{"id":13235,"date":"2012-12-19T15:32:19","date_gmt":"2012-12-19T13:32:19","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13235"},"modified":"2012-12-19T15:32:19","modified_gmt":"2012-12-19T13:32:19","slug":"x-r-28-07-beschraenkte-abziehbarkeit-von-altersvorsorgeaufwendungen-verfassungsgemaess-keine-eintragung-von-altersvorsorgeaufwendungen-is-des-par-10-abs-1-nr-2-buchst-a-estg-auf-der-lohnsteuerkarte-en","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-28-07-beschraenkte-abziehbarkeit-von-altersvorsorgeaufwendungen-verfassungsgemaess-keine-eintragung-von-altersvorsorgeaufwendungen-is-des-par-10-abs-1-nr-2-buchst-a-estg-auf-der-lohnsteuerkarte-en\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;28\/07 &#8211; Beschr&auml;nkte Abziehbarkeit von Altersvorsorgeaufwendungen verfassungsgem&auml;&szlig; &#8211; Keine Eintragung von Altersvorsorgeaufwendungen i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG auf der Lohnsteuerkarte &#8211; Endg&uuml;ltige Ausgestaltung der Ber&uuml;cksichtigung der Aufwendungen &#8211; Prinzip der intertemporalen Korrespondenz &#8211; Rechtscharakter der Altervorsorgeaufwendungen und Zuweisung zu den Sonderausgaben &#8211; Ausgleichszahlung f&uuml;r Versorgungsausgleich &#8211; H&ouml;chstbetr&auml;ge &#8211; Einbeziehung der Arbeitgeberanteile &#8211; Finanzierbarkeit der Neuregelung &#8211; Fehlende Korrespondenz in der &Uuml;bergangszeit &#8211; Belastung bei Rentenbezug ab 2039 &#8211; Verbot der Doppelbesteuerung erst bei Rentenbezug r&uuml;gbar &#8211; Unterschiedliche Behandlung im Vorauszahlungs- und Lohnsteuerabzugsverfahren"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.12.2009, X R 28\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Beschr&auml;nkte Abziehbarkeit von Altersvorsorgeaufwendungen verfassungsgem&auml;&szlig; &#8211; Keine Eintragung von Altersvorsorgeaufwendungen i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG auf der Lohnsteuerkarte &#8211; Endg&uuml;ltige Ausgestaltung der Ber&uuml;cksichtigung der Aufwendungen &#8211; Prinzip der intertemporalen Korrespondenz &#8211; Rechtscharakter der Altervorsorgeaufwendungen und Zuweisung zu den Sonderausgaben &#8211; Ausgleichszahlung f&uuml;r Versorgungsausgleich &#8211; H&ouml;chstbetr&auml;ge &#8211; Einbeziehung der Arbeitgeberanteile &#8211; Finanzierbarkeit der Neuregelung &#8211; Fehlende Korrespondenz in der &Uuml;bergangszeit &#8211; Belastung bei Rentenbezug ab 2039 &#8211; Verbot der Doppelbesteuerung erst bei Rentenbezug r&uuml;gbar &#8211; Unterschiedliche Behandlung im Vorauszahlungs- und Lohnsteuerabzugsverfahren<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Im zeitlichen Geltungsbereich des Alterseink&uuml;nftegesetzes geleistete Beitr&auml;ge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen und zu berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen sind als Sonderausgaben nur beschr&auml;nkt abziehbar (Best&auml;tigung des Senatsbeschlusses vom 1. Februar 2006 X B 166\/05, BFHE 212, 242, BStBl II 2006, 420). Hiergegen bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken.<\/p>\n<p>2. Es ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass Altersvorsorgeaufwendungen i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG i.d.F. des Alterseink&uuml;nftegesetzes nicht als Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen werden k&ouml;nnen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Der im Jahr 1959 geborene Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist als Steuerberater und vereidigter Buchpr&uuml;fer nichtselbst&auml;ndig t&auml;tig. Im das Streitjahr 2006 betreffenden Lohnsteuer-Erm&auml;&szlig;igungsverfahren beantragte er, die von ihm zu leistenden Beitr&auml;ge zum Wirtschaftspr&uuml;fer-Versorgungswerk Nordrhein-Westfalen, die er als Werbungskosten bei den sonstigen Eink&uuml;nften geltend machte, als Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte einzutragen. Dies lehnte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Klage machte der Kl&auml;ger geltend, die Beitr&auml;ge an das Versorgungswerk seien eintragungsf&auml;hige Werbungskosten i.S. des &sect; 9 Abs. 1 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG). Die anders lautende Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 1. Februar 2006 X B 166\/05 (BFHE 212, 242, BStBl II 2006, 420) schreibe die Ungleichbehandlung von rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmern und Beamten in der Erwerbsphase fest und ber&uuml;cksichtige zudem nicht das objektive Nettoprinzip.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gleichbehandlung von rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmern und Beamten verlange, bei Beamten den &quot;fiktiven Beitrag&quot;, den sie nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) f&uuml;r ihre Altersversorgung leisteten, den Einnahmen aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit hinzuzurechnen und anschlie&szlig;end f&uuml;r diesen Betrag wie bei rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmern einen (beschr&auml;nkten) Sonderausgabenabzug zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der X. Senat ber&uuml;cksichtige auch nicht die Rechtsprechung des IX. Senats des BFH zu den Ausgleichszahlungen, die ein zum Versorgungsausgleich verpflichteter Beamter auf Grund einer Vereinbarung gem&auml;&szlig; &sect; 1587o des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs an den anderen Ehegatten leiste. Ein Teil der rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmer erlebe zudem das Rentenalter nicht. Bei diesen Steuerpflichtigen k&auml;me es durch die blo&szlig;e Gew&auml;hrung eines beschr&auml;nkten Sonderausgabenabzugs zu einer definitiven steuerlichen Belastung, die nicht mit der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit korrespondiere und daher das objektive Nettoprinzip missachte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Behandlung der Altersvorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben und nicht als Werbungskosten wirke sich beim Verlustr&uuml;cktrag und den au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Abschnittsprinzip verlange, die verfassungsrechtliche Problematik der Versagung des vollen Abzugs der Vorsorgeaufwendungen im Rahmen der gesetzlichen &Uuml;bergangsregelung in jedem Veranlagungszeitraum zu untersuchen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hilfsweise seien die Vorsorgeaufwendungen in H&ouml;he von 8.370 EUR als Sonderausgaben als Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte einzutragen. Soweit dem &sect; 39a EStG entgegenstehe, gebe es daf&uuml;r keine sachlichen Gr&uuml;nde. Die Bestimmung sei daher mit Art. 3 des Grundgesetzes (GG) unvereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab. Die vom Kl&auml;ger geleisteten Rentenversicherungsbeitr&auml;ge seien nicht eintragungsf&auml;hige Sonderausgaben. Das objektive Nettoprinzip sei nicht verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob bzw. in welchem Umfang in k&uuml;nftigen Jahren erlangte Renteneinnahmen entgegen dem Verbot der Doppelbesteuerung auch hinsichtlich solcher Beitr&auml;ge besteuert w&uuml;rden, die in der Vergangenheit aus versteuertem Einkommen erbracht worden seien, sei im Streitjahr unerheblich. Diese Frage stelle sich erst ab dem Zeitpunkt des Zuflusses der steuerpflichtigen Einnahmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Eintrag der abziehbaren Vorsorgeaufwendungen auf der Lohnsteuerkarte scheide gem&auml;&szlig; &sect; 39a Abs. 1 Nr. 2 EStG aus. Der Unterschied zu den Einkommensteuervorauszahlungen beruhe auf der typisierend geregelten Lohnsteuererhebung und bewege sich im Rahmen des gesetzgeberischen Gestaltungsspielraums.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision verfolgt der Kl&auml;ger sein Begehren weiter. Er macht geltend, es sei festzustellen, dass in dem angefochtenen Bescheid zu Unrecht die Eintragung der Rentenversicherungsbeitr&auml;ge auf der Lohnsteuerkarte versagt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Entscheidung des BVerfG zur Pendlerpauschale setze die Befugnis des Gesetzgebers zur Schaffung neuer Regeln voraus, dass wirklich ein neues Regelwerk geschaffen werde. Lege man &sect; 10 EStG wie der erkennende Senat aus, sei ein gebotenes Mindestma&szlig; an konzeptioneller Neuorientierung nicht zu erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Trotz vergleichbarem Aufwand f&uuml;r die sp&auml;tere Versorgung w&uuml;rden Beamte und andere Arbeitnehmer in gleichheitswidriger Weise steuerlich unterschiedlich behandelt. Es sei sachlich nicht zu rechtfertigen, dass die Vorsorgeaufwendungen normaler Arbeitnehmer bis zum Jahr 2025 teilweise nicht abziehbar seien, der fiktive Versorgungsbeitrag von Beamten aber nicht steuerbelastet sei. Hierdurch ergebe sich bei der Gesamtschau der Erwerbs- und der Nacherwerbsphase eine Ungleichbehandlung, weil der Rentenzufluss teilweise aus versteuertem Einkommen stamme. Dieser Nachteil in der Erwerbsphase werde nicht durch Vorteile in der Nacherwerbsphase ausgeglichen, wie eine Vergleichsrechnung f&uuml;r einen rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen Bruttoarbeitsentgelt zeige.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Behandlung der Vorsorgebeitr&auml;ge als nur beschr&auml;nkt abziehbare Sonderausgaben nehme beitragspflichtigen Arbeitnehmern die M&ouml;glichkeit zur vertikalen Verlustverrechnung. Der im Rahmen der &Uuml;bergangsregelung geltende Rentenfreibetrag bewirke zwar im Jahr des Rentenzuflusses eine Verlustverrechnung. Das zu versteuernde Einkommen sei dann aber regelm&auml;&szlig;ig geringer, was zu Progressionsnachteilen f&uuml;hre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Unrecht habe das FG es als unbedenklich angesehen, dass freiwillige Beitr&auml;ge an das Versorgungswerk nicht als Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte einzutragen seien. Dies lasse sich nicht mit der gesetzgeberischen Befugnis zu typisierenden und generalisierenden Regelungen rechtfertigen. Es sei verwaltungstechnisch m&ouml;glich, freiwillige Beitr&auml;ge an ein berufsst&auml;ndisches Versorgungswerk auf der Lohnsteuerkarte einzutragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>festzustellen, dass der Bescheid des FA vom 6. Juni 2006 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 2. August 2006 rechtswidrig sei, weil zu Unrecht sein Antrag auf Eintragung von Rentenversicherungsbeitr&auml;gen auf der Lohnsteuerkarte in H&ouml;he von 17.500 EUR als Werbungskosten, hilfsweise auf Eintragung dieser Aufwendungen in H&ouml;he von 8.370 EUR als Sonderausgaben abgelehnt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber habe die Abziehbarkeit von Rentenversicherungsbeitr&auml;gen &sect; 10 EStG zugeordnet. Die Frage einer Zweifachbesteuerung stelle sich erst zu Beginn der Auszahlungsphase.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Feststellung, der Bescheid des FA vom 6. Juni 2006 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 2. August 2006 sei rechtswidrig, wird abgelehnt. Die vom Kl&auml;ger zu leistenden Beitr&auml;ge zu einem berufsst&auml;ndischen Versorgungswerk sind keine vorab entstandenen Werbungskosten bei den sonstigen Eink&uuml;nften, sondern lediglich in beschr&auml;nktem Umfang abziehbare Sonderausgaben. Diese k&ouml;nnen nicht auf der Lohnsteuerkarte als Freibetrag eingetragen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:144\"pt>\n<tr>\n<td>I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist zul&auml;ssig. Der Kl&auml;ger ist berechtigt mit ihr das Ziel zu verfolgen festzustellen, dass der angefochtene Bescheid des FA rechtswidrig gewesen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Im Streitfall ist die Frist des &sect; 42b Abs. 3 Satz 1 EStG, innerhalb der sich die Eintragung eines Freibetrags auf der Lohnsteuerkarte 2006 beim Abzug der Lohnsteuer durch den Arbeitgeber auswirken kann, Ende M&auml;rz 2007 abgelaufen. F&uuml;r das Begehren, auf dieser Lohnsteuerkarte einen Freibetrag einzutragen, ist deshalb das Rechtsschutzbed&uuml;rfnis entfallen (siehe Senatsbeschluss vom 2. November 2000 X R 156\/97, BFH\/NV 2001, 476).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Kl&auml;ger ist jedoch berechtigt, gem&auml;&szlig; &sect; 100 Abs. 1 Satz 4 FGO zur Fortsetzungsfeststellungsklage &uuml;berzugehen. Dies ist sowohl im Rahmen eines Verfahrens betreffend die Nichtzulassung der Revision als auch in einem Revisionsverfahren m&ouml;glich (BFH-Entscheidungen vom 15. Dezember 2004 VIII B 181\/04, BFH\/NV 2005, 896, und vom 21. Februar 2006 IX R 78\/99, BFHE 212, 8, BStBl II 2006, 399).