{"id":13136,"date":"2012-12-19T15:52:21","date_gmt":"2012-12-19T13:52:21","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13136"},"modified":"2012-12-19T15:52:21","modified_gmt":"2012-12-19T13:52:21","slug":"iv-b-8-09-keine-erweiterte-kuerzung-nach-par-9-nr-1-satz-2-gewstg-bei-obligatorischen-nutzungsrechten-wirtschaftliches-eigentum-an-einem-wirtschaftsgut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-8-09-keine-erweiterte-kuerzung-nach-par-9-nr-1-satz-2-gewstg-bei-obligatorischen-nutzungsrechten-wirtschaftliches-eigentum-an-einem-wirtschaftsgut\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;B&nbsp;8\/09 &#8211; Keine erweiterte K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG bei obligatorischen Nutzungsrechten &#8211; wirtschaftliches Eigentum an einem Wirtschaftsgut"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.11.2009, IV B 8\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine erweiterte K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG bei obligatorischen Nutzungsrechten &#8211; wirtschaftliches Eigentum an einem Wirtschaftsgut<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Nichtzulassungsbeschwerde hat keinen Erfolg. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung entspricht jedenfalls teilweise schon nicht den gesetzlichen Darlegungsanforderungen (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;); im &Uuml;brigen ist die Beschwerde unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Rechtssache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO). Dies ist nur der Fall, wenn eine f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Fortentwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt; die Rechtsfrage muss kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in dem angestrebten Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 3. M&auml;rz 2006 V B 80\/05, BFH\/NV 2006, 1250; vom 19. Juli 2007 V B 222\/06, BFHE 217, 310, BStBl II 2008, 163; vom 12. Oktober 2007 VI B 161\/06, BFH\/NV 2008, 45; vom 6. November 2007 VI B 70\/07, BFH\/NV 2008, 216, jeweils m.w.N.). Eine Rechtsfrage ist u.a. nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, wenn sie bereits durch die Rechtsprechung des BFH gekl&auml;rt ist und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute h&ouml;chstrichterliche Pr&uuml;fung und Entscheidung dieser Frage geboten erscheinen lassen (BFH-Beschl&uuml;sse vom 4. Mai 1999 IX B 38\/99, BFHE 188, 395, BStBl II 1999, 587; vom 29. M&auml;rz 2005 XI B 242\/03, BFH\/NV 2005, 1236).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Es kann offen bleiben, ob die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) eine grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache schon deshalb nicht hinreichend schl&uuml;ssig dargelegt hat, weil sie einerseits &#8211;anders als das Finanzgericht (FG)&#8211; davon ausgeht, sie habe mit dem Pachtzins f&uuml;r das streitbefangene Parkplatzgel&auml;nde f&uuml;r einen &Uuml;berbau entsch&auml;digt werden sollen, sich andererseits aber sinngem&auml;&szlig; dem FG darin anschlie&szlig;t, dass ein (obligatorisches) Nutzungsrecht der Kl&auml;gerin an dem Parkplatzgel&auml;nde bestanden habe, und daran ankn&uuml;pfend als grunds&auml;tzlich bedeutsam die Frage aufwirft, ob auch ein &quot;gefestigtes obligatorisches Nutzungsrecht&quot; an fremdem Boden zu &quot;eigenem Grundbesitz&quot; i.S. des &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) und damit zu einer sog. erweiterten K&uuml;rzung i.S. dieser Vorschrift f&uuml;hren k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Rechtsfrage l&auml;sst sich anhand der bisherigen Rechtsprechung des BFH &#8211;im Sinne der vom FG vertretenen Rechtsauffassung&#8211; beantworten. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung und einhelliger Meinung im Schrifttum ist der Begriff &quot;Grundbesitz&quot; in &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG ebenso wie in Satz 1 dieser Bestimmung im (gegen&uuml;ber dem Einkommensteuerrecht engeren) bewertungsrechtlichen Sinne zu verstehen (vgl. Senatsurteil vom 20. September 2007 IV R 19\/05, BFHE 219, 190, m.w.N.). Diese Begriffsbestimmung ist auf den Zweck des &sect; 9 Nr. 1 GewStG zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Die Vorschrift dient der Vermeidung einer Doppelbelastung von Grundbesitz innerhalb der Realsteuern durch Gewerbesteuer und Grundsteuer (z.B. BFH-Urteile vom 18. April 2000 VIII R 68\/98, BFHE 192, 100, BStBl II 2001, 359; vom 14. Juni 2005 VIII R 3\/03, BFHE 210, 38, BStBl II 2005, 778; vom 5. M&auml;rz 2008 I R 56\/07, BFH\/NV 2008, 1359; in BFHE 219, 190; vom 22. Januar 2009 IV R 80\/06, BFH\/NV 2009, 1279; Bl&uuml;mich\/Gosch, &sect; 9 GewStG Rz 45, jeweils m.w.N.). Ein Unterschied zwischen den K&uuml;rzungsbestimmungen des &sect; 9 Nr. 1 Satz 1 GewStG einerseits und &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG andererseits besteht nur insoweit, als &sect; 9 Nr. 1 Satz 1 GewStG lediglich zu einer Verminderung der Doppelbelastung von Grundbesitz mit Grund- und Gewerbesteuer f&uuml;hrt, wohingegen &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG die Doppelbelastung in vollem Umfang vermeidet, allerdings nur f&uuml;r Grundst&uuml;cksunternehmen und im Rahmen der gesetzlichen Voraussetzungen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 219, 190, m.w.N.). Bei Ertr&auml;gen, die nicht auf die Nutzung und Verwaltung von Grundbesitz im bewertungsrechtlichen Sinne zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind, ist eine Doppelbelastung durch Grundsteuer und Gewerbesteuer nicht zu bef&uuml;rchten (vgl. Senatsurteil in BFHE 219, 190, m.w.N.). Denn in diesem Fall scheidet eine Belastung mit Grundsteuer aus, weil Steuergegenstand bei der Grundsteuer nach &sect; 2 des Grundsteuergesetzes (GrStG) der Grundbesitz i.S. des Bewertungsgesetzes (BewG) ist. Dazu z&auml;hlt Nr. 2 der Vorschrift auch die Grundst&uuml;cke i.S. der &sect;&sect; 68, 70 BewG. &sect; 70 Abs. 1 BewG bestimmt, dass jede wirtschaftliche Einheit des Grundverm&ouml;gens ein Grundst&uuml;ck i.S. dieses Gesetzes bildet. Der Begriff des Grundverm&ouml;gens im bewertungsrechtlichen Sinne ergibt sich aus &sect; 68 BewG. Danach geh&ouml;ren zum Grundverm&ouml;gen insbesondere der Grund und Boden, die sonstigen Bestandteile und das Zubeh&ouml;r (&sect; 68 Abs. 1 Nr. 1 BewG). Als rechtliche Bestandteile geh&ouml;ren auch die mit dem Grundst&uuml;ck verbundenen subjektiv-dinglichen Rechte (so etwa Grunddienstbarkeiten, &sect; 1018 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs) zum Grundverm&ouml;gen (vgl. BFH-Urteil vom 11. Juni 2008 II R 71\/05, BFHE 222, 57, BStBl II 2009, 132; G&uuml;rsching\/Stenger, Bewertungsrecht, &sect; 68 BewG Rz 11). Obligatorische Nutzungsrechte z&auml;hlen hingegen nicht als solche rechtliche Bestandteile. Demnach f&uuml;hrt ein obligatorisches Nutzungsrecht nach grundsteuerrechtlichen Ma&szlig;st&auml;ben nicht zu einer Belastung mit Grundsteuer und braucht folglich auch nicht im Rahmen des &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG Ber&uuml;cksichtigung zu finden. Ob nicht der Steuerschuldner der Grundsteuer &#8211;nach &sect; 10 