{"id":13144,"date":"2012-12-19T16:11:23","date_gmt":"2012-12-19T14:11:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13144"},"modified":"2012-12-19T16:11:23","modified_gmt":"2012-12-19T14:11:23","slug":"vii-r-4-08-rueckforderung-berichtigter-vorsteuer-gegenueber-dem-zessionar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-4-08-rueckforderung-berichtigter-vorsteuer-gegenueber-dem-zessionar\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;4\/08 &#8211; R&uuml;ckforderung berichtigter Vorsteuer gegen&uuml;ber dem Zessionar"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.10.2009, VII R 4\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">R&uuml;ckforderung berichtigter Vorsteuer gegen&uuml;ber dem Zessionar<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Hat der Unternehmer einen Umsatzsteuerverg&uuml;tungsanspruch abgetreten und das Finanzamt den Verg&uuml;tungsbetrag an den Zessionar ausgezahlt, entsteht ein R&uuml;ckzahlungsanspruch gegen den Zessionar, wenn und soweit der Verg&uuml;tungsanspruch auf einem sp&auml;ter gem&auml;&szlig; &sect; 17 UStG berichtigten Vorsteuerabzug beruhte .<\/p>\n<p>Der R&uuml;ckzahlungsanspruch setzt die Feststellung voraus, dass die Ereignisse, die gem&auml;&szlig; &sect; 17 UStG die Vorsteuerberichtigung erfordern, diejenigen Ums&auml;tze betreffen, auf deren Besteuerung der abgetretene Verg&uuml;tungsanspruch beruhte. Verbleibt nach Abzug der berichtigten Vorsteuern in dem von der Zession betroffenen Voranmeldungszeitraum noch ein negativer Umsatzsteuerbetrag, so ist die R&uuml;ckforderung in H&ouml;he dieses Restbetrags nicht gerechtfertigt (Fortentwicklung der Rechtsprechung)&nbsp;&nbsp; .<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) f&uuml;hrte im Jahr 2004 steuerpflichtige Lieferungen und sonstige Leistungen an eine GmbH &#038; Co. KG (KG) aus. Die daraus entstandenen Vorsteuerverg&uuml;tungsanspr&uuml;che trat die KG teilweise an die Kl&auml;gerin ab. Im Rahmen einer Umsatzsteuerpr&uuml;fung bei der KG stellte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) fest, dass die KG gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin noch Verbindlichkeiten aus nicht bezahlten Eingangsrechnungen hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im April 2005 wurde die vorl&auml;ufige Insolvenzverwaltung &uuml;ber das Verm&ouml;gen der KG angeordnet. Das FA sah die offenen Forderungen der Kl&auml;gerin damit als uneinbringlich an. Mit Bescheid vom Mai 2005 machte es den von der KG bereits in Anspruch genommenen Vorsteuerabzug im Rahmen der Festsetzung der Umsatzsteuer-Vorauszahlung f&uuml;r April 2005 r&uuml;ckg&auml;ngig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom Juli 2005 forderte das FA von der Kl&auml;gerin die verrechneten bzw. verg&uuml;teten Betr&auml;ge in H&ouml;he von 258.364,56 EUR zur&uuml;ck. Mit der Vorsteuerberichtigung bei der KG sei der Rechtsgrund f&uuml;r die aufgrund der Abtretungsanzeigen vorgenommenen Verrechnungen mit eigenen Umsatzsteuerschulden der Kl&auml;gerin entfallen. Die Verrechnungen seien deshalb r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der gegen den R&uuml;ckforderungsbescheid eingelegte Einspruch der Kl&auml;gerin blieb erfolglos. Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt und hob den R&uuml;ckforderungsbescheid auf. Die R&uuml;ckforderung verg&uuml;teter bzw. verrechneter Vorsteuerbetr&auml;ge f&uuml;r die Voranmeldungszeitr&auml;ume M&auml;rz, Mai, Juni und Juli 2004 sei rechtswidrig. Ein R&uuml;ckforderungsanspruch setze nach &sect; 37 Abs. 2 der Abgabenordnung (AO) voraus, dass der Rechtsgrund f&uuml;r die Zahlung entweder von vornherein fehle oder sp&auml;ter entfallen sei. Diese Voraussetzung sei aber im Fall der Vorsteuerberichtigung nach &sect; 17 Abs. 1 Satz 3 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) 1999 nicht erf&uuml;llt. Zur Begr&uuml;ndung dieser Auffassung bezieht sich das FG auf das Urteil des FG Berlin-Brandenburg vom 27. September 2007&nbsp;&nbsp;6 K 5154\/04 B (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2008, 102) und den Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 13. Juli 2006 V B 70\/06 (BFHE 214, 467, BStBl II 2007, 415). Aufgrund der abschnittsweisen Entstehung der Umsatzsteuer bereits w&auml;hrend des Besteuerungszeitraums mit Ablauf des jeweiligen Voranmeldungszeitraums sei der Rechtsgrund f&uuml;r die Zahlung an die Kl&auml;gerin in dem in entsprechender H&ouml;he bestehenden Vorsteuer&uuml;berschuss aus der Umsatzsteuer-Voranmeldung der KG zu sehen, und dieser sei auch nicht weggefallen, weil eine Korrektur der Bemessungsgrundlage nach &sect; 17 Abs. 1 Satz 3 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 UStG 1999 f&uuml;r den Besteuerungszeitraum vorzunehmen sei, in dem die &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage eingetreten ist. Die Berichtigung f&uuml;hre nicht zu einer r&uuml;ckwirkenden &Auml;nderung der urspr&uuml;nglichen Steuerfestsetzung. Das Urteil des FG ist in EFG 2008, 587 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA, dass das Urteil von den Entscheidungen des BFH vom 9. April 2002 VII R 108\/00 (BFHE 198, 294, BStBl II 2002, 562) abweiche und meint sinngem&auml;&szlig;, dass der Rechtsgrund f&uuml;r die Auszahlung der an die Kl&auml;gerin abgetretenen Umsatzsteuerverg&uuml;tungen aus den in der Senatsentscheidung vom 19. August 2008 VII R 36\/07 (BFHE 222, 205, BStBl II 2009, 90) genannten Gr&uuml;nden durch den Berichtigungsbescheid weggefallen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt die mangelnde Zust&auml;ndigkeit des erkennenden Senats und h&auml;lt au&szlig;erdem die Anrufung des Gro&szlig;en Senats des BFH wegen Divergenz der Senatsrechtsprechung zu der Entscheidung des V. Senats vom 13. Juli 2006 V B 70\/06 (BFHE 214, 467, BStBl II 2007, 415) f&uuml;r geboten. In der Sache schlie&szlig;t sie sich &#8211;zusammengefasst&#8211; den Ausf&uuml;hrungen des V. Senats an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung des Rechtsstreits an das FG (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Der Senat kann mangels entsprechender Feststellungen des FG nicht abschlie&szlig;end beurteilen, ob der Rechtsgrund f&uuml;r die Auszahlung an die Kl&auml;gerin als Abtretungsempf&auml;ngerin (Zessionarin) mit der Berichtigung des Vorsteuerabzugs der Voranmeldungszeitr&auml;ume M&auml;rz, Mai, Juni und Juli 2004 durch Bescheid vom 13. Mai 2005 &uuml;ber die Festsetzung der Umsatzsteuer-Vorauszahlung f&uuml;r April 2005 weggefallen und die Kl&auml;gerin als Empf&auml;ngerin der Steuerverg&uuml;tung zur R&uuml;ckgew&auml;hr verpflichtet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Zust&auml;ndigkeit des Senats ergibt sich aus Ziff. 4 Buchst. c des