{"id":13237,"date":"2012-12-20T02:46:02","date_gmt":"2012-12-20T00:46:02","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13237"},"modified":"2012-12-20T02:46:02","modified_gmt":"2012-12-20T00:46:02","slug":"grs-1-06-aufteilung-der-aufwendungen-fuer-eine-gemischt-veranlasste-reise-abziehbarkeit-von-erwerbsaufwand-nachweis-der-beruflichen-veranlassung-von-aufwendungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/grs-1-06-aufteilung-der-aufwendungen-fuer-eine-gemischt-veranlasste-reise-abziehbarkeit-von-erwerbsaufwand-nachweis-der-beruflichen-veranlassung-von-aufwendungen\/","title":{"rendered":"GrS&nbsp;1\/06 &#8211; Aufteilung der Aufwendungen f&uuml;r eine gemischt veranlasste Reise &#8211; Abziehbarkeit von Erwerbsaufwand &#8211; Nachweis der beruflichen Veranlassung von Aufwendungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.9.2009, GrS 1\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufteilung der Aufwendungen f&uuml;r eine gemischt veranlasste Reise &#8211; Abziehbarkeit von Erwerbsaufwand &#8211; Nachweis der beruflichen Veranlassung von Aufwendungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Aufwendungen f&uuml;r die Hin- und R&uuml;ckreise bei gemischt beruflich (betrieblich) und privat veranlassten Reisen k&ouml;nnen grunds&auml;tzlich in abziehbare Werbungskosten oder Betriebsausgaben und nicht abziehbare Aufwendungen f&uuml;r die private Lebensf&uuml;hrung nach Ma&szlig;gabe der beruflich und privat veranlassten Zeitanteile der Reise aufgeteilt werden, wenn die beruflich veranlassten Zeitanteile feststehen und nicht von untergeordneter Bedeutung sind .<\/p>\n<p>2. Das unterschiedliche Gewicht der verschiedenen Veranlassungsbeitr&auml;ge kann es jedoch im Einzelfall erfordern, einen anderen Aufteilungsma&szlig;stab heranzuziehen oder ganz von einer Aufteilung abzusehen .<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Vorgelegte Rechtsfrage, Sachverhalt und Ausgangsverfahren, Anrufungsbeschluss, Stellungnahmen der Beteiligten<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Vorgelegte Rechtsfrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der VI. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat dem Gro&szlig;en Senat folgende Rechtsfrage zur Entscheidung vorgelegt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>K&ouml;nnen Aufwendungen f&uuml;r die Hin- und R&uuml;ckreise bei gemischt beruflich (betrieblich) und privat veranlassten Reisen in abziehbare Werbungskosten (Betriebsausgaben) und nicht abziehbare Aufwendungen f&uuml;r die private Lebensf&uuml;hrung nach Ma&szlig;gabe der beruflich (betrieblich) und privat veranlassten Zeitanteile der Reise aufgeteilt werden, wenn die beruflich (betrieblich) veranlassten Zeitanteile feststehen und nicht von untergeordneter Bedeutung sind?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Sachverhalt und Ausgangsverfahren<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind zur Einkommensteuer zusammen veranlagte Ehegatten. Der Kl&auml;ger, der fr&uuml;her auch in den USA berufst&auml;tig war, bezog im Streitjahr (1994) als kaufm&auml;nnischer Angestellter Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit zun&auml;chst bei einem im Bereich der Informationstechnologie t&auml;tigen Unternehmen und im zweiten Halbjahr aus einer T&auml;tigkeit als &quot;EDV-Controller&quot; bei einem Unternehmen der Versicherungsbranche.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er besuchte &#8211;wie auch in den Vorjahren&#8211; eine Computer-Messe in Las Vegas, auf der er im Vorjahr einen Vortrag gehalten hatte. Er flog am Freitag, dem 11. November 1994 &#8211;ohne die Kl&auml;gerin&#8211;, nach Las Vegas. Die Messe begann am darauf folgenden Montag und endete an dem darauf folgenden Donnerstag. Von Montag bis Mittwoch fanden in der Zeit von 10:30 Uhr bis 17:00 Uhr (mit drei halbst&uuml;ndigen Pausen) Fachveranstaltungen und Fachdiskussionen statt. Am Donnerstag dauerten die Fachveranstaltungen von 9:00 Uhr bis 14:30 Uhr. Am darauf folgenden Samstag flog der Kl&auml;ger von Las Vegas zur&uuml;ck nach K&ouml;ln; dort traf er am Sonntag ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger machte die Aufwendungen f&uuml;r die Reise als Werbungskosten bei der Ermittlung seiner Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geltend: Flugkosten (inklusive Flughafengeb&uuml;hren), Tagungsgeb&uuml;hren, Verpflegungsmehraufwand und Hotelkosten f&uuml;r sechs &Uuml;bernachtungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte nur die Tagungsgeb&uuml;hren als Werbungskosten. Das Finanzgericht (FG) gab der dagegen erhobenen Klage teilweise statt (Entscheidungen der Finanzgerichte 2001, 1186). Von den sieben Tagen des USA-Aufenthalts seien nur vier Tage einem eindeutigen beruflichen Anlass zuzuordnen. Deshalb seien nur Kosten f&uuml;r vier &Uuml;bernachtungen und Verpflegungsmehraufwendungen f&uuml;r f&uuml;nf Tage zu ber&uuml;cksichtigen. Die Flugkosten seien zu 4\/7 als Werbungskosten anzuerkennen. Die Aufteilung dieser Kosten sei m&ouml;glich, weil an den einzelnen Messetagen ganzt&auml;gig berufliche Veranstaltungen stattgefunden h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision (Az. VI R 94\/01) r&uuml;gt das FA die Verletzung von &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Das FG habe die Flugkosten abweichend von der Rechtsprechung des BFH zu Unrecht aufgeteilt. Die Ber&uuml;cksichtigung der &Uuml;bernachtungskosten und Verpflegungsmehraufwendungen durch das FG h&auml;lt das FA hingegen f&uuml;r zutreffend. Das FG habe jedoch &uuml;bersehen, dass die Tagungsgeb&uuml;hren bereits vom FA zum Abzug zugelassen worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Einkommensteuer unter Ber&uuml;cksichtigung weiterer Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit in H&ouml;he von 1.896 DM (969,41 EUR) festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Vorlagebeschluss des VI. Senats<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der VI. Senat h&auml;lt das Urteil der Vorinstanz auch insoweit f&uuml;r zutreffend, als das FG die Kosten des Hin- und R&uuml;ckflugs aufgeteilt und zu 4\/7 als Werbungskosten des Kl&auml;gers ber&uuml;cksichtigt hat. Der VI. Senat m&ouml;chte der Revision des FA gleichwohl stattgeben und die Vorentscheidung aufheben, weil das FG die Tagungsgeb&uuml;hren, die das FA bereits ber&uuml;cksichtigt hatte, irrt&uuml;mlich nochmals als Werbungskosten abgezogen hat. Nur insoweit beabsichtigt der VI. Senat, die Einkommensteuer der Kl&auml;ger anderweitig festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der VI. Senat sieht sich an der beabsichtigten Entscheidung jedoch gehindert, weil seine Rechtsauffassung von den Urteilen des IV. Senats vom 5. Dezember 1968 IV R 46\/67 (BFHE 94, 484, BStBl II 1969, 235) und vom 28. Oktober 1976 IV R 35\/76 (BFHE 121, 35, BStBl II 1977, 238) abweicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf Anfrage des VI. Senats hat der IV. Senat mitgeteilt, er neige dazu, dem VI. Senat in dessen Auffassung zu folgen, dass die folgerichtige Umsetzung der mit dem objektiven Nettoprinzip getroffenen Belastungsentscheidung ein Aufteilungs- und Abzugsverbot f&uuml;r Kosten einer lediglich teilweise durch die Einkunftserzielung veranlassten Reise nur erfordere, wenn die Kosten der Reise nicht nach objektiven Kriterien aufgeteilt oder keine sicheren Feststellungen zu Grund und H&ouml;he der durch die Einkunftserzielung veranlassten Kosten getroffen werden k&ouml;nnten. Er sehe sich an einer Zustimmung zur Abweichung von seinen Urteilen aber durch die Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats gehindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der VI. Senat hat daraufhin gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) den Gro&szlig;en Senat angerufen. Er st&uuml;tzt seinen Vorlagebeschluss ferner auf &sect; 11 Abs. 4 FGO, weil die vorgelegte Rechtsfrage f&uuml;r eine Vielzahl &auml;hnlicher F&auml;lle Bedeutung habe und wegen der unterschiedlichen Auffassungen in Rechtsprechung und Schrifttum eine Entscheidung des Gro&szlig;en Senats geboten sei. Hinsichtlich der Begr&uuml;ndung im Einzelnen wird auf den Vorlagebeschluss vom 20. Juli 2006 VI R 94\/01 (BFHE 214, 354, BStBl II 2007, 121) Bezug genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>IV. Stellungnahmen der Beteiligten<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;ger und das FA haben sich nicht mehr ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) ist dem Verfahren beigetreten (&sect; 122 Abs. 2 FGO) und hat wie folgt Stellung genommen: Der Auffassung des vorlegenden Senats, auch Reisekosten seien generell aufteilbar und mit dem betrieblich\/beruflich veranlassten Anteil abziehbar, sei nicht zu folgen. Mit dieser Vorgehensweise werde das im Gesetz angelegte Aufteilungs- und Abzugsverbot im Ergebnis au&szlig;er Kraft gesetzt und der Abzug der Aufwendungen lediglich dann ausgeschlossen, wenn die betrieblich\/beruflich veranlassten Zeitanteile gegen&uuml;ber den privat veranlassten nicht ins Gewicht fallen. Diese Wertung kehre das Aufteilungs- und Abzugsverbot in ein weitgehendes Aufteilungs- und Abzugsgebot um und sei mit dem Sinngehalt des &sect; 12 Nr. 1 EStG unvereinbar. Aus dieser Vorschrift sei abzuleiten, dass der Aufwand f&uuml;r Reisekosten in F&auml;llen einer nicht unerheblichen privaten Mitveranlassung grunds&auml;tzlich nicht abziehbar sei. Der Abzug der Aufwendungen setze voraus, dass sie nach objektiven und einfach nachpr&uuml;fbaren Kriterien unmittelbar dem beruflichen\/betrieblichen Bereich zugeordnet werden k&ouml;nnten. Das sei bei einer nicht unerheblichen privaten Mitveranlassung nicht der Fall. Die beruflichen\/betrieblichen Zeitanteile des Aufenthalts seien wegen der eingeschr&auml;nkten Verifikationsm&ouml;glichkeiten als Aufteilungsma&szlig;stab unbrauchbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings lasse die Rechtsprechung bei einer Reihe von anderen Lebenssachverhalten eine Aufteilung nach Zeitanteilen zu (z.B. bei Aufwendungen f&uuml;r Kraftfahrzeuge oder der Telefongrundgeb&uuml;hr). Diese differenzierende Behandlung sei auf die Eigenart der betreffenden Lebenssachverhalte zur&uuml;ckzuf&uuml;hren; sie sei jedoch nicht Ausdruck eines allgemeinen Prinzips. Daher bestehe kein Anlass, sie auf Reisekosten auszudehnen. Die Gerechtigkeitserw&auml;gungen, die der bisherigen Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats zugrunde gelegen h&auml;tten, seien gerade f&uuml;r Reisekosten von hoher Bedeutung, weil sich die M&ouml;glichkeit, an Reisen mit beruflichen Ber&uuml;hrungspunkten teilzunehmen, f&uuml;r einzelne Berufsgruppen ganz unterschiedlich darstelle. Auch sei die Abgrenzung von beruflichen und privaten Ber&uuml;hrungspunkten bei Reisen, insbesondere bei Auslandsreisen, h&auml;ufig schwierig und h&auml;nge vom Geschick der Darstellung durch den Steuerpflichtigen ab. Die Auffassung des vorlegenden Senats f&uuml;hre auch nicht zu einer Vereinfachung, weil danach immer noch die F&auml;lle abzugrenzen seien, in denen die beruflichen Ber&uuml;hrungspunkte nicht ins Gewicht fielen. In Zukunft w&uuml;rden zudem die Steuerpflichtigen f&uuml;r die Kosten zahlreicher Reisen, die sie bisher mangels Erfolgsaussicht nicht geltend gemacht h&auml;tten, einen anteiligen Abzug verlangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Entscheidung des Gro&szlig;en Senats zu Verfahrensfragen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Gro&szlig;e Senat entscheidet gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 7 Satz 2 FGO ohne m&uuml;ndliche Verhandlung, weil eine weitere F&ouml;rderung der Sache durch eine m&uuml;ndliche Verhandlung nicht zu erwarten ist. Keiner der Beteiligten hat m&uuml;ndliche Verhandlung beantragt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Vorlage an den Gro&szlig;en Senat ist gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 2 bis 4 FGO zul&auml;ssig. Die Auffassung des vorlegenden Senats weicht von den Urteilen des IV. Senats in BFHE 94, 484, BStBl II 1969, 235 und in BFHE 121, 35, BStBl II 1977, 238 ab. Auf Anfrage des vorlegenden Senats hat der IV. Senat mit Beschluss vom 1. Juni 2006 IV ER-S-1\/06 mitgeteilt, er sehe sich an einer Zustimmung zu der beabsichtigten Abweichung durch die bisherige Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats gehindert. Aufgrund der unterschiedlichen Auffassungen in Rechtsprechung und Schrifttum sowie der erheblichen Bedeutung der Rechtsfrage f&uuml;r die Praxis kommt der Frage auch grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect; 11 Abs. 4 FGO zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die vorgelegte Rechtsfrage ist f&uuml;r die Entscheidung des VI. Senats in der Revisionssache VI R 94\/01 entscheidungserheblich. Bejaht der Gro&szlig;e Senat die Vorlagefrage, so ist die Revision des FA zwar begr&uuml;ndet und das angefochtene Urteil des FG aufzuheben, die Steuer ist jedoch nur insoweit anderweitig festzusetzen, als das FG die bereits vom FA ber&uuml;cksichtigte Tagungsgeb&uuml;hr irrt&uuml;mlich nochmals abgezogen hat. Verneint der Gro&szlig;e Senat hingegen die Vorlagefrage, so hat die Revision des FA in vollem Umfang Erfolg. Das FG-Urteil ist in diesem Fall aufzuheben und die Klage insoweit abzuweisen, als das FG die Flugkosten zu 4\/7 als Werbungskosten ber&uuml;cksichtigt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>C. Entscheidung des Gro&szlig;en Senats &uuml;ber die vorgelegte Rechtsfrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gro&szlig;e Senat folgt im Wesentlichen der Auffassung des vorlegenden Senats.