{"id":13089,"date":"2012-12-19T15:34:26","date_gmt":"2012-12-19T13:34:26","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13089"},"modified":"2012-12-19T15:34:26","modified_gmt":"2012-12-19T13:34:26","slug":"vi-b-75-09-wiedereinsetzung-bei-problemen-mit-der-edv-und-telekommunkationsanlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-b-75-09-wiedereinsetzung-bei-problemen-mit-der-edv-und-telekommunkationsanlage\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;B&nbsp;75\/09 &#8211; Wiedereinsetzung bei Problemen mit der EDV- und Telekommunkationsanlage"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 1.12.2009, VI B 75\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Wiedereinsetzung bei Problemen mit der EDV- und Telekommunkationsanlage<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Mit Urteil vom 12. Mai 2009, das der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) am 28. Mai 2009 zugestellt wurde, wies das Finanzgericht (FG) die Klage wegen Einkommensteuer 2001 ab. Die Revision lie&szlig; das FG nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen hat die Kl&auml;gerin durch ihren Prozessbevollm&auml;chtigten mit Telefax, eingegangen am 26. Juni 2009, beim Bundesfinanzhof (BFH) Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt. In dem Schreiben ist angek&uuml;ndigt, die Begr&uuml;ndung der Beschwerde werde nachgereicht. Mit Telefax vom 28. Juli 2009, das beim BFH am Nachmittag des 29. Juli 2009 eingegangen ist, beantragte die Kl&auml;gerin, die Frist zur Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde um einen Monat zu verl&auml;ngern. Mit einer am 4. August 2009 zugestellten Verf&uuml;gung wies die Senatsgesch&auml;ftsstelle die Kl&auml;gerin darauf hin, dass die Frist zur Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde am 28. Juli 2009 abgelaufen und der Antrag auf Fristverl&auml;ngerung vom 28. Juli 2009 versp&auml;tet am 29. Juli 2009 eingegangen sei. Das Schreiben enthielt dar&uuml;ber hinaus einen Hinweis auf &sect; 56 der Finanzgerichtsordnung (FGO). Am 10. August 2009 beantragte die Kl&auml;gerin wegen Vers&auml;umung der Begr&uuml;ndungsfrist Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand. Technische Probleme h&auml;tten verhindert, den Fristverl&auml;ngerungsantrag fristgem&auml;&szlig; zu &uuml;bermitteln. Zugleich wurde die Nichtzulassungsbeschwerde begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. 1. Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Sie wird durch Beschluss verworfen (&sect; 132 FGO), weil sie nicht rechtzeitig begr&uuml;ndet worden ist (&sect; 116 Abs. 3 Satz 1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall ist die Begr&uuml;ndungsfrist f&uuml;r eine Nichtzulassungsbeschwerde gegen das am 28. Mai 2009 zugestellte Urteil am 28. Juli 2009 abgelaufen. Die erst am 10. August 2009 beim BFH eingegangene Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde durch die Kl&auml;gerin war mithin versp&auml;tet, da eine Verl&auml;ngerung der Begr&uuml;ndungsfrist erst nach Fristablauf beantragt worden war (&sect; 116 Abs. 3 Satz 4 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die von der Kl&auml;gerin begehrte Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach &sect; 56 FGO wegen der Vers&auml;umung der Beschwerdebegr&uuml;ndungsfrist kann nicht bewilligt werden. Die Kl&auml;gerin war nicht ohne ihr Verschulden verhindert, die einmonatige Frist einzuhalten (&sect; 56 Abs. 1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Vers&auml;umnis einer gesetzlichen Frist setzt nach &sect; 56 Abs. 1 und Abs. 2 FGO u.a. voraus, dass der Betreffende ohne Verschulden verhindert war, die Frist einzuhalten, dass er die Tatsachen, aus denen sich dies ergibt, innerhalb der in &sect; 56 Abs. 2 Satz 1 FGO bezeichneten Frist vortr&auml;gt und sp&auml;testens im Verfahren &uuml;ber den Antrag glaubhaft macht. Daran fehlt es im Streitfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Schon das Vorbringen der Kl&auml;gerin, Probleme mit der EDV-Anlage und den IT-basierten Telekommunikationseinrichtungen am 28. Juli 2009 h&auml;tten eine fristgerechte &Uuml;bermittlung des Antrags auf Verl&auml;ngerung der Frist f&uuml;r die Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde durch den Prozessbevollm&auml;chtigten verhindert, kann eine Wiedereinsetzung in die Begr&uuml;ndungsfrist nicht rechtfertigen. Denn damit ist lediglich dargelegt, weshalb der Fristverl&auml;ngerungsantrag versp&auml;tet bei Gericht eingegangen ist, nicht aber vorgetragen, warum der Prozessbevollm&auml;chtigte oder sein B&uuml;ro dadurch an der fristgerechten Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde gehindert gewesen sein sollten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Auch eine Wiedereinsetzung wegen des vers&auml;umten Antrags auf Verl&auml;ngerung der Beschwerdebegr&uuml;ndungsfrist (vgl. &sect; 116 Abs. 3 Satz 4 FGO) kommt nicht in Betracht (vgl. auch BFH-Beschl&uuml;sse vom 1. Dezember 1986 GrS 1\/85, BFHE 148, 414, BStBl II 1987, 264, und vom 5. November 1996 VII R 55\/96, BFH\/NV 1997, 251); denn die Frist zur Stellung des Antrags auf Verl&auml;ngerung der Beschwerdebegr&uuml;ndungsfrist ist keine gesetzliche Frist i.S. des &sect; 56 Abs. 1 FGO (BFH-Beschluss vom 5. Juli 2002 XI B 165\/01, BFH\/NV 2002, 1480, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 1.12.2009, VI B 75\/09 Wiedereinsetzung bei Problemen mit der EDV- und Telekommunkationsanlage Tatbestand 1&nbsp; I. Mit Urteil vom 12. Mai 2009, das der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) am 28. Mai 2009 zugestellt wurde, wies das Finanzgericht (FG) die Klage wegen Einkommensteuer 2001 ab. 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