{"id":13114,"date":"2012-12-19T15:35:32","date_gmt":"2012-12-19T13:35:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13114"},"modified":"2012-12-19T15:35:32","modified_gmt":"2012-12-19T13:35:32","slug":"iii-b-10-08-kein-wechsel-der-oertlichen-zustaendigkeit-bei-wohnsitzverlegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-10-08-kein-wechsel-der-oertlichen-zustaendigkeit-bei-wohnsitzverlegung\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;10\/08 &#8211; Kein Wechsel der &ouml;rtlichen Zust&auml;ndigkeit bei Wohnsitzverlegung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.11.2009, III B 10\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Kein Wechsel der &ouml;rtlichen Zust&auml;ndigkeit bei Wohnsitzverlegung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) begann am 1. Dezember 1976 eine T&auml;tigkeit bei einer Versicherung. Der der T&auml;tigkeit zun&auml;chst zugrundeliegende &quot;Dienstvertrag&quot; vom 1.\/10. Dezember 1976 bezeichnete ihn als &quot;Angestellten im Au&szlig;endienst&quot;; ferner erhielt er ein monatliches Gehalt in H&ouml;he von 1.000 DM, Tagegelder und Pr&auml;mien. Urlaubsanspruch und Fortzahlung der Bez&uuml;ge im Krankheitsfall richteten sich nach dem Tarifvertrag f&uuml;r das private Versicherungsgewerbe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 17. Dezember 1982\/3. Januar 1983 wurde ein neuer Vertrag unterzeichnet. Nach diesem &quot;Vertreter &#8211; Vertrag&quot; war der Kl&auml;ger als &quot;selbst&auml;ndiger Gewerbetreibender&quot; damit betraut, f&uuml;r die Versicherung Versicherungsvertr&auml;ge zu vermitteln. Zeit und Art der Durchf&uuml;hrung seiner T&auml;tigkeit konnte der Kl&auml;ger frei bestimmen. Die gewerbe- und steuerrechtlichen Bestimmungen hatte er in eigener Verantwortung selbst zu beachten. Zur Abgeltung seiner T&auml;tigkeit erhielt der Kl&auml;ger Provisionen. Die Provisionen wurden auf ein Konto ausbezahlt, dessen Inhaberin die Ehefrau des Kl&auml;gers war; die Ehefrau war allerdings der Versicherung nicht bekannt. Aus diesen Einnahmen hatte der Kl&auml;ger s&auml;mtliche pers&ouml;nlichen und sachlichen Kosten seines Gesch&auml;ftsbetriebs, wie z.B. Reiseaufwendungen und Aufwendungen f&uuml;r den B&uuml;robetrieb, zu bestreiten. F&uuml;r die Dauer des Vertrages verpflichtete er sich, nur f&uuml;r die Versicherung t&auml;tig zu sein und ohne schriftliche Zustimmung keine Nebengesch&auml;fte zu betreiben. Nach den dem Vertrag beigef&uuml;gten Richtlinien hatte der Kl&auml;ger f&uuml;r den Fall, dass er seine T&auml;tigkeit wegen Krankheit nicht aus&uuml;ben konnte, die Versicherung unverz&uuml;glich zu unterrichten. Dauerte die Krankheit l&auml;nger als drei Tage, war ein &auml;rztliches Attest vorzulegen, damit sich die Versicherung ein Bild von der voraussichtlichen Dauer der Erkrankung machen konnte. Die Urlaubszeit hatte der Kl&auml;ger unter Wahrung einer angemessenen Frist mit dem Bezirksdirektor abzustimmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Eink&uuml;nfte aus der Versicherungst&auml;tigkeit erkl&auml;rte der Kl&auml;ger in den Streitjahren 1990 bis 1997 als Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb (in den Jahren 1992 bis 1996 f&uuml;llte er die Anlage GSE nicht aus). Aufwendungen z.B. f&uuml;r das B&uuml;ro im Untergeschoss seines Privathauses waren in den erkl&auml;rten Betriebsausgaben enthalten. Da die erkl&auml;rten Eink&uuml;nfte unter dem Freibetrag des &sect; 11 Abs. 1 des Gewerbesteuergesetzes lagen, wurden keine Gewerbesteuermessbescheide erlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Steuerfahndungspr&uuml;fung erh&ouml;hten sich die gewerblichen Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus der T&auml;tigkeit als Versicherungsvertreter. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; entsprechende Gewerbesteuermessbescheide. Seinen Einspruch gegen diese Bescheide begr&uuml;ndete der Kl&auml;ger damit, dass er nie als &quot;Gewerbetreibender&quot;, sondern stets als &quot;Angestellter&quot; der Versicherung t&auml;tig gewesen sei. Der Einspruch blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren trug der Prozessbevollm&auml;chtigte des Kl&auml;gers u.a. vor, es werde nicht mehr bestritten, dass die Versicherungsvermittlung als selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit ausge&uuml;bt worden sei, die T&auml;tigkeit sei aber seiner Ehefrau zuzurechnen, die das Gewerbe angemeldet und entsprechend gewerblich t&auml;tig gewesen sei; die Provisionen seien auf ihr Konto &uuml;berwiesen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) N&uuml;rnberg wies die Klage ab. Es war der Auffassung, Gewerbetreibender sei der Kl&auml;ger und nicht dessen Ehefrau gewesen. Er allein sei Vertragspartner der Versicherung gewesen, nur er habe eine Agentennummer gehabt und sei im Au&szlig;endienst t&auml;tig gewesen. Eink&uuml;nfte aus der Vermittlungst&auml;tigkeit habe immer nur der Kl&auml;ger erkl&auml;rt, seine Ehefrau habe sich in den Einkommensteuererkl&auml;rungen als &quot;Hausfrau&quot; bezeichnet. Unerheblich sei, dass die Provisionen auf das Konto der Ehefrau geflossen seien, denn zuzurechnen seien die Eink&uuml;nfte dem Kl&auml;ger, der die gewerbliche T&auml;tigkeit ausgef&uuml;hrt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger tr&auml;gt mit seiner Nichtzulassungsbeschwerde im Wesentlichen vor, die Revision sei nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) wegen Verfahrensfehlern und nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2 FGO wegen greifbarer Gesetzeswidrigkeit des FG-Urteils zuzulassen. Das FG sei &ouml;rtlich unzust&auml;ndig gewesen. Er habe in der m&uuml;ndlichen Verhandlung mitgeteilt, dass er seinen Wohnsitz in der Schweiz habe. Da sein letzter inl&auml;ndischer Wohnsitz in Westfalen gewesen sei, h&auml;tte das FG den Rechtsstreit an das f&uuml;r den letzten inl&auml;ndischen Wohnsitz des Kl&auml;gers zust&auml;ndige FG verweisen m&uuml;ssen. Das FG habe seine Sachaufkl&auml;rungspflicht verletzt, weil es den Vertretervertrag vom 17. Dezember 1982\/3. Januar 1983 nicht beigezogen habe, aus dem sich ergeben h&auml;tte, dass er bei der Versicherung als Angestellter t&auml;tig gewesen sei. Das Urteil des FG sei au&szlig;erdem greifbar gesetzeswidrig, weil sich das FG nicht mit der Rechtsprechung zur Scheinselbst&auml;ndigkeit auseinandergesetzt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 116 Abs. 5 Satz 1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Verfahrensm&auml;ngel, auf denen das Urteil des FG beruhen k&ouml;nnte (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO), liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG ist zutreffend von seiner &ouml;rtlichen Zust&auml;ndigkeit ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 38 Abs. 1 FGO ist das FG &ouml;rtlich zust&auml;ndig, in dessen Bezirk die Beh&ouml;rde, gegen welche die Klage gerichtet ist, ihren Sitz hat. Nach &sect; 70 Satz 1 FGO i.V.m. &sect; 17 Abs. 1 Satz 1 des Gerichtsverfassungsgesetzes wird die &ouml;rtliche Zust&auml;ndigkeit des FG durch eine nach Rechtsh&auml;ngigkeit eintretende Ver&auml;nderung der sie begr&uuml;ndenden Umst&auml;nde nicht ber&uuml;hrt. Es ist daher f&uuml;r ein beim &ouml;rtlich zust&auml;ndigen FG eingeleitetes Verfahren unerheblich, wenn der Kl&auml;ger w&auml;hrend des Prozesses seinen Wohnsitz verlegt (Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 70 FGO Rz 4).