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Kl&auml;ger fehlt nicht das f&uuml;r ein Fortsetzungsfeststellungsbegehren erforderliche berechtigte Interesse (vgl. hierzu Senatsbeschluss in BFH\/NV 2001, 476). Er hat dargelegt, dass er weiterhin als Arbeitnehmer besch&auml;ftigt ist und Beitr&auml;ge an das oben genannte Versorgungswerk leistet. Das berechtigte Interesse des Kl&auml;gers liegt daher in der Gefahr, dass das FA ihm weiterhin die Eintragung seiner Beitr&auml;ge auf der Lohnsteuerkarte versagt (vgl. hierzu Gr&auml;ber\/von Groll, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 100 Rz 60, m.w.N. aus der Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:144\"pt>\n<tr>\n<td>II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vom Kl&auml;ger an ein berufsst&auml;ndisches Versorgungswerk zu leistenden Rentenversicherungsbeitr&auml;ge sind lediglich in beschr&auml;nktem Umfang als Sonderausgaben gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a i.V.m. Abs. 3 EStG abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorschriften zur steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung der Altersvorsorgeaufwendungen im Geltungsbereich des Alterseink&uuml;nftegesetzes vom 5. Juli 2004 (BGBl I 2004, 1427) &#8211;AltEinkG&#8211; sind sowohl im Hinblick auf ihre endg&uuml;ltige Ausgestaltung als auch in Bezug auf die getroffene &Uuml;bergangsregelung verfassungsm&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Mit Beschluss in BFHE 212, 242, BStBl II 2006, 420 hatte der erkennende Senat entschieden, es sei nicht ernstlich zweifelhaft, dass im zeitlichen Anwendungsbereich des AltEinkG ab dem 1. Januar 2005 geleistete Beitr&auml;ge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen (&sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG) als Sonderausgaben nach n&auml;herer Ma&szlig;gabe der &Uuml;berleitung in die sog. nachgelagerte Besteuerung nur beschr&auml;nkt abziehbar seien. Bei summarischer Beurteilung best&uuml;nden gegen diese gesetzliche Regelung keine durchgreifenden Bedenken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Auffassung sind die Finanzgerichte gefolgt (FG K&ouml;ln, Urteil vom 20. Dezember 2006&nbsp;&nbsp;12 K 2253\/06, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2007, 836; Nieders&auml;chsisches FG, Urteil vom 28. August 2007&nbsp;&nbsp;15 K 30254\/06, Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2008, 1372; FG N&uuml;rnberg, Urteil vom 1. August 2007 VII 51\/2006, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;; FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 14. November 2007&nbsp;&nbsp;1 K 1665\/06, EFG 2008, 1037; Hessisches FG, Beschluss vom 31. Januar 2007&nbsp;&nbsp;1 V 3571\/06, n.v.; FG Baden-W&uuml;rttemberg, Beschluss vom 26. Juni 2008 10 V 2450\/08, Deutsche Steuer-Zeitung\/Eildienst 2008, 628). Dem hat sich die Finanzverwaltung angeschlossen (Aktualisierung des Schreibens des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 24. Februar 2005, BStBl I 2005, 429 durch Schreiben vom 30. Januar 2008, BStBl I 2008, 390). Die Literatur lehnt die Senatsauffassung dagegen &uuml;berwiegend ab (Schmidt\/Drenseck, EStG, 28. Aufl., &sect; 9 Rz 38; Hallerbach, Steuern und Bilanzen &#8211;StuB&#8211; 2006, 305; Horlemann, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2006, 1075; Schneider\/Bahr, Die Information f&uuml;r Steuerberater und Wirtschaftspr&uuml;fer &#8211;INF&#8211; 2006, 386; Paus, FR 2006, 584; Heuermann, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2006, 688 f&uuml;r die Zeit nach Ablauf der &Uuml;bergangsregelung; dagegen P. Fischer, Neue Wirtschafts-Briefe, Fach 3, S. 13895; ders. in FR 2007, 76; differenzierend S&ouml;hn, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff &#8211;KSM&#8211;, EStG, &sect; 10 Rz E 272 ff.; Kulosa in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect; 10 EStG Rz 122 und 335 ff.; Dreher, Das Alterseink&uuml;nftegesetz, 2006, S. 79 ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der erkennende Senat h&auml;lt auch im Rahmen der abschlie&szlig;enden Pr&uuml;fung der Problematik an seiner im Beschluss in BFHE 212, 242, BStBl II 2006, 420 vertretenen Rechtsauffassung fest. Weder die endg&uuml;ltige Regelung der Abziehbarkeit der Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben in &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG in der Begrenzung des &sect; 10 Abs. 3 S&auml;tze 1 bis 3 EStG (unten 2.) noch die den Kl&auml;ger treffende &Uuml;bergangsregelung in &sect; 10 Abs. 3 S&auml;tze 4 bis 6 EStG (unten 3.) versto&szlig;en gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz des Art. 3 GG sowie gegen das objektive und subjektive Nettoprinzip.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Mit den gesetzlichen Neuregelungen des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 3 EStG hat der Gesetzgeber den Vorgaben des BVerfG im Urteil vom 6. M&auml;rz 2002&nbsp;&nbsp;2 BvL 17\/99 (BVerfGE 105, 73) Rechnung getragen. Das BVerfG hatte die unterschiedliche Besteuerung der Beamtenpensionen nach &sect; 19 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 EStG in der vor dem AltEinkG geltenden Fassung einerseits und der Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung andererseits teilweise f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt und dem Gesetzgeber aufgegeben, die Rechtslage bis zum Jahresbeginn 2005 zu bereinigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG regelt die Abziehbarkeit von Beitr&auml;gen zu den gesetzlichen Rentenversicherungen und anderer Altersvorsorgeaufwendungen. &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG bestimmt: &quot;Zu den Beitr&auml;gen nach Buchstabe a und b ist der nach &sect; 3 Nr. 62 steuerfreie Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung und ein diesem gleichgestellter steuerfreier Zuschuss des Arbeitgebers hinzuzurechnen.&quot; Nach &sect; 10 Abs. 3 Satz 1 EStG sind Vorsorgeaufwendungen nach Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 bis zu 20.000 EUR zu ber&uuml;cksichtigen. Bei zusammenveranlagten Ehegatten verdoppelt sich der H&ouml;chstbetrag (&sect; 10 Abs. 3 Satz 2 EStG). Der H&ouml;chstbetrag nach Satz 1 oder 2 ist bei Steuerpflichtigen, die zum Personenkreis des &sect; 10c Abs. 3 Nr. 1 und 2 EStG geh&ouml;ren oder Eink&uuml;nfte i.S. des &sect; 22 Nr. 4 EStG erzielen und die ganz oder teilweise ohne eigene Beitragsleistungen einen Anspruch auf Altersversorgung erwerben, um den Betrag zu k&uuml;rzen, der, bezogen auf die Einnahmen aus der T&auml;tigkeit, die die Zugeh&ouml;rigkeit zum genannten Personenkreis begr&uuml;nden, dem Gesamtbeitrag (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) zur allgemeinen Rentenversicherung entspricht (&sect; 10 Abs. 3 Satz 3 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die endg&uuml;ltige Ausgestaltung der steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung der Altersvorsorgeaufwendungen besteht daher aus drei Elementen: der Zuordnung der Altersvorsorgeaufwendungen zu den Sonderausgaben (unten b), der Begrenzung des steuerlichen Abzugs der Vorsorgeaufwendungen auf 20.000 EUR bzw. im Falle der Zusammenveranlagung auf 40.000 EUR (unten c) sowie der Hinzurechnung des nach &sect; 3 Nr. 62 EStG steuerfreien Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Rentenversicherung bei der Ermittlung der geleisteten Vorsorgeaufwendungen (unten d). Alle drei Regelungen sind unter Ber&uuml;cksichtigung der nachfolgenden verfassungsrechtlichen Grunds&auml;tze nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Bereich des Steuerrechts, insbesondere des Einkommensteuerrechts, wird die Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BVerfG vor allem durch zwei eng miteinander verbundene Leitlinien begrenzt: durch das Gebot der Besteuerung nach der finanziellen Leistungsf&auml;higkeit und durch das Gebot der Folgerichtigkeit (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 105, 73, 125; vom 8. Juni 2004&nbsp;&nbsp;2 BvL 5\/00, BVerfGE 110, 412, 433; vom 4. Dezember 2002&nbsp;&nbsp;2 BvR 400\/98, 1735\/00, BVerfGE 107, 27, 46; vom 21. Juni 2006&nbsp;&nbsp;2 BvL 2\/99, BVerfGE 116, 164, 180, und vom 7. November 2006&nbsp;&nbsp;1 BvL 10\/02, BVerfGE 117, 1, 30). Im Interesse verfassungsrechtlich gebotener steuerlicher Lastengleichheit muss darauf abgezielt werden, Steuerpflichtige bei gleicher Leistungsf&auml;higkeit auch gleich hoch zu besteuern (horizontale Steuergerechtigkeit), w&auml;hrend (in vertikaler Richtung) die Besteuerung h&ouml;herer Einkommen im Vergleich mit der Besteuerung niedrigerer Einkommen angemessen abgestuft werden muss (vgl. BVerfG-Beschl&uuml;sse in BVerfGE 107, 27, 47; vom 16. M&auml;rz 2005&nbsp;&nbsp;2 BvL 7\/00, BVerfGE 112, 268, 279, jeweils m.w.N.). Dabei muss eine gesetzliche Belastungsentscheidung folgerichtig im Sinne von Belastungsgleichheit umgesetzt werden (vgl. BVerfG-Beschl&uuml;sse in BVerfGE 107, 27, 47; in BVerfGE 116, 164, 180). Ausnahmen von einer solchen folgerichtigen Umsetzung bed&uuml;rfen eines besonderen sachlichen Grundes (vgl. BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 30. September 1998 2 BvR 1818\/91, BVerfGE 99, 88, 95; vom 11. November 1998&nbsp;&nbsp;2 BvL 10\/95, BVerfGE 99, 280, 290; in BVerfGE 107, 27, 47; in BVerfGE 116, 164, 180; BVerfG-Urteil in BVerfGE 105, 73, 126).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die gesetzliche Zuweisung der Altersvorsorgeaufwendungen zu den Sonderausgaben in &sect; 10 EStG ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, obwohl die Altersvorsorgeaufwendungen ihrer Rechtsnatur nach in erster Linie vorweggenommene Werbungskosten bei den sonstigen Eink&uuml;nften i.S. des &sect; 22 EStG sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Vorweggenommene Werbungskosten liegen nach der Rechtsprechung des BFH dann vor, wenn Aufwendungen in einem hinreichend klaren wirtschaftlichen Zusammenhang mit einer bestimmten Einkunftsart stehen (BFH-Urteil vom 4. Dezember 2002 VI R 120\/01, BFHE 201, 156, BStBl II 2003, 403, m.w.N.). Diese Voraussetzungen sind bei den ab dem Veranlagungszeitraum 2005 geleisteten Altersvorsorgeaufwendungen gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber hat bei der im AltEinkG verwirklichten Rentenbesteuerung das Prinzip der &quot;intertemporalen Korrespondenz&quot; zugrunde gelegt. Altersrenten sind als solche steuerbar. Zu ber&uuml;cksichtigen sind &#8211;wenn auch zeitlich versetzt&#8211; alle Aufwendungen und alle Ertr&auml;ge. Im Grunds&auml;tzlichen hat sich der Gesetzgeber damit von dem f&uuml;r die Rentenbesteuerung bis zum Veranlagungszeitraum 2004 ma&szlig;geblichen Versicherungsprinzip und der Ertragsanteilsbesteuerung (Zinsbesteuerung) gel&ouml;st. Dies ist auch verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (Senatsurteil vom 26. November 2008 X R 15\/07, BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.a bb (1)). Damit sind Altersvorsorgeaufwendungen ihrer Rechtsnatur nach Erwerbsaufwendungen, soweit sie mit k&uuml;nftigen (steuerbaren) Renteneinnahmen im Zusammenhang stehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Werbungskostencharakter wird demzufolge auch von der ganz &uuml;berwiegend vertretenen Rechtsansicht (vgl. z.B. Abschlussbericht der Sachverst&auml;ndigenkommission zur Neuordnung der steuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbez&uuml;gen &#8211;Sachverst&auml;ndigenkommission&#8211;, BMF-Schriftenreihe Bd. 74, S. 21; S&ouml;hn, in: KSM, a.a.O., &sect; 10 Rz E 276 ff.; HHR\/Kulosa, &sect; 10 EStG Rz 122; Heuermann, DB 2006, 688; Ruland in Festschrift f&uuml;r Selmer 2004, 889, 897; S&ouml;hn, Steuer und Wirtschaft &#8211;StuW&#8211; 2003, 332; Weber-Grellet, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2004, 1721, 1725; a.A. P. Fischer, Betriebs-Berater 2003, 873, 877) bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Gesetzgeber hat jedoch durch die in &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG getroffene Regelung die Altersvorsorgeaufwendungen mit konstitutiver Wirkung den Sonderausgaben zugeordnet. Er hat f&uuml;r diese Aufwendungen &#8211;unabh&auml;ngig von ihrer Rechtsnatur&#8211; eine Sonderregelung getroffen, die als lex specialis eine Sperrwirkung gegen&uuml;ber der generellen Regelung des &sect; 10 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. &sect; 9 Abs. 1 Satz 1 EStG entfaltet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Der erkennende Senat hat dies in seinem Beschluss in BFHE 212, 242, BStBl II 2006, 420, unter II.5. unter Hinweis auf den Wortlaut der Norm, den systematischen Zusammenhang und den Willen des Gesetzgebers, der sich in der Norm niedergeschlagen hat, ausf&uuml;hrlich begr&uuml;ndet, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen darauf Bezug genommen wird (zustimmend Dreher, a.a.O., S. 105; HHR\/Kulosa, &sect; 10 EStG Rz 122 a.E.; S&ouml;hn, in: KSM, a.a.O., &sect; 10 Rz E 315 f.; ders., FR 2006, 905, 912; a.A. Hallerbach, StuB 2006, 305; Horlemann, FR 2006, 1075; Paus, FR 2006, 584, und Schneider\/Bahr, INF 2006, 386).