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Rechtsentwicklung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gesetzgebung und Rechtsprechung zur Beurteilung gemischter Aufwendungen (ohne Reiseaufwendungen)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect; 4 Abs. 4 EStG sind Betriebsausgaben die Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind. Nach &sect; 9 Abs. 1 S&auml;tze 1 und 2 EStG sind Werbungskosten Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen; sie sind bei der Einkunftsart abzuziehen, bei der sie erwachsen sind. Gem&auml;&szlig; &sect; 12 Nr. 1 Satz 1 EStG (eingef&uuml;hrt durch das Einkommensteuergesetz 1934 vom 16. Oktober 1934, RGBl I 1934, 1005, RStBl 1934, 1261) d&uuml;rfen &#8211;abgesehen von den hier nicht ma&szlig;geblichen Ausnahmen im Einleitungssatz der Vorschrift&#8211; die f&uuml;r den Haushalt des Steuerpflichtigen und f&uuml;r den Unterhalt seiner Familienangeh&ouml;rigen aufgewendeten Betr&auml;ge bei der Einkommensermittlung nicht abgezogen werden. Dazu geh&ouml;ren nach &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG auch die Aufwendungen f&uuml;r die Lebensf&uuml;hrung, die die wirtschaftliche oder gesellschaftliche Stellung des Steuerpflichtigen mit sich bringt, auch wenn sie zur F&ouml;rderung des Berufs oder der T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen erfolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die dem &sect; 12 Nr. 1 EStG 1934 vorausgehende Gesetzgebung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Grundsatz, dass Aufwendungen f&uuml;r die private Lebensf&uuml;hrung nicht abziehbar sind, war bereits in den dieser Vorschrift vorangehenden Bestimmungen geregelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) So waren bereits nach &sect; 9 Abs. II. Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes vom 24. Juni 1891 (Gesetz-Sammlung f&uuml;r die K&ouml;niglichen Preu&szlig;ischen Staaten 1891, 175) insbesondere die zur Bestreitung des Haushalts der Steuerpflichtigen und zum Unterhalte ihrer Angeh&ouml;rigen gemachten Ausgaben &quot;nicht abzugsf&auml;hig&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Vorschrift des &sect; 8 Abs. III. Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes i.d.F. vom 19. Juni 1906 (Gesetz-Sammlung f&uuml;r die K&ouml;niglichen Preu&szlig;ischen Staaten 1906, 259), &uuml;bernahm die vorgenannte Regelung und erweiterte sie dahin, dass insbesondere alle Aufwendungen zur Befriedigung pers&ouml;nlicher Bed&uuml;rfnisse &quot;nicht abzugsf&auml;hig&quot; waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings war damals anerkannt, dass Aufwendungen, die sowohl pers&ouml;nlichen als auch beruflichen Bed&uuml;rfnissen dienen, aufzuteilen und zu einem entsprechenden Teil abziehbar sind (Fuisting\/Strutz, Die Preu&szlig;ischen direkten Steuern, Erster Band, Kommentar zum Einkommensteuergesetz, 8. Aufl. 1915, &sect; 8 Anm. 57; K&ouml;niglich Preu&szlig;isches Oberverwaltungsgericht &#8211;PrOVG&#8211;, Entscheidung vom 26. September 1901 Rep. XI.a.88\/01., PrOVGE 10, 86 &#8211; zu den L&ouml;hnen einer Viehmagd und einer Haush&auml;lterin, die jeweils im Haushalt und in der Landwirtschaft eingesetzt waren; danach sollte die nur gelegentliche Verwendung eines f&uuml;r den Betrieb eingestellten Dienstboten im Haushalt dem Abzug der gesamten Kosten nicht entgegenstehen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Bestimmungen des &sect; 15 Nr. 3 des Einkommensteuergesetzes vom 29. M&auml;rz 1920 (RGBl I 1920, 359) und des &sect; 18 Abs. 1 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes vom 10. August 1925 &#8211;EStG 1925&#8211; (RGBl I 1925, 189) nahmen ebenfalls die Formulierung der Vorl&auml;ufervorschriften auf. &sect; 18 Abs. 1 EStG 1925 verdeutlichte zus&auml;tzlich, dass grunds&auml;tzlich solche Ausgaben nicht abgesetzt werden d&uuml;rfen, die sich als Verwendung des Einkommens darstellen. Auch nach diesen Vorschriften galt zun&auml;chst &#8211;im Anschluss an die Entscheidung in PrOVGE 10, 86&#8211; der Grundsatz, dass, wo die Verwendung f&uuml;r pers&ouml;nliche Zwecke gegen&uuml;ber der Verwendung f&uuml;r berufliche Zwecke nicht ganz unerheblich ist, eine entsprechende Teilung der Aufwendungen in einen als Werbungskosten abziehbaren und einen nicht abziehbaren Teil erforderlich ist (Strutz, Kommentar zum EStG 1925, Bd. 1, 1927, &sect; 18 Anm. 20).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs unter der Geltung des Einkommensteuergesetzes 1925<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend der Geltung des Einkommensteuergesetzes 1925 hatte der Reichsfinanzhof (RFH) zunehmend &uuml;ber den Abzug von Aufwendungen zu entscheiden, die im Wesentlichen privat veranlasst waren und nur in einem losen, allenfalls mittelbaren Zusammenhang zur Berufst&auml;tigkeit standen (vgl. Enno Becker, Die Grundlagen der Einkommensteuer, M&uuml;nchen\/Berlin 1940, &sect; 11 S. 15). Er beurteilte solche Aufwendungen, insbesondere so genannte Repr&auml;sentationsaufwendungen, grunds&auml;tzlich als nicht abziehbare Kosten der Lebensf&uuml;hrung, weil in derartigen F&auml;llen wegen der Schwierigkeiten der Abgrenzung zwischen Lebenshaltungskosten und Werbungskosten der Nichtabziehbarkeit von Lebenshaltungskosten der Vorrang einzur&auml;umen sei (Urteile vom 7. M&auml;rz 1928 VI A 207\/28, Steuer und Wirtschaft &#8211;StuW&#8211; 1928 Bd. II, Sp. 312 &#8211; Haushalt und Bedienung; vom 2. August 1930 VI A 1267\/30, RStBl 1930, 679 &#8211; Villa des Generaldirektors; vom 10. Juni 1931 VI A 686\/31, StuW 1931 Bd. II, Sp. 1305; vom 4. Mai 1932 VI A 1646\/31, RStBl 1932, 727 &#8211; Einladungen und Bewirtung; vom 13. November 1930 VI A 558\/30, RStBl 1931, 108 &#8211; Verleihung des Ehrentitels eines bayerischen Kommerzienrats; vom 15. Oktober 1930 VI A 1754\/30, RStBl 1931, 23 &#8211; Wahl der Tochter eines Kaufmanns zur Sch&uuml;tzenk&ouml;nigin; vom 20. M&auml;rz 1930 VI A 147\/30, RFHE 27, 82; vom 27. August 1930 VI A 1216\/30, RStBl 1931, 740 &#8211; jeweils zu Beitr&auml;gen an politische Parteien; vom 23. Juni 1933 VI A 1493\/30, RStBl 1933, 811; vom 23. Juni 1933 VI A 170\/32, RStBl 1933, 812 &#8211; jeweils zu Zuwendungen f&uuml;r wohlt&auml;tige Zwecke).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings ging der RFH auch weiterhin davon aus, dass solche wesentlich privat veranlassten Aufwendungen teilweise abziehbar sein k&ouml;nnten, soweit ein abgrenzbarer beruflicher Mehraufwand gegeben sei (Urteile in StuW 1928 Bd. II, Sp. 312; vom 15. Januar 1930 VI A 1675\/29, RStBl 1930, 265 &#8211; Mehraufwendungen f&uuml;r Verpflegung; vom 17. Juli 1930 VI A 1134\/30, RStBl 1931, 6 &#8211; H&ouml;rger&auml;tebatterien; vom 29. April 1931 VI A 860\/31, RStBl 1931, 905 &#8211; PKW-Kosten; in RStBl 1932, 727; vom 16. September 1931 VI A 1711\/30, RStBl 1931, 921 &#8211; Bekleidungsaufwand). Der abziehbare Teil der Aufwendungen war danach notfalls zu sch&auml;tzen (RFH-Urteile in StuW 1928 Bd. II, Sp. 312; in RStBl 1931, 6; 1931, 905).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Einf&uuml;hrung des &sect; 12 EStG 1934 und darauf folgende Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vorgenannte Rechtsprechung griff der Gesetzgeber 1934 mit der auch heute noch geltenden Vorschrift des &sect; 12 EStG ausdr&uuml;cklich auf (Gesetzesbegr&uuml;ndung, RStBl 1935, 33, 41). Der RFH setzte unter der Geltung dieser Vorschrift seine &uuml;berkommene Rechtsprechung fort, dass dann, wenn die Abgrenzung zwischen Lebenshaltungskosten und beruflichen Aufwendungen schwierig ist, grunds&auml;tzlich nicht abziehbare Ausgaben anzunehmen sind (Urteil vom 15. November 1939 VI 572\/39, RStBl 1940, 28 &#8211; Aufwendungen eines Fabrikanten zur Wiederherstellung der J&auml;gerehre), dass jedoch ein beruflich veranlasster Mehraufwand oder ein ausschlie&szlig;lich beruflich veranlasster Teil der Aufwendungen abziehbar und notfalls durch Sch&auml;tzung zu ermitteln ist (Urteile vom 14. November 1934 VI A 688\/34, RStBl 1935, 413; vom 8. April 1936 VI A 253\/36, RFHE 39, 250; vom 20. Januar 1937 VI A 526\/36, RStBl 1937, 778).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Rechtsprechung des Obersten Finanzgerichtshofs und daran ankn&uuml;pfende Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Oberste Finanzgerichtshof (OFH) kn&uuml;pfte an diese Rechtsprechung ausdr&uuml;cklich an und entwickelte f&uuml;r den Abzug des in gemischten Aufwendungen enthaltenen beruflich veranlassten Anteils erstmals die Formulierung, dass solche Aufwendungen als Werbungskosten zu beurteilen seien, wenn &quot;sie sich von den Kosten der Lebensf&uuml;hrung leicht und einwandfrei trennen lassen&quot; (Urteil vom 15. Oktober 1948 III 37\/48, RFHE 54, 270 &#8211; Verschlei&szlig; von Schuhsohlen und b&uuml;rgerlicher Kleidung eines Au&szlig;endienstmitarbeiters). Diese Formulierung &uuml;bernahm nachfolgend der BFH in seine Rechtsprechung (z.B. Urteile vom 24. November 1950 IV 91\/50 U, BFHE 55, 59, BStBl III 1951, 23; vom 10. M&auml;rz 1955 IV 633\/54 U, BFHE 60, 343, BStBl III 1955, 131; vom 24. April 1956 I 228\/55 U, BFHE 63, 3, BStBl III 1956, 195). Hinzu kam nun die &Uuml;berlegung, es w&uuml;rde die Gleichm&auml;&szlig;igkeit der Besteuerung gef&auml;hrden, wenn Steuerpflichtigen, die als Einkunft den Gewinn versteuern, ohne besondere Schwierigkeit private Kosten als Betriebsausgabe behandeln k&ouml;nnten; Arbeitnehmer h&auml;tten eine solche M&ouml;glichkeit im Allgemeinen nicht (BFH-Urteil in BFHE 63, 3, BStBl III 1956, 195).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Weitere Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die weitere Entwicklung der Rechtsprechung verlief uneinheitlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) So beurteilte der BFH mit R&uuml;cksicht auf &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG u.a. die folgenden Aufwendungen insgesamt als Kosten der Lebensf&uuml;hrung, ohne eine Aufteilung zuzulassen: Aufwendungen f&uuml;r ein H&ouml;rger&auml;t (Urteil vom 8. April 1954 IV 345\/53 U, BFHE 58, 689, BStBl III 1954, 174), f&uuml;r das Nachschlagewerk eines Lehrers und eines Anwalts (Urteile vom 5. Juli 1957 VI 39\/56 U, BFHE 65, 246, BStBl III 1957, 328 &#8211; unter Hinweis auf eine entsprechende Beurteilung der Aufwendungen f&uuml;r eine Tageszeitung, einen Radioapparat, ein Fernsehger&auml;t, f&uuml;r Unterhaltungslekt&uuml;re und allgemeinbildende Literatur; vom 5. April 1962 IV 127\/60 U, BFHE 75, 279, BStBl III 1962, 368), f&uuml;r Tonbandger&auml;t und Farbdias eines Lehrers (Urteile vom 6. Mai 1959 VI 183\/57 U, BFHE 69, 81, BStBl III 1959, 292; vom 8. April 1960 VI 164\/59 U, BFHE 71, 70, BStBl III 1960, 274; vom 25. August 1961 VI 286\/60 U, BFHE 73, 605, BStBl III 1961, 486), f&uuml;r das Rundfunkger&auml;t im B&uuml;ro eines Steuerbevollm&auml;chtigten (Urteil vom 26. Juli 1962 IV 438\/60, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 1963, 286) und das Fernsehger&auml;t eines Rundfunk- und Fernsehschriftstellers (Urteil vom 13. August 1964 IV 53\/61 U, BFHE 80, 146, BStBl III 1964, 528), f&uuml;r das von Arbeitnehmern mitbenutzte Segelboot eines Gewerbetreibenden (Urteil vom 25. April 1963 IV 237\/61, HFR 1964, 193) sowie f&uuml;r einen auf einem Binnenschiff von der Familie des Schiffers und den drei Schiffsjungen benutzten K&uuml;hlschrank (Urteil vom 22. November 1960 I 212\/60 U, BFHE 72, 95, BStBl III 1961, 37).