{"id":13072,"date":"2012-12-19T15:52:24","date_gmt":"2012-12-19T13:52:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13072"},"modified":"2012-12-19T15:52:24","modified_gmt":"2012-12-19T13:52:24","slug":"iv-b-66-08-eidesstattliche-versicherung-als-mittel-der-glaubhaftmachung-missbraeuchliche-richterablehnung-recht-auf-akteneinsicht-anforderungen-an-einen-geschaeftsverteilungsplan-zugriff-auf-gespeiche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-66-08-eidesstattliche-versicherung-als-mittel-der-glaubhaftmachung-missbraeuchliche-richterablehnung-recht-auf-akteneinsicht-anforderungen-an-einen-geschaeftsverteilungsplan-zugriff-auf-gespeiche\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;B&nbsp;66\/08 &#8211; Eidesstattliche Versicherung als Mittel der Glaubhaftmachung &#8211; Missbr&auml;uchliche Richterablehnung &#8211; Recht auf Akteneinsicht &#8211; Anforderungen an einen Gesch&auml;ftsverteilungsplan &#8211; Zugriff auf gespeicherte Daten &#8211; Rechtslage im Entscheidungszeitpunkt entscheidet &uuml;ber grunds&auml;tzliche Bedeutung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.11.2009, IV B 66\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Eidesstattliche Versicherung als Mittel der Glaubhaftmachung &#8211; Missbr&auml;uchliche Richterablehnung &#8211; Recht auf Akteneinsicht &#8211; Anforderungen an einen Gesch&auml;ftsverteilungsplan &#8211; Zugriff auf gespeicherte Daten &#8211; Rechtslage im Entscheidungszeitpunkt entscheidet &uuml;ber grunds&auml;tzliche Bedeutung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde hat keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die geltend gemachten Verfahrensfehler (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) f&uuml;hren nicht zur Zulassung der Revision.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das Finanzgericht (FG) hat den Anspruch der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) auf rechtliches Geh&ouml;r (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;, &sect; 96 Abs. 2 FGO) nicht dadurch verletzt, dass es den Antrag auf Aufhebung des Termins zur m&uuml;ndlichen Verhandlung abgelehnt hat und die m&uuml;ndliche Verhandlung am 11. April 2008 ohne den Prozessbevollm&auml;chtigten der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 227 der Zivilprozessordnung (ZPO) kann ein gerichtlicher Termin nur aus erheblichen Gr&uuml;nden aufgehoben oder verlegt werden. Liegen erhebliche Gr&uuml;nde i.S. von &sect; 227 ZPO vor, verdichtet sich die nach dieser Vorschrift einger&auml;umte Ermessensfreiheit zu einer Rechtspflicht (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 30. November 1992 X B 18\/92, BFH\/NV 1993, 732). Zu den erheblichen Gr&uuml;nden i.S. von &sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 227 ZPO kann auch die Verhinderung des sachbearbeitenden Bevollm&auml;chtigten durch einen anderen Gerichtstermin geh&ouml;ren (BFH-Beschluss vom 29. Juli 2008 IX B 37\/08, Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst, 2008, 1358).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 227 Abs. 2 ZPO sind die Gr&uuml;nde auf Verlangen glaubhaft zu machen. Eine eidesstattliche Versicherung ist zur Glaubhaftmachung eines Sachverhalts nur dann geeignet, wenn zu diesem Zweck &#8211;au&szlig;er der eigenen Erkl&auml;rung&#8211; keine weiteren Mittel der Glaubhaftmachung zur Verf&uuml;gung stehen (BFH-Beschluss vom 13. Oktober 2005 IV B 21\/05, BFH\/NV 2006, 328, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Vorliegend hat die Kl&auml;gerin die Gr&uuml;nde auf Verlangen nicht glaubhaft gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragte die Verlegung des Termins, weil der Prozessbevollm&auml;chtigte am gleichen Tag zun&auml;chst einen weiteren, bereits fr&uuml;her bestimmten Gerichtstermin bei dem Sozialgericht X wahrnehmen und er am Nachmittag einen mehrst&uuml;ndigen Fachvortrag halten m&uuml;sse. Diese