{"id":13126,"date":"2012-12-19T15:59:56","date_gmt":"2012-12-19T13:59:56","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13126"},"modified":"2012-12-19T15:59:56","modified_gmt":"2012-12-19T13:59:56","slug":"i-r-83-08-freistellung-nach-art-24-abs-1-nr-1-satz-1-buchst-d-dba-schweiz-1992-erfasst-auch-die-einkuenfte-leitender-angestellter-von-schweizerischen-kapitalgesellschaften-aus-taetigkeiten-ausserhalb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-83-08-freistellung-nach-art-24-abs-1-nr-1-satz-1-buchst-d-dba-schweiz-1992-erfasst-auch-die-einkuenfte-leitender-angestellter-von-schweizerischen-kapitalgesellschaften-aus-taetigkeiten-ausserhalb\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;83\/08 &#8211; Freistellung nach Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 erfasst auch die Eink&uuml;nfte leitender Angestellter von schweizerischen Kapitalgesellschaften aus T&auml;tigkeiten au&szlig;erhalb der Schweiz &#8211; Fiktion des T&auml;tigkeitsortes in Art. 15 Abs. 4 gilt f&uuml;r Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 entsprechend"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.11.2009, I R 83\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Freistellung nach Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 erfasst auch die Eink&uuml;nfte leitender Angestellter von schweizerischen Kapitalgesellschaften aus T&auml;tigkeiten au&szlig;erhalb der Schweiz &#8211; Fiktion des T&auml;tigkeitsortes in Art. 15 Abs. 4 gilt f&uuml;r Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 entsprechend<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die T&auml;tigkeit eines in Deutschland ans&auml;ssigen leitenden Angestellten f&uuml;r eine schweizerische Kapitalgesellschaft, die unter Art. 15 Abs. 4 DBA-Schweiz 1992 f&auml;llt, wird auch insoweit i.S. des Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 &quot;in der Schweiz ausge&uuml;bt&quot;, als sie tats&auml;chlich au&szlig;erhalb der Schweiz verrichtet wird (Best&auml;tigung des Senatsurteils vom 25. Oktober 2006 I R 81\/04, BFHE 215, 237)&nbsp;&nbsp;  .<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) war in den Streitjahren 1999 und 2000 Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer Schweizer AG, der K-AG mit Sitz in der Schweiz. Er wohnte mit seiner Ehefrau und seiner Tochter, die sich in den Streitjahren in Ausbildung befand, in einem Einfamilienhaus in Baden-W&uuml;rttemberg (dort in R). Gleichzeitig unterhielt er in den Streitjahren eine Wohnung in der Schweiz (dort in T). Der Kl&auml;ger wurde in den Streitjahren mit seinen gesamten Eink&uuml;nften aus der T&auml;tigkeit als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer in der Schweiz besteuert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In einer Besprechung vom 21. Oktober 2003 verst&auml;ndigte der Kl&auml;ger sich mit dem Vorsteher des Beklagten und Revisionskl&auml;gers (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) wegen der umfangreichen Reiset&auml;tigkeit des Kl&auml;gers in Drittstaaten in tats&auml;chlicher Hinsicht darauf, dass bei insgesamt 250 Arbeitstagen in den Streitjahren jeweils 80 Nichtr&uuml;ckkehrtage i.S. des Art. 15a Abs. 2 Satz 2 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen vom 11. August 1971 (BGBl II 1972, 1022, BStBl I 1972, 519) i.d.F. des Protokolls vom 21. Dezember 1992 (BGBl II 1993, 1888, BStBl I 1993, 928) &#8211;DBA-Schweiz 1992&#8211; vorlagen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA bezog bei der Veranlagung des Kl&auml;gers und seiner Ehefrau f&uuml;r die Streitjahre die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der K-AG mit dem auf die T&auml;tigkeit in Drittstaaten entfallenden Anteil, f&uuml;r die es entsprechend