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Hingegen beurteilte der BFH Aufwendungen f&uuml;r die Anschaffung eines (gebrauchten) Fl&uuml;gels und eines Tonbandger&auml;tes bei einem Musiklehrer in vollem Umfang als Werbungskosten (Urteil vom 24. August 1962 VI 57\/62, HFR 1963, 57; f&uuml;r einen neuen Fl&uuml;gel sp&auml;ter allerdings a.A. das BFH-Urteil vom 10. M&auml;rz 1978 VI R 111\/76, BFHE 125, 52, BStBl II 1978, 459). Aufwendungen f&uuml;r einen sowohl privat als auch zur gewerblichen Zimmervermietung genutzten K&uuml;hlschrank hielt der BFH f&uuml;r aufteilbar (Urteil vom 9. Oktober 1963 I 397\/60, HFR 1964, 77), ebenso Aufwendungen f&uuml;r die Waschmaschine und den Heimb&uuml;gler eines Arztes (Urteile vom 13. April 1961 IV 54\/60 U, BFHE 73, 106, BStBl III 1961, 308; vom 13. M&auml;rz 1964 IV 158\/61 S, BFHE 79, 605, BStBl III 1964, 455). Auch die (festen und die variablen) Kosten f&uuml;r einen PKW sind nach st&auml;ndiger Rechtsprechung aufteilbar (seit dem BFH-Urteil vom 9. Oktober 1953 IV 536\/52 U, BFHE 58, 120, BStBl III 1953, 337, das an die Rechtsprechung des RFH ankn&uuml;pft), ebenso die Kosten f&uuml;r einen Telefonanschluss (urspr&uuml;nglich bereits einschlie&szlig;lich der Grundgeb&uuml;hr: BFH-Urteil vom 16. Dezember 1966 VI 133\/64, BFHE 87, 622, BStBl III 1967, 249).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Mit Beschl&uuml;ssen vom 20. November 1969 IV 348\/64 (BFHE 98, 152, BStBl II 1970, 308) und vom 16. Januar 1970 VI R 31\/68 (BFHE 97, 425, BStBl II 1970, 187) riefen der IV. und der VI. Senat den Gro&szlig;en Senat an mit dem Ziel, f&uuml;r gemischt genutzte Wirtschaftsg&uuml;ter in weiterem Umfang als bisher eine Aufteilung der Kosten zu erreichen. Der IV. Senat hielt eine griffweise Sch&auml;tzung des beruflichen Nutzungsanteils bei einem Fernsehger&auml;t f&uuml;r geboten, das der Inhaber eines Film-Informationsdienstes und Drehbuchautor angeschafft hatte. Der VI. Senat wollte das Urteil des FG best&auml;tigen, das f&uuml;r einen Gerichtsassessor die Anschaffungskosten einer Schreibmaschine zu 90 % und die eines Tonbandger&auml;ts zu 50 % als beruflich veranlasst anerkannt hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Der Gro&szlig;e Senat erteilte diesem Vorsto&szlig; eine Absage (Beschluss vom 19. Oktober 1970 GrS 2\/70, BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17; darauf Bezug nehmend Beschluss vom 19. Oktober 1970 GrS 3\/70, BFHE 100, 317, BStBl II 1971, 21). Die Bedeutung des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG liege in der steuerlichen Behandlung der gemischten Aufwendungen. Sowohl der Wortlaut des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG als auch dessen Sinn und Zweck schl&ouml;ssen die Aufteilung von einheitlichen Aufwendungen grunds&auml;tzlich aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Trotz der Entscheidung des Gro&szlig;en Senats in BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17 verlief die Entwicklung auch weiterhin uneinheitlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) So gab der BFH mit R&uuml;cksicht auf den vorgenannten Beschluss des Gro&szlig;en Senats seine fr&uuml;here Rechtsprechung zur Abziehbarkeit von Telefongrundgeb&uuml;hren auf: Er hielt mit R&uuml;cksicht auf das Aufteilungsverbot des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG eine sch&auml;tzungsweise Aufteilung der Grundgeb&uuml;hren bei einem teils beruflich und teils privat benutzten privaten Telefonanschluss in der Wohnung des Arbeitnehmers nicht mehr f&uuml;r zul&auml;ssig (Urteile vom 19. Dezember 1977 VI R 198\/76, BFHE 124, 428, BStBl II 1978, 287; vom 9. November 1978 VI R 195\/77, BFHE 126, 418, BStBl II 1979, 149).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Andererseits entwickelte sich die Rechtsprechung zu &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG schon wenige Jahre nach der Entscheidung des Gro&szlig;en Senats in BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17 wieder in die Gegenrichtung. Einzelne Entscheidungen traten dem Beschluss des Gro&szlig;en Senats sogar offen entgegen. So f&uuml;hrte der IV. Senat im Urteil vom 11. November 1976 IV R 3\/73 (Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 1978, 1293) aus, das Aufteilungs- und Abzugsverbot des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG k&ouml;nne nach dem Grundsatz der Steuergerechtigkeit dann nicht gelten, wenn es zu einer offensichtlich unzutreffenden Besteuerung f&uuml;hrte. Der beruflich veranlasste Anteil an den Aufwendungen f&uuml;r Kleidung, Friseur und Kosmetika einer selbst&auml;ndigen S&auml;ngerin wurde im Streitfall nach dem Werbungskostenpauschbetrag f&uuml;r unselbst&auml;ndig t&auml;tige S&auml;ngerinnen gesch&auml;tzt. Allerdings schr&auml;nkte der IV. Senat diese Beurteilung sp&auml;ter wieder ein (BFH-Urteile vom 6. Juli 1989 IV R 91-92\/87, BFHE 158, 221, BStBl II 1990, 49; vom 18. April 1991 IV R 13\/90, BFHE 164, 419, BStBl II 1991, 751).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner &auml;nderte der BFH erneut seine Rechtsprechung zur Abziehbarkeit von Telefongrundgeb&uuml;hren. Der Gesichtspunkt der Gleichm&auml;&szlig;igkeit der Besteuerung gebiete es, Telefongrundgeb&uuml;hren nicht anders als die fixen Kosten von Kraftfahrzeugen zu behandeln, da insoweit in jeder Hinsicht vergleichbare Sachverhalte vorl&auml;gen (Urteil vom 21. November 1980 VI R 202\/79, BFHE 132, 63, BStBl II 1981, 131).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) In der Folgezeit traten weitere Fallgruppen hinzu, in denen der BFH eine Aufteilung gemischt veranlasster Aufwendungen grunds&auml;tzlich zulie&szlig;, so etwa Aufwendungen f&uuml;r ein Privatflugzeug oder einen Hubschrauber (Urteile vom 4. August 1977 IV R 157\/74, BFHE 123, 158, BStBl II 1978, 93; vom 27. Februar 1985 I R 20\/82, BFHE 143, 440, BStBl II 1985, 458), f&uuml;r eine auch im Betrieb eingesetzte Hausgehilfin (Urteil vom 8. November 1979 IV R 66\/77, BFHE 129, 134, BStBl II 1980, 117), f&uuml;r die Reinigung typischer Berufskleidung in der privaten Waschmaschine (Urteile vom 29. Juni 1993 VI R 77\/91, BFHE 171, 525, BStBl II 1993, 837; vom 29. Juni 1993 VI R 53\/92, BFHE 171, 527, BStBl II 1993, 838), f&uuml;r Versicherungspr&auml;mien (Urteile vom 19. Februar 1993 VI R 42\/92, BFHE 170, 560, BStBl II 1993, 519; vom 31. Januar 1997 VI R 97\/94, BFH\/NV 1997, 346; vom 20. Mai 2009 VIII R 6\/07, BFH\/NV 2009, 1519), Kontof&uuml;hrungsgeb&uuml;hren (Urteil vom 9. Mai 1984 VI R 63\/80, BFHE 141, 50, BStBl II 1984, 560), Zinsen f&uuml;r eine durch betriebliche und private Auszahlungen entstandene Kontokorrentverbindlichkeit (Beschluss des Gro&szlig;en Senats vom 4. Juli 1990 GrS 2-3\/88, BFHE 161, 290, BStBl II 1990, 817) sowie Aufwendungen f&uuml;r die Leerstandszeiten einer Ferienwohnung (Urteil vom 6. November 2001 IX R 97\/00, BFHE 197, 151, BStBl II 2002, 726) und f&uuml;r einen privat angeschafften und in der privaten Wohnung aufgestellten PC (Urteil vom 19. Februar 2004 VI R 135\/01, BFHE 205, 220, BStBl II 2004, 958).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Rechtsprechung zur Ber&uuml;cksichtigung von Aufwendungen f&uuml;r Reisen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der RFH hielt die Aufteilung der Kosten einer gleicherma&szlig;en beruflich und privat veranlassten Reise f&uuml;r zul&auml;ssig. Danach konnten Aufwendungen f&uuml;r eine Weltreise eines im Betrieb t&auml;tigen Sohnes des Gesch&auml;ftsinhabers, die sowohl der Bet&auml;tigung f&uuml;r die Firma als auch der Ausbildung des Sohnes diente, zur H&auml;lfte als Betriebsausgaben abgezogen werden (Urteil vom 19. Februar 1930 VI A 37\/30, StuW 1930 Bd. II, Nr. 488). F&uuml;r die Studienreise eines Innenarchitekten nach Italien und in den Orient hielt der RFH f&uuml;r den Fall, dass die Reise gleicherma&szlig;en beruflichen Zwecken und dem Vergn&uuml;gen gedient hatte, ebenfalls eine Teilung der Kosten f&uuml;r angebracht (Urteil vom 5. M&auml;rz 1930 VI A 1960\/29, StuW 1930 Bd. II Nr. 497).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &Auml;ltere Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber war die Rechtsprechung des BFH zur Ber&uuml;cksichtigung von Aufwendungen f&uuml;r Reisen enger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der BFH war urspr&uuml;nglich zwar der Auffassung, dass es zu weit ginge, die Kosten einer Studienreise nur dann als Werbungskosten anzuerkennen, wenn sie ausschlie&szlig;lich im beruflichen Interesse aufgewendet w&uuml;rden; es gen&uuml;ge, wenn weitaus &uuml;berwiegend der Gesichtspunkt des beruflichen Interesses ausschlaggebend sei (Urteil vom 29. Juli 1954 IV 479\/53 U, BFHE 59, 144, BStBl III 1954, 264). Liege eine Reise im weitaus &uuml;berwiegenden betrieblichen Interesse, k&ouml;nne gleichwohl f&uuml;r einen Teil der Aufwendungen nach &sect; 12 Nr. 1 EStG (Kosten der Lebensf&uuml;hrung) der Abzug als Betriebsausgabe zu versagen sein. Wenn f&uuml;r die Abgrenzung der betrieblichen Aufwendungen von den Kosten der Lebensf&uuml;hrung keine Unterlagen zur Verf&uuml;gung st&uuml;nden, sei die Aufteilung im Wege der Sch&auml;tzung vorzunehmen (Urteile vom 28. August 1958 IV 229\/57 U, BFHE 68, 113, BStBl III 1959, 44 &#8211; &Auml;rztefortbildung in Meran; vom 16. November 1961 IV 105\/60 U, BFHE 74, 481, BStBl III 1962, 181 &#8211; Anwaltsfortbildung in &Ouml;sterreich und der Schweiz; vom 2. Dezember 1965 IV 6\/65 U, BFHE 84, 187, BStBl III 1966, 69 &#8211; Betriebsausgabenabzug bis zur Landesgrenze f&uuml;r einen &Auml;rztekongress in Davos).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch dann, wenn die Reise als privat zu beurteilen sei, k&ouml;nnten einzelne abtrennbare Vorg&auml;nge auf dieser Reise zu Werbungskosten f&uuml;hren (Urteile vom 27. Januar 1955 IV 199\/54 U, BFHE 60, 331, BStBl III 1955, 126; vom 11. Oktober 1962 IV 432\/60 U, BFHE 76, 97, BStBl III 1963, 36). Zur Pr&uuml;fung der beruflichen Veranlassung einer Reise stellte der BFH indiziell darauf ab, ob die Reise im Rahmen eines straff organisierten Programms stattfindet, das die Wahrnehmung privater Interessen praktisch ausschlie&szlig;t (Urteile in BFHE 59, 144, BStBl III 1954, 264; in BFHE 68, 113, BStBl III 1959, 44; vom 9. Dezember 1960 IV 241\/60 U, BFHE 72, 263, BStBl III 1961, 99 &#8211; kein Betriebsausgabenabzug f&uuml;r Studienreise eines Architekten nach Florenz; vom 9. Dezember 1960 IV 232\/60 U, BFHE 72, 335, BStBl III 1961, 126 &#8211; kein Betriebsausgabenabzug f&uuml;r Reise eines Arztes nach Lambarene; vom 24. August 1962 VI 106\/62 U, BFHE 75, 673, BStBl III 1962, 512 &#8211; kein Werbungskostenabzug f&uuml;r Reise eines Pastors in biblische L&auml;nder; vom 18. Februar 1965 IV 36\/64 U, BFHE 82, 88, BStBl III 1965, 279; vom 4. August 1967 VI R 62\/66, BFHE 90, 43). In Ausnahmef&auml;llen k&ouml;nne der beruflich bedingte Reisezweck jedoch auch ohne das Vorhandensein einer straffen Organisation auf andere Weise nachgewiesen werden (Urteile in BFHE 72, 263, BStBl III 1961, 99; in BFHE 76, 97, BStBl III 1963, 36; in BFHE 90, 43).