Angaben versicherte der Prozessbevollm&auml;chtigte an Eides Statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Vorsitzende Richter des erkennenden Senats des FG (Vorsitzender Richter am FG B) verf&uuml;gte daraufhin, dass die Gr&uuml;nde durch geeignete Unterlagen glaubhaft zu machen seien. Irrt&uuml;mlich wurde diese Verf&uuml;gung gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin im Schreiben vom 17. M&auml;rz 2008 als Verf&uuml;gung der Richterin am FG A bezeichnet. Der Vorsitzende Richter am FG B forderte den Prozessbevollm&auml;chtigten der Kl&auml;gerin durch ein weiteres Schreiben auf, die Gr&uuml;nde glaubhaft zu machen, und bat den Prozessbevollm&auml;chtigten, die Ladung des Sozialgerichts vorzulegen oder zumindest das Aktenzeichen bekannt zu geben. Dieser Aufforderung kam der Prozessbevollm&auml;chtigte nicht nach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die eidesstattliche Versicherung des Prozessbevollm&auml;chtigten reichte nicht aus, weil andere Mittel zur Glaubhaftmachung zur Verf&uuml;gung standen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Kl&auml;gerin tr&auml;gt zwar vor, ihr Prozessbevollm&auml;chtigter habe keine Ladung vorlegen und das Aktenzeichen nicht nennen d&uuml;rfen, weil er dadurch unbefugt das Mandantschaftsverh&auml;ltnis in einem anderen Verfahren h&auml;tte offenlegen m&uuml;ssen. Daran sah sich der Prozessbevollm&auml;chtigte aufgrund der Strafvorschrift des &sect; 203 Abs. 1 Nr. 3 des Strafgesetzbuches (StGB) gehindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Voraussetzung f&uuml;r eine Strafbarkeit nach dieser Vorschrift ist jedoch, dass die Einwilligung zur Offenbarung verweigert worden ist (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 26. Februar 2004 IV R 50\/01, BFHE 205, 234, BStBl II 2004, 502, unter II.2.b.bb.(4) der Gr&uuml;nde). Die Kl&auml;gerin hat aber nicht dargelegt, dass dies hier der Fall war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat braucht folglich nicht zu entscheiden, ob das Aktenzeichen eines Verfahrens, f&uuml;r das eine m&uuml;ndliche Verhandlung anberaumt ist, kein Geheimnis i.S. des &sect; 203 Abs. 1 Nr. 3 StGB ist, weil es der Grundsatz der &Ouml;ffentlichkeit der Verhandlung (&sect; 61 des Sozialgerichtsgesetzes i.V.m. &sect; 169 des Gerichtsverfassungsgesetzes &#8211;GVG&#8211;) gebietet, dass jedermann die M&ouml;glichkeit hat, sich ohne besondere Schwierigkeiten von Ort und Zeit einer m&uuml;ndlichen Verhandlung Kenntnis zu verschaffen (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BverfG&#8211; vom 10. Oktober 2001&nbsp;&nbsp;2 BvR 1620\/01, Neue Juristische Wochenschrift 2002, 814).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Demnach ist das FG auch nicht von dem BFH-Urteil vom 5. Dezember 1979 II R 56\/76 (BFHE 129, 297, BStBl II 1980, 208) abgewichen; denn &#8211;anders als in dieser Entscheidung&#8211; hat hier die Kl&auml;gerin die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Terminverlegung auf Verlangen nicht glaubhaft gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ohne Erfolg r&uuml;gt die Kl&auml;gerin, dass eine &Uuml;berraschungsentscheidung vorliege.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine solche ist anzunehmen, wenn das FG sein Urteil auf einen bis dahin nicht er&ouml;rterten rechtlichen oder tats&auml;chlichen Gesichtspunkt st&uuml;tzt und damit dem Rechtsstreit eine Wendung gibt, mit der auch ein gewissenhafter und kundiger Prozessbeteiligter selbst unter Ber&uuml;cksichtigung der Vielzahl vertretbarer Auffassungen nach dem bisherigen Verlauf der Verhandlung nicht rechnen musste. Das Gebot, rechtliches Geh&ouml;r zu gew&auml;hren, verpflichtet das Gericht indes nicht, die f&uuml;r die Entscheidung ma&szlig;geblichen Gesichtspunkte mit den Beteiligten umfassend zu er&ouml;rtern oder sie ihnen im Voraus anzudeuten. Auf naheliegende tats&auml;chliche oder rechtliche Gesichtspunkte