der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung 80 Tage ansetzte, in die Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer ein. Es ging hierbei davon aus, dass der Kl&auml;ger und seine Ehefrau im Inland ans&auml;ssig waren. Der Einspruch blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der hiergegen erhobenen Klage gab das Finanzgericht (FG) Baden-W&uuml;rttemberg mit Urteil vom 1. April 2008&nbsp;&nbsp;11 K 138\/05, ver&ouml;ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2009, 385, statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts. Es beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Revisionsverfahren sind das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und das Finanzministerium des Landes Baden-W&uuml;rttemberg (FinMin) beigetreten (&sect; 122 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das BMF hat ebenso wie das FinMin keinen Antrag gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 FGO). Die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus der T&auml;tigkeit als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der K-AG sind auch insoweit unter Anwendung des Progressionsvorbehalts von der Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer auszunehmen, als sie auf T&auml;tigkeiten in Drittstaaten entfallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;ger war in den Streitjahren gem&auml;&szlig; &sect; 1 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes 1997 (EStG 1997) unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig; er unterlag daher mit allen in den Streitjahren erzielten Eink&uuml;nften der Einkommensteuer. Nach den f&uuml;r den Senat bindenden Feststellungen des FG (&sect; 118 Abs. 2 FGO) hatte der Kl&auml;ger in den Streitjahren einen Wohnsitz im Inland.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Aus&uuml;bung des hiernach bestehenden Besteuerungsrechts war aber, soweit es um die hier streitigen Eink&uuml;nfte geht, durch das DBA-Schweiz 1992 eingeschr&auml;nkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 werden bei einer in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) ans&auml;ssigen Person Geh&auml;lter, L&ouml;hne und &auml;hnliche Verg&uuml;tungen i.S. des Art. 15 DBA-Schweiz 1992, soweit sie nicht unter Art. 17 DBA-Schweiz 1992 fallen, von der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer ausgenommen, wenn sie nach dem Abkommen in der Schweiz besteuert werden k&ouml;nnen und die Arbeit in der Schweiz ausge&uuml;bt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Kl&auml;ger war in den Streitjahren i.S. des Art. 4 DBA-Schweiz 1992 in Deutschland ans&auml;ssig. Nach den Feststellungen des FG verf&uuml;gte der Kl&auml;ger in den Streitjahren sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz &uuml;ber eine st&auml;ndige Wohnst&auml;tte. F&uuml;r die Beurteilung der Ans&auml;ssigkeit kommt es damit nach Art. 4 Abs. 2 Buchst. a DBA-Schweiz 1992 darauf an, wo sich der Mittelpunkt der Lebensinteressen des Kl&auml;gers befand. Die W&uuml;rdigung des FG, dass der Mittelpunkt der Lebensinteressen des Kl&auml;gers in Deutschland lag, wird von den Beteiligten nicht angegriffen und ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit k&ouml;nnen nach Art. 15 Abs. 4 DBA-Schweiz 1992 in der Schweiz besteuert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Art. 15 Abs. 4 Satz 1 DBA-Schweiz 1992 k&ouml;nnen vorbehaltlich des Art. 15a DBA-Schweiz 1992 die Eink&uuml;nfte einer in Deutschland ans&auml;ssigen Person aus einer T&auml;tigkeit als Vorstandsmitglied, Direktor, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer oder Prokurist einer in der Schweiz ans&auml;ssigen Kapitalgesellschaft in der Schweiz besteuert werden, sofern die T&auml;tigkeit nicht so abgegrenzt ist, dass sie lediglich Aufgaben au&szlig;erhalb der Schweiz umfasst. Besteuert die Schweiz diese Eink&uuml;nfte nicht, so k&ouml;nnen sie in Deutschland besteuert werden (Art. 15 Abs. 4 Satz 2 DBA-Schweiz 1992).