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben beurteilte der BFH Aufwendungen eines M&ouml;belkaufmanns f&uuml;r eine fachlich organisierte USA-Reise (einschlie&szlig;lich des Flugs von Deutschland in die USA und zur&uuml;ck) als Betriebsausgaben; lediglich die Kosten eines in den USA vorgeschalteten privaten Reiseteils, der aber k&uuml;rzer als der berufliche Teil war, wurden als nicht abziehbar ausgeschieden (Urteil in BFHE 82, 88, BStBl III 1965, 279). Demgegen&uuml;ber teilte der BFH die Kosten der Reise eines Augenarztes zu einem internationalen &Auml;rztekongress in Athen nicht in einen beruflichen und einen privaten Reiseteil auf, sondern sah insgesamt eine Privatreise als gegeben an, weil die Flugkosten relativ hoch waren und nur f&uuml;nf Tage auf den Kongress, 12 Tage dagegen auf den Privataufenthalt (in Begleitung der Ehefrau zu einer g&uuml;nstigen Reisezeit) entfielen; daher beurteilte der BFH nur die durch die Tagung entstandenen Mehrkosten als abziehbar (Urteil vom 22. Juli 1965 IV 269\/64 U, BFHE 83, 401, BStBl III 1965, 644).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Folgezeit betrachtete der BFH zunehmend jeweils die gesamte Reise als Einheit: Sei eine ausschlie&szlig;liche oder weitaus &uuml;berwiegende betriebliche Veranlassung, die der Steuerpflichtige zu beweisen habe, nicht gegeben, so folge aus &sect; 12 Nr. 1 EStG, dass die gesamten Kosten der Reise grunds&auml;tzlich zu den Lebenshaltungskosten geh&ouml;rten, selbst wenn eine berufliche T&auml;tigkeit gef&ouml;rdert werde; eine Aufteilung der Reisekosten komme dann grunds&auml;tzlich nicht in Betracht (Urteile vom 22. Juli 1965 IV 55\/65 U, BFHE 83, 406, BStBl III 1965, 646; vom 4. August 1967 VI R 289\/66, BFHE 90, 52, BStBl III 1967, 776 &#8211; Reise eines Geografielehrers mit seiner Ehefrau nach Ostafrika; vom 4. August 1967 VI R 192\/66, BFHE 90, 50, BStBl III 1967, 774 &#8211; Reise eines Englischlehrers mit seinem PKW nach England; vom 1. April 1971 IV R 72\/70, BFHE 102, 90, BStBl II 1971, 524; vom 22. Mai 1974 I R 212\/72, BFHE 113, 274, BStBl II 1975, 70; auch Beschluss des Gro&szlig;en Senats in BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17, unter II. 7.; ferner Urteile vom 15. Juli 1976 IV R 90\/73, BFHE 120, 28, BStBl II 1977, 54; vom 28. Oktober 1976 IV R 63\/75, BFHE 121, 31, BStBl II 1977, 203; in BFHE 121, 35, BStBl II 1977, 238).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings k&ouml;nnten die anl&auml;sslich einer Privatreise im beruflichen Interesse abgrenzbar und nachweisbar aufgewendeten Mehrkosten abgezogen werden (vgl. au&szlig;er den vorstehenden Zitaten z.B. BFH-Urteile in BFHE 90, 43 &#8211; Fahrtkosten eines Kunsthistorikers zur Teilnahme an einem Kongress in Spanien sind nur f&uuml;r den beruflichen Umweg abziehbar; vom 4. Dezember 1974 I R 112\/73, BFHE 114, 488, BStBl II 1975, 379).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So ber&uuml;cksichtigte der BFH jedoch z.B. die Kosten der ersten (lehrgangsm&auml;&szlig;ig mit Fachvortr&auml;gen an der &ouml;rtlichen Universit&auml;t ausgef&uuml;llten) Woche einer siebenw&ouml;chigen Studienreise einer Englischlehrerin in die USA nicht als Werbungskosten, weil die Kl&auml;gerin allein wegen der f&uuml;nf Vortr&auml;ge die teure Reise in die USA sicherlich nicht angetreten h&auml;tte (Urteil vom 4. August 1967 VI R 186\/66, BFHE 90, 47, BStBl III 1967, 773). Und die 17 1\/2-t&auml;gige (straff organisierte, aber durch gro&szlig;r&auml;umige Reiseetappen gekennzeichnete) USA-Reise eines Augenarztehepaars beurteilte der BFH, ohne eine Aufteilung zu erw&auml;gen, insgesamt als privat, obwohl an sechs Tagen ein Fachprogramm geboten wurde (Urteil vom 8. August 1968 IV R 62\/68, BFHE 93, 88, BStBl II 1968, 680). Ebenso lehnte der BFH die Aufteilung der Reisekosten f&uuml;r die 17-t&auml;gige Reise eines Zahnarztes zum Welt-Zahnarztkongress in Mexiko ab, weil der Kongress nur neun Tage gedauert hatte und die Ehefrau mitgereist war (Urteil in BFHE 121, 35, BStBl II 1977, 238).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Aufteilung von Flug- oder Fahrtkosten einer nicht ganz &uuml;berwiegend beruflichen Reise in einen beruflichen und einen privaten Teil je nach den Zeitanteilen lehnte der BFH generell ab. Vielmehr rechnete er diese Kosten in vollem Umfang dem privaten Bereich zu (z.B. Urteile in BFHE 90, 47, BStBl III 1967, 773; in BFHE 93, 88, BStBl II 1968, 680; in BFHE 94, 484, BStBl II 1969, 235; in BFHE 102, 90, BStBl II 1971, 524). Allerdings hat der VI. Senat in einem solchen Fall (&uuml;berwiegend privat veranlasste Reise, unterbrochen durch den Besuch eines Kongresses) die gesamten notwendigen Fahrtkosten zu dem Kongress als abziehbar beurteilt, weil der Kl&auml;ger die Reise ins Ausland auch dann unternommen haben w&uuml;rde, wenn keine privaten Zwecke damit verfolgt worden w&auml;ren (Urteil vom 17. Dezember 1971 VI R 235\/70, nicht ver&ouml;ffentlicht).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Anrufung des Gro&szlig;en Senats im Verfahren GrS 8\/77<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der I. Senat legte mit Beschluss vom 26. Januar 1977 I R 53\/75 (BFHE 123, 320, BStBl II 1978, 52, Gr&uuml;nde wiedergegeben im Beschluss des Gro&szlig;en Senats vom 27. November 1978 GrS 8\/77, BFHE 126, 533, BStBl II 1979, 213) dem Gro&szlig;en Senat folgende Rechtsfragen zur Entscheidung vor:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>1. K&ouml;nnen Aufwendungen f&uuml;r die Teilnahme an einer Auslandsgruppenreise zu Informationszwecken Betriebsausgaben sein, wenn mit der Reise<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>a) programmgem&auml;&szlig; auch ein allgemein-touristisches Interesse befriedigt wird,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>b) au&szlig;erhalb des Gruppenprogramms ein Privataufenthalt des Steuerpflichtigen verbunden wird, wobei die Informationsreise (1. a) auch ohne diesen privaten Reiseteil (1. b) unternommen worden w&auml;re?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>2. Sind im Falle der Bejahung der Rechtsfrage zu 1. b die Gesamtkosten der Reise in der Weise aufzuteilen, dass nur die durch den privaten Reiseteil veranlassten Mehrkosten von der Ber&uuml;cksichtigung als Betriebsausgaben ausgenommen werden?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der I. Senat beabsichtigte, ein FG-Urteil zu best&auml;tigen, dass die Kosten eines Unternehmers f&uuml;r eine von einem Fachverband organisierte Informationsreise in die USA im Wesentlichen als Betriebsausgaben anerkannt hatte. An die Gruppenreise, die auch touristische Punkte enthielt, hatte sich ein individuell organisierter privater Reiseteil angeschlossen, dessen Kosten der Kl&auml;ger bereits aus den Betriebsausgaben ausgeschieden hatte. Der I. Senat war der Auffassung, der betriebliche Charakter der Informationsreise werde durch den anschlie&szlig;enden privaten Aufenthalt nicht in Frage gestellt, und zwar selbst dann nicht, wenn der private Aufenthalt zeitlich den betrieblichen &uuml;berschreite. Ma&szlig;gebend sei, dass der private Teil der Reise f&uuml;r die gesamte Reise nicht urs&auml;chlich gewesen und von dem betrieblichen Reiseabschnitt klar abgrenzbar sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Beschluss des Gro&szlig;en Senats vom 27. November 1978 GrS 8\/77 (BFHE 126, 533, BStBl II 1979, 213)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gro&szlig;e Senat beantwortete mit seinem Beschluss in BFHE 126, 533, BStBl II 1979, 213 die ihm vorgelegten Rechtsfragen wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>1. Aufwendungen f&uuml;r die Teilnahme an einer Auslandsgruppenreise zu Informationszwecken sind keine Betriebsausgaben oder Werbungskosten, wenn<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>a) sie nicht objektiv durch den Betrieb (Beruf) des Steuerpflichtigen veranlasst sind, insbesondere wenn mit der Reise programmgem&auml;&szlig; auch ein allgemein-touristisches Interesse befriedigt wird, das nicht von untergeordneter Bedeutung ist,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>b) au&szlig;erhalb des Gruppenprogramms mit der Gruppenreise ein Privataufenthalt verbunden wird, dem im Rahmen der Gesamtreise mehr als nur untergeordnete Bedeutung zukommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>2. Ist die Gesamtreise (1.) als nicht betrieblich (beruflich) veranlasst zu beurteilen, sind einzelne abgrenzbare Aufwendungen, die ausschlie&szlig;lich betrieblich (beruflich) veranlasst sind, als Betriebsausgaben (Werbungskosten) abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gro&szlig;e Senat hat damals ausgef&uuml;hrt: Eine Auslandsgruppenreise sei insgesamt und als Einheit zu beurteilen, weil die einzelnen Teile einer solchen Reise von der Organisation und der Durchf&uuml;hrung her nur im Zusammenhang gesehen werden k&ouml;nnten. K&ouml;nnten Aufwendungen f&uuml;r eine Auslandsgruppenreise, die teils aus privaten, teils aus beruflichen Erw&auml;gungen durchgef&uuml;hrt worden sei, steuerlich abgesetzt werden, w&uuml;rden dem Aufteilungsverbot zuwider Aufwendungen, die auch der Lebensf&uuml;hrung dienten, steuerlich abgezogen. Nach Wortlaut, Sinn und Zweck des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG sei eine Aufteilung teils beruflich, teils privat veranlasster Aufwendungen selbst dann ausgeschlossen, wenn die Aufteilung &quot;wenigstens theoretisch in quantitativ messbare Abschnitte&quot; m&ouml;glich w&auml;re, der Umfang der einzelnen Teile an einer Reise aber nicht feststellbar und nicht nach objektiven Ma&szlig;st&auml;ben nachpr&uuml;fbar sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ergebe die Gesamtbeurteilung, dass auch private Reiseinteressen vorgelegen h&auml;tten, sei regelm&auml;&szlig;ig die betriebliche (berufliche) Veranlassung der gesamten Auslandsgruppenreise zu verneinen. Das Aufteilungsverbot des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG verbiete es, auf das einfache &Uuml;berwiegen des einen (privaten) oder des anderen (betrieblichen, beruflichen) Zwecks abzustellen. Die Abziehbarkeit von Aufwendungen k&ouml;nne nur dann in vollem Umfang anerkannt werden, wenn die F&ouml;rderung des Betriebs (Berufs) bei weitem &uuml;berwiege und die Lebensf&uuml;hrung ganz in den Hintergrund trete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verbindung zwischen einer Gruppenreise, die noch nicht als privat veranlasst zu beurteilen w&auml;re, mit einem Privataufenthalt spreche regelm&auml;&szlig;ig f&uuml;r die private Veranlassung der gesamten Reise, weil beide Teile der Reise im Zusammenhang miteinander geplant und durchgef&uuml;hrt sowie insbesondere die Bef&ouml;rderungskosten f&uuml;r beide Teile aufgewendet w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Aufteilung von Fahrtkosten einer Reise, bei der Gesichtspunkte der Lebensf&uuml;hrung eine nicht ganz untergeordnete Rolle gespielt h&auml;tten, sei in aller Regel ausgeschlossen. Aufwendungen der einheitlich zu w&uuml;rdigenden Reise fielen unter das Aufteilungs- und Abzugsverbot. Aus den Aufwendungen einer insgesamt als privat zu beurteilenden Reise d&uuml;rften deshalb nicht einzelne Aufwendungen herausgel&ouml;st und ihrerseits als betrieblich anerkannt werden. Derartige Kosten entst&uuml;nden f&uuml;r die als Einheit zu behandelnde (private) Reise und seien mangels objektiver, leicht nachpr&uuml;fbarer Umst&auml;nde nicht aufteilbar. Dies gelte selbst dann, wenn einzelne Reiseabschnitte &#8211;isoliert betrachtet&#8211; als betrieblich veranlasst angesehen werden k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jedoch k&ouml;nnten einzelne Aufwendungen, die zus&auml;tzlich zu den Aufwendungen f&uuml;r eine als privat zu beurteilende Reise entst&uuml;nden und die ausschlie&szlig;lich betrieblich (beruflich) veranlasst seien, als Betriebsausgaben (Werbungskosten) anerkannt werden. Dagegen seien alle Aufwendungen, die auch ohne den einzelnen betrieblichen (beruflichen) Anlass entstanden w&auml;ren, nicht als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>81<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Weitere Entwicklungen in der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zu Reiseaufwendungen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>82<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die