Gesch&auml;ftsverteilungsplans des BFH. Danach ist der VII. Senat f&uuml;r Streitigkeiten &uuml;ber Bescheide im Erhebungsverfahren, u.a. bei R&uuml;ckforderungsbescheiden zust&auml;ndig, au&szlig;er wenn zugleich die Steuerfestsetzung streitig ist. Dieser Ausnahmefall liegt hier nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ist eine Steuerverg&uuml;tung ohne rechtlichen Grund gezahlt worden, so hat derjenige, auf dessen Rechnung die Zahlung bewirkt worden ist, einen Anspruch auf Erstattung des gezahlten oder zur&uuml;ckgezahlten Betrags. Dies gilt auch, wenn der rechtliche Grund f&uuml;r die Zahlung sp&auml;ter wegf&auml;llt (&sect; 37 Abs. 2 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zu den Steuerverg&uuml;tungen geh&ouml;ren auch die Anspr&uuml;che aus den Umsatzsteuer-Voranmeldungen M&auml;rz, Mai, Juni und Juli 2004. Da diese Anspr&uuml;che unstreitig (teilweise) an die Kl&auml;gerin abgetreten und an sie ausgezahlt bzw. mit ihren Steuerschulden verrechnet worden sind, richtet sich der R&uuml;ckzahlungsanspruch, sofern und soweit er besteht, gegen sie als Abtretungsempf&auml;ngerin (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. Senatsurteil vom 5. Juni 2007 VII R 17\/06, BFHE 217, 241, BStBl II 2007, 738, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der rechtliche Grund f&uuml;r die Auszahlung der Steuerverg&uuml;tung ist regelm&auml;&szlig;ig der der Zahlung zugrunde liegende Steuerbescheid (&sect; 218 Abs. 1 AO). F&uuml;r die Leistungen des FA an die Kl&auml;gerin waren das die Umsatzsteuer-Voranmeldungen der KG f&uuml;r M&auml;rz, Mai, Juni und Juli 2004, in denen jeweils den Abtretungsbetrag tragende Verg&uuml;tungsanspr&uuml;che ausgewiesen waren. Diese Voranmeldungen stehen nach der &#8211;in der Auszahlung liegenden&#8211; Zustimmung durch das FA Steuerfestsetzungen unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gleich (&sect;&sect; 168 i.V.m. 164 Abs. 1 AO &#8211;Vorbehaltsfestsetzungen&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ob der rechtliche Grund f&uuml;r die Auszahlung der Steuerverg&uuml;tungen nachtr&auml;glich entfallen ist, wie es &sect; 37 Abs. 2 Satz 2 AO voraussetzt, l&auml;sst sich anhand der vom FG getroffenen Feststellungen nicht entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Allerdings sind die Vorbehaltsfestsetzungen im Streitfall weder durch Aufhebung bzw. &Auml;nderung r&uuml;ckwirkend weggefallen noch ist die Korrektur in einem Umsatzsteuerjahresbescheid f&uuml;r 2004 vorgenommen worden, der unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Erledigung der Voranmeldungen &quot;auf andere Weise&quot; i.S. des &sect; 124 Abs. 2 AO f&uuml;hren kann (vgl. BFH-Urteil vom 29. November 1984 V R 146\/83, BFHE 143, 101, BStBl II 1985, 370).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach den Feststellungen des FG hat das FA aber in der Voranmeldung f&uuml;r den Zeitraum, in dem die in den Voranmeldungszeitr&auml;umen M&auml;rz, Mai, Juni und Juli 2004 begr&uuml;ndeten Forderungen der Kl&auml;gerin gegen die KG uneinbringlich geworden sind (Anordnung der vorl&auml;ufigen Insolvenzverwaltung &uuml;ber das Verm&ouml;gen der KG im April 2005), die f&ouml;rmliche Berichtigung des Vorsteuerabzugs vorgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) F&uuml;r diesen Fall einer berichtigenden Steuerfestsetzung nach &sect; 17 Abs. 2 