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger war nach den Feststellungen des FG Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der in der Schweiz ans&auml;ssigen K-AG; er geh&ouml;rte damit zum Kreis der in Art. 15 Abs. 4 Satz 1 DBA-Schweiz 1992 genannten leitenden Angestellten. Das FG hat nicht festgestellt, dass die T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers lediglich Aufgaben au&szlig;erhalb der Schweiz umfasste. Schlie&szlig;lich wurden die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus der T&auml;tigkeit als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer in den Streitjahren in der Schweiz besteuert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anwendung des Art. 15 Abs. 4 Satz 1 DBA-Schweiz 1992 wird im Streitfall nicht durch Art. 15a DBA-Schweiz 1992 ausgeschlossen. Denn der Kl&auml;ger ist kein Grenzg&auml;nger i.S. des Art. 15a DBA-Schweiz 1992, da er in den Streitjahren jeweils an mehr als 60 Arbeitstagen auf Grund seiner Arbeitsaus&uuml;bung nicht an seinen Wohnsitz zur&uuml;ckgekehrt ist (Art. 15a Abs. 2 Satz 2 DBA-Schweiz 1992). Dies ergibt sich aus der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung zwischen dem Kl&auml;ger und dem FA, nach der in den Streitjahren infolge der vom Kl&auml;ger unternommenen Reisen in Drittstaaten jeweils 80 Nichtr&uuml;ckkehrtage vorgelegen haben. Auf Seiten des FA war der Vorsteher als zust&auml;ndiger Amtstr&auml;ger an der Verst&auml;ndigung beteiligt. Die tats&auml;chliche Verst&auml;ndigung betraf einen Sachverhalt der Vergangenheit (Reiset&auml;tigkeit des Kl&auml;gers), dessen Ermittlung erschwert war. Die Beteiligten sind daher an den Inhalt der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung gebunden (vgl. Senatsurteil vom 8. Oktober 2008 I R 63\/07, BFHE 223, 194, BStBl II 2009, 121, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das FG hat zutreffend angenommen, dass der Kl&auml;ger seine Arbeit in den Streitjahren auch insoweit i.S. des Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 in der Schweiz ausge&uuml;bt hat, als er in Drittstaaten t&auml;tig geworden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach dem Senatsurteil vom 25. Oktober 2006 I R 81\/04 (BFHE 215, 237) wird die T&auml;tigkeit eines in Deutschland ans&auml;ssigen leitenden Angestellten f&uuml;r eine schweizerische Kapitalgesellschaft, die unter Art. 15 Abs. 4 DBA-Schweiz 1992 f&auml;llt, auch insoweit i.S. des Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 &quot;in der Schweiz ausge&uuml;bt&quot;, als sie tats&auml;chlich au&szlig;erhalb der Schweiz verrichtet wird. Art. 15 Abs. 4 DBA-Schweiz 1992 enth&auml;lt danach f&uuml;r seinen Anwendungsbereich eine Fiktion des T&auml;tigkeitsortes, die auch bei der Auslegung des Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 zu ber&uuml;cksichtigen ist. Hieran h&auml;lt der Senat fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die in Art. 15 Abs. 4 Satz 1 DBA-Schweiz 1992 enthaltene Fiktion des T&auml;tigkeitsortes ergibt sich nicht nur aus der Entstehungsgeschichte (vgl. hierzu ausf&uuml;hrlich Senatsurteil in BFHE 215, 237, unter II.2.b aa), sondern auch aus dem Regelungszusammenhang und der &uuml;bereinstimmenden Praxis der Vertragsparteien bei der Auslegung der Vorschrift.