boden betr&auml;gt 0 DM. Der Zuschlag wegen verst&auml;rkter Tierhaltung (&sect; 41 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 BewG) ist nach &sect; 41 Abs. 2a BewG um 50 % zu vermindern. Die Zahl der erzeugten Schweine ist dar&uuml;ber hinaus mit dem Umrechnungsschl&uuml;ssel 0,1 und nicht 0,12 in VE umzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Betrieb der Kl&auml;gerin wurde gem&auml;&szlig; &sect; 34 Abs. 6a BewG zutreffend als Betrieb der Land- und Forstwirtschaft bewertet. Nach dieser Vorschrift bildet auch die gemeinschaftliche Tierhaltung (&sect; 51a BewG) einschlie&szlig;lich der hiermit zusammenh&auml;ngenden Wirtschaftsg&uuml;ter einen Betrieb der Land- und Forstwirtschaft. Die Voraussetzungen einer gemeinschaftlichen Tierhaltung nach &sect; 51a BewG sind nach den zutreffenden, mit der Ansicht der Beteiligten &uuml;bereinstimmenden Ausf&uuml;hrungen des FG erf&uuml;llt (ausf&uuml;hrlich zu &sect; 51a BewG Sommerfeldt, Deutsche Steuer-Zeitung 1980, 100).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Einheitswert eines Betriebs der Land- und Forstwirtschaft mit landwirtschaftlicher Nutzung wird nach &sect; 36 Abs. 1 BewG auf der Grundlage des Ertragswerts ermittelt. Dabei ist gem&auml;&szlig; &sect; 36 Abs. 2 BewG von der Ertragsf&auml;higkeit auszugehen, d.h. von dem bei ordnungsm&auml;&szlig;iger und schuldenfreier Bewirtschaftung mit entlohnten fremden Arbeitskr&auml;ften gemeinhin nachhaltig erzielbaren Reinertrag. Ertragswert ist das 18-fache dieses Reinertrags.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Ertragswert wird gem&auml;&szlig; &sect; 37 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 BewG durch ein vergleichendes Verfahren ermittelt, wenn ein solches Verfahren durchgef&uuml;hrt werden kann. Andernfalls ist der Ertragswert nach der Ertragsf&auml;higkeit der Nutzung unmittelbar zu ermitteln (Einzelertragswertverfahren). Die Unterschiede der Ertragsf&auml;higkeit der gleichen Nutzung werden durch Vergleich der Ertragsbedingungen beurteilt (&sect; 38 Abs. 1 BewG). F&uuml;r jede Nutzung wird ein individueller Vergleichswert ermittelt. Hierbei wird den unterschiedlichen Ertragsbedingungen und der sich daraus ergebenden unterschiedlichen Ertragsf&auml;higkeit der einzelnen Nutzung durch Zu- und Abrechnungen an den bundeseinheitlichen Vergleichszahlen (&sect; 40 BewG), deren H&ouml;he sich in der Regel nach den in den Bewertungsst&uuml;tzpunkten (&sect; 39 BewG) festgelegten Werten richtet, Rechnung getragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das vergleichende Verfahren gem&auml;&szlig; &sect; 37 Abs. 1 Satz 1 BewG ist auch dann anwendbar, wenn der dem Inhaber des land- und forstwirtschaftlichen Betriebs zuzurechnende Grund und Boden lediglich eine Hof- und Geb&auml;udefl&auml;che ist und daher keine nat&uuml;rliche Ertragsf&auml;higkeit aufweist. Trifft dies zu, ist es das Ergebnis unterschiedlicher Ertragsbedingungen und somit des vom Gesetzgeber angeordneten vergleichenden Verfahrens (&sect;&sect; 37 ff. BewG). Der Vergleichswert der Eigenfl&auml;che betr&auml;gt dann 0 DM. Dieser Wert entspricht dem vom Gesetz geforderten