Nr. 1 i.V.m. &sect; 17 Abs. 1 Satz 3 UStG 1999 (bzw. &sect; 17 Abs. 1 Satz 7 UStG 2005) in der im Streitfall ma&szlig;geblichen Fassung des Art. 5 Nr. 14 des Richtlinien-Umsetzungsgesetzes vom 9. Dezember 2004 (BGBl I 2004, 3310, BGBl I 2005, 386) hat der Senat bereits entschieden, dass der umsatzsteuerlichen R&uuml;ckabwicklung eines bestimmten Vorgangs durch die Berichtigung eine vergleichbare Wirkung zukommt, wie dem Jahressteuerbescheid, der die Feststellungen der Voranmeldungen in sich aufnimmt oder sie hinsichtlich zu Unrecht in Anspruch genommener Vorsteuern korrigiert (Senatsurteil in BFHE 198, 294, BStBl II 2002, 562).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Hieran h&auml;lt der Senat fest. Er folgt nicht der Auffassung, die der V. Senat des BFH in einem Verfahren des vorl&auml;ufigen Rechtsschutzes vertreten hat (BFHE 214, 467, BStBl II 2007, 415), ohne dass es deswegen einer Vorlage der Sache an den Gro&szlig;en Senat des BFH bed&uuml;rfte (BFH-Urteil vom 2. Juli 1997 I R 25\/96, BFHE 183, 33, BStBl II 1997, 714).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Vorsteuerabzug nach &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG wird dem nach vereinbarten Entgelten besteuerten Unternehmer, dem die Rechnung gestellt wurde, unter dem stillschweigenden Vorbehalt gew&auml;hrt, dass der Umsatz tats&auml;chlich ausgef&uuml;hrt wird. F&uuml;hrt der Vorsteuerabzug zu einer Steuerverg&uuml;tung, so steht diese &#8211;unausgesprochen&#8211; unter der aufl&ouml;senden Bedingung, dass der Unternehmer das der Steuerberechnung zugrunde gelegte Entgelt sp&auml;ter tats&auml;chlich an den Lieferanten zahlt. Deshalb hat der Senat den Anspruch, dass dem Steuerpflichtigen eine Steuer zu erstatten oder zu verg&uuml;ten oder in anderer Weise wieder gutzubringen ist, als eine im Zeitpunkt der Steuerentstehung aufschiebend bedingt begr&uuml;ndete Forderung unabh&auml;ngig von der Art des die Erstattung bzw. Verg&uuml;tung ausl&ouml;senden Ereignisses angesehen, insbesondere bei Uneinbringlichwerden des Entgelts f&uuml;r eine umsatzbesteuerte Leistung (vgl. Senatsurteil vom 4. August 1987 VII R 11\/84, BFH\/NV 1987, 707, und Senatsbeschluss vom 6. Oktober 2005 VII B 309\/04, BFH\/NV 2006, 369). Der Senat hat in diesem Zusammenhang der steuertechnischen Frage keine Bedeutung beigemessen, ob das betreffende Ereignis als r&uuml;ckwirkendes Ereignis i.S. des &sect; 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO zu einer &Auml;nderung der urspr&uuml;nglichen Steuerfestsetzung und zu einem Erstattungsanspruch f&uuml;hrt oder wie in den F&auml;llen des &sect; 17 UStG zu einem steuerverfahrensrechtlich selbst&auml;ndigen Anspruch, der jedoch gleichsam kompensatorischen Charakter hat, indem er die urspr&uuml;nglich vorgenommene Besteuerung ausgleicht und die damals f&uuml;r ein bestimmtes Ereignis erhobene Steuer aufgrund eines sp&auml;teren, entgegengesetzten Ereignisses zur&uuml;ckf&uuml;hrt (Senatsurteil vom 17. April 2007 VII R 27\/06, BFHE 217, 8, BStBl II 2009, 589; vgl. auch Senatsurteile vom 4. Februar 2005 VII R 20\/04, BFHE 209, 13, und in BFH\/NV 1987, 707).