{"id":13172,"date":"2012-12-19T16:11:22","date_gmt":"2012-12-19T14:11:22","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13172"},"modified":"2012-12-19T16:11:22","modified_gmt":"2012-12-19T14:11:22","slug":"vii-r-26-08-antidumpingzoll-anwendung-der-de-minimis-regelung-im-firmenverbund-hinsichtlich-der-befreiung-vom-antidumpingzoll-auf-wesentliche-fahrradteile-aus-der-volksrepublik-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-26-08-antidumpingzoll-anwendung-der-de-minimis-regelung-im-firmenverbund-hinsichtlich-der-befreiung-vom-antidumpingzoll-auf-wesentliche-fahrradteile-aus-der-volksrepublik-china\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;26\/08 &#8211; Antidumpingzoll: Anwendung der &quot;de-minimis-Regelung&quot; im Firmenverbund hinsichtlich der Befreiung vom Antidumpingzoll auf wesentliche Fahrradteile aus der Volksrepublik China"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.10.2009, VII R 26\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Antidumpingzoll: Anwendung der &quot;de-minimis-Regelung&quot; im Firmenverbund hinsichtlich der Befreiung vom Antidumpingzoll auf wesentliche Fahrradteile aus der Volksrepublik China<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Weitergabe zur besonderen Verwendung abgefertigter Fahrradteile durch eine Partei an eine mit ihr gesch&auml;ftlich verbundene Partei ist antidumpingzollrechtlich keine Lieferung, denn hinsichtlich der Frage, ob die Voraussetzungen f&uuml;r eine Befreiung vom Antidumpingzoll auf wesentliche Fahrradteile aus der Volksrepublik China, n&auml;mlich die Lieferung der Fahrradteile an Montagebetriebe in nur geringf&uuml;gigen Mengen, vorliegen, sind gesch&auml;ftlich miteinander verbundene Parteien als eine Partei anzusehen .<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) wendet sich gegen die Festsetzung von Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Fahrradteilen aus der Volksrepublik China (China) durch die T-GmbH, deren Rechtsnachfolgerin die Kl&auml;gerin ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch die Verordnung (EWG) Nr. 2474\/93 (VO Nr. 2474\/93) des Rates vom 8. September 1993 zur Einf&uuml;hrung eines endg&uuml;ltigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren von Fahrr&auml;dern mit Ursprung in der Volksrepublik China und zur endg&uuml;ltigen Vereinnahmung des vorl&auml;ufigen Antidumpingzolls (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;ABlEG&#8211; Nr. L 228\/1) wurde ein endg&uuml;ltiger Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Fahrr&auml;dern und anderen Zweir&auml;dern mit Ursprung in China eingef&uuml;hrt. Um die Umgehung des eingef&uuml;hrten Antidumpingzolls durch die Einfuhr von Fahrradteilen zu verhindern, wurde mit der Verordnung (EG) Nr. 71\/97 (VO Nr. 71\/97) des Rates vom 10. Januar 1997 zur Ausweitung des mit der VO Nr. 2474\/93 eingef&uuml;hrten Antidumpingzolls [&#8230;] (ABlEG Nr. L 16\/55) der auf die Einfuhren von Fahrr&auml;dern mit Ursprung in China eingef&uuml;hrte Antidumpingzoll auf die Einfuhren wesentlicher Fahrradteile mit Ursprung in China ausgeweitet. Art. 3 VO Nr. 71\/97 gab der Kommission die Erm&auml;chtigung zum Erlass von Bestimmungen, um Einfuhren wesentlicher Fahrradteile, mit denen der Antidumpingzoll nicht umgangen wird, von dem ausgeweiteten Zoll zu befreien. Diese Bestimmungen wurden mit der Verordnung (EG) Nr. 88\/97 (VO Nr. 88\/97) der Kommission vom 20. Januar 1997 [&#8230;] (ABlEG Nr. L 17\/17) erlassen. Danach konnten (u.a.) gem&auml;&szlig; Art. 14 VO Nr. 88\/97 zum zollrechtlich freien Verkehr angemeldete wesentliche Fahrradteile vom Antidumpingzoll befreit werden, sofern sie unter zollamtlicher Kontrolle im Verfahren der besonderen Verwendung an bestimmte Abnehmer geliefert oder in geringer St&uuml;ckzahl (weniger als 300 St&uuml;ck\/Monat) bezogen oder geliefert wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf ihren Antrag waren der T-GmbH 1997 und 1999 zollamtliche Bewilligungen f&uuml;r die zollbeg&uuml;nstigte besondere Verwendung bestimmter wesentlicher Fahrradteile mit Ursprung in China erteilt worden. Die T-GmbH geh&ouml;rte seinerzeit zu einer mit Fahrradteilen handelnden Firmengruppe, der au&szlig;er ihr die RTV-GmbH sowie M als Inhaber der Einzelfirma RM (Fa. RM) angeh&ouml;rten, dem die Gesellschaftsanteile der T-GmbH und der RTV-GmbH, deren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer er war, zu 100 % geh&ouml;rten. Die von der T-GmbH im Rahmen der ihr erteilten Bewilligungen zur besonderen Verwendung unter Befreiung vom Antidumpingzoll eingef&uuml;hrten Fahrradteile wurden z.T. innerhalb der Firmengruppe an die Fa. RM und die RTV-GmbH weitergegeben und diesen in Rechnung gestellt. Im Namen und auf Rechnung der jeweiligen Firma wurden die Fahrradteile dann einzelnen Kunden verkauft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund einer Pr&uuml;fung bei der T-GmbH vertraten das Hauptzollamt B, dessen Zust&auml;ndigkeit auf den Beklagten und Revisionsbeklagten (das Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;) &uuml;bergegangen ist, und das HZA die Ansicht, dass die seitens der T-GmbH eingef&uuml;hrten Fahrradteile z.T. nicht unter den f&uuml;r die Befreiung vom Antidumpingzoll geltenden Bedingungen verwendet worden seien, und erhoben insoweit mit mehreren Bescheiden Antidumpingzoll nach. Die Nacherhebung st&uuml;tzte sich auf die Pr&uuml;fungsfeststellungen, wonach zum einen Fahrradteile als Muster bzw. zu Montagezwecken verwendet oder wieder ausgef&uuml;hrt worden seien, zum anderen die monatliche Mengenbegrenzung durch Lieferungen von mehr als 299 Fahrradteilen an die Fa. RM oder die RTV-GmbH &uuml;berschritten und teilweise auch die Verwendungsfristen nicht eingehalten worden seien. Die hiergegen erhobenen Einspr&uuml;che blieben ohne Erfolg; im anschlie&szlig;enden Klageverfahren wurde allerdings Antidumpingzoll z.T. erlassen, nachdem weitere Verwendungsnachweise anerkannt worden waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die wegen der verbleibenden Abgabenfestsetzung aufrechterhaltene Klage zum &uuml;berwiegenden Teil ab. Das FG urteilte, die Verwendung von Fahrradteilen zur Montage von Ausstellungsst&uuml;cken und Mustern sei keine abgabenbegr&uuml;ndende Pflichtverletzung gewesen, und &auml;nderte insoweit die angefochtenen Bescheide. Im &Uuml;brigen sei die Nacherhebung des Antidumpingzolls jedoch rechtm&auml;&szlig;ig. Die Abgabenschuld sei gem&auml;&szlig; Art. 204 Abs. 1 Buchst. a des Zollkodex (ZK) entstanden, weil die T-GmbH ihre Pflichten im Verfahren der besonderen Verwendung insofern nicht erf&uuml;llt habe, als die eingef&uuml;hrten Fahrradteile z.T. einer anderen als der vorgeschriebenen Verwendung zugef&uuml;hrt bzw. die Verwendungsfristen nicht eingehalten worden seien. Die T-GmbH sei nach der f&uuml;r eine Befreiung allein in Betracht kommenden Vorschrift des Art. 14 Buchst. c VO Nr. 88\/97 berechtigt gewesen, Fahrradteile in Mengen von weniger als 300 St&uuml;ck pro Monat selbst zu beziehen oder als Verteiler an eine andere Partei (Kunde) zu liefern. Diese Berechtigung habe sie &uuml;berschritten, soweit sie pro Monat mehr als 299 St&uuml;ck bestimmter Fahrradteile an die Fa. RM oder die RTV-GmbH geliefert habe, denn die Organschaft sei nicht wie eine Partei und die Lieferungen innerhalb der Organschaft seien daher wie Lieferungen an andere Parteien (Kunden) zu behandeln. Eine Pflichtverletzung i.S. des Art. 204 Abs. 1 Buchst. a ZK seitens der T-GmbH liege auch insoweit vor, als sie Fahrradteile nicht innerhalb eines Jahres an eine andere Partei geliefert habe. Die Frist&uuml;berschreitung habe sich auf die ordnungsgem&auml;&szlig;e Abwicklung des Zollverfahrens der besonderen Verwendung ausgewirkt, denn die Voraussetzungen, unter denen der T-GmbH bei rechtzeitiger Antragstellung eine Fristverl&auml;ngerung h&auml;tte gew&auml;hrt werden k&ouml;nnen, l&auml;gen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision macht die Kl&auml;gerin geltend, es m&uuml;sse ber&uuml;cksichtigt werden, dass die T-GmbH, die RTV-GmbH und die Fa. RM wirtschaftlich miteinander verbunden gewesen seien, eine k&ouml;rperschaftsteuerliche sowie umsatzsteuerliche Organschaft gebildet h&auml;tten und deshalb eine Partei im Sinne der Antidumpingvorschriften gewesen seien. Hinsichtlich der Frist&uuml;berschreitungen sei es nach Sinn und Zweck der Antidumpingvorschriften zweifelhaft, ob damit eine Sch&auml;digung der Gemeinschaft verbunden gewesen sei. Bei der gebotenen sinngem&auml;&szlig;en Anwendung der Vorschriften &uuml;ber die besondere Verwendung h&auml;tten die Fristen auch r&uuml;ckwirkend verl&auml;ngert werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist teilweise begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt insoweit zur Aufhebung der Vorentscheidung und Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Wegen &Uuml;berschreitung der monatlichen Mengenbegrenzung bei Abgabe bestimmter Fahrradteile an die Fa. RM oder die RTV-GmbH ist eine Antidumpingzollschuld nicht entstanden (2.). Ob und in welcher H&ouml;he insoweit andere Pflichtverletzungen zur Entstehung der Antidumpingzollschuld f&uuml;hren, bedarf weiterer Kl&auml;rung (3.). Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 FGO), soweit Antidumpingzoll wegen &Uuml;berschreitung der Verwendungsfrist festgesetzt worden ist (4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG ist davon ausgegangen, dass im Streitfall eine Befreiung vom ausgeweiteten Antidumpingzoll allein gem&auml;&szlig; Art. 14 Buchst. c VO Nr. 88\/97 in Betracht kommt und dass die T-GmbH nach dieser Vorschrift unter Befreiung vom ausgeweiteten Antidumpingzoll berechtigt war, unter der zollamtlichen Kontrolle der besonderen Verwendung bestimmte wesentliche Fahrradteile aus China in Mengen von weniger als 300 St&uuml;ck pro Monat selbst zu beziehen oder als Verteiler an eine andere Partei (Montagebetrieb) zu liefern. Der erkennende Senat folgt dieser &#8211;auch von den Beteiligten nicht infrage gestellten&#8211; Auslegung der Vorschrift, welche sich &#8211;wie das FG zutreffend ausgef&uuml;hrt hat&#8211; aus den Erw&auml;gungsgr&uuml;nden Nr. 4 und 8 der VO Nr. 88\/97 ergibt, denen zufolge zum einen Lieferungen wesentlicher Fahrradteile an einen Montagebetrieb in einer Gr&ouml;&szlig;enordnung von weniger als 300 St&uuml;ck pro Monat als wirtschaftlich und f&uuml;r die Ziele des Antidumpingzolls kaum von Bedeutung angesehen wurden und zum anderen auch Parteien, die keine Montagen durchf&uuml;hren, das Befreiungssystem (als Verteiler) sollten in Anspruch nehmen k&ouml;nnen, sofern sie Fahrradteile nur in diesen geringf&uuml;gigen Mengen an Montagebetriebe liefern (vgl. auch Art. 3 Abs. 2 VO Nr. 71\/97 und die Erw&auml;gungsgr&uuml;nde Nr. 37, 38 der VO Nr. 71\/97 sowie Urteil des Gerichts erster Instanz der Europ&auml;ischen Gemeinschaften vom 26. September 2000 T-74\/97 und T-75\/97, Slg. 2000, II-3067, Rz 12, 16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat h&auml;lt dies f&uuml;r zweifelsfrei und sieht keine Verpflichtung, ein Vorabentscheidungsersuchen an den Gerichtshof der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (EuGH) zu richten (vgl. EuGH-Urteil vom 6. Oktober 1982&nbsp;&nbsp;283\/81 &#8211;C.I.L.F.I.T&#8211;, Slg. 1982, 3415, 3430).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat teilt jedoch nicht die Ansicht des FG, die T-GmbH habe mit der Weitergabe zur besonderen Verwendung abgefertigter wesentlicher Fahrradteile an die Fa. RM oder die RTV-GmbH diese Teile i.S. des Art. 14 Buchst. c VO Nr. 88\/97 anderen Parteien geliefert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der in der VO Nr. 88\/97 verwendete Begriff der &quot;Partei&quot; wird dort nicht definiert. Art. 3 VO Nr. 71\/97, der die rechtliche Grundlage der VO Nr. 88\/97 bildet, verwendet diesen Begriff nicht, sondern spricht von &quot;Unternehmen&quot;, z.T. auch von &quot;Betrieben&quot;, allerdings auch wieder ohne eine Begriffsbestimmung. Durchgehend gebr&auml;uchlich dagegen ist die Verwendung des Begriffs der &quot;Partei&quot; in der Verordnung (EG) Nr. 384\/96 (VO Nr. 384\/96) des Rates vom 22. Dezember 1995 &uuml;ber den Schutz gegen gedumpte Einfuhren aus nicht zur Europ&auml;ischen Gemeinschaft geh&ouml;renden L&auml;ndern (ABlEG Nr. L 56\/1) sowie in dem dieser Verordnung zugrunde liegenden &Uuml;bereinkommen zur Durchf&uuml;hrung des Artikels VI des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens 1994 &#8211;Antidumpingkodex&#8211; (ABlEG 1994 Nr. L 336\/103) als Oberbegriff f&uuml;r die am Antidumpingverfahren beteiligten ausl&auml;ndischen und inl&auml;ndischen Hersteller, Einf&uuml;hrer und Ausf&uuml;hrer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Vorschriften der VO Nr. 88\/97 kann entnommen werden, dass es sich bei einer &quot;Partei&quot; um eine zu rechtlichen Handlungen f&auml;hige Person oder einen Personenzusammenschluss handelt, die bzw. der insbesondere Antr&auml;ge stellen (Art. 1 Anstrich 5, Art. 3 VO Nr. 88\/97) und Zollanmeldungen abgeben kann (Art. 2 VO Nr. 88\/97). Da zur Abgabe einer Zollanmeldung gem&auml;&szlig; Art. 64 ZK jede Person (Art. 4 Nr. 1 ZK) berechtigt ist, kann angenommen werden, dass eine &quot;Partei&quot; i.S. der VO Nr. 88\/97 jede &quot;Person&quot; i.S. des Art. 4 Nr. 1 ZK sein kann. Die in den Anh&auml;ngen I und II zur VO Nr. 88\/97 genannten Parteien best&auml;tigen dies ebenso wie die Formulierung in Art. 14 VO Nr. 88\/97 &quot;von einer anderen Person als einer befreiten Partei &#8230;&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Da sowohl die T-GmbH als auch die RTV-GmbH und M in Fa. RM Personen i.S. des Art. 4 Nr. 1 ZK sind, kann zwar jede(r) f&uuml;r sich als &quot;Partei&quot; angesehen werden, weil durch die (vom FG angenommene) Organschaft weder im Sinne des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes noch im Sinne des Umsatzsteuergesetzes die rechtliche Selbstst&auml;ndigkeit der beteiligten juristischen Personen tangiert wird (vgl. Gosch\/Neumann, K&ouml;rperschaftsteuergesetz, 2. Aufl., &sect; 14 Rz 33, 44, 390, &sect; 17 Rz 14; Radeisen in Vogel\/ Schwarz, Umsatzsteuergesetz, &sect; 2 Rz 126, 138). Allerdings verlangt Art. 14 Buchst. c Satz 2 VO Nr. 88\/97 bez&uuml;glich der Einhaltung der Mengenbegrenzung bei der Lieferung von Fahrradteilen die Ber&uuml;cksichtigung der gesch&auml;ftlichen Verbundenheit von Parteien, die auch allgemein im Antidumpingzollrecht von Bedeutung ist (vgl. z.B. Art. 2 Abs. 1 und Art. 4 Abs. 1 Buchst. a VO Nr. 384\/96 sowie Art. 2 Abs. 1, Abs. 3 und Art. 4 Abs. 1 Antidumpingkodex). Danach werden bei der Bestimmung der Anzahl der in einem Monat angemeldeten oder gelieferten Fahrradteile die von allen miteinander gesch&auml;ftlich verbundenen Parteien angemeldeten oder gelieferten Fahrradteile zusammengerechnet und damit diese verbundenen Parteien wie eine Partei behandelt. Daraus folgt, dass auch die Abgabe zur besonderen Verwendung bestimmter Fahrradteile unter diesen miteinander gesch&auml;ftlich verbundenen Parteien nicht als eine antidumpingzollrechtlich relevante Lieferung angesehen werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die T-GmbH, die RTV-GmbH und M in Fa. RM waren i.S. des Art. 14 Buchst. c Satz 2 VO Nr. 88\/97 miteinander gesch&auml;ftlich verbunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zutreffend weist die Revision in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Formulierung in Art. 14 Buchst. c Satz 2 VO Nr. 88\/97 &quot;&#8230; mit dieser Partei gesch&auml;ftlich verbunden sind oder Ausgleichsvereinbarungen getroffen haben&quot; die entsprechende in Art. 2 Abs. 1 VO Nr. 384\/96 enthaltene Formulierung aufgreift und dass diese Vorschrift durch die (&Auml;nderungs-) Verordnung (EG) Nr. 1972\/2002 (VO Nr. 1972\/2002) des Rates vom 5. November 2002 (ABlEG Nr. L 305\/1) dahin erg&auml;nzt worden ist, dass bei der Frage der gesch&auml;ftlichen Verbundenheit die in Art. 143 der Zollkodex-Durchf&uuml;hrungsverordnung (ZKDVO) genannten Kriterien herangezogen werden k&ouml;nnen. Mit dieser Erg&auml;nzung sollte der Begriff der &quot;Verbundenheit&quot; pr&auml;zisiert und ein Bezug zu Art. 15 Abs. 4 des &Uuml;bereinkommens zur Durchf&uuml;hrung des Artikels VII des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens 1994 (ABlEG 1994 Nr. L 336\/119) hergestellt werden (Erw&auml;gungsgrund Nr. 2 zur VO Nr. 1972\/2002). Es handelt sich hierbei somit nicht um eine neue Begriffsbestimmung, sondern lediglich um eine Klarstellung des bereits zuvor verwendeten Begriffs der &quot;gesch&auml;ftlichen Verbundenheit&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob i.S. des Art. 14 Buchst. c Satz 2 VO Nr. 88\/97 eine gesch&auml;ftliche Verbundenheit zwischen Parteien besteht, ist somit &#8211;ebenso wie bei Art. 2 Abs. 1 VO Nr. 384\/96&#8211; anhand der Vorschrift des Art. 143 ZKDVO zu beantworten. F&uuml;r den Streitfall folgt die f&uuml;r die T-GmbH, die RTV-GmbH und M in Fa. RM anzunehmende gesch&auml;ftliche Verbundenheit aus Art. 143 Abs. 1 Buchst. a, e und f ZKDVO. Soweit daher von der T-GmbH in den freien Verkehr &uuml;bergef&uuml;hrte Fahrradteile an die Fa. RM oder die RTV-GmbH abgegeben worden sind, handelte es sich nicht um Lieferungen i.S. des Art. 14 Buchst. c VO Nr. 88\/97, weshalb auch eine die monatliche Mengenbegrenzung &uuml;berschreitende Weitergabe wesentlicher Fahrradteile innerhalb des &quot;Verbunds&quot; keine Pflichtverletzung im Zollverfahren der besonderen Verwendung war. Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Einhaltung der nach Art. 14 Buchst. c VO Nr. 88\/97 vorgeschriebenen Mengenbegrenzung ist somit im Streitfall, ob aus diesem &quot;Verbund&quot; heraus wesentliche Fahrradteile &quot;letztendlich&quot; (vgl. Erw&auml;gungsgrund Nr. 6 zur VO Nr. 88\/97) an Montagebetriebe in einer Menge von jeweils weniger als 300 St&uuml;ck pro Monat geliefert worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Anders als das FG meint, f&uuml;hrt auch der Umstand, dass der Fa. RM oder der RTV-GmbH keine Bewilligung gem&auml;&szlig; Art. 291 ZKDVO in der seinerzeit geltenden Fassung (ZKDVO a.F.) zur zollbeg&uuml;nstigten Verwendung von Waren erteilt worden war, nicht zu einem anderen Ergebnis. Zwar ist der Hinweis des FG zutreffend, dass nach &sect; 297 Abs. 1 ZKDVO a.F. im Fall einer &Uuml;bertragung zur besonderen Verwendung abgefertigter Waren der &Uuml;bernehmer im Besitz einer Bewilligung gem&auml;&szlig; Art. 291 ZKDVO a.F. sein muss; jedoch sind die Vorschriften der Art. 291 ff. ZKDVO a.F. &uuml;ber die Abgabenbeg&uuml;nstigung bei besonderer Verwendung nach Art. 14 VO Nr. 88\/97 &quot;sinngem&auml;&szlig;&quot; anzuwenden. Insoweit muss daher die spezielle antidumpingzollrechtliche Bestimmung des Art. 14 Buchst. c Satz 2 VO Nr. 88\/97 Ber&uuml;cksichtigung finden, wonach &#8211;wie bereits ausgef&uuml;hrt&#8211; Parteien, die miteinander gesch&auml;ftlich verbunden sind, wie eine Partei behandelt werden. Art. 297 Abs. 1 ZKDVO a.F. ist deshalb im Licht jener Vorschrift auszulegen mit der Folge, dass die Weitergabe zur besonderen Verwendung abgefertigter Waren unter miteinander verbundenen Parteien keine &quot;&Uuml;bertragung&quot; der Waren i.S. des Art. 297 Abs. 1 ZKDVO a.F. ist. Es w&auml;re &#8211;bezogen auf den Streitfall&#8211; widerspr&uuml;chlich, die T-GmbH, die RTV-GmbH und M in Fa. RM &#8211;wie es Art. 14 Buchst. c Satz 2 VO Nr. 88\/97 fordert&#8211; antidumpingzollrechtlich als eine Partei anzusehen, also die T-GmbH so zu stellen, als h&auml;tte sie die weitergegebenen Fahrradteile nach wie vor in ihrem Besitz, andererseits jedoch anzunehmen, sie habe die Fahrradteile einer anderen Person i.S. des Art. 297 Abs. 1 ZKDVO a.F. &quot;&uuml;bertragen&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die mit dem vorgeschriebenen Verfahren der besonderen Verwendung angestrebte zollamtliche &Uuml;berwachung der abgefertigten Waren sowie die damit einhergehende M&ouml;glichkeit der Kontrolle, ob sie &quot;letztendlich&quot; in geringf&uuml;gigen Mengen an einen Montagebetrieb geliefert worden sind, wird durch diese Betrachtungsweise nicht beeintr&auml;chtigt, denn die Zollbeh&ouml;rde muss im Fall einer Kontrolle der Verwendung ohnehin alle gesch&auml;ftlich miteinander verbundenen Parteien gem&auml;&szlig; Art. 14 Buchst. c Satz 2 VO Nr. 88\/97 darauf pr&uuml;fen, ob der gesamte &quot;Verbund&quot; die Mengenbegrenzung eingehalten hat. Sie kann also im Streitfall sowohl von der T-GmbH als auch von der RTV-GmbH bzw. M in Fa. RM den Nachweis verlangen, dass der Firmenverbund wesentliche Fahrradteile nur in Mengen von weniger als 300 St&uuml;ck pro Monat an Montagebetriebe geliefert hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Da das FG eine andere Auffassung vertreten und schon die &Uuml;berschreitung der monatlichen Mengenbegrenzung durch Abgabe wesentlicher Fahrradteile an die Fa. RM oder die RTV-GmbH als eine Pflichtverletzung gem&auml;&szlig; Art. 204 Abs. 1 Buchst. a ZK angesehen hat, hat es nicht gepr&uuml;ft, ob der aus der T-GmbH, der RTV-GmbH und M in Fa. RM bestehende Firmenverbund die Mengenbegrenzung bei Lieferungen an Montagebetriebe eingehalten hat und ob ggf. &#8211;wie vom HZA angenommen&#8211; weitere die Abgabenschuld begr&uuml;ndende Pflichtverletzungen seitens der T-GmbH vorliegen (sog. Ausfuhrf&auml;lle). Die Sache ist deshalb nicht spruchreif; entsprechende Feststellungen sind vom FG im zweiten Rechtsgang nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Zu Recht hat das FG entschieden, dass die Antidumpingzollschuld gem&auml;&szlig; Art. 204 Abs. 1 Buchst. a ZK entstanden ist, soweit die T-GmbH die in den freien Verkehr &uuml;bergef&uuml;hrten Fahrradteile nicht innerhalb eines Jahres an eine andere Partei geliefert hat. Diese seitens der T-GmbH einzuhaltende Verwendungsfrist folgt aus Art. 14 VO Nr. 88\/97 i.V.m. Art. 294 Abs. 1 ZKDVO a.F. sowie aus den ihr 1997 und 1999 erteilten zollamtlichen Bewilligungen f&uuml;r die zollbeg&uuml;nstigte besondere Verwendung bestimmter wesentlicher Fahrradteile. Die T-GmbH hat nach den Feststellungen des FG in einzelnen F&auml;llen diese Verwendungsfrist nicht eingehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der von der Revision vertretenen Ansicht, die durch Art. 14 VO Nr. 88\/97 angeordnete &quot;sinngem&auml;&szlig;e&quot; Geltung der Art. 291 bis 304 ZKDVO a.F. bedeute, dass die Verwendungsfrist bei den zur besonderen Verwendung in den freien Verkehr &uuml;bergef&uuml;hrten Fahrradteilen nach Sinn und Zweck der ma&szlig;gebenden Antidumpingzollschriften &uuml;berschritten werden d&uuml;rfe, folgt der Senat nicht. Es widerspricht nicht dem Sinn und Zweck der VO Nr. 88\/97, sondern ist vielmehr aus Gr&uuml;nden der wirksamen zollamtlichen &Uuml;berwachung geboten, dass eingef&uuml;hrte wesentliche Fahrradteile nach Art. 294 Abs. 1 ZKDVO a.F. ihrer die Befreiung vom Antidumpingzoll rechtfertigenden besonderen Verwendung innerhalb einer bestimmten Frist zugef&uuml;hrt worden sein m&uuml;ssen. Der Senat sieht auch insoweit keine Verpflichtung, die Frage, was unter &quot;sinngem&auml;&szlig;er&quot; Geltung des Art. 294 ZKDVO a.F. zu verstehen ist, dem EuGH zur Vorabentscheidung gem&auml;&szlig; Art. 234 des Vertrags zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft vorzulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat auch zu Recht entschieden, dass die festgestellten &Uuml;berschreitungen der Verwendungsfrist nicht gem&auml;&szlig; Art. 204 Abs. 1&nbsp;&nbsp;2. Halbsatz ZK i.V.m. Art. 859 Nr. 1 ZKDVO als Verfehlungen gelten, die sich auf die ordnungsgem&auml;&szlig;e Abwicklung des betreffenden Zollverfahrens nicht wirklich ausgewirkt haben. Eine Fristverl&auml;ngerung h&auml;tte der T-GmbH bei entsprechender Antragstellung nur unter den Voraussetzungen des Art. 294 Abs. 3 ZKDVO a.F. gew&auml;hrt werden k&ouml;nnen, die jedoch nach den Feststellungen des FG nicht vorlagen. Zul&auml;ssige und begr&uuml;ndete Revisionsgr&uuml;nde bez&uuml;glich dieser Feststellung sind nicht vorgebracht (&sect; 118 Abs. 2 FGO). Art. 294 ZK in der Fassung der (&Auml;nderungs-)Verordnung (EG) Nr. 1602\/2000 der Kommission vom 24. Juli 2000 (ABlEG Nr. L 188\/1) findet auf den Streitfall keine Anwendung; auf die entsprechenden Ausf&uuml;hrungen des FG wird verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.10.2009, VII R 26\/08 Antidumpingzoll: Anwendung der &quot;de-minimis-Regelung&quot; im Firmenverbund hinsichtlich der Befreiung vom Antidumpingzoll auf wesentliche Fahrradteile aus der Volksrepublik China Leits&auml;tze Die Weitergabe zur besonderen Verwendung abgefertigter Fahrradteile durch eine Partei an eine mit ihr gesch&auml;ftlich verbundene Partei ist antidumpingzollrechtlich keine Lieferung, denn hinsichtlich der Frage, ob die Voraussetzungen f&uuml;r &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-26-08-antidumpingzoll-anwendung-der-de-minimis-regelung-im-firmenverbund-hinsichtlich-der-befreiung-vom-antidumpingzoll-auf-wesentliche-fahrradteile-aus-der-volksrepublik-china\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;R&nbsp;26\/08 &#8211; Antidumpingzoll: Anwendung der &quot;de-minimis-Regelung&quot; im Firmenverbund hinsichtlich der Befreiung vom Antidumpingzoll auf wesentliche Fahrradteile aus der Volksrepublik China<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-13172","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13172","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13172"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13172\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13172"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13172"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}