Ma&szlig;stab der konkreten Ertragsf&auml;higkeit solcher Fl&auml;chen, die &#8211;soweit bewirtschaftete Eigenfl&auml;chen des Betriebsinhabers vorliegen&#8211; in die Nutzungen, denen sie dienen, einzubeziehen sind und in den entsprechenden Vergleichswerten f&uuml;r diese Nutzungen aufgehen (&sect; 40 Abs. 3 BewG). An diesem Vergleichswert von 0 DM kann gem&auml;&szlig; &sect; 41 Abs. 1 Nr. 1 BewG ein Zuschlag wegen eines &Uuml;berbestands an Vieh gemacht werden. Der Einheitswert besteht dann nur aus dem Zuschlag (BFH-Urteil vom 14. Mai 2004 II R 50\/01, BFHE 206, 365, BStBl II 2004, 818).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Ansatz eines Vergleichswerts von 0 DM f&uuml;r die Eigenfl&auml;che des Inhabers des land- und forstwirtschaftlichen Betriebs und von daran ankn&uuml;pfenden Zuschl&auml;gen wegen eines &Uuml;berbestands an Vieh setzt nicht voraus, dass der Betriebsinhaber &#8211;wie in dem dem BFH-Urteil in BFHE 206, 365, BStBl II 2004, 818 zu Grunde liegenden Fall&#8211; Pachtfl&auml;chen bewirtschaftet. Pachtfl&auml;chen bilden n&auml;mlich nach &sect; 34 Abs. 7 BewG St&uuml;ckl&auml;ndereien, die bei der Einheitsbewertung des land- und forstwirtschaftlichen Betriebs des P&auml;chters diesem nicht zuzurechnen sind (BFH-Urteil vom 15. Juli 1992 II R 24\/88, BFHE 168, 422, BStBl II 1992, 874) und daher f&uuml;r die genannte Frage keine Bedeutung haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Diese Grunds&auml;tze gelten auch dann, wenn es sich um eine&nbsp;&nbsp;Tierhaltungsgemeinschaft i.S. des &sect; 51a BewG handelt, die den ihr zuzurechnenden Grund und Boden ausschlie&szlig;lich als Hof- und Geb&auml;udefl&auml;che nutzt. Der f&uuml;r den Grund und Boden anzusetzende Vergleichswert betr&auml;gt in diesem Fall 0 DM. Dennoch ist nach &sect; 41 Abs. 1 und 2 BewG ein Zuschlag wegen verst&auml;rkter Tierhaltung zu machen. Wie bereits ausgef&uuml;hrt, bildet die gemeinschaftliche Tierhaltung (&sect; 51a BewG) einen Betrieb der Land- und Forstwirtschaft. Dieser Betrieb unterliegt den allgemeinen Bewertungsregeln, da der Gesetzgeber keine besonderen Bewertungsvorschriften erlassen hat, und somit auch dem vergleichenden Verfahren nach &sect; 37 Abs. 1 Satz 1 BewG. Es handelt sich nicht um eine sonstige landwirtschaftliche Nutzung i.S. des &sect; 62 BewG. Die gemeinschaftliche Tierhaltung ist weder in dieser Vorschrift genannt noch ist sie einer der darin vorgesehenen Fallgruppen &auml;hnlich. Unerheblich ist, dass die gemeinschaftliche Tierhaltung ohne die Sondervorschrift des &sect; 51a BewG eine gewerbliche Tierzucht darstellen w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Betrieb der Kl&auml;gerin ist danach im vergleichenden Verfahren nach &sect; 37 Abs. 1, &sect;&sect; 38 bis 41 BewG zu bewerten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das im Eigentum der Kl&auml;gerin stehende Grundst&uuml;ck ist als Hof- und Geb&auml;udefl&auml;che mit einem Vergleichswert von 0 DM anzusetzen. Dazu kommt gem&auml;&szlig; &sect; 41 Abs. 1 Nr. 1 BewG ein Zuschlag f&uuml;r den &Uuml;berbestand an Vieh. Da die bei der Bewertung ma&szlig;gebenden regelm&auml;&szlig;igen