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese zu &sect; 96 Abs. 1 der Insolvenzordnung entwickelte Rechtsprechung gilt auch f&uuml;r den umgekehrten Fall der Kompensation einer Steuerverg&uuml;tung, sei es dass diese durch R&uuml;ckforderung des Verg&uuml;tungsbetrags, sei es dass sie steuertechnisch in anderer Weise verwirklicht wird. In dem Rechtsverh&auml;ltnis zwischen dem Finanzamt und dem Unternehmer wird dies zwar in den F&auml;llen einer Vorsteuerberichtigung nach &sect; 17 UStG nicht praktisch, weil insoweit das in &sect; 17 UStG vorgesehene Verfahren &#8211;Hinzurechnung des zu berichtigenden Vorsteuerbetrags bei der Umsatzsteuerfestsetzung in dem Veranlagungszeitraum, in dem das die Berichtigung ausl&ouml;sende Ereignis eintritt&#8211; Vorrang hat. &sect; 17 UStG ist jedoch lediglich eine aus Gr&uuml;nden umsatzsteuerrechtlicher Systematik und Praktikabilit&auml;t geschaffene verfahrensrechtliche Sonderregelung gegen&uuml;ber den ohne die Regelungen in &sect; 17 Abs. 2 Nr. 3 i.V.m. Abs. 1 Satz 3 UStG 1999 eingreifenden &Auml;nderungsvorschriften des &sect; 164 Abs. 2 bzw. des &sect; 175 Abs. 1 Nr. 2 AO, die zu einer Ber&uuml;cksichtigung sp&auml;ter eintretender Ereignisse durch &Auml;nderung der urspr&uuml;nglichen Steuerfestsetzung f&uuml;hren w&uuml;rden. In seiner Entscheidung in BFHE 222, 205, BStBl II 2009, 90 hat der Senat dargelegt, dass &sect; 17 Abs. 1 Satz 3 UStG 1999 lediglich zwischen dem steuerpflichtigen Unternehmer und dem Fiskus den Besteuerungszeitraum der Korrektur festlegt, wenn sie wegen der erst sp&auml;teren R&uuml;ckg&auml;ngigmachung des Gesch&auml;fts nicht bereits im laufenden Besteuerungszeitraum vollzogen werden konnte. Diese spezielle Verfahrensregelung erkl&auml;rt sich aus der materiell-rechtlichen Besonderheit des Umsatzsteuerrechts, der zeitraumbezogenen Besteuerung nach dem Sollprinzip, d.h. der Ber&uuml;cksichtigung von Umsatzsteuer und Vorsteuer im Zeitpunkt der Ausf&uuml;hrung der in Rechnung gestellten Leistung ohne R&uuml;cksicht auf den Zeitpunkt der Vereinnahmung der Gegenleistung (vgl. &sect; 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a und &sect; 15 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 UStG 1999). Daraus folgt aber auch, dass sich die Wirkung dieser Norm auf die Bestimmung des Korrekturzeitraums im Steuerrechtsverh&auml;ltnis zwischen Steuerpflichtigem und Fiskus beschr&auml;nkt. Nur in diesem Verh&auml;ltnis rechtfertigen die materiell-rechtlichen Besonderheiten des Umsatzsteuerrechts eine Abweichung von den allgemeinen abgabenrechtlichen Aufhebungs- und &Auml;nderungsvorschriften. Der Zessionar der vormaligen Umsatzsteuerverg&uuml;tung kann sich nicht darauf berufen, dass die Berichtigung ex nunc nach &sect; 17 Abs. 2 Nr. 3 i.V.m. &sect; 17 Abs. 1 Satz 3 UStG 1999 (bzw. &sect; 17 Abs. 1 Satz 7 UStG 2005) die Wirksamkeit der vormaligen Festsetzung der Umsatzsteuerverg&uuml;tung nicht ber&uuml;hrt. Denn im Rahmen des Schuldverh&auml;ltnisses zwischen dem FA und dem Zessionar, das durch die Leistung auf einen abgetretenen Umsatzsteuerverg&uuml;tungsanspruch begr&uuml;ndet worden ist, spielen die Besonderheiten des materiellen Umsatzsteuerrechts keine Rolle. Schuldverh&auml;ltnisse zwischen Zessionar und Fiskus unterscheiden sich nicht durch die Steuerart, aus der der abgetretene Anspruch herr&uuml;hrt. Deshalb ist es nicht gerechtfertigt, die Voraussetzung f&uuml;r die R&uuml;ckforderung, den Wegfall des rechtlichen Grundes, gegen&uuml;ber dem Zessionar einer sp&auml;ter berichtigten Umsatzsteuerverg&uuml;tung anders als im Fall der R&uuml;ckforderung vom Zessionar einer