weitere Entwicklung der Rechtsprechung verlief wie folgt: Der BFH teilte im Anschluss an den Beschluss des Gro&szlig;en Senats in BFHE 126, 533, BStBl II 1979, 213 die Kosten der An- und Abreise, auch wenn die Reise sowohl beruflich genutzte als auch privat genutzte Zeitanteile enthielt, nicht auf; vielmehr lie&szlig; er die Reisekosten entweder ganz (dazu nachfolgend aa) oder aber gar nicht (dazu nachfolgend bb) zum Abzug als Betriebsausgaben oder Werbungskosten zu. In j&uuml;ngerer Zeit kam es sodann zu einer Akzentverschiebung in der Rechtsprechung in Richtung einer weitergehenden Abziehbarkeit von Reiseaufwendungen (dazu nachfolgend cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>83<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bereits unmittelbar nach der Entscheidung des Gro&szlig;en Senats in BFHE 126, 533, BStBl II 1979, 213 best&auml;tigte der IV. Senat ein FG-Urteil, das die Aufwendungen eines Facharztes f&uuml;r eine 28-t&auml;gige S&uuml;dafrika-Reise, auf der lediglich 15 Tage den beruflichen Interessen des Kl&auml;gers gedient hatten, vollst&auml;ndig als Betriebsausgaben anerkannt hatte; der IV. Senat f&uuml;hrte dazu aus, die f&uuml;r Auslandsgruppenreisen geltenden Erw&auml;gungen des Gro&szlig;en Senats lie&szlig;en sich nicht ohne weiteres auf Reisen &uuml;bertragen, denen offensichtlich ein unmittelbarer betrieblicher Anlass zugrunde liege (Urteil vom 12. April 1979 IV R 106\/77, BFHE 127, 533, BStBl II 1979, 513; vgl. ferner Urteile vom 15. Dezember 1982 I R 73\/79, BFHE 138, 40, BStBl II 1983, 409; vom 13. Dezember 1984 VIII R 296\/81, BFHE 143, 53, BStBl II 1985, 325; vom 16. Oktober 1986 IV R 138\/83, BFHE 148, 262, BStBl II 1987, 208 &#8211; Reise einer Kunstmalerin zu den Seychellen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>84<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Demgegen&uuml;ber lie&szlig; der BFH in zahlreichen anderen F&auml;llen Reisekosten trotz beruflicher Mitveranlassung insgesamt nicht zum Abzug zu (Urteile vom 13. Februar 1980 I R 178\/78, BFHE 130, 48, BStBl II 1980, 386 &#8211; Studienreisen eines Herstellers und Vertreibers von orthop&auml;dischen Hilfsmitteln; vom 8. Juli 1988 VI R 118\/86, BFH\/NV 1989, 93 &#8211; T&uuml;rkeireise einer Berufsschullehrerin, die fast ausschlie&szlig;lich t&uuml;rkische Sch&uuml;lerinnen unterrichtet; vom 14. Juli 1988 IV R 57\/87, BFHE 154, 312, BStBl II 1989, 19 &#8211; Steuerberater-Symposium auf der &quot;Finnjet&quot;; vom 1. Dezember 1989 VI R 135\/86, BFH\/NV 1990, 558; vom 8. August 1991 VI R 161\/87, BFH\/NV 1992, 100 &#8211; jeweils Studienreise eines Lehrers in die DDR; vom 7. September 1990 VI R 110\/87, BFH\/NV 1991, 232; vom 24. Oktober 1991 VI R 134\/87, BFH\/NV 1992, 240; vom 14. Mai 1993 VI R 29\/92, BFH\/NV 1993, 653 &#8211; jeweils vom Dienstherrn genehmigte Auslandsstudienreise von Referendaren; vom 27. M&auml;rz 1991 VI R 51\/88, BFHE 164, 75, BStBl II 1991, 575 &#8211; von der Hochschule genehmigte Auslandsstudienreise eines Geographieprofessors; vom 2. M&auml;rz 1995 IV R 59\/94, BFH\/NV 1995, 959 &#8211; Fortbildungsveranstaltung f&uuml;r Rechtsanw&auml;lte in Sils Maria; vom 21. August 1995 VI R 47\/95, BFHE 179, 37, BStBl II 1996, 10 &#8211; Englandreise einer Englischlehrerin; vom 29. November 2006 VI R 36\/02, BFH\/NV 2007, 681 &#8211; Israelreise einer Religionslehrerin mit dem Schulkollegium).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>85<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Eine Modifizierung der vom Gro&szlig;en Senat in BFHE 126, 533, BStBl II 1979, 213 entwickelten Ma&szlig;st&auml;be vollzog sich mit dem BFH-Urteil vom 23. April 1992 IV R 27\/91 (BFHE 168, 254, BStBl II 1992, 898): Danach steht dem Betriebsausgabenabzug der Kosten f&uuml;r die Teilnahme an einer beruflichen Fortbildungsveranstaltung nicht entgegen, dass dieser Veranstaltung ein Urlaubsaufenthalt an demselben Ort vorangeht; die Kosten der Reise zum Veranstaltungsort und zur&uuml;ck einschlie&szlig;lich Reisenebenkosten k&ouml;nnen in diesem Fall jedoch ebenso wie die Kosten des Urlaubsaufenthalts nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden (vgl. ferner BFH-Urteile vom 23. Januar 1997 IV R 39\/96, BFHE 182, 536, BStBl II 1997, 357; vom 18. Mai 2005 VIII R 43\/03, BFH\/NV 2005, 2174).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>86<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Des Weiteren f&uuml;hrte der X. Senat im Urteil vom 26. November 1997 X R 146\/94 (BFH\/NV 1998, 961) aus, die f&uuml;r die einkommensteuerrechtliche Zuordnung einer Auslandsreise erforderliche Gesamtbeurteilung k&ouml;nne auch im Fall des zweiw&ouml;chigen Japanaufenthalts einer mehrk&ouml;pfigen Familie f&uuml;r ein Familienmitglied einen unmittelbar betrieblichen Anlass (z.B. Abschluss eines wichtigen Vertrages) ergeben, der es ausnahmsweise erlaube, famili&auml;re Aspekte und touristische Begleitumst&auml;nde der Unternehmung insoweit in den Hintergrund treten zu lassen und den damit verbundenen Aufwand (hier An- und Abreisekosten) dieser Person anteilig als Betriebsausgaben anzuerkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>87<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sodann &auml;nderte der VI. Senat mit R&uuml;cksicht auf das Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaften vom 28. Oktober 1999 Rs. C-55\/98 (EuGHE I-1999, 7641 &#8211; Vestergaard) seine Rechtsprechung zu Sprachkursen im Ausland: Danach kann abweichend von der bisherigen Rechtsprechung bei einem Sprachkurs in einem anderen Mitgliedsstaat der Europ&auml;ischen Union nicht mehr typischerweise unterstellt werden, dass dieser wegen der jeder Auslandsreise innewohnenden touristischen Elemente eher Ber&uuml;hrungspunkte zur privaten Lebensf&uuml;hrung aufweist als ein Inlandssprachkurs (Urteil vom 13. Juni 2002 VI R 168\/00, BFHE 199, 347, BStBl II 2003, 765 &#8211; Sprachkurs in S&uuml;dfrankreich mit unterrichtsfreien Nachmittagen). Auch im &Uuml;brigen fand in der Rechtsprechung des VI. Senats eine Akzentverschiebung statt. Danach ist nicht mehr erforderlich, dass die Verfolgung privater Interessen nahezu ausgeschlossen oder von ganz untergeordneter Bedeutung ist. Reisekosten sind vielmehr in der Regel schon dann vollst&auml;ndig abziehbar, wenn der Reise ein unmittelbarer beruflicher Anlass zugrunde liegt und die Verfolgung privater Reiseinteressen nicht den Schwerpunkt der Reise bildet (BFH-Urteil vom 27. August 2002 VI R 22\/01, BFHE 200, 250, BStBl II 2003, 369, m.w.N. &#8211; Teilnahme einer wissenschaftlichen Hilfskraft an einem Universit&auml;tsinstitut f&uuml;r Geographie an einer Exkursion in die USA &quot;Nationalparks und Naturkunde des Wilden Westens&quot;; vgl. auch BFH-Urteile vom 19. Dezember 2005 VI R 63\/01, BFH\/NV 2006, 728; VI R 88\/02, BFH\/NV 2006, 730; VI R 65\/04, BFH\/NV 2006, 1075; VI R 89\/02, BFH\/NV 2006, 934 &#8211; Sprachkurs in Andalusien im Mai; vom 22. Juni 2006 VI R 61\/02, BFHE 213, 566, BStBl II 2006, 782; vom 11. Januar 2007 VI R 8\/05, BFHE 216, 325, BStBl II 2007, 457; vom 22. Juli 2008 VI R 2\/07, BFH\/NV 2008, 1837 &#8211; Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer in Meran mit ganzt&auml;gigen Exkursionen zum Monte Baldo und zur Seiser Alpe). Der Grundsatz, dass die Kosten der An- und Abreise nur einheitlich entweder ganz oder gar nicht abziehbar sind, blieb indes bisher unver&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>88<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Auffassungen im Schrifttum<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>89<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der &uuml;berwiegenden Auffassung im Schrifttum l&auml;sst sich aus &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG kein allgemeines Aufteilungs- und Abzugsverbot ableiten (Arndt, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect; 12 Rz B 3 ff.; Nolde in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect; 12 EStG Rz 67; Schmidt\/Drenseck, EStG, 28. Aufl., &sect; 12 Rz 14 ff.; Schmieszek in Bordewin\/Brandt, &sect; 12 EStG Rz 97; Cla&szlig;en in Lademann, EStG, &sect; 12 EStG Rz 23 ff.; Bl&uuml;mich\/Lindberg, &sect; 12 EStG Rz 53; Kurzeja in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect; 12 Rz 130 ff.; D&uuml;rr in Frotscher, EStG, 6. Aufl., Freiburg 1998 ff., &sect; 12 Rz 48; Rundshagen in Korn, &sect; 12 EStG Rz 24; Birk, Steuerrecht, 12. Aufl., &sect; 5 Rz 967 ff., 1019 ff.; Jakob, Einkommensteuer, 4. Aufl. 2008, Rz 219 ff.; Lang in Tipke\/Lang, Steuerrecht, 20. Aufl., &sect; 9 Rz 243 ff.; Tiedtke, Einkommensteuer- und Bilanzsteuerrecht, 2. Aufl. 1995, 466; Tipke, Die Steuerrechtsordnung, Bd. II, 2. Aufl., K&ouml;ln 2003, 769; Eisendick, Das Aufteilungs- und Abzugsverbot, Diss., Bochum 1993, Frankfurt a.M. u.a. 1995; Scheich, Das Abzugsgebot und -verbot gemischter Aufwendungen, M&uuml;nchen 1996; Ehlers, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 1973, 269; Tipke, StuW 1979, 193, 203 ff.; S&ouml;hn, Deutsche Steuerjuristische Gesellschaft &#8211;DStJG&#8211; 3, 1980, 13, 51 ff.; Ruppe, DStJG 3, 1980, 103, 139 ff.; Gorski, Deutsche Steuer-Zeitung 1981, 111, 113; Wassermeyer, StuW 1981, 245; Kottke, DStR 1992, 129; Kruse, Festschrift f&uuml;r Klaus Offerhaus, K&ouml;ln 1999, 491, 496; Wissenschaftlicher Beirat der Ernst &#038; Young AG, BB 2004, 1024, 1028 ff.; Strahl, K&ouml;lner Steuerdialog &#8211;K&Ouml;SDI&#8211; 2004, 14019; Offerhaus, DStR 2005, 446; Weber, StuW 2009, 184, 194).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>90<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der bisherigen Rechtsprechung zum Aufteilungs- und Abzugsverbot folgen hingegen G&ouml;rlich, Der Betrieb 1979, 711, 713; D&#8217;Avis in Dankmeyer\/Giloy, Einkommensteuer, &sect; 12 Rz 26; V&ouml;llmeke, DStR 1995, 745; Crezelius, Steuerrecht II, Die einzelnen Steuerarten, 2. Aufl., &sect; 9 Rz 4; von Sicherer, Einkommensteuer, 1998, 72; Seiler in Kirchhof, EStG, 8. Aufl., &sect; 12 Rz 3.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>91<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Auffassung des Gro&szlig;en Senats<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>92<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gro&szlig;e Senat folgt im Grundsatz der Auffassung des vorlegenden Senats. Aufwendungen f&uuml;r die Hin- und R&uuml;ckreise bei gemischt beruflich (betrieblich) und privat veranlassten Reisen k&ouml;nnen grunds&auml;tzlich in abziehbare Werbungskosten oder Betriebsausgaben und nicht abziehbare Aufwendungen f&uuml;r die private Lebensf&uuml;hrung nach Ma&szlig;gabe der beruflich und privat veranlassten Zeitanteile der Reise aufgeteilt werden, wenn die beruflich veranlassten Zeitanteile feststehen und nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Das unterschiedliche Gewicht der verschiedenen Veranlassungsbeitr&auml;ge kann es jedoch im Einzelfall erfordern, einen anderen Aufteilungsma&szlig;stab heranzuziehen oder ganz von einer Aufteilung abzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>93<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. a) Bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte sind Aufwendungen als Werbungskosten (&sect; 9 Abs. 1 Satz 1 EStG) oder Betriebsausgaben (&sect; 4 Abs. 4 EStG) abzuziehen, wenn sie durch die Eink&uuml;nfteerzielung veranlasst sind. Eine solche Veranlassung ist dann gegeben, wenn die Aufwendungen mit der Eink&uuml;nfteerzielung objektiv zusammenh&auml;ngen und ihr subjektiv zu dienen bestimmt sind, d.h. wenn sie in wirtschaftlichem Zusammenhang mit einer der Einkunftsarten des Einkommensteuergesetzes stehen (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats in BFHE 161, 290, BStBl II 1990, 817, unter C. II. 2., m.w.N.). Pr&auml;gend f&uuml;r das Einkommensteuergesetz ist die Unterscheidung zwischen der durch die einzelnen Einkunftsarten definierten Erwerbssph&auml;re und der Sph&auml;re der Einkommensverwendung. Demgem&auml;&szlig; bedarf es der Trennung zwischen den den jeweiligen Eink&uuml;nften zuzuordnenden Erwerbsaufwendungen (Betriebsausgaben, Werbungskosten) einerseits und den &#8211;grunds&auml;tzlich nicht abziehbaren&#8211; Kosten der Lebensf&uuml;hrung andererseits. Nach dem Regelungsziel des Einkommensteuergesetzes sind Aufwendungen dann als durch eine Einkunftsart veranlasst anzusehen, wenn sie hierzu in einem steuerrechtlich anzuerkennenden wirtschaftlichen Zusammenhang stehen. Ma&szlig;geblich daf&uuml;r, ob ein solcher Zusammenhang besteht, ist zum einen die &#8211;wertende&#8211; Beurteilung des die betreffenden Aufwendungen &quot;ausl&ouml;senden Moments&quot;, zum anderen dessen Zuweisung zur einkommensteuerrechtlich relevanten Erwerbssph&auml;re. Ergibt diese Pr&uuml;fung, dass die Aufwendungen nicht oder in nur unbedeutendem Ma&szlig;e auf privaten, der Lebensf&uuml;hrung des Steuerpflichtigen zuzurechnenden Umst&auml;nden beruhen, so sind sie als Betriebsausgaben oder Werbungskosten grunds&auml;tzlich abzuziehen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats in BFHE 161, 290, BStBl II 1990, 817, unter C. II. 2. b aa und bb). Beruhen die Aufwendungen hingegen nicht oder in nur unbedeutendem Ma&szlig;e auf beruflichen Umst&auml;nden, so sind sie nicht abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>94<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die gesetzlichen Abzugstatbest&auml;nde f&uuml;r Betriebsausgaben und Werbungskosten sind Ausdruck des objektiven Nettoprinzips, nach dem der Steuergesetzgeber die f&uuml;r die Lastengleichheit im Einkommensteuerrecht u.a. ma&szlig;gebliche objektive finanzielle Leistungsf&auml;higkeit bemisst. Danach unterliegt der Einkommensteuer grunds&auml;tzlich nur das Nettoeinkommen, n&auml;mlich der Saldo aus den Erwerbseinnahmen einerseits und den (betrieblichen\/ beruflichen) Erwerbsaufwendungen andererseits. Das objektive Nettoprinzip hat verfassungsrechtliche Bedeutung vor allem im Zusammenhang mit den Anforderungen an die hinreichende Folgerichtigkeit bei der n&auml;heren Ausgestaltung der gesetzgeberischen Grundentscheidungen (st. Rspr., vgl. zuletzt Urteil des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 9. Dezember 2008&nbsp;&nbsp;2 BvL 1\/07, 2 BvL 2\/07, 2 BvL 1\/08, 2 BvL 2\/08, BVerfGE 122, 210, unter C. I. 3.). Daneben ist das objektive Nettoprinzip bei der Rechtsanwendung als Auslegungsrichtschnur heranzuziehen (vgl. z.B. Beschl&uuml;sse des Gro&szlig;en Senats vom 30. Januar 1995 GrS 4\/92, BFHE 176, 267, BStBl II 1995, 281, unter C. III. 1.; vom 23. August 1999 GrS 1\/97, BFHE 189, 151, BStBl II 1999, 778, unter C. II. 2. b; BFH-Urteil vom 29. April 2008 VIII R 98\/04, BFHE 221, 129, BStBl II 2008, 749).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>95<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ob und inwieweit Aufwendungen f&uuml;r eine Reise in wirtschaftlichem Zusammenhang mit einer Einkunftsart stehen, h&auml;ngt von den Gr&uuml;nden ab, aus denen der Steuerpflichtige die Reise oder verschiedene Teile einer Reise unternimmt. Die Gr&uuml;nde bilden das &quot;ausl&ouml;sende Moment&quot;, das den Steuerpflichtigen bewogen hat, die Reisekosten zu tragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>96<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Gr&uuml;nde des Steuerpflichtigen f&uuml;r eine bestimmte Reise sind anhand der gesamten Umst&auml;nde des jeweiligen Einzelfalles zu ermitteln; das ist grunds&auml;tzlich Aufgabe der Finanzgerichte als Tatsacheninstanz (vgl. &sect; 118 Abs. 2 FGO). Lassen sich keine Gr&uuml;nde feststellen, die eine berufliche Veranlassung der Reise belegen, gehen entsprechende Zweifel zu Lasten des Steuerpflichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>97<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Seit der Entscheidung in PrOVGE 10, 86 ist in der Rechtsprechung anerkannt, dass eine unbedeutende private Mitveranlassung dem vollst&auml;ndigen Abzug von Betriebsausgaben oder Werbungskosten nicht entgegensteht und dass umgekehrt eine unbedeutende berufliche Mitveranlassung von Aufwendungen f&uuml;r die Lebensf&uuml;hrung keinen Betriebsausgaben- oder Werbungskostenabzug er&ouml;ffnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>98<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Enth&auml;lt eine Reise abgrenzbare berufliche und private Veranlassungsbeitr&auml;ge, die jeweils nicht von v&ouml;llig untergeordneter Bedeutung sind (z.B. einer beruflich veranlassten Reise wird ein Urlaub hinzugef&uuml;gt), so erfordert es das Nettoprinzip, den beruflich veranlassten Teil der Reisekosten zum Abzug zuzulassen. Der Umfang des beruflichen Kostenanteils ist notfalls zu sch&auml;tzen (vgl. im Grundsatz bereits Entscheidung in PrOVGE 10, 86).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>99<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Reisekosten, die sowohl den beruflichen als auch den privaten Reiseteil betreffen (z.B. Kosten der Hin- und R&uuml;ckreise zu einem Auslandsaufenthalt, der berufliche und private Teile umfasst), sind zur Umsetzung des Nettoprinzips ebenfalls aufzuteilen. Insoweit gelten die Grunds&auml;tze sinngem&auml;&szlig;, die die Rechtsprechung bereits zum Abzug fixer PKW-Kosten und der Telefongrundgeb&uuml;hr entwickelt hat (BFH-Urteile in BFHE 58, 120, BStBl III 1953, 337; in BFHE 132, 63, BStBl II 1981, 131).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>100<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Vorschrift des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG steht einer Aufteilung von gemischt veranlassten, aber anhand ihrer beruflichen und privaten Anteile trennbaren Reisekosten nicht entgegen. Der Gro&szlig;e Senat ist nach erneuter &Uuml;berpr&uuml;fung der Auffassung, dass &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG kein allgemeines Aufteilungs- und Abzugsverbot normiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>101<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) F&uuml;r einen engen Anwendungsbereich spricht bereits der Wortlaut der Vorschrift. Gem&auml;&szlig; &sect; 12 Nr. 1 Satz 1 EStG d&uuml;rfen die f&uuml;r den Haushalt des Steuerpflichtigen und f&uuml;r den Unterhalt seiner Familienangeh&ouml;rigen aufgewendeten Betr&auml;ge bei der Einkommensermittlung nicht abgezogen werden. Dazu geh&ouml;ren nach &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG auch die Aufwendungen f&uuml;r die Lebensf&uuml;hrung, die die wirtschaftliche oder gesellschaftliche Stellung des Steuerpflichtigen mit sich bringt, auch wenn sie zur F&ouml;rderung des Berufs oder der T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen erfolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>102<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ankn&uuml;pfung &quot;dazu geh&ouml;ren&quot; stellt einen Zusammenhang her zwischen den in Satz 2 der Vorschrift genannten Lebensf&uuml;hrungsaufwendungen und den Aufwendungen im Sinne des Satzes 1 der Vorschrift (Aufwendungen f&uuml;r Haushalt und Unterhalt der Familie). Zudem gilt Satz 2 der Vorschrift nach seinem Wortlaut keineswegs f&uuml;r alle, sondern nur f&uuml;r solche Lebensf&uuml;hrungsaufwendungen, die die wirtschaftliche oder gesellschaftliche Stellung des Steuerpflichtigen mit sich bringt (vgl. Enno Becker, Die Grundlagen der Einkommensteuer, M&uuml;nchen\/ Berlin 1940, &sect; 11 S. 15: &quot;Was ist man seiner Stellung schuldig?&quot;). Derartige ihrer Natur nach private Aufwendungen werden nicht dadurch zu abziehbaren Betriebsausgaben oder Werbungskosten, dass sie zur F&ouml;rderung des Berufs dienen. Weiter reicht der Anwendungsbereich der Vorschrift des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG nach ihrem Wortlaut nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>103<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das aus dem Wortlaut zu entnehmende Auslegungsergebnis wird durch den aus der Entstehungsgeschichte abzuleitenden Gesetzeszweck best&auml;tigt. Die Gesetzesbegr&uuml;ndung lautet (RStBl 1935, 33, 41):<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>104<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>&quot;&sect; 12 gilt f&uuml;r s&auml;mtliche Einkunftsarten. In Ziffer 1 sind &#8211; entsprechend der Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs &#8211; als nicht abzugsf&auml;hig auch aufgef&uuml;hrt die Aufwendungen f&uuml;r die Lebensf&uuml;hrung, die die wirtschaftliche oder gesellschaftliche Stellung des Steuerpflichtigen mit sich bringt, auch wenn sie zur F&ouml;rderung des Berufs oder der T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen erfolgen. Damit ist klargestellt, dass die sogenannten Repr&auml;sentationsaufwendungen nur dann zu den Betriebsausgaben oder zu den Werbungskosten gerechnet werden k&ouml;nnen, wenn sie ausschlie&szlig;lich zur &#8230; beruflichen &#8230; T&auml;tigkeit geh&ouml;ren und nichts mit dem Privatleben zu tun haben. Wenn bei Repr&auml;sentationsaufwendungen private und berufliche Gr&uuml;nde zusammenwirken und eine Trennung nicht erfolgen kann, sind die Ausgaben nicht abzugsf&auml;hig.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>105<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie daraus hervorgeht, bezweckt die Vorschrift, die Rechtsprechung des RFH zu den so genannten Repr&auml;sentationsaufwendungen umzusetzen. Der RFH hatte f&uuml;r Repr&auml;sentationsaufwendungen wegen der Schwierigkeiten der Abgrenzung zwischen Lebenshaltungskosten und Werbungskosten zwar der Nichtabziehbarkeit von Lebenshaltungskosten den Vorrang einger&auml;umt (Urteile in RFHE 27, 82; in StuW 1931 Bd. II, Sp. 1305; in RStBl 1931, 108; 1932, 727; 1933, 811). Er hatte indes einen beruflich veranlassten Mehraufwand zum Abzug zugelassen (Urteile in StuW 1928 Bd. II, Sp. 312; in RStBl 1930, 265; 1931, 6; 1931, 905; 1931, 921; 1932, 727). Der berufliche Kostenanteil war notfalls durch Sch&auml;tzung zu ermitteln (Urteile in StuW 1928 Bd. II, Sp. 312; in RStBl 1931, 6; 1931, 905). Ferner verdeutlicht die Gesetzesbegr&uuml;ndung, dass ein Abzugsverbot nur dann bestehen soll, wenn private und berufliche Gr&uuml;nde so zusammenwirken, dass eine Trennung nicht m&ouml;glich ist. Ein allgemeines Aufteilungsverbot l&auml;sst sich daraus gerade nicht herleiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>106<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dieses Auslegungsergebnis steht im Einklang mit der bisherigen Rechtsprechung, die bereits in zahlreichen (als Ausnahmen bezeichneten) F&auml;llen eine Aufteilung gemischter Aufwendungen f&uuml;r geboten erachtet hat und derentwegen im Schrifttum zu Recht von einer &quot;Perforation des Aufteilungsverbots&quot; gesprochen wird (Kruse, Festschrift f&uuml;r Klaus Offerhaus, K&ouml;ln 1999, 491, 496). Zu Unrecht macht das BMF in seiner Stellungnahme geltend, diese differenzierende Behandlung sei auf die Eigenart der betreffenden Lebenssachverhalte zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. So sind z.B. f&uuml;r fixe PKW-Kosten, Telefongrundgeb&uuml;hren, Versicherungsbeitr&auml;ge und Betriebskosten einer Waschmaschine keine besonderen Eigenarten erkennbar, die im Vergleich zu anderen gemischten Aufwendungen eine Aufteilung einfacher oder nach dem Ma&szlig;stab des Nettoprinzips sachgerechter erscheinen lie&szlig;en. Vielmehr tragen die zahlreichen Ausnahmen in der Rechtsprechung zur Rechtsunsicherheit bei und lassen die Auswahl der Fallgruppen, f&uuml;r die die Rechtsprechung am Aufteilungs- und Abzugsverbot festgehalten hat, eher willk&uuml;rlich erscheinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>107<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Allerdings hat der Gro&szlig;e Senat seinerzeit in seinem Beschluss in BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17 ausgef&uuml;hrt, das von ihm in &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG verortete Aufteilungsverbot diene in erster Linie der steuerlichen Gerechtigkeit. Es solle verhindern, dass Steuerpflichtige durch eine mehr oder weniger zuf&auml;llige oder bewusst herbeigef&uuml;hrte Verbindung von beruflichen und privaten Erw&auml;gungen Aufwendungen f&uuml;r ihre Lebensf&uuml;hrung nur deshalb zum Teil in einen