Verh&auml;ltnisse der Gegend (&sect; 38 Abs. 2 Nr. 2 BewG) von den Fl&auml;chen ausgehen, deren nat&uuml;rliche Kr&auml;fte zur Gewinnung pflanzlicher oder tierischer Erzeugnisse genutzt werden, und die Kl&auml;gerin ihr Grundst&uuml;ck nicht zu diesem Zweck verwendet hat, ist der Bemessung des Zuschlags ein gegend&uuml;blicher Viehbestand von &quot;null&quot; zu Grunde zu legen und diesem der Viehbestand der Kl&auml;gerin in vollem Umfang gegen&uuml;berzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Berechnung des Zuschlags f&uuml;r den &Uuml;berbestand an Vieh k&ouml;nnen entgegen der urspr&uuml;nglichen Ansicht der Kl&auml;gerin die von ihren Gesellschaftern bewirtschafteten Fl&auml;chen und gehaltenen VE nicht ber&uuml;cksichtigt werden. Dies ergibt sich aus der bewertungsrechtlichen Selbst&auml;ndigkeit des Betriebs der Kl&auml;gerin einerseits und der Betriebe ihrer Gesellschafter andererseits. Die in &sect; 51a BewG vorgesehenen Wechselwirkungen zwischen dem Betrieb, der der gemeinschaftlichen Tierhaltung dient, und den Betrieben der Gesellschafter oder Mitglieder beziehen sich nur auf die Frage, ob die Tierhaltung eine landwirtschaftliche Nutzung oder einen Gewerbebetrieb darstellt. Die Einheitsbewertung des Betriebs, in dem die gemeinschaftliche Tierhaltung stattfindet, ist demgegen&uuml;ber in &sect; 51a BewG nicht geregelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der bei der Einheitsbewertung zum 1. Januar 2001 f&uuml;r den Betrieb der Kl&auml;gerin nach &sect; 41 Abs. 1 Nr. 1 BewG vorzunehmende Zuschlag ist demgem&auml;&szlig; auf der Grundlage der Gesamtzahl der im Betrieb der Kl&auml;gerin im Wirtschaftsjahr 1999\/2000 erzeugten VE zu bestimmen. Bei den Mastschweinen handelt es sich um umlaufende Betriebsmittel, f&uuml;r die nach &sect; 35 Abs. 2 BewG der Stand am Ende des Wirtschaftsjahres ma&szlig;gebend ist, das dem Feststellungszeitpunkt vorangegangen ist. Bei der Land- und Forstwirtschaft dauert das Wirtschaftsjahr regelm&auml;&szlig;ig vom 1. Juli bis zum 30. Juni des folgenden Jahres (&sect; 4a Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Zuschlag bemisst sich gem&auml;&szlig; &sect; 41 Abs. 2 BewG nach der Steigerung der Ertragsf&auml;higkeit, die durch die Abweichung von den zum Hauptfeststellungszeitpunkt (&sect; 27 BewG) gegend&uuml;blichen Verh&auml;ltnissen bedingt ist. Die Finanzverwaltung hat dazu in Abschn. 2.20 Abs. 2 Nr. 3 der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift &uuml;ber Richtlinien zur Bewertung des land- und forstwirtschaftlichen Verm&ouml;gens (BewR L) vom 17. November 1967 (BStBl I 1967, 397) und in der darin enthaltenen Tabelle L 30 Wertans&auml;tze f&uuml;r den &Uuml;berbestand an Vieh vorgesehen. In diesen Wertans&auml;tzen kommt die durch die Abweichung des Tierbestands bedingte Steigerung der Ertragsf&auml;higkeit (&sect; 41 Abs. 2 BewG) zutreffend zum Ausdruck (vgl. BFH-Urteile vom 23. November 1979 III R 86\/76, BFHE 129, 192, BStBl II 1980, 90; vom 23. November 1979 III R 78\/77, BFHE 129, 197, BStBl II 1980, 92, und vom 10. August 1988 II R 252\/83, BFHE 154, 232, BStBl II 1988, 987).