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall war das FG N&uuml;rnberg &ouml;rtlich zust&auml;ndig, da die angefochtenen Bescheide durch das &#8211;zum Gerichtsbezirk des FG N&uuml;rnberg geh&ouml;rende&#8211; FA X erlassen worden waren. Ob das FA X in Hinblick auf den Wohnsitz des Kl&auml;gers in den Streitjahren &ouml;rtlich zust&auml;ndig war, ist f&uuml;r die &ouml;rtliche Zust&auml;ndigkeit des FG unerheblich (Gr&auml;ber\/Koch, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 38 Rz 5). Auch wenn der Kl&auml;ger mittlerweile seinen Wohnsitz verlegt hat, bleibt die &ouml;rtliche Zust&auml;ndigkeit des FG erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die R&uuml;ge des Kl&auml;gers, das FG hat seine Pflicht zur Sachaufkl&auml;rung verletzt (&sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO), weil es den Vertreter-Vertrag vom 17. Dezember 1982\/3. Januar 1983 nicht beigezogen habe, rechtfertigt die Zulassung der Revision ebenfalls nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum einen befand sich dieser Vertrag bei den Gerichtsakten und wurde vom FG, das den wesentlichen Inhalt des Vertrags im Tatbestand seines Urteils dargestellt hat, auch zur Kenntnis genommen. Zum anderen kam es auf den Inhalt dieses Vertrages, der ausschlie&szlig;lich Bestimmungen &uuml;ber das Vertragsverh&auml;ltnis des Kl&auml;gers mit der Versicherung und &uuml;ber die Durchf&uuml;hrung seiner T&auml;tigkeit enthielt, nicht mehr an, nachdem der Prozessbevollm&auml;chtigte des Kl&auml;gers in der m&uuml;ndlichen Verhandlung erkl&auml;rt hatte, es werde nicht bestritten, dass die T&auml;tigkeit als Versicherungsvertreter als selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit ausgef&uuml;hrt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG brauchte den Sachverhalt auch nicht weiter aufzukl&auml;ren in Bezug auf die &Uuml;berweisung der Provisionen auf das Konto der Ehefrau und die Anmeldung eines Versicherungsgewerbes auf ihren Namen, da dieser Sachverhalt feststand. Dass das FG aus diesen Tatsachen nicht den vom Kl&auml;ger gew&uuml;nschten Schluss gezogen hat, die Eink&uuml;nfte aus der Versicherungst&auml;tigkeit seien nicht ihm, sondern seiner Ehefrau zuzurechnen, ist eine Frage der Sachverhaltsw&uuml;rdigung, die dem materiellen Recht zuzuordnen ist. Mit der R&uuml;ge, die W&uuml;rdigung des FG sei fehlerhaft, kann ein Verfahrensmangel nicht begr&uuml;ndet werden (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 27. Mai 2008 IX B 12\/08, BFH\/NV 2008, 1509, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2 FGO wegen eines offensichtlichen Rechtsanwendungsfehlers von erheblichem Gewicht im Sinne einer willk&uuml;rlichen oder greifbar gesetzeswidrigen Entscheidung zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Voraussetzung hierf&uuml;r w&auml;re, dass die Entscheidung des FG in einem solchen Ma&szlig;e fehlerhaft ist, dass das Vertrauen in die Rechtsprechung nur durch eine h&ouml;chstrichterliche Korrektur der finanzgerichtlichen Entscheidung wiederhergestellt werden k&ouml;nnte (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschluss vom 28. August 2007 VII B 357\/06, BFH\/NV 2008, 113, m.w.N.). Dies kann u.a. dann gegeben sein, wenn das Urteil jeglicher gesetzlichen Grundlage entbehrt oder auf einer offensichtlich Wortlaut und Gesetzeszweck widersprechenden Gesetzesauslegung beruht (vgl. BFH-Beschluss vom 8. Februar 2006 III B 128\/04, BFH\/NV 2006, 1116). Derartige Rechtsfehler sind nicht erkennbar; vielmehr ist die Entscheidung des FG, die &#8211;gewerblichen&#8211; Eink&uuml;nfte aus der Versicherungst&auml;tigkeit allein dem Kl&auml;ger zuzurechnen, rechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.11.2009, III B 10\/08 Kein Wechsel der &ouml;rtlichen Zust&auml;ndigkeit bei Wohnsitzverlegung Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) begann am 1. Dezember 1976 eine T&auml;tigkeit bei einer Versicherung. Der der T&auml;tigkeit zun&auml;chst zugrundeliegende &quot;Dienstvertrag&quot; vom 1.\/10. 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