braucht das Gericht zumindest dann nicht hinzuweisen (&sect; 76 Abs. 2 FGO), wenn die Beteiligten &#8211;wie im Streitfall&#8211; fachkundig vertreten sind. Abgesehen davon muss ein Beteiligter bei unklarer Sach- und\/oder Rechtslage grunds&auml;tzlich alle vertretbaren rechtlichen oder tats&auml;chlichen Gesichtspunkte von sich aus in Betracht ziehen und seinen Vortrag darauf einrichten (BFH-Beschluss vom 7. Mai 2009 IX B 13\/09, BFH\/NV 2009, 1266, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt, das FG habe nicht ohne Hinweis darauf abstellen d&uuml;rfen, der Prozessbevollm&auml;chtigte der Kl&auml;gerin h&auml;tte das Mandantschaftsverh&auml;ltnis nicht offenbaren m&uuml;ssen, weil er die geltend gemachten Gr&uuml;nde auch durch Vorlage einer Ladung h&auml;tte glaubhaft machen k&ouml;nnen, bei der der Name des Mandanten unleserlich gemacht worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies hat indessen nahe gelegen. Im Schreiben vom 17. M&auml;rz 2008 ist die Kl&auml;gerin zur Vorlage geeigneter Unterlagen aufgefordert worden. Nach dem weiteren Schreiben des Vorsitzenden Richters am FG B h&auml;tte auch lediglich die Nennung des Aktenzeichens gen&uuml;gt. Demnach h&auml;tte die Kl&auml;gerin auch die Vorlage einer teilweise unkenntlich gemachten Ladung in Betracht ziehen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Kl&auml;gerin hat ferner auch damit rechnen m&uuml;ssen, dass das FG im Rahmen der Pr&uuml;fung, ob die Aufforderung des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) rechtm&auml;&szlig;ig war, dem FA die maschinell gespeicherten Daten auf einem Datentr&auml;ger f&uuml;r die Au&szlig;enpr&uuml;fung zur Verf&uuml;gung zu stellen, auf Art und Umfang der von der Kl&auml;gerin gespeicherten Daten abstellt. Denn ein Verwaltungsakt darf &#8211;wie die Kl&auml;gerin selbst ausf&uuml;hrt&#8211; nicht etwas tats&auml;chlich Unm&ouml;gliches verlangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die von der Kl&auml;gerin abgelehnten Richter haben zu Recht an der m&uuml;ndlichen Verhandlung sowie an der Entscheidung &uuml;ber den Befangenheitsantrag und an der Sachentscheidung mitgewirkt. Denn die Ablehnungsgesuche waren missbr&auml;uchlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect; 51 Abs. 1 Satz 1 FGO richtet sich die Entscheidung &uuml;ber ein Ablehnungsgesuch nach den &sect;&sect; 45, 47 ZPO. Danach wirkt der abgelehnte Richter an der Entscheidung grunds&auml;tzlich nicht mit. Von diesem Grundsatz gilt jedoch dann eine Ausnahme, wenn die Ablehnung missbr&auml;uchlich ist (BFH-Beschluss vom 8. Oktober 1997 I B 103\/97, BFH\/NV 1998, 475, m.w.N.). Dies ist z.B. der Fall, wenn der Antrag offenbar grundlos ist (BFH-Beschluss vom 10. August 1987 X B 29\/87, BFH\/NV 1988, 103) oder nur der Verschleppung dient (BFH-Beschluss vom 30. Juli 1993 I B 55\/93, I B 56\/93, BFH\/NV 1994, 325).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Vorliegend hat die Kl&auml;gerin die Richterin am FG A vor allem deswegen abgelehnt, weil sich die Richterin am FG A bewusst &uuml;ber die Voraussetzungen f&uuml;r eine Terminverlegung nach &sect; 227 ZPO i.V.m. &sect; 155 FGO hinweggesetzt und dem Prozessbevollm&auml;chtigten der Kl&auml;gerin die Akteneinsicht verweigert habe. Diese Befangenheitsgr&uuml;nde sind offenbar haltlos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine vermeintlich oder tats&auml;chlich rechtsfehlerhafte Entscheidung rechtfertigt f&uuml;r sich genommen die Besorgnis der Befangenheit nicht (BFH-Beschluss vom 13. November 2008 XI B 20\/08, BFH\/NV 2009, 945). Im Streitfall kommt hinzu, dass das Verhalten der Richterin am FG A offensichtlich rechtm&auml;&szlig;ig war. Dies war f&uuml;r die fachkundig vertretene Kl&auml;gerin auch erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Aus Sicht der Kl&auml;gerin hat die Richterin am FG A, weil sie irrt&uuml;mlich als Verf&uuml;gende bezeichnet worden ist, die