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Art. 15 Abs. 4 Satz 1 DBA-Schweiz 1992 kn&uuml;pft das Besteuerungsrecht der Schweiz an die T&auml;tigkeit als leitender Angestellter einer in der Schweiz ans&auml;ssigen Kapitalgesellschaft. Das Besteuerungsrecht ist indessen nicht vollst&auml;ndig vom &ouml;rtlichen Bezug dieser T&auml;tigkeit gel&ouml;st. Denn die Zuordnung des Besteuerungsrechts gilt nur f&uuml;r T&auml;tigkeiten, die nicht so abgegrenzt sind, dass sie lediglich Aufgaben au&szlig;erhalb der Schweiz umfassen. Der Regelungszusammenhang des Art. 15 Abs. 4 Satz 1 DBA-Schweiz 1992 liefert damit Anhaltspunkte f&uuml;r die &Uuml;bernahme der von den Vertragsparteien zu Art. 4 Abs. 1 Satz 1 DBA-Schweiz 1931\/1959 (BStBl I 1959, 1006) vertretenen Auslegung (Senatsbeschluss vom 15. Dezember 1998 I B 45\/98, BFH\/NV 1999, 751; Senatsurteil in BFHE 215, 237, unter II.2.b aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Art. 4 Abs. 1 Satz 1 DBA-Schweiz 1931\/1959 bestand f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus Arbeit ein ausschlie&szlig;liches Besteuerungsrecht des Vertragsstaats, in dessen Gebiet die pers&ouml;nliche T&auml;tigkeit ausge&uuml;bt wurde, aus der die Eink&uuml;nfte herr&uuml;hrten. F&uuml;r leitende Angestellte von Kapitalgesellschaften ist die deutsche Seite in diesem Zusammenhang stets davon ausgegangen, dass die pers&ouml;nliche T&auml;tigkeit am Sitz der Gesellschaft ausge&uuml;bt wird, soweit sie nicht so abgegrenzt ist, dass sie lediglich im Ausland sich auswirkende Aufgaben umfasst (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 12. August 1960 VI 300\/58 S, BFHE 71, 514, BStBl III 1960, 441, m.w.N.; Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 15. November 1971 GrS 1\/71, BFHE 103, 433, BStBl II 1972, 68). Dass dieselbe Abgrenzung sodann im Wortlaut des Art. 15 Abs. 4 DBA-Schweiz 1992 ihren Niederschlag gefunden hat, deutet darauf hin, dass die Vertragsstaaten &uuml;bereinstimmend dem deutschen Verst&auml;ndnis im Hinblick auf den Arbeitsort gefolgt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Die Fiktion des T&auml;tigkeitsortes folgt nach Art. 31 Abs. 3 Buchst. b des Wiener &Uuml;bereinkommens &uuml;ber das Recht der Vertr&auml;ge (W&Uuml;RV) vom 23. Mai 1969 (BGBl II 1985, 926) auch aus der &uuml;bereinstimmenden Praxis der Vertragsparteien bei der Auslegung des Art. 15 Abs. 4 DBA-Schweiz 1992. Nach Art. 31 Abs. 3 Buchst. b W&Uuml;RV ist bei der Auslegung eines v&ouml;lkerrechtlichen Vertrags jede sp&auml;tere &Uuml;bung bei der Anwendung des Vertrags zu ber&uuml;cksichtigen, aus der die &Uuml;bereinstimmung der Vertragsparteien &uuml;ber seine Auslegung hervorgeht; durch das W&Uuml;RV wurde insoweit eine Regelung des V&ouml;lkergewohnheitsrechts kodifiziert (Senatsurteil in BFHE 215, 237, unter II.2.b cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick auf Art. 15 Abs. 5 DBA-Schweiz 1971 (BGBl II 1972, 1022), der unver&auml;ndert in Art. 15 Abs. 4 DBA-Schweiz 1992 &uuml;bernommen wurde, haben beide Vertragsparteien &uuml;bereinstimmend angenommen, dass der Ort des Sitzes der Kapitalgesellschaft als T&auml;tigkeitsort des leitenden Angestellten anzusehen ist (vgl. Tz. 6 der Denkschrift der Bundesregierung vom 21. Januar 1972, BTDrucks VI\/3233, S. 15, 17; Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung vom 20. Oktober 1971, abgedruckt in Locher\/Meier\/von Siebenthal\/Kolb, Doppelbesteuerungsabkommen Schweiz-Deutschland, Kommentar, A 3.1.1; Tz. B.II.4 Buchst. a des Kreisschreibens der Eidgen&ouml;ssischen Steuerverwaltung &#8211;EStV&#8211; vom 29. Februar 1972, abgedruckt in Flick\/ Wassermeyer\/Wingert\/Kempermann, Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland-Schweiz, Materialien, 6.2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die in Art. 15 Abs. 4 Satz 1 DBA-Schweiz 1992 enthaltene Fiktion des T&auml;tigkeitsortes ist f&uuml;r die Auslegung des Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 ma&szlig;geblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Die Freistellung wird nach Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus der T&auml;tigkeit als leitender Angestellter einer schweizerischen Kapitalgesellschaft gew&auml;hrt, soweit die Arbeit in der Schweiz ausge&uuml;bt wird. Der Wortlaut der Vorschrift l&auml;sst es damit zu, den T&auml;tigkeitsort bei leitenden Angestellten nicht nach der tats&auml;chlichen Verrichtung der T&auml;tigkeit, sondern entsprechend der Auslegung des Merkmals der pers&ouml;nlichen Aus&uuml;bung der T&auml;tigkeit in Art. 4 Abs. 1 Satz 1 DBA-Schweiz 1931\/1959 nach dem Ort der Ans&auml;ssigkeit der Kapitalgesellschaft zu bestimmen. Ein solches Verst&auml;ndnis des T&auml;tigkeitsortes wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass sich der T&auml;tigkeitsort i.S. des Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 bei anderen Arbeitnehmern danach richtet, wo die Arbeit tats&auml;chlich verrichtet wird (vgl. Senatsbeschluss in BFH\/NV 1999, 751, m.w.N.; FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 10. Dezember 2003&nbsp;&nbsp;12 K 172\/01, EFG 2004, 870).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Sachzusammenhang und die systematische Verkn&uuml;pfung zwischen Art. 15 Abs. 4 Satz 1 DBA-Schweiz 1992 und Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 sprechen daf&uuml;r, dass die Fiktion des T&auml;tigkeitsortes hier wie dort gleicherma&szlig;en einschl&auml;gig ist (vgl. zur einheitlichen Auslegung von Verteilungs- und Methodenartikel im DBA-Luxemburg Senatsurteil vom 4. Juni 2008 I R 62\/06, BFHE 222, 255, BStBl II 2008, 793, unter II.3.a). Zwar w&auml;ren die Vertragsstaaten nicht gehindert gewesen, f&uuml;r die Zuweisung des Besteuerungsrechts in Art. 15 Abs. 4 DBA-Schweiz 1992 von einem anders definierten T&auml;tigkeitsort auszugehen als f&uuml;r die Regelung zur Vermeidung der Doppelbesteuerung in Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992. Mangels gegenteiliger Anhaltspunkte im Vertragstext und erkennbarer Gr&uuml;nde f&uuml;r eine derartige Differenzierung liegt es aber n&auml;her, f&uuml;r die abkommensrechtliche Zuweisung des Besteuerungsrechts und die Freistellungsmethode ein einheitliches Verst&auml;ndnis des T&auml;tigkeitsortes leitender Angestellter i.S. des Art. 15 Abs. 4 DBA-Schweiz 1992 anzunehmen (Senatsbeschluss in BFH\/NV 1999, 751).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Das einheitliche Verst&auml;ndnis des T&auml;tigkeitsortes tr&auml;gt ferner dem Bed&uuml;rfnis Rechnung, f&uuml;r die Anwendung der Freistellungsmethode auf die Eink&uuml;nfte leitender Angestellter von Kapitalgesellschaften eine praktikable Regelung zu schaffen und Nachweisprobleme zu vermeiden. Denn die T&auml;tigkeit dieses Personenkreises ist h&auml;ufig durch eine umfangreiche Reiset&auml;tigkeit gepr&auml;gt. Hinge die Reichweite der Freistellung von der tats&auml;chlichen Verrichtung der T&auml;tigkeit in der Schweiz ab, so m&uuml;sste der leitende Angestellte hierf&uuml;r taggenaue Aufzeichnungen &uuml;ber seine T&auml;tigkeit f&uuml;hren, w&auml;hrend solche Aufzeichnungen f&uuml;r die Zuweisung des Besteuerungsrechts nach Art. 15 Abs. 4 DBA-Schweiz 1992 nicht erforderlich sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Dass die in Art. 15 Abs. 4 DBA-Schweiz 1992 enthaltene Fiktion des T&auml;tigkeitsortes bei der Auslegung des Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 ber&uuml;cksichtigt wird, steht nicht im Widerspruch dazu, dass der Senat f&uuml;r die mit Art. 15 Abs. 4 DBA-Schweiz 1992 vergleichbare Regelung des Art. 15 Abs. 3 DBA-Schweiz 1992 eine solche Fiktion abgelehnt und f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus der T&auml;tigkeit an Bord eines Schiffes oder Luftfahrzeugs die Anrechnungsmethode angenommen hat, soweit die T&auml;tigkeiten tats&auml;chlich au&szlig;erhalb der Schweiz ausge&uuml;bt werden (vgl. hierzu Senatsurteil vom 22. Oktober 2003 I R 53\/02, BFHE 204, 102, BStBl II 2004, 704). Denn Art. 15 Abs. 3 DBA-Schweiz 1992 kn&uuml;pft f&uuml;r die Zuordnung des Besteuerungsrechts ausschlie&szlig;lich an den Ort der Gesch&auml;ftsleitung des Unternehmens an; ein Bezug zu der tats&auml;chlichen Verrichtung der T&auml;tigkeit fehlt und die T&auml;tigkeit des Arbeitnehmers ist in seinem Anwendungsbereich in aller Regel auch nicht gesch&auml;ftsleitender Natur. Der Regelungszusammenhang der Vorschrift enth&auml;lt daher &#8211;im Gegensatz zu Art. 15 Abs. 4 DBA-Schweiz 1992&#8211; keine Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass der r&auml;umliche Ankn&uuml;pfungspunkt der Besteuerungszust&auml;ndigkeit zugleich als T&auml;tigkeitsort i.S. des Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 anzusehen ist (Senatsurteil in BFHE 204, 102, BStBl II 2004, 704, unter II.4.). Hieraus ergibt sich zugleich, dass die in Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 vorgesehene Beschr&auml;nkung der Freistellung auf die Eink&uuml;nfte aus der in der Schweiz ausge&uuml;bten Arbeit bei einer Ber&uuml;cksichtigung der Fiktion des T&auml;tigkeitsortes in den F&auml;llen des Art. 15 Abs. 4 DBA-Schweiz 1992 nicht leer l&auml;uft, da sie jedenfalls f&uuml;r die Freistellung der Eink&uuml;nfte aus der T&auml;tigkeit an Bord eines Schiffes oder Luftfahrzeugs nach Art. 15 Abs. 3 DBA-Schweiz 1992 ihre Bedeutung beh&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ddd) Gegen eine Ber&uuml;cksichtigung der Fiktion des T&auml;tigkeitsortes bei der Auslegung des Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 l&auml;sst sich schlie&szlig;lich nicht anf&uuml;hren, dass diese Fiktion auf der Ebene der Zuweisungsnorm des Art. 15 Abs. 4 DBA-Schweiz 1992 einschr&auml;nkend auszulegen sei, um bei einer T&auml;tigkeit des leitenden Angestellten in einem Drittstaat von mehr als 183 Tagen Konflikte zwischen dem Besteuerungsrecht der Schweiz und dem Besteuerungsrecht des Drittstaates zu vermeiden. Denn derartige Konflikte ergeben sich aus dem Zusammentreffen unterschiedlicher Doppelbesteuerungsabkommen; sie k&ouml;nnen damit f&uuml;r die Auslegung eines einzelnen Abkommens nicht von entscheidender Bedeutung sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>eee) Der Senat hat in seinem Urteil in BFHE 215, 237 zur Begr&uuml;ndung des einheitlichen Verst&auml;ndnisses des T&auml;tigkeitsortes ma&szlig;geblich auf die langj&auml;hrige Praxis der Vertragsstaaten bei der Auslegung des Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 abgestellt. Die &uuml;bereinstimmende Vertragspraxis hat er hierbei aus dem BMF-Schreiben vom 7. Juli 1997 (BStBl I 1997, 723) und dem Schreiben der EStV vom 4. Juli 1997 (abgedruckt in Locher\/Meier\/von Siebenthal\/Kolb, a.a.O., A 3.3.11) abgeleitet. Das BMF hat im Schreiben in BStBl I 1997, 723 dargelegt, ab dem Veranlagungszeitraum 1996 nicht mehr an der zuvor angewandten Freistellung der Eink&uuml;nfte leitender Angestellter aus Inlands- oder Drittstaatst&auml;tigkeiten festzuhalten. Im BMF-Schreiben wird zugleich hervorgehoben, dass die EStV sich dieser ge&auml;nderten Auffassung nicht anschlie&szlig;en k&ouml;nne (vgl. auch Schreiben der EStV vom 4. Juli 1997, ebenda). Die von der EStV im Schreiben vom 30. September 1999 (abgedruckt in Locher\/Meier\/ von Siebenthal\/Kolb, a.a.O., B 15.4 Nr. 17) zum Ausdruck gebrachte Ablehnung der einseitig &quot;nach &uuml;ber 20 Jahren erfolgte(n) Praxis&auml;nderung&quot; durch das BMF