anderen Steuererstattung allein wegen der verfahrensrechtlichen Sonderregelung des &sect; 17 UStG grunds&auml;tzlich zu verneinen. Bei Berichtigung der Vorsteuer gegen&uuml;ber dem Steuerpflichtigen tritt im Rechtsverh&auml;ltnis des FA zu einem Zessionar die aufl&ouml;sende Bedingung ein, die der auf dem Vorsteuerabzug beruhenden Steuerverg&uuml;tung von Anfang an anhaftete, so dass der Berichtigung gegen&uuml;ber dem Zessionar die Wirkung einer Erledigung der vormaligen Umsatzsteuerverg&uuml;tung &quot;auf andere Weise&quot; i.S. des &sect; 124 Abs. 2 AO &#8211;insoweit &auml;hnlich wie dem Jahressteuerbescheid&#8211; innewohnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie der Senat bereits ausgef&uuml;hrt hat, gebietet auch das Prinzip der Umsatzsteuerneutralit&auml;t, dass nach Abtretung und Auszahlung einer Umsatzsteuerverg&uuml;tung und nachfolgender Insolvenz des Vorsteuerabzugsberechtigten die berichtigte Vorsteuer dem Fiskus unabh&auml;ngig davon zur&uuml;ckerstattet wird, in welchem Voranmeldungszeitraum die Berichtigung vorgenommen ist (vgl. Senatsurteil in BFHE 222, 205, BStBl II 2009, 90). Denn es gilt, so umfassend wie m&ouml;glich zu verhindern, dass zwar der leistende Unternehmer die bereits an das FA abgef&uuml;hrte Umsatzsteuer im Wege der Berichtigung, nicht aber das FA die seinerzeit ber&uuml;cksichtigte Vorsteuer &#8211;mangels Leistungsf&auml;higkeit des Steuerpflichtigen&#8211; zur&uuml;ckbekommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Situation kennzeichnet auch den Streitfall. Nach den Feststellungen des FG ergab sich die Uneinbringlichkeit der Kaufpreisforderung, die die Berichtigung rechtfertigt, daraus, dass &uuml;ber das Verm&ouml;gen der KG die vorl&auml;ufige Insolvenzverwaltung angeordnet war (vgl. BFH-Urteil vom 20. Juli 2006 V R 13\/04, BFHE 214, 471, BStBl II 2007, 22). In dieser Situation durfte sich das FA an die Kl&auml;gerin halten, da es nicht damit rechnen konnte, mit der Berichtigung gegen&uuml;ber der KG die Vorsteuern auf den nun uneinbringlich gewordenen Kaufpreis im wirtschaftlichen Ergebnis in absehbarer Zeit ganz oder teilweise zur&uuml;ckzubekommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Erledigung und damit der Wegfall des rechtlichen Grundes f&uuml;r eine vormalige Umsatzsteuererstattung tritt allerdings durch den Berichtigungsbescheid nur ein, wenn dieser die Anforderungen erf&uuml;llt, die der Senat an einen zur (Teil-)Erledigung eines Vorbehaltsbescheids f&uuml;hrenden Jahressteuerbescheid gestellt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nur wenn sich aus dem Jahresumsatzsteuerbescheid zweifelsfrei ergibt, dass ein Verg&uuml;tungsanspruch in einem Voranmeldungszeitraum nicht bestand &#8211;etwa wenn die Jahressteuer mangels Unternehmereigenschaft bzw. fehlender Vorsteuerabzugsberechtigung auf 0 DM festgesetzt worden war&#8211;, bewirkt der Jahresbescheid den Wegfall des Rechtsgrundes f&uuml;r die Auszahlung der seinerzeit aus den geltend gemachten Vorsteuern resultierenden Umsatzsteuerverg&uuml;tung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allein die Festsetzung einer positiven Umsatzsteuerjahresschuld oder die Festsetzung einer geringeren negativen Umsatzsteuerschuld f&uuml;r das Kalenderjahr, als sich bei Zusammenrechnung der in den Voranmeldungen ausgewiesenen Betr&auml;ge ergibt, l&auml;sst jedoch nicht ohne Weiteres