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Diese Beurteilung &auml;ndert sich auch nicht dadurch, dass &#8211;was der angerufene Senat in dem vorstehenden Beschluss noch offengelassen hatte&#8211; die Altervorsorgeaufwendungen im Wesentlichen den Rechtscharakter von vorweggenommenen Werbungskosten haben. Zwar ordnet &sect; 10 Abs. 1 Satz 1 EStG an, dass die in &sect; 10 EStG genannten Aufwendungen dann keine Sonderausgaben sind, wenn sie Werbungskosten oder Betriebsausgaben sind oder wie solche behandelt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Gegensatz dazu nimmt &sect; 10 Abs. 3 EStG Bezug auf die in &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG genannten Vorsorgeaufwendungen und normiert ausdr&uuml;cklich ihre beschr&auml;nkte Abziehbarkeit als Sonderausgabe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Um dem in dem Gesetzgebungsverfahren unmissverst&auml;ndlich zum Ausdruck gekommenen Willen des Gesetzgebers zur Geltung zu verhelfen, ist das widerstreitende Verh&auml;ltnis von &sect; 10 Abs. 1 Satz 1 EStG zu &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. Abs. 3 EStG nach dem Grundsatz vom Vorrang der speziellen Norm nur in der Weise aufzul&ouml;sen, dass die in &sect; 10 Abs. 3 Satz 5 EStG enthaltene spezielle Zuweisung zu den Sonderausgaben dem Einleitungssatz des &sect; 10 Abs. 1 EStG vorgeht. Nur so wird der vollst&auml;ndige Abzug der Altersvorsorgeaufwendungen als steuermindernder Aufwand vermieden. Jedes andere Ergebnis hat der Gesetzgeber ersichtlich nicht gewollt (vgl. BTDrucks 15\/2150, S. 22). Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers ist daher die Formulierung in &sect; 10 Abs. 3 Satz 5 EStG, der sich ergebende Betrag sei &#8230; &quot;als Sonderausgabe abziehbar&quot;, nicht &quot;redundant&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies l&auml;sst sich nicht nur der H&ouml;chstbetragsregelung des &sect; 10 Abs. 3 S&auml;tze 1 und 2 EStG, sondern auch der &Uuml;bergangsregelung entnehmen. Die gesetzgeberische Intention, in der ab dem Jahr 2005 beginnenden &Uuml;bergangsphase Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung und andere Altersvorsorgeaufwendungen nicht in vollem Umfang als Werbungskosten, sondern prozentual begrenzt als Sonderausgaben zum Abzug zuzulassen, belegt zudem die in &sect; 10 Abs. 4a EStG vorgesehene G&uuml;nstigerpr&uuml;fung: Auch diese h&auml;tte keinen sinnvollen Anwendungsbereich, wenn die Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung ohnehin ganz oder &uuml;berwiegend als vorweggenommene Werbungskosten abziehbar w&auml;ren. Ein solcher Anwendungsbereich erg&auml;be sich entgegen der Ansicht des Kl&auml;gers auch nicht f&uuml;r den Fall, dass im Jahr 2005 Altersvorsorgeaufwendungen f&uuml;r die Vorjahre nachzuzahlen w&auml;ren. Ma&szlig;gebend f&uuml;r die rechtliche Beurteilung solcher Aufwendungen ist das Jahr, in dem sie geleistet werden (&sect; 11 Abs. 2 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ddd) Hierin liegt auch der Unterschied zu den Urteilen des IX. Senats des BFH vom 8. M&auml;rz 2006 IX R 107\/00 (BFHE 212, 511, BStBl II 2006, 446) und IX R 78\/01 (BFHE 212, 514, BStBl II 2006, 448). Dort waren Ausgleichszahlungen zu beurteilen, die ein zum Versorgungsausgleich verpflichteter Beamter an seinen Ehegatten leistet, um eine K&uuml;rzung seiner Versorgungsbez&uuml;ge zu vermeiden. Diese Ausgleichszahlungen fallen nicht unter die spezielle gesetzliche Regelung des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 3 EStG und unterliegen somit auch nicht der gesetzlich angeordneten beschr&auml;nkten Abziehbarkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>eee) Diese Auslegung des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. Abs. 3 EStG steht nicht im Widerspruch zur Rechtsprechung des VI. Senats des BFH, wonach der Werbungskosten- bzw. Betriebsausgabenabzug Vorrang vor dem Abzug von Berufsausbildungskosten als Sonderausgaben hat, so dass &sect; 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG keine Sperrwirkung f&uuml;r einen Abzug entfaltet (so bereits BFH-Urteil in BFHE 201, 156, BStBl II 2003, 403, m.w.N., und Urteile vom 18. Juni 2009 VI R 14\/07, BFHE 225, 393, VI R 31\/07, BFH\/NV 2009, 1797, VI R 79\/06, n.v., VI R 6\/07, BFH\/NV 2009, 1796, VI R 49\/07, BFH\/NV 2009, 1799). Diese Aussage des VI. Senats bezieht sich zun&auml;chst nur auf den Bereich der Berufsausbildungskosten und muss zudem vor dem Hintergrund der &Auml;nderung des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG und der Einf&uuml;hrung des &sect; 12 Nr. 5 EStG durch das Gesetz zur &Auml;nderung der Abgabenordnung und weiterer Gesetze vom 21. Juli 2004 (BGBl I 2004, 1753) gesehen werden. Der Gesetzgeber orientierte sich dabei weitgehend an der ab dem Jahr 2002 ge&auml;nderten Rechtsprechung des BFH, nach der Aufwendungen f&uuml;r berufliche Bildungsma&szlig;nahmen, die nach der ersten Berufsausbildung bzw. einem Erststudium stattfinden, zum Betriebsausgaben-\/Werbungskostenabzug zugelassen werden. Aufwendungen f&uuml;r die erstmalige Berufsausbildung und f&uuml;r das Erststudium werden dagegen typisierend den Lebensf&uuml;hrungskosten zugerechnet (Bericht des Finanzausschusses zum Entwurf eines Gesetzes zur &Auml;nderung der Abgabenordnung, BTDrucks 15\/3339, S. 10). Danach sind nur die Berufsausbildungskosten, die Aufwendungen i.S. des &sect; 12 Nr. 5 EStG darstellen und damit keine Werbungskosten und Betriebsausgaben sind, als Sonderausgaben gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG abziehbar. Zu einer Kollision zwischen &sect; 10 Abs. 1 Satz 1 EStG und &sect; 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG kann es daher &#8211;nach Auffassung des Gesetzgebers&#8211; gar nicht erst kommen, so dass sich auch die Frage einer Sperrwirkung nicht stellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber kommt im Bereich der Altersvorsorgeaufwendungen &#8211;insbesondere durch &sect; 10 Abs. 3 Satz 5 EStG&#8211; eindeutig der Wille des Steuergesetzgebers zum Ausdruck, die Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben nur im begrenzten Umfang zum Abzug zuzulassen. Damit ordnet er die Altersvorsorgeaufwendungen trotz ihres Werbungskostencharakters abweichend von &sect; 10 Abs. 1 Satz 1 EStG den Sonderausgaben zu, so dass &sect; 10 Abs. 1 Satz 1 EStG insoweit gegen&uuml;ber &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. Abs. 3 EStG keine Sperrwirkung entfalten kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Dass der Gesetzgeber die Vorsorgeaufwendungen trotz ihrer Rechtsnatur konstitutiv den Sonderausgaben und nicht den Werbungskosten zugewiesen hat, mag steuersystematisch bedenklich sein; verfassungsrechtlich ist die Zuweisung jedoch nicht von vornherein unzul&auml;ssig, da keine Grundgesetznorm eine entsprechende Zuordnung fordert (so auch Musil, StuW 2005, 278, 280; S&ouml;hn\/M&uuml;ller-Franken, StuW 2000, 442, 445; S&ouml;hn, FR 2006, 905, 908 f.). Entscheidend ist nach der Rechtsprechung des BVerfG nicht die systematisch richtige Einordnung steuermindernder Aufwendungen, sondern entscheidend sind die im Wesentlichen gleichen steuerlichen Auswirkungen (BVerfG-Beschluss vom 19. Februar 1991&nbsp;&nbsp;1 BvR 1231\/85, BVerfGE 83, 395 zur Steuerfreiheit von Beihilfen nach &sect; 3 Nr. 11 EStG im Vergleich zur Abziehbarkeit von Krankheitsaufwendungen nach &sect; 33 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine systemwidrige Einordnung der Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben kann demzufolge dann verfassungsrechtlich relevant sein und einen Versto&szlig; gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz darstellen, wenn die daraus resultierenden unterschiedlichen Rechtsfolgen zu einer nicht gerechtfertigten steuerlichen Ungleichbehandlung der Altersvorsorgeaufwendungen im Vergleich zu anderen vorweggenommenen Werbungskosten f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Die steuerliche Einordnung von Altersvorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben gegen&uuml;ber einer Behandlung als vorweggenommene Werbungskosten f&uuml;hrt in den folgenden Einzelf&auml;llen zu unterschiedlichen Rechtsfolgen: Es ist einem Steuerpflichtigen verwehrt, Verluste, die im Fall des Ansatzes von Werbungskosten bei den sonstigen Eink&uuml;nften gem&auml;&szlig; &sect; 22 EStG eintreten w&uuml;rden, im Wege des Verlustvor- oder -r&uuml;cktrags gem&auml;&szlig; &sect; 10d EStG zu ber&uuml;cksichtigen, wenn ihm anderweitige positive Eink&uuml;nfte zum Verlustausgleich nicht oder nicht in ausreichendem Umfang zur Verf&uuml;gung stehen. Auch bewirkt die Behandlung als Sonderausgabe, dass bei der Bemessungsgrundlage f&uuml;r die zumutbare Eigenbelastung i.S. des &sect; 33 EStG die Altersvorsorgebeitr&auml;ge unber&uuml;cksichtigt bleiben. Umgekehrt f&uuml;hrt der im Falle des Sonderausgabenabzugs h&ouml;here Betrag des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte dazu, dass von dem Steuerpflichtigen geleistete Spendenbetr&auml;ge in weitergehendem Umfang gem&auml;&szlig; &sect; 10b EStG abziehbar sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Art. 3 Abs. 1 GG verbietet die ungleiche Behandlung von wesentlich Gleichem und die Gleichbehandlung von wesentlich Ungleichem (BVerfG-Entscheidungen vom 24. April 1991&nbsp;&nbsp;1 BvR 1341\/90, BVerfGE 84, 133, 157 f.; vom 15. Juli 1998&nbsp;&nbsp;1 BvR 1554\/89 u.a., BVerfGE 98, 365, 385). Art. 3 Abs. 1 GG ist dann verletzt, wenn sich ein vern&uuml;nftiger, sich aus der Natur der Sache ergebender oder sonst einleuchtender Grund f&uuml;r die gesetzliche Differenzierung oder Gleichbehandlung nicht finden l&auml;sst (BVerfG-Urteil in BVerfGE 105, 73, unter C.I., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) F&uuml;r die unterschiedliche Behandlung der Altersvorsorgeaufwendungen und anderer vorweggenommener Werbungskosten besteht ein sachlicher Grund.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Altersvorsorgeaufwendungen i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG sind regelm&auml;&szlig;ig nicht nur Beitr&auml;ge enthalten, die der Absicherung des Steuerpflichtigen f&uuml;r den Fall der Erwerbsunf&auml;higkeit und des Alters sowie der Absicherung seiner Hinterbliebenen dienen. Die Beitr&auml;ge haben daher nicht ausschlie&szlig;lich Werbungskostencharakter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gesetzliche Rentenversicherung gew&auml;hrt nach dem Grundsatz &quot;Rehabilitation vor Rente&quot; auch Leistungen der medizinischen Rehabilitation und der Teilhabe am Arbeitsleben, wenn hierdurch die Erwerbsf&auml;higkeit wesentlich gebessert oder wiederhergestellt werden kann (&sect; 9 Abs. 1 des Sechsten Buch Sozialgesetzbuch &#8211; Gesetzliche Rentenversicherung &#8211;SGB VI&#8211;). Das Leistungsspektrum ist im Zweiten Unterabschnitt des Zweiten Kapitels des SGB VI in den &sect;&sect; 13 bis 32 geregelt. Der Beitragsanteil, der diese Leistungen finanziert, stellt keine vorweggenommenen Werbungskosten dar, weil die erhaltenen Leistungen nicht zu steuerpflichtigen Einnahmen f&uuml;hren (vgl. z.B. f&uuml;r das &Uuml;bergangsgeld gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 20 f. SGB VI &sect; 3 Nr. 1 Buchst. c EStG). Dasselbe gilt f&uuml;r den Zuschuss zu den Aufwendungen f&uuml;r die Krankenversicherung, den ein freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherter Rentner gem&auml;&szlig; &sect; 106 SGB VI erh&auml;lt und der nach &sect; 3 Nr. 14 EStG steuerfrei ist. Die einheitliche Behandlung der Altersvorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben macht eine Beitragsaufteilung entbehrlich und dient damit der Praktikabilit&auml;t.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kann dahinstehen, ob solche Leistungen auch von den anderen in &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG genannten Versorgungseinrichtungen erbracht werden (vgl. zu Rehabilitationsma&szlig;nahmen z.B. &sect; 11 Abs. 2, &sect; 15 der Satzung des Versorgungswerks der Wirtschaftspr&uuml;fer und der vereidigten Buchpr&uuml;fer im Lande Nordrhein-Westfalen in der Fassung des Beschlusses vom 24. Juni 2009, WPK-Magazin 3\/2009). Jedenfalls war der Gesetzgeber berechtigt, alle Beitr&auml;ge, die im Rahmen des sog. Drei-Schichtenmodells zur sog. Basisversorgung i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG erbracht werden, steuerlich einheitlich zu regeln (Sachverst&auml;ndigenkommission, S. 21, 24 ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinzu kommt, dass die Altersvorsorgeaufwendungen nach Ansicht des erkennenden Senats eine &quot;Doppelnatur&quot; (so auch Weber-Grellet, DStR 2004, 1721, 1725) haben. Sie gew&auml;hren bereits vor Eintritt des Rentenfalls Rechte, die einem Versicherungsschutz gleichkommen. Durch sie werden Anwartschaften begr&uuml;ndet, die mit Abschluss der Erwerbsphase zu einer geldwerten Rechtsposition erstarken (BVerfG-Urteil in BVerfGE 105, 73, 124). Sie f&uuml;hren daher bereits in der Erwerbsphase in gewisser Hinsicht zu einer Verm&ouml;gensbildung. Auch aus diesem Grund erscheint die Beibehaltung der Einordnung der Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben trotz des Systemwechsels zur nachgelagerten Besteuerung vertretbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ddd) Die vorstehend dargestellten Erw&auml;gungen rechtfertigen die konstitutive Zuordnung der Altersvorsorgeaufwendungen zu den Sonderausgaben, zumal die oben dargestellten unterschiedlichen Rechtsfolgen zwischen der Behandlung als Werbungskosten oder als Sonderausgaben nicht besonders gravierend sind. Es handelt sich zudem eher um Ausnahmef&auml;lle, so dass vor allem vor dem Hintergrund der Praktikabilit&auml;t die Nachteile hinzunehmen sind (a.A. S&ouml;hn, in: KSM, a.a.O., &sect; 10 Rz E 327).