Abs. 1 GrStG derjenige, dem der Steuergegenstand bei der Feststellung des Einheitswerts zugerechnet ist&#8211;, sondern ein Dritter aufgrund zivilrechtlicher Vertr&auml;ge wirtschaftlich mit Grundsteuer belastet wird, ist im Rahmen des &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG nicht von Bedeutung. Deshalb f&uuml;hrte auch nicht zu einer grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache, wenn auf die Kl&auml;gerin, die nach den Feststellungen des FG nach den Regelungen des zwischen ihr und der X geschlossenen &quot;Vertrags &uuml;ber Parkraumbewirtschaftung&quot; die laufenden Kosten der Parkraumbewirtschaftung zu tragen hatte, das Grundst&uuml;ck der X betreffende Grundsteuer ganz oder teilweise abgew&auml;lzt worden w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit dem Vorbringen der Kl&auml;gerin dar&uuml;ber hinaus &#8211;sinngem&auml;&szlig;&#8211; die Frage zu entnehmen ist, inwieweit sie an dem streitbefangenen Parkplatzgel&auml;nde auch im Rahmen des &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG beachtliches wirtschaftliches Eigentum (vgl. dazu Bl&uuml;mich\/Gosch, &sect; 9 GewStG, Rz 20 und 65) erlangt haben k&ouml;nnte, wirft sie gleichfalls keine grunds&auml;tzlich bedeutsame Rechtsfrage auf. Nach &sect; 39 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 der Abgabenordnung setzt wirtschaftliches Eigentum an einem Wirtschaftsgut voraus, dass der Eigent&uuml;mer im Regelfall f&uuml;r die gew&ouml;hnliche Nutzungsdauer von der Einwirkung auf das Wirtschaftsgut ausgeschlossen werden kann. Dies jedoch bestimmt sich nach dem Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse im jeweiligen Einzelfall (vgl. Tipke in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 39 AO Rz 24, m.w.N.) und kann schon deshalb keine grunds&auml;tzliche Bedeutung erlangen. Soweit nach dem auch f&uuml;r &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG ma&szlig;geblichen bewertungsrechtlichen Ma&szlig;stab des &sect; 70 Abs. 3 BewG abweichend von den b&uuml;rgerlich-rechtlichen Vorschriften als Grundst&uuml;ck auch ein Geb&auml;ude gilt, das auf fremdem Grund und Boden errichtet worden ist, liegt diese Situation &#8211;ungeachtet der Frage, inwieweit hieraus ein Revisionszulassungsgrund folgen k&ouml;nnte&#8211; im Streitfall nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Zulassung der Revision ist auch nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;2. Alternative FGO). Eine die Rechtseinheit gef&auml;hrdende Abweichung liegt nur vor, wenn das FG bei gleichem oder vergleichbarem festgestellten Sachverhalt in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Auffassung vertritt als u.a. der BFH oder ein anderes FG. Das abweichende Gericht muss seiner Entscheidung einen abstrakten Rechtssatz zugrunde gelegt haben, der mit den tragenden Rechtsausf&uuml;hrungen in der Divergenzentscheidung nicht &uuml;bereinstimmt (BFH-Beschl&uuml;sse vom 12. Oktober 2006 VI B 154\/05, BFH\/NV 2007, 51; in BFH\/NV 2008, 216). In der Beschwerdebegr&uuml;ndung m&uuml;ssen deshalb rechtserhebliche abstrakte Rechtss&auml;tze in den jeweiligen Entscheidungen so genau bezeichnet werden, dass die Abweichung erkennbar ist (vgl. Senatsbeschl&uuml;sse vom 5. September 2006 IV B 128\/05, BFH\/NV 2007, 243, m.w.N.; vom 4. Juni 2009 IV B 53\/08, juris). Diesen Anforderungen wird die Beschwerdeschrift der Kl&auml;gerin indes nicht gerecht. Im &Uuml;brigen wendet sich die Kl&auml;gerin im Kern gegen die W&uuml;rdigung des FG, bei der dieses die Annahme eines (obligatorischen) Nutzungsrechts der Kl&auml;gerin