deutet ebenfalls darauf hin, dass zuvor zwischen dem BMF und der EStV &Uuml;bereinstimmung bei der Auslegung des Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 bestand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zweifel an der vom Senat im Urteil in BFHE 215, 237 angenommenen &uuml;bereinstimmenden urspr&uuml;nglichen Vertragspraxis bei der Auslegung des Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 k&ouml;nnten sich zwar aus den Schreiben der EStV vom 19. Juni 1985 und vom 13. November 1985 (abgedruckt bis zur 16. Erg&auml;nzungslieferung [September 1996] in Locher\/Meier\/von Siebenthal\/Kolb, a.a.O., B 15.4 Nr. 4) ergeben. Die EStV f&uuml;hrt in diesen Schreiben aus, dass die Unterscheidung zwischen T&auml;tigkeiten der leitenden Angestellten im Ans&auml;ssigkeitsstaat der Kapitalgesellschaft und T&auml;tigkeiten im Wohnsitzstaat oder in Drittstaaten nur insofern eine Rolle spiele, als die Freistellung nach Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 nur f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus T&auml;tigkeiten zu gew&auml;hren sei, die in der Schweiz ausge&uuml;bt w&uuml;rden. Der Senat kann aber dahinstehen lassen, ob trotz dieser m&ouml;glichen Zweifel weiterhin eine langj&auml;hrige &uuml;bereinstimmende Praxis der Vertragsstaaten bei der Auslegung des Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 angenommen werden kann. Denn durch eine solche Vertragspraxis w&uuml;rde lediglich das bereits aus der Abkommenssystematik und den Praktikabilit&auml;tserw&auml;gungen abgeleitete Auslegungsergebnis best&auml;tigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat daher zutreffend angenommen, dass s&auml;mtliche Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus der T&auml;tigkeit als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der K-AG nach Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 von der Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer ausgenommen werden. Die Eink&uuml;nfte sind im Rahmen des Progressionsvorbehaltes nach &sect; 32b EStG 1997 bei der Ermittlung des Steuersatzes zu ber&uuml;cksichtigen (vgl. Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 DBA-Schweiz 1992). Dem entspricht das angefochtene Urteil, weshalb die dagegen gerichtete Revision unbegr&uuml;ndet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.11.2009, I R 83\/08 Freistellung nach Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 erfasst auch die Eink&uuml;nfte leitender Angestellter von schweizerischen Kapitalgesellschaften aus T&auml;tigkeiten au&szlig;erhalb der Schweiz &#8211; Fiktion des T&auml;tigkeitsortes in Art. 15 Abs. 4 gilt f&uuml;r Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-83-08-freistellung-nach-art-24-abs-1-nr-1-satz-1-buchst-d-dba-schweiz-1992-erfasst-auch-die-einkuenfte-leitender-angestellter-von-schweizerischen-kapitalgesellschaften-aus-taetigkeiten-ausserhalb\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;83\/08 &#8211; Freistellung nach Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 erfasst auch die Eink&uuml;nfte leitender Angestellter von schweizerischen Kapitalgesellschaften aus T&auml;tigkeiten au&szlig;erhalb der Schweiz &#8211; Fiktion des T&auml;tigkeitsortes in Art. 15 Abs. 4 gilt f&uuml;r Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 entsprechend<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-13126","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13126","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13126"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13126\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13126"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13126"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}