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Gegen die gesetzliche Begrenzung der steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung der Altersvorsorgeaufwendungen auf 20.000 EUR bzw. 40.000 EUR in &sect; 10 Abs. 3 S&auml;tze 1 und 2 EStG bestehen keine durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken. Es liegt weder ein Versto&szlig; gegen das objektive noch gegen das subjektive Nettoprinzip vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ein tragendes Strukturelement des Einkommensteuerrechts ist das objektive Nettoprinzip. Danach werden Einnahmen nicht brutto, sondern nur gek&uuml;rzt um damit im Zusammenhang stehende Erwerbsaufwendungen der Besteuerung unterworfen (BVerfG-Entscheidungen vom 2. Oktober 1969&nbsp;&nbsp;1 BvL 12\/68, BVerfGE 27, 58, und vom 23. Januar 1990&nbsp;&nbsp;1 BvL 4-7\/87, BVerfGE 81, 228). Zwar kennt das geltende Einkommensteuerrecht eine Reihe von Abzugsverboten f&uuml;r bestimmte Aufwendungen trotz betrieblicher bzw. beruflicher Veranlassung. Solche Abzugsverbote bed&uuml;rfen jedoch stets eines besonderen, verfassungsrechtlich tragf&auml;higen sachlichen Grundes (vgl. BVerfG-Urteil vom 9. Dezember 2008&nbsp;&nbsp;2 BvL 1, 2\/07, 1, 2\/08, BVerfGE 122, 210, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kann dahingestellt bleiben, ob in dem Bereich der Sonderausgaben das Nettoprinzip &uuml;berhaupt zum Tragen kommen kann. Da aber die Aufwendungen ohne die konstitutive Zuordnung zu den Sonderausgaben im Wesentlichen als Werbungskosten abziehbar gewesen w&auml;ren, kann sich der Gesetzgeber durch eine von ihm gew&auml;hlte anderweitige systematische Zuordnung nicht einer folgerichtigen Umsetzung der verfassungsrechtlichen Vorgaben und damit der Geltung des objektiven Nettoprinzips entziehen (vgl. dazu auch BVerfG-Beschluss in BVerfGE 112, 268).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das objektive Nettoprinzip ist nicht verletzt, die gesetzliche Begrenzung des Abzugs der Altersvorsorgeaufwendungen in &sect; 10 Abs. 3 S&auml;tze 1 und 2 EStG auf den H&ouml;chstbetrag von 20.000 EUR (40.000 EUR im Falle von zusammenveranlagten Ehegatten) ist sachlich gerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber hielt diese Begrenzung auf ein Volumen, das weit oberhalb der H&ouml;chstbetr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung liegt, zur Verhinderung von Missbr&auml;uchen f&uuml;r geboten (BTDrucks 15\/2150, S. 22, 34). Dies ist jedenfalls nicht sachwidrig (ebenso S&ouml;hn, StuW 2003, 332, 336; Risthaus, DB 2004, 1329, 1331; Weber-Grellet, DStR 2004, 1721, 1726; a.A. Dreher, a.a.O., S. 121). Die Annahme, das Risiko des vorzeitigen Versterbens und der damit verbundene Totalverlust des eingezahlten Kapitals verhinderten einen Missbrauch (Sachverst&auml;ndigenkommission, S. 25; S&ouml;hn, FR 2006, 905, 911), ist jedenfalls nicht zwingend. Dorenkamp (Nachgelagerte Besteuerung von Einkommen, Schriften zum Steuerrecht, Bd. 78, 283) hat dargelegt, dass angesichts der Gr&ouml;&szlig;enordnung der Belastungsunterschiede zwischen nachgelagerter und traditioneller Besteuerung die Umschichtung erheblicher Betr&auml;ge in Rentenversicherungsprodukte jedenfalls bei j&uuml;ngeren Steuerpflichtigen nicht auszuschlie&szlig;en sei. Es ist Sache des Gesetzgebers, die k&uuml;nftige Entwicklung von Sachverhalten zu beurteilen. Dabei kommt ihm ein weiter Prognose- und Einsch&auml;tzungsspielraum zu (BVerfG-Urteil vom 10. Juni 2009&nbsp;&nbsp;1 BvR 706\/08, 1 BvR 814\/08, 1 BvR 819\/08, 1 BvR 832\/08, 1 BvR 837\/08, Neue Juristische Wochenschrift 2009, 2033, m.w.N. aus der BVerfG-Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die nur beschr&auml;nkte Abziehbarkeit von Altersvorsorgeaufwendungen verletzt nicht das aus dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG) abzuleitende subjektive Nettoprinzip. Danach muss dem Steuerpflichtigen ein &quot;staatsfreies Existenzminimum&quot; verbleiben. Bestimmte zwangsl&auml;ufige Aufwendungen m&uuml;ssen, auch wenn sie in den Bereich der privaten Lebensf&uuml;hrung fallen, steuerlich verschont werden (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 107, 27; vgl. auch zur steuerlichen Freistellung von Beitr&auml;gen zu privaten Versicherungen f&uuml;r den Krankheits- und Pflegefall BVerfG-Beschluss vom 13. Februar 2008&nbsp;&nbsp;2 BvL 1\/06, BVerfGE 120, 125).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber ist dieser Verpflichtung durch das AltEinkG nachgekommen. Die Aufwendungen f&uuml;r die Zeit ab dem Jahr 2025 sind bis zu einem H&ouml;chstbetrag von 20.000 EUR bzw. im Fall der Zusammenveranlagung von 40.000 EUR vollst&auml;ndig steuerlich abziehbar. Die Begrenzung ist unter dem Gesichtspunkt des subjektiven Nettoprinzips nicht zu beanstanden, das die steuerliche Freistellung von zwangsweise entstehendem existenzsichernden Aufwand verlangt. Messgr&ouml;&szlig;e hierf&uuml;r ist das sozialhilferechtlich gew&auml;hrleistete Leistungsniveau (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 120, 125, unter C.II.3.). Da der H&ouml;chstbetrag von 20.000 EUR bzw. 40.000 EUR den H&ouml;chstbetrag zur gesetzlichen Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten erheblich &uuml;bersteigt (BTDrucks 15\/2150, S. 22; im Jahr 2009 in den alten Bundesl&auml;ndern 12.895 EUR [5.400 x 12 x 19,9 %]), beruhen dar&uuml;ber hinausgehende Beitr&auml;ge lediglich auf einer freiwilligen Entscheidung des Steuerpflichtigen, Rentenanspr&uuml;che zu erwerben, die &uuml;ber die blo&szlig;e Existenzsicherung hinausgehen. Die H&ouml;chstbetragsregelung des &sect; 10 Abs. 3 S&auml;tze 1 bis 3 EStG verletzt daher das subjektive Nettoprinzip nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Hinzurechnung der steuerfreien Arbeitgeberbeitr&auml;ge bei der Ermittlung der H&ouml;he der Vorsorgeaufwendungen verst&ouml;&szlig;t ebenso wenig gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG wie die Nichteinbeziehung von fiktiven Beitr&auml;gen zur Beamtenversorgung in die H&ouml;chstbetragsberechnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Einbeziehung der Arbeitgeberanteile in die Berechnung des abziehbaren H&ouml;chstbetrags beruht auf einem sachgerechten Grund. Sie soll gew&auml;hrleisten, dass zwei Steuerpflichtige, von denen nur einer einen steuerfreien Arbeitgeberanteil oder -zuschuss erhalten hat, hinsichtlich des Gesamtaufwands f&uuml;r die Altersversorgung im Ergebnis in gleichem Umfang steuerlich freigestellt werden. Insofern dient die Einbeziehung der Gleichbehandlung der Arbeitnehmer mit den Selbst&auml;ndigen, die f&uuml;r ihre Altersversorgung selbst aufkommen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einbeziehung des Arbeitgeberanteils in die H&ouml;chstbetragsberechnung f&uuml;hrt nicht dazu, dass dieser dem steuerpflichtigen Arbeitslohn gleichgestellt wird. Der erkennende Senat sieht die Ursache dieser rechnerischen Einbeziehung vielmehr darin, dass dem Steuerpflichtigen, f&uuml;r den kein Arbeitgeberbeitrag geleistet wird, h&ouml;here Abzugsm&ouml;glichkeiten seiner Altersvorsorgeaufwendungen gew&auml;hrt werden m&uuml;ssen, um zu einer Gleichbehandlung zu kommen. Die Einbeziehung der Arbeitgeberanteile ist lediglich eine Berechnungsmethode zur Umsetzung dieses Ziels; sie beantwortet nicht die Frage, ob Arbeitgeberanteile steuerbare und grunds&auml;tzlich steuerpflichtige Eink&uuml;nfte sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Dadurch, dass der erkennende Senat die Einbeziehung der Arbeitgeberanteile in die H&ouml;chstbetragsberechnung f&uuml;r sachgerecht h&auml;lt, weicht er nicht von der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) ab, die den Arbeitgeberanteil lediglich als systemn&uuml;tzig ansieht. Der Arbeitnehmer erlangt nach dieser Rechtsprechung keinen eigenen rechtlichen oder wirtschaftlichen Vorteil, so dass er auch eine entsprechende Beitragserstattung nicht verlangen kann (BSG-Urteil vom 29. Juni 2000 B 4 RA 57\/98 R, BSGE 86, 262). Auch besteht kein Widerspruch zur Rechtsprechung des VI. Senats des BFH, die &sect; 3 Nr. 62 EStG nur deklaratorischen Charakter beimisst (Urteil vom 6. Juni 2002 VI R 178\/97, BFHE 199, 524, BStBl II 2003, 34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Zum einen hat das BVerfG ausdr&uuml;cklich offengelassen, ob die Sichtweise, dass die Arbeitgeberbeitr&auml;ge von vornherein nicht Teil des steuerbaren Einkommens sind, verfassungsrechtlich zwingend ist (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 120, 125, und in BVerfGE 105, 73).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Zum anderen ist, selbst wenn man die Grunds&auml;tze der Entscheidungen des BSG und des VI. Senats des BFH zugrunde legt, die st&auml;ndige Rechtsprechung des BVerfG zu ber&uuml;cksichtigen, nach der auch die Arbeitgeberanteile dem versicherten Arbeitnehmer als eigene Leistungen zuzurechnen sind und dem Schutzbereich des Art. 14 GG unterfallen (BVerfG-Urteile vom 16. Juli 1985&nbsp;&nbsp;1 BvL 5\/80, 1 BvR 1023, 1052\/83 und 1227\/84, BVerfGE 69, 272, 302, betreffend Renten- und Krankenversicherung; vom 28. April 1999&nbsp;&nbsp;1 BvL 32\/95, 1 BvR 2105\/95, BVerfGE 100, 1, 35). Danach dienten die Beitr&auml;ge (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil) zur Rentenversicherung nach Einf&uuml;hrung des Umlageverfahrens (ab 1969) zwar der Finanzierung der zur Zeit der Beitragsentrichtung f&auml;lligen Rentenzahlungen; gleichwohl erwerbe der Beitragszahler sein Anrecht auf Bezug der Rente, d.h. seinen staatlich garantierten Anspruch gegen die Versichertengemeinschaft, nicht erst bei deren Anlaufen in einem Akt, sondern mit den Beitragszahlungen wachsend w&auml;hrend des Versicherungsverlaufs. Deren absolute H&ouml;he (einschlie&szlig;lich der Arbeitgeberanteile) habe auch im System des Umlageverfahrens insofern f&uuml;r den Wert der erworbenen Teile des Rentenrechts Bedeutung, als sie die Rangstelle des Versicherten innerhalb der Versichertengemeinschaft festlegten (BVerfG-Beschluss vom 26. M&auml;rz 1980&nbsp;&nbsp;1 BvR 121, 122\/76, BVerfGE 54, 11, 27 f.). Hiermit &uuml;bereinstimmend hat das BVerfG &#8211;in Kenntnis des BSG-Urteils in BSGE 86, 262&#8211; dargelegt, dass auch der Arbeitgeberanteil &quot;letztlich einen Teil der Gegenleistung bilde, die sich der Arbeitnehmer erarbeiten m&uuml;sse&quot;; demgem&auml;&szlig; sei der Erwerb des Anwartschaftsrechts (auf Leistungen aus der Sozialversicherung) das unmittelbare wirtschaftliche Ergebnis der Arbeits- und Dienstleistung (BVerfG-Urteil in BVerfGE 105, 73). Dementsprechend hat auch der IV. Senat des BFH mit Urteil vom 30. August 2007 IV R 14\/06 (BFHE 219, 36, BStBl II 2007, 942) erkannt, dass es bei der Beurteilung des Arbeitgeberanteils im Zusammenhang mit einem Dienstvertrag als Sonderbetriebseinnahme ausreichend sei, den in Frage stehenden Vorteil bei wirtschaftlicher Betrachtung als Gegenleistung f&uuml;r die erbrachte T&auml;tigkeit zu werten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ddd) Hinzu kommt, dass die Regelung zur Ermittlung der H&ouml;chstbetr&auml;ge nicht nur die Arbeitgeberbeitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung umfasst, sondern auch die Beitr&auml;ge zu den berufsst&auml;ndischen Versorgungswerken, die im Streitfall zu beurteilen sind. Hier d&uuml;rfte nicht zu bestreiten sein, dass der Arbeitnehmer einen unmittelbaren Vorteil durch den Arbeitgeberbeitrag erh&auml;lt. Es ist dem Gesetzgeber daher nicht verwehrt, dieses im Rahmen seiner Gestaltungsfreiheit zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die steuerliche Gleichbehandlung der Vorsorgeaufwendungen von Arbeitnehmern auf der einen und von solchen der Beamten auf der anderen Seite wird durch die Einbeziehung des Arbeitgeberanteils in die H&ouml;chstbetragsberechnung herbeigef&uuml;hrt. Die von dem Dienstherrn gew&auml;hrleistete Altersversorgung in Form der Beamtenversorgung wird bei den Beamten &uuml;ber einen anderen Mechanismus, n&auml;mlich die Regelung des &sect; 10 Abs. 3 Satz 3 EStG, ber&uuml;cksichtigt. Nach dieser Vorschrift ist der H&ouml;chstbetrag von 20.000 EUR (40.000 EUR) f&uuml;r die Personen, die im Zusammenhang mit ihrer Berufst&auml;tigkeit ohne eigene Aufwendungen einen Anspruch auf Altersvorsorge erhalten, um den Gesamtbeitrag (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) zur allgemeinen Rentenversicherung zu k&uuml;rzen. Bei ihnen k&ouml;nnen danach Altersvorsorgeaufwendungen nur noch in H&ouml;he des Differenzbetrags zwischen dem fiktiven gesetzlichen Beitrag und dem H&ouml;chstbetrag steuerlich ber&uuml;cksichtigt werden. Hierdurch wird f&uuml;r diese Steuerpflichtigen die Abziehbarkeit von (weiteren) Vorsorgeaufwendungen im gleichen Ausma&szlig; eingeschr&auml;nkt wie f&uuml;r Arbeitnehmer und Selbst&auml;ndige (vgl. dazu die Beispiele bei Risthaus, DB 2004, 1329, 1332).