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall ist danach einer der Zuschl&auml;ge anzusetzen, den die Tabelle L 30 f&uuml;r einen Tierbestand vorsieht, der den gegend&uuml;blichen Tierbestand um mehr als 40 % &uuml;berschreitet. Welcher der in der Tabelle f&uuml;r diesen Fall vorgesehenen Zuschl&auml;ge heranzuziehen ist, l&auml;sst sich aufgrund der vom FG getroffenen Feststellungen nicht entscheiden (unten 5.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der Zuschlag, der nach den vom FG nachzuholenden Feststellungen anzusetzen ist, ist nach &sect; 41 Abs. 2a BewG zu halbieren (vgl. G&uuml;rsching\/Stenger, Bewertungsrecht, &sect; 41 BewG Rz 25). Nach dieser Vorschrift, die durch das Gesetz zur F&ouml;rderung der b&auml;uerlichen Landwirtschaft vom 12. Juli 1989 (BGBl I 1989, 1435) in das BewG eingef&uuml;gt wurde, ist der Zuschlag wegen Abweichung des tats&auml;chlichen Tierbestands von den unterstellten regelm&auml;&szlig;igen Verh&auml;ltnissen der Gegend bei Fortschreibungen (&sect; 22 BewG) oder Nachfeststellungen (&sect; 23 BewG) um 50 % zu vermindern. Der Vorschrift liegen folgende Erw&auml;gungen zugrunde (BTDrucks 11\/4729, S. 12): &quot;Der Umrechnungsschl&uuml;ssel f&uuml;r Tierbest&auml;nde in Vieheinheiten, der nicht mehr den heutigen wirtschaftlichen Verh&auml;ltnissen entspricht, kann kurzfristig nicht ge&auml;ndert werden. Um die gravierendsten Nachteile der geltenden Regelung zu beseitigen und die Landwirte bei den einheitswertabh&auml;ngigen Steuern und Abgaben zu entlasten, sollen die Zuschl&auml;ge wegen verst&auml;rkter Tierhaltung bei der Einheitsbewertung des land- und forstwirtschaftlichen Verm&ouml;gens halbiert werden.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Soweit der zu &sect; 51a BewG ergangene Erlass in Inf 1975, 487 eine andere Auffassung vertritt, kann dem aus den dargelegten Gr&uuml;nden nicht gefolgt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Gesamtzahl der im Wirtschaftsjahr 1999\/2000 im Betrieb der Kl&auml;gerin erzeugten Mastschweine ist entgegen der Ansicht des FA und des FG nicht mit dem Faktor 0,12, sondern mit dem Umrechnungsschl&uuml;ssel 0,1 in VE umzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Umrechnungsschl&uuml;ssel f&uuml;r Tierbest&auml;nde in VE nach dem Futterbedarf betr&auml;gt nach &sect; 51 Abs. 4 Satz 1 BewG i.V.m. Anlage 1 zum BewG f&uuml;r Mastschweine 0,16. Dieser Umrechnungsschl&uuml;ssel gilt wegen der Ankn&uuml;pfung an den Futterbedarf nur f&uuml;r Tiere, die von Geburt an in einem Betrieb aufgezogen wurden. Ist dies nicht der Fall, sondern wurden wie im vorliegenden Fall Jungtiere zur Weiterzucht gekauft, sind diese Jungtiere ebenfalls in VE umzurechnen und diese VE von den VE f&uuml;r die fertigen Mastschweine abzuziehen (BFH-Urteil vom 28. Juli 1999 II R 83\/96, BFHE 189, 529, BStBl II 1999, 815). F&uuml;r die Umrechnung der Jungtiere in VE ist die Anlage 1 zum BewG ma&szlig;gebend. Der Finanzverwaltung steht es wegen der Gesetzesbindung (Art. 20 Abs. 3 des Grundgesetzes) jedenfalls dann nicht zu, f&uuml;r die Jungtiere durch Verwaltungsvorschriften einen anderen Umrechnungsschl&uuml;ssel vorzusehen als Anlage 1 zum BewG, wenn sich dies zulasten des Steuerpflichtigen auswirkt (vgl. BFH-Urteile vom 13. Juli 1989 V R 110-112\/84, BFHE 158, 157, BStBl II 1989, 1036, und in BFHE 189, 529, BStBl II 1999, 815).