Glaubhaftmachung der Gr&uuml;nde f&uuml;r die Terminverlegung verlangt. Wie dargelegt durfte das FG die Glaubhaftmachung trotz der Versicherung an Eides Statt verlangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Dar&uuml;ber hinaus hat die Richterin am FG A mit Schreiben vom 18. M&auml;rz 2008 nicht die Akteneinsicht verweigert, sondern lediglich aufgrund des auf den 11. April 2008 anberaumten Termins f&uuml;r die m&uuml;ndliche Verhandlung die Versendung der Akten verweigert und auf eine Akteneinsicht im FG verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Akteneinsicht bei Gericht ist entsprechend der gesetzlichen Grundentscheidung des &sect; 78 Abs. 1 FGO die Regel. Die Ausnahmen sind deshalb auf eng begrenzte Sonderf&auml;lle beschr&auml;nkt (BFH-Beschluss vom 19. November 2002 V B 166\/01, BFH\/NV 2003, 484). Die Kl&auml;gerin hat keine Gr&uuml;nde geltend gemacht, weshalb die Akten ausnahmsweise versendet werden sollen; diese sind auch nicht ersichtlich. Vielmehr hat die Richterin am FG A zu Recht auf die anstehende m&uuml;ndliche Verhandlung hingewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auch die Ablehnung des Vorsitzenden Richters am FG B war missbr&auml;uchlich, weil sie offensichtlich haltlos ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin begr&uuml;ndete ihr Ablehnungsgesuch im Wesentlichen damit, dass der Vorsitzende Richter am FG B behaupte, er habe das Schreiben vom 17. M&auml;rz 2008 verf&uuml;gt und nicht, was zutreffe, die Richterin am FG A. Es stelle sich die Frage, ob dies strafrechtlich relevant sei. Dar&uuml;ber hinaus sei der Termin zu verlegen gewesen. Der Vorsitzende Richter am FG B habe &uuml;ber die Verlegung des Termins entschieden, obwohl er aufgrund des Befangenheitsantrages nicht weiter habe am Verfahren mitwirken d&uuml;rfen. Schlie&szlig;lich habe der Vorsitzende Richter am FG B eine m&uuml;ndliche Verhandlung durchf&uuml;hren wollen, obwohl es keine g&uuml;ltige senatsinterne Gesch&auml;ftsverteilung gebe; denn diese sei nicht im Voraus f&uuml;r das gesamte Gesch&auml;ftsjahr beschlossen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt damit vermeintlich rechtsfehlerhafte Entscheidungen des Vorsitzenden Richters am FG B. Diese rechtfertigen aber keine Besorgnis der Befangenheit. Dar&uuml;ber hinaus waren die Ma&szlig;nahmen &#8211;f&uuml;r die rechtskundig vertretene Kl&auml;gerin erkennbar&#8211; offensichtlich rechtm&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der Vorsitzende Richter am FG B hat die Verf&uuml;gung zum Schreiben vom 17. M&auml;rz 2008 unterzeichnet. Eine Kopie dieser Verf&uuml;gung ist der Kl&auml;gerin dar&uuml;ber hinaus nach Aktenlage bereits vor deren Befangenheitsgesuch gegen den Vorsitzenden Richter am FG B zusammen mit dem Telefax vom 9. April 2008 zugesandt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Zu Recht hat der Vorsitzende Richter am FG B den Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht verlegt (vgl. 1.a der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin bestand eine wirksame senatsinterne Gesch&auml;ftsverteilung. Nach &sect; 21g Abs. 2 GVG bestimmt der Beschluss &uuml;ber die senatsinterne Gesch&auml;ftsverteilung vor Beginn des Gesch&auml;ftsjahres f&uuml;r dessen Dauer, nach welchen Grunds&auml;tzen die Mitglieder an den Verfahren mitwirken; er kann nur ge&auml;ndert werden, wenn die &Auml;nderung wegen &Uuml;berlastung, ungen&uuml;gender Auslastung, Wechsels oder dauernder Verhinderung einzelner Mitglieder des Spruchk&ouml;rpers n&ouml;tig wird. Dies ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (Beschluss des Plenums des BVerfG vom 8. April 1997&nbsp;&nbsp;1 PBvU 1\/95, BVerfGE 1995, 322, unter C.I.4.b der Gr&uuml;nde). Vorliegend konnte der Beschluss &uuml;ber die senatsinterne Gesch&auml;ftsverteilung nach dieser Vorschrift zum 17. Januar 2008 ge&auml;ndert werden, weil der Vorsitz im Senat zu diesem Zeitpunkt