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die begrenzte Abziehbarkeit seiner Altersvorsorgeaufwendungen im Rahmen der &Uuml;bergangsregelung in &sect; 10 Abs. 3 S&auml;tze 4 bis 6 EStG ist verfassungsm&auml;&szlig;ig und verletzt den Kl&auml;ger nicht in seinen Rechten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das BVerfG hat in seinem Urteil in BVerfGE 105, 73 (unter D.II.) dem Gesetzgeber aufgegeben, sich im Rahmen der Neuregelung der Renten und Pensionen f&uuml;r ein L&ouml;sungsmodell zu entscheiden und dieses folgerichtig auszugestalten. Sowohl bei den weichenstellenden Grundentscheidungen als auch im Hinblick auf Art und Ma&szlig; vertrauenssch&uuml;tzender &Uuml;bergangsregelungen sei der weite gesetzgeberische Gestaltungsraum nicht unbegrenzt. In jedem Fall seien die Abziehbarkeit von Vorsorgeaufwendungen f&uuml;r die Alterssicherung und die Besteuerung von Bez&uuml;gen aus dem Ergebnis der Vorsorgeaufwendungen so aufeinander abzustimmen, dass eine doppelte Besteuerung vermieden werde. Im &Uuml;brigen sei auch f&uuml;r die Abw&auml;gung zwischen den Erfordernissen folgerichtiger Ausrichtung der Einkommensbesteuerung an der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit der Steuerpflichtigen und den Notwendigkeiten einfacher, praktikabler und gesamtwirtschaftlich tragf&auml;higer L&ouml;sungen ein weiter gesetzgeberischer Entscheidungsraum er&ouml;ffnet (BVerfG-Urteil in BVerfGE 105, 73, 134 f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach der &Uuml;bergangsregelung gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 3 Satz 4 EStG sind im Kalenderjahr 2005 die nach &sect; 10 Abs. 3 S&auml;tze 1 bis 3 EStG ermittelten Vorsorgeaufwendungen mit 60 % anzusetzen. Nach &sect; 10 Abs. 3 Satz 5 EStG ist der sich danach ergebende Betrag, vermindert um den nach &sect; 3 Nr. 62 EStG steuerfreien Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung und einen diesem gleichgestellten steuerfreien Zuschuss des Arbeitgebers, als Sonderausgabe abziehbar. Der in &sect; 10 Abs. 3 Satz 4 EStG genannte Prozentsatz erh&ouml;ht sich nach Satz 6 der Vorschrift in den folgenden Kalenderjahren bis zum Kalenderjahr 2025 um je 2 Prozentpunkte je Kalenderjahr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die &Uuml;bergangsregelung in Bezug auf die Altersvorsorgeaufwendungen steht in untrennbarem Zusammenhang mit der Regelung der Besteuerung der ab dem Jahr 2005 zuflie&szlig;enden Renten gem&auml;&szlig; &sect; 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG. Der Besteuerungsanteil der Renten bestimmt sich nach dem Kohortenprinzip, also f&uuml;r alle Rentner einheitlich nach dem Jahr des Beginns ihrer Rente. F&uuml;r alle Renten, die vor dem Jahr 2040 beginnen, bleibt nach der in &sect; 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa Satz 3 EStG enthaltenen Tabelle ein bestimmter Teil der Rente, der durch regelm&auml;&szlig;ige Rentenerh&ouml;hungen nicht beeinflusst wird, dauerhaft steuerfrei (&sect; 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa Satz 4 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die &Uuml;bergangsregelung in &sect; 10 Abs. 3 S&auml;tze 4 bis 6 EStG wird zum einen charakterisiert durch eine begrenzte und nur allm&auml;hlich ansteigende steuerliche Abzugsm&ouml;glichkeit der Vorsorgeaufwendungen bis zu deren vollen Ber&uuml;cksichtigung ab dem Jahr 2025 und zum anderen durch die von Beginn an vollst&auml;ndige Einbeziehung des Arbeitgeberanteils in die Berechnung der maximal abziehbaren Aufwendungen. Dies f&uuml;hrt dazu, dass ein Arbeitnehmer, wie der Kl&auml;ger, im Streitjahr 2006 seine an ein berufsst&auml;ndisches Versorgungswerk zu leistende Beitr&auml;ge nicht mit 62 %, sondern diesen Betrag nur gek&uuml;rzt um den steuerfrei geleisteten Zuschuss seines Arbeitgebers steuerlich geltend machen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die &Uuml;bergangsregelung entspricht noch den verfassungsrechtlichen Anforderungen. Sie verst&ouml;&szlig;t nicht gegen das objektive Nettoprinzip (unten aa), solange das strikt zu beachtende Verbot der Doppelbesteuerung eingehalten wird (unten bb). Ein Versto&szlig; gegen das subjektive Nettoprinzip liegt nicht vor (unten cc). Der Mechanismus der Einbeziehung der Arbeitgeberbeitr&auml;ge in die H&ouml;chstbetragsberechnung kann im Hinblick auf Art. 3 Abs. 1 GG noch gerechtfertigt werden (unten dd).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die &Uuml;bergangsregelung weicht zwar von dem nach dem objektiven Nettoprinzip ma&szlig;geblichen Veranlassungsprinzip ab, da im Jahr 2006 die Altersvorsorgeaufwendungen nur in dem vorstehend geschilderten Umfang steuerlich abzugsf&auml;hig sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Ein wichtiger Grund f&uuml;r die nur begrenzte Abzugsf&auml;higkeit und die gew&auml;hlte Stufenl&ouml;sung ist, dass eine sofortige Abziehbarkeit der Beitr&auml;ge zu Leibrentenversicherungen f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Haushalte nicht finanzierbar gewesen w&auml;re, da es sofort zu einer Minderung der Steuereinnahmen in zweistelliger Milliardenh&ouml;he gekommen w&auml;re (BTDrucks 15\/2150, S. 22).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Der Gesetzgeber durfte bei der Einschr&auml;nkung der Abziehbarkeit der Vorsorgeaufwendungen die Finanzierbarkeit der Neuregelung f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Haushalte ber&uuml;cksichtigen und insofern das Nettoprinzip einschr&auml;nken. Zwar hat das BVerfG in st&auml;ndiger Rechtsprechung das Ziel der Einnahmenvermehrung f&uuml;r sich genommen nicht als hinreichenden sachlichen Grund f&uuml;r die Beschr&auml;nkung des Abzugs betrieblich bzw. beruflich veranlasster Aufwendungen von der einkommensteuerlichen Bemessungsgrundlage anerkannt (vgl. BVerfG-Urteil in BVerfGE 122, 210, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im vorliegenden Fall handelt der Gesetzgeber aber nicht mit dem Ziel der Einnahmenvermehrung, sondern mit dem Ziel, ausgehend von einer nicht systemgerechten Regelung eine nunmehr verfassungskonforme Ausgestaltung der steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung der Altersvorsorge und Alterseink&uuml;nfte zu erreichen, ohne durch die damit verbundenen Mindereinnahmen die &ouml;ffentlichen Haushalte zu gef&auml;hrden (BTDrucks 15\/2150, S. 22). Das BVerfG selbst hat in seinem Urteil in BVerfGE 105, 73, 135 ausdr&uuml;cklich gefordert, dass sich der Gesetzgeber bei der &Uuml;bergangsregelung an der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit der Steuerpflichtigen und an den Notwendigkeiten einfacher, praktikabler und gesamtwirtschaftlich tragf&auml;higer L&ouml;sungen orientiert. Insoweit konnte und musste die Finanzierbarkeit der Neuregelung bei der &Uuml;bergangsregelung ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>81<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Hinzu kommt, dass es sich bei den Regelungen des AltEinkG um eine vollst&auml;ndige &#8211;vom BVerfG selbst geforderte&#8211; in sich systemgerechte Neugestaltung der Besteuerung der Altersvorsorge und der Alterseink&uuml;nfte handelt. Eine solche Neugestaltung enth&auml;lt notwendigerweise einen (teilweisen) Systemwechsel. Die dem Steuergesetzgeber zustehende Gestaltungsfreiheit umfasst dann von Verfassungs wegen die Befugnis, neue Regeln einzuf&uuml;hren, ohne durch Grunds&auml;tze der Folgerichtigkeit an fr&uuml;here Grundentscheidungen gebunden zu sein (BVerfG-Urteil in BVerfGE 122, 210, m.w.N.). Dies setzt allerdings voraus, dass wirklich ein neues Regelwerk geschaffen wird. Die umfassende Gestaltungsfreiheit bei Entscheidungen f&uuml;r neue Regeln kann vom Gesetzgeber dann nicht in Anspruch genommen werden, wenn solche neuen Regeln nach Ziel und Wirkung die Orientierung an alternativen in sich folgerichtigen und schl&uuml;ssigen Prinzipien nicht erkennen lassen. Einen zul&auml;ssigen Systemwechsel kann es ohne ein Mindestma&szlig; an neuer Systemorientierung nicht geben. Insbesondere dann, wenn bei im &Uuml;brigen unver&auml;nderten Grundentscheidungen eine von diesen abweichende Belastungsentscheidung lediglich in einem schmalen Teilbereich mit der Behauptung eines Systemwechsels begr&uuml;ndet wird, bedarf es greifbarer Anhaltspunkte &#8211;etwa der Einbettung in ein nach und nach zu verwirklichendes Grundkonzept&#8211;, die die resultierende Ungleichbehandlung vor Art. 3 Abs. 1 GG rechtfertigen k&ouml;nnen (vgl. BVerfG-Urteil in BVerfGE 122, 210).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>82<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei den Regelungen des AltEinkG ist die Einbettung in ein solches Grundkonzept gegeben. Durch &sect; 10 Abs. 3 S&auml;tze 4 bis 6 EStG (in Bezug auf die Vorsorgeaufwendungen) sowie &sect; 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa Satz 3 EStG (in Bezug auf die Besteuerung der entsprechenden Alterseink&uuml;nfte) sollen nicht nur die unterschiedlichen Altersvorsorgesysteme, sondern auch die daraus resultierenden unterschiedlichen Alterseink&uuml;nfte von der Ertragsanteilsbesteuerung in das neue Gesamtkonzept der nachgelagerten Besteuerung &uuml;berf&uuml;hrt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>83<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ddd) Aus diesem Grund ist es verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass der Gesetzgeber die Abziehbarkeit der Altersvorsorgeaufwendungen ebenso wie die Besteuerung der zuflie&szlig;enden Rentenzahlungen mit j&auml;hrlich steigenden Stufen vorgesehen hat, selbst wenn der Umfang der sp&auml;teren Besteuerung mit dem Abzug der Beitr&auml;ge nicht abgestimmt ist (a.A. HHR\/Kulosa, &sect; 10 EStG Rz 343).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>84<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar h&auml;tte es dem objektiven Nettoprinzip und dem Gedanken der Korrespondenz entsprochen, die H&ouml;he der abziehbaren Vorsorgeaufwendungen konkret danach zu bemessen, in welchem Umfang die sp&auml;ter zuflie&szlig;enden Renteneinnahmen zu steuerpflichtigen sonstigen Eink&uuml;nften f&uuml;hren. Von einer solchen Korrespondenz ist der Gesetzgeber auch bei anderen ertragsteuerlichen Regelungen ausgegangen (vgl. z.B. die Regelungen zum Halbeink&uuml;nfteverfahren in &sect; 3 Nr. 40 und &sect; 3c Abs. 2 EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>85<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber hat als Ausgangspunkt f&uuml;r die H&ouml;he der prozentual abziehbaren Altersvorsorgebeitr&auml;ge im Rahmen der &Uuml;bergangsregelung in &sect; 10 Abs. 3 S&auml;tze 4 bis 6 EStG das Jahr des Abzugs der Aufwendungen bestimmt, so dass es auf das Alter und den voraussichtlichen Rentenbeginn des Steuerpflichtigen nicht ankommt. Demgegen&uuml;ber richtet sich die H&ouml;he der steuerpflichtigen Renteneink&uuml;nfte nach dem Jahr des Renteneintritts des Steuerpflichtigen. Durch diese unterschiedlichen Bezugspunkte ist es im Rahmen der &Uuml;bergangsregelung nicht gew&auml;hrleistet, dass die steuerliche Entlastung der Vorsorgeaufwendungen und die Besteuerung der daraus resultierenden steuerpflichtigen Einnahmen korrespondieren. Eine Entsprechung wird erst im Zeitpunkt der endg&uuml;ltigen Regelung, d.h. sp&auml;testens 2040 erreicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>86<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Ansicht des erkennenden Senats ist das Vorgehen des Gesetzgebers vor dem Hintergrund der oben dargestellten besonderen Komplexit&auml;t des AltEinkG sowie aus Gr&uuml;nden der Praktikabilit&auml;t verfassungsrechtlich noch gerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>87<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Eine Bemessung des abziehbaren Prozentsatzes der Altersvorsorgebeitr&auml;ge nach den Verh&auml;ltnissen des jeweiligen Steuerpflichtigen h&auml;tte dazu gef&uuml;hrt, dass dem Kohortenprinzip entsprechend sich f&uuml;r jeden Altersjahrgang die H&ouml;he des abziehbaren Betrags mit unterschiedlichen Prozents&auml;tzen ergeben h&auml;tte, was die verwaltungsm&auml;&szlig;ige Handhabung der &Uuml;bergangsregelung weiter erschwert h&auml;tte. In den meisten F&auml;llen w&auml;re durch dieses Vorgehen im Rahmen der &Uuml;bergangsregelung auch nur eine scheinbare individuelle Genauigkeit erreicht worden, da in die k&uuml;nftigen Renteneinnahmen auch Beitragszahlungen einflie&szlig;en, die in (ggf. zahlreichen) Jahren vor Inkrafttreten des AltEinkG geleistet wurden und die daher bei einer konkreten Bemessung der H&ouml;he der abziehbaren geleisteten Vorsorgeaufwendungen ebenfalls h&auml;tten ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen. Der Gesetzgeber hat sich zu Recht au&szlig;erstande gesehen, die zum Teil weit in die Vergangenheit zur&uuml;ckreichenden Verh&auml;ltnisse in einer dem Verifikationsprinzip entsprechenden Weise ermitteln zu lassen (BTDrucks 15\/2150, S. 41). Die vom Kl&auml;ger angestellte Rechnung, nach der sich bei einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer vor dem Jahr 2005 geleistete Rentenversicherungsbeitr&auml;ge steuerlich nicht ausgewirkt h&auml;tten, l&auml;sst au&szlig;er Betracht, dass der damalige H&ouml;chstbetrag f&uuml;r Vorsorgeaufwendungen nicht vorrangig den Beitr&auml;gen zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung zuzuordnen ist. Vielmehr sind geleistete Arbeitnehmerbeitr&auml;ge zur Sozialversicherung anhand der Beitragss&auml;tze f&uuml;r die als gleichwertig anzusehenden Zweige der Sozialversicherung aufzuspalten (Senatsurteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.c cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>88<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinzu kommt, dass vor dem Hintergrund der sich &auml;ndernden gesetzlichen Regelungen &uuml;ber den Renteneintritt (vgl. z.B. die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre durch das Rentenversicherungs-Altersgrenzenanpassungsgesetz vom 20. April 2007, BGBl I 2007, 554) eine verl&auml;ssliche Aussage &uuml;ber den voraussichtlichen Renteneintritt &#8211;unabh&auml;ngig von der individuellen Situation des Steuerpflichtigen&#8211; nicht sicher m&ouml;glich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>89<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Ebenfalls verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden ist, dass der Gesetzgeber als Ausgangspunkt f&uuml;r die &Uuml;bergangsregelung der Rentenbesteuerung einen anderen pauschalierenden Ankn&uuml;pfungspunkt gew&auml;hlt hat, n&auml;mlich den Rentenjahrgang. Die Kohorte entscheidet &uuml;ber den Besteuerungsanteil der Renten w&auml;hrend der gesamten Rentenbezugsdauer eines Steuerpflichtigen, so dass es im Gegensatz zu den Altersvorsorgeaufwendungen keiner j&auml;hrlichen Anpassungen bedarf. Dieser Ansatz steht in der Tradition der bisherigen Ertragsanteilsbesteuerung, die ebenfalls von einem einheitlichen Ertragsanteil f&uuml;r den gesamten Rentenbezug ausging, und erm&ouml;glicht zudem eine praktikable Besteuerung der Alterseink&uuml;nfte, zumal sich der Gesetzgeber nicht in der Lage gesehen hat, individuelle Besteuerungsanteile pro Steuerpflichtigen festzulegen (BTDrucks 15\/2150, S. 41).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>90<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Ansicht des Kl&auml;gers ist es ohne Belang, dass bei den Steuerpflichtigen, die das Rentenalter nicht erreichen, zwar ihre Rentenbeitr&auml;ge nur in beschr&auml;nktem Umfang abgezogen werden konnten, ein Ausgleich &uuml;ber einen Rentenfreibetrag jedoch nicht mehr stattfinden kann. Dies zeigt nur das typische Rentenrisiko auf. W&auml;hrend ein Teil der Steuerpflichtigen das Renteneintrittsalter nicht erlebt oder ihre Lebenszeit die statistische Lebenserwartung unterschreitet, &uuml;bersteigt bei anderen Steuerpflichtigen die Lebenszeit die tats&auml;chliche Lebenserwartung; diese erhalten dauerhaft den Rentenfreibetrag, wenn ihre Rente vor dem Jahr 2040 beginnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>91<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber hat sich somit dadurch, dass er als Ausgangspunkt f&uuml;r die stufenweise Verbesserung der Abzugsf&auml;higkeit der Altersvorsorgeaufwendungen das Jahr der Leistung der Altersvorsorgeaufwendungen gew&auml;hlt hat, trotz der teilweise fehlenden Symmetrie zwischen der steuerlichen Abzugsf&auml;higkeit der Altersvorsorgeaufwendungen und der Besteuerung der Alterseink&uuml;nfte in der &Uuml;bergangsregelung noch im Rahmen des ihm zukommenden weiten Gestaltungsspielraums gehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>92<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Allerdings belastet diese pauschalierende und nicht symmetrische &Uuml;bergangsregelung die Steuerpflichtigen, bei denen &#8211;jedenfalls statistisch betrachtet&#8211; sicher davon auszugehen ist, dass ihre Rente erst nach dem Jahr 2039 beginnen und daher voll zu versteuern sein wird. Bei dieser Gruppe h&auml;tte es das objektive Nettoprinzip geboten, ihre Altersvorsorgeaufwendungen zumindest zum gr&ouml;&szlig;ten Teil (vgl. unter B.II.2. b cc ccc) steuerlich zum Abzug zuzulassen. Dass diese Steuerpflichtigen im Rahmen der &Uuml;bergangsregelung ihre Aufwendungen dennoch nur in beschr&auml;nktem Umfang abziehen k&ouml;nnen, ist verfassungsrechtlich gerechtfertigt, weil die gesamte &Uuml;bergangsregelung konsequent und folgerichtig ausnahmslos f&uuml;r alle Steuerpflichtigen gilt, sowohl f&uuml;r die Abziehbarkeit der Vorsorgeaufwendungen als auch f&uuml;r die Besteuerung der Renten und unabh&auml;ngig davon, ob in fr&uuml;heren Jahren Aufwendungen geleistet oder Renten bezogen wurden. Bestimmte Gruppen von Steuerpflichtigen von der &Uuml;bergangsregelung auszunehmen, h&auml;tte zu weiteren Unstimmigkeiten gef&uuml;hrt. So w&auml;re es nur schwer erkl&auml;rbar, wenn der Steuerpflichtige, der nach der jetzigen Rechtslage voraussichtlich im Jahr 2040 erstmals Renteneink&uuml;nfte bezieht, bereits im Jahr 2005 seine Rentenbeitr&auml;ge vollst&auml;ndig abziehen k&ouml;nnte, w&auml;hrend ein anderer Steuerpflichtiger, dessen voraussichtliches Renteneintrittsalter im Jahr 2039 liegt, seine Altersvorsorgeaufwendungen bis 2025 nur stufenweise ansteigend geltend machen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>93<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Rechtslage ist f&uuml;r Steuerpflichtige, deren Rente voraussichtlich nach dem Jahr 2039 beginnen wird, solange hinnehmbar, solange das Verbot der doppelten Besteuerung beachtet ist. Dadurch ist auch bei dieser Fallgruppe jedenfalls im Ergebnis sichergestellt, dass die teilweise nicht gegebene Abziehbarkeit ihrer Vorsorgeaufwendungen sich unter Ber&uuml;cksichtigung der Vorgaben des BVerfG auf die H&ouml;he der Besteuerung ihrer sp&auml;ter zuflie&szlig;enden Renten auswirken muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>94<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der weite gesetzgeberische Gestaltungsraum ist im Hinblick auf Art und Ma&szlig; vertrauenssch&uuml;tzender &Uuml;bergangsregelungen nicht unbegrenzt. Das BVerfG fordert, dass &quot;in jedem Fall&quot; die steuerliche Behandlung von Vorsorgeaufwendungen f&uuml;r die Alterssicherung und die Besteuerung von Bez&uuml;gen aus dem Ergebnis der Vorsorgeaufwendungen so aufeinander abzustimmen sind, dass eine doppelte Besteuerung vermieden wird (BVerfG-Urteil in BVerfGE 105, 73, unter D.II.; Senatsurteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>95<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der nur beschr&auml;nkten Abziehbarkeit der Altersvorsorgeaufwendungen in der bis zum Jahr 2025 geltenden &Uuml;bergangszeit unter dem Aspekt des Verbotes der Doppelbesteuerung kann jedoch nicht isoliert betrachtet werden, sondern nur im Zusammenhang mit der korrespondierenden &#8211;in der &Uuml;bergangszeit nur anteiligen&#8211; sp&auml;teren Rentenbesteuerung (Senatsbeschluss in BFHE 212, 242, BStBl II 2006, 420).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>96<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob das Zusammenwirken der einkommensteuerrechtlichen Regelungen der Aufbauphase vor und nach Inkrafttreten des AltEinkG mit den Regelungen der Versorgungsphase seit Inkrafttreten des AltEinkG in bestimmten F&auml;llen einen Versto&szlig; gegen das Verbot doppelter Besteuerung bewirken kann, ist demnach nicht in diesem Verfahren zu entscheiden, denn aus dem Verbot doppelter Besteuerung l&auml;sst sich kein Anspruch auf eine bestimmte Abziehbarkeit der Beitr&auml;ge in der Aufbauphase ableiten. Der Gesetzgeber kann dem Verbot doppelter Besteuerung ebenso durch einen entsprechend schonenderen Zugriff in der Versorgungsphase Rechnung tragen. Ein Versto&szlig; ist deshalb in den Veranlagungszeitr&auml;umen der Versorgungsphase zu r&uuml;gen, in denen die Altersbez&uuml;ge der Besteuerung unterworfen werden (BVerfG-Beschluss vom 13. Februar 2008&nbsp;&nbsp;2 BvR 1220\/04, 410\/04, BVerfGE 120, 169, m.w.N).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>97<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) In der Verweisung der gerichtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung des Verbotes der Doppelbesteuerung auf den Beginn des Rentenbezugs liegt kein Versto&szlig; gegen die Rechtsschutzgarantie gem&auml;&szlig; Art. 19 Abs. 4 GG. Aus dieser Verfassungsnorm ergibt sich ein Anspruch auf zeitnahen und effektiven Rechtsschutz. Hieraus kann aber kein Anspruch abgeleitet werden, die Problematik einer sich erst zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt stellenden Frage einer &uuml;berschie&szlig;enden Rentenbesteuerung in der Weise zu l&ouml;sen, dass die verfassungsrechtliche Pr&uuml;fung auf die steuerliche Behandlung der Altersvorsorgeaufwendungen (vor)verlagert wird, durch die f&uuml;r sich betrachtet noch kein &uuml;berm&auml;&szlig;iger Besteuerungszugriff bewirkt wird. Aus diesem Grund ist entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers auch kein Versto&szlig; gegen den Grundsatz der Abschnittsbesteuerung gegeben. Es ist auch nicht unzumutbar, die Steuerpflichtigen darauf zu verweisen, dass das Verbot der Doppelbesteuerung erst bei der Rentenbesteuerung zu kl&auml;ren ist, da erst mit Bezug der Rente die H&ouml;he des Besteuerungsanteils der Rente feststeht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>98<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Das vom BVerfG ausgesprochene Verbot der doppelten Besteuerung ist strikt zu beachten. Der Gesetzgeber wird zu pr&uuml;fen haben, ob dieses Verbot auch in jedem Fall eingehalten werden kann. Der erkennende Senat wird in k&uuml;nftig zu entscheidenden F&auml;llen dem Verbot der doppelten Besteuerung besondere Aufmerksamkeit widmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>99<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der nur begrenzte Abzug der Altersvorsorgeaufwendungen im Rahmen der &Uuml;bergangsregelung verletzt nicht das subjektive Nettoprinzip.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>100<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Ausgangspunkt der verfassungsrechtlichen Beurteilung des subjektiven Nettoprinzips ist das aus Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 20 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 Abs. 1 GG abzuleitende Prinzip der Steuerfreiheit des Existenzminimums. Danach hat der Staat das Einkommen des B&uuml;rgers insoweit steuerfrei zu stellen, als dieser es zur Schaffung der Mindestvoraussetzungen eines menschenw&uuml;rdigen Daseins f&uuml;r sich und seine Familie ben&ouml;tigt. Einem Grundgedanken der Subsidiarit&auml;t, wonach Eigenversorgung Vorrang vor staatlicher F&uuml;rsorge hat, entspricht es, dass sich die Bemessung des einkommensteuerrechtlich ma&szlig;geblichen Existenzminimums nach dem im Sozialhilferecht niedergelegten Leistungsniveau richtet. Was der Staat dem Einzelnen voraussetzungslos aus allgemeinen Haushaltsmitteln zur Verf&uuml;gung zu stellen hat, darf er ihm nicht durch Besteuerung seines Einkommens entziehen (st&auml;ndige Rechtsprechung des BVerfG siehe Beschluss in BVerfGE 120, 125, m.w.N.). Die somit von Verfassungs wegen zu ber&uuml;cksichtigenden Aufwendungen zur Sicherung des Existenzminimums sind vom Steuergesetzgeber nach dem tats&auml;chlichen Bedarf realit&auml;tsgerecht zu bemessen. Im Bereich der Steuerfreiheit des Existenzminimums hat er dabei allerdings daf&uuml;r Sorge zu tragen, dass die typisierenden Regelungen in m&ouml;glichst allen F&auml;llen den entsprechenden Bedarf abdecken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>101<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) F&uuml;r die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung von Vorsorgeaufwendungen bedeuten diese Grunds&auml;tze, dass der Gesetzgeber gehalten ist, Beitr&auml;ge zu solchen Versicherungen steuerlich freizustellen, die den Schutz des Lebensstandards des Steuerpflichtigen in H&ouml;he des Existenzminimums gew&auml;hrleisten. Nicht entscheidend ist in diesem Zusammenhang, ob Versicherungsbeitr&auml;ge &#8211;wie z.B. zu leistende Sozialversicherungsbeitr&auml;ge&#8211; zwangsweise erhoben werden. Ma&szlig;geblich ist vielmehr, ob der Schutz gegen das abgesicherte Risiko Bestandteil des Leistungskatalogs der Sozialhilfe ist (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 120, 125, unter D.II.3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>102<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Durch die &Uuml;bergangsregelung sind die Arbeitgeberbeitr&auml;ge vollst&auml;ndig und die Arbeitnehmerbeitr&auml;ge eines rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmers im Ergebnis zun&auml;chst nur mit 20 %, danach linear bis zum Jahr 2025 auf insgesamt 100 % ansteigend abziehbar. Ein Problem aus Sicht der gerade dargestellten Grunds&auml;tze k&ouml;nnte sich dann stellen, wenn die &#8211;insoweit teilweise nicht abziehbaren&#8211; Altersvorsorgeaufwendungen (Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeitrag zusammen) nur zu Alterseink&uuml;nften f&uuml;hrten, deren H&ouml;he lediglich ein existenzsicherndes Niveau erreicht, also bei niedrigen Arbeitnehmereink&uuml;nften. Bei diesen Eink&uuml;nften ist jedoch zu beachten, dass nach dem alten Recht ein alleinstehender Arbeitnehmer bei einem Bruttolohn von knapp 12.000 EUR die Altersvorsorgeaufwendungen vollst&auml;ndig abziehen konnte (vgl. die Berechnungen der Sachverst&auml;ndigenkommission, Anlage 1 und BTDrucks 15\/2150, S. 35, zu Nr. 3). Die f&uuml;r ihn ung&uuml;nstigere Neuregelung wird durch die in &sect; 10 Abs. 4a EStG von Amts wegen vorgesehene G&uuml;nstigerpr&uuml;fung ausgeglichen, die &#8211;mit hier nicht relevanten Modifikationen&#8211; die Anwendung des alten Rechts anordnet. Die G&uuml;nstigerpr&uuml;fung stellt damit sicher, dass in der aktiven Zeit der Aufbau einer Altersvorsorge in H&ouml;he wenigstens des Existenzminimums vom Steuerzugriff verschont wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>103<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Der Mechanismus der Einbeziehung der Arbeitgeberanteile im Rahmen der &Uuml;bergangsregelung f&uuml;hrt zu keiner verfassungswidrigen Ungleichbehandlung des Kl&auml;gers im Vergleich zu einem nicht angestellten Steuerpflichtigen und einem Beamten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>104<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Den vom Steuerpflichtigen geleisteten Vorsorgeaufwendungen sind zun&auml;chst der nach &sect; 3 Nr. 62 EStG steuerfreie Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung und ein diesem gleichgestellter steuerfreier Zuschuss des Arbeitgebers hinzuzurechnen. Im Rahmen der &Uuml;bergangsregelung wirkt sich dieser Gesamtbetrag im Jahr 2006 nur zu 62 % steuermindernd aus (&sect; 10 Abs. 3 Satz 4 EStG). Gleichwohl ist der sich hierbei ergebende Betrag gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 3 Satz 5 EStG um 100 % des Arbeitgeberanteils bzw. des gleichgestellten steuerfreien Arbeitgeberzuschusses zu k&uuml;rzen, so dass nur die Differenz als Sonderausgabe abziehbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>105<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Diese Regelung soll gew&auml;hrleisten, dass zwei Steuerpflichtige, von denen nur einer einen steuerfreien Arbeitgeberanteil oder -zuschuss erhalten hat, hinsichtlich des Gesamtaufwands f&uuml;r die Altersversorgung im Ergebnis in gleichem Umfang steuerlich freigestellt werden (vgl. auch unter B.II.2.d aa). Der Steuerpflichtige, der selbst den Gesamtbeitrag zur Rentenversicherung und\/oder andere Altersvorsorgeaufwendungen i.S. von &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG leistet, konnte z.B. im Jahr 2005&nbsp;&nbsp;60 % der Aufwendungen, also 12.000 EUR als Sonderausgaben abziehen. Der andere Steuerpflichtige, dessen Vorsorgeaufwendungen sich sowohl aus eigenen Beitr&auml;gen zur gesetzlichen Rentenversicherung, Vorsorgeaufwendungen i.S. von &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b EStG als auch aus dem anzusetzenden Arbeitgeberanteil von beispielsweise 2.000 EUR zusammensetzen, erh&auml;lt eine Steuerfreistellung &uuml;ber &sect; 3 Nr. 62 EStG von 2.000 EUR. Umgekehrt kann er als Sonderausgaben 60 % von 20.000 EUR = 12.000 EUR abz&uuml;glich 2.000 EUR Arbeitgeberanteil geltend machen. Die steuerliche Freistellung beider Steuerpflichtiger ist daher im Ergebnis gleich (Senatsbeschluss in BFHE 212, 242, BStBl II 2006, 420, unter II.9.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>106<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung ergibt sich auch nicht aus dem Vergleich der steuerlichen Situation des Kl&auml;gers mit der eines Beamten. Letzterer ist auf Grund des geltenden Alimentationsprinzips nicht f&uuml;r seine Altersvorsorge beitragsbelastet, so dass sich seine Altersvorsorge im steuerunbelasteten Raum vollzieht. Andere Arbeitnehmer k&ouml;nnen aber ihre Altersvorsorgeaufwendungen nur im Rahmen der &Uuml;bergangsregelung beschr&auml;nkt abziehen. Die Besteuerung der Alterseink&uuml;nfte ab dem Jahr 2040 ist in beiden F&auml;llen demgegen&uuml;ber gleich; die Eink&uuml;nfte unterliegen uneingeschr&auml;nkt der Besteuerung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>107<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der Gesetzgeber hat den im BVerfG-Beschluss vom 24. Juni 1992&nbsp;&nbsp;1 BvR 459\/87, 1 BvR 467\/87 (BVerfGE 86, 369) erteilten und im Rentenurteil in BVerfGE 105, 73 konkretisierten Gesetzgebungsauftrag zutreffend so verstanden, dass eine gleichheitsgerechte Besteuerung der Altersbez&uuml;ge nur m&ouml;glich ist, wenn bei der Neuregelung die Besteuerung aller bestehenden Altersversorgungssysteme aufeinander abgestimmt wird (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 120, 169).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>108<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Aufgabe der &Uuml;bergangsregelung ist es, die bestehenden unterschiedlichen Altersvorsorge- und Alterseink&uuml;nftesysteme in ein System der nachgelagerten Besteuerung zu integrieren. Es liegt in ihrem Wesen, einen vorgefundenen Rechtszustand gleitend in eine neue gesetzgeberische Konzeption zu &uuml;berf&uuml;hren (Senatsurteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.b cc). Insoweit ist es entscheidend, dass Altersvorsorgeaufwendungen nach Ablauf der &Uuml;bergangsregelung im Jahr 2025 grunds&auml;tzlich in vollem Umfang als Sonderausgaben abziehbar sind und damit die mit k&uuml;nftigen Renteneinnahmen im Zusammenhang stehenden Rentenbeitr&auml;ge &#8211;von Sonderf&auml;llen abgesehen&#8211; aus unversteuertem Einkommen stammen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>109<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Da die steuerliche Situation der Arbeitnehmer, Selbst&auml;ndigen und Beamten im Bereich der Altersvorsorge und der Alterseink&uuml;nfte bis zur Neuregelung im Jahr 2005 vollkommen unterschiedlich war, ist es zwangsl&auml;ufig, dass unterschiedliche Zwischenschritte notwendig sind, um zu der angestrebten Neuregelung zu gelangen, in der die Besteuerung aller bestehenden Altersversorgungssysteme aufeinander abgestimmt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>110<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der &Uuml;berpr&uuml;fung dieser Zwischenschritte ist zu beachten, dass die Besteuerung der Alterseink&uuml;nfte der Rentner, die vormals Arbeitnehmer waren, insbesondere im Vergleich zur Besteuerung der Alterseink&uuml;nfte der Beamten als mit dem Gleichheitssatz unvereinbar privilegiert angesehen wurde. Daraus folgt, dass diese Gruppe von Steuerpflichtigen auf dem Weg in die endg&uuml;ltige verfassungsgem&auml;&szlig;e Regelung, in der alle Altersvorsorgeaufwendungen und die daraus resultierenden Alterseink&uuml;nfte gleich behandelt werden, wegen ihrer fr&uuml;heren Bevorzugung in einem geringeren Umfang entlastet werden kann, ohne dass die unterschiedliche Entlastung zu einer Verletzung des Gleichheitssatzes f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>111<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Die Besteuerung der Beamtenpensionen beruht bereits auf dem angestrebten Konzept der nachgelagerten Besteuerung, so dass dessen Ziel, das Lebenseinkommen eines Steuerpflichtigen nur einmal, aber auch mindestens einmal zu besteuern (Senatsurteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710), nach dem Abschmelzen des Versorgungsfreibetrags gem&auml;&szlig; &sect; 19 Abs. 2 EStG im Jahr 2040 erreicht ist. Es ist daher nicht sachwidrig, dass der Gesetzgeber davon abgesehen hat, Beamte entsprechend dem f&uuml;r gesetzlich Rentenversicherungspflichtige bis 2004 geltenden System durch die steuerliche Erfassung eines fiktiven Beitrags zu ihrer Pension in der Erwerbsphase zu besteuern, wobei es dahinstehen kann, ob eine Besteuerung des fiktiven Beitrags eines Beamten zu seiner Pension &uuml;berhaupt m&ouml;glich und umsetzbar w&auml;re (a.A. Wesselbaum-Neugebauer, FR 2007, 683).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>112<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem ist darauf hinzuweisen, dass das strikt zu beachtende Verbot der Doppelbesteuerung (siehe unter B.II.3.e bb) den anderen Steuerpflichtigen die Gew&auml;hr daf&uuml;r bietet, dass es auch bei ihnen nur zu einer einmaligen Besteuerung kommen darf. Es stellte keine Belastungsgleichheit her, sondern w&auml;re ein neuerlicher Systembruch, wenn der Gesetzgeber f&uuml;r eine Gruppe von Steuerpflichtigen, die bereits folgerichtig nach dem neuen System besteuert werden, f&uuml;r eine &Uuml;bergangszeit die nicht folgerichtige und nicht systemgerechte Besteuerung anderer Steuerpflichtiger einf&uuml;hrte, die er auslaufen lassen will.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>113<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nur begrenzte Entlastung des Kl&auml;gers ist damit durch die besonders komplexe &Uuml;bergangssituation der Neuregelung der Altersvorsorge und -eink&uuml;nfte noch gerechtfertigt. Es ist verfassungsrechtlich noch tragbar, nur schrittweise zu einer vollen Entlastung seiner Arbeitnehmerbeitr&auml;ge zu gelangen. Die vom Kl&auml;ger an ein berufsst&auml;ndisches Versorgungswerk zu leistenden Beitr&auml;ge sind nach alledem lediglich in beschr&auml;nktem Umfang als Sonderausgaben gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a i.V.m. Abs. 3 EStG abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:144\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>114<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vom Kl&auml;ger geleisteten Beitr&auml;ge an das Wirtschaftspr&uuml;fer-Versorgungswerk Nordrhein-Westfalen k&ouml;nnen weder als Werbungskosten noch als Sonderausgaben im Lohnsteuer-Erm&auml;&szlig;igungsverfahren ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>115<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect; 39a Abs. 1 Nr. 5 Buchst. b EStG sind auf der Lohnsteuerkarte die negative Summe der Eink&uuml;nfte i.S. des &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3, 6 und 7 EStG und die negativen Eink&uuml;nfte i.S. des &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 EStG eintragungsf&auml;hig. Danach sind auch negative sonstige Eink&uuml;nfte (&sect; 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7 EStG)zu ber&uuml;cksichtigen. Solche k&ouml;nnen dann gegeben sein, wenn vorab entstandene Werbungskosten bei dieser Einkunftsart anfallen. Hierzu rechnen Beitr&auml;ge an ein berufsst&auml;ndisches Versorgungswerk nicht, da die Altersvorsorgeaufwendungen &#8211;wie oben unter B.II.2. b bb&#8211; dargelegt, mit konstitutiver Wirkung den Sonderausgaben zugewiesen wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>116<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die vom Kl&auml;ger geleisteten Beitr&auml;ge an das Wirtschaftspr&uuml;fer-Versorgungswerk Nordrhein-Westfalen k&ouml;nnen auch nicht als Sonderausgaben auf der Lohnsteuerkarte gem&auml;&szlig; &sect; 39a EStG eingetragen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>117<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Lohnsteuererhebung ist ebenso wie die Erhebung von Einkommensteuer-Vorauszahlungen ihrem Charakter nach lediglich eine Vorauszahlung auf die mit Ablauf des Jahres entstehende Einkommensteuerschuld. Dementsprechend soll &sect; 39a EStG gew&auml;hrleisten, dass der Arbeitnehmer nicht im Wege des Lohnsteuerabzugs erh&ouml;hte Vorauszahlungen leistet, die er erst bei der Veranlagung zur&uuml;ckerh&auml;lt (Schmidt\/Drenseck, a.a.O., &sect; 39a Rz 1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>118<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect; 39a Abs. 1 Nr. 2 EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung sind nur Sonderausgaben i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 1, 1a, 4, 5, 7 bis 9 und des &sect; 10b, soweit sie den Sonderausgaben-Pauschbetrag von 36 EUR &uuml;bersteigen, auf der Lohnsteuerkarte als Freibetrag eintragungsf&auml;hig. Aus dieser enumerativen Aufz&auml;hlung ergibt sich, dass Sonderausgaben i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG nicht eintragungsf&auml;hig sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>119<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 37 Abs. 3 Satz 2 EStG bemessen sich die Einkommensteuer-Vorauszahlungen grunds&auml;tzlich nach der Einkommensteuer, die sich nach Anrechnung der Steuerabzugsbetr&auml;ge und der K&ouml;rperschaftsteuer bei der letzten Veranlagung ergeben hat. Hierbei bleiben nach Satz 5 dieser Vorschrift bestimmte Aufwendungen au&szlig;er Ansatz. Die Aufwendungen i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG rechnen nicht hierzu (Bl&uuml;mich\/Stuhrmann, &sect; 37 EStG Rz 18 und Schmidt\/Drenseck, a.a.O., &sect; 37 Rz 8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>120<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der ganz &uuml;berwiegende Teil der Literatur h&auml;lt die fehlende Eintragungsf&auml;higkeit der zuletzt genannten Aufwendungen f&uuml;r verfassungsrechtlich unbedenklich (Bl&uuml;mich\/Th&uuml;rmer, &sect; 39a EStG Rz 36; Seifert in Korn, &sect; 39a EStG Rz 8; Siebenh&uuml;ter und Tillmann jeweils in HHR, &sect; 10c EStG Rz 4 und &sect; 39a EStG Rz 17; Schmidt\/Drenseck, a.a.O., &sect; 39a Rz 3; a.A. Trzaskalik in: KSM, a.a.O., &sect; 39a Rz B 5).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>121<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch nach Ansicht des erkennenden Senats ist es nicht zu beanstanden, dass Aufwendungen i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG nicht als Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen werden k&ouml;nnen, sie aber im Rahmen der Veranlagung ber&uuml;cksichtigt werden d&uuml;rfen. Die unterschiedliche Behandlung von Aufwendungen i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG im Vorauszahlungs- und im Lohnsteuerabzugsverfahren stellt keinen Versto&szlig; gegen Art. 3 Abs. 1 GG dar, sondern ist schon dadurch gerechtfertigt, dass beim Lohnsteuerabzug die Vorsorgeaufwendungen durch die Vorsorgepauschale des &sect; 10c Abs. 2, Abs. 5 i.V.m. &sect; 39b Abs. 2 Satz 6 Nr. 3 EStG ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>122<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Vorsorgepauschale hat, wie die Verkn&uuml;pfung ihrer H&ouml;he mit den Rentenversicherungsbeitr&auml;gen zeigt, in erster Linie rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer im Blick. F&uuml;r diesen Personenkreis entspricht (vorbehaltlich der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung des &sect; 10 Abs. 4a EStG) die im Rahmen des Lohnsteuerabzugs zu ber&uuml;cksichtigende Vorsorgepauschale i.S. des &sect; 10c Abs. 2 EStG dem Betrag, der im Rahmen der Jahresveranlagung gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG f&uuml;r Beitr&auml;ge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen abziehbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>123<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect; 10c Abs. 2 Satz 2 EStG ist im Rahmen der Vorsorgepauschale ein Betrag anzusetzen, der bezogen auf den Arbeitslohn, 50 % des Beitrags in der allgemeinen Rentenversicherung entspricht. Nach Satz 4 wird im Kalenderjahr 2005 der so ermittelte Betrag nur mit 20 % angesetzt. Dieser Prozentsatz steigt in den Folgejahren linear bis zum Jahr 2025 auf insgesamt 100 % an. In gleichem Umfang wirken sich (vorbehaltlich der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung des &sect; 10 Abs. 4a EStG) solche Arbeitnehmerbeitr&auml;ge bei der Veranlagung steuermindernd aus (siehe unter B.II.3. b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>124<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings kann sich im Rahmen der Veranlagung ein gegen&uuml;ber der Vorsorgepauschale h&ouml;herer abziehbarer Betrag bei der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 4a EStG sowie bei Altersvorsorgeaufwendungen, die &uuml;ber die H&ouml;he der gesetzlichen Rentenversicherung hinausgehen, ergeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>125<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Um den Nachteilen, die sich aus der Anwendung des &sect; 10 Abs. 4a EStG im Veranlagungsverfahren gegen&uuml;ber dem Lohnsteuerabzugsverfahren ergeben, Rechnung zu tragen, ist gem&auml;&szlig; &sect; 39b Abs. 2 Satz 6 Nr. 3 Buchst. b i.V.m. &sect; 10c Abs. 5 EStG abweichend von &sect; 10c Abs. 2 EStG die Vorsorgepauschale mit den g&uuml;nstigeren Betr&auml;gen anzusetzen, die sich nach der im Kalenderjahr 2004 geltenden Rechtslage ergeben w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>126<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wegen des pauschalierenden Ansatzes in &sect; 10c Abs. 2 Satz 2 EStG in der bis zum 31. Dezember 2004 geltenden Fassung i.V.m. &sect; 10c Abs. 5 EStG kann in Einzelf&auml;llen, insbesondere bei einem niedrigen Arbeitslohn, im Rahmen der Veranlagung die G&uuml;nstigerpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 4a EStG zu h&ouml;heren abziehbaren Betr&auml;gen f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>127<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Verl&auml;sslich l&auml;sst sich jedoch die H&ouml;he des im jeweiligen Jahr zugeflossenen Bruttoarbeitslohns erst am Jahresende beurteilen. Zielgenaue Prognosen sind nicht m&ouml;glich. Die H&ouml;he des voraussichtlichen Jahresarbeitslohns kann ma&szlig;geblich beeinflusst werden durch Phasen einer l&auml;ngeren Erkrankung, Arbeitslosigkeit oder Lohnerh&ouml;hungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>128<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus diesem Grunde ist es nach Ansicht des erkennenden Senats hinnehmbar, dass im Rahmen der Vorsorgepauschale die bei der G&uuml;nstigerpr&uuml;fung ggf. zu ber&uuml;cksichtigenden h&ouml;heren Beitr&auml;ge f&uuml;r Vorsorgeaufwendungen bis zur Jahresveranlagung unber&uuml;cksichtigt bleiben, auch wenn hiervon betroffene Arbeitnehmer einen geringen Zinsverlust erleiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>129<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar ist der fr&uuml;her gew&auml;hrte Arbeitnehmer-Freibetrag entfallen, den der erkennende Senat als Rechtfertigungsgrund f&uuml;r die ungleiche Behandlung gegen&uuml;ber Steuerpflichtigen angesehen hat, die Einkommensteuer-Vorauszahlungen zu leisten haben (Senatsurteil vom 7. Juni 1989 X R 12\/84, BFHE 157, 370, BStBl II 1989, 976).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>130<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist jedoch anerkannt, dass auch verwaltungstechnische Gr&uuml;nde geeignet sein k&ouml;nnen, eine ungleiche Behandlung zu rechtfertigen (BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 29. November 1989&nbsp;&nbsp;1 BvR 1402\/87, 1 BvR 1528\/87, BVerfGE 81, 108, und vom 8. Oktober 1991&nbsp;&nbsp;1 BvL 50\/86, BVerfGE 84, 348). Dies ist hier der Fall, da im Lohnsteuer-Erm&auml;&szlig;igungsverfahren nur schwer absch&auml;tzbar ist, zu welchem Ergebnis die G&uuml;nstigerpr&uuml;fung f&uuml;hren kann. Die Situation kann daher nicht mit Fallgruppen verglichen werden, in denen es um die Eintragung voraussichtlich entstehender Vermietungsverluste oder zu ber&uuml;cksichtigender Abschreibungsbetr&auml;ge geht (vgl. hierzu BFH-Beschluss vom 29. April 1992 VI B 152\/91, BFHE 167, 152, BStBl II 1992, 752, und BVerfG-Beschluss in BVerfGE 84, 348).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>131<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem darf sich der Vergleich von Lohnsteuerzahlern mit Steuerpflichtigen, die Einkommensteuer-Vorauszahlungen zu leisten haben, nach der Rechtsprechung des BVerfG nicht auf den Gesichtspunkt des mit dem Lohnsteuererhebungsverfahren verbundenen Liquidit&auml;tsnachteils beschr&auml;nken. Es ist vielmehr erforderlich, in einem Gesamtvergleich die steuererheblichen Unterschiede zwischen den Lohneink&uuml;nften und den &uuml;brigen Einkunftsarten zu analysieren und zu bewerten. In diesem Gesamtvergleich sind insbesondere die Verschiedenheiten in den Erkl&auml;rungs- und Buchf&uuml;hrungspflichten einschlie&szlig;lich ihrer Kostenfolge zu beachten (BVerfG-Beschluss vom 10. April 1997&nbsp;&nbsp;2 BvL 77\/92, BVerfGE 96, 1, unter B.II.2.). Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Kriterien ist der Zinsnachteil, den Lohnsteuerzahler ggf. im Vergleich zu Steuerpflichtigen, die Vorauszahlungen zu leisten haben, nicht von einem solchen Gewicht, dass ein Versto&szlig; gegen Art. 3 Abs. 1 GG zu bejahen ist (vgl. auch BFH-Urteil vom 21. November 1997 VI R 93\/95, BFHE 184, 526, BStBl II 1998, 208 betr. die Nichteintragungsf&auml;higkeit eines Freibetrags auf der Lohnsteuerkarte f&uuml;r die Einnahmen nicht &uuml;bersteigende Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>132<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Es ist nicht zu beanstanden, dass im Rahmen von &sect; 39a EStG und in &sect; 10c Abs. 2 EStG keine Sonderregelung f&uuml;r Beitr&auml;ge i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG getroffen wurde, die &uuml;ber die Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung hinausgehen, weil vom Fehlen einer Sonderregelung nur eine verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig kleine Zahl von Personen betroffen ist und die damit verbundenen Nachteile nicht gravierend sind. Es handelt sich dabei vor allem um Arbeitnehmer, wie den Kl&auml;ger, die erh&ouml;hte (freiwillige) Beitr&auml;ge an eine berufsst&auml;ndische Versorgungseinrichtung leisten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>133<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber ist insbesondere im Steuerrecht grunds&auml;tzlich befugt, generalisierende, typisierende und pauschalierende Regelungen zu treffen (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 84, 348, unter C.III.2.d bb). Voraussetzung hierf&uuml;r ist, dass sich das Absehen von einer Sonderregelung auf eine verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig kleine Zahl von Personen bezieht und dies auch nicht mit gravierenden Nachteilen verbunden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>134<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Anlegung dieses Ma&szlig;stabes war es verfassungsrechtlich nicht geboten, eine Sonderregelung f&uuml;r Arbeitnehmer vorzusehen, die erh&ouml;hte Beitr&auml;ge an ein berufsst&auml;ndisches Versorgungswerk entrichten. Der erkennende Senat hat in seinem Urteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.b aa aufgezeigt, dass im Gesamtvergleich der Beitragszahlungen an berufsst&auml;ndische Versorgungseinrichtungen und solche an gesetzliche Rentenversicherungen die Beitragszahlungen an berufsst&auml;ndische Versorgungseinrichtungen lediglich knapp 10 % der Gesamtbeitr&auml;ge ausmachen. Von diesen Beitragszahlungen beruht wiederum nur ca. ein Zehntel des Aufkommens auf Arbeitgeberanteilen. Dies rechtfertigt den Schluss, dass die nichtselbst&auml;ndig t&auml;tigen Mitglieder der Versorgungswerke eher die Ausnahme bilden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>135<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch ist davon auszugehen, dass zu dieser verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig kleinen Gruppe von Arbeitnehmern, die einem Versorgungswerk angeh&ouml;ren und erh&ouml;hte Beitr&auml;ge zahlen, auch Steuerpflichtige geh&ouml;ren, die andere Eink&uuml;nfte beziehen und daher Einkommensteuer-Vorauszahlungen zu leisten haben, so dass eine Ber&uuml;cksichtigung der h&ouml;heren Beitr&auml;ge gem&auml;&szlig; &sect; 37 EStG m&ouml;glich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>136<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem darf der oben dargestellte Gesichtspunkt des Belastungsvergleichs zwischen den Lohneink&uuml;nften und den anderen Einkunftsarten nicht unber&uuml;cksichtigt bleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>137<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Beeintr&auml;chtigung durch den Zins- und Liquidit&auml;tsnachteil nicht so sehr ins Gewicht f&auml;llt, musste der Gesetzgeber f&uuml;r die kleine Gruppe von Steuerpflichtigen, zu denen der Kl&auml;ger geh&ouml;rt, keine Sonderregelung treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.12.2009, X R 28\/07 Beschr&auml;nkte Abziehbarkeit von Altersvorsorgeaufwendungen verfassungsgem&auml;&szlig; &#8211; Keine Eintragung von Altersvorsorgeaufwendungen i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG auf der Lohnsteuerkarte &#8211; Endg&uuml;ltige Ausgestaltung der Ber&uuml;cksichtigung der Aufwendungen &#8211; Prinzip der intertemporalen Korrespondenz &#8211; Rechtscharakter der Altervorsorgeaufwendungen und Zuweisung zu den Sonderausgaben &#8211; Ausgleichszahlung f&uuml;r &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-28-07-beschraenkte-abziehbarkeit-von-altersvorsorgeaufwendungen-verfassungsgemaess-keine-eintragung-von-altersvorsorgeaufwendungen-is-des-par-10-abs-1-nr-2-buchst-a-estg-auf-der-lohnsteuerkarte-en\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;28\/07 &#8211; Beschr&auml;nkte Abziehbarkeit von Altersvorsorgeaufwendungen verfassungsgem&auml;&szlig; &#8211; Keine Eintragung von Altersvorsorgeaufwendungen i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG auf der Lohnsteuerkarte &#8211; Endg&uuml;ltige Ausgestaltung der Ber&uuml;cksichtigung der Aufwendungen &#8211; Prinzip der intertemporalen Korrespondenz &#8211; Rechtscharakter der Altervorsorgeaufwendungen und Zuweisung zu den Sonderausgaben &#8211; Ausgleichszahlung f&uuml;r Versorgungsausgleich &#8211; H&ouml;chstbetr&auml;ge &#8211; Einbeziehung der Arbeitgeberanteile &#8211; Finanzierbarkeit der Neuregelung &#8211; Fehlende Korrespondenz in der &Uuml;bergangszeit &#8211; Belastung bei Rentenbezug ab 2039 &#8211; Verbot der Doppelbesteuerung erst bei Rentenbezug r&uuml;gbar &#8211; Unterschiedliche Behandlung im Vorauszahlungs- und Lohnsteuerabzugsverfahren<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-13235","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13235","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13235"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13235\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13235"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13235"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13235"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}