den Schluss auf eine &Auml;nderung der betreffenden Bemessungsgrundlage und damit auch den Wegfall des Vorbehaltsbescheids als gegen&uuml;ber einem Zessionar wirksamer Rechtsgrund f&uuml;r den Verg&uuml;tungsanspruch zu. Denn es ist daraus nicht zweifelsfrei erkennbar, in welchem Vorbehaltsbescheid eine berichtigungsbed&uuml;rftige Besteuerungsgrundlage ber&uuml;cksichtigt worden ist und in welcher H&ouml;he sich die zutreffende Ber&uuml;cksichtigung auf die seinerzeit ausgewiesene (negative) Umsatzsteuer auswirkt (Senatsurteil vom 2. Februar 1995 VII R 42\/94, BFH\/NV 1995, 853).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) &Uuml;bertragen auf einen Berichtigungsbescheid bedeutet das, dass durch die sp&auml;tere Berichtigung ein f&uuml;r einen Voranmeldungszeitraum ergangener Vorbehaltsbescheid seine formelle Wirksamkeit als Behaltensgrund f&uuml;r die ausgezahlte Steuerverg&uuml;tung nur verlieren kann, wenn sich die Berichtigung auf eine bestimmte, in jenem Vorbehaltsbescheid erfasste Lieferung bezieht, so dass der Bezug zu der berichtigten Voranmeldung und die berichtigte Bemessungsgrundlage zweifelsfrei feststehen (Senatsurteile in BFHE 198, 294, BStBl II 2002, 562; in BFHE 222, 205, BStBl II 2009, 90, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>D.h., der Ansatz eines Berichtigungsbetrags in einem nachfolgenden Voranmeldungszeitraum kann f&uuml;r sich genommen den in einer fr&uuml;heren Vorbehaltsfestsetzung liegenden Rechtsgrund f&uuml;r eine Verg&uuml;tungsauszahlung nicht in Frage stellen. Wenn n&auml;mlich die Berichtigung mehrere Ums&auml;tze erfasst, die in verschiedenen Voranmeldungen zum Ausweis von Vorsteuern gef&uuml;hrt haben, oder wenn ein teilweise &#8211;etwa in H&ouml;he der Vorsteuer aus einem bestimmten Umsatz&#8211; abgetretener Verg&uuml;tungsanspruch aus einer Voranmeldung auch auf Vorsteuern beruht, die von der Berichtigung nicht erfasst sind, fehlt es an dem konkreten Bezug der Berichtigung zu dem abgetretenen Verg&uuml;tungsanspruch. Aus der Berichtigung ergibt sich dann nicht, dass der an den Zessionar ausgezahlte Betrag auf der korrekturbed&uuml;rftigen Vorsteuer beruht. Daran &auml;ndert auch nichts, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; ausweislich der Abtretungserkl&auml;rung nicht der Umsatzsteuerverg&uuml;tungsanspruch aus einer bestimmten Voranmeldung, sondern der &quot;Vorsteueranspruch&quot; aus einem bestimmten Umsatz abgetreten worden ist. Denn es gibt keinen abtretbaren &quot;Vorsteuerverg&uuml;tungsanspruch&quot;, die Vorsteuern bilden lediglich unselbst&auml;ndige Bemessungsgrundlagen bei der Ermittlung der Umsatzsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Dem FA obliegt es, den Zusammenhang zwischen der Berichtigung und den davon betroffenen Vorbehaltsfestsetzungen aufzuzeigen. Es muss den Nachweis f&uuml;hren, dass der abgetretene Verg&uuml;tungsanspruch in H&ouml;he des dem Zessionar ausgezahlten Betrags ausschlie&szlig;lich auf berichtigten Vorsteuern beruht. Gelingt dieser Nachweis nicht oder nicht vollst&auml;ndig, verbleibt also nach Abzug der berichtigten Vorsteuer noch ein negativer Umsatzsteuerbetrag in dem jeweiligen Voranmeldungszeitraum, hat sich der Vorbehaltsbescheid als Rechtsgrund der Zahlung an den Zessionar insoweit nicht erledigt. In H&ouml;he dieses Restbetrags ist die R&uuml;ckforderung nach &sect; 37 Abs. 2 