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die von der Kl&auml;gerin zugekauften Jungschweine sind aufgrund ihres Gewichts von &uuml;ber 20 kg als &quot;L&auml;ufer&quot; i.S. der Anlage 1 zum BewG anzusehen (BFH-Urteil in BFHE 189, 529, BStBl II 1999, 815) und daher mit dem Faktor 0,06 in VE umzurechnen. Der fr&uuml;her in R 124a Abs. 1 Satz 5 Nr. 2 und nunmehr in R 13.2 Abs. 1 Satz 5 Nr. 2 der Einkommensteuer-Richtlinien f&uuml;r schwere Ferkel und leichte L&auml;ufer (&uuml;ber etwa 20 bis etwa 30 kg) vorgesehene Umrechnungsschl&uuml;ssel von 0,04 w&uuml;rde sich zulasten der Kl&auml;gerin auswirken und ist daher nicht anwendbar. Der Umrechnungsschl&uuml;ssel, mit dem die im Betrieb der Kl&auml;gerin erzeugten Mastschweine in VE umzurechnen sind, betr&auml;gt mithin 0,16 abz&uuml;glich 0,06, also 0,1. Es sind danach lediglich 232 VE anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Da das FG von anderen Grunds&auml;tzen ausgegangen ist, war die Vorentscheidung aufzuheben. Die Sache ist nicht spruchreif. Aufgrund der vom FG getroffenen Feststellungen kann nicht entschieden werden, welcher der in der Tabelle L 30 (a.a.O.) f&uuml;r einen Tierbestand, der den gegend&uuml;blichen Tierbestand um mehr als 40 % &uuml;berschreitet, vorgesehenen Viehzuschl&auml;ge anzusetzen ist und ob und ggf. inwieweit wegen der Preisverh&auml;ltnisse eine Erh&ouml;hung oder Erm&auml;&szlig;igung des Wertansatzes nach Abschn. 2.20 Abs. 2 Nr. 3 Satz 3 BewR L vorzunehmen ist. Das FG wird nunmehr entsprechende Feststellungen nachzuholen haben. Dabei ist auch die vom FA im angefochtenen Feststellungsbescheid ber&uuml;cksichtigte abweichende Grundsteuerbelastung zu beachten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.12.2009, II R 45\/07 Bewertung von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben bei gemeinschaftlicher Tierhaltung Leits&auml;tze 1. Der land- und forstwirtschaftliche Betrieb bei gemeinschaftlicher Tierhaltung (&sect; 51a BewG) ist auch dann im vergleichenden Verfahren (&sect; 37 Abs. 1 Satz 1 BewG) zu bewerten, wenn die Eigenfl&auml;che ausschlie&szlig;lich als Hof- und Geb&auml;udefl&auml;che genutzt wird. 2. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-45-07-bewertung-von-land-und-forstwirtschaftlichen-betrieben-bei-gemeinschaftlicher-tierhaltung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;45\/07 &#8211; Bewertung von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben bei gemeinschaftlicher Tierhaltung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-13065","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13065","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13065"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13065\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13065"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13065"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13065"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}