einkommensteuerlich relevanten Bereich verlagern k&ouml;nnten, weil sie einen entsprechenden Beruf h&auml;tten, w&auml;hrend andere Steuerpflichtige gleichartige Aufwendungen aus versteuerten Eink&uuml;nften decken m&uuml;ssten. Dazu hat das BMF in diesem Verfahren erg&auml;nzend ausgef&uuml;hrt, die Gerechtigkeitserw&auml;gungen, die der bisherigen Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats zugrunde gelegen h&auml;tten, seien gerade f&uuml;r Reisekosten von hoher Bedeutung, weil sich die M&ouml;glichkeit, an Reisen mit beruflichen Ber&uuml;hrungspunkten teilzunehmen, f&uuml;r einzelne Berufsgruppen ganz unterschiedlich darstelle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>108<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gro&szlig;e Senat h&auml;lt nach erneuter &Uuml;berpr&uuml;fung an seiner fr&uuml;heren Argumentation nicht mehr fest. Ein aus &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG folgendes Aufteilungsverbot l&auml;sst sich nicht aus dem Grundsatz der Steuergerechtigkeit ableiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>109<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Begriff der Steuergerechtigkeit (als Rechtsbegriff) bedeutet, dass im Interesse verfassungsrechtlich gebotener steuerlicher Lastengleichheit darauf abgezielt werden muss, Steuerpflichtige bei gleicher Leistungsf&auml;higkeit auch gleich hoch zu besteuern (horizontale Steuergerechtigkeit), w&auml;hrend (in vertikaler Richtung) die Besteuerung h&ouml;herer Einkommen im Vergleich mit der Besteuerung niedrigerer Einkommen angemessen gestaltet werden muss (vgl. BVerfG-Urteil in BVerfGE 122, 210; BFH-Urteil vom 26. November 2008 X R 15\/07, BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710; vgl. BVerfG-Beschluss vom 29. Mai 1990&nbsp;&nbsp;1 BvL 20, 26\/84 und 4\/86, BVerfGE 82, 60, BStBl II 1990, 653, unter C. III. 3. c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>110<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem vom Gro&szlig;en Senat in BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17 formulierten Argument, es m&uuml;sse verhindert werden, dass Steuerpflichtige Aufwendungen f&uuml;r ihre Lebensf&uuml;hrung zum Teil in den einkommensteuerlich relevanten Bereich verlagern k&ouml;nnten, liegt offenbar der Gedanke zugrunde, es drohe eine ungleiche Belastung (Besserstellung) im Vergleich zu denjenigen Steuerpflichtigen, denen ihr Beruf keine solchen M&ouml;glichkeiten biete. Diese Argumentation &uuml;bersieht jedoch, dass diese Gefahr dann nicht besteht, wenn aufteilbare Aufwendungen tats&auml;chlich aufgeteilt und nur die beruflich veranlassten Kostenanteile abgezogen werden. Der Steuerpflichtige, dem derartige Aufwendungen entstanden sind, wird auf diese Weise zutreffend nach seiner Leistungsf&auml;higkeit besteuert. Der Steuerpflichtige hingegen, dem keine solchen beruflichen Kostenanteile entstanden sind, ist durch den in seinem Fall nicht erforderlichen Abzug nicht benachteiligt. Im &Uuml;brigen kann Steuerpflichtigen der Abzug von Betriebsausgaben oder Werbungskosten nicht mit der Begr&uuml;ndung versagt werden, ihr Beruf erfordere Aufwendungen, die f&uuml;r andere Steuerpflichtige Privataufwendungen sind. So ist z.B. ein Hobby-Skil&auml;ufer nicht dadurch benachteiligt, dass f&uuml;r den Berufs-Skilehrer die neu angeschafften Skier Arbeitsmittel i.S. von &sect; 9 Abs. 1 Nr. 6 EStG sind. Und so ist auch ein IT-Fachmann, der &#8211;wie im Ausgangsverfahren vom FG festgestellt&#8211; aus beruflichen Gr&uuml;nden eine Messe der IT-Industrie in den USA besucht, gegen&uuml;ber einem Touristen nicht sachwidrig privilegiert, sondern wird vielmehr entsprechend seiner Leistungsf&auml;higkeit besteuert, wenn er nur die Kosten des beruflichen Anteils der Reise, nicht aber auch die des privaten Reiseanteils bei seiner Eink&uuml;nfteermittlung abziehen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>111<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Gebot der Steuergerechtigkeit (Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit) vermag also ein generelles Aufteilungs- und Abzugsverbot, das auch einen zweifelsfrei nachgewiesenen beruflichen Kostenanteil nicht zum Abzug als Betriebsausgaben oder Werbungskosten zul&auml;sst, nicht zu rechtfertigen; vielmehr gebietet das Leistungsf&auml;higkeitsprinzip die Ber&uuml;cksichtigung des beruflichen Anteils durch Aufteilung, notfalls durch Sch&auml;tzung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>112<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch eine Aufteilung wird auch vermieden, dass Aufwendungen insgesamt als beruflich veranlasst anerkannt werden, obwohl sich eine private Mitveranlassung aufdr&auml;ngt. So hat der BFH in manchen F&auml;llen Aufwendungen f&uuml;r Fernreisen insgesamt als beruflich beurteilt, obwohl bei diesen Reisen eine touristische Komponente nahe lag, der besser durch Aufteilung &#8211;ggf. im Wege der Sch&auml;tzung&#8211; h&auml;tte Rechnung getragen werden k&ouml;nnen (vgl. insbesondere Urteile in BFHE 127, 533, BStBl II 1979, 513 &#8211; S&uuml;dafrikareise eines Facharztes; in BFHE 148, 262, BStBl II 1987, 208 &#8211; Reise einer Kunstmalerin zu den Seychellen; in BFH\/NV 2008, 1837 &#8211; Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer in Meran mit ganzt&auml;gigen Exkursionen zum Monte Baldo und zur Seiser Alpe).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>113<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Des Weiteren hat der Gro&szlig;e Senat in BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17 das Aufteilungsverbot damit gerechtfertigt, die Vorschrift des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG wolle im Interesse der steuerlichen Gerechtigkeit verhindern, dass Aufwendungen f&uuml;r die Lebensf&uuml;hrung als vom Steuerpflichtigen durch den Betrieb veranlasst dargestellt w&uuml;rden, ohne dass f&uuml;r das FA die M&ouml;glichkeit bestehe, diese Angaben nachzupr&uuml;fen und die tats&auml;chliche berufliche oder private Veranlassung festzustellen. Das BMF hat in seiner Stellungnahme dazu erg&auml;nzend ausgef&uuml;hrt, die Abgrenzung von beruflichen und privaten Ber&uuml;hrungspunkten bei Reisen, insbesondere bei Auslandsreisen, sei h&auml;ufig schwierig und h&auml;nge vom Geschick der Darstellung durch den Steuerpflichtigen ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>114<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch insoweit h&auml;lt der Gro&szlig;e Senat nach erneuter &Uuml;berpr&uuml;fung an seiner fr&uuml;heren Argumentation nicht mehr fest. Bestehen nach Aussch&ouml;pfung der im Einzelfall angezeigten Ermittlungsma&szlig;nahmen des FA (oder im Gerichtsverfahren des FG) und der gebotenen Mitwirkung des Steuerpflichtigen weiterhin gewichtige Zweifel, dass den als Betriebsausgaben oder Werbungskosten geltend gemachten Aufwendungen eine berufliche Veranlassung zugrunde liegt, so kommt f&uuml;r die strittigen Aufwendungen schon aus diesem Grund ein Abzug insgesamt nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>115<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bestehen hingegen keine Zweifel daran, dass ein abgrenzbarer Teil der Aufwendungen beruflich veranlasst ist, bereitet seine Quantifizierung aber Schwierigkeiten, so ist dieser Anteil unter Ber&uuml;cksichtigung aller ma&szlig;geblichen Umst&auml;nde zu sch&auml;tzen (&sect; 162 der Abgabenordnung, &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>116<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Auch der Grundsatz der Praktikabilit&auml;t (der gleichm&auml;&szlig;igen Durchf&uuml;hrbarkeit; dazu Tipke, Die Steuerrechtsordnung, Bd. I, 2. Aufl., 2000, 359) der Steuergesetze erfordert es nicht, die Vorschrift des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG weiterhin im Sinne eines allgemeinen Aufteilungs- und Abzugsverbots zu verstehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>117<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings vertritt das BMF in seiner Stellungnahme die Auffassung, der Abzug von Reiseaufwendungen setze voraus, dass sie nach objektiven und einfach nachpr&uuml;fbaren Kriterien unmittelbar dem beruflichen\/betrieblichen Bereich zugeordnet werden k&ouml;nnten. Das sei bei einer nicht unerheblichen privaten Mitveranlassung nicht der Fall. Die beruflichen\/betrieblichen Zeitanteile des Aufenthalts seien wegen der eingeschr&auml;nkten Verifikationsm&ouml;glichkeiten als Aufteilungsma&szlig;stab unbrauchbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>118<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Argumentation vermag sich der Gro&szlig;e Senat nicht anzuschlie&szlig;en. Schon nach der bisherigen &#8211;vom allgemeinen Aufteilungs- und Abzugsverbot gepr&auml;gten&#8211; Rechtsprechung musste die Frage, ob ein Steuerpflichtiger eine Auslandsreise aus betrieblichen (beruflichen) oder privaten Gr&uuml;nden unternommen hat, anhand objektiver Merkmale beurteilt werden; die tats&auml;chlichen Feststellungen dieser Merkmale und ihre Gewichtung (W&uuml;rdigung) f&uuml;r die einzelne Reise waren auch bisher im Einzelfall Aufgabe der Finanz&auml;mter und der Finanzgerichte als der steuergerichtlichen Tatsacheninstanz (Beschluss des Gro&szlig;en Senats in BFHE 126, 533, BStBl II 1979, 213, unter C. II.). Schon bisher galt das allgemeine Aufteilungs- und Abzugsverbot dann nicht, wenn die private Mitveranlassung von ganz untergeordneter Bedeutung war oder wenn eine Aufteilung der Aufwendungen nach objektiven und leicht nachpr&uuml;fbaren Ma&szlig;st&auml;ben m&ouml;glich erschien (Beschluss des Gro&szlig;en Senats in BFHE 100, 309, BStBl II 1971, 17, unter C. II. 6.). So hatte der Gro&szlig;e Senat speziell f&uuml;r Reiseaufwendungen entschieden, die Abgrenzung und Entscheidung, ob (private) Lebenshaltungskosten oder betriebs(berufs-)bedingte Aufwendungen vorliegen, k&ouml;nne bei Auslandsgruppenreisen zu Informationszwecken nur auf Grund einer W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des einzelnen Falles getroffen werden; es sei deshalb in jedem Einzelfall zu pr&uuml;fen, ob und in welchem Umfang private Gr&uuml;nde die Reise (mit-)veranlasst h&auml;tten (Beschluss in BFHE 126, 533, BStBl II 1979, 213, unter C. II. 2). Dabei konnten bisher auch im Falle einer insgesamt als privat gew&uuml;rdigten Reise einzelne Aufwendungen, die ausschlie&szlig;lich betrieblich (beruflich) veranlasst waren, zum Abzug als Betriebsausgaben zugelassen werden. Insoweit war schon in der bisherigen Rechtsprechung eine Aufteilung der Reise nach Zeitanteilen angelegt. Der Gro&szlig;e Senat hatte n&auml;mlich in seinem Beschluss in BFHE 126, 533, BStBl II 1979, 213 (unter C. IV. 2. b) ausgef&uuml;hrt, die Abgrenzbarkeit beruflich veranlasster Reiseaufwendungen sei auch anzuerkennen, wenn ein Steuerpflichtiger w&auml;hrend einer Auslandsgruppenreise in Abweichung von dem Gruppenreiseprogramm an einem Tag z.B. einen Gesch&auml;ftsfreund aufsuche oder eine ausschlie&szlig;lich betrieblich (beruflich) veranlasste Besichtigung in Form eines Abstechers vom Programm durchf&uuml;hre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>119<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach kommen auf der Grundlage der vom Gro&szlig;en Senat nunmehr weiterentwickelten Rechtsauffassung, nach der &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG kein allgemeines Aufteilungs- und Abzugsverbot zu entnehmen ist, die beruflichen und privaten Zeitanteile einer Reise als nahe liegender und sachgerechter Aufteilungsma&szlig;stab in Betracht. Ihre Verifikation ist nicht schwieriger als die umfassende W&uuml;rdigung der einzelnen Merkmale, die aufgrund der bisherigen Rechtsprechung des BFH der Finanzverwaltung und den Finanzgerichten abverlangt worden war. Dies gilt umso mehr, als die Aufteilung auch im Wege der Sch&auml;tzung geschehen kann und im &Uuml;brigen ein Abzug der strittigen Aufwendungen als Betriebsausgaben oder Werbungskosten ohnehin ausscheidet, wenn die berufliche Veranlassung nicht durch zureichende Gr&uuml;nde