Satz 2 FGO nicht gerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Den Feststellungen im FG-Urteil ist nicht zu entnehmen, aufgrund welcher Positionen und in welcher H&ouml;he im Einzelnen sich die Steuerverg&uuml;tungen aus den Voranmeldungen M&auml;rz, Mai, Juni und Juli 2004 der KG ergeben haben. Ebenso wenig ist festgestellt, auf welchen Besteuerungsgrundlagen der Berichtigungsbescheid vom Mai 2005 beruht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem der Berichtigung zugrunde liegenden Umsatzsteuerpr&uuml;fungsbericht ergibt sich allerdings, dass sich die Vorsteuerberichtigung f&uuml;r April 2005 auf 309.830,19 EUR belief. Das entspricht dem Betrag s&auml;mtlicher Vorsteuern aus Verbindlichkeiten, die nach Feststellung der Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung bei Anordnung der Insolvenzverwaltung offen und damit uneinbringlich waren. Da aber die Summe der sich aus den angemeldeten Vorsteuern ergebenden Steuerverg&uuml;tungen in den Monaten M&auml;rz, Mai, Juni und Juli 2004 deutlich h&ouml;her ist (1.273.979,99 EUR) als der Berichtigungsbetrag, lassen sich die erforderlichen konkreten Bez&uuml;ge zu den die abgetretenen Verg&uuml;tungsanspr&uuml;che feststellenden Vorbehaltsbescheiden nicht herstellen. Insbesondere bleibt offen, wie sich der Berichtigungsbetrag auf die einzelnen Verg&uuml;tungen verteilt und ob in diese Verg&uuml;tungen auch nicht von der Berichtigung betroffene Vorsteuern eingeflossen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Dem FG obliegt es im zweiten Rechtsgang aufzukl&auml;ren, aus welchen einzelnen Gesch&auml;ftsvorf&auml;llen sich die Berichtigungssumme zusammensetzt, in welchen Voranmeldungen sich diese Gesch&auml;fte mit welchem Vorsteuerbetrag ausgewirkt hatten und ob rechnerisch nach Abzug der berichtigten Vorsteuern jeweils noch ein Verg&uuml;tungsanspruch verbleibt, der den abgetretenen und ausgezahlten Betrag ganz oder teilweise deckt. Die Feststellungslast daf&uuml;r, dass der Rechtsgrund f&uuml;r die Auszahlungen an die Kl&auml;gerin ganz oder teilweise entfallen ist, tr&auml;gt das FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.10.2009, VII R 4\/08 R&uuml;ckforderung berichtigter Vorsteuer gegen&uuml;ber dem Zessionar Leits&auml;tze Hat der Unternehmer einen Umsatzsteuerverg&uuml;tungsanspruch abgetreten und das Finanzamt den Verg&uuml;tungsbetrag an den Zessionar ausgezahlt, entsteht ein R&uuml;ckzahlungsanspruch gegen den Zessionar, wenn und soweit der Verg&uuml;tungsanspruch auf einem sp&auml;ter gem&auml;&szlig; &sect; 17 UStG berichtigten Vorsteuerabzug beruhte . Der R&uuml;ckzahlungsanspruch setzt die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-4-08-rueckforderung-berichtigter-vorsteuer-gegenueber-dem-zessionar\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;R&nbsp;4\/08 &#8211; R&uuml;ckforderung berichtigter Vorsteuer gegen&uuml;ber dem Zessionar<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-13144","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13144","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13144"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13144\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13144"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13144"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13144"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}