an dem im Eigentum der X stehenden (&uuml;berwiegenden) Teil des streitbefangenen Parkplatzgel&auml;ndes auf den im Dezember 1988 zwischen der Kl&auml;gerin und der X abgeschlossenen &quot;Vertrag &uuml;ber Parkplatzbewirtschaftung&quot; gest&uuml;tzt hat. Eine Divergenz in der W&uuml;rdigung von Tatsachen, die fehlerhafte Umsetzung von Rechtsprechungsgrunds&auml;tzen auf die Besonderheiten des Einzelfalles oder blo&szlig;e Subsumtionsfehler des FG k&ouml;nnen jedoch nicht zur Zulassung der Revision f&uuml;hren (z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 8. M&auml;rz 2004 VII B 334\/03, BFH\/NV 2004, 974; vom 16. Dezember 2005 IX B 38\/05, BFH\/NV 2006, 772; vom 2. September 2005 I B 56-59\/05, BFH\/NV 2006, 96). Ein offensichtlicher Rechtsanwendungsfehler von erheblichem Gewicht im Sinne einer willk&uuml;rlichen oder greifbar gesetzeswidrigen Entscheidung (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 28. Juli 2003 III B 125\/02, BFH\/NV 2003, 1445, m.w.N.), der ausnahmsweise zur Zulassung der Revision nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;2. Alternative FGO f&uuml;hrt, ist von der Kl&auml;gerin weder dargelegt noch sonst ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Zulassung der Revision ist auch nicht wegen eines Verfahrensmangels (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) geboten. Die Kl&auml;gerin hat nicht hinreichend schl&uuml;ssig vorgetragen, dass das FG eine &Uuml;berraschungsentscheidung erlassen und dadurch den Anspruch der Kl&auml;gerin auf rechtliches Geh&ouml;r (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes, &sect; 96 Abs. 2 FGO) verletzt hat. Eine &Uuml;berraschungsentscheidung liegt vor, wenn das FG sein Urteil auf einen bis dahin nicht er&ouml;rterten rechtlichen oder tats&auml;chlichen Gesichtspunkt st&uuml;tzt und damit dem Rechtsstreit eine Wendung gibt, mit der auch ein gewissenhafter und kundiger Prozessbeteiligter selbst unter Ber&uuml;cksichtigung der Vielzahl vertretbarer Auffassungen nach dem bisherigen Verlauf der Verhandlung nicht rechnen musste (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 18. Juni 1996 IV B 96\/95, BFH\/NV 1996, 919; vom 17. M&auml;rz 2008 IX B 258\/07, BFH\/NV 2008, 1180; vom 29. Juni 2009 IX B 74\/09, juris; vom 10. August 2009 III B 205\/08, juris). Rechtskundig vertretene Beteiligte m&uuml;ssen grunds&auml;tzlich alle vertretbaren rechtlichen Gesichtspunkte von sich aus in Betracht ziehen und ihren Vortrag darauf einrichten (z.B. BFH-Beschluss vom 7. Dezember 2006 IX B 50\/06, BFH\/NV 2007, 1135, m.w.N.). Wenn einerseits die Kl&auml;gerin r&uuml;gt, dass die vor dem FG er&ouml;rterten &quot;zivilrechtlichen Vorfragen&quot; &#8211;darunter die Auslegung des &quot;Vertrags &uuml;ber Parkplatzbewirtschaftung&quot;&#8211; nicht streitentscheidend gewesen seien, andererseits das FG seine Entscheidung u.a. auf eine auch unter Einbeziehung einer von der Kl&auml;gerin vorgelegten gutachterlichen Stellungnahme vorgenommene W&uuml;rdigung des genannten, zwischen der Kl&auml;gerin und der X geschlossenen Vertrags gest&uuml;tzt hat, so l&auml;sst dies nach den zuvor genannten Ma&szlig;st&auml;ben keinen Geh&ouml;rsversto&szlig; erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.11.2009, IV B 8\/09 Keine erweiterte K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG bei obligatorischen Nutzungsrechten &#8211; wirtschaftliches Eigentum an einem Wirtschaftsgut Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Nichtzulassungsbeschwerde hat keinen Erfolg. 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