wechselte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Da das Befangenheitsgesuch missbr&auml;uchlich war, durfte der Vorsitzende Richter am FG B weiterhin am Verfahren mitwirken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ohne Erfolg r&uuml;gt die Kl&auml;gerin, die Besetzung des FG sei fehlerhaft gewesen und sie, die Kl&auml;gerin, sei ihrem gesetzlichen Richter entzogen, weil das FA nicht ausdr&uuml;cklich im Gesch&auml;ftsverteilungsplan genannt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Gesch&auml;ftsverteilungsplan muss zur Wahrung des gesetzlichen Richters i.S. von Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG im Voraus generell-abstrakt auch die im Einzelfall zur Mitwirkung berufenen Richter bestimmen und Vorkehrungen schon gegen die blo&szlig;e M&ouml;glichkeit und den Verdacht einer Manipulation der rechtsprechenden Gewalt treffen. Der Gesch&auml;ftsverteilungsplan muss den Prinzipien der Vollst&auml;ndigkeit, der Bestimmtheit und der Vorauswirkung entsprechen (vgl. grundlegend Beschluss des Plenums des BVerfG in BVerfGE 1995, 322).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ma&szlig;geblich ist der Gesch&auml;ftsverteilungsplan zum Zeitpunkt der Entscheidung (BFH-Urteil vom 14. November 1995 VIII R 84\/93, VIII R 1\/94, BFH\/NV 1996, 416).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der ma&szlig;gebliche, ab dem 17. Januar 2008 geltende Gesch&auml;ftsverteilungsplan des FG gen&uuml;gt diesen Anforderungen. Insbesondere ist dort abstrakt-generell und hinreichend bestimmt auch die Zust&auml;ndigkeit des beklagten FA geregelt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem ab 17. Januar 2008 geltenden Gesch&auml;ftsverteilungsplan hat der 11. Senat des FG u.a. die Spezialzust&auml;ndigkeit f&uuml;r die Anordnung und Durchf&uuml;hrung von Au&szlig;enpr&uuml;fungen f&uuml;r die Bezirke von einzeln aufgef&uuml;hrten Festsetzungsfinanz&auml;mtern. Hierzu geh&ouml;ren auch die F&Auml; A-Nord und A-S&uuml;d. Nach I.b cc i.V.m. I.a bb der Anmerkungen, die Teil des Gesch&auml;ftsverteilungsplanes sind, betrifft eine Klage den zugeordneten Finanzamtsbezirk zun&auml;chst dann, wenn das betreffende Festsetzungsfinanzamt beklagte Beh&ouml;rde ist, andernfalls dann, wenn der Kl&auml;ger in diesem Finanzamtsbezirk seinen Wohnsitz, seine Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit oder seinen gew&ouml;hnlichen Aufenthalt hat, andernfalls dann, wenn eine Beh&ouml;rde, die nicht Festsetzungsfinanzamt ist, Beklagte ist und in diesem Finanzamtsbezirk ihren Sitz hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hieraus folgt f&uuml;r den Streitfall, dass der 11. Senat des FG deswegen zust&auml;ndig war, weil die Kl&auml;gerin ihren Sitz im Bezirk der F&Auml; A-Nord oder -S&uuml;d hatte. Aufgrund der getroffenen Regelung musste das beklagte FA entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin nicht ausdr&uuml;cklich benannt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung zuzulassen (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Rechtssache hat grunds&auml;tzliche Bedeutung, wenn eine Frage zu entscheiden ist, an deren Beantwortung ein allgemeines Interesse besteht, weil ihre Kl&auml;rung das Interesse der Allgemeinheit an der Fortentwicklung und Handhabung des Rechts betrifft (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 3. M&auml;rz 2006 V B 80\/05, BFH\/NV 2006, 1250, m.w.N.). Sie muss kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar sein (BFH-Beschluss vom 19. Juli 2007 V B 222\/06, BFHE 217, 310, BStBl II 2008, 163, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die von der Kl&auml;gerin hinsichtlich der Befangenheitsantr&auml;ge aufgeworfenen Rechtsfragen sind gekl&auml;rt oder in einem Revisionsverfahren nicht kl&auml;rbar, weil die Befangenheitsgesuche rechtsmissbr&auml;uchlich waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Wie unter II.1.a der Gr&uuml;nde dargelegt ist bereits gekl&auml;rt, dass eine eidesstattliche Versicherung nicht ausreicht, wenn andere Unterlagen vorhanden sind. Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin hat das FG den Prozessbevollm&auml;chtigten auch nicht zu einer Straftat veranlasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist die Frage, ob &quot;die Anforderung von Buchhaltungsunterlagen auf einem maschinell lesbaren Datentr&auml;ger das &Uuml;berma&szlig;verbot&quot; verletzt, &quot;wenn der Betriebspr&uuml;fer Buchhaltungsunterlagen in Papierform zur Verf&uuml;gung gestellt bekommen und pr&uuml;fen kann&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn diese Frage ist unmittelbar aus dem Gesetz zu beantworten. Dieses er&ouml;ffnet n&auml;mlich der Finanzverwaltung die M&ouml;glichkeit, auf gespeicherte Daten zuzugreifen (&sect; 147 Abs. 6 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;), ohne danach zu unterscheiden, ob die in &sect; 147 Abs. 1 AO genannten Unterlagen (auch) in Papierform vorliegen. Ferner wird in &sect; 200 Abs. 1 Satz 2 AO zwischen der Vorlage der Unterlagen und den Befugnissen nach &sect; 147 Abs. 6 AO unterschieden (BFH-Urteil vom 24. Juni 2009 VIII R 80\/06, BFHE 225, 302, unter II.1.b aa der Gr&uuml;nde). Der Datenzugriff nach &sect; 147 Abs. 6 AO soll dar&uuml;ber hinaus die Rechte der Finanzbeh&ouml;rde erweitern, nicht aber deren bisher schon bestehende Befugnisse einschr&auml;nken (BFH-Beschluss vom 26. September 2007 I B 53\/07, I B 54\/07, BFHE 219, 19, BStBl II 2008, 415, unter B.II.3. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Schlie&szlig;lich ist bereits gekl&auml;rt, dass &sect; 147 Abs. 6 AO dem Bestimmtheitsgebot gen&uuml;gt (BFH-Urteil in BFHE 225, 302, unter II.1.b cc der Gr&uuml;nde). Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Frage, ob einer Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung zukommt, ist die Rechtslage im Zeitpunkt der Entscheidung &uuml;ber die Zulassung der Revision (BFH-Beschluss vom 16. Oktober 2000 VIII B 18\/99, BFH\/NV 2001, 438, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Aus diesen Gr&uuml;nden ist die Revision auch nicht zur Fortbildung des Rechts (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;1. Halbsatz FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.11.2009, IV B 66\/08 Eidesstattliche Versicherung als Mittel der Glaubhaftmachung &#8211; Missbr&auml;uchliche Richterablehnung &#8211; Recht auf Akteneinsicht &#8211; Anforderungen an einen Gesch&auml;ftsverteilungsplan &#8211; Zugriff auf gespeicherte Daten &#8211; Rechtslage im Entscheidungszeitpunkt entscheidet &uuml;ber grunds&auml;tzliche Bedeutung Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 2&nbsp; 1. Die geltend gemachten Verfahrensfehler (&sect; 115 Abs. 2 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-66-08-eidesstattliche-versicherung-als-mittel-der-glaubhaftmachung-missbraeuchliche-richterablehnung-recht-auf-akteneinsicht-anforderungen-an-einen-geschaeftsverteilungsplan-zugriff-auf-gespeiche\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;B&nbsp;66\/08 &#8211; Eidesstattliche Versicherung als Mittel der Glaubhaftmachung &#8211; Missbr&auml;uchliche Richterablehnung &#8211; Recht auf Akteneinsicht &#8211; Anforderungen an einen Gesch&auml;ftsverteilungsplan &#8211; Zugriff auf gespeicherte Daten &#8211; Rechtslage im Entscheidungszeitpunkt entscheidet &uuml;ber grunds&auml;tzliche Bedeutung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-13072","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13072","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13072"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13072\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13072"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13072"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13072"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}