belegt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>120<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>g) Der Gro&szlig;e Senat ist an einer Abkehr von der bisherigen Rechtsprechung zum Aufteilungs- und Abzugsverbot weder unter dem Aspekt des Gewohnheitsrechts noch im Hinblick auf das Gebot zur Wahrung der Rechtsprechungskontinuit&auml;t gehindert (vgl. dazu Beschluss des Gro&szlig;en Senats vom 17. Dezember 2007 GrS 2\/04, BFHE 220, 129, BStBl II 2008, 608, m.w.N.). Die fr&uuml;here Auslegung des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG konnte sich nicht gewohnheitsrechtlich verfestigen, weil, wie dargelegt, von Anfang an und auf Dauer zahlreiche und gewichtige Stimmen im Schrifttum die Existenz eines gesetzlichen Aufteilungs- und Abzugsverbots bestritten hatten. Auch unter den Gesichtspunkten der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes ist das Festhalten an der &uuml;ber Jahrzehnte praktizierten h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung nicht geboten. Diese Rechtsprechung hat keinen Vertrauenstatbestand begr&uuml;ndet, der zu Dispositionen h&auml;tte Anlass geben k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>121<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Danach sind Aufwendungen f&uuml;r Reisen, die abgrenzbare berufliche und private Anteile enthalten, grunds&auml;tzlich aufzuteilen, sofern die berufliche oder private Veranlassung nicht von v&ouml;llig untergeordneter Bedeutung ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>122<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Damit unterscheiden sich Reisekosten von den grunds&auml;tzlich nicht abziehbaren und nicht aufteilbaren unverzichtbaren Aufwendungen f&uuml;r die Lebensf&uuml;hrung, die nach Ma&szlig;gabe des subjektiven Nettoprinzips durch die Vorschriften zur Ber&uuml;cksichtigung des steuerlichen Existenzminimums (&sect; 32a Abs. 1 Nr. 1, &sect; 32 Abs. 6 EStG; dazu Lang in Tipke\/Lang, Steuerrecht, 20. Aufl., &sect; 9 Rz 81 ff., m.w.N.) pauschal abgegolten oder als Sonderausgaben (insbesondere gem&auml;&szlig; &sect; 10 EStG) oder au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen (&sect;&sect; 33 ff. EStG) abziehbar sind. Zwar lie&szlig;en sich theoretisch auch Aufwendungen etwa f&uuml;r b&uuml;rgerliche Kleidung, f&uuml;r eine Brille oder f&uuml;r eine Armbanduhr bei feststehender Arbeitszeit durchaus entsprechend aufteilen (Ruppe, DStJG 3, 1980, 103, 143 f.). Derartige Aufwendungen sind aber, wenn sie nach den Vorschriften &uuml;ber das steuerliche Existenzminimum, als Sonderausgaben oder als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen zu ber&uuml;cksichtigen sind, grunds&auml;tzlich dem Anwendungsbereich des &sect; 4 Abs. 4 und des &sect; 9 EStG entzogen, um eine doppelte Ber&uuml;cksichtigung zu vermeiden (vgl. Ruppe, a.a.O., S. 143 f.). Inwieweit gleichwohl ein etwa gegebener beruflicher Mehraufwand zu ber&uuml;cksichtigen ist, bleibt danach in erster Linie der Entscheidung des Gesetzgebers &uuml;berlassen (vgl. z.B. &sect; 4 Abs. 5 Nr. 5 EStG; &sect; 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 EStG: &quot;typische Berufskleidung&quot;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>123<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem entspricht im Ergebnis die bisherige Rechtsprechung, die derartige Aufwendungen als nicht abziehbar beurteilt hat (OFH-Urteil in RFHE 54, 270 &#8211; Verschlei&szlig; von Schuhsohlen und b&uuml;rgerlicher Kleidung; BFH-Urteil in BFHE 58, 689, BStBl III 1954, 174; BFH-Beschluss vom 22. April 2003 VI B 275\/00, BFH\/NV 2003, 1052 &#8211; jeweils zur Anschaffung eines H&ouml;rger&auml;ts; BFH-Urteile in BFHE 158, 221, BStBl II 1990, 49; in BFHE 164, 419, BStBl II 1991, 751; vom 20. M&auml;rz 1992 VI R 55\/89, BFHE 168, 83, BStBl II 1993, 192; vom 27. Mai 1994 VI R 67\/92, BFHE 175, 57, BStBl II 1995, 17 &#8211; jeweils zu b&uuml;rgerlicher Kleidung; vom 23. Oktober 1992 VI R 31\/92, BFHE 169, 350, BStBl II 1993, 193; vom 20. Juli 2005 VI R 50\/03, BFH\/NV 2005, 2185 &#8211; jeweils zu den Kosten einer Brille). Aus den gleichen Gr&uuml;nden sind z.B. auch Aufwendungen zur F&ouml;rderung der Gesundheit grunds&auml;tzlich nicht als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehbar (st. Rspr., vgl. bereits Entscheidung des PrOVG vom 13. M&auml;rz 1894 Rep. V.C.1395\/93, PrOVGE 2, 453).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>124<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Gro&szlig;e Senat geht nach wie vor von dem seit der Entscheidung in PrOVGE 10, 86 geltenden und seither die Rechtsprechung pr&auml;genden Grundsatz aus, dass eine unbedeutende private Mitveranlassung dem vollst&auml;ndigen Abzug von Betriebsausgaben oder Werbungskosten nicht entgegensteht und dass umgekehrt eine unbedeutende berufliche Mitveranlassung von Aufwendungen f&uuml;r die Lebensf&uuml;hrung keinen Betriebsausgaben- oder Werbungskostenabzug er&ouml;ffnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>125<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Greifen die &#8211;f&uuml;r sich gesehen jeweils nicht unbedeutenden&#8211; beruflichen und privaten Veranlassungsbeitr&auml;ge (z.B. bei einer beruflich\/privaten Doppelmotivation f&uuml;r eine Reise) so ineinander, dass eine Trennung nicht m&ouml;glich ist, fehlt es also an objektivierbaren Kriterien f&uuml;r eine Aufteilung, so kommt ein Abzug der Aufwendungen insgesamt nicht in Betracht (vgl. S&ouml;hn, Festschrift f&uuml;r Klaus Offerhaus, K&ouml;ln 1999, 477, 485; Scheich, Das Abzugsgebot und -verbot gemischter Aufwendungen, M&uuml;nchen 1996, S. 39, 50).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>126<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) An der Grenzlinie zwischen Berufs- und Privatsph&auml;re besteht ein Anreiz f&uuml;r die Steuerpflichtigen, Privataufwendungen als beruflich veranlasst darzustellen, um so den Abzug dieser Aufwendungen zu erreichen. Dem haben die Finanzverwaltung und die Finanzgerichte bei der Sachverhaltsaufkl&auml;rung und bei der Rechtsanwendung besonders Rechnung zu tragen. So d&uuml;rfen sich die Finanzgerichte in der Regel nicht allein auf die Darstellung des Steuerpflichtigen st&uuml;tzen, wenn es an entsprechenden Nachweisen f&uuml;r dessen Sachvortrag fehlt. Vielmehr hat der Steuerpflichtige die berufliche Veranlassung der Aufwendungen im Einzelnen umfassend darzulegen und nachzuweisen (BFH-Urteile vom 27. September 1991 VI R 1\/90, BFHE 166, 61, BStBl II 1992, 195; vom 21. Juni 1994 VI R 16\/94, BFH\/NV 1995, 216; V&ouml;llmeke, DStR 1995, 745, 750). Diese Anforderungen, die nach der bisherigen Rechtsprechung nur die Frage betrafen, ob der Abzug der Aufwendungen insgesamt in Betracht kam, gelten nunmehr nach der ge&auml;nderten Auslegung des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG auch f&uuml;r die Frage, ob ein Teil der Aufwendungen als beruflich veranlasst anerkannt werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>127<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) In Abkehr von der bisherigen Rechtsprechung (Beschluss des Gro&szlig;en Senats in BFHE 126, 533, BStBl II 1979, 213, unter C. II. 2. a) sind Reisen nicht mehr in jedem Falle insgesamt als Einheit zu beurteilen. Vielmehr k&ouml;nnen unterschiedliche Reiseabschnitte unterschiedlich beruflich oder privat veranlasst und die Aufwendungen hierf&uuml;r entsprechend aufzuteilen sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>128<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Als sachgerechter Aufteilungsma&szlig;stab kommt in derartigen F&auml;llen das Verh&auml;ltnis der beruflichen und privaten Zeitanteile der Reise in Betracht. Das unterschiedliche Gewicht der verschiedenen Veranlassungsbeitr&auml;ge kann es jedoch im Einzelfall erfordern, einen anderen Aufteilungsma&szlig;stab heranzuziehen oder von einer Aufteilung ganz abzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>129<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nimmt der Steuerpflichtige zum Beispiel aufgrund einer Weisung seines Arbeitgebers einen beruflichen Termin wahr, so k&ouml;nnen die Kosten der Hin- und R&uuml;ckreise auch dann in vollem Umfang beruflich veranlasst sein, wenn der Steuerpflichtige den beruflichen Pflichttermin mit einem vorangehenden oder nachfolgenden Privataufenthalt verbindet (vgl. auch BFH-Urteil in BFHE 82, 88, BStBl III 1965, 279; zum umgekehrten Fall einer insgesamt privaten Veranlassung vgl. BFH-Urteil in BFHE 90, 47, BStBl III 1967, 773). Dabei kommt es nicht notwendig darauf an, ob der private Teil der Reise k&uuml;rzer oder l&auml;nger ist als der berufliche Teil (a.A. insoweit BFH-Urteil in BFHE 83, 401, BStBl III 1965, 644).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>130<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An den im Beschluss in BFHE 126, 533, BStBl II 1979, 213 (unter C. II. 1. der Gr&uuml;nde) f&uuml;r Auslandsgruppenreisen entwickelten Abgrenzungsmerkmalen h&auml;lt der Gro&szlig;e Senat grunds&auml;tzlich fest. Vor dem Hintergrund des Beschlusses des BVerfG vom 7. November 1995&nbsp;&nbsp;2 BvR 802\/90 (BStBl II 1996, 34 &#8211; Oderkonto) verm&ouml;gen die Indizien indes keine Gesamtw&uuml;rdigung im Einzelfall zu ersetzen, sie d&uuml;rfen nicht schematisch gepr&uuml;ft und wie rechtliche Tatbestandsmerkmale verselbst&auml;ndigt werden. Auch stehen sie einer Aufteilung der Kosten nach den beruflichen und privaten Zeitanteilen der Reise nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>131<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>IV. Entscheidung des Gro&szlig;en Senats &uuml;ber die vorgelegte Rechtsfrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>132<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gro&szlig;e Senat beantwortet die ihm vorgelegte Rechtsfrage wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>133<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Aufwendungen f&uuml;r die Hin- und R&uuml;ckreise bei gemischt beruflich (betrieblich) und privat veranlassten Reisen k&ouml;nnen grunds&auml;tzlich in abziehbare Werbungskosten oder Betriebsausgaben und nicht abziehbare Aufwendungen f&uuml;r die private Lebensf&uuml;hrung nach Ma&szlig;gabe der beruflich und privat veranlassten Zeitanteile der Reise aufgeteilt werden, wenn die beruflich veranlassten Zeitanteile feststehen und nicht von untergeordneter Bedeutung sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>134<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das unterschiedliche Gewicht der verschiedenen Veranlassungsbeitr&auml;ge kann es jedoch im Einzelfall erfordern, einen anderen Aufteilungsma&szlig;stab heranzuziehen oder ganz von einer Aufteilung abzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 21.9.2009, GrS 1\/06 Aufteilung der Aufwendungen f&uuml;r eine gemischt veranlasste Reise &#8211; Abziehbarkeit von Erwerbsaufwand &#8211; Nachweis der beruflichen Veranlassung von Aufwendungen Leits&auml;tze 1. Aufwendungen f&uuml;r die Hin- und R&uuml;ckreise bei gemischt beruflich (betrieblich) und privat veranlassten Reisen k&ouml;nnen grunds&auml;tzlich in abziehbare Werbungskosten oder Betriebsausgaben und nicht abziehbare Aufwendungen f&uuml;r die private &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/grs-1-06-aufteilung-der-aufwendungen-fuer-eine-gemischt-veranlasste-reise-abziehbarkeit-von-erwerbsaufwand-nachweis-der-beruflichen-veranlassung-von-aufwendungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">GrS&nbsp;1\/06 &#8211; Aufteilung der Aufwendungen f&uuml;r eine gemischt veranlasste Reise &#8211; Abziehbarkeit von Erwerbsaufwand &#8211; Nachweis der beruflichen Veranlassung von Aufwendungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-13237","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13237","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13237"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13237\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13237"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13237"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13237"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}