{"id":13223,"date":"2012-12-19T16:09:24","date_gmt":"2012-12-19T14:09:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13223"},"modified":"2012-12-19T16:09:24","modified_gmt":"2012-12-19T14:09:24","slug":"x-b-54-09-taetigwerden-von-familienangehoerigen-fuer-einen-gewerbebetrieb-anwendbarkeit-des-rechtsinstituts-des-unternehmensbezogenen-geschaefts-im-steuerrecht-fehlende-klaerungsfaehigkeit-einer-recht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-54-09-taetigwerden-von-familienangehoerigen-fuer-einen-gewerbebetrieb-anwendbarkeit-des-rechtsinstituts-des-unternehmensbezogenen-geschaefts-im-steuerrecht-fehlende-klaerungsfaehigkeit-einer-recht\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;54\/09 &#8211; T&auml;tigwerden von Familienangeh&ouml;rigen f&uuml;r einen Gewerbebetrieb &#8211; Anwendbarkeit des Rechtsinstituts des unternehmensbezogenen Gesch&auml;fts im Steuerrecht &#8211; Fehlende Kl&auml;rungsf&auml;higkeit einer Rechtsfrage &#8211; Keine grunds&auml;tzliche Bedeutung und kein Erfordernis der Rechtsfortbildung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.10.2009, X B 54\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">T&auml;tigwerden von Familienangeh&ouml;rigen f&uuml;r einen Gewerbebetrieb &#8211; Anwendbarkeit des Rechtsinstituts des unternehmensbezogenen Gesch&auml;fts im Steuerrecht &#8211; Fehlende Kl&auml;rungsf&auml;higkeit einer Rechtsfrage &#8211; Keine grunds&auml;tzliche Bedeutung und kein Erfordernis der Rechtsfortbildung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) begehren die Zulassung der Revision gegen ein Urteil, mit dem das Finanzgericht (FG) &#8211;dem Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt) folgend&#8211; die Ber&uuml;cksichtigung von Aufwendungen im Gewerbebetrieb der Kl&auml;gerin abgelehnt hat. Der Kl&auml;ger hatte mit einem von einem befreundeten Landwirt geborgten Traktor u.a. f&uuml;r den Gewerbebetrieb der Kl&auml;gerin Holz transportiert und einen Unfall verursacht, dessen Kosten die Kl&auml;gerin &uuml;bernahm und als Betriebsausgaben behandelte. Das FG verneinte die betriebliche Veranlassung dieser Aufwendungen mangels Schadenersatzpflicht. Mit ihrer Beschwerde machen die Kl&auml;ger alle Zulassungsgr&uuml;nde des &sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist, soweit sie zul&auml;ssig ist, unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;ger machen zun&auml;chst geltend, die grunds&auml;tzliche Bedeutung nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO liege in der materiell-rechtlichen Frage, ob Familienangeh&ouml;rige bei T&auml;tigwerden f&uuml;r den Gewerbebetrieb eines Angeh&ouml;rigen im Rahmen von Gef&auml;lligkeiten schlechter behandelt werden d&uuml;rfen als Arbeitnehmer. W&auml;re der Kl&auml;ger als Arbeitnehmer t&auml;tig geworden, h&auml;tte ohne Zweifel der Dritte einen Anspruch gegen die Kl&auml;gerin gehabt. Es sei, so die Kl&auml;ger, nicht hinnehmbar und belaste die famili&auml;ren Bindungen, dass der Gewerbetreibende, der aus innerfamili&auml;rem Mitgef&uuml;hl dem Familienmitglied den Schaden ersetze, dies nicht als Betriebsausgabe ansetzen k&ouml;nne, weil der Familienangeh&ouml;rige hierauf keinen rechtlichen Anspruch habe. Im Ergebnis w&auml;re aus betriebswirtschaftlicher Sicht angesichts der steuerlichen Risiken von unentgeltlicher Mithilfe unter Angeh&ouml;rigen abzuraten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung ist nur m&ouml;glich, wenn die Rechtsfrage im Revisionsverfahren gekl&auml;rt werden k&ouml;nnte (st&auml;ndige Rechtsprechung, u.a. Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 23. Mai 2006 VI B 132\/05, BFH\/NV 2006, 1683). Daran fehlt es.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Frage, ob Familienangeh&ouml;rige anders behandelt werden d&uuml;rfen als Arbeitnehmer, ist schon allgemein nicht kl&auml;rungsf&auml;hig, weil sie einen Gegensatz zwischen Familienangeh&ouml;rigen und Arbeitnehmern unterstellt, der so nicht existiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf der einen Seite k&ouml;nnen Familienangeh&ouml;rige unter bestimmten Voraussetzungen Arbeitnehmer sein. In diesen F&auml;llen kommt es zu der von den Kl&auml;gern gesehenen Benachteiligung der Familienangeh&ouml;rigen nicht. Auf der anderen Seite k&ouml;nnen auch familienfremde Personen, die nicht Arbeitnehmer sind, f&uuml;r einen Gewerbetreibenden Gef&auml;lligkeiten erbringen. In diesen F&auml;llen kann es zu der von den Kl&auml;gern gesehenen Benachteiligung auch kommen, wenn der Helfer nicht Familienangeh&ouml;riger ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Geht die als grunds&auml;tzlich bezeichnete Rechtsfrage indes von unzutreffenden rechtlichen Voraussetzungen aus, so ist sie von vornherein nicht kl&auml;rungsf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Folgerichtig hat das FG in seiner Entscheidung nicht ma&szlig;gebend darauf abgestellt, dass die Kl&auml;ger verheiratet sind. Es hat vielmehr seine Entscheidung auf die Rechtsbeziehungen der beteiligten drei Personen im konkreten Fall gest&uuml;tzt. Diesbez&uuml;glich haben die Kl&auml;ger keine Einwendungen erhoben, die die Zulassung der Revision rechtfertigen k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die von den Kl&auml;gern im Hinblick auf &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;2. Alternative FGO geltend gemachte Abweichung von den Grunds&auml;tzen der Zivilrechtsprechung zum Gesch&auml;ft f&uuml;r den, den es angeht, liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat keine von bestimmten Entscheidungen abweichenden abstrakten Rechtss&auml;tze aufgestellt. Es ist auf Grund einer W&uuml;rdigung der Gesamtumst&auml;nde von Gef&auml;lligkeitsverh&auml;ltnissen ausgegangen und hat auf dieser Grundlage die tatbestandlichen Voraussetzungen eines Gesch&auml;fts f&uuml;r den, den es angeht, verneint. Soweit die Kl&auml;ger meinen, bei zutreffender Anwendung der im Zivilrecht hierzu entwickelten Ma&szlig;st&auml;be h&auml;tte das FG zu einem anderen Ergebnis kommen m&uuml;ssen, r&uuml;gen sie damit in der Sache einen Fehler bei der Rechtsanwendung, der die Zulassung der Revision nicht rechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Revision ist auch nicht nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 1. Alternative FGO zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick auf die von den Kl&auml;gern aufgeworfene Frage, ob das Rechtsinstitut des unternehmensbezogenen Gesch&auml;fts auch im Steuerrecht Anwendung finde, bedarf es keiner Rechtsfortbildung. Dies liegt auf der Hand, wenn eine entsprechende zivilrechtliche Vorfrage zu bejahen ist. Dementsprechend hat das FG nicht die Anwendbarkeit, sondern die Voraussetzungen des Rechtsinstituts verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Voraussetzungen des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO liegen ebenfalls nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es fehlt keine Begr&uuml;ndung. Die beanstandeten Ausf&uuml;hrungen des FG &uuml;ber die Gefahren f&uuml;r Gesundheit etc. stellen lediglich eine Einsch&auml;tzung der Sachlage dar, die von der der Kl&auml;ger abweicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.10.2009, X B 54\/09 T&auml;tigwerden von Familienangeh&ouml;rigen f&uuml;r einen Gewerbebetrieb &#8211; Anwendbarkeit des Rechtsinstituts des unternehmensbezogenen Gesch&auml;fts im Steuerrecht &#8211; Fehlende Kl&auml;rungsf&auml;higkeit einer Rechtsfrage &#8211; Keine grunds&auml;tzliche Bedeutung und kein Erfordernis der Rechtsfortbildung Tatbestand 1&nbsp; Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) begehren die Zulassung der Revision gegen ein Urteil, mit dem das Finanzgericht &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-54-09-taetigwerden-von-familienangehoerigen-fuer-einen-gewerbebetrieb-anwendbarkeit-des-rechtsinstituts-des-unternehmensbezogenen-geschaefts-im-steuerrecht-fehlende-klaerungsfaehigkeit-einer-recht\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;54\/09 &#8211; T&auml;tigwerden von Familienangeh&ouml;rigen f&uuml;r einen Gewerbebetrieb &#8211; Anwendbarkeit des Rechtsinstituts des unternehmensbezogenen Gesch&auml;fts im Steuerrecht &#8211; Fehlende Kl&auml;rungsf&auml;higkeit einer Rechtsfrage &#8211; Keine grunds&auml;tzliche Bedeutung und kein Erfordernis der Rechtsfortbildung